DE8909166U1 - Tränengaspatrone - Google Patents
TränengaspatroneInfo
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-
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- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
Die Neuerung betrifft eine Tränengaspatrone mit einer Hülse, welche eine Rei&zgr;stoffüllung and
Treibladung enthält und einen Zünder zum Entzünden der Treibladung besitzt.
Derartige Tränengaspstronen -i:;.d bekannt und im
Einsatz. Pinan möglichen Einsatzbereich stellt die SelbstVsifteidicpftg dar, wobai die "iränengaspatror-en
mittels cs^gneter Tränengaspistolen abgeschoben
werden.
Bei der Verwendung bekannter Tränengdspatronen
sind "3UCh in einiger Entfernung von der Mündung der Tr?!iengaspi stole Feststoff bestandtei le, wie
z.B. Pulverrückstände und Tränengasgranulat, vorhanden. Da im Falle der Selbstverteidigung die Tränengaspatrone
vom Schützen auf den Angreifer häufig au:, sehr kurzer Distanz abgefeuert wird und da zudem
der Angreifer dem Schützen häufig das Gesicht zuwendet, können durch die die Mündung der Tränengaspistole
verlassenden FeststoffbestandteiIe schwerwiegende Verletzungen insbesondere der Augen des Angreifers
hervorgerufen werden.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Tränengaspatrone zu schaffen, welche auch be'im Abfeuern &üs kurzer Distanz die Gefahr ernsthafter
Verletzungen bei der das Ziel bildenden Person ausschließt.
Neuerungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöct,
daß die Reizstoffüllung aus einem Gel besteht,
in welchem ein Reizmittel gelöst ist. Durch die neuerungsgemäße Verwendung eines Gels, in welchem
das Reizmittel gelöst ist, als Reizstoffüllung anstelle des herkömmlichen Tränengasgranulats wird
eine Gefährdung der das Ziel bildenden Person durch mechanische Verlegungen beträchtlich reduziert,
weil in der Reizstoffüllung keinerlei Feststoffbestandteile
enthalten sind. Ein Abfeuern der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone ist somit ohne Gefahr
für die Zielperson, insbesondere hinsichtlich der Hornhäute der Augen auch aus nächster Nähe möglich.
Wegen der kostengünstigen Herstellbarkeit und der
weiterhin verringerten Gefahr auch für die Haut der Zielperson ist dabei bevorzugt ein wässriges
Gel vorgesehen. Das in dem Gel gelöste Reizmittel
besteht bevorzuqt aus dem auch bei bekannter Tränengas munition verwendeten Chlorbenzalmalodinitril (CS).
Ein besonders bevorzugte Zusammensetzung der Reizstoffüllung
ist in Anspruch 4 wiedergegeben.
Um eine Durchfeurhtung der an das Gel angrenzenden Teile der Tränengaspatrone sowie eine chemische
Reaktion des Gels mit diesen Teilen zu verhindern, ist die Reizstoffüllung bevorzugt von einer dünnen
Folie umgeben, welche für die die Komponenten des Gels bildenden Stoffe undurchlässig ist. Die Stärke
und Festigkeit der Folie werden dabei in der Weise gewählt, daß diese beim Anfeuern der TränengaspöVrone
platzt und somit die Reizstoffüllung freigibt und deren feine Verteilung nicht behindert.
Die Gefahr einer ernsthaften Verletzung der Zielperson läßt sich weiter reduzieren, indem zwischen
der Treibladung und der Reizstoffüllung ein leichter
Pfropfen vorgesehen wird. Auf diese Weise sind die bei verschiedenen für die Treibladung verwendeten
Stoffen vorkommenden festen Pulverrückstände daran gehindert, in das die Reizstoffüllung bildende
Gel einzudringen und mit diesem die Zielperson
zu erreichen. Der Pfropfen schirmt die Rückstände der entzündeten Treibladung nach dem Abfeuern der
Tränengaspatrone wirksam von der Reizstoffüllung ab. Indem der Pfropfen leicht ausgebildet ist,
stellt er selber ebenfalls keine Gefährdung dar; dies gilt umsomehr, als er infolge seiner geringen
Masse und des großen Luftwiderstandes nach Verlassen der Mündung der Tränengaspistole besonders stark
abgebremst wird. Als bevorzugte Stoffe kommen für die Herstellung des Pfropfens Filz oder filzartig
verarbeitete feinste Kunststoffasern in Frage.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsforn?
