DE849734C - Schwingungserzeuger fuer sehr kurze Wellen - Google Patents
Schwingungserzeuger fuer sehr kurze WellenInfo
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Description
- Schwingungserzeuger für sehr kurze Wellen Die Erfindung betrifft einen Schwingungserzeuger für sehr kurze Wellen (Dezimeter- oder Zentimeterwellen) unter Verwendung einer' Elektronenröhre mit einer Kathode, mindestens einem in eine das Vakuumgefäß durchsetzende Metallscheibe @eingelassenen Gitter und einer Anode sowie eines Ausgangskreises und eines Eingangskreises, die durch dieses Gitter voneinander getrennt sind. Die Schwingungsanfachung erfolgt durch Rückkopplung, durch welche von der im Ausgangskreis vorhandenen Schwingungsen.ergie ein zur Steuerung des Elektronenstromes hinreichender Teil in den Eingangskreis übertragen wird. Dabei kann es sich um Röhren verschiedener Art handeln, wobei das elektrische Schwingungsfeld des Eingangskreises entweder unmittelbar zwischen der Kathode und einem Gitter oder zwischen zwei Gittern wirksam ist.
- Bei Röhren dieser Art ist der Steuerraum von der Anode durch ein Gitter und die an dieses anschließende Metallscheibe, welche gewöhnlich geerdet wird, abgeschirmt. Die Abschirmung ist sehr wirksam, weil das Gitter feinmaschig ausgebildet wird, damit die Homogenität des Steuerfeldes auch bei kleinem Elektrodenabstand im Steuerraum noch gewährleistet ist. Trotzdem kann aber eine verhältnismäßig feste Kopplung zwischen dem Ausgangskreis (Kreis 11) und dem Steuerraum (Kreis 1) notwendig werden, um eine SchwZngungsanfachung auf sehr kurzen Wellen zu ermöglichen. Unter Umständen ist auch eine große Spannungsübersetzung von der Steuerwechselspannung .auf die Ausgangskreiswechselspannung erwünscht. Die erforderliche Kopplung kann man an sich als Stromkopplung oder als Spannungskopplung ,ausbilden. Eine Stromkopplung wird vorzugsweise außerhalb der Röhre angeordnet und gibt unter den praktisch vorkommenden Verhältnissen ;eine schwächere Spannungsübersetzung. Mit Rücksicht auf diese ungünstigen Eigenschaften der Stromkopplung liegt der Erfindung die Durchführung einer Spannungskopplung zwischen Eingangs- und Ausgangskreis zugrunde, welche den großen Vorteil hat, daß sie sich leicht innerhalb der Röhre ausführen läßt und auch eine starke Spannungsübersetzung zu ergeben vermag.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Schwingungserzeuger für sehr kurze Wellen unter Verw; Idung . einer Elektronenröhre mit einer Kathode, einem in eine das Vakuumgefäß durchsetzende Metallscheibe eingelassenen Gitter und einer Anode sowie eines Ausgangskreises und eines Eingangskreises, die durch dieses eine oder auch noch durch weitere Gitter voneinander getrennt sind; in einer solchen Elektronenröhre ist erfindungsgemäß mindestens ein stabförmiger Metallkörper (Kopplungsstift) leitend oder kapazitiv an die kathodenseitige Begrenzungselektrode des Steuerraumes angeschlossen, und dieser Metallkörper ragt durch eine öffnung bzw. öffnungen in den zwischen der Anode und der kathodenseitigen Begrenzung des Steuerraumes vorhanden.en Elektroden gegen diese isoliert hindurch und ist so bemessen und angeordnet, daß die Kapazität zwischen Anode und der kathodenseitigen Begrenzungselektrode des Steuerraumes einen für die Schwingungsanfachung günstigen Wert bekommt. Auf diese Weise ist es möglich, die Bemessung der Rückkopplung unabhängig zu machen von der Gitterstruktur.
- In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens schematisch dargestellt.
