DE9003733U1 - Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationen und insbesondere von Operationsschritten bei endoskopischen Behandlungen - Google Patents

Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationen und insbesondere von Operationsschritten bei endoskopischen Behandlungen

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DE9003733U1
DE9003733U1 DE9003733U DE9003733U DE9003733U1 DE 9003733 U1 DE9003733 U1 DE 9003733U1 DE 9003733 U DE9003733 U DE 9003733U DE 9003733 U DE9003733 U DE 9003733U DE 9003733 U1 DE9003733 U1 DE 9003733U1
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationen und insbesondere von Operationsschritten bei endosJcopischen Behandlungen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise der sog. Pelvi-Trainer nach Semm. Diese bekannte Vorrichtung, von der bei der Formulierung des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ausgegangen worden ist, weist eine durchsichtige Kunst-
f OU-^lvMi..! st7/S0
f stoffplatte auf, die an charakteristischen Punkten Ein-
j£ stichstellen für Endoskopie-Instrumente, wie Endoskope,
g üniverscilschäfte, Zangen, Scheren oder dgl. aufweist.
t§ Unter der durchsichtigen Platte ist eine Grundplatte ange-
if ordnet, auf der Simulationselemente für zu manipulierende
Sj bzfr? zu operierende Teile. -■.■&*. aispielrweise tierische
p Organe, eine Plazenta oder dgl. angeordnet werden können.
IJ Diese bekannte Vorrichtung zum Trainieren von Manipulatio-
% Bnen und insbesondere von Operationsschritten bei endosko-
I -v pischen Behandlungen weist jedoch aufgrund der vorstehend ;. beschriebenen Ausbildung eine Reihe von Nachteilen auf:
.· Die Einstichstellen für die Instrumente sind durch die
Ausbildung der Kunststoffplatte fest vorgegeben. Damit ist es nicht möglich, mit ein- und derselben Vorrichtung unterschiedliche Operationsabläufe, für die jeweils unterschiedliche Einstiche erforderlich sind, zu trainieren.
Ferner befinden sich die Einstiche in einer ebenen Platte. Bei Operationen befinden sich die Einstiche jedoch in der Regel in einer gekrümmten Fläche, wie beispielsweise dem ; oberen Bauchbereich. Damit werden mit der bekannten Vor-
, Q richtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 Operationen unter nicht zutreffenden geometrischen Verhältnissen trainiert.
Weiterhin ist es bei der bekannten Vorrichtung nicht möglich, die Behinderung des Arb*ltens durch das umgebende Knochengerüst zu simulieren.
Letzlich erlaubt es die bekannte Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationen und insbesondere von ©Derations-
schritten bei endoskopischen Behandlungen nicht, Vorgang« unter Insufflationsbedingungen zu trainieren, nie bei vielen Operationsvorgängen erforderliche Zuluhr einrsg Fluids zum Druckerhalt erschwert aber das Arbeiten und sollte deshalb ebenfalls an einem "Dummy" trainierbar sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationen und insbesondere von Operationsschritten bei endoskopischen Behandlungen anzugeben, die das Trainieren der einzelnen Vorgange unter realistischen Bedingungen erlaubt.
Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Weiterbildung^ der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 2 folgende.
Erfindungsgemäß weist das Halteelement einen Rahmen auf, an dem das den jeweiligen Operationsort umgebende Knochengerüst simulierende Teile sowie Trägerelemente für die jeweiligen Endoskopie-Instrumente anbringbar sind.
Durch diese Ausbildung ist zum einen gewährleistet, daß die Manipulations- bzw. Operationsvorgänge in einer "realistischen Umgebung", d.h. insbesondere in einem durch umgebende Knochen, Weichteile etc. "beengten" Arbeitraum geübt werden können. Darüberhinaus gewährleistet diese Ausbildung, daß durch Austauschen und/oder Verstellen der einzelnen Teile längs des umgebenden Rahmens die verschiedensten Abläufe, bei denen räumlich unterschiedlich angeordnete Einstichstellen verwendet werden, geübt werden können.
Im Anspruch 2 ist eine bevorzugte Weiterbildung gekennzeichnet, gemäß der die Trägerelemente jeweils aus einem stabförmigen Teil, das an den Seitenteilen des Rahmens an verschiedenen Stellen anbringbar ist, und einer an dem freien Ende des stabförmigen Teils vorgesehenen Halterung für das jeweilige Endokospie-Instrument bestehen. Dieses stabförmige Teil kann dabei gemäß Anspruch entsprechend der Kontur der jeweiligen Manipulations- bzw. Operationsstelle gebogen sein. Diese Ausbildung ermöglicht zum einen eine flexible Nachbildung des jeweiligen Behandlungs- bzw. Operationsbereichs. Insbesondere ist es durch diese Ausbildung möglich, die Einstichstelle praktisch beliebig über der Grundplatte anzuordnen. Weiterhin können durch die Ausbildung die einzelnen Einstichstellen in unterschiedlichen Ebenen in Bezug auf die Grundplatte angeordnet werden.
Die im Anspruch 4 gekennzeichnete Weiterbildung, bei der die Halterungen ein flexibles Teil mit einer Ausnehmung aufweisen, in die das jeweilige endoskopische Instrument einsetzbar ist, ermöglicht ein "realistisches Einschiebund Bewegungsgefühl" bei der Handhabung der einzelnen Instrumente. Dieses realistische "Einschieb- und Bewegungsgefühl" wird durch die in den Ansprüchen 5 und 6 angegebene schwenkbare Anlenkung der Halterungen an den jeweiligen stabförmigen Teilen weiter gesteigert.
Im Anspruch 7 ist eine Ausgestaltung der Erfindung angegeben, die in einfacher Weise eine flexible Anordnung der Einstichlöcher und der das Knochengerüst simulierenden Teile erlaubt:
Hierzu weist der Rahmen eine Mehrzahl von Löchern auf, in die das stabförmige Teil der Trägerelemente sowie gegebe-
nenfalls die das Knochengerüst umgebenden Teile einsteckbar und und in denen es mittels eines Klemmelements festlegbar sind. Die Form der Löcher ist dabei selbstverständlich dem Querschnitt der stabförmigen Teile angepaßt. Insbesondere kann durch die Verwendung von Längslöchern und entsprechenden Stabprofilen eine verdrehsichere Anordnung der einzelnen Teile erfolgen.
Durch die im Anspruch 8 gekennzeichnete Ausbildung, bei
der die Grundplatte in an sich bekannter Weise elektrisch leitend ist, ist es möglich, auch elektromedizinische
Operationen zu trainieren.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung ist im Anspruch 9 gekennzeichnet; bei dieser Ausbildung ist
über die Halteelemente und die das Knochengerüst simulierenden Teile eine Folie aufbringbar. Diese Folie kann zu einer Reihe von Zwecken verwendet werden:
Durch eine undurchsichtige Folie wird die Sicht auf den
(simulierten) Operationsort verhindert, so daß das Oben
unter realistischen Bedingungen, nämlichen unter ausschließlicher Verwendung der Endoskop-Optiken zur Kontrolle des Operationsergebnisses erfolgt (Anspruch 10).
Alternativ oder zusätzlich kann die Folie luftundurchlässig mit der Vorrichtung verbindbar sein, so daß Manipulationen unter Druckausgleich simulierbar sind: Bei endoskopischen Operationen ist es häufig erforderlich, durch die Zufuhr von Gas, wie beispielsweise CO2 den im Körperinnerei's. herrschen Druck aufrechtzuerhalten. Bei Verwendung
eines sog. Operations-Pneu-Geräts ist eine spezielle Operationstechnik erforderlich, die durch diese Ausbildung
ebenfalls geübt werden kann.
Durch das im Anspruch 12 angegebene itativ, mit dem die erfindungsgemäße Vorrichtung derart aufgeständert ist, kann die Stellung der Vorrichtung der "tatsächlichen Operationslage" angepaßt werden, so daß auch hier ein realistisches Oben möglich wird.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die Zeichnung exemplarisch beschrieben,
deren einzige Figur eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zeigt,
auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird.
In der Figur ist eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationer und insbesondere von Operationsschritten bei endoskopischen Behandlungen dargestellt, die einen Rahmen 1 aufweist, der bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ohne Beschränkung der Allgemeinheit als viereckiger Rahmen dargestellt ist, der aus rechteckigen Profilrohren besteht. Der Rahmen 1 weist eine Mehrzahl von Löchern 2 aufweist, in die Stäbe 3 gesteckt werden können. Der Querschnitt der Stäbe 3 und der Löcher 2 ist derart gewählt, daß die Stäbe 3 mittels Schrauben 4 in beliebigen Stellungen in den Löchern 2 festgeklemmt werden können.
Ferner sind in die Löcher 2 Teile 5 einsteck- und in diesen ebenfalls mit Schrauben 4 fixierbar, die insbesondere
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das den jeweiligen Operationsort umgebende Knochengerüst simulieren. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Teile 5 derart ausgebildet, daß sie ebenfalls ohne Beschränkung der Allgemeinheit das Brustbein simulieren.
Am freien Ende der Stäbe 3 sind Halterungen 6 für nicht dargestellte Endokospie-Instrumente bestehen. Die Halterungen 6 weisen ein flexibles Teil, das beispielsweise aus Gummi besteht, mit einer Ausnehmung auf, in die das jeweilige endoskopische Instrument einsetzbar ist. Ferner sind die Halterungen 6 an den Stäben kardanisch aufgehängt.
Weiterhin sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel die Stäbe 3 entsprechend der Kontur der jeweiligen Manipulations- bzw. Operationsstelle, also beispielsweise entsprechend der Außenkontur der Bauchdecke gebogen.
In den Rahmen 1 ist eine Grundplatte 7 eingehängt, die in an sich bekannter Weise elektrisch leitend i<st. Diese Grundplatte trägt zum einen die Organe etc.,'an denen Manipulationen geübt werden sollen, zum anderen ermöglicht sie das Trainieren von elektromedizinischen Operationen.
Ober die Grundplatte 7. die Stäbe 2 und die Halterungen 6 ist eine Folie Q1 gespannt, die undurchsichtig sein kann, so daß sie die freie Sicht auf den Operationsort verwehrt, und die alternativ oder zusätzlich luftundurchlässig mit der Vorrichtung verbunden sein kann, so daß Manipulationen unter Druckausgleich simulierbar sind.
Weiterhin sind an dem Rahmen 1 Teleskopbeine 8 vorgesehen, die ein Einstellen der Arbeitslage der Vorrichtung in Bezug beigpielgweige auf einen nicht dargestellten Tisch erlauben. Anstelle der Beine 8 kann auch ein Schwenkstativ
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vorgesehen sein, das eine beliebige Einstellung der Lage, also auch eine senkrechte Lage der Vorrichtung erlaubt.
Vorstehend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispials oiifts SeschraiiKung des ailgesasinen Erfind;?' jsgedankeas beschrieben worden, innerhalb dessen selbstverständlich die verv^chiedenst'3n Abwendlungen möglich s.ind.
Beispielsweise können auch andere Rahmengrundfor^sn, z.B. Dre-- oder MehrecA.e verwendet werden. Ferner ist es möglich, die das den jeweiligen Operationsort umgebende Knochengerüst simulierenden Teile 5 sowie die Trägerelemente 3 für dxe jeweiligen Endoskopie-Instrumente auch auf andere Weise, beispielsweise in Art einer Schraubzwinge an dem Rahmen anzubringen.

