DE898910C - Verfahren zum Herstellen und UEbertragen von Plaettmustern - Google Patents

Verfahren zum Herstellen und UEbertragen von Plaettmustern

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DE898910C
DE898910C DEL9049A DEL0009049A DE898910C DE 898910 C DE898910 C DE 898910C DE L9049 A DEL9049 A DE L9049A DE L0009049 A DEL0009049 A DE L0009049A DE 898910 C DE898910 C DE 898910C
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Hans Meyer
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Lacrinoid Products Ltd
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    • B44C1/165—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like for decalcomanias; sheet material therefor
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Abplättverfahren, d. h. auf die Übertragung von Aufschriften, Aufdrucken, Zeichen, Mustern u. dgl. von einem Zwischenträger auf den Gegenstand, der mit dem Aufdruck od. dgl. endgültig zu versehen ist. Dabei nimmt ein Zwischenträger zeitweilig eine übertragbare Schicht auf, die von ihm auf den zu bedruckenden Gegenstand, z. B. auf ein Gewebe, unter Anwendung von Wärme und wenigstens ίο leichtem Druck übertragen wird.
Zur Herstellung solcher Übertragungen für das Abplättverfahren sind bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden, von denen gesagt werden kann, daß sie dann die besten Ergebnisse zeitigen, wenn als Übertragungsstoff ein solcher verwendet wird, der ein Kondensationsprodukt eines aushärtbaren Harzes enthält, das in den unlöslichen und unschmelzbaren Zustand unter Anwendung von Wärme übergeführt werden kann.
Bei diesen Verfahren bedient man sich eines Zwischen- oder Hilf strägers, im allgemeinen Papier, zur Aufnahme einer Schicht des Kondensationsproduktes, das Pigmente, Farbstoffe u. dgl. enthalten kann. Die Abplättfarbe wird in der Weise übertragen, daß der Zwischenträger mit der Schichtseite auf den Textilgegenstand gelegt und daß auf seine Rückseite, beispielsweise durch Bedecken mit einem feuchten Tuch, Feuchtigkeit gebracht und das
Ganze mit einem Bügeleisen fest zusammengedrückt wird, das heiß genug ist, um einen Teil des Wassers in Dampf überzuführen.
Auf diese Weise löst sich die übertragbare Schicht von dem Zwischenträger und haftet am Gewebe. Aber erst durch weitere Anwendung von Wärme wird das Kondensationsprodukt in den unlöslichen und unschmelzbaren Zustand übergeführt, in dem es gegen wiederholtes Waschen mit Seife ίο und in alkalischer Waschlauge beim Kochprozeß sowie auch bei der sogenannten chemischen Reinigung mit Waschbenzin, Trichloräthylen oder anderen üblicherweise gebrauchten Reinigungsmitteln widerstandsfähig ist.
Bei diesen bekannten Verfahren muß entweder das Aufplätten über eine beträchtliche Zeit hin ausgedehnt werden, um einen ausreichenden Widerstand gegen Waschen und sogenanntes chemisches Reinigen zu gewährleisten, weshalb die bekannten Verfahren für mechanische oder maschinelle Durchführung sich nicht eignen, oder die Waschfestigkeit geht zu einem beträchtlichen Teil verloren. Zuweilen ist es von ausschlaggebender Wichtigkeit, daß der übertragene Aufdruck, das Zeichen, Muster od. dgl., eine besonders große Widerstandsfähigkeit gegen Waschen und Reinigen aufweist, z. B. dann, wenn es sich um einen Namen, eine Handelsmarke od. dgl. auf Wäsche, Bettüchern, Handtüchern usw. in Hotels und Schiffen (Hotel- und Schiffswäsche) oder um Berufsmäntel handelt, wie sie z. B. in Waren- und Geschäftshäusern vielfach anzutreffen sind.
Um eine genügend große Wasch- und Reinigungsfestigkeit zu erzielen, muß der Druckvorgang auf etwa 25 Sekunden pro Einzelstück ausgedehnt werden. Dabei bedient man sich im allgemeinen eines Handeisens.
