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Misch- und Knetmaschine in liegender Wellenanordnung Die Erfindung
betrittt eine 1Lisch- und Knetmaschine in liegender Wellenanordnung mit runden,
muldenförmigen, doppelmuldenförmigen und andersförinigen Trögen, welche eine besonders
einfache und trotzdem sichere Verbindung des Trogmantels mit den Trogstirnwänden
zum Gegenstand hat.
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Bei den bekannten -Maschinen ist der Trogmantel, auch vielfach Trogzarge
genannt, entweder auf die Trogstirnwände aufgeschraubt oder aber aufgeschweilirt.
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Derartige Maschinen arbeiten z. 13. in der Keks-, Honigkuchen-, Lebkuchen-,
:Marzipan-, Schokoladen- sowie für die übrigen Süßwaren- und Nahrungsmittelindustrien,für
die Farben-, Lack-, Kitt-, Klebstoff-, chemische, pharmazeutische, kosmetische,
Akkumulatorenkohlebürsten-, Schleifmitteliii<ltistri@e. in Gießereien und vielen
anderen Industrieztveigen.
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Die Trogmulde ist bei großen Maschinen im allgemeinen auf die Stirnwand
aufgeschraubt und bei kleineren Maschinen aufgeschweißt. Bei all diesen bekannten
Maschinen kommt es darauf an, daß der Trogmaiitel (Zarge) flüssigkeitsdicht auf
den Trog-sei es durch Verschrauben oder Verschweißen. befestigt wird. Die
Erfahrung hat aber gezeigt, claß es nahezu unmöglich ist, den Blechtrog so einwandfrei
zu walzen, daß derTrogflüssigheitsdicht aufgeschraubt werden kann. Man ist daher
genötigt, einmal die Trogmulden sehr sorgfältig zu kciitrollieren und zum anderen
die Trogstirnwünde ini Trog sehr sorgfältig auszurichten. Trotzdem
kann
von einer absoluten Genauigkeit bei der Montage des Knetmaschinentroges nicht gesprochen
werden. Man ist daher genötigt, zwischen Stirnwände und Trogmulde Packungen zu legen,
um die :Maschine auf diese Weise dicht zu bekommen.
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Es wurde auch vielfach versucht, Trogmulde und Trogstirnwände miteinander
zu verschweißen, wodurch ein einwandfreies Abdichten des Troges gewährleistet ist.
Da aber erfahrungsgemäß bei Elektroschweißungen ein Verziehen der Teile infolge
der Erwärmung unvermeidlich ist, so sind die fertig montierten Tröge nie einwandfrei
gerade. Es ist also ein Nacharbeiten der letzteren notwendig. Hieraus ergibt sich,
daß der Zusammenbau der Misch- und Knetmaschine einerseits sehr zeitraubend und
andererseits im Vergleich mit anderen Maschinen, wie Fräsbänken, Hobelmaschinen
u. dgl., ausgesprochen ungenau ist.
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Die einzige Ausnahme bilden gegossene Tröge, die ausgedreht oder ausgefräst
und dann gegen die Stirnwände geschraubt werden. Im übrigen ist es aber, was die
Tröge bzw. Knetflügel anbelangt, bisher nicht möglich gewesen, den Maschinen die
gleiche Genauigkeit zu geben, wie man es bei Werkzeugmaschinen gewöhnt ist. Es ist
deshalb notwendig, im Knetmaschinenbau die Tröge nachzurichten oder die Flügel entsprechend
dem Grad des Verziehens, hervorgerufen durch die Erwärmung bei Elektrosehweißungen,
einzuschleifen. Dies hat zur Folge, daß die Knetflügel demnach nicht überall gleich
stark sind und in ihren Abmessungen voneinander abweichen. Andererseits unterliegen
Knetmaschinentröge einem gewissen Verschleiß, zumal eine Reibung während des Mischens
und Knetens auftritt. Besonders hoch ist der Verschleiß bei Maschinen, in denen
beispielsweise Mischungen und Knetungen vorgenommen werden, die Bestandteile, wie
Sand, Korund usw., enthalten. Um dieser in der Fachwelt als vorzeitiger Verschleiß
bezeichneten Abnutzung der Tröge entgegenzuwirken, sind letztere vielfach mit unterteilten
Panzerplatten ausgekleidet worden, die entweder gegen die Trogwände geschraubt oder
genietet wurden. Die Anschaffung dieser Trogmulden war jedoch verhältnismäßig teuer.
