DE8134C - Verbesserungen an Malzschrotmühlen mit Mefsapparat und Kontroluhr - Google Patents
Verbesserungen an Malzschrotmühlen mit Mefsapparat und KontroluhrInfo
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Description
1878.
Klasse 42.
MAX ROESSLER in ABENSBERG (Bayern). Verbesserungen an Malzschrotmuhlen mit Melsapparat und Controluhr.
Zusatz-Patent zu No. 7699 vom 31. März 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. December 1878 ab.
Längste Dauer: 13. April 1884.
Die beiliegende Zeichnung enthält in Fig. 1 die Abbildung der Deckplatte, in Fig. 2 und 4
zwei Durchschnitte des vollständigen Apparates, in Fig. 3 eine Seitenansicht, in Fig. 5 und 6
das Mefsgefäfs im Grund- und Aufrifs. Fig. 7 zeigt die Stellungen des Mefsgefäfses bei Füllung
und Entleerung, sowie die Construction des Excenters für die Bewegung.
Die aus gufseisernen Walzen bestehende Malzbrechmühle, welche auf einer eisernen
Grundplatte a* ruht, ist von einem an diese Platte angeschraubten gufseisernen Gehäuse derart
umgeben, dafs die Mühle zu dem Zwecke der Malzausfuhr anders nicht als durch die
Einschüttgosse und den Mefsapparat zugänglich ist. Eine jener Schrauben, welche die Verbindung
der gedachten Grundplatte ,mit dem auf ihr ruhenden Gehäuse bewirken, ist an der
Stelle h, Fig. 3, amtlich plombirt.
Dieses Gehäuse a, welches in einem Stück gegossen ist, erhebt sich bis zur Einlaufsgosse b
enthält den Mefsapparat c, Fig. 2, und bildet zugleich die untere Gosse, in welche das durch
den Mefsapparat gemessene Malz einläuft und von da mittelst eines sogenannten Zubringers
(Speisewalze d) der Mühle zum Brechen zugeführt wird.
Im Innern des Gehäuses sind, genau an die Brechwalzen anschliefsend, zwei Leisten e angebracht
und an das Gehäuse von innen angeschraubt, welche die Aufgabe haben, das zufliefsende
Malz in der gegebenen Bahn zu halten.
Von aufsen ist dieses Gehäuse nur durch eine einzige Oeffhung bei /, Fig. 3, zugänglich,
um zu der die Regulirung des Mafsinhaltes des Mefsgefäfses ermöglichenden Vorrichtung (Regulirungsschraube)
g, Fig. 2, 6 und 7, zu gelangen.
Diese Oeffnung ist übrigens durch einen nach innen klappenden und amtlich plombirten
Deckel /, Fig. 3, verschlossen.
Auf dem Gehäuse befindet sich die Einlaufgosse b.
Das im Gehäuse α befindliche Mefsgefäfs ruht auf zwei Zapfen und hat die Form eines
nach oben und unten offenen Cylinders von ovalem Querschnitt, Fig. 5, 6 und 7, dessen
Mafsinhalt mittelst einer runden eisernen Platte g, Fig. 6 und 7, welche mit feinen Gewindegängen
versehen ist, genau auf das bestimmte Mafs von 20, 10 oder 5 1 durch den vierkantigen
Zapfen regulirt werden kann. Die kleine Stellschraube /i\ Fig. 6, dient zum Feststellen der
Regulirung.
Dieses Melsgefäfs hat oben und unten Deckel ti und z'1, Fig. 2 und 7, welche im Inneren des
Gehäuses fest angeschraubt und derart daselbst angebracht sind, dafs während der Bewegung
des Mefsgefäfses der eine die Einmündung desselben freiläfst, wenn der andere die Ausmündung
bedeckt und umgekehrt.
Der Mechanismus, durch welchen der Mefsapparat c seine Hin- und Herbewegung, welche
eine schwingende ist, erhält, besteht in einem im Nebenraum k des Gehäuses, Fig. 2, 3 und 4,
angebrachten drehbaren Körper (Excenter), in dessen kurvenförmige Führungsrinne e, Fig. 4
und 7, das Mefsgefäfs mittelst seines Stahlzapfens, der durch die Gehäusewand a, Fig. 2
und 4, hervorragt, während der Drehung der Axe, auf welcher das Excenter befestigt ist, eingreift
und hierdurch derart hin- und hergeführt wird, dafs es abwechselnd unten geschlossen
und zugleich oben geöffnet, dann oben geschlossen und gleichzeitig unten geöffnet ist,
wodurch dessen Füllung und Entleerung bewirkt wird.
Das Mefsgefäfs-Excenter m selbst, Fig. 2
und 4, erhält seine Bewegung durch das Staffelrad n, Fig. 2, in welches ein mittelst eines auf
die Speisewalzenaxe d aufgesteckten Excenters auf- und niedergehender Schubhacken 0, Fig. 2
und 4, einfällt, und setzt hierdurch, sobald die Mühle in Gang gebracht und der Apparat eingelöst
ist, diesen selbst sofort in Bewegung.
