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Fahrzeug-Gesellschaftsspiel Bekannt sind Spielautos, bei denen das
Auto mit mehr oder weniger Schikanen nach Aufziehen eines Federwerkes je nach Wunsch
geradeaus oder im Kreise läuft, vorwärts und rückwärts fährt oder -_ich überschlägt
od. dgl.
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Alle diese Spielzeugautos haben aber eines gemeinsam, es kann immer
nur eine einzelne Person mit diesem Auto spielen.
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Ausgehend von dem Gedanken, daß es zweckmäßig wäre, ein Auto zu konstruieren,
an dem gleichzeitig mehrere Personen mitspielen können, wurde das vorliegende Gesellschaftsspiel
erfunden.
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Das Gesellschaftsspiel hat außer dem Vorteil, daß mehrere Personen
gleichzeitig mitspielen können, noch den interessanten Spieleffekt, daß es von den
einzelnen Spielern durch Betätigen einer Abschußvorrichtung je nach Geschicklichkeit
abgeschossen «erden kann. Die Anordnung des Spieles ist denkbar einfach. Wie aus
den Zeichnungen der Fig. t bis 6 ersichtlich, ist das Fahrzeug, vorzugsweise ein
Auto, mit einer Auslösevorrichtung versehen. Diese Auslösevorrichtung ist zweckmäßig
am Boden des Chassis angeordnet, und wenn diese Auslösevorrichtung von der Seite
mit einem Bolzen od. dgl. getroffen wird, löst dieselbe eine eingerastete Feder
aus; die Feder schlägt nach oben und schleudert die Karosserie und nach Belieben
auch die Vorderachse mit den Rädern aus ihrer normalen Lage.
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Die Montage der weggeschleuderten Fahrzeug teile, Karosserie, Achse
od. dgl. ist denkbar einfach, indem ohne Werkzeug durch einfaches Herunterdrücken
der Feder und nach Seitwärtsbewegen des am Chassis angeordneten Auslösehebels die
Feder gespannt und eingerastet gehalten wird. Die
Karosserie selbst,
welche zweckmäßigerweise am hinteren Chassisende durch eine bewegliche Öse, Scharnier
od. dgl. gehalten wird, wird nach vorn und unten einrastend in das Chassis eingedrückt,
wodurch das Fahrzeug wieder spielfähig ist.
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Die Auslösevorrichtung ist an der Schienen- oder Kreisbahn derart
angeordnet, daß beispielsweise durch einen Zug nach hinten die Feder gespannt und
durch Fingerdruck auf den Auslöseknopf der Schlagbolzen nach vorn ausschlägt und
beim Treffen der am Fahrzeugchassis angeordneten Auslösevorrichtung durch die nach
oben schnellende Feder die Karosserieteile des Fahrzeuges wegschleudert.
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Das Fahrzeug, vorzugsweise ein Auto, kann auf Schienenrädern über
eine normale runde Schienenbahn oder auf Gummirädern in einer Kreisbahn laufen.
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Wichtig ist, daß die Abschußvorrichtung niedrig angeordnet ist, daß
das Fahrzeug, vorzugsweise ein Auto, bei Nichttreffen der Auslösevorrichtung über
diese Abschußvorrichtung ohne Hemmung zu dem oder zu den nächsten Spielern weiterläuft,
so daß also abwechselnd alle am Spiel Beteiligten sich betätigen können.
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Damit das Fahrzeug nicht regelmäßig schon vom ersten Spieler, an welchem
das Auto vorbeiläuft, abgeschossen werden kann, ist eine Vorrichtung angebracht,
daß die am Fahrzeug angebrachte Auslösevorrichtung nach Belieben vergrößert oder
verkleinert werden kann. Beispielsweise durch einfaches Zusammenschieben der am
Fahrzeugchassisunterteil angeordneten Auslösevorrichtung wird diese verkleinert
und dadurch das Treffen der Auslösevorrichtung erschwert. Je nach Geschicklichkeit
der Mitspielenden und entsprechend der von den Spielern getroffenen Vereinbarungen
kann diese Auslösevorrichtung beliebig vergrößert oder verkleinert werden und somit
das Abschießen des Fahrzeuges erschwert oder erleichtert werden.
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Zweckmäßigerweise ist das Fahrzeugwerk so bemessen, daß es etwa fünfmal
über die Kreisbahn läuft, his das Federwerk abgelaufen ist, und wenn beispielsweise
vier Mitspielende vorhanden sind, bestünde also praktisch 5 X 4 = 20mal die Möglichkeit,
die Abschußvorrichtung zu betätigen und die Auslösevorrichtung zu treffen. Man wird
also zweckmäßigerweise die Auslösevorrichtung so weit verkleinern, daß durchschnittlich
diese in acht bis zehn Versuchen einmal getroffen wird und somit praktisch jeder
der vier Mitspielenden zweimal in die Lage versetzt wird, seine Geschicklichkeit
durch Betätigen der Abschußvorrichtung unter Beweis zu stellen.
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Die feste Verbindung der Karosserie mit dem Chassis durch eine am
hinteren Ende des Chassis angeordnete Öse oder ein Scharnier hat den Zweck, das
Zusammenbauen des Fahrzeuges zu erleichtern. Es ist freigestellt, die Vorderachse
fest oder ebenfalls wegschleuderbar anzuordnen. Es ist weiterhin noch möglich, weitere
Teile des Fahrzeuges wegschleudern zu lassen.
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In den Zeichnungen sind die wesentlichen Merkmale der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. i Schienenauto im teilweisen Schnitt, Fig.2 Ansicht des Schienenautos
von unten, Fig.3 Abschußvorrichtung im Schnitt, Fig. 4 Abschußvorrichtung von oben
gesehen, Fig. 5 - einen Ausschnitt der Seitenansicht des Schienenautos, Fig.6 einen
Schienenkranz mit eingebauten Abschußvorrichtungen.
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Im einzelnen bedeutet in Fig. i i das Chassis des Fahrzeugs, 2 sind
die beiden Hebel mit Zahnsegment, 211 ist der Anschußlappen, 3 der Drehpunkt, 4
die Halterung für den Bügel, 5 der Drehpunkt, 6 ist der Schlitz in der Abschußvorrichtung,
7 die Verlängerung des Anschußlappens, 8 der Bolzen für den Anschußlappen, 9 das
Spannleder, io der Bügel; in Fig. 2 bedeutet i das Chassis, 2 die beiden Bügel für
das Zahnsegment, 3 den Drehpunkt, 4 die Halterung für den Bügel und 7 die Verlängerung
des Anschußlappens; in Fig.3 bedeutet i i die Schienen, 12 den Schienenunterbau,
13 die Grundplatte, 13a die Lappen zur Befestigung des Schienenunterbaues, 14 den
Schlitz in der Grundplatte, 15 den Schieber in der Abschießvorrichtung, i5a den
Anschlag, 156 den Arm für die Abschießeinrichtung, 16 den Stift hierzu, i6a die
Öse (Griff), 17 die Raste im Stift 16, 18 das Führungsgehäuse der Abschußvorrichtung,
18a den Führungssitz für die Feder, 186 ebenfalls einen Führungssitz für den Stift,
icg das Führungsblech im Gehäuse, 2o die Arretierungszunge, 21 den Schlitz im Taststift,
22 die Taste, 23 die Druckfeder zum Stift 16, 24 die Druckfeder für die Tasteinrichtung,
25 Aufziehknopf und 26 den Schienenkranz. Die Hinweiszahlen in den Fig. 4, 5 und
6 sind die gleichen.