- In Abb. i ist mit i das beispielsweise aus Glas bestehende Vakuumgefäß bezeichnet, welches von einer vakuumdicht eingeschmolzenen Metallscheibe 2 durchsetzt wird. In der Mitte dieser Metallscheibe ist ein flaches Gitter 3 eingelassen, welches_ eben oder kugelkalottenförmig gewölbt sein kann. ül der einen Seite des Gitters ist die Anode 4, auf der anderen die Kathode 5 angeordnet. Die Anode ist zweckmäßig an einer weiteren, das Vakuumgefäß durchsetzenden oder abschließenden Metallscheibe 6 befestigt. Falls das Gitter gewölbt ist, werden auch die dem Gitter zugekehrten Flächen der Anode und der Kathode in gleicher Weise gewölbt, so daß die Elektrodenabstände innerhalb der Entladungsstrecke gleichmäßig sind. Die Kathode wird durch einen Heizkörper 7 geheizt. Der Steuerraum befindet sich hierbei zwischen dem Gitter 3 und der Kathode 5 und wird demnach kathodenseitig von der Kathode selbst begrenzt. Um die Kapazität zwischen der Kathode und der Anode auf einen für die Schwingungsanfachung ausreichenden Wert zu
vergrößern, ist mindestens ein Metallstab oder Kopplungsstift 8 vorgesehen, der einerseits leitend mit der Kathode verbunden ist und andererseits durch eine öffnung in der NIetallscheilbe 2 hindurch- ragt und sich so weit in die Nähc der Anode 4 er- streckt, daß durch die Kapazität zwischen dem Metallstab 8 und der Anode 4 ein günstiges Ver- hältnis der Anoden-Kathoden-Kapazität zur Gitter- Kathoden-Kapazität hergestellt wird. Zweckmäßig wird nicht nur ein einziger Metallstab 8, sondern eine Mehrzahl solcher Stäbe vorgesehen und sym- metrisch um die Achse des Elektrodensystems an- geordnet. Im Fall der Abb. i sind die Stäbe 8 mit der Kathode nicht nur elektrisch leitend, son- dern auch mechanisch verbunden. Der frequenz- bestimmende Schwingungskreis, welcher zwischen Gitter und Anode angeschlossen wird, kann mit Vorteil als Hohlraumresonator ausgebildet werden. Die beiden Metallscheiben 2 und 6 ermöglichen eine einfache Verbindung der Elektroden mit dem Hohlraumresonator g. Durch eine Isolierzwischen- lage io wird die Anodengleichspannung vom Gitter ferngehalten. Zwischen Kathode und Gitter ist ein weiterer auf die Betriebswelle abgestimmter Reso- nanzkreis angeschlossen, der als koaxiale Energie- rohrleitung ausgebildet wird. Der Außenleiter i i wird beispielsweise an die Metallscheibe 2 ange- schlossen, während der Innenleiter 12 eine Fort- setzung der Kathode bildet. Durch ein die zylin- drische Seitenfläche der Kathode 5 verlängerndes Rohrstück 13 kann der lnnenleiter 12 innerhalb des Vakuumgefäßes i fortgesetzt werden. In Abb.2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel einer in C-Betrieb arbeitenden Triode dargestellt. Die nicht näher erläuterten Bezugszeichen haben dieselbe Bedeutung wie in ,bh. i. Die Kathode 5 und die Anode 4 sind als zylindrische Körper aus- gebildet und durch die Wand des Vakuumgefäßes i geführt, wobei .die Stirnflächen dieser Körper die Entladungsstrecke begrenzen. Sowohl der Eingangs- kreis I als auch der Ausgangskreis II sind als koaxiale Energierohrleitungen ausgebildet und haben die das Vakuumgefäl')durchsetzende