DE875150C - Schaltverfahren und -vorrichtung fuer insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Schaltverfahren und -vorrichtung fuer insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE875150C
DE875150C DED1541D DED0001541D DE875150C DE 875150 C DE875150 C DE 875150C DE D1541 D DED1541 D DE D1541D DE D0001541 D DED0001541 D DE D0001541D DE 875150 C DE875150 C DE 875150C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switching
load
shifting
gear
shift
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED1541D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Dipl-Ing D Nallinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Daimler Benz AG filed Critical Daimler Benz AG
Priority to DED1541D priority Critical patent/DE875150C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE875150C publication Critical patent/DE875150C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H61/00Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing
    • F16H61/02Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing characterised by the signals used
    • F16H61/0202Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing characterised by the signals used the signals being electric
    • F16H61/0204Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing characterised by the signals used the signals being electric for gearshift control, e.g. control functions for performing shifting or generation of shift signal
    • F16H61/0206Layout of electro-hydraulic control circuits, e.g. arrangement of valves
    • F16H61/0211Layout of electro-hydraulic control circuits, e.g. arrangement of valves characterised by low integration or small number of valves
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60KARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
    • B60K2702/00Control devices wherein the control is combined with or essentially influenced by the engine or coupling, e.g. in an internal combustion engine, the control device is coupled with a carburettor control device or influenced by carburettor depression
    • B60K2702/08Semi-automatic or non-automatic transmission with toothed gearing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Transmission Device (AREA)

Description

  • Schaltverfahren und -vorrichtung für insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge Bei den bisher bekannten elektrisch schaltbaren Getrieben besteht die Schwierigkeit, die elektrische Schaltkupplung derart abzustimmen, daß die Schaltung bei eingeschaltet bleibender, z. B. mechanischer Hauptkupplung sowohl unter Vollast als auch im Leerlauf oder bei geringer Belastung, und zwar beim Aufwärts- sowie beim Abwärtsschalten einwandfrei vor sich geht.
  • Wird @die elektrische Schaltkupplung in ihrer Stärke und Griffigkeit für Vollastschaltung abgestimmt, :so faßt sie bei Leerlauf oder geringer Belastung zu hart, so d.aß ein Stoß entsteht. Wird sie umgekehrt für eine Schaltung im Leerlauf oder bei geringer Belastung (wenig Gas) abgestimmt, dann ist sie bei Halblast oder Vollast zu weich, und, der -lötorhat die Neigung, beim Schalten durchzugehen.
  • Die Erfindung bezweckt eine Beseitigung dieser Schwierigkeiten .und @bestellt .darin, daß bei einem Schalten unter Vollast ibzw. oberhalb einer hestimmten Teillast :der Schaltvorgang unmittelbar durch die Schaltbetätigung ausgelöst wind, während bei einem Schalten im Leerlauf bzw. unterhalb einer bestimmten Teillast .der Schaltvorgang ;durch die Schaltbetätigung nur vorgewählt und erst ausgelöst wird, nachdem die Belastung (.z. B.. oberhalb .der angegebenen Teillast) erhöht worden isst. Zweckmäßig erfolgt die Vorwählung hierbei jedoch nur beim ",b,wärts,schalten aus einem höheren in einen niederen Gang, nicht dagegen beim Aufwärts-.schalten.
  • Des weiteren ist die Schaltung unter Last derart vorgesehen, daß der Schaltvorgang beim Aufwärtsschelten beschleunigt undbzw. oder beim Abwärtsschalten verzögert wird,. Die Umstellung der Sc'h'altung -von einer urimittelbaren Einleitung des Schaltvorganges durch ,die Schaltbetätigun:gsvorrichtung auf Vorwählung kann durch eine Sperreinrichtung bewirkt werden, welche ;in Abhängigkeit vom Leistungsregelglied (z. B. dem Gaspedal) oder von einer sich mit dem Belastungszustand der Maschine ändernden B-e= triebsgröße -(z. B. ,dem Unterdruck im Ansaugerohr, .dem Drehmoment od.,dgl.) verstellt wird und dadurch ein Einschalten des gewählten Ganges so lange verhindert, bis ein bestimmter Belastungszustand erreicht oder überschritten ist.
