DE8316643U1 - Vorrichtung zum Entlasten der Führung für zumindest in im wesentlichen vertikaler Richtung bewegbare Bauteile, insbesondere von Bearbeitungsmaschinen, wie beispielsweise Werkzeugmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Entlasten der Führung für zumindest in im wesentlichen vertikaler Richtung bewegbare Bauteile, insbesondere von Bearbeitungsmaschinen, wie beispielsweise WerkzeugmaschinenInfo
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Description
Patentanwälte .**» * #· { . :[\ ♦ ],. * '» A 4541
München BO MDC Max Dätwyler Bleienbach AG
ü. 22, Til. (QU9) 472947 Flugplatz
3368 Bleienbach / Schweiz
Vorrichtung zum Entlasten der Führung für zumindest in im wesentlichen vertikaler Richtung bewegbare Bauteil
Ie, insbesondere von Bearbeitungsmaschinen, wie beispielsweise Werkzeugmaschinen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entlasten der Führung für zumindest in im wesentlichen vertikaler
Richtung bewegbare Bauteile, insbesondere für Maschinen- und Apparatetei.le, vorzugsweise Schlitten oder
Werkzeug- oder Werkstückhalteeinrichtungen von Bearbeitungsmaschinen , wie beispielsweise Werkzeugmaschinen,gemäss
Oberbegriff des Anspruches 1.
Es ist bei Werkzeugmaschinen bekannt, den das Werkzeug oder die Werkzeuge haltenden und in vertikaler Richtung
verschiebbaren Spindelkasten mittels einer am Ständer abgestützten Vertikalführung zu führen. Es ist ferner
bekannt, den Ständer in horizontaler Richtung verfahrbar auszubilden und ihn auf am Maschinenbett angebrachten
Horizontalführungen abzustützen.
Bei allen diesen bekannten ,"Lösungen werden die erwähnten
Horizontal- und Vertikalführungen unter anderem durch das Gewicht des geführten Maschinenteiles und/oder durch Momente
belastet, die durch diese Maschinenteile bewirkt
werden. Um diese Belastungen aufnehmen zu können, müssen das Maschinenbett bzw. der Ständer entsprechend steif ausgebildet
werden, was zu verhältnismässig massiver und
26.5.1983 A 4541
Al:vm
schwerer Bauweise zwingt. Trotzdem kann eine gewisse Deformation der Führungen nicht verhindert werden, was eine
sehr genaue Positionierung der genannten Maschinenteile verunmöglicht.
5
5
Aus der GB-OS 2 033 796 ist es nun bekannt, für den sowohl in vertikaler wie auch horizontaler Richtung verschiebbaren
Spindelkasten eine Gewichtsausglsichsvorrichtung vorzusehen, die an einem Rahmen befestigt ist, der
vom Ständer mit der Vertikalführung für den Spindelkasten getrennt ist. Dieser Rahmen und auch der Ständer sind auf
einer Grundplatte befestigt, die auf einer am Maschinenbett vorgesehenen Horizontalführung abgestützt ist.
Wohl ist bei dieser Lösung die Vertikalführung der durch das Gewicht des Spindelkastens bedingten Belastung nicht
η ausgesetzt, doch hat demgegenüber die Horizontalführung
das Gewicht von Spindelkasten, Gewichtsausgleichsvorrichtung und Rahmen zu tragen. Um diese Belastung aufnehmen
zu können, ist es,wie bereits erwähnt, notwendig, das Maschinenbett
massiv und dementsprechend schwer auszubilden. Doch auch mit einer solchen Bauweise lässt sich eine Deformation
der Führungen nicht vollständig vermeiden.
25
Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, unter Vermeidung der vorstehend erwähnten Nachteile eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei möglichst einfachem Aufbau ein wirksames Entlasten aller
Führungen für den Bauteil, d.h. neben dessen Vertikalführung z.B. auch einer allenfalls vorhandenen Horizontal-
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führung, erlaubt*
Diese Aufgabe wird erfindüngsgemäss durch die Merkmale
des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst. 5
Da die AufhangeeinrichtuniJ von der Abstützung für die
Vertikalführung und einer allfälligen Horizontalführung
getrennt ist und die übernommene Belastung getrennt von der Abstützung für die Führung für den Bauteil ableitet,
wird diese Führung entlastet. Die auf diese Weise von der Aufgabe einer Lastübernahme weitgehend befreite Führung
ist nun ohne weiteres in der Lage, ihre Hauptfunktion,
nämlich uie Gewährleistung einer sehr genauen Führung des
Bauteils, einwandfrei auszuüben.