Metall- scheibe 2 miteinander gemein. Die Kopplungs- stifte 8 werden von der Metallscheibe 2 getragen und sind gegen diese durch Isolierkörper 14 aus Keramik oder Glas (Glasperlen) isoliert. Die freien Enden der Kopplungsstifte 8 sind gegen die Elektroden hin umgebogen, um die Kapazität gegen diese zu ver- größern. Eine weitere Kapazitätserhöhung kann man dadurch erzielen, daß man die Enden der Kopp- lungsstifte 8 auf einer Seite oder auf beiden Seiten durch einen Metallring 15 verbindet. Der Anschluß der Kopplungsstifte ist in diesem Fall auch gegen die Kathode hin kapazitiv. Falls es aus baulichen Gründen zweckmäßig erscheint, kann man die Kopplungsstifte leitend an die Anode und kapazitiv an die Kathode anschließen. Eine weitere Abänderung ist in Abb. 3 dargestellt, welche eine Draufsicht auf die Metallscheibe 2 mit dem Gitter 3 zeigt. Die Enden der wie in Abb. i an der Kathode befestigten Kopplungsstifte 8 sind in diesem Fall nicht durch einen Metallring mit- einander verbunden, sondern mit Ringsegmenten 16 versehen, die durch Ausschnitte 17 der Metall- scheibe 2 frei hiildurchragen. Abb.4 stellt einen schematischen Längsschnitt durch eine der Abb.2 ähnlichen Anordnung dar, die sich durch ein weiteres Gitter 18 unterscheidet, welches gegen die Kathode positiv vorgespannt ist, während das folgende Gitter 3 gegeri die Kathode negativ ist und die Anode 4. das höchste positive 1'oteiltial führt. Der als Energierohr- leitung ausgebildete Ausgangskreis 1 liegt hier zwischen den Gittern 18 und 3, während der Aus- gangskreis 11 zwischen dem Gitter 3 und der Anode 4 wirksam ist. Demgemäl-') . stellt das Gitter 18 die k.itliodenseitige Begrenzung des Steuer- raumes dar und daher ist der Kopplungsstift kapazitiv oder leitend mit dem Gitter i 8 verbunden. Die Röhre arbeitet mit der sog. Feldfokussierung, d. h. aus der aus der Kathode kontinuierlich aus- tretenden Elektronenströmung bilden sich unter dem Einfluß des im Steuerraum wirksamen Schwingungs- feldes 1?lcktroncnhaufen, welche durch das Gitter 3 hindurchtreten und ihre Schwingungsenergie an den Kreis 11 abgeben. Eine weitere Ausführungsform zeigt Abb. 5 eben- falls in schematischer Darstellung. Der Eingangs- kreis I liegt hier zwischen der Kathode 5 und dem Gitter 18, welches ebenso wie das darauffolgende Gitter 3 in eine Mctallschcihe eingelassen sein kann. Der Ausgangskreis 11 ist an das Gitter 3 und die Anode 4 angeschlossen. Die kathodenseitige Be- grenzung des Steuerraumes ist in diesem Fall wieder durch die Kathode 5 selbst gegeben. Die an die Kathode leitend oder kapazitiv angeschlossenen Kopplungsstifte S dienen zur Verstärkung der Kopp- lung zwischen den Kreisen 1 und 11. Die einzelnen Elektroden können beispielsweise folgende Be- triebsspannungen gegen die Kathode erhalten: Gitter 18 eine negative Vorspaiwung von io Volt, Gitter 3 eine positive Vorspannung von ioo Volt und Anode 4 eine positive Spannung von iooo Volt. Die Röhre arbeitet wieder mit Feldfokussierung, so daß durch das Gitter 3 Iaektronenhaufen dis- kontinuierlich hindurchtreteti, welche ihre Schwhig- leistung an den Kreis 11 abgeben.
