DE9012783U1 - Blisterverpackung für eine Flachbandleitung - Google Patents
Blisterverpackung für eine FlachbandleitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Blisterverpackung für eine Flachbandleitung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, flache Bänder, wie z. B. Klebebänder und üichtungsbänder in einer Blisterverpackung anzuordnen, deren
Folienformteil eine Ringmulde zur Aufnahme des aufgerollten Bandes aufweist. Diese bekannten Blisterverpackungen dienen
ausschließlich für Lagerung, Versand und Verkauf. Wird das Band verwendet, so wird die Blisterverpackung geöffnet,
indem die Deckplatte aufgebrochen oder abgerissen wird und das Band wird aus der Verpackung entnommen. Für die Verwendung
des Bandes wird dieses von der offenen Rolle abgezogen oder in einen gesonderten Abroller eingesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die praktische Verwendung einer blisterverpackten Flachbandleitung zu
erleichtern.
Diese Aufgabe wird bei einer Blisterverpackung der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale
des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Die erfindung:gemäße Blisterverpackung dient nicht nur zur
Aufnahme der Flachbandleitung für die Lagerhaltung und den Verkauf, sondern kann zusätzlich bei der Verwendung der
Flachbandleitung als Spender verwendet werden, aus welchem die Flachbandleitung bei Bedarf in der benötigten Länge
herausgezogen werden kann.
Hierzu ist erfindungcgemäß die die aufgerollte Flachbandleitung
aufnehmende Ringmulde mit einem tangential austretenden
Kanal versehen, durch welchen die Flachbandleitung von der Rolle abgezogen werden kann. Der Kanal erweitert sich vorzugsweise
zu einer Abgabemulde, die ein leichteres Erfassen des aus dem Kanal austretenden Endes der Flachbandleitung
ermöglicht. Der Kanal bzw. die sich anschließende Ausgabemulde ist zweckmäßigerweise bis an den Rand der Blisterverpackung
geführt und bei der Herstellung und Verpackung der Flachbandleitung am Ende geschlossen. Um die Flachbandleitung
benutzen zu können wird z. B. mit einer Schere die äußere Endwand der Ausgabemulde abgeschnitten, so daß das
freie Ende der Flachbandleitung zugänglich ist und aus der Blisterverpackung herausgezogen werden kann.
Um ein unerwünschtes Abrollen der Flachbandleitung aus der Blisterverpackung oder Einrollen in die Blisterverpackung zu
verhindern, ist zweckmäßigerweise an dem Kanal eine Bremse für die Flachbandleitung vorgeseher. Diese Bremse besteht in
einfachster Weise aus einer Verengung dee Kanäle, durch welche die Flachbandleitung nur unter Reibung herausgezogen
werden kann. Vorzugsweise ist die Verengung durch einen
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Biegewulst gebildet, der in den Kanal vorspringt und über
den die Flachbandleitung abgewinkelt ausgezogen wird. Die Abwinkelung bewirkt in Verbindung mit der Steifigkeit der
Flachbandleitung eine ausreichende Reibung, um ein unbeabsichtigtes Einrollen oder Abrollen der Flachbandleitung zu
verhindern, behindert aber andererseits das gewollte Abziehen praktisch nicht.
Bei Flachbandleitungen, die mit einer Klebeschicht zum Aufkleben versehen sind, hat die Erweiterung des Kanals zu
der Ausgabemulde zusätzlich den Vorteil, daß die Flachbandleitung aufgrund ihrer durch das Aufrollen aufgeprägten
Biegung mit ihrer unbeschichteten beim Aufrollen inneren Seite an der Wand der Ausgabemulde anliegt. Die bsini Aufrollen
äußere Klebschicht der Flachbandleitung kommt dadurch nicht mit der Wand der Ausgabemulde in Berührung und klebt
nicht an dieser fest.
Zweckmäßigerweise ist die Ausgabemulde in Form eines rechtwinkligen
Dreiecks ausgebildet, das sich mit seinem rechten Winkel in eine Ecke der rechteckigen, vorzugsweise quadratischen
Blisterverpackung einfügt. Die Ausgabemulde vergrößert
dadurch nicht den Platzbedarf der gesamten Blisterverpackung. Insbesondere verläuft dabei die dem Kanal entgegengesetzte
Endwand der Ausgabemulde an der Ecke der Bli · sterverpackung entlang einer Seitenkante. Diese Endwand der
Ausgabemulde ist dadurch für das Abschneiden besonders gut zugänglich.
Da bei dieser Ausführungsform die aus der Ausgabemulde abgezogene Flachbandleitung an der Ecke der Blisterverpackung
austritt kann die Flachbandleitung in besonders günstiger Weise unmittelbar aus der Blisterverpackung auf
die Wand aufgebracht, insbesondere aufgeklebt werden.