Da mit der Führung auch deren Abstützung entlastet wird, kann letztere entsprechend leichter ausgebildet werden,
wobei die entlasteten Führungen weniger der Abnützung unterworfen sind, was die Lebensdauer der Maschine bezuglieh
deren Genauigkeit erhöht. Die erfindungsgemässe Lösung
ermöglicht es auch, die Abstützung für die Führung, z.B. das Maschinenbett oder den Ständer einer Bearbeitungsmaschine,
auf einem Fundament oder einem andersartigen Tragwerk anzuordnen, das getrennt vom Tragwerk bzw. vom Fundament
für die Aufhängeeinrichtung ist.
Bevorzugte Weiterausbildungen des Erfindungsgegenstandes
sind in den Ansprüchen 2-9 definiert.
Im Folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhajid der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt rein schematisch:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Werkzeugmaschine
,
Fig. 2 die Werkzeugmaschine gemäss Fig. 1 in Seitenansicht und teilweise im Schnitt, und
Fig. 3 in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung eine Variante der Werkzeugmaschine,
gemäss den Fig. 1 und 2. 10
Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Werkzeugmaschine 1 weist ein T-förmiges Maschinenbett 2 auf, dessen zueinander
rechtwinklig stehende Arme mit 2a und 2b bezeichnet sind. Das Maschinenbett 2 ruht auf drei Abstützungen 3,
4 und 5, die auf dem Maschinenfundament 6 aufliegen. Mit ist das sich unterhalb des Fundamentes 6 befindliche Tragwerk,
im vorliegenden Fall der Baugrund, bezeichnet.
j* Auf dem Arm 2a des Maschinenbettes 2 ist ein Tisch oder |
Schlitten 8 zur Aufnahme des zu bearbeitenden Werkstückes angeordnet, der durch einen nicht dargestellten Antrieb
in Richtung der X-Achse hin- und herverschiebbar ist. Zur Geradführung des Tisches 8 ist eine Führung 9 vorgesehen,
die durch zwei Ftihrungsbahnen 9a und 9b gebildet wird, welche sich auf dem Maschinenbettarm 2a abstützen. Die
Werkzeugmaschine 1 weist ferner einen Ständer 10 auf, der in Richtung der Y-Achse verfahrbar ist. Die Geradführung
des Ständers 10 übernimmt eine Führung 11, die ebenfalls durch zwei Führungsbahnen lla und 11b gebildet wird/ welehe
sich auf dem andern Maschinenbettarm 2b abstützen. Der Antrieb zum Bewegen des Ständers 10 in der Y-Achse ist nüif
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rein schematisch dargestellt und mit 12 bezeichnet (Fig. 2). Die Werkzeugmaschine 1 weist ferner einen Spindelkasten
13 auf, in welchem das Bearbeitungswerkzeug 14, z.B. ein Fräs-, Schleif- oder Bohrwerkzeug, gehalten ist.
In diesem Spindelkasten 13 ist auf an sich bekannte Weise der Antrieb für das Werkzeug 14 untergebracht. Der
Spindelkasten 13 ist in vertikaler Richtung, d.h. in Richtung der Z-Achse, verschiebbar. Am Ständer 10 ist
eine Vertikalführung 15 zur Führung des Spindelkastens 13 während seiner Bewegung vorgesehen. Diese Führung
besteht aus zwei am Ständer 10 angebrachten Führungsbahnen 15a und 15b. Der Ständer 10 trägt weiter einen Antrieb
16 zum Heben und Senken des Spindelkastens 13.
Soweit entspricht die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Werkzeugmaschine 1 weitgehend herkömmlichen Werkzeugmaschinen.
Im Folgenden wird nun näher auf die Besonderheiten dieser Werkzeugmaschine 1 eingegangen.
Zu einer Entlastung der Führungen 11 und 15 dient eine Aufhängevorrichtung 17, deren Aufbau sich insbesondere
aus der Fig. 2 erkennen lässt. Die in der Art eines Galgens ausgebildete Aufhängeeinrichtung 17 weist einen vertikal
verlaufenden Träger 18 auf, der an zwei mit 19 und 20 bezeichneten Führungsstellen im Ständer 10 gehalten
ist und sich in eine Ausnehmung 21 im Maschinenbettarm 2b
hinein erstreckt. An seinen Enden ist der Träger 18 mit abstehenden Armen 22 und 23 verbunden. Am obern Arm 22
ist ein Aufhängeelement 24 befestigt/ das an seinem üntern
Ende mit dem Spindelkasten 13 verbunden ist. Das Aufhängeelement 2 4 ist auf nicht näher dargestellte Weise
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in seiner Länge veränderbar, um der Auf- und Abbewegung
des Spindelkastens 13 folgen zu können, der am Aufhängeelement 24 aufgehängt ist. Es ist auch denkbar, ein AuJ-hängeelement
24 mit fester Länge zu verwenden und dafür den Träger 18 längenveränderbar auszubilden, z.B. teleskopartig
ausziehbar.