Bei Strumpf- und anderen Strickwaren muß jedoch der Druckvorgang aus wirtschaftlichen Gründen in schneller Aufeinanderfolge der Einzelstücke unter Anwendung maschineller Mittel durchgeführt werden. Aus diesem Grunde leiden die bisher mechanisch hergestellten Drucke daran, daß sie gegen Waschen und Reinigen nicht widerstandsfähig sind und in der Regel schon bei der ersten Reinigung ganz oder teilweise verschwinden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Schwierigkeiten zu überwinden, und die Übertragung so durchzuführen, daß sie einerseits schnell und wirtschaftlich unter Anwendung mechanischer Mittel vonstatten geht und andererseits im Ergebnis den Vorzug einer hohen Waschfestigkeit zeitigt.
Gemäß der Erfindung kann diese Aufgabe unter Anwendung einer als Grundlage für die Abplättschicht dienenden Masse erreicht werden, die aus einer Mischung aus 50 bis 95 Gewichtsprozent einer Melamin-Aldehyd-Harz-Lösung und 5 bis 50 Gewichtsprozent einer Alkyd-Harz-Lösung besteht. Es wurde gefunden, daß Melamin-Aldehyd-Harze allein als Plättmusterfarbe nicht vorbehaltlos zufriedenstellen, weil sie unter Anwendung von Wärme und Druck verhältnismäßig langsam aushärten. Anderseits lassen auch Alkyd-Harze allein zu wünschen übrig, obwohl sie unter Wärme und Druck schnell aushärten; der fertige Aufdruck zeigt aber nicht genügend Farbfestigkeit.
Eine gleichzeitige Anwendung der beiden Harze dagegen ergibt ein schnelles Aushärten der Plättmusterfarbe unter Wärme und Druck sowie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Waschen und sogenanntes chemisches Reinigen sowohl als auch gegen mechanische Beanspruchungen, wie sie beim Reinigen auftreten. Schließlich ist auch eine sehr gute Farbfestigkeit zu beobachten.
Als Melamin-Aldehyd-Harze können Harze verschiedener Aldehyde verwendet werden, vorzugsweise jedoch solche Melamin-Aldehyd-Harze, die durch Kondensation der Melamine mit Formaldehyd 'gewonnen werden. Harze von substituierten Melaminen, z. B. alkylisierte Melamin-Formaldehyd-Harze, können gleichfalls mit Vorteil verwendet werden.
Als Alkyd-Harze kommen solche in Betracht, die durch Kondensation hochwertiger Alkohole mit einer mehrwertigen Säure entstehen. Besonders geeignet sind für den vorliegenden Zweck die unter der eingetragenen Handelsmarke GLYPTAL bekannten Harze und die ölmodifizierten Alkyd-Harze. Die Plättmusterfarbe kann Pigmente, Farbstoffe oder andere Stoffe enthalten, die für das Aussehen des fertigen Zeichens oder Musters förderlich sind.
Zwecks Herstellung der Plättmusterfarbe werden die Harze vorteilhafterweise in geeigneten Lösungsmitteln gelöst und die so gewonnenen Lösungen gemischt. So kann z. B. das Melamin-Aldehyd-Harz in Butylalkohol und die Alkyd-Harze können in Xylol gelöst werden. Die Pigmente, Farbstoffe oder sonstigen Zusatzstoffe können entweder in einer der Lösungen oder in das Lösungsgemisch eingebracht werden.
Die Konzentration der Bestandteile ist nach Maßgabe der Konsistenz der zu erzeugenden Platt- ' musterfarbe zu wählen. Die Konsistenz soll so beschaffen sein, daß die Farbe schnell und bequem durch irgendeines der bekannten Reproduktionsverfahren, wie z.B. Schablonendruck, Aufwalzen u. dgl., auf einen Zwischenträger, wie z. B. Papier, aufgebracht werden kann. Nach dem Verdampfen der Lösungsmittel bleibt die Farbe auf dem Papier in Form des. gewünschten Zeichens, Musters od. dgl. zurück.
Es ist auch möglich, in die Plättmusterfarbe einen Katalysator einzubringen, der die Geschwindigkeit erhöht, mit welcher die Plättmusterfarbe unter der Einwirkung von Wärme und Druck aushärtet. Diese Maßnahme ist jedoch unzweckmäßig, wenn die mit der Plättmusterfarbe versehenen Zwischenträger eine beträchtliche Zeit vor ihrer Verwendung auf Lager gehalten werden müssen; denn der beschleunigende Katalysator verursacht in vielen Fällen während der Lagerungszeit auch trotz Fehlens von Wärme und Druck ein langsames Aushärten. Ist dies der Fall, so läßt sich die Plättmusterfarbe nur schwierig oder gar nicht auf das betreffende Gewebestück od. dgl. übertragen.