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Ira folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zei.chnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen,
Figur 1 eine Draufsicht auf die Blisterverpackung mit horizontal geschnittenem Folienformteil und
Figur 2 einen Schnitt durch die Blisterverpackung gemäß
der Linie A-B in Figur 1.
Die Blisferverpackung besteht aus einem in bekannter Weise
tieigezogenen Folienformteil 10, vorzugsweise aus durchsichtigem Polyvinylchlorid (PVC) und einer Deckplatte 12, vorzugsweise
aus Karton. Das Folienformteil 10 und die Deckplatte 12 weisen eine deckungsgleiche quadratische Form auf.
Die Deckplatte 12 wird zum Verschließen der Blisterverpackung mit dem Folienformteil 10 verklebt, verschweißt oder
verklammert.
In dem Folienformteil 10 ist konzentrisch eine kreisringförmige Ringmulde 14 ausgeformt, in welche eine aufgerollte
Flachbandleitung 16 eingelegt wird.
Am Außenumfang der Ringmulde 14 zweigt aus dieser tangential und parallel zu einer Seitenkante der Blisterverpackung ein
in dem Folienformteil 10 ausgeformter Kanal 18 ab. Die Breite dieses Kanals 18 entspricht etwa der 1,5-fachen
Stärke der Flachbandleitung 16.
Der Kanal 18 erweitert sich zu einer in dem Folienformteil 10 ausgeformten Ausgabemulde 20, die etwa die Form eines
rechtwinkligen Dreiecks aufweist, das im wesentlichen eine Ecke des quadratischen Folienformteils 10 ausfüllt.
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Die eine Seitenwand der Ausgabemulde 20 verläuft in geradliniger Verlängerung des Kanales 18 und biegt dann in einem
rechten Winkel in die dem Kanal 18 entgegengesetzte Endwand 22 ab, die somit ebenfalls parallel entlang einer Seitenkante
der Blisterverpackung verläuft. Die Ausgabemulde 20 erweitert sich unter einem winkel von etwa 50°.
Unmittelbar bevor sich der Kanal 18 zur Ausgabemulde 20 erweitert, ist an der inneren Seitenwand des Kanals 18 ein
Biegewulst 24 ausgebildet, der in den Kanal 18 hineinragt und diesen auf eine Breite verengt, die etwa der Stärke der
' Flachbandleitung 16 entspricht. Anschließend an diesen Biegewulst 24 ist am Beginn der Erweiterung der Ausgabemulde
20 an deren äußeren Seitenwand ein Ablenkwulst 26 ausgebildet, der in die sich beginnende Erweiterung der Ausgabemulde
20 hineinragt.
Bei der Herstellung und Verpackung wird die Flachbandleitung i 16, die einseitig mit Klebstoff beschichtet ist, so aafge-
1, rollt, daß die klebstoff beschichtete Seite außen liegt. Die
I aufgerollte Flachbandleitung 16 wird in die Ringmulde 14 des
'&zgr; Folienformteils 10 eingelegt. Das äußere Ende der Flachband-
f| leitung 16 wird dabei durch den Kanal 18 in die Ausgabemulde
i- 20 geführt, wie dies in Figur 1 gezeigt ist. Das Folienform-
I teil 10 wird dann durch Aufkleben der Deckplatte 12 ver-
1 schlossen.
I Soll die Flachbandleitung 16 verlegt werden, so wird mittels
•rf einer Schere die Endwand 22 der Ausgabemulde 20 längs
&iacgr; der in Figur 1 strichpunktiert eingezeichneten Schnittlinie
I 28 abgeschnitten. Die Ausgabemulde 20 ist dadurch trichter-
I förmig offen und das freie Ende der Flachbandleitung 16 kann
1 erfaßt werden.
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Das freie Ende der Flachbandleitung 16 wird zunächst ein Stück aus der Ausgabemulde 20 herausgezogen und an der
gewünschten Ste1Ie an die Wand geklebt. Dann kann die Blisterverpackung
mit der offenen Seite der Ausgabemulde 20 gegen die Wand gerichtet entsprechend der geplanten Verkabelung
an der Wand entlang geführt werden, wodurch die Flar:h-Ljandleitung
16 fortlaufend aus der Blisterverpackung abgezogen und aufgeklebt wird. Ist die gewünschte Länge der Flachbandleitung
16 verlegt, so wird die Flachbandleitung 16 abgeschnitten. Da die Flachbandleitung 16 beim übergang von
dem Kanal 18 in die Ausgabemulde 20 durch den Ablenkwulst 26
abgewinkelt über den Biegewulst 24 geführt wird, liegt die Flachbandleitung 16 mit einer Reibung an dem B.iegewulst 24
an, die ausreicht, um das freie Ende der Flachbandleitung 16 festzuhalten und ein unbeabsichtigtes Abrollen der Flachbandleitung
16 nach außen oder ein unbeabsichtigtes Einrollen des freien Endes der Flachbandleitung 16 in die Ringmulde
14 zu verhindern.