Am Ende des untern Armes 23 ist in der Flucht mit dem ilufhängeelement 24 eine Abstützrolle 25 angebracht,
die sich auf ein balkenförmiges Abstützelement abstützt, das sich in Verschieberichtung Y des Ständers
erstreckt und auf seiner Oberseite eine Lauffläche 26a j für die Rolle 25 aufweist. Das Abstützelement 26 liegt auf
zwei Auflagern 27 und 28 auf, von denen jede auf einem Fundament 29 bzw. 30 ruht, das sich durch eine Oeffnung
6a bzw. 6b im Maschinenfundament 6 hindurcherstreckt und somit von letzterem getrennt ist. Bei einer Bewegung des
Ständers 10 in Y-Richtung wird die Aufhängeeinrichtung mitgenommen, wobei sie über das Abstützelement '/& rollt.
Da die Vertikalkomponente der durch das Gewicht des
Spindelkastens 13 bedingten Belastung von der Aufhängeeinrichtung 17 übernommen wird und die damit verbundenen
Kräfte über die Fundamente 2 9 und 30 direkt in den Baugrund 7 eingeleitet werden, werden die Führungen 11 und
15 entsprechend entlastet. Dasselbe trifft auch auf den Ständer 10 zu. Diese Entlastung der Führungen 11 und 15
hat nun zur Folge, dass letztere keine (eine sehr genaue Führung des Ständers 10 bzw,des Spindelkastens 13 verhindernde)
Deformation mehr erfahren. Im weitern ist es möglich, sowohl den Ständer 10 wie auch den Maschinenbettarm
2b leichter auszuführen.
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Da das Gewicht des Spindelkastens 13 nicht mehr vom Ma-
S schinenbettarm 2b übernommen werden muss, kann letzterer
ι leichter ausgebildet werden.
5 Falls die Aufhängung des Spindelkastens 13 nicht in sei-
nem Schwerpunkt erfolgt, kann auf dessen Führung 15 und auf den Ständer 10 ein entsprechendes Moment wirken. Im
weitern wirken auf die Führung 15 und den Ständer 10 auch
noch beim Bearbeitungsvorgang auftretende Kräfce und Momente,
z.B. die Schnittkräfte, ein. Um nun die Führung
des Spindelkastens 13 auch ncch von dieser quer zur Führung 15 wirkenden Belastung zu entlasten, kann eine zusätzliche,
von der Führung 15 getrennte Abstützeinrichtung für den Spindelkaoten 13 vorgesehen werden, die sich
ihrerseits an einer vom Ständer 10 getrennten Abstützung, z.B. an der Aufhängeeinrichtung 17 oder an einer andern
geeigneten Abstützung, abstützt. Letztere wäre dann vorteilhafterweise ebenfalls so auszubilden, dass die von
dieser zusätzlichen Abstützeinrichtung übernommenen Kräfte und Momente ebenfalls getrennt vom Ständer 10 bzw. dem
Maschinenbett 2 in das Maschinenfundament 6 oder den Untergrund 7 eingeleitet werden.
Die in Fig. 3 gezeigte Variante der Werkzeugmaschine 1 unterscheidet sich von der In den Fig. 1 und 2 gezeigten
Ausführungsform nur dadurch, dass der Spindelk ten 13
nicht nur an einer Stelle, sondern an zwei in einem Abstand voneinander angeordneten Stellen aufgehängt ist.
Zu diesem Zweck sind zwei identische Aufhängeeinrichtüngen 17 und 17" vorhanden, von denen jede der Aufhängeeinrich"
tungen 17 gemäss den Fig. 1 und 2 entspracht* Wie aus
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Fig. 3 hervorgeht, sind die beiden Aüfhängeeinrichtüngen
17, 17' nicht im Innern des Maschinenbettarmes 2b und
des Ständers 1,0, sondern seitlich davon angeordnet. Gleich wie beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und
2 erfolgt die Abstützung der beiden Aufhängeeinrichtungen an Stellen, die von den Abstützungen 3, 4, 5 für das Maschinenbett
2 getrennt sind.