Deshalb wird gemäß der Erfindung eine das Aushärten beschleunigende Substanz auf die Plättmusterfarbe erst unmittelbar vor oder während der Übertragung zur Einwirkung gebracht. Im allgemeinen kommen als Beschleunigungsmittel Salze starker Säuren mit schwachen Basen sowie auch organische Säuren und deren Ester in Frage. Es ist daher zweckmäßig, diese Salze oder Säuren in Form verdünnter Lösungen oder Dispersionen auf
ίο die Plättmusterfarbe oder das Gewebe unmittelbar vor dem eigentlichen Übertragungsvorgang zur Einwirkung zu bringen. Der Beschleuniger kommt erst dann zur Wirkung, wenn er tatsächlich zum Beschleunigen des Aushärtens erforderlich ist.
Auf diese Weise ist im übrigen ein sehr schnelles Aushärten gewährleistet, ohne daß ein schleichendes Aushärten während der Lagerungsdauer zu befürchten ist.
Als Beschleunigungssubstanzen kommen in Frage:
Ammoniumsulfat, Natriumbisulfat, Zinksulfat, Aluminiumsulfat, Ammoniumchlorid, Ameisensäure, Essigsäure, Oxalsäure, Benzoesäure, Monoäthylphosphat, Dioctylsuccinat, Trimethylaminhydrochlorid.
as Nach dem bisherigen Verfahren ist es üblich, das Gewebe auf einen Tisch als Unterlage zu legen, darauf den Zwischenträger mit der zu übertragenden Schicht nach unten aufzulegen, alsdann auf den Zwischenträger ein mit Wasser getränktes Tuch zu bringen und auf dieses Wärme und Druck, z. B. mit Hilfe eines heißen Eisens, zur Einwirkung zu bringen. Dieses bekannte Verfahren wird in Hinblick auf die Anwendung einer Beschleunigungssubstanz gemäß der Erfindung angewendet, und zwar in der Weise, daß die Wärme durch ein Polster hindurch, das mit einer Beschleunigungslösung getränkt ist, auf die Rückseite des Gewebes zur Einwirkung gebracht wird, wobei der Zwischenträger so angeordnet wird, daß die zu übertragende Schicht zur Wärmequelle hin gerichtet ist. Es ist belanglos, ob die Wärme von oben, von unten oder von beiden Seiten zur Einwirkung gebracht wird, sofern und solange die verschiedenen Lagen diese Anordnung haben. Das Ganze muß natürlich während des Übertragungsvorganges unter geeignet hohen Druck gebracht werden.
Auf diese Weise sind, wie sich gezeigt hat, weit bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Gründe für diese Verbesserung sind nicht genau bekannt. Der Schutzumfang und der Wert dieser Erfindung sollen daher auch nicht durch irgendeine Theorie geschmälert werden. Gleichwohl sei unter diesem Vorbehalt die Ansicht geäußert, daß die erwähnte Verbesserung anscheinend entweder der Tatsache zu verdanken ist, daß die Wärme die zu übertragende Schicht zusammen mit der Beschleunigungssubstanz erreicht, oder bzw. außerdem der Tatsache, daß der Zwischenträger mehr auf die Wärme- und Druckquelle hin gerichtet ist als nach der entgegengesetzten Richtung. Auf diese Weise ist die innig mit dem Gewebe zu verbindende Seite der zu übertragenden Schicht diejenige Seite, die zuerst von der Wärme erreicht wird, so daß die Schicht vorübergehend schmelzen und sich sehr innig und fest mit dem Gewebe verbinden kann.
Auf Grund der durch die Erfindung erzielten Verbesserung wird es möglich, die Übertragung schnell und damit auf maschinellem Wege durchzuführen. Die für eine einwandfreie Übertragung erforderliche Zeit ist abhängig von der Zusammensetzung der Harzmischung und von dem verwendeten Beschleuniger. Es wurde jedoch gefunden, daß die Übertragung durch gleichzeitige Anwendung von Wärme und Druck während einer Dauer von nur V2 bis 5 Sekunden durchzuführen ist.