  • Des weiteren kann eine Vorrichtung vorgesehen sein, durch welche .die Vouwählwirkung im Leerlauf oder ,im unteren Belastungsbereich willkürlich oder selbsttätig beim Ausrücken der Hauptkupplung aufgehoben wird. - Es sind zwar schon elektrische Schaltvorrichtungen bekannt, die mit der Hand bewegt werden und deren Handschaltvorrichtung mit ,der Schaltvorrichtung für die Hauptkupplungzwischen Motor und Wechselgetriebe zusammenwirken. Bei den bekannten Vorrichtungen ist die Anordnung jedoch so getroffen, daß die Kupplungsvorxiohtung die elektri.sdhe Schaltvorrichtung verriegelt; solange die Kupplung eingerückt ist, um ein Hinaufschalten nur bei gelöster Kupplung zu ermöglichen.
  • In der Zeichnung ist eine Schaltanordnung nach der Erfindung in Abb. i schematisch dargestellt: Abb. 2 zeigt einen zusätzlichen Schnappmechanismus zur Schaltbeschleunigung.
  • Das Wechselgetriebe i mit .der ereibendenWelle2, der Vorgelegewelle 3 und der getriebenen Welle 4 enthält außer dem Zahnradpaar 5, 6 für idie konstante Übersetzung die Zahnräder 7, 8, 9 für einen Rückwärtsgang, to; i i für einen .ersten G.an:g und 12, 13 für einen zweiten Gang. Die Zahnräder 9, i i und 13 sind auf der getriebenen Welle 4 lose drehbar angeordnet und werden idurdh die Erregerwicklungen 14, 15 mit :der auf -der getriebenen Welle 4 urdrehbar, aber verschiebbar angeordneten Scheibe oder Lamelle 16 bzw:durch die Erregerwicklung 17 mit der entsprechend angeordneten Scheibe oder Lamelle i9 gekuppelt. Zur direkten Kupplung der treibenden Welle 2 mit der getriebenen Welle 4 zur Einschaltung eines dritten Ganges dient die Erregerwicklung 18, welche ebenfalls aufdie Scheibe oder Lamelle i9 einwirkt.
  • Die Erregerwicklungen 14, 15, 17, i 8 erhalten ihren Strom über die Leitungen 14, 15', 17'; 18' von einer- Stromquelle 2o mittels einer Stromverteiler- oder Schaltschiene 21. Die leitenden Stellen dieser Sdhaleschienesind durch die Kontalktflächen 22 und, 23 angedeutet. Je nach der Stellung der Schaltschiene 2i wird auf diese Weise der Strom über die Kontaktbrücke 23 den Leitungen 14', 15', 17' oder 18' für den Rückwärtsgang R oder den ersten bis dritten Gang I, 1I, IIl wedh..selweise zugeleitet.
  • Die Schaltschiene 21 kann in Längsrichtung durch einen Hebel 2q. verschoben werden, der entsprechend den vier zu schaltenden Gängen (einschließlich dem Itiialkwärtsgang) in vier Stellungen , einstellbar ist. Z"visc'hen .dem Schaltkopf 25 und der Schaltschiene 21 (oder an irgendeiner anderen geeigneten Stelle) ist eine Feder 26derart zwischengeschaltet, d;aß ein Verschwenken des Schalthebels 24 entgegen demhrzei@gersinn, d. h. beim Al)-wärtsschalten auf einen niederen Gang, die Mitnahme der Schaltschiene 2i lediglich kraftschlüssig über die Feder 26 .bewirkt, während bei einem Verschwenken .des Sch@albhebels 24 im Uhrzeigersinn, d. h. beim Aufwärtsschelten in einen höheren Gang, die Schaltschiene 21 zwangsläufig mitgenommen wird. Unterhalb-,der Schaltschiene ist eine Klinke 27 mit .dem Drehpunkt 28 gelagert. Diese Klinke kann 1n einseitig abgeschrägte Rasten 29 eingreifen, wobei die Rasten derart angeordnet sind, d.aß sie in einer dem zweiten und dritten Gangentsprechenden Lage der Schaltschiene 21 der Klinke 27 gegenüberliegen. Die Klinke 27 ;ist durch eine Zugstange 30, in die eine unter Vorspannung stehende Feder 31 eingeschaltet ist, mit dem Gaspedal 32 bzw. einem entapreahenden Leistungsregelglied, das durch eine Zugfeder 33 gegen einen Anschlag 34 gezogen wird, verbunden.
