DE80636C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11C—FATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
- C11C1/00—Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
- C11C1/02—Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1894 ab.
Beim Spalten der Fette mittelst Autoklaven ist mit dem Ausblasen des Autoklaveninhaltes
nach erfolgter Spaltung der grofse Uebelstand verbunden, dafs die von der ausgeblasenen
Masse mitgerissenen übelriechenden Dämpfe in der Fabrik, besonders aber für die Nachbarschaft,
sehr unangenehm und lästig sind. Das vorliegende Ausblaseverfahren beseitigt diesen
Uebelstand vollkommen.
Bekanntlich erfolgte das Ausblasen des Autoklaveninhaltes bis jetzt in der Weise, dafs dieser
einfach in die offenen Glycerinwasser- und Fettsäurebottiche entleert wurde. Bei diesem
Austritt der Masse aus dem Autoklaven ins Freie entweichen, ähnlich wie bei einer entkorkten
Selterswasserflasche die Kohlensäure, die der Masse beigemischten Dämpfe, die bis
dahin durch den hohen, im Autoklaven herrschenden Druck in der Masse gebunden waren, mit grofser Heftigkeit, und es sind alle
Versuche, diese übelriechenden, sehr unangenehmen Dämpfe unschädlich zu machen, erfolglos
geblieben. Man hat nämlich dabei übersehen, dafs die Trennung der Dämpfe von der übrigen Masse und ihre Abführung zwar
aufserhalb der Autoklaven, aber vor dem Austritt der Masse ins Freie, also in einem besonderen
geschlossenen Gefäfs, stattfinden mufs, dessen innerer Druck wesentlich niedriger ist
als der Druck im Autoklaven, so dafs die Dämpfe bei dem Uebertritt der Masse in das
Gefäfs infolge der Druckverminderung aus der Masse entweichen und, während die Masse
unten abfliefst, aus dem oberen Theil des Gefäfses abgesaugt werden können. Vervollständigt
wird diese Trennung der Dämpfe von der übrigen Masse noch dadurch, dafs die Masse bei ihrem Eintritt in das geschlossene
Gefäfs gegen eine in demselben angebrachte Fläche geschleudert wird, wodurch, ähnlich
wie bei den bekannten Dampfwasserabscheidern, nun auch noch mechanisch eine Trennung
herbeigeführt wird, so dafs die Trennung eine ziemlich vollkommene ist und die Masse als
fast dämpfefrei und damit geruchlos aus dem Gefäfs abfliefst. Gleichzeitig werden, wie bereits
erwähnt, die im oberen Theil des Gefäfses sich sammelnden Dämpfe durch einen kräftigen Dampfstrahlsauger abgesaugt und in
einer in Wasser liegenden Kühlschlange zugleich mit dem Dampf des Strahlapparates verdichtet
und niedergeschlagen und treten dann als ebenfalls geruchlose Flüssigkeit bei der
Ausflufsstelle der Schlange aus.
Zur Ausführung dieses im Vorstehenden gekennzeichneten Ausblaseverfahrens (dessen
wesentliche Punkte sind: 1. Ausblasen in ein geschlossenes Gefäfs hinein oder vielmehr durch
ein geschlossenes Gefäfs hindurch, wobei durch die Druckverminderung und gleichzeitig durch
den Stofs der Masse gegen eine Fläche die Dämpfe von der übrigen Masse getrennt werden;
2. Absaugen der so von der Masse getrennten Dämpfe aus dem Gefäfs durch einen Dampfstrahlsauger,
während die dampffreie Masse durch den Abflufshahn des Gefäfses abfliefst; 3. Verdichten
und Niederschlagen der Dämpfe uhd des Strahlapparatdampfes in einer Kühlschlange, aus
der sie als Flüssigkeit abfliefsen) dient die in der Zeichnung dargestellte Anordnung, die in den
Einzelheiten auch noch geändert werden kann, so lange das Verfahren an sich dasselbe bleibt.
Durch den Eintrittstutzen α tritt die fertige Autoklavenmasse aus dem Autoklaven in das
geschlossene (cylindrische) Gefä'fs B, dessen innere Spannung eine wesentlich geringere ist,
als die im Autoklaven herrschende. Durch diese Druckverminderung und gleichzeitig durch
den Stofs der mit grofser Heftigkeit ausströmenden Masse gegen die im Gefäfs B angebrachte
Fläche c, die durchlöchert sein kann, trennen sich die Dämpfe von der übrigen Masse
und füllen den oberen Theil des Gefäfses B. Während nun die von den übelriechenden
Dämpfen befreite Masse durch den am Boden des Gefäfses befindlichen Ausflufshahn d abfliefst,
werden die Dämpfe durch einen kräftigen Dampfstrahlsauger e, dessen Dampfeintritt bei f
ist, abgesaugt und in einer in Wasser liegenden Kühlschlange G zugleich mit dem Dampf
des Strahlapparates verdichtet und niedergeschlagen und treten bei h als ebenfalls geruchlose
Flüssigkeit aus. Zu bemerken ist noch, dafs die Masse in dem Gefäfs B nicht
ruht, sondern continuirlich durchfliefst, und dafs während dieses Durchfliefsens die Trennung
der Dämpfe von der übrigen Masse stattfindet; dementsprechend ist auch die Gröfse des Gefäfses
B zu bemessen, und es sind die Hähne für den Ein- und Austritt der Masse und das
Ventil für den Strahlapparat so einzustellen, dafs der Austritt der Masse bei d mit der gewünschten,
vorteilhaftesten Geschwindigl erfolgt, etwa unter ι Atm. Spannung im (
fäfs B. i ist ein Sicherheitsventil, um eil etwaigen zu hohen, vom Autoklaven h
rührenden Spannung vorzubeugen; k ist ι Luftventil zur Verhütung eines etwaigen, dui
den Strahlapparat erzeugten äufseren Uebi druckes; ein Manometer / läfst die Spannu
im Gefäfs B erkennen, m ist das Zuflufsrol
η das Ueberlaufrohr des Kühlwassers für ι Kühlschlange G.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Ein Verfahren zum geruchlosen Ausblas der Autoklavenmasse nach erfolgter Spaltu von Fetten im Autoklaven, dadurch geken zeichnet, dafs der Autoklaveninhalt durch t mit Ableitungen versehenes geschlossenes G fäfs hindurch ausgeblasen wird, in welche die infolge der Druckverminderung stattfinden Trennung der Dämpfe von der übrigen Mas dadurch noch vervollständigt wird, dafs m: die Masse gegen eine in dem Gefäfs ang brachte, eventuell durchlöcherte Platte au strömen läfst und zerstäubt, wobei gleichzeil die dabei freiwerdenden Dämpfe in geeignet Weise, z. B. durch Absaugen mittels ein Dampfstrahlsaugers, entfernt werden, währer die dämpfefreie Masse continuirlich aus de Gefäfs abfliefst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80636C true DE80636C (de) |
Family
ID=353172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80636D Active DE80636C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80636C (de) |
-
0
- DE DENDAT80636D patent/DE80636C/de active Active
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