Die Dauer der Wärmedruckbehandlung ist abhängig von der Temperatur. Im allgemeinen ist eine Temperatur von mindestens 120°' anzuwenden, bei der eine Druckdauer von 8 Sekunden ausreichend ist. Diese kann aber bei Erhöhung der Temperatur auf i6o° bis auf 2 Sekunden vermindert werden. Die Größe des Druckes richtet sich nach der Dicke und der Art des Werkstoffes, auf den das Zeichen, Muster od. dgl. aufgebracht werden soll. Bei einem glatten, dünnen Material genügt ein Druck von etwa 0,28 bis etwa 0,35 kg/cm2, während für ein dickeres, grobes Material, wie z. B. Wollgewebe, ein Druck von etwa 1 bis 1,4 kg/cm2 erforderlich sein dürfte.
Ein weiterer aus der vorliegenden Erfindung resultierender Vorzug besteht darin, daß Zeichen, Muster, Aufdrucke u. dgl. auf Textilien aller Art in Gestalt eines Etiketts aufgebracht werden können. Solche Etiketten werden bei der Herstellung von Röcken, Anzügen, Damenblusen, Hemden, Krawatten, Leibwäsche u. dgl. verwendet und bestehen im allgemeinen aus Baumwolle, Seide oder Kunstseide mit einem gewebten oder gedruckten Zeichen od. dgl. Sie werden an den Textilien durchAnnähen befestigt. Dieses Annähen erfolgt im allgemeinen nicht in einem besonderen Arbeitsgang, sondern während irgendeines Stadiums der Herstellung des betreffenden Stückes. Daraus folgt, daß ein Ersatz dieses üblichen Etiketts durch ein solches gemäß der Erfindung nur dann in Frage kommt, wenn seine Anbringung schnell erfolgt und wenn es eine hinreichende Widerstandsfähigkeit gegen alle Wasch- und Reinigungsbehandlungen aufweist, denen solche Bekleidungsstücke üblicherweise unterzogen werden.
Zur weiteren Erläuterung der vorliegenden Erfindung mögen die folgenden Ausführungsbeispiele dienen.
Beispiel 1
48 Gewichtsteile einer oogewichtsprozentigen Lösung von Butyl-Melamin-Formaldehyd-Harz in Butanol werden mit 16 Gewichtsteilen einer oogewichtsprozentigen Lösung eines nicht trocknenden rizinusölmodifizierten Alkydkondensationsprodukts (Säurewert 10 bis 15) in Xylol gemischt. Dieser Mischung werden 3 Gewichtsteile eines Pigments beigegeben, worauf das Ganze in einem Dreiwalzenmischwerk innig vermischt wird. Die sich so ergebende Plättmusterfarbe wird mit einer der üblichen Drucktechniken auf Papier aufgebracht
und dieses alsdann bei mäßiger Temperatur getrocknet. Der so vorbereitete Zwischenträger wird mit der Schichtseite nach oben auf eine geeignete Unterlage gelegt und der weiße zu bedruckende Baum-Wollstoff darauf gelegt.
Nun kommt ein mit einer ioprozentigen wäßrigen Ammoniumsulfatlösung getränktes Polster auf den Baumwollstoff, und das Ganze wird einer Temperatur von etwa ISÖQ und einem Druck von etwa ίο ι kg/cm2 während S Sekunden ausgesetzt. Dadurch wird das Muster von dem Papier auf das Gewebe übertragen, wobei nur sehr wenig von der Farbe am Papierträger zurückbleibt.
Bei V2Stündigem Kochen des auf diese Weise mit dem Muster versehenen Gewebes in einer wäßrigen Lösung, die 1 Gewichtsprozent Seife und 0,5 Gewichtsprozent Natriumcarbonat enthält, erleidet die Leuchtkraft der Farbe keinerlei Einbuße, wie auch die Farbe nicht in die das Muster unmittelbar umso gebenden Gewebeteile übertritt. Das Waschwasser selbst bleibt klar. Der Kochvorgang kann mehrfach wiederholt werden, ohne daß eine Schädigung oder Änderung zu beobachten wäre.