Im Folgenden wird noch auf weitere mögliche Ausführungsformen eingegangen.
Es ist auch möglich, die Auflager 27 und 28 nicht wie gezeigt: auf eigenen Fundamenten 29 und 30 abzustützen,
sondern ebenfalls auf dem Maschinenfundament 6. Auch in
einem solchen Fall sind jedoch die Abstützstellen der Aufhängeeinrichtung 17, 17' von den Abstützstellen 3, 4,
5 des Maschinenbettes 2 getrennt.
Die Auflager 27 und 28 können auch gleichachsig mit den Abstützungen 3,4,5 des Maschinenbettes 2 angeordnet werden,
wobei die Abstützungen 3,4,5 die Auflager 27,28 umgeben und von diesen getrennt sind- Auch in diesem Fall
erfolgt die Abstützung des Maschinenbettes 2 gesondert von der Abstützung der Aufhängeeinrichtung 17, 17'.
25
Dadurch, dass wenigstens ein Teil des Gewichtes des Spindelkastens
13 nicht mehr über die Führungen 11 und 15 in das Maschinenbett 2 bzw. den Ständer 10 eingeleitet wird
sondern von der Aufhängeeinrichtung 17, 17' übernommen wird, wird, wie bereits erwähnt, erreicht, dass eine unerwünschte
Deformation der Führungen 11 und 15 vermieden
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wird, so dass eine sehr genaue Führung erreicht werden
kann. Zudem kann das Maschinenbett 2 und auch der Ständer 10 leichter ausgebildet werden. Beim Vorsehen vöri separaten
Fundamenten 29, 30 für die Aufhängeeinrichtung 17, 17' ermöglicht dies eine weniger massive Ausgestaltung
des Maschinenfundamentes 6. Die leichtere Bauweise von
Maschinenbett 2 und Ständer 10 erleichtert zudem beim Aufstellen der Werkzeugmaschine 1 das Ausnivellieren, um so
mehr als die Abstützstellen 3,4,5 des Maschinenbettes 2 von den Absatzstellen 27, 28 der Aufhängeeinrichtung 17,
17' gesondert sind.
Da die genaue Führung des Spindelkastens 13,wie bereits
erwähnt, durch die Führungen 11 und 15 sichergestellt ist, ist es nicht erforderlich, dass die Führung der Aufhängeeinrichtung
17, 17' sehr genau ist. Es ist daher möglich, für diese Führungen z.B. Rollen 25 und dgl. zu verwenden.
Es ist unter Umständen auch möglich, die Aufhängeeinrichtung
17, 17' nicht wie gezeigt direkt am Maschinenfundament
6 oder auf eigenen Fundamenten 29, 30 abzustützen, sondern auf geeignete Weise im Maschinenbett 2. Auch im letztgenannten
Fall werden die Führungen 11 und 15 von der Uebernahme des Gewichtes des Spindelkastens 13 oder anderer
Beanspruchungen mindestens zum Teil entlastet.
Im Folgenden werden nun weitere Varianten erläutert.
Es versteht sich, dass die Führungen 11, 15 auch einen von einer Geraden abweichenden Verlauf haben können. Ebenso
kann jede dieser Führungen 11, 15 aus nur einer Führungs-
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- 10 bahn oder mehf als zwei Führüngsbahnen gebildet Werden.
Es ist weiter denkbar, bei der Ausführungsform gemass den
Fig. 1 und 2 die Antriebseinheit 16 für den Spindelkasten 13 am Arm 22 der Aufhängeeinrichtung 17 anzuordnen und
den Spindelkasten 13 an dieser Antriebseinheit 16, z.B. an deren Antriebsspindel 16a, aufzuhängen. In diesem Fäll
kann auf das Aufhängeelement 24 verzichtet werden.
Statt den Spindelkasten 13, wie gezeigt, über die Aufhängeeinrichtung
17, 17' auf den Fundamenten 29, 30 oder auf dem Maschinenfundament 6 abzustützen, ist es auch möglich t
den Spindelkasten 13 aufzuhängen, z.B. an einem oberhalb der Werkzeugmaschine 1 angeordneten Tragwerk.
15
Die Aufhängeeinrichtung 17, 17' muss nicht, wie gezeigt, im oder auf dem Baugrund 7 abgestützt werden, sondern
lässt sich auch auf einem geeigneten Tragwerk abstützen.
