DE80619C - - Google Patents

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DE80619C
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Germany
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hollow
typewriter
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J23/00Power drives for actions or mechanisms
    • B41J23/20Fluid-pressure power drives

Landscapes

  • Push-Button Switches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachstehend beschriebene Erfindung betrifft Neuerungen an Schreibmaschinen, die durch Luftdruck angetrieben werden, und bezweckt, die Construction solcher Maschinen zu vereinfachen und ihre Wirkungsweise zu verbessern. Unter den verschiedenen Verbesserungen besteht die wesentlichste darin, dafs durch eine neuartige Einrichtung von einer einzigen Luftdrucktaste aus zwei oder mehr Typen, statt nur einer einzigen, wie bisher, in Thä'tigkeit gesetzt werden.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 eine nach vorliegender Erfindung eingerichtete Schreibmaschine in der Seitenansicht, zum Theil im Schnitt dar. Fig. 2 ist eine hintere Ansicht eines Theiles von Fig. 1. Fig. 3 zeigt im Schnitt eine Luftdrucktaste von geänderter Ausführungsform , auf welche weiter unten Bezug genommen ist, und Fig. 4 stellt ebenfalls im Schnitt eine durch Luftdruck betriebene Vorrichtung dar, die dazu dient, um den Papierschlitten in seine Anfangsstellung zurückzubewegen. Fig. 5 bis 7 zeigen einige weiter unten zu beschreibende Ausführungsformen der Erfindung.
A bezeichnet die Papierwalze des Schlittens B. Von den durch Luftdruck wirkenden Hohltasten C C aus führen Röhrchen D D nach der die Typen enthaltenden Batterie E. F bezeichnet das Rahmenwerk der Maschine.
Die Röhrchen D sind über kleine durchlochte Zapfen α1 der Platte α gestreift, welch letztere sich gegen die hintere Fläche der die Typenhalter enthaltenden Batterie E anlegt und daran mittelst der Schalttaste b verschiebbar ist, so dafs das Luftröhrchen einer jeden Taste mit mehr als einem der die Typenstangen enthaltenden Rohre der Batterie E in Verbindung gebracht werden kann, je nachdem man die Platte α an der hinteren Fläche von E nach der einen oder anderen Richtung verschiebt. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Maschine kann man jedes von den Röhrchen D mit dem einen oder anderen von zwei Typenhaltern in Verbindung setzen, indem man die Platte α entsprechend verstellt. Es liegt auf der Hand, dafs die Einrichtung auch so getroffen sein kann, dafs jedes Röhrchen mit drei oder mehr Typenhaltern nach einander in Verbindung gebracht werden kann.
Statt der in der Zeichnung dargestellten flachen Platte α kann man auch eine gebogene, gleitbare oder drehbare Platte oder auch ein dünnes Stück von elastischem Material, wie Kautschuk mit Gewebeunterlage, nehmen, an welchem die gelochten Zapfen angeformt sind. Diese elastische Platte kann man in der Weise über das Ende des Typenblockes hinwegbewegen, indem man dieselbe einerseits auf eine Rolle auf- und andererseits von einer zweiten Rolle abwickelt. In Fig. 1 bezeichnet c einen elastischen Ring, der am einen Ende getheilt ist und der die hohle Kuppe einer jeden Taste in einem flantschenartigen Halter c1 festhält, an welchen die Kuppe fest anschliefst. Die Kuppe der Taste läfst sich leicht anbringen, indem man den vorerwähnten Ring hinein- und von den Rändern hinwegdrückt. Sind dann die Ränder in den Halter c1 hineingebracht, so kann der Ring leicht von aufsen innerhalb der Kuppe hinab- und letztere in
die- Lage gedrückt werden, in welcher sie sich nach der Zeichnung befindet.
Statt an der hinteren Seite der Typenbatterie E kann man die Schaltplatte α auch an den Tasten C anbringen oder man kann sie auch an einer zwischen diesen und der Typenbatterie E befindlichen Stelle anordnen.
Man kann ferner die Lufträume der einzelnen Hohltasten mit besonderen Luftkammern für je zwei oder mehr Typen verbinden, wie in Fig. 5 gezeigt, so dafs die in diesen Luftkammern befindliche Luft beim Niederdrücken der Taste dahin wirkt, die zwei oder mehr Tasten sä'mmtlich gleichzeitig in Bewegung zu setzen. Damit alsdann aber nur eine von diesen Tasten thatsächlich in Bewegung kommt, bringt man einen Schieber K an, der durch eine Schalttaste L so bewegt werden kann, dafs er sich vor die Batterie stellt, aus welcher die sä'mmtlichen Typen herausbewegt werden. Mittelst der Schalttaste kann nun der Schieber so. bewegt werden, dafs er der einen oder anderen von den durch die eine Hohltaste beeinflufsten Typen gestattet, sich hervorzubewegen, während er die übrigen Typen daran hindert. Die Zeichnung veranschaulicht den Fall, bei welchem jeder Schieber zwei Typen, und zwar eine in der oberen und eine in der unteren Hälfte der Gesammtgruppe beherrscht. Für gewöhnlich befindet sich der Schieber in solcher Lage, dafs er das Hervortreten der Typen aus den unteren Rohren verhindert, während er der Bewegung der oberen Typen ein Hindernifs nicht bietet. Beim Herabdrücken der Schalttaste wird der Schieber gehoben, um die Austrittsöffnungen an den oberen Rohren abzusperren, während er die Oeffnungen an den unteren Rohren freigiebt. Für gewöhnlich befindet sich der Schieber in derjenigen Stellung, in welcher er die Vorbewegung der seltener benöthigten Typen verhindert, so dafs die öfter benöthigten Typen in jedem einzelnen Fall ohne Weiteres, d. h. ohne dafs es dazu einer besonderen Bethätigung des Schalthebels bedarf, hervortreten.
Nach einer anderen Ausführungsform verbindet man die vom hinteren Ende der sämmtlichen Typen ausgehendenRöhrchen mitKanälen, die in der Wandung eines langen Gehäuses angeordnet sind, in welchem sich ein ebenfalls mit darin angeordneten Kanälen ausgestatteter Stöpsel befindet. Letzterer kann mittelst einer Schalttaste so bewegt werden, dafs dadurch die von den Hohltasten ausgehenden Röhrchen mit den nach der einen oder nach der anderen Typenreihe des Typenblockes führenden Röhrchen in Verbindung gebracht werden.
Eine andere Anordnungsweise besteht darin, dafs die mit den Hohltasten ausgestattete Platte M, Fig. 6, durch welche von jeder Hohltaste aus ein Luftkanal hindurchgeht, auf einer zweiten Platte N beweglich ist, in welcher besondere Röhrchen nach den einzelnen Typen führen, so dafs man also die Luftkanäle von den Hohltasten mit irgend einer nach den verschiedenen Typenreihen führenden Reihe von Rohren in Verbindung setzen kann.
Statt, zum Zwecke der Spatienbildung, das Tasfenbrett beweglich einzurichten, werden von jeder einzelnen Hohltaste aus oder von einer mit dieser verbundenen Vorrichtung Spatienhebel in Bewegung gesetzt. Diese Spatienhebel G werden unterhalb oder überhaupt in der Nähe der Hohltasten derart angeordnet, dafs beim Eindrücken jeder beliebigen Hohltaste einer Tastenreihe der dieser Reihe entsprechende Spatienhebel bewegt wird und alsdann seinerseits die Spannvorrichtung bethätigt.
Einen wesentlichen Theil der Erfindung bildet eine durch Luftdruck wirkende Spatienvorrichtung. Dieselbe besteht aus einer elastischen Scheidewand H, Fig. 3, welche einen Theil des unteren Endes der vorerwähnten Hohltasten ausmacht oder an besonderen geschlossenen Hohlräumen angeordnet ist. An diese Scheidewände sind die Röhrchen D angeschlossen. Wenn die Hohltaste eingedrückt wird, wird durch den dabei auf die eingeschlossene Luft ausgeübten Druck die Scheidewand H herabgedrückt, die infolge dessen auf den unmittelbar darunter befindlichen Spatienhebel G einwirkt. Dieser wirkt infolge dessen auf die bewegliche Platte oder das dieser entsprechende Organ, welches die zur Spatienbildung bestimmten Sperrklinken oder Schiebklauen bewegt.
Die Einrichtung zum Bewegen des Papierschlittens ist folgendermafsen getroffen: Am Maschinengestell ist der an seinem einen Ende geschlossene Cylinder J, Fig. 4, befestigt, in welchem sich ein langer, dicht passender Kolben J1 bewegt. Die Stange dieses Kolbens ist am Papierschlitten befestigt. Indem der Kolben sich zusammen mit dem Papierschlitten bewegt, entfernt er sich allmälig von dem geschlossenen Ende des Cylinders und ruft dadurch innerhalb des letzteren eine theilweise Luftleere hervor, welche bewirkt, dafs der Kolben unter dem Einflufs des auf denselben von aufsen wirkenden Luftdruckes dahin strebt, den Schlitten in seine Anfangsstellung zurückzubewegen, in ähnlicher Weise, wie dies bei den gewöhnlichen Schreibmaschinen die auf den Schlitten wirkende Zurückziehfeder besorgt.
Am besten versieht man den Cylinder an seinem geschlossenen Ende mit einem nach auswärts sich öffnenden Ventil J2, damit bei der Einwärtsbewegung des Schlittens eine Druckansatnmlung im Cylinder nicht stattfindet.
Eine weitere Verbesserung, durch welche der Aufdruck der Schriftzeichen vervollkommnet
wird, besteht darin, die Typenstangen hinten anzuordnen, so dafs sie gegen die hintere Seite des Papiers stofsen und dieses gegen die vor dem Papier angeordnete Farbwalze oder das Farbband P, Fig. 7, andrücken. Bei Maschinen dieser Art lassen sich die Typenstangen und der Typenblock ebenso leicht hinter dem Papier wie vor demselben anbringen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine durch Luftdruck betriebene Schreibmaschine, bei welcher zum Zweck, jede einzelne Hohltaste auf zwei oder mehr Typen einwirken zu lassen, eine bewegliche oder verstellbare Platte (a) in oder an Führungen an der hinteren Seite der Gesammtgruppe von Rohren gleitbär angeordnet und mit Oeffnungen ausgestattet ist, von denen jede sowohl mit zwei oder mehr Rohren der Gesammtgruppe, je nach der Stellung der Platte, als auch durch ein Luftrohr (D) mit dem Luftraum einer der Hohltasten (C) in Verbindung tritt.
    2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Schreibmaschine, bei welcher entweder:
    a) der Luftraum jeder Hohltaste mit zwei oder mehr Rohren der Gesammtgruppe in Verbindung gebracht und vor den Mündungen der Rohrgruppe ein zum Zurückhalten der Typen dienender Schieber, der durch eine Schalttaste beherrscht wird, angeordnet ist (Fig. 5), oder
    b) die die Hohltasten tragende Platte auf einer zweiten Platte beweglich ist, von der aus besondere Rohre nach den Typen führen (Fig. 6).
    3. Bei einer Schreibmaschine nach Anspruch 1. die Sicherung der Hohltasten C an den Haltern c1 mittelst gespaltener elastischer Ringe c, welche die biegsamen Ränder der Hohltasten erfassen (Fig. 1).
    4. Bei einer Schreibmaschine nach Anspruch 1. die Bewegung der unmittelbar unter den Hohltasten befindlichen Spatienhebel G in der Weise, dafs ein an dem elastischen Boden der Hohltaste angebrachter Druckstift H (Fig. 3) den Spatienhebel niederdrückt.
    5. Bei einer Schreibmaschine nach Anspruch 1. die Einrichtung zum Zurückbewegen des Schlittens, bestehend aus dem am Maschinengestell befestigten Cylinder J mit nach aufsen sich öffnendem Ventil J2 und einem am Schlitten befestigten Kolben J1 (Fig. 4).
    6. Bei einer durch Luftdruck betriebenen Schreibmaschine die Einrichtung, dafs die Typenstangen den Aufdruck der Schriftzeichen dadurch hervorbringen, dafs sie das Papier von hinten gegen das vor demselben befindliche Farbband andrücken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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