DE9106153U1 - Blutdruckmanschettenpolster - Google Patents

Blutdruckmanschettenpolster

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    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/02Detecting, measuring or recording for evaluating the cardiovascular system, e.g. pulse, heart rate, blood pressure or blood flow
    • A61B5/021Measuring pressure in heart or blood vessels
    • A61B5/022Measuring pressure in heart or blood vessels by applying pressure to close blood vessels, e.g. against the skin; Ophthalmodynamometers
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Description

BLUTDRUCKMANSCHETTENPOLSTER
Die Erfindung betrifft ein Blutdruckmanschettenpolster gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Blutdruckmanschettenpolster umfaßt eine Blase aus Naturkautschuk, die ähnlich wie ein Luftballon durch Eintauchen eines Körpers in flüssige Kautschukmasse hergestellt wird, an dessen Aussenseite sich der Kautschuk niederschlägt und vulkanisiert werden kann.
In eine solche Blase wird ein Anschlußschlauch oder werden zwei Anschlußschläuche für den Anschluß an eine Luftpumpe und ein Barometer einvulkanisiert oder eingeklebt.
Nachteilig ist neben den hohen Herstellungskosten die geringe Lebensdauer solcher Gummiblasen. Besonders Ozon, der bei der Sterilisierung durch UV-Bestrahlung anfällt, versprödet solche Gummiblasen sehr rasch und läßt sie undicht werden.
Die Langzeit-Lagerung von Blutdruck-Meßgeräten etwa für Katastrophenfälle ist daher schwierig; beim Gebrauch von Blutdruckmeßgeräten in Räumen, in denen Ozon anfällt, ist die Lebensdauer der Blutdruck-Meßgeräte gering.
VI I/B
Φ (089) 4 70 70 64
Telex: 524560 Swan d
Fax:
;C 89) 4 707120
(009) 4 706417
Bankkonten: Bayer. Vereinsbank München 453100 (BLZ 700202 70) Hypo-Bank München 4410122850 (BLZ 70020001) Deutsche Bank München 3 743440(BLZ 70070010) Postgiro München 65343-808 (BLZ 70010080)
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die oben beschriebene Problematik mindestens teilweise zu mildern und ein Blutdruckmanschettenpolster zu schaffen, das neben einer vereinfachten Herstellung auch eine wesentlich größere Lagerbeständigkeit, Lebensdauer und Resistenz gegenüber Ozon und anderen schädlichen Umgebungseinflüssen aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Hierbei wird zunächst der bisher für die Blase verwendete Naturkautschuk ersetzt durch einen thermoplastischen Kunststoff, der die aufgabengemäß geforderten Eigenschaften aufweist.
Dieser Stoffaustausch läßt sich aber nicht ohne weiteres durchführen, denn eine in herkömmlicher Weise geformte Blase läßt sich ebensowenig aus thermoplastischen Kunststoff durch einen Tauchvorgang herstellen wie etwa ein Luftballon, da das zur Herstellung solcher Kautschukkörper angewandte Tauchverfahren zur Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe allenfalls mit großen Schwierigkeiten angewandt werden kann.
Daher ist die erfindungsgemäße Blase nicht als einstückiger, nahezu allseitig geschlossener Hohlkörper geformt, sondern aus Kunststofffolie zusammengesetzt und zu einem Hohlkörper zusammengeschweißt.
Es ist grundsätzlich möglich, die Blase aus einem an seinen beiden Enden zugeschweißten Kunststoffschlauch herzustellen; der Vorteil einer solchen Ausgestaltung liegt in den kurzen Schweißnähten.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist es aber besonders von Vorteil, die Blase aus zwei etwa rechteckigen, gleichgroßen, ebenen Flächenabschnitten herzustellen, die deckend überreinandergelegt und an ihren Rändern verschweißt sind.
Ein Vorteil einer solchen Ausgestaltung liegt darin, daß eine solche Blase besonders zuverlässig und ohne zu verrutschen in der Manschette eines Blutdruck-Meßgerätes sitzt, da sie etwa dieselbe Kissenform aufweist wie jene. Zwar treten bei der aufgepumpten, erfindungsgemäßen Blase erhebliche Kräfte auf, die danach trachten, die Schweißnaht auseinanderzuziehen, es haben aber Versuche erwiesen, daß diese Schweißnaht auch nach sehr häufiger Schwellbelastung unverändert dicht hält.
Das Schlauchelement aus Kunststoff könnte einen einstückig ausgebildeten Außenflansch aufweisen, der mit der Kunststoffolie an beliebiger Stelle verschweißt werden könnte. Innerhalb der so geschaffenen Schweißstelle kann dann die Kunststofffolie durchstoßen werden, um einen nach außen dichten Luftdurchlaß vom Inneren der Blase zum Inneren des Schlauchelements hin zu schaffen.
Gemäß der letztgenannten Ausgestaltung ist es aber besonders von Vorteil, das Schlauchelement vor dem Verschweißen der Ränder der genannten Kunstäofffolien-Flächenabschnitte zwischen diese Ränder und quer zu diesen einzulegen und dann mit den beiden Flächenabschnitten zu verschweißen; neben der besonders einfachen Herstellungsweise ist es ein Vorteil dieser Ausbildung, daß die Schlauchelemente genau an jenen Stellen angebracht werden können, wo die Anschlußschläuche die Manschette des Blutdruck-Meßgeräts durchsetzen sollen.
Die obenerwähnten Versuche haben gezeigt, daß eine solche Anbringung des Schlauchelements oder der Schlauchelemente auch nach langem und häufigem Gebrauch nicht undicht wird, wie man es zunächst befürchtet hatte.
Bevorzugt ist allerdings rund um das oder jedes Schlauchelement eine sich längs dessen erstreckende Schweißzone vorgesehen, und die beiden Flächenabschnitte sind beiderseits des Schlauchelements und
längs dessen flächig miteinander verschweißt, so daß diese Schweißzonen die Blase im Bereich des Schlauchelements versteifen.
Um eine solche Versteifung auf andere Weise herzustellen oder noch zu verstärken und um die Länge der Schweißzonen, die sich längs des Schlauchelements erstrecken, zu vergrößern, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung jeder der Flächenabschnitte im Bereich des oder jedes Schlauchelements nach außen durch eine Lasche verlängert.
Die beiden übereinanderliegenden Laschen der beiden Flächenabschnitte können vorzugsweise beiderseits des oder jedes Schlauchabschnitts flächig miteinander verschweißt werden.
Der oder jeder Schlauchabschnitt kann als ein Rohrstutzen ausgebildet sein, dessen Wandstärke sich von jener der Flächenabschnitte so wenig unterscheidet, daß Flächenabschnitte und Rohrstutzen ohne weiteres miteinander verschweißt werden können.
Dieser Rohrstutzen kann aus jedem geeigneten Material bestehen, das mit jenem der Flächenabschnitte verschweißt werden kann, besteht aber bevorzugt aus dem gleichen Material wie diese, so daß eine besonders feste und homogene Schweißstelle zu erwarten ist.
Der Rohrstutzen steht bevorzugt nach außen ein wenig über, so daß es möglich ist, einen Anschlußschlauch von außen über das freie Ende des Rohrstutzens überzuschieben.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch eine Rohrmuffe aus verhältnismäßigt steifem Material so weit in den Rohrstutzen eingeschoben, daß sie aus diesem so weit nach außen herausragt, daß von außen her auf ihr freies Ende ein Anschlußschlauch aufschiebbar ist. Bevorzugt ist diese Rohrmuffe an ihrer Außenseite quergerippt, um einen besseren Sitz zu gewährleisten und
das Herausrutschen aus Rohrstutzen und Anschlußschlauch zu verhindern.
Der besondere Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, daß diese Rohrmuffe den Rohrstutzen und dessen zugehörige Schweißstellen von innen her aussteift und somit deren Haltbarkeit verbessert. Es ist dank der in den Rohrstutzen eingeschobenen, steifen Rohrmuffe auch nicht möglich, daß der dünnwandige Rohrstutzen bei der Benutzung des zugehörigen Blutdruck-Meßgerätes versehentlich abgeknickt werden kann, wodurch sonst eine Fehlmessung verursacht werden könnte.
Es ist gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung jedoch auch möglich, den Anschlußschlauch oder die Anschlußschläuche unmittelbar mit der Blase zu verschweißen, wobei auch die Verlängerungslaschen und sonstigen Ausbildungen nutzbar sind, die oben im Zusammenhang mit dem Rohrstutzen beschrieben wurden.
Da die Anschlußschläuche wesentlich dicker sind als die die Blase bildende Folie, sind die Anschlußschläuche beim Verschweißen mit der Folie vorzugsweise bis nahe auf Schmelztemperatur vorzuwärmen.
Als Material für die Folie und/oder den bzw. die Rohrstutzen oder Anschlußschlauch bzw. Anschlußschläuche ist Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyurethan (PU) besonders vorteilhaft; hierbei ist neben der besseren Beständigkeit gegenüber Alterung und Ozoneinflüssen gerade die Reißfestigkeit zum Teil erheblich größer als jene von Naturkautschuk, wie er bisher im Stand der Technik ausschließlich verwendet wird.
Aufgrund der Gesamtheit seiner Eigenschaften wird für die Erfindung PU als zweckmäßigstes Material angesehen.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten, schematischen Zeichung beispielsweise noch näher erläutert.
In dieser ist
Fig. 1 die Ansicht eines erfindungsgemäßen Blutdruckmanschettenpolsters, mit zwei Schlauchabgängen, und
Fig. 2 die Ansicht des in Fig. 1 gezeigten Blutdruckmanschettenpolsters, jedoch mit nur einem Schlauchabgang.
In beiden Figuen sind durchgehend gleiche Bezugszeichen für jeweils gleiche Elemente eingesetzt.
In den beiden Figuren ist die Draufsicht auf ein Blutdruckmanschettenpolster 1 gezeigt, das jeweils aus zwei deckend übereinandergelegten, im wesentlichen rechteckigen, ebenen Bahnen 2 aus PU- oder PVC-FoIie gebildet ist, von denen jeweils nur die obere zu sehen ist, die die untere verdeckt. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Folienbahnen etwa 230 mm lang und 120 mm breit.
Längs des Umfangsrandes 3 der beiden Folienbahnen 2 sind diese mittels einer Schweißnaht 4 so zusammengehalten, daß zwischen diesen ein luftdicht abgeschlossener Innenraum gebildet ist.
Dieser Innenraum ist mit der Außenseite über einen (Fig. 2) oder zwei (Fig. 1) Rohrstutzen 5 verbunden, der bzw. die sich quer zum Rand 3 und zur Schweißnaht 4 erstreckt bzw. erstrecken und diese durchsetzt bzw. durchsetzen.
Der oder jeder Rohrstutzen 5 durchsetzt den Rand einer Längsseite und verläuft parallel zu einer der Schmalseiten der Folienbahnen In Fig. 1 sind die beiden Rohrstutzen von der benachbarten Schmalseite der Folienbahnen 2 ca. 55 bzw. ca. 40 mm entfernt. In Fig. 2 ist der Rohrstutzen 5 von der benachbarten Schmalseite der Folienbahnen 2 ca. 55 mm entfernt.
An der Stelle, an der der oder die Rohrstutzen 5 die Schweißnaht 4 durchsetzt bzw. durchsetzen, ist jede der Folienbahnen nach außen um eine Lasche 6 verlängert, die sich im bevorzugten Ausführungsbeispiel um etwa 5 mm vom Rand 3 aus nach außen erstreckt.
Die beiden Laschen 6 sind flächig miteinander und mit dem oder den Rohrstutzen 5 verschweißt. Es ist aber auch möglich, den oder jeden Rohrstutzen mit mindestenb einer ringfförmigen, sich in dessen bzw. deren Umfangsrichtung erstreckenden Schweißnaht zu befestigen, deren Breite jener der Schweißnaht 4 etwa entspricht und von denen bevorzugt eine an diese anschließt. Hierbei wird vermieden, daß das verschweißte Material wegen einer unzulänglichen Temperaturverteilung innerhalb einer sehr breiten Schweißnaht geschwächt wird.