  • Des weiteren greift das Ende 35 des Klinkenhebels 27 in einen Längsschlitz 36 einer Stange 37 ein, die an das Kupplungspedal 38 angeschlossen ist, und zwar derart, daß fier &eingeschalteter Kupplung .die Klinke 27 in idde Rasten. 29 einfallen oder aus ihnen ausgerückt werden kann, beim Ausschalten der Kupplung dagegen zwangsläufig aus den Rasten 29 ausgehoben bzw. an einem Einfallen in die Rasten verhindert wird.
  • Der Schalthebel 24 ist .des weiteren durch ein Gestänge 39 mit einem Kolben 4o verbünden, welcher in einen mit einer Dämpfungsflüssigkeit angefüllten Zylinder 41 mit einem geringen Spiel gleitet. Ein im Koliken angeordnetes federbelastetes Rückschlagventil 42 bewirkt, daß die Flüssigkeit bei einer Bewegung des Kolbens 4o von links nach rechts, d. h. beim Aufwärtsschelten des Getriebes, ohne wesentlichen Widerstand von der rechten Kolbenseite 43 auf die linke Kolbenseite 44 überfließen kann. Bewegt sich .dagegen der Kolben von rechts nach links, .d. h. beim Abwärtsschalten des Getriebes, so -schließt sich das Rückschlagventil42, und der Schalthebel 24 kann nur verlangsamt, entsprechend der Drosselung zwischen Kolben 40 und Zylinder 4, ,auf den nächst niederen Gang umgeschaltet werden. Um zu erreichen, daß die Schaltung nur jeweils auf einem mittleren Teil des Schaltweges zwischen je zwei Schaltstellungen verzögert wird, das Aus- und Einrücken der Gänge selbst aber ohne Verzögerung erfolgt, können be-.sondere Umleitungen 45 vorgesehen sein, welche die Kolbenseiten 43 und 44 in den jeweiligen Schaltstellungen .des Kolbens 40 miteinander verbinden und erst geschlossen bizw. abgedrosselt werden, nachdem der Kolben 40 einen gewissen Hub nach rechts oder links aus seiner jeweiligen Schaltstellung .ausgeführt hat.
  • Wie bereits aus dem Vorstehenden Hervorgeht, ergibt die, dargestellte beispielsweise Einrichtung demgemäß folende Wirkungsweise: Die Hauptz# kupplung 38 sei (wie ausgezogen dargestellt) eingeschaltet .und das Gaspedal 32 auf Leerlauf eingestellt; des weiteren sei durch dien Sehalthebel2.I (wie dargestellt) der zweite Gang eingeschaltet. Infolgedessen wird der Strom von der Stromquelle 20 über die Kontalztbrücle 22, 2,3 der Schaltschiene 21 auf .die Leitung 17' und damit zur Erregerwicklung- 17 geleitet, so .daß das Zahnrad 13 :durch die Lamelle oder Scheibe ig mit der Welle 4 gekuppelt wird.
  • Soll nun in dieser Stellung der Kupplung und des Gaspedals auf den dritten Gang übergeschaltet werden, indem der Schalthebel 2d. von II nach III verschwenkt wird, so ist eine soldhe Schaltbewegung ohne weiteres möglich, :da einerseits das Rückschlagventil.I2ein Überströmen der Dämpfungsflüssigkeit von .I3 nach -4 ohne bzw. ohne wesentliche Drosselung zuläßt und .andererseits die Klinke 27 durch die Schrägfläche der Raste 29 -herausgedrückt werden kann, indem gleichzeitig die Feder 31 im Gestänge 30 nachgibt, ohne daß eine Verstellung des Gaspedals 32 erforderlich ist. Die Schaltstange 21 wird infolgedessen durch den Schalthebel 24 nach links verschoben, bis die Kontaktbrücke -23 der Leitung 18' ' für den dritten Gang gegenüberliegt und damit eine unmittelbare Kupplung der Wellen 2 und 4. durch die Erregerwicklung i8 über die Scheibe oder Lamelle ig bewirkt.
  • Soll dagegen aus der gezeichneten Stellung des Schalthebels 2.1. auf den niederen ersten Gang eingerückt werden, so kann der Schalthebel 24 die Schaltschiene 2i nicht unmittelbar verstellen, da die in :die Raste 29 eingreifend-- Klinke 27 ein Verschieben derSchaltschiene2i nach rechtsverhindert. Das Verschnvenken des Schalthebels 24 nach links hat demnach lediglich zur Folge, daß die Feder 26 durch den Schaltkopf 25 des Schalthebels zusammengedrückt wird und auf .die Schaltschiene 21 einen nach rechts wirkenden Federdruck ausübt. Der Kolben .4o bewirkt in .dem dargestellten Ausführungsbeispiel hierbei zugleich, daß die Schaltbewegung des Schalthebels 2:1 aus dem zweiten, II, in -den ersten Gang, I, verzögert wird. Da jedoch infolge der Verriegelung der Schaltschiene 21 eine solche Verzögerung bei Einstellung des Gashebels auf Leerlauf an sich nicht erforderlich ist, könnte in diesem Falle die Verzögerungswirkung des Koll)-ens.Lo auch aufgehoben werden, wozu beispielsweise eine vom Gaspedal 32 bzw. von der Klinke 27 ,derart gesteuerte Umgehungsleitung zwischen den Kolbenseiten 43 und, 4.4. vorgesehen sein könnte, .daß bei eingerasteter Klinke 27 diese Umgehungsleitung geöffnet,bei ausgeho:benerKlinke 27 dagegen geschlossen ist. Der :erste Gang ist somit .durch die Verschwe%kung des Hebels 24 in die Stellung I nur vorgewählt worden. Die tatsächliche Umschaltung auf den ersten Gang erfolgt, sobald das Gaspedal 32 bis zur eingestellten Grenze, z. B. '/4 Gas, niedergetreten und hierbei die Klinke 27 aus der Raste 29 für den zweiten Gang ausgehoben wird. Die unter Vorspannung stehende Feder 26 kann sich infolgedessen entspannen und ,die Schaltschiene 21 so weit nach rechts verschieben, daß die Kontaktbrücke 23,der Schaltschiene vor die Leitung 15' für :den ersten Gang gelegt wird.. Hierdurch wird mittels der Erregerkupplung 15 das Zahnrad ii- über die Scheibe oder Lamelle 16 mit der getriebenen Welle 4 gekuppelt.
  • Die Wirkungsweise wurde bisher unter der Voraussetzung beschrieben, daß die Hauptkupplung 38 eingerückt war. Wird die Hauptkupplung je:d.och ausgerückt, das Kupplungspedal also in die gestrichelte Lage 38' niedergetreten, so bewirkt dies, daß das Hebelende 35, welches sich bisher im Schlitz 36 frei bewegen konnte, durch die Stange 37 nach rechts verschwenlct wird, wodurch die Klinke 27 zwangsläufig aus der Raste 29 für den zweiten Gang ausgerückt wird. In diesem Falle bewirkt ein Verschwenken des Schaltnebels 2.1 aus der Stellung II in die Stellung I ein unmittelbares Verschieben der Schaltschiene 21 nach rechts, so daß der erste Gang unmittelbar und ohne Vorwählen eingerückt wird.
  • Dieses Aufheben der Vorwählwirkung in Abhängigkeit von dem Ausrücken der Hauptkupplung ist insbesondere mit Rücksicht auf Bergfahrten des Fahrzeuges von Wichtigkeit. Soll beispielsweise an einem steilen Berg zwecks Bremsens des Fahrzeugs ein niederer Gang eingeschaltet werden, so ist der Fahrer, was vorteilhaft ist, hierdurch in der Lage, die Schaltung unverzüglich vorzunehmen, indem er die Hauptkupplung für einen Augenblick auskuppelt, ohne d,aß von ihm gleichzeitig Gas gegeben werden muß.