Claims (7)
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Steuerraumes angeschlossen ist, der durch eine Öffnung bzw. öffnungen in den zwischen der Anode und der kathodenseitigen Begrenzungselektrode des Steuerraumes vorhandenen Elektroden isoliert von diesen hindurchragt und so bemessen und angeordnet ist, daß die Kapazität zwischen der Anode und der kathodenseitigen Begrenzungselektrode des Steuerraumes einen für die Schwingungsanfachung günstigen Wert hat.PATE : N T A N S P l i t ' c l l t: i. Schwingungserzeuger für sehr kurze Wellen unter Vcrw-cndtnig einer Elektronenröhre mit einer Kathode, einem in eine das Vakuumgefäß durchsetzende Metallscheibe eingelassenen Gitter und einer Anode sowie eines Ausgangskreises und eines Eingaugskrcises, die durch dieses eine oder auch noch durch weitere Gitter vonein- ander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein stabförmigcr Metallkörper (8) oder Kopplungsstift leitend oder kapazitiv an die katbodcnseitige Begrenzungselektrode des - 2. Schwingungserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplungsstift (8) an der Kathode (5) befestigt ist und durch eine öffnung in der mit dem Gitter (3) verbundenen Metallscheibe (2) frei hindurchragt.
- 3. Schwingungserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplungsstift (8) mittels eines Isolierkörpers (14), z. B. einer Glasperle, m eine öffnung der mit dem Gitter (3) verbundenen Metallscheibe (2) eingesetzt ist und mit dem einen Ende an die Kathode (5), mit dem anderen Ende an die Anode (4) heranreicht.
- 4. Schwingungserzeuger nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Kopplungsstifte (8) durch einen Ring (5) miteinander verbunden sind.
- 5. Schwingungserzeuger nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien Enden der Kopplungsstifte (8) segmentförmige Drahtbügel (16) befestigt sind.
- 6. Schwingungserzeug.cr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Anode (4) und Kathode (5) zwei Gitter (3, 18) vorhanden sind, von denen das der Anode benachbarte Gitter (3) in eine Metallscheibe (2) eingelassen ist, und da13 der Eingangskreis (1) zwischen diesen beiden Gittern liegt und die Kopplungsstifte einerseits an die Anode und andererseits an das der Kathode benachbarte Gitter (18) angeschlossen sind.
- 7. Schwingungserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Anode (4) und Kathode (5) zwei Gitter (3, 18) vorhanden sind, von denen mindestens das der Anode ben achbarte Gitter (3) in eine Metallscheibe (2) eingelassen ist, und daß der Eingangskreis (I) zwischen der Kathode (5) und dem ihr benachbarten Gitter (18) und der Ausgangskreis (11) zwischen der Anode und dem dieser benachharten Gitter (3) angeschlossen ist und die Kopplungsstifte (8) einerseits an die Kathode, andererseits an die Anode angeschlossen sind. B. Schwingungserzeuger nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingangs- und der Ausgangskreis als flohlraumre sonatoren, insbesondere als koaxiale Energieleistung ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET2450D DE849734C (de) | 1942-02-28 | 1942-02-28 | Schwingungserzeuger fuer sehr kurze Wellen |
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| DET2450D DE849734C (de) | 1942-02-28 | 1942-02-28 | Schwingungserzeuger fuer sehr kurze Wellen |
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| DE849734C true DE849734C (de) | 1952-09-18 |
Family
ID=7543873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DET2450D Expired DE849734C (de) | 1942-02-28 | 1942-02-28 | Schwingungserzeuger fuer sehr kurze Wellen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE849734C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965334C (de) * | 1954-04-09 | 1957-06-06 | Telefunken Gmbh | Hochfrequenz-Verstaerkerstufe oder -Oszillator in Gitterbasis oder Zwischenbasisschaltung |
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| DE976657C (de) * | 1942-09-01 | 1964-01-30 | Erhard Fasshauer | Elektronenroehre fuer ultrakurze Wellen zur Erzeugung grosser Leistungen und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| US3160782A (en) * | 1962-08-20 | 1964-12-08 | Sperry Rand Corp | High-mu negative control grid velocity modulation tube |
-
1942
- 1942-02-28 DE DET2450D patent/DE849734C/de not_active Expired
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