Der oder jeder der Rohrstutzen erstreckt sich im bevorzugten Ausführungsbeispiel vom Rand 3 aus um etwa 20 mm nach innen und endet an der Außenkante der Lasche 6.
Als Schweißverfahren werden zur Herstellung des obigen Blutdruckmanschettenpolsters das Wärmeimpuls-Schweißern, das Heißluftschweissen, das HF-Schweißen und das Ultraschallschweißen bevorzugt.
Ein Blutdruckmanschettenpolster der beschriebenen Art wurde in einer speziellen Prüfvorrichtung 150 000 mal auf einen Druck von 500 Millibar aufgepumpt und wieder abgelassen; bei der nachfolgfenden genauen Untersuchung konnten keinerlei Mängel hergestellt werden.
Dies ist besonders wesentlich, wenn man vergegenwärtigt, daß die herkömmlichen Blutdruckmanschettenpolster aus Gummi neben ihrer Neigung, alleine schon wegen der UV- und Ozonbelastung der Umgebungsluft zu verspröden, besonders dazu neigen, im Bereich des einvulkanisierten oder eingeklebten Schlauches so schadhaft zu werden, daß sich dieser löst.

Claims (7)

SCHUTZANSPRÜCHE
1. Blutdruckmanschettenpolster aus dünnwandigem, flexiblem Material, das eine luftdicht geschlossene Blase bildet, deren Wandung von einem Schlauchelement oder zwei Schlauchelementen durchsetzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blase (1) aus einer luftdicht verschweißten Folie (2) aus thermoplastischem Kunststoff gebildet ist, mit dem das Schlauchelement (5) oder die Schlauchelemente (5), das bzw. die aus thermoplastischem Kunststoff gebildet ist bzw. sind, verschweißt ist bzw. sind.
2. Blutdruckmanschettenpolster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blase (1) aus zwei etwa gleichgroßen, im wesentlichen rechteckigen, flachen Bahnen (2) aus der Folie aus thermoplastischem Kunststoff gebildet sind, die deckungsgleich aufeinandergelegt und im Bereich ihrer Ränder (3) miteinander verschweißt (Schweißnaht 4) sind, und daß das Schlauchelement (5) oder die Schlauchelemente (65) zwischen den Rändern (3) der Folienbahnen (2) eingesetzt ist bzw. sind, sich quer zu diesen Rändern (3) erstreckt bzw. erstrecken und an der Außenseite mit den Folienbahnen (2) verschweißt ist bzw. sind.
VII/B
©(089)4 70 7064
Telex: 5 24560 Swan d
Fax:
(OCC) 4 70 712C
(C89)4 70S417
Bankkonten: Bayer. Vereinsbank München 453100 (BLZ 700202 70) Hypo-Bank München 4 410122850 (BLZ 70020001) Deutsche Bank München 3 743440(BLZ 70070010) Postgiro München 65343-808 (BLZ 70010080)
-2-
3. Blutdruckmanschettenpolster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Folienbahnen (2) im Bereich des oder mindestens eines Schlauchelements (5) jeweils mit einer laschenartigen Verlängerung (6) versehen sind, die miteinander verschweißt sind, und daß das Schlauchelement (5) zwischen diesen Verlängerungen (6) eingeschweißt ist.
4. Blutdruckmanschettenpolster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das oder mindestens ein Schlauchelement als dünnwandiger Rohrstutzen (5) ausgebildet ist, der bevorzugt aus dem gleichen thermoplastischen Kunststoff besteht wie die Folie (2) und dessen Dicke deren Dicke nicht wesentlich übersteigt, und daß der Rohrstutzen (5) allenfalls wenig über die Außenseite der Blase (1) übersteht.
5. Blutdruckmanschettenpolster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine an ihrer Außenseite bevorzugt quergerippte Rohrmuffe bevorzugt aus Kunststoff in den oder jeden Rohrstutzen (5) dichtend eingesetzt ist und aus diesem zur Aufnahme eines übergeschobenen Anschlußschlauches nach außen herausragt.
6. Blutdruckmanschettenpolster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das oder mindestens ein Schlauchelement als Anschlußschlauch ausgebildet ist.
7. Blutdruckmanschettenpolster nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff Polyvinylchlorid oder Polyurethan ist.
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