  • Bei der Schaltung des Getriebes unter Vollast bzw. oberhalb -einer bestimmten Teillast (heispielsweise 1/s oder '/4 Teillast) ergibt sich gegenüber der Schaltung im Leerlauf b.zw. unterhalb der erwähnten Teillast folgende unterschiedliche Wirkungsweise: Zwecks Einstellen des Motors auf Volllast wird der Gashebel 32 in die Vollast- oder Vollgasstellung 32' niedergetreten. Da für diese Bewegung das Gestänge 30 wie ein starres Gestänge wirkt, wird hierdurch die Klinke 27 zwangsläufig aus der Raste 29 (z. B. für den zweiten Gang, H) ausgehoben, so daß d.ie Schaltschiene 21 durch die Klinke 27 nicht mehr verriegelt ist bzw. nicht verriegelt werden kann und der Bewegung des Schalthebels 24 sowohl beim Aufwärts- als auch beim A hwärtsschalten ohne weiteres folgt. Während auch hierbei das Aufwärtsschalten ohne Verzögerung vonstatten gehen kann, ist das Aibw ärtsschalten z. B. vom zweiten auf :den ersten Gang entsprechend der Drosselwirkung zwischen dem Kolben d.o und dem Zylinder 41 nur unter Verzögerung möglich. Infolge der sich dadurch ergebenden Schaltpause hat der Motor Gelegenheit, sich entsprechend der Vollgasstellung des Pedals 32 .innerhalb dieser Schaltpause zu beschleunigen und damit die Antrie bswelle 2 selbsttätig auf den nächst niederen Gang (z. B. den ersten Gang) zu synchronisieren.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist auf der Schaltschiene 21 keine Raste 29 für .den ersten Gang vorgesehen, da eine Verriegelung der Schaltschiene 21 zwecks Vorwählen des Rüol2wärtsganges in der Regel nicht erforderlich .ist. Gewünschtenfalls könnte jedoch natürlich auch für .die Schaltung aus dem ersten in .den Rückwärtsgang eine entsprechende Verriegelung vorgesehen werden.
  • Die Bemessungen der elektro:magnetischen Kupplungen werden in ihrer Griffigkeit zweckmäßig auf das Sehalten bei Vollast abgestimmt. Um die Schaltung beimAufwärtssch.alten aus einem niederen in einen höheren Gang unter Last (d. h. bei Volllast bzw. oberhalb. einer bestimmten Teillast, z. B. 1/s Teilbast) zu beschleunigen, kann ferner die Schaltung in an sieh bekannter Weise mittels Überschnapphebel, durch .eine Servomoto@reinrichtung, 1''elaisschaltung o(d. dgl., vorgenomimen werden.
  • So zeigt beispielsweise Abb. 2 schematisch einen Schnappmechanismus, bei welchem eine Kugel 46 unter ,dem Druck einer Feder 47 in Rasten 48 für die einzelnen Gänge gedrängt wird und .dadurch zur Beschleunigung der Gangschaltung beiträgt, soweit eine solche Beschleunigung nicht durch den Dämpfungskolhen 4ö verhindert wird.
  • Ferner kann die Verlzägerungider Schaltbewegung beim. Abwärtsschalten statt durch einen Verzögerungskolben durch ein Verzögerungsrelais ad. dgl. erfolgen. Beispielsweise könnte auch der Schalthebel 24 mit .dem Kolben 4o derart federnd verbunden .sein, daß er beim Überschalten auf einen niederen Gang lediglich eine zwischengeschaltete Feder, vorspannt und .diese auf den Kolben 4o wirken läßt. Die Schaltschiene 2i oder ein entsprechendes Schaltglied wird in diesem Falle nicht unmittelbar von dem Hebel, sondern vom Kolben 40 verstellt. Die Sperrung der Schaltbewegung im Leerlauf kann .auch, insbesondere in Verhindung mit :der letzterwähnten Ausführungsform, beispielsweisedadurch erfolgen, daß das Überströmen der Dämpfüngsflüssigkeit. von der einen zur anderen Zylinderseite in Abhängigkeit von :der Stellung des Leistungsregelgliedes od. dgl. vollständig so lange unterbrochen wird, bis ,der Motor wieder über eine bestimmte Leistung geregelt bzw. .das Gaspedal um einen bestimmten Betrag niedergetreten worden ist. Der Dämpfungskol:ben 40 muß in diesem Falle in den Zylinder 41 ,dicht eingepaßt sein, so daß die überströmende: Flüssigkeit Ihren Weg von der einen zur anderen Kolbenseite nur über !die gesteuerte Umgehungsleitung nehmen kann.