In der Regel werden die Führungen 11, 15 nicht vollständig entlastet, damit sie ihre Führungsaufgäbe noch erfüllen
können. Es ist nun möglich, die Entlastung der Führungen so zu steuern, dass letztere immer derselben,
wenn auch verhältnismässig geringen, Belastung ausgesetzt sind.
Die erfindungsgemässe Idee der Entlastung der Führungen
für einen beweglichen Maschinenteil lässt sich selbstverständlich auch bei Werkzeugmaschinen anwenden, die anders
aufgebaut sind als die in den Figuren gezeigte Werkzeugmaschine!,
z.B. auch bei solchen Maschinen, bei denen der
- 11 Ständer in der Y-Acihöe nicht verfährbar ist*
Als Beispiele von Werkzeug- und anderen Bearbeitungsinaschinen, bei denen die beschriebene Entlastung der Führungen
vorzugsweise angewendet werden kann, seien genannt: Bohr-/ Dreh-/ Fräs- f Hobel-/ Schleif-, Stanz- und
Nibbelmaschinen, Erodiermaschinen/ Energiestrahl- (Elektronenstrahl-,
Laserstrahl-, Plasmastrahl-) maschinen, Schweiss- und BrGnnschneidemaschinen. Das beschriebene
Prinzip der Führungsentlastung könnte jedoch auch bei andersartigen Maschinen und Apparaten, z.B. bei Spritzeinrichtungen,
Industrierobotern sowie Apparaten und Geräten für Röntgenaufnahmen, für tomographische Untersuchungen,
zum Bestrahlen und dgl., Anwendung finden, bei denen eine genaue Führung einer beweglichen Baueinheit, die eine Belastung
der Führung bewirkt, erforderlich ist.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Entlasten der Führung für zumindest in im wesentlichen vertikaler Richtung bewegbare Bauteile,
insbesondere für Maschinen- und Apparateteile, vorzugsweise Schlitten oder Werkzeug- oder Werkstückhaiteeinrichtungen
von Bearbeitungsmaschinen, wie beispielsweise Werkzeugmaschinen,mit einer am Bauteil angreifenden
Lastaufnahmeeinrichtung, welche die durch den Bauteil bedingte und zumindest zum Teil durch dessen Gewicht verursachte
Belastung übernimmt, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastaufnahmeeinrichtung wenigstens eine Aufhängeeinrichtung
(17) für den Bauteil (13) aufweist, die von der Abstützung (2a, 2b, 10) für die Führung (11, 15) für den
Bauteil (13) getrennt ist und die übernommene Belastung getrennt von dieser Abstützung (2a, 2b, 10) für die Führung
(11, 15) ableitet.
2, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aufhängeeinrichtung (17) an von den Abstützstellen
(3,4,5) der Abstützung 2a,2b,10) für die Führung (11,15) gesonderten Stellen (27,28) auf dem Untergrund (7)
oder einem Tragwerk, z.B. einem Fundament (6), abstützt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aufhängeeinrichtung (17) auf einem Tragwerk,
insbesondere einem Fundament (29,30), abstützt, das vom
Tragwerk, beispielsweise dem Fundament (6)/ für die' Ab-
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- 13 Stützung (2a, 2b, 10) der Führung (11,15) getrennt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Bauteil (13) als auch die
Aufhängeeinrichtung (17) in horizontaler Richtung (Y) verschiebbar geführt ist, wobei sich die Aufhängeeinrichtung
(17) vorzugsweise über wenigstens eine Rolle (25) auf einer Laufbahn (2 6a) abstützt.
5. Vorrichtung Jiach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Aufhängeeinrichtung an einem oberhalb des Bauteils (13) angeordneten Tragwerk befestigt
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der Bauteil (13) an zwei in einem Abstand voneinander angeordneten Stellen mit der wenigstens
einen Aufhängeeinrichtung (17) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass zwei vorzugsweise gleich ausgebildete Aufhängeeinrichtungen (17, 17') vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch
gekennzeichnet, dass sie zur Entlastung zumindest der Vertikalführung (15) für einen in vertikaler Richtung (Z) verschiebbaren
Bauteil (13) einer Werkzeugmaschine (1) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch geken.nzi5ichnet,
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dass sie bei einem auch iil horizontaler Richtung
bewegbaren Bauteil (13) zur Entlastung der Hofizontalführung
(11) für den Bauteil (13) ausgebildet ist.
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