DE8413483U1 - Entlueftungsventil fuer heizungssysteme - Google Patents

Entlueftungsventil fuer heizungssysteme

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DE8413483U1 DE19848413483U DE8413483U DE8413483U1 DE 8413483 U1 DE8413483 U1 DE 8413483U1 DE 19848413483 U DE19848413483 U DE 19848413483U DE 8413483 U DE8413483 U DE 8413483U DE 8413483 U1 DE8413483 U1 DE 8413483U1
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Description

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- 3 ENTLÜFTUNGSVENTIL FÜR HEIZUNGSSYSTEME
Die Erfindung betrifft ein Entlüftungsventil für Heizungssysteme mit einem Gehäuse mit Anschlußstutzen für eine Rohrleitung und einem Auslaßventil für Gase mit einem in Schließrichtung aufschwimmenden Ventilkörper.
Wenn Warmwasser-Heizungssysteme in Betrieb genommen werden, muß die in dem System zunächst vorhandene Luft mit zunehmend aufsteigendem Wasser austreten können. Aus diesem Grunde werden Luftauslaßventile in das System eingebaut, die entweder manuell oder auch automatisch durch einen schwimmenden oder über einen Schwimmer betätigten Ventilkörper gesteuert werden. Im Interesse eines zügigen Wasserzulaufs müssen Entlüftungsventile dieser Art einen angemessen großen Auslaßquerschnitt aufweisen. Ventile mit aufschwimmendem Ventilkörper schließen sich automatisch, wenn das System an der betreffenden Position vollständig mit Wasser gefüllt ist.
Während des Betriebes eines Warmwasser-Heizungssystems entweichen jedoch aus dem zirkulierenden Wasser weiterhin gasförmige Bestandteile, die in dem Wasser aufsteigen und ein Gaspolster im oberen Bereich des Systems bilden. Diese Gase müssen laufend abgelassen werden, da sie zu störenden Geräuschen und zu Korrosion führen und beispielsweise auch ein verhältnismäßig geringes Gaspolster die Wirksamkeit einer sogenannten Umwälzpumpe beeinträchtigt. Da Heizungssysteme heute zumeist als geschlossene Systeme mit einem gewissen überdruck von beispielsweise 1,5 bar betrieben werden, weisen auch die genannten Luftpolster einen entsprechenden Druck auf. Da die aufschwimmenden oder schwimmerbetätigten Ventilkörper zum Inneren der zugehörigen Ventilgehäuse öffnen, ergibt sich durch die Druckdifferenz zwischen
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dem Gaspolster im Inneren und dem AttnosphMrendruck auf der Außenseite bei Berücksichtigung der verhältnismäßig großen Auslaßöfffiung eine Schließkraft, die durch das Eigengewicht des Ventilkörpers und ggf. eines Schwimmers zumeist nicht überwunden werden kann. Das Ventil bleibt daher auch bei bestehendem Gaspolster geschlossen. Einer Vergrößerung der Schwimmermasse steht die Notwendigkeit der Schwimmfähigkeit gegenüber, während eine Vergrößerung des Schwimmers zu einer äußerst unerwünschten Vergrößerung des gesamten Ventilgehäuses führen würde.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Entlüftungsventil der gattungsgemäßen Art zu schaffen, das sowohl bei Inbetriebnahme als auch während des Betriebes einer Heizungsanlage eine vollautomatische Entlüftung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Zusatzventil mit sehr geringem Öffnungsdurchmesser und schwimmergesteuertem Ventilkörper.
Ein erfindungsgemäßes Entlüftungsventil weist daher insgesamt zwei Ventile, nämlich ein Auslaßventil mit großem Öffnungsdurchmesser für den Anfahrbetrieb und ein Zusatzventil mit äußerst geringem Öffnungsdurchmesser für den Dauerbetrieb auf. Die Schließkraft, die sich an dem Zusatzventil mit äußerst geringem Öffnungsdurchmesser durch die Druckdifferenz innerhalb und außerhalb des Gehäuses ergibt, kann durch den Schwimmer und das Schwimmergestänge ohne weiteres überwunden werden.
Das Zusatzventil ist vorzugsweise in der Nähe der Schwenkachse eines mit einem Schwimmer verbundenen Hebels angeordnet, so daß sich ein besonders günstiges Hebelverhältnis beim öffnen des Zusatzventils ergibt.
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Der Ventilkörper des Auslaßventils kann entweder schwimmfähig und in einer Führung zwischen einer oberen Schließstellung und einer unteren Öffnungsstellung beweglich sein, oder er kann alternativ mit Spiel mit dem Schwimmer-Hebel verbunden sein, so daß das Auslaßventil beim Anfahrbetrieb ebenfalls durch den abgesunkenen Schwimmer in der Öffnungsstellung gehalten und schließlich geschlossen wird, ohne daß durch dieses Zusammenwirken die unabhängige Funktion des Zusatzventils beeinträchtigt wird. 10