Beispiel2
16 Gewichtsteile einer öogewichtsprozentigen Lösung von Butyl-Melamin-Formaldehyd-Harz in Butanol und 1 Gewichtsteil einer 6ogewichtsprozentigen Lösung eines nicht trocknenden rizinusölmodifizierten Alkydes in Xylol werden miteinander gemischt. Zur Hälfte dieses Gemisches werden 5 Gewichtsprozent eines Pigments und zum Rest 6,5 Gewichtsprozent Titandioxyd zugegeben. Beide Massen werden gründlich verrieben. Die Druckmasse wird zur Erzeugung eines Zeichens oder Musters auf ein als Zwischenträger dienendes Papier gedruckt und getrocknet. Hierauf wird die weiße Druckmasse über die ganze Fläche des den Farbdruck tragenden Papiers, z. B. mittels einer Auftragwalze, aufgebracht und gleichfalls getrocknet. Das so vorbereitete Papier wird auf die Größe des gewünschten Etiketts zugeschnitten und auf eine Unterlage mit der Schichtseite nach oben gelegt. Ein gestreiftes Gewebe aus einer Mischung von Viskose und Zellulose-Azetat-Garnen wird über das Zeichen gelegt und mit einem saugfähigen Gewebe oder Papier bedeckt, das mit einer Mischung aus 5 Gewichtsprozent Monooctylsuccinat und 95 Gewichtsprozent Methylalkohol getränkt ist. Die so vereinigten Lagen werden dann für die Dauer von 5 Sekunden einer Temperatur von 150'°' und einem Druck von etwa 1 kg/cm2 ausgesetzt, wobei die Wärmequelle auf die obenliegende saugfähige Schicht mit dem Beschleuniger gepreßt wird. Dabei geht das Muster von dem Papierträger auf das Gewebe über, an dem es angebracht werden soll.
Das Aussehen eines Etiketts entsteht dadurch, daß die weiße Druckmasse einen Hintergrund bildet und das Streifenmuster des Gewebes überdeckt und zum Verschwinden bringt, während das farbige Zeichen auf diesem weißen Untergrund erscheint.
Die Festigkeit und die Leuchtkraft der Farben des übertragenen Zeichens werden durch wiederholtes chemisches Reinigen mit Trichloräthylen in keiner Weise beeinträchtigt.
Beispiel 3
10 Gewichtsteile einer 6ogewichtsprozentigen Lösung eines Butyl-Melamin-Formaldehyd-Harzes in Butanol, ro Gewichtsteile einer öogewichtsprozentigenLösung eines nicht trocknenden rizinusölmodifizierten Alkyd-Harzes in Xylol, 11,5 Gewichtsteile Benzylalkohol, der als hoch siedendes Lösungsmittel zur Aufrechterhaltung des flüssigen Zustandes dient, und 18,5 Gewichtsteile Titandioxyd werden innig miteinander vermischt. Die so erhaltene Plättmusterfarbe wird auf das als Zwischenträger dienende Papier aufgebracht und anschließend getrocknet. Der so hergestellte Zwischenträger wird auf eine Unterlage mit der Schichtseite nach oben gelegt und mit einem Stück Wollstoff bedeckt. Auf dieses kommt ein saugfähiges Gewebe oder Papier, das mit einer ioprozentigen wäßrigen Lösung von Ameisensäure getränkt ist. Das Ganze wird für die Dauer von 5 Sekunden einem Druck von etwa ι kg/cm2 und einer Temperatur von 1500 ausgesetzt, wobei die Wärmequelle auf die saugfähige Schicht gepreßt wird. Unter dem Einfluß der Wärme und des Druckes wird das Plättmuster von dem Papier auf das Gewebe übertragen. Es wird auch durch go wiederholtes Waschen oder chemisches Reinigen nicht beeinträchtigt.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Plättmusterfarbe, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus einem Gemisch von 50 bis 95 Gewichtsprozent eines löslichen, noch nicht ausgehärteten Melamin-Aldehyd-Harzes mit 5 bis 50 Gewichtsprozent eines löslichen, noch nicht ausgehärteten Alkyd-Harzes, gegebenenfalls mit einem Zusatz von Farbstoffen und/oder Pigmenten besteht.
2. Verfahren zur Herstellung einer Plättmusterfarbe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die löslichen Harze in einem Lösungsmittel gelöst werden, dessen Siedepunkt so hoch gewählt wird, daß die mit ihm hergestellte Harzlösung hinreichend lange flüssig oder pastös bleibt.
3. Verfahren zum Übertragen von mittels einer Farbe gemäß Anspruch 1 und 2 hergestellten Plättmustern, dadurch gekennzeichnet, daß auf die mit dem Plättmuster beschichtete Seite des Zwischenrägers zunächst das mit dem Plattmuster zu versehende Gewebe und dann eine mit einer das Aushärten der Harze beschleunigende Substanz, wie z. B. Ammoniumsulfat, Ammoniumchlorid, Ameisensäure, getränkte poröse Schicht, z. B. Gewebe oder Papier, gelegt und diese ganze Lagenpackung von der Seite der porösen Schicht her erwärmt wird.
1 5637 ti.
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