  • Statt einer vom Gaspedal betätigten mechanischen Verriegelungsvorrichtung, wie sie im Ausführungsbeispiel schematisch angedeutet ist, kann die Verriegelung beispielsweise in Abhängigkeit von dem Unterdruck ,im Ans:augerohr der Maschine, z. B. mittels eines von dem Unterdruck verstellten Kolbens, oder in Abhängigkeit vom Drehmoment erfolgen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜ CHr: i. Schaltverfahren für insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe insbesondere für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Schalten unter Vollast bzw. oberhalb einer bestimmten Teillast :der Schaltvorgang unmittelbar .durch die'Schalthetätigung ausgelöst wird, während bei einem Schalten im Leerlauf bzw, unterhalb einer bestimmten Teillast der Schaltvorgang durch, die Schaltbetätigung nur vorgewählt und erst .ausgelöst wird, nachdem die Belastung, z. B. bis caberhabb der angegebenen Teillast, erhöht worden ist.
  2. 2. Schaltverfghren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß .die Vorwählung bei Leerlauf bzw. unterhalb einer bestimmten Teillast nur beim A bwärtsschalten aus einem höheren in einen niederen Gang, nicht dagegen heim Aufwärtsschalten stattfindet.
  3. 3. Schaltverfahren nach Anspruch i und 2, .da-durch gekennzeichnet, daß beim Schalten unter Last .der Schaltvorgang beim Aufwärtsschalten beschleunigt und beim Abwärtsschalten verzögert wird.
  4. 4. Schaltvorrichtung für Wechselgetriebe zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine Sperreinrichtung, welche in Abhängigkeit vom Leistungsregel:glie.d (z. B. vom Gaspedal oder von einer sich mit .dem Belastungszustand der Maschine ändernden Betriebsgröße, z. B. dem Unterdruck im Ansaugerohr oder dem Drehmomnent) verstellt wird und !dadurch ein Einschalten des gewählten Ganges so lange verhindert, bis ein bestimmter Belastungszustand erreicht oder überschritten ist. Schaltvorrichtung nach Anspruch i, 2 und 4, ,dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung derart ausgebildet ist, daß sie das Einschalten nur beim Abwärtsschalten verhindert, beim Aufwärtssch.al:ten dagegen @die.Sperrwirkung-durch-die Schaltbetätigungsvorrichtung überwunden werden kann. 6. Schaltvorrichtung nach Anspruch i, 2 und 4, 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung willkürlich oder selbsttätig in Ab- hängigkeit von :anderen Betriebsvorgängen, z. B. beim Ausrücken der Hauptkupplung, unwirksam gemacht wird. 7. Schaltvorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ,die Schaltbeschleunigung beim Aufwärtgschalten in an sich bekannter Weise durch eine Servomotoreinr.ichtung oder einen Schnappmechanismus bewirkt wird. B. Schaltvorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 3, ,dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltverzögerung beim AbwärtsschaIten durch einen Verzögerungskolben bewirkt wird.