Außerdem machte die Auswechselung der Trogmäntel mit Panzerplatten Schwierigkeiten.
Im übrigen muß bei derartigen gepanzerten Misch- und Knetmaschinen mit noch größeren
Genauigkeiten gerechnet werden.
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Die leichte Auswechselbarkeit der dem Verschleiß unterworfenen Trogmäntel
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß beide Trogstirnwände eine dem Profil
der Trogmulde entsprechende eingegossene oder eingefräste Rille aufweisen, in welche
der Trog mit jedem seiner Enden eingeschoben und durch Befestigungsmittel mit den
Stirnwänden lösbar verbunden wird. Zweckmäßigerweise dienen als Befestigungsmittel
zur Verbindung der Trogmulde mit ihren Stirnwänden z. 13. einfache Fassonstifte,
oder aber es sind die beiden Stirnwände verbindende Flacheisen vorgesehen, welche
mit ihren gabelförmigen Enden in Haltestifte der Stirnwände eingreifen. Mehrere
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigt Fig. i eine schaubildliche Ansicht eines einfachen Muldenmischers, welche
insbesondere die Befestigungsmittel der in die Stirnwände geschobenen Trogmulde
zwischen den beiden Stirnwänden erkennen läßt, Fig.2 eine schaubildliche Ansicht
eines Troges für eine doppelschauflige Misch- und Knetmaschine, Fig. 3 und 3 a die
schaubildlichen Ansichten der dazugehörenden Trogstirnwände mit eingegossener oder
eingefräster, dem Profil der Trogmulde entsprechender Rille 3, 'in welche letztere
eingeschoben und durch geeignete Mittel mit den Stirnwänden fest verbunden wird,
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht einer Doppelmuldenmisch- und Knetmaschine fertig
zusammenmontiert und mittels über Stifte in den Trogwänden geschobener Flacheisen
zu einem Ganzen blockiert, Fig.5 eine gleiche Muldenmisch- und Knetmaschine mit
gepanzerter Trogmulde und zum Teil herausgeschnittenem Trogmantel, wodurch die Panzerplatten
in Streifenform sichtbar sind, Fig.6 einen Querschnitt nach A-B durch die Misch-
und Knetmaschine, , Fig. 7 eine Draufsicht auf das eine Ende des Doppelmuldentroges
nach Fig.6, welche die Anordnung des in die Rille der Stirnwände eingeschobenen
Troges sowie der darin gleichfalls angeordneten Panzerplatten erkennen läßt, Fig.
8 ein mit gabelförmigen Enden ausgestattetes Flacheisen zur starren Blockierung
des zu einem Ganzen zusammengesetzten Troges mit seinen Stirnwänden, Fig.9 eitre
Draufsicht auf eine Stirnwand mit doppelter, dem Profil des doppeltmuldenförmigen
Troges entsprechender Rille zwecks Schaffung einer mittels Wasser oder Dampf heizbaren
doppelwandigen Misch- oder Knetmaschine, Fig. io die Draufsicht auf die Trogstirnwände
nach Fig.9 mit den darin angebrachten doppelten Rillen zur Aufnahme der entsprechenden
Trog-Mulde.
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Die ein- oder mehrschauflige Misch- und Knetmaschine besteht aus der
eigentlichen Trogmulde i, welche in Rillen 3 der Trogstirnwände 2, die dem Profil
der Trogmulde entsprechend eingegossen oder eingefräst sind, eingeschoben sind.
Trogmulde und Stirnwände werden durch geeignete Befestigungsmittel fest aber lösbar
verbunden. Als Befestigungsmittel können z. B. einfache Fassonstifte dienen, die
zeichnerisch nicht dargestellt sind, oder aber es sind die beiden Stirnwände 2 miteinander
verbindende Flacheisen 4 vorgesehen, welche mit ihren gabelförmigen Enden 5 in Haltestifte
6 der Stirnwände 2 eingreifen.