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen .
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Entlüftungsventils;
Fig. 2 ist eine schematische Teildarstellung einer anderen Ausfuhrungsform der Erfindung ;
25
Fig. 3 ist eine entsprechende Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit ge-sondertem Auslaßventil .
In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Entlüftungsventil mit einem Gehäuse 10 gezeicft, dss einen Anschluß stutzen 12 für
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eine nicht dargestellte Rohrleitung aufweist. Das Gehäuse 10 ist an der oberen Seite durch einen aufgeschraubten oder in anderer Weise befestigten Deckel 14 verschlossen.
An der Unterseite des Deckels 14 innerhalb des Gehäuses 10 ist über einen Ansatz 16 und ein Gelenk 18 ein Hebel 20 schwenkbar gelagert. Im Bereich des freien Endes des Hebels 20 ist ein Schwimmer 22 über eine Aufhängung 24 befestigt, die eine relative Schwenkbewegung zwischen dem Schwimmer 22 und dem Hebel 20 und zudem ein begrenztes Ansteigen des Schwimmers in Bezug auf den Hebel ermöglicht.
Ein Auslaßventil umfaßt eine Ventilöffnung 22 im Deckel 14 und ein als Ventilteller dargestelltes Ventilglied 28, das die Ventilöffnung 26 von unten her verschließt. Auf der Oberseite des Hebels 20 befinden sich im Umkreis des Ventilgliedes 28 Stützen 30, die bei aufsteigendem Hebel das Ventilglied 28 in die Schließstellung mitnehmen. An der Unterseite des Ventilgliedes 28 befindet sich eine nach unten verlaufende Stange 32, die den Hebel 20 in einer nicht gezeigten Bohrung durchläuft und am unteren Ende einen Anschlag 34 aufweist, der ggf. von der Unterseite des Hebels 20 bei der Abwärtsbewegung des Hebels mitgenommen wird. Auf diese Weise ist das Ventilglied 28 mit dem Hebel 20 mit einem gewissen Spiel, bezogen auf die Bewegungsrichtung des Hebels, verbunden.
In der Nähe des Gelenks 18 des Hebels 20 ist ein weiteres Ventilglied 36 schwenkbar befestigt, das eine Ventilöffnung 38 steuert, die einen äußerst geringen Öffnungsquerschnitt aufweist. Das Ventilglied 36 und die Ventilöffnung 38 bilden zusammen ein Zusatzventil.
Wenn der Flüssigkeitsspiegel in dem Gehäuse 10 und damit
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der Schwimmer 22 und mit diesem der Hebel 20 absinken, ψ
verbleibt das Ventilglied 28 des Auslaßventils in der Schließstellung, während das Ventilglied 36 des Zusatz- Jf ventils unverzüglich durch den Hebel mitgenommen wird. f
Da an dem Zusatzventil der Einfluß der herrschenden Druckdifferenz gering ist, läßt sich dieses ohne weiteres öffnen. Das Ventilglied 28 des Auslaßventils fällt erst dann auf den Hebel 20 herab, wenn der Druck in dem System vollständig abgebaut ist, wie es etwa beim Ablassen des Wassers oder umgekehrt beim Anfahrbetrieb der Fall ist.
In Figur 2 ist eine andere Art der Verbindung des Ventilgliedes 28 mit dem Hebel 20 gezeigt. Die Verbindung erfolgt über eine Gelenkstange 40 oder ein ähnlich geformtes Kniegelenk, das schwenkbar mit dem Hebel 20 verbunden ist und dessen Schwenkbewegung durch obere und untere Anschläge 42,44 begrenzt wird.
Gemäß Figur 3 ist auf dem Hebel 20 ein Korb 46 als Führung vorgesehen, der das Ventilglied 28 lediglich von unten unterstützt und fängt. In diesem Falle wird davon ausgegangen, daß das Ventilglied 28 nach dem Abbau des Systemdrucks, also etwa beim Ablassen des Wassers, ohne weiteres herabfällt.
Der Korb 46 kann in einer ähnlichen, in Figur 4 gezeigten Lösung unmittelbar unter dem Deckel 14 angebracht sein. Gemäß Figur 4 ist ein schwimmendes Ventilglied 48 unterhalb der Auslaßöffnung 26 vorgesehen, das bei aufsteigendem Wasser von unten gegen die Innenwand des Deckels 14 gedrückt wird und die Auslaßöffnung 26 verschließt. Unterhalb des Ventilgliedes 48 ist ein Korb 46 an dem Deckel 14 befestigt, der beispielsweise gitterförmig ausgebildet ist und Gasaustritt gestattet, das herab-
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fallende Ventilglied 48 jedoch fängt und führt. Die Ausführung des Zusatzventils 36,38 entspricht der Darstellung der Figur