der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone ist neben der Reizstoffüllung eine Farbstoffüllung vorgesehen,
welche bevorzugt aus einem schwer entfernbaren Farbstoff besteht. Auf diese Weise kann die Zi el person
durch Abfeuern der Tränengaspatrone auch gekennzeichnet werden. Dieses Kennzeichnen ist nicht nur dann
von Vorteil, wenn der Angreifer durch das Tränengas angriffsunfähig gemacht wird, «jndern insbesondere
auch dann, wenn dieses nicht möglich ist. Dadurch, daß der Benutzer der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone
um die Möglichkeit weiß, mit dieser den Angreifer
zu kennzeichnen, kann er beispielsweise in dem Falle, daß wegen der Kürze der Distanz eine Gefährdung
des Angreifers durch mechanische Verletzungen nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden
kann, darauf verzichten, die Tränengaspistole auf das Gesicht des Angreifers zu richten. Auch dies
trägt dazu bei, die Gefahr einer ernsthaften Verletzung der Zielperson zu reduzieren.
Die Farbstoffüllung kann dabei von der Reizstoffüllung
räumlich getrennt, z.B. vor oder hinter dieser oder von dieser umgeben in der Tränengaspatrone
angeordnet sein; sie kann aber auch in dem die Reizstoffüllung bildenden Gel dispergiert oder
gelöst sein.
Die Menge und die Brisanz der Treibladung wird in Abhängigkeit von der vorgesehenen mittleren
Entfernung des Ziels gewählt. Selbstverständlich ist es somit auch möglich, solche Tränengaspatronen
neuerungsgemäß auszugestalten, die bevorzugt auf größere Distanz wirken sollen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der neuerungsgemäßen Tränengaspatrone anhand der Zeichnung
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Il It
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näher erläutert. Die Tränengaspatrone l besitzt eine zylindrische Hülse 2 aus Messing oder einem
geeigneten Kunststoff. In dem Boden 3 der Hülse ?. ist ein Zündhütchen 4 angeordnet, welches zum
Entzünden der Treibladung 5 dient, welche am hinteren Ende der Tränengaspatrone, d.h. nahe dem Boden
3 der Hülse 2 vorgesehen ist. Ein Pfropfen 6, welcher aus Filz besteht, trennt die Treibladung 5 von
der Reiz stoffüllung 7. Die Reizstoffüllung 7 besteht
aus einem wässrigen Gel mit darin gelösten Chlorbenzalmalodinitril.
An ihrem vorderen Ende 8 ist die Hülse 2 mittels einer Pappsheibe 9 verschlossen.
Die Reizstoffüllung 7 ist von einer dünnen, wasserundurchlässigen
Folie 10 umgeben, welche eine chemische Reaktion zwischen der Reizstoffüllung 7 und den
angrenzenden Teilen der Tränengaspatronp 1, nämlich der Pappscheibe 9, der Hülse 2 und dem Pfropfen
6 sowie eine Durchfeuchtung dieser Teile verhindert. Ein hautverträglicher, jedoch schwer entfernbarer
Farbstoff ist in der Reizstoffüllung gelöst und wird mit dieser beim Abfeuern der Patrone auf die
Zielperson geschleudert.
Claims (10)
1. Tränengaspatrone mit einer Hülse (2), welche ·:<■
eine Reizstoffüllung (7) und eine Treibladung |
(5) enthält und einen Zünder (4) besitzt,
dadurch gekennzeichnet, >
daß die Reizstoffüllung (7) aus einem Gel besteht,
in welchem ein Reizmittel gelöst ist.
