DE8909166U1 - Tränengaspatrone - Google Patents

Tränengaspatrone

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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • F42B5/145Cartridges, i.e. cases with charge and missile for dispensing gases, vapours, powders, particles or chemically-reactive substances
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06DMEANS FOR GENERATING SMOKE OR MIST; GAS-ATTACK COMPOSITIONS; GENERATION OF GAS FOR BLASTING OR PROPULSION (CHEMICAL PART)
    • C06D7/00Compositions for gas-attacks
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
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    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
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    • F42B12/46Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances
    • F42B12/50Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances by dispersion
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  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

Beschreibung
Die Neuerung betrifft eine Tränengaspatrone mit einer Hülse, welche eine Rei&zgr;stoffüllung and Treibladung enthält und einen Zünder zum Entzünden der Treibladung besitzt.
Derartige Tränengaspstronen -i:;.d bekannt und im Einsatz. Pinan möglichen Einsatzbereich stellt die SelbstVsifteidicpftg dar, wobai die "iränengaspatror-en mittels cs^gneter Tränengaspistolen abgeschoben werden.
Bei der Verwendung bekannter Tränengdspatronen sind "3UCh in einiger Entfernung von der Mündung der Tr?!iengaspi stole Feststoff bestandtei le, wie z.B. Pulverrückstände und Tränengasgranulat, vorhanden. Da im Falle der Selbstverteidigung die Tränengaspatrone vom Schützen auf den Angreifer häufig au:, sehr kurzer Distanz abgefeuert wird und da zudem der Angreifer dem Schützen häufig das Gesicht zuwendet, können durch die die Mündung der Tränengaspistole verlassenden FeststoffbestandteiIe schwerwiegende Verletzungen insbesondere der Augen des Angreifers hervorgerufen werden.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tränengaspatrone zu schaffen, welche auch be'im Abfeuern &üs kurzer Distanz die Gefahr ernsthafter Verletzungen bei der das Ziel bildenden Person ausschließt.
Neuerungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöct, daß die Reizstoffüllung aus einem Gel besteht, in welchem ein Reizmittel gelöst ist. Durch die neuerungsgemäße Verwendung eines Gels, in welchem das Reizmittel gelöst ist, als Reizstoffüllung anstelle des herkömmlichen Tränengasgranulats wird eine Gefährdung der das Ziel bildenden Person durch mechanische Verlegungen beträchtlich reduziert, weil in der Reizstoffüllung keinerlei Feststoffbestandteile enthalten sind. Ein Abfeuern der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone ist somit ohne Gefahr für die Zielperson, insbesondere hinsichtlich der Hornhäute der Augen auch aus nächster Nähe möglich.
Wegen der kostengünstigen Herstellbarkeit und der weiterhin verringerten Gefahr auch für die Haut der Zielperson ist dabei bevorzugt ein wässriges
Gel vorgesehen. Das in dem Gel gelöste Reizmittel besteht bevorzuqt aus dem auch bei bekannter Tränengas munition verwendeten Chlorbenzalmalodinitril (CS). Ein besonders bevorzugte Zusammensetzung der Reizstoffüllung ist in Anspruch 4 wiedergegeben.
Um eine Durchfeurhtung der an das Gel angrenzenden Teile der Tränengaspatrone sowie eine chemische Reaktion des Gels mit diesen Teilen zu verhindern, ist die Reizstoffüllung bevorzugt von einer dünnen Folie umgeben, welche für die die Komponenten des Gels bildenden Stoffe undurchlässig ist. Die Stärke und Festigkeit der Folie werden dabei in der Weise gewählt, daß diese beim Anfeuern der TränengaspöVrone platzt und somit die Reizstoffüllung freigibt und deren feine Verteilung nicht behindert.
Die Gefahr einer ernsthaften Verletzung der Zielperson läßt sich weiter reduzieren, indem zwischen der Treibladung und der Reizstoffüllung ein leichter Pfropfen vorgesehen wird. Auf diese Weise sind die bei verschiedenen für die Treibladung verwendeten Stoffen vorkommenden festen Pulverrückstände daran gehindert, in das die Reizstoffüllung bildende Gel einzudringen und mit diesem die Zielperson
zu erreichen. Der Pfropfen schirmt die Rückstände der entzündeten Treibladung nach dem Abfeuern der Tränengaspatrone wirksam von der Reizstoffüllung ab. Indem der Pfropfen leicht ausgebildet ist, stellt er selber ebenfalls keine Gefährdung dar; dies gilt umsomehr, als er infolge seiner geringen Masse und des großen Luftwiderstandes nach Verlassen der Mündung der Tränengaspistole besonders stark abgebremst wird. Als bevorzugte Stoffe kommen für die Herstellung des Pfropfens Filz oder filzartig verarbeitete feinste Kunststoffasern in Frage.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsforn? der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone ist neben der Reizstoffüllung eine Farbstoffüllung vorgesehen, welche bevorzugt aus einem schwer entfernbaren Farbstoff besteht. Auf diese Weise kann die Zi el person durch Abfeuern der Tränengaspatrone auch gekennzeichnet werden. Dieses Kennzeichnen ist nicht nur dann von Vorteil, wenn der Angreifer durch das Tränengas angriffsunfähig gemacht wird, «jndern insbesondere auch dann, wenn dieses nicht möglich ist. Dadurch, daß der Benutzer der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone um die Möglichkeit weiß, mit dieser den Angreifer
zu kennzeichnen, kann er beispielsweise in dem Falle, daß wegen der Kürze der Distanz eine Gefährdung des Angreifers durch mechanische Verletzungen nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, darauf verzichten, die Tränengaspistole auf das Gesicht des Angreifers zu richten. Auch dies trägt dazu bei, die Gefahr einer ernsthaften Verletzung der Zielperson zu reduzieren.
Die Farbstoffüllung kann dabei von der Reizstoffüllung räumlich getrennt, z.B. vor oder hinter dieser oder von dieser umgeben in der Tränengaspatrone angeordnet sein; sie kann aber auch in dem die Reizstoffüllung bildenden Gel dispergiert oder gelöst sein.
Die Menge und die Brisanz der Treibladung wird in Abhängigkeit von der vorgesehenen mittleren Entfernung des Ziels gewählt. Selbstverständlich ist es somit auch möglich, solche Tränengaspatronen neuerungsgemäß auszugestalten, die bevorzugt auf größere Distanz wirken sollen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone anhand der Zeichnung
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näher erläutert. Die Tränengaspatrone l besitzt eine zylindrische Hülse 2 aus Messing oder einem geeigneten Kunststoff. In dem Boden 3 der Hülse ?. ist ein Zündhütchen 4 angeordnet, welches zum Entzünden der Treibladung 5 dient, welche am hinteren Ende der Tränengaspatrone, d.h. nahe dem Boden 3 der Hülse 2 vorgesehen ist. Ein Pfropfen 6, welcher aus Filz besteht, trennt die Treibladung 5 von der Reiz stoffüllung 7. Die Reizstoffüllung 7 besteht aus einem wässrigen Gel mit darin gelösten Chlorbenzalmalodinitril. An ihrem vorderen Ende 8 ist die Hülse 2 mittels einer Pappsheibe 9 verschlossen.
Die Reizstoffüllung 7 ist von einer dünnen, wasserundurchlässigen Folie 10 umgeben, welche eine chemische Reaktion zwischen der Reizstoffüllung 7 und den angrenzenden Teilen der Tränengaspatronp 1, nämlich der Pappscheibe 9, der Hülse 2 und dem Pfropfen 6 sowie eine Durchfeuchtung dieser Teile verhindert. Ein hautverträglicher, jedoch schwer entfernbarer Farbstoff ist in der Reizstoffüllung gelöst und wird mit dieser beim Abfeuern der Patrone auf die Zielperson geschleudert.