Claims (12)

  1. St. 7/90
    Schutzansprüche
    &igr;.. Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationen und insbesondere vc:a Operaticr;ü:;;.iirJ ;:ten bei endoskopischen Behandlungen,
    mit einem Halteelement, das Einstichstellen für Endoskopie-Instrumente aufweist, und einer Grundplatte, auf der Simulationselemente für zu manipulierende bzw. zu operierende Teile angeordnet werden können, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement einen Rahmen aufweist, an dem das den jeweiligen Operationsort umgebende Knochengerüst simulierende Teile sowie Trägerelemente für die jeweiligen Endoskopie-Instrumente anbringbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerelemente jswells aus einem stabförmigen Teil, das an den Seitenteilen des Rahmens an verschiedenen Stellen anbringbar ist, und einer an dem freien Ende des stabförmigen Teils vorgesehenen Halterung für das jeweilige Endokospie-Instrument bestehen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß das stabförmige Teil entsprechend der Kontur der jeweiligen Manipulations- bzw. Operationsstelle gebogen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß d-le Halterungen ein flexibles Teil mit einer Ausnehmung aufweisen, &Lgr;&eegr; die das jeweilige endoskopische Instrument einsetzbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen an den jewel-
    .:::··- id - : st 7/90
    ligeii stabförmigen Teilen zumindest um eine Achse schwenkbar angelenkt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen an den jeweiligen stabförmigen Teilen kardanisch aufgehängt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen eine Mehrzahl von Löchern aufweist, in die das stabförmige Teil der Trägerelemente sowie gegebenenfalls die das Knochengerüst umgebenden Teile einsteckbar und und in denen es mittels eines Klemmelements festlegbar sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte in an sich bekannter Weise elektrisch leitend ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß über die Halteelemente und die das Knochengerüst simulierenden Teile eine Folie aufbringbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Folie undurchsichtig ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Folie luftundurchlässig mit der Vorrichtung verbindbar ist, so daß Manipulationen unter Druckausgleich simulierbar sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung an einem Stativ angebracht ist, das eine Lageeinstellung erlaubt.
DE9003733U 1990-03-30 1990-03-30 Vorrichtung zum Trainieren von Manipulationen und insbesondere von Operationsschritten bei endoskopischen Behandlungen Expired - Lifetime DE9003733U1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4105892A1 (de) * 1991-02-14 1992-08-27 Arnold Dipl Ing Dr Med Pier Trainingsgeraet fuer die laparoskopische operationstechnik
DE4212908A1 (de) * 1992-04-18 1993-10-21 Martin Neumann Chirurgisches Simulationsmodell, einschließlich Verfahren zur Einübung von Trainingsoperationen, Durchführung von Erfolgskontrollen oder dergleichen
WO2018046061A1 (de) * 2016-09-06 2018-03-15 Universität Duisburg-Essen Chirurgisches simulationsgerät

Cited By (4)

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US11462129B2 (en) 2016-09-06 2022-10-04 Universität Duisburg-Essen Surgical simulator

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