2. Tränengaspatrone nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein wässriges Gel vorgesehen ist.
3. Tränengaspatrone nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das gelöste Reizmittel im wesentlichen aus
Chlorbenzalmalodinitril besteht.
4. Tränengaspatrone nach Anspruch 2 und Anspruch 3, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung
der gelartigen Reizstoffüllung (in Hassenteilen):
Carbopol 940 3,0
Aquaconservans 836,0
Glycerin 150,0
Triaethanolamin 12,0
Chlorbenzalmalodinitril 80,0
Aquaconservans 836,0
Glycerin 150,0
Triaethanolamin 12,0
Chlorbenzalmalodinitril 80,0
• * ·■ al iiii · * ·*
• · · It · t··*
• •II« If · I » · t I | | l L |· ■«
5. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
das zwischen der Treibladung (5) und der Reizstofffüllung
(7) ein leichter Pfropfen (6) angeordnet ist.
6. Tfänengsii>atrone nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropfen (6) aus Filz besteht.
7. Tränengaspatrone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropfen (6) aus filzartig verarbeiteten
feinsten Kunststoffasern besteht.
8. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß räumlich getrennt von der Rei&zgr;stoffüllung
eine Farbstoffüllung vorgesehen ist.
9. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß ein schwer entfernbarer Farbstoff in der Reizstoffüllung (7) gelöst oder dispergiert
ist.
Il · · I ·
10. Tränengaspatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
{laß die Reizstof füll ung (7) von einer dünnen
Folie (10) umgeben ist, weiche für die die Komponenten des Gels bildenden Stoffe undurchlässig
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8909166U DE8909166U1 (de) | 1989-07-28 | 1989-07-28 | Tränengaspatrone |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8909166U DE8909166U1 (de) | 1989-07-28 | 1989-07-28 | Tränengaspatrone |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8909166U1 true DE8909166U1 (de) | 1989-10-05 |
Family
ID=6841519
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8909166U Expired DE8909166U1 (de) | 1989-07-28 | 1989-07-28 | Tränengaspatrone |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8909166U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006007738A1 (de) * | 2004-07-23 | 2006-01-26 | Ruag Ammotec | Berstgeschoss |
| WO2006055640A3 (en) * | 2004-11-19 | 2006-08-10 | Mace Security International In | Gel compositions |
| WO2010054684A1 (en) * | 2008-11-12 | 2010-05-20 | Highland Technologies Ltd. | Dispersing device, its use and corresponding method for pulverized spreading a physical agent |
| EP3293479A1 (de) | 2016-09-12 | 2018-03-14 | Markus Bindhammer | Distanzkampfmittel zur nicht tödlichen beaufschlagung des menschlichen oder tierischen körpers mit reizstoff |
-
1989
- 1989-07-28 DE DE8909166U patent/DE8909166U1/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006007738A1 (de) * | 2004-07-23 | 2006-01-26 | Ruag Ammotec | Berstgeschoss |
| WO2006055640A3 (en) * | 2004-11-19 | 2006-08-10 | Mace Security International In | Gel compositions |
| WO2010054684A1 (en) * | 2008-11-12 | 2010-05-20 | Highland Technologies Ltd. | Dispersing device, its use and corresponding method for pulverized spreading a physical agent |
| EP3293479A1 (de) | 2016-09-12 | 2018-03-14 | Markus Bindhammer | Distanzkampfmittel zur nicht tödlichen beaufschlagung des menschlichen oder tierischen körpers mit reizstoff |
| WO2018046132A1 (de) * | 2016-09-12 | 2018-03-15 | Markus Bindhammer | Distanzkampfmittel zur nicht tödlichen beaufschlagung des menschlichen oder tierischen körpers mit reizstoff |
| US11236978B2 (en) | 2016-09-12 | 2022-02-01 | Markus BINDHAMMER | Distance combat means for non-lethal exposure of the human or animal body to irritant |
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