Claims (10)

Schutzansprüche j^
1. Tränengaspatrone mit einer Hülse (2), welche ·:<■ eine Reizstoffüllung (7) und eine Treibladung | (5) enthält und einen Zünder (4) besitzt,
dadurch gekennzeichnet, >
daß die Reizstoffüllung (7) aus einem Gel besteht, in welchem ein Reizmittel gelöst ist.
2. Tränengaspatrone nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein wässriges Gel vorgesehen ist.
3. Tränengaspatrone nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das gelöste Reizmittel im wesentlichen aus Chlorbenzalmalodinitril besteht.
4. Tränengaspatrone nach Anspruch 2 und Anspruch 3, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung der gelartigen Reizstoffüllung (in Hassenteilen): Carbopol 940 3,0
Aquaconservans 836,0
Glycerin 150,0
Triaethanolamin 12,0
Chlorbenzalmalodinitril 80,0
&bull; * ·■ al iiii · * ·*
&bull; · · It · t··*
&bull; &bull;II« If · I » · t I | | l L |· ■«
5. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, das zwischen der Treibladung (5) und der Reizstofffüllung (7) ein leichter Pfropfen (6) angeordnet ist.
6. Tfänengsii>atrone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropfen (6) aus Filz besteht.
7. Tränengaspatrone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropfen (6) aus filzartig verarbeiteten feinsten Kunststoffasern besteht.
8. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß räumlich getrennt von der Rei&zgr;stoffüllung eine Farbstoffüllung vorgesehen ist.
9. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein schwer entfernbarer Farbstoff in der Reizstoffüllung (7) gelöst oder dispergiert ist.
Il · · I ·
10. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
{laß die Reizstof füll ung (7) von einer dünnen Folie (10) umgeben ist, weiche für die die Komponenten des Gels bildenden Stoffe undurchlässig ist.
DE8909166U 1989-07-28 1989-07-28 Tränengaspatrone Expired DE8909166U1 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006007738A1 (de) * 2004-07-23 2006-01-26 Ruag Ammotec Berstgeschoss
WO2006055640A3 (en) * 2004-11-19 2006-08-10 Mace Security International In Gel compositions
WO2010054684A1 (en) * 2008-11-12 2010-05-20 Highland Technologies Ltd. Dispersing device, its use and corresponding method for pulverized spreading a physical agent
EP3293479A1 (de) 2016-09-12 2018-03-14 Markus Bindhammer Distanzkampfmittel zur nicht tödlichen beaufschlagung des menschlichen oder tierischen körpers mit reizstoff

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