DE841835C - Zweimetall-Kolbenring - Google Patents

Zweimetall-Kolbenring

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DE841835C
DE841835C DEG2495D DEG0002495D DE841835C DE 841835 C DE841835 C DE 841835C DE G2495 D DEG2495 D DE G2495D DE G0002495 D DEG0002495 D DE G0002495D DE 841835 C DE841835 C DE 841835C
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DE
Germany
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steel
piston ring
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metal piston
rings
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Expired
Application number
DEG2495D
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English (en)
Inventor
Max Adolf Dipl-Ing Mueller
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Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Original Assignee
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
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Publication date
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J9/00Piston-rings, e.g. non-metallic piston-rings, seats therefor; Ring sealings of similar construction
    • F16J9/26Piston-rings, e.g. non-metallic piston-rings, seats therefor; Ring sealings of similar construction characterised by the use of particular materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

  • Zweimetall-Kolbenringe sind schon in den verschiedensten Werkstoffzusammensetzungen bekanntgeworden. Beispielsweise hat man Stahl'kolbenringe mit einer Lauffläche aus Weißmetall, Gußeisen, Messing, Bronze oder anderem geeigneten Metall oder einer aufgeschweißten selbstschmierenden Kupfer-Zinn-Graphit-Legierung versehen. Bekannt ist es ferner, bei Brennkraftmaschinen'kolben den verschleißbeanspruchten Flächen eine Bewehrung aus Aluminium zu geben oder Stahllagerschalen durch Schweißplattierung mit einem Futter aus einer Aluminiumlegierung zu versehen oder Alu-. minium auf Laufbüchsen oder Stahlzylinder aufzuspritzen. Schließlich sind Kolbenringe aus GuBeisen oder Stahl mit Einlagen aus verschleißfesten Leichtmetallegierungen in der Lauffläche bekannt.
  • Eine Lösung der Aufgabe, einen selbstfedernden Stahlring mit einer so fest verbundenen Leichtmetallauffläche zu schaffen, daß die Verbindung den Beanspruchungen durch Reibung, Druck 'und Hitze wie etwa im Zylinder moderner hochbeanspruchter :Maschinen widersteht, ohne daß der Ring. sich verzieht oder seinen Anpreßdruck schnell einbüßt, war jedoch auf den genannten verschiedenen Wegen nicht gefunden worden. Entweder blieb die Verbindungsart unberücksichtigt und es ergaben sich in der Praxis häufig Schwierigkeiten gerade mit dem Aufbringen von Leichtmetall auf Stahl, oder es handelte sich bei den Stahlgegenständen mit Leichtmetallauffläche nicht um selbstfedernde und hin und her gehende Gleitteile, sondern um stationäre Teile, wie Lager oder Zylinder, bei denen die Verbindungsfläche zwischen Stahl und Leichtmetall nicht oder nur wenig beansprucht wurde und bei denen es auf Höhe und Beständigkeit eines Federdruckes nicht ankam.
  • Erfindungsgemäß soll nun der Stahlkolbenring aus einem an der Lauffläche durch Kaltwalzplattieren mit Leichtmetall belegten Stahlblech bestehen. Die Kaltplattierung von Stahl mit Aluminium od. dgl. ist an sich bekannt, bisher jedoch hauptsächlich zum Korrosionsschutz von Stahlteilen, wie z. B. Konservendosen, zur Rohstoffersparnis oder für dekorative Zwecke angewendet worden. Selbstfedernde und hoch hitzebeanspruchte Maschinenteile sind aus einem so erzeugten Verbundmetall deshalb noch nicht hergestellt worden, weil man ungenügende Festigkeit der Verbindung bei Wechselbiegebeanspruchung, insbesondere bei erhöhter Temperatur, befürchtet. Überraschenderweise ist ein kaltwalzplattiertes Aluminiumstahlblech für diesen Zweck nicht nur ebenso gut, sondern weit besser geeignet als ein in üblicher Weise schweißplattiertes, da infolge des Wegfalls der zum Schweißplattieren erforderlichen, die Betriebstemperatur z. B. im Verbrennungsmotor übersteigenden Temperaturen die Federkraft des Stahlblechs unbeeinträchtigt bleibt. Die Festigkeit der Verbindung reicht -für die 13etriebsbedingungeh'voti Koibenringen auch in hochbeanspruchten Motoren überraschend gut aus. Da sich, was gleichfalls nicht zu erwarten war, die als Kolbenringwerkstoff verwendbaren Wolfram-, Nickel-, Chrom- oder Chromnic'kelstähle auch als Grundwerkstoff beim Kalt-' walzglattieren mit Leightmetallen oder Legierungen von Leichtmetallen nach Streckbarkeit und Härte eignen, ergibt sich ein Kolbenring, der sich einerseits durch hohe Spannung, gute Spannungsbeständigkeit und große Festigkeit, andererseits durch .,gute.Laufeigenschäften gegen Stahl- und Gußeisenzylinder bzw. -laufbüchsen, 'hohe Verschleißfestigkeit und geringes Gewicht, drittens aber auch durch schnelle; arbeitsparende Fertigungsmöglichkeiten auszeichnet.
  • Bei einem Laufversuch haben sich Kolbenringe gemäß der Erfindung aus einem aluminiumplattierten Chromstahlmittelblech sehr gut bewährt. Der Werkstoff des Kolbenringrückenteils war dabei Stahl mit etwa 8 bis 9% Chrom, der Lauffläc'henteil bestand aus einer Kolbenlegierung mit i % Cu, 1% Mg, 12% Si, i % Ni, Rest Al. Die Stärke der Plattierungsschicht betrug o,8 mm und lag damit an der unteren Grenze der erwünschten Auflagenstärke, die vorteilhafterweise mit i bis '2 mm etwas stärker gewählt wird. Bei den Versuchsringen erreichte die Stärke des Laufflächenteils etwa ein Viertel der Stärke des Kolbenringrückenteils. Die Festigkeit des Verbundmetalls war etwa 6o bis 75 kg/mmy.
  • Die Ringe wurden dadurch hergestellt, däß aus dem plattierten Stahlblech Streifen geschnitten, bei etwa 200° über einen Dorn gebogen und in einer Preßform gerundet wurden. Für den Laufversuch wurden die Ringe zur Ausrüstung von Leichtmetallkolben in einem schnell laufenden Verbrennungsmotor mit nitrierter Sta'hlzylinderlauffläche verwendet. Die Spannung und Stoßentfernung der Ringe war nach dem mehrstündigen Probelauf nahezu konstant geblieben: Die Ringe zeigten sämtlich eine gute Lauffläche bei geringer, praktisch unschädlicher Bartbildung. Auf Grund dieses Ergebnisses scheint der Kolbenring gemäß der Erfindung nicht nur für normale Beanspruchung in Kraftfahrzeugmotoren od. dgl., sondern auch für höhere Beanspruchungen bis über die Grenze der gegenwärtig üblichen Kolbengeschwindigkeiten hinaus wegen seiner geringen Masse besonders gut geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zweimetall-Kolbenring mit einem Stahlrückenteil, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring aus einem an der Lauffläche durch Kaltwalzplattieren mit Leichtmetall belegten Sta'hlblec'h besteht.
DEG2495D 1944-06-06 1944-06-06 Zweimetall-Kolbenring Expired DE841835C (de)

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