DED1541D 1941-10-12 1941-10-12 Schaltverfahren und -vorrichtung fuer insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge Expired DE875150C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED1541D DE875150C (de) 1941-10-12 1941-10-12 Schaltverfahren und -vorrichtung fuer insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED1541D DE875150C (de) 1941-10-12 1941-10-12 Schaltverfahren und -vorrichtung fuer insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE875150C true DE875150C (de) 1953-04-30

Family

ID=7029347

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED1541D Expired DE875150C (de) 1941-10-12 1941-10-12 Schaltverfahren und -vorrichtung fuer insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE875150C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023682B (de) * 1954-12-10 1958-01-30 Cambi Idraulici Badalini Spa Stufenlos regelbares, mit einem Stirnraederwechselgetriebe vereinigtes hydrostatisches Getriebe fuer Fahrzeuge, insbesondere Schlepper
DE1132004B (de) * 1954-03-31 1962-06-20 Pierre Marie Felix Zens Druckmittelschaltvorrichtung fuer eine Kraftuebertragungsanlage, insbesondere in Kraftfahrzeugen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1132004B (de) * 1954-03-31 1962-06-20 Pierre Marie Felix Zens Druckmittelschaltvorrichtung fuer eine Kraftuebertragungsanlage, insbesondere in Kraftfahrzeugen
DE1023682B (de) * 1954-12-10 1958-01-30 Cambi Idraulici Badalini Spa Stufenlos regelbares, mit einem Stirnraederwechselgetriebe vereinigtes hydrostatisches Getriebe fuer Fahrzeuge, insbesondere Schlepper

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1950914B2 (de) Schaltvorrichtung zum Schalten eines mehrstufigen, über eine Schalttrennkupplung angetriebenen Zahnräderwechselgetriebes, insb esondere für Ackerschlepper
DE19857713A1 (de) Betätigungsvorrichtung
DE696226C (de) Schaltvorrichtung fuer Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere von Kraftfahrzeugen
DE541888C (de) Zweigangwechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE875150C (de) Schaltverfahren und -vorrichtung fuer insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch schaltbare Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE858062C (de) Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge, mit zwei ankuppel-baren, in Reihehintereinandergeschalteten und gegebenenfalls gemeinsame Getriebeglieder enthaltenden Mehrganggetriebegruppen
DE722532C (de) Zahnraederwechselgetriebe fuer Kraftfahrzeuge
DE883089C (de) Vorrichtung zur drehzahlabhaengigen selbsttaetigen Ausfuehrung mehrerer Schaltvorgaenge, insbesondere fuer Wechselgetriebe von Kraftfahrzeugen
DE656240C (de) Hilfskraftvorrichtung zum selbsttaetigen Einruecken der Hauptkupplung von Kraftfahrzeugen
DE678711C (de) Steuereinrichtung fuer das Druckmittel einer Schalteinrichtung von Zahnraederwechselgetrieben, insbesondere bei Kraftfahrzeugen
DE644675C (de) Schaltvorrichtung fuer Wechselgetriebe, insbesondere von Kraftfahrzeugen
DE883411C (de) Leerlaufschalteinrichtung fuer Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere an Motorraedern
DE1505530A1 (de) Wechselgetriebe mit Schaltvorrichtung
DE935047C (de) Mehrstufiges Zahnraeder-Schaltgetriebe mit nur zwei antriebsseitig angeordneten Hauptschlupfkupplungen
AT149232B (de) Steuervorrichtung für das Druckmittel einer Schaltvorrichtung für Wechselgetriebe.
CH294924A (de) Schaltverfahren und -vorrichtung für insbesondere durch eine Hilfskraft, vorzugsweise elektrisch, schaltbare Wechselgetriebe mit Antriebsmaschine.
DE3835644A1 (de) Schaltvorrichtung zur wahlweisen einschaltung der beiden uebersetzungsstufen eines verteiler- oder zwischengetriebes
DE642880C (de) Schaltvorrichtung fuer Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere von Kraftfahrzeugen
DE656078C (de) Schaltvorrichtung fuer Kraftfahrzeugwechselgetriebe
DE654882C (de) Schaltvorrichtung fuer Zahnraederwechselgetriebe von Kraftfahrzeugen
DE752058C (de) Zahnraederwechselgetriebe fuer Kraftfahrzeuge mit elektromagnetischer Schaltvorrichtung
DE910251C (de) Mit einer Hilfskraft arbeitende selbsttaetige Schaltvorrichtung fuer Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE739839C (de) Schaltvorrichtung fuer Zahnraederwechselgetriebe
DE697522C (de) Vorrichtung zum Schalten von Zahnraederwechselgetr
DE569393C (de) Schaltvorrichtung fuer Wechselgetriebe von Kraftfahrzeugen