Zur Sicherheit gegen unregelmäfsigen Betrieb sowie bei raschem Gange ist eine Stahlfeder p,
Fig. 4, angebracht, welche durch eine Stellschraube auf das Excenter geschraubt ist und
leicht gebremst werden kann; ebenso ist zur Verhinderung einer Rückwärtsbewegung des
Claims (4)
- Apparates ein Sperrhacken q, Fig. ι und 4, angebracht, welcher in das Staffelrad η eingreift.
- Die Verbindung des Mefsgefäfses mit der Uhr wird durch das in einem vierkantigen Zapfen auslaufende eine Ende der Axe, welche das Mefsgefäfs - Excenter m trägt, Fig. 8, bewirkt, indem dieser Zapfen in das Zählwerk r, Fig.
- 3 und 8, eingreift, und hierdurch jede Rotation der Axe bezw. jede Entleerung des auf ein bestimmtes Mafs regulirten Mefsgefäfses an einem Zifferblatte ersichtlich macht. Die Uhr selbst ist noch von einem besonderen gufseisernen Gehäuse umgeben, dessen zwei Schrauben, mit welchen die Befestigung an das Hauptgehäuse bewirkt ist, amtlich an den Stellen 1 und 2 plombirt werden.Die Bewegung des Mefsapparates setzt die vorhergehende Einlösung desselben voraus, welche von der die Maschine bedienenden Person mittelst eines Schlüssels erfolgen mufs.Dieser Schlüssel wird auf den hervorragenden Klappenzapfen s", Fig. 4, aufgesteckt, wonach bei einer Drehung nach links der kleine gleichseitige Hebel /, Fig. 4, den Schubhacken ο mit Hülfe der Spiralfeder χ in das Sperrrad η eintreten und hiermit die Function des Mefsapparates beginnen läfst.Ist jedoch in der oberen Gosse kein oder auch nicht mehr so viel Malz vorhanden, um das Mefsgefäfs vollständig füllen zu können, oder hat sich die untere Gosse derart überfüllt, dafs sich das Mefsgefäfs nicht mehr oder auch nur nicht vollständig mehr entleeren kann, so löst der Apparat sich von selbst sofort wieder aus.Der Mechanismus, welcher dies bewirkt, besteht in einer mit dem bezeichneten Mechanismus zur Bewegung des Apparates in Verbindung gebrachten Klappenvorrichtung ober- und unterhalb des Mefsgefäfses.Sollte sich daher in der unteren Gosse α Malz aufhäufen, so wird die Klappe ν über ihren todten Punkt gedrückt, vermittelst ihrer eigenen Schwere umschlagen und die Auslösung des Apparates bewerkstelligen, s. Fig.
- 4. Der Schubhacken 0 wird aus dem Sperrrade η ausgelöst trifft den Winkelhebel w und setzt vermittelst desselben eine Glocke in Bewegung, wodurch das Leergehen sich anzeigt. Im anderen Falle, wenn die Gossenklappe χ von Malz frei ist, geschieht die Auslösung durch diese; das Gewichty drückt die senkrechte Stange ζ herunter und hierdurch wird der kleine Winkelhebel g1, und mit diesem die Klappe ν im Innern des Gehäuses α zum Rückschlagen gebracht.Die Aus- und Einlösungs-Vorrichtung, sowie der beschriebene Mechanismus, welcher den Apparat in Gang zu setzen hat, sind in einem besonderen, an das den Mefsapparat selbst umschliefsende Gehäuse angegossenen Nebengehäuse angebracht, dessen Deckel, Fig. 1, entfernbar ist und deshalb oben und unten mit je einer amtlichen Plombe verschlossen wird.Dieser Deckel enthält unten gerade vor jenem Rohre, in welches der Schlüssel zum Zwecke der Einlösung des Apparates eingeschoben wird, ein kleines Thürchen, welches mit einem sogenannten Kunstschlosse versehen und durch den Mühlenbesitzer hierdurch abgesperrt werden kann.Die ebenfalls aus Gufseisen bestehende Einlaufgosse b schliefst mit ihrer angegossenen Deckplatte den Apparat oben vollständig ab, und ist auf der einen Seite unter eine prismatische Leiste ζ' geschoben, auf der anderen dagegen im Innern des gedachten Nebengehäuses festgeschraubt, Fig. 2 und 3, so dafs, da dieses Nebengehäuse amtlich plombirt ist, eine Entfernung dieser Gosse 6ha6 Lösung der amtlichen Plomben nicht möglich ist.Damit endlich das Messen des Malzes stets unter gleichem Drucke erfolgen kann, befinden sich in dem Halse des aus Holz construirten Einschütttrichters g" drei Abweichungsebenen (Coulissen) und oberhalb derselben ein eisernes Gittersieb.Die in Fig. 4 mit ο' und ο" bezeichneten vier Röhrchen dienen zum Eingiefsen von OeI zu den beweglichen Theilen.Das Blech r' in Fig. 4, welches einen Theil der Speisewalze umschliefst, ist beweglich, und wird durch die Spiralfeder s'" angedrückt.Paten τ-Anspruch:Die Malzschrotmühle mit Mefsapparat und Controluhr in ihrer ganzen Zusammensetzung.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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