Claims (7)

<St/la• * - - *r * * · r · ·Dipl.-Ing. H. SteinmeisterRG 84 1·» r ·• * · · · ·Artur-Ladebeck-Strasse 51TER MEER-MÜLLER-STEINMEISTED-48OO BIELEFELD 1PATENTANWÄLTE — EUROPEAN PATENT ATTORNEYSDipl.-Chem. Dr. N. ter MeerTrHtStTaSSe"^' Μ0ΙΙθΓD-8OOO MÜNCHEN 223 483.6 Helmut Ehlert Am Forthof 9 4815 Schloß Holtfc-Stukenbrock ENTJJiFTUNGSVENTIL FÜR HEIZUNGSSYSTEME SCHUTZANSPRUCHE
1. Entlüftungsventil für Heizungssysteme mit einem an der oberen Seite durch einen Deckel verschlossenen Gehäuse mit Anschlußstutzen für eine Rohrleitung und einem Auslaßventil im Deckel für Gase mit einem in Schließrichtung aufschwimmenden Ventilkörper, gekennzeichnet durch ein Zusatzventil (36,38) im
Deckel (14) mit sehr geringem Öffnungsdurchmesser und schwimmergesteuerten Ventilkörper (36).
2. Entlüftungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzventil (36,38) in der Nähe der Schwenkachse (18) eines mit einem Schwimmer (22) verbundenen Hebele (20) angeordnet ist.
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3. Entlüftungsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (28) des Auslaßventils (26,28) schwimmfähig und in einer Führung
(46) zwischen einer oberen Schließstellung und einer unteren Öffnungsstellung beweglich ist.
4. Entlüftungsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (28) des Auslaßventils (26,28) mit Spiel mit dem Hebel [Zi)) des Schwimmers (22) verbunden ist.
5. Entlüftungsventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (28) des Auslaßventils (26,28) über ein Kniegelenk (32,4C) mit dem Hebel (20) verbunden ist, die ein Absinken des Hebels (20) in Bezug auf den Ventilkörper (28) über einen Weg gestattet, der durch einen Anschlag (34,42) begrenzt ist.
6. Entlüftungsventil nach Anspruch 3, dadurch g e kennzeichnet, daß die Führung (46) am Gehäuse-Deckel (14) angebracht ist.
7. Entlüftungsventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (46) am Hebel
(20) vorgesehen ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US12523313B2 (en) 2023-06-12 2026-01-13 Val-Matic Valve & Manufacturing Corporation Combination air valve

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US12523313B2 (en) 2023-06-12 2026-01-13 Val-Matic Valve & Manufacturing Corporation Combination air valve

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