Durch das Abbiegen des freien Endes der Flachbandleitung 16 um den Biegewulst 24 wird das freie Ende aufgrund seiner
geringen Steifigkeit an der schräg verlaufenden inneren Seitenwand der Ausgabemulde 20 inliegend gehalten. Die mit
der Klebschicht versehene äußere "«iite d:r xachbandleitung
16 kommt daher nicht mit der Wand der Ausgabemulde 20 in Berührung und kann nicht an dieser festkleben.
Claims (9)
1. Blisterverpackung für eine Flachbandleitung mit einem
Folienformteil, das eine Ringmulde zur Aufnahme der aufgerollten Flachbandieitung aufweist und durch eine
Deckplatte verschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Folienformteil (10) ein im wesentlichen tangential
am Außenumfang der Ringmulde (14) austretender Kanal (18) für die Flachbandleitung (16) ausgeformt ist,
der in eine Ausgabemulde (20) mit abtrennbarer Endwand (22) mündet.
2. Blisterverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Kanals (18) wenig größer als die
Stärke der Flachbandleitung (16), vorzugsweise nicht
größer als die zweifache Stärke der Flachbandleitung (16) ist, und daß sich die Ausgabemulde (20) gegenüber
dem Kanal (16) trichterförmig erweitert.
3. Blisterverpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kanal (18) eine Bremse für die Flachbandleitung (16) vorgesehen ist.
4. Blisterverpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremse eine Friktionsbremse ist.
Postgiroamt: Karlsruhe 76979-754' SafikkbntcC DeuiSctWBaAKAQ VjMlngen (BLZ 694/0039) 146332
• » ■· ti I«
5. Blisterverpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Friktionsbremse durch eine Verengung der Breite des Kanals (18) gebildet ist.
6. Blisterverpackung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeic'
net, daß die Verengung durch einen in den Kanal <18) vorspringenden Biegewulst (24) gebildet ist.
net, daß die Verengung durch einen in den Kanal <18) vorspringenden Biegewulst (24) gebildet ist.
7. Blisterverpackung nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet,
daß der Biegewulst (24) an der inneren Wand des Kanals (18) ausgebildet ist, unmittelbar bevor diese in
die sich trichterförmig erweiternde Ausgabemulde (20) abbiegt und daß an der entgegengesetzten Hand des Kanals
(18) ein Ablenkwulst (26) ausgebildet ist, der gegen den Biegewulst (24) auf die Ausgabemulde (20) zu versetzt
ist.
8. Blisterverpackung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Kanal
(18) entgegengesetzte Endwand (22) der Ausgabemulde (20) parallel entlang einer Kante der Blisterverpackung
verläuft.
9. Blisterverpackung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgabemulde (20) etwa die Form eines rechtwinkligen Dreiecks aufweist, dessen rechter Winkel
in einer Ecke der rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Blisterverpackung angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9012783U DE9012783U1 (de) | 1990-09-07 | 1990-09-07 | Blisterverpackung für eine Flachbandleitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9012783U DE9012783U1 (de) | 1990-09-07 | 1990-09-07 | Blisterverpackung für eine Flachbandleitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9012783U1 true DE9012783U1 (de) | 1990-11-08 |
Family
ID=6857261
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9012783U Expired - Lifetime DE9012783U1 (de) | 1990-09-07 | 1990-09-07 | Blisterverpackung für eine Flachbandleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9012783U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006010406A1 (de) * | 2006-03-03 | 2007-09-06 | Tesa Ag | Verkaufs-Blisterverpackung für eine Rolle mit aufgewickeltem Band sowie Zuschnittteile der Verpackung |
| DE102014004972A1 (de) | 2014-04-04 | 2015-10-08 | Rzb Rudolf Zimmermann, Bamberg Gmbh | Endkappenanordnung für Schutzrohrleuchten |
-
1990
- 1990-09-07 DE DE9012783U patent/DE9012783U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006010406A1 (de) * | 2006-03-03 | 2007-09-06 | Tesa Ag | Verkaufs-Blisterverpackung für eine Rolle mit aufgewickeltem Band sowie Zuschnittteile der Verpackung |
| DE102014004972A1 (de) | 2014-04-04 | 2015-10-08 | Rzb Rudolf Zimmermann, Bamberg Gmbh | Endkappenanordnung für Schutzrohrleuchten |
| DE102014004972B4 (de) | 2014-04-04 | 2021-07-22 | Rzb Rudolf Zimmermann, Bamberg Gmbh | Endkappenanordnung für Schutzrohrleuchten |
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