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Schaufelrad mit beweglichen Schaufeln für Schiffsantrieb Die Erfindung
betrifft Schaufelräder mit beweglichen Schaufeln für den Schiffsantrieb.
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Bei Seitenrad- und Hinterradantrieben von Schiffen wurden die mit
den Radschaufeln fest verbundenen Maschinenteile (große Supporte, kleine Supporte
und Böckchen) für die Übertragung der Steuerkräfte auf die Radschaufeln bisher durch
Schrauben. mit den Radschaufeln verbunden. Diese an den Auflageflächen nur roh bearbeiteten
Lager- und Steuerungsteile (große Supporte, kleine Supporte und Böckchen) erhielten
Beilagen Baus Eichenholz, mit welchem Unstimmigkeiten in den Krümmungsradiender
zu verbindenden Teile ausgeglichen wurden. Somit sollte trotz der verhältnismäßig
rohen Bearbeitung aller Teile eine feste Verbindung der Schaufelbleche mit den Supporten
erzielt werden. Es war jedoch schon bei der Neumontage von Radschaufeln nicht zu
vermeiden, d.aß durch ein mehr oder weniger starkes Anziehen der Befestigungsschrauben
für die großen und kleinen Supporte die Konen in den beiden Supporten (-einmal groß,
einmal klein) einer Radschaufel nicht in einer Flucht lagen. So zeigten die mit
einem Konus in die Supporte eingezogenen und mit je einer Mutter gesicherten großen
Supportbolzen schon erhebliche Abweichungen. von der theoretisch gewünschten Drehachse,
wodurch natürlich bei der Pendelbewegung der Radschaufeln ein Ecken derselben: und
ein dementsprechend hoher Verschleiß der Lagerstellen verbunden war. Ferner erfüllten
die als Gegenlager für die Supportbolzen vorgesehenen Böckchen nicht den ihnen zugedachten
Zweck, sondern stellten lediglich eine Sicherung
dar. Die Abweichungen
von der theoretischen und erwünschten Drehachse wurden durch die tatsächlich nur
einseitige Lagerung der großen Supportbolzen und das hierdurch hervorgerufene Biegemoment
noch vergrößert. Die Eichenholzunterlagen wurden im Betrieb verquetscht, die Schrauben
lösten sich, es bestand keine feste Verbindung mehr zwischen den einzelnen Teilen,
und der Verschleiß wurde durch alle diese Faktoren außerordentlich begünstigt. Die
alte Radschaufel war kein Maschinenelement, bei welchem eine dem Wort entsprechende
Präzision vorausgesetzt wird, denn nur bei einem einwandfreien Maschinenelement
können eine lange Lebensdauer und geringer Verschleiß gewährleistet werden.
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Bisher waren die großen Supportbolzen, -die kleinen Supportbolzen
und die Exzenterbolzen in Weißmetall- bzw. Preßstoffbüchsen gelagert. Die Lagerstellen
waren nicht abgeschlossen und wurden nur durch das Außenwasser geschmiert. In die
Lagerstellen eindringende Fremdkörper, z. B. Sand, förderten. einen schnellenVerschleiß
der Bolzen und Büchsen.
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Die Mängel der bisherigen Schaufelräder werden durch das erfindungsgemäße
Schaufelrad vermieden, bei dem die Radschaufeln mit ihren Steuerungsteilen und Lagerböckchen
zu einem einzigen Stück zusammengeschweißt, spannungsfrei geglüht und auf einem
Bohrwerk in einer Spannung gebohrt und die Schaufellager sowie die Exzenterstangenläge:r
gegen das Außenwasser abgedichtet und für Fettschmierung ausgebildet sind.
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Durch d die Kombination von Schweißung und Schmierung wird ein maschinenbaulich
exakteres Bauwerk geschaffen, von dem eine geringere Reparaturanfälligkeit und größere
Lebensdauer erwartet werden. kann.