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Misch- und Knetmaschinen für Gießereien müssen in jedem Falle mit
Panzerplatten 7 ausgerüstet sein. Während z. B. für die normale Misch-»und Knetmaschine
ein Blechmantel von 5 mm und
damit nur eilte Rille 3 von nur 5 min
an den Stirnwänden notwendig ist, wird man zweckmäßig bei den für Gießereizwecke
zu verwendenden Maschinen eine Rille voll io mm anbringen und in Streifen geschnittene
Zargen oder Panzerplatten 7 mit dem Trogmantel i zusammen einfach in die Rille 3
einschieben, wobei nur die oberste Panzerplatte 7 in den Stirnwänden 2 oder im Trog
i durch Anschrauben oder liiiiieten befestigt ist. Dagegen war es bisher notwendig,
jede einzelne Panzerplatte mit der Troginulde durch Anschrauben oder Annieten zu
befestigen. Vielfach müssen derartige Knet- oder llischtriige auch mit einem Heiz-
oder Kühlmantel versehen sein. Diese sind entweder auf den Troginantel aufgeschweißt
oder hieran angegossen. Erfindungsgemäß können diese Einrichtungen auch ohne weiteres
beim Gegenstand nach der Erfindung angebracht werden, oder aber matt kann beispielsweise
zwecks Herstellung einer heizbaren @fisch-und Knetmaschine erfindungsgemäß in einer
besonders breiten, dem Profil der Trogmulde entsprechenden Rille 3 zwei Trogmäntel
übereinanderliegend einschieben und diese mittels Distanzstücken in gewissem Abstand
voneinander festhalten, so daß ein Heizmittel, z. B. Wasser oder Dampf, oder aber
ein Kühlmittel durch diesen so entstandenen l)oppelniantel geleitet werden kann.
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Selbstverständlich ist es notwendig, die in die Rille 3 der Trogstirnwände
2 eingeschobene Trogmulde i zu den Trogstirnwänden abzudichten. Hierzu ist es notwendig,
ein Dichtungsmittel, beispielsweise eine präparierte Wergmasse in Schnurform, in
die Rille einzulegen und den Trog dagegen fest anzupressen, wodurch eine absolute
Dichtung der Misch- oder Knetmaschine erzielt wird. Diese gleiche Dichtungsart ist
ebenfalls ausreichend für geheizte doppelwandige Misch- und Knetmaschinect. In diesem
Falle ist es nur notwendig, den zwischen den beiden Trögen an der Oberseite des
Troges bestehenden Schlitz mittels einer Dichtungsplatte abzuschließen.
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Statt eilte einzige breite Rille 3 in den Stirn-@vänden 2 des Troges
zur Erzielung des heizbaren Doppelmantels für den Trog anzubringen, können zwei
parallel nebeneinander liegende Rillen in die Stirnwände eingefräst oder eingegossen
werden, wie aus Fig. 9 ersichtlich ist. In diese Rillen werden dann gleichfalls
die dazu passenden Trogmulden i, mit geeigneten Dichtungsmitteln versehen, eingeschoben.
Statt eines Heizmittels, wie Wasser oder Dampf, kacin auch die Heizung mittels elektrischer
Heizwiderstände erfolgen, die in der doppelwandigen, in die Stirnwände 2 eingeschobenen
T rogmulde als Heizmittel untergebracht sind.
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Die Vorteile der vorliegenden Erfindung beruhen vor allein darin,
<laß für den Misch- und Knetinaschinenbau mit dieser Maschine trotz einfacher
und billiger Herstellungsweise eine Präzisionsmaschine geboten wird. Insbesondere
liegt neben der einfachen, billigen und zeitsparenden Herstellung der ganzen Maschine
ein bedeutender Vorteil darin, daß die Trogmulde völlig genau hergestellt werden
kann, so daß die bisherigen störenden Zwischenräume zwischen Knetflügel und Trog
ganz wegfallen. Hierdurch ist ein genaues Kneten und Mischen des Gutes bei gleichzeitiger
Abkürzung des Misch- und Knetprozesses gewährleistet.