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Die Ausführung als geschweißte Radschaufel ermöglicht es, die empfindlichen
Lagerstellen vor schnellem Verschleiß zu schützen, denn die Schmierung einer Lagerstelle
wird nur dann einen Erfolg bringen, wenn die Lagerung einer Radschaufel wie bei
einem tatsächlichen Maschinenelement ausgeführt wird. Die bisher üblichen: Radschaufeln
ließen eine einwandfreie Lagerung nicht zu, und eine dort eingebaute Schmierung
würde überflüssig sein, da man die Fettfüllung in den Lagerstellen nicht halten
könnte. Erst die geschweißte Ausführung der Radschaufeln und die auf dem Bohrwerk
in einer Spannung durchgeführten Bohrarbeiten ergeben die Voraussetzung für eine
einwandfreie Lagerung. Ein Klappern und Ausschlagen des Rades wird hierdurch verhindert,
und die Reparaturkosten für Schaufelräder können wesentlich gesenkt werden.
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Die Zeichnung stellt: die Radschaufel in der erfindungsgemäßen Konstruktion
als vorzugsweises Ausführungsbeispiel dar.
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Fig. i zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Radschaufel
mit den geschmierten Steuerungsteilen Fig. 2 ist die Draufsicht zu Fig. i ; Fig.
3 ist die Seitenansicht zu Fig. i. Das Schaufelblech i wird wie bisher nach der
konstruierten Eintauchparabel gebogen und mit einer angeschweißten Randverstärkung
:2 versehen. Der früher geschmiedete große Support wird als Schweißkonstruktion
3, 4, 5, 6, 7 und 26 gefertigt. Die Form in der Zeichnung ist durch bestehende Verhältnisse
bedingt. Der früher geschmiedete, auf der anderen Seite liegende kleine Support
wird als Schweißkonstruktion 8 und 26 gefertigt. Die früher aus Stählguß bestehenden,
nach innen liegenden Böckchen werden jetzt als vollwertige Gegenlager wie der kleine
Support aus Schweißkonstruktion 8 und 26 gefertigt. Alle Teile werden fest auf die
Schaufel aufgeschweißt. Die komplett geschweißte Schaufel wird nachgerichtet und
spannungsfrei geglüht. Die Schaufel wird dann auf dem Bohrwerk nach der Konstruktion
entsprechenden Schablonen in einer Spannung gebohrt. Die Bohrungen für die Bolzen
9 und io der Schaufellagerung (große Supportbolzen) werden zylindrisch gebohrt.
Die Bolzen 9 und io sind zylindrisch geschliffen und an der Oberfläche gehärtet.
Sie sind zweifach gelagert und werden durch Achshalter 15, Sechskantschrauben 17
und Sicherungsbleche 16 gesichert. Für die kleinen Supportbolzen 18 werden. in die
großen. Supporte 3, q. wie bisher Konusbohrungen gefräst, in welche die kleinen
Supportbolzen 18 eingezogen und mit auf Unterlagsscheiben i9 festgezogenen Sechskantmuttern
2o gehalten werden. Die Sicherung erfolgt wie bisher :durch Splinte 22. Die großen
zylindrischen Supportbolzen 9, io, die kleinen Supportbolzen 18 und die nicht bezeichneten
Exzenterbolzen sind mit Schmierbohrungen und eingeschraubten Schmiernippeln 14 versehen.
Als Lagerbüchsen 12 und 24 für die Lagerköpfe i i und die Köpfe .der Exzenterstangen
23 sind Büchsen aus Preßstoff mit eingedrehter Fettkammer und spiralförmiger Schmiernut
vorgesehen. Gegen Eindringen von Fremdkörpern in die Lagerstellen sind beidseitig
Simmeringe 13, 25 aus nichtrostendem Stahl mit Chromle:dermanschetten eingebaut.
Diese mit nach außen. liegenden Dichtlippen eingebauten Simmeringe verhindern nicht
nur das Eindringen von Fremdkörpern in die Lagerstellen, sondern auch ein schnelles
Austreten der Fettfüllung aus den Lagerstellen. Die Lagerstellen werden mit einer
Hochdruckfettpresse mit Fett aufgefüllt, bis das Fett zwischen Bolzen und Simmeringe
austritt. Diese Fettfüllung muß von Zeit zu Zeit erneuert werden, und zwar nach
etwa 500 bis 7oo Betriebsstunden. Im Interesse der Betriebssicherheit ist
es jedoch zweckmäßig, die Lager durch vierzehntägliches Nachfüllen von Fett vor
unerwünschten Schäden zu schützen.
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Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt.