DE9202843U1 - In einem Sortimentskasten o.dgl. einsetzbarer Behälter zur Aufnahme von Kleineisenwaren wie Schrauben o.dgl. - Google Patents

In einem Sortimentskasten o.dgl. einsetzbarer Behälter zur Aufnahme von Kleineisenwaren wie Schrauben o.dgl.

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Description

17. Februar 1992 6 13 848 - dls
Kurt Steigerwald, 7022 Leinfelden-Echterdinqen
In einen Sortimentskasten od.dgl, einsetzbarer Behälter zur Aufnahme von Kleineisenwaren wie Schrauben od.dgl.
Die Erfindung betrifft einen zu mehreren in einen Sortimentskasten od.dgl. einsetzbaren Behälter mit im wesentlichen quaderförmiger Gestalt zur Aufnahme von Kleineisenwaren wie Schrauben od.dgl.
Es sind kofferartige Sortimentskästen bekannt, in die eine Mehrzahl von aus Kunststoff bestehenden Behältern in zweidimensional er Verteilung eingesetzt ist, so daß das Kasten-Innere sozusagen in einzelne Abteile aufgeteilt wird. In die einzelnen Behälter werden unterschiedliche Waren, z.B. Schrauben unterschiedlicher Größe, gefüllt, so daß sich insgesamt ein Sortiment ergibt. Derartige Sortimentskästen sind vor allem für Handwerker interessant, die den jeweiligen Sortimentskasten zur momentanen Arbeitsstelle mitnehmen können und dort in geordneter Weise das ganze Sortiment zur Verfügung haben.
In dem bekannten Falle handelt es sich um an der Oberseite
offene Kunststoffbehälter, die man in dem Sortimentskasten beläßt und bei Bedarf nachfüllt. Dies ist insofern umständlich und aufwendig, als die Behälter, in denen man die Kleineisenwaren kauft, nach dem Umfüllen der Waren in die Kunststoffbehälter Abfall darstellen.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine einfachere und billigere Vorgehensweise in Zusammenhang mit dem Nachfüllen des Sortimentskastens erm ö g 1 i c h t.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Behälter von einer aus einem Faltzuschnitt hergestellten Faltschachtel aus Kartonmaterial gebildet wird, die einen an der Sch achtel-Oberseite angeordneten Deckel aufweist, der über eine ein Gelenk bildende Faltlinie einstückig mit der zugewandten Schachte 1 wand verbunden und zwischen einer die Schachtel-Oberseite verschließenden Schließstellung und einer den Zugang zum Schachte 1-Inneren freigebenden Offenstellung verschwenkbar ist, wobei die Faltlinie als Sol 1trennlinie ausgebildet ist, entlang der der Deckel wegreißbar ist.
Eine solche Schachtel besitzt eine Mehrfachfunktion. Zum einen kann sie bei verschlossenem Deckel als Versand- oder
Verkaufsschachtel für die jeweilige Ware dienen, so daß sie beim Warenhersteller abgepackt wird und in diesem Zustand zum Verbraucher gelangt. Zum anderen kann sie auch als Einsatzbehälter für den jeweiligen Sortimentskasten benutzt werden, indem sie einfach in den Sortimentskasten gestellt wird, wobei man den Deckel wegreißen kann, damit die jeweilige Ware ohne irgendeinen Handgriff zugänglich ist. Auf diese Weise entfällt das Umfüllen der jeweiligen Ware aus einem Versand- oder Verkaufsbehälter in einen im Sortimentskas ten befindlichen Behälter. Ferner kommen die seitherigen Kunststoffbehälter des Sortimentskastens überhaupt in Wegfall, was erheblich zur Kostensenkung beiträgt und dazuhin wesentlich umweltfreundlicher ist. Dabei ist auch zu beachten, daß das Kartonmaterial, aus dem die erfindungsgemäße Faltschachtel besteht, aus Altpapier od.dgl. gefertigt sein kann, so daß es sich um eine- aus Recycling-Material bestehende Schachtel handelt.
Das Herstellen von Faltschachteln aus einem Faltzuschnitt ist in vielerlei Variationen auf verschiedenen Gebieten bekannt, so daß die Herstellung der erfindungsgemäßen Faltschachtel auch insoweit keine Schwierigkeiten bereitet. Dies gilt auch für die zur Ausbildung der Solltrennlinie erforderlichen Maßnahmen, da solche Sol 1trennli&eegr;ien ebenfalls an sich bekannt sind. In Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Schachtel ergibt die bei ihr der Decke 1-Ansatzste 11e
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entlang verlaufende Sol 1trennlinie jedoch die neue, überraschende Wirkung, daß die Schachtel, wie erwähnt, einem weiteren Verwendungszweck zugeführt werden kann.
Zweckmäßigerweise ist an die Oberseite der beiden dem Deckel benachbarten, einander entgegengesetzten Schachtel-Seitenwände jeweils eine sich ein Stück weit über die Schachtel-Oberseite erstreckende Seitenlasche über eine seitliche Faltlinie einstückig angesetzt, wobei mindestens eine der seitlichen Faltlinien als Sol 1trennli&eegr; ie ausgebildet ist, entlang der die jeweilige Seitenlasche wegreißbar ist.
Seitenlaschen sind bei Faltschachteln an sich üblich. Sie stützen den Deckel, befindet sich dieser in der Schließstellung, nach unten hin ab und bilden gleichzeitig einen Abschluß für das Behälter-Innere im Bereich der Seitenkanten des Deckels. Bildet man die zugehörigen Faltlinien ebenfalls als Sol 1trennlinien aus, so läßt sich die betreffende Seitenlasche, wenn sie den Benutzer bei in den Sortimentskasten eingesetzter Schachtel stört, ohne weiteres entfernen.
Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ferner vorgesehen, daß mindestens eine der Seitenlaschen ein Beschriftungsfeld bildet. Auf dieses Beschriftungsfeld kann die jeweilige Warenart, z.B. die Schraubengröße, oder eine sonstige Herstellerangabe aufgedruckt sein. Diese Seitenlasche kann
man auch im Sortimentskasten an der Schachtel belassen.
Wie weiter oben erwähnt, sind Sol 1trennlinien als solche bekannt. Bei der erfindungsgemäßen Schachtel werden sie zweckmäßigerweise durch linienhaft verteilte Perforationen, Schnitte, Schlitze od.dgl. gebildet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Sortimentskasten für Kleineisenwaren mit Einsatzbehältern zur Aufnahme der Waren, in Schrägans i cht, und
Fig. 2 einen der in den Sortimentskasten eingesetzten Behälter in vergrößerter Einzeldarstellung, wobei der geöffnet dargestellte Deckel und die keine Beschriftung tragende Seitenlasche noch nicht weggerissen sind.
Der aus Fig. 1 hervorgehende Sortimentskasten 1, der mit einem abschließbaren Kastendeckel la versehen ist, enthält fünfzehn Einsatzbehälter 2, von denen der Übersichtlichkeit wegen nur einige mit der Bezugsziffer 2 versehen worden sind. Die Behälter 2 weisen eine im wesentlichen quaderförmige Gestalt auf und dienen zur Aufnahme von Kleineisenwaren wie Schrauben od.dgl. Die Behälter 2 sind ferner
unterschiedlicn groß, wobei die Länge ihrer Rechteckseiten dem Einfachen oder Mehrfachen einer kürzesten Länge ist, die auf die Abmessungen des Sortimentskastens 1 abgestimmt ist, so daß der Innenraum des Sortimentskasten ganz ausgenutzt werden kann.
Die Behälter 2 sind von dem Kasten 1 gesonderte Teile, so daß sie in ihn eingesetzt bzw. aus ihm entnommen werden können. Dabei wird so vorgegangen, daß man einen Behälter 2, ist sein Inhalt verbraucht, wegwirft und durch einen vollen neuen Behälter ersetzt.
Jeder Behälter 2 ist aus einer aus Fig. 2 hervorgehenden Schachtel 3 entstanden. Es handelt sich um eine aus einem Faltzuschnitt hergestellte Faltschachtel aus Kartonmaterial. Dabei ist der Faltzuschnitt nicht gezeigt, da derartige Faltzuschnitte üblich sind. Außerdem kommt es im vorliegenden Zusammenhang nicht auf die Ausbildung des Faltzuschnitts im einzelnen, sondern nur auf die Ausgestaltung der daraus gefertigten Schachtel 3 an.
Die Schachtel 3 ist der Gestalt der Behälter 2 entsprechend quaderförmig und weist einen in Fig. 2 nicht sichtbaren Boden, vier Schachtelwände 4,5,6,7 sowie einen an der Schachtel-Oberseite angeordneten Deckel 8 auf. Der Deckel 8 ist über eine Faltlinie 9 einstückig mit der zugewandten Schachtelwand 6 verbunden. Diese Faltlinie 9 fällt mit dem oberet&eegr;
Rand der Sch achte 1 wand 6 zusammen. Dabei bildet die Faltlinie 9 ein Gelenk, damit der Deckel zwischen einer die Schachtel-Oberseite verschließenden Schließstellung und einer den Zugang zum Schachtel-1nneren freigebenden Offenstellung (in Fig. 2 gezeigt) verschwenkbar ist. An die der Faltlinie 9 entgegengesetzten Seite des Deckels 8 ist eine Einstecklasche IO angesetzt, die im wesentlichen rechtwinkelig vom Deckel 8 absteht, dabei jedoch ebenfalls hin und her bewegt werden kann, da sie über eine Knicklinie 11 einstückig mit dem Deckel 8 verbunden ist. Die Einstecklasche 10 wird zum Verschließen der Schachtel von oben her in diese gesteckt, und zwar an der der mit dem Deckel 8 verbundenen Schachtel wand 6 entgegengesetzten Sch ach te 1 wand 4.
Die betreffende Kleineisenware wird seitens des Herstellers oder Vertreibers in die Schachtel 3 gefüllt. Es versteht sich, daß ihr Deckel 8 dann geschlossen wird, wonach die Schachtel 3 als Versand- oder Verkaufsbehälter dient. Der Käufer kann dann die volle Schachtel nehmen und unmittelbar in den Sortimentskasten 1 einsetzen. Damit der Benutzer jedoch nicht bei jeder Entnahme einer Schraube od.dgl. den Schachtel deckel 8 öffnen und anschließend wieder verschließen muß, ist vorgesehen, daß die Faltlinie 9 als Sol 1trennlinie ausgebildet ist, entlang der der Deckel 8 weggerissen werden kann. Der Benutzer kann also den Deckel entfernen, wenn er die Schachtel in den Kasten 1 setzt,
so daß die Schachtel 3 zu einem der Behälter 2 wird.
Die Schachteln 3 bzw. die Behälter 2 sind etwa- so hoch wie der Kasten 1 tief ist, so daß die offene Oberseite der Behälter 2 etwa in der Oberseite des Sortimentskastens 1 liegt.. Schließt man den über ein Scharnier 12 angelenkten Kastendeckel la, überdeckt er die offenen Behälter-Oberseiten, so daß er sie abschließt und die Kleineisenwaren nicht aus den Behältern 2 fallen können, wenn der geschlossene Sortimentskasten 1 wie ein normaler Koffer mittels eines stirnseitig angebrachten Handgriffes 18 in vertikaler Lage getragen wird.
Es versteht sich, daß der Sortimentskasten auch anders ausgebildet sein kann und nicht unbedingt tragbar sein muß. Prinzipiell könnte es sich auch um einen an Ort und Stelle in der Werkstatt verbleibenden Kasten handeln.
Bei den beiden dem Deckel 8 bzw. der mit diesem verbundenen Schachtel wand 6 benachbarten Schachtel-Seitenwänden 5,7, die einander entgegengesetzt sind, ist an die Wand-Oberseite, d.h. an den oberen Rand der jeweiligen Schachtel-Seitenwand 5,7, eine Seitenlasche 13 bzw. 14 angesetzt, die über eine seitliche Faltlinie 15 bzw. 16 mit der zugehörigen Seitenwand 5 bzw. 7 einstückig verbunden ist und sich ein Stück weit über die Schachtel-Oberseite erstreckt. Die Seiten-
laschen 13,14 verhindern, daß der Deckel 8, befindet er sich in der Schließstellung, in das Schachte 1 -1nnere rutscht, und dienen zum anderen dazu, daß an den Schachtel seiten, wo der Deckel mit den Seitenwänden 5,7 einen Spalt bildet, keine in der Schachtel befindlichen Teile herausfallen können.
Auch die beiden seitlichen Faltlinien 15,16 sind als SoIltrennlinien ausgebildet, entlang der die jeweilige Seitenlasche 13 bzw. 14 wegreißbar ist. Sollten die Seitenlaschen 13,14 bei der Verwendung der Schachtel 3 als in den Kaitjen 1 eingesetzten Behälter 2 stören, können sie also jederzeit mühelos und genau dem oberen Rand der Seitenwände 5,7 entlang entfernt werden. Dabei bleibt es dem Benutzer überlassen, ob er nur eine oder beide Seitenlaschen wegreißen will. Man kann auch nur eine der Faltlinien 15,16 als Solltrennlinie ausbilden, wenn von vorneherein feststeht, daß eine Seitenlasche am Behälter 2 verbleiben soll.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel hat man die eine Seitenlasche 13 nicht weggerissen. Dies deshalb, da die Seitenlasche 13 ein Beschriftungsfeld bildet, auf dem die jeweilige Warenart, z.B. die Schraubengröße, stehen kann (die Beschriftung ist nicht gezeigt). Der Benutzer des Sortimentskastens 1 kann dann sofort den Inhalt des jeweiligen Behälters 2 ablesen. Prinzipiell könnte man auch
beide Seitenlaschen 13,14 als Beschriftungsfeld verwenden. Der Zugriff zu den Behältern 2 wäre dann jedoch umständ-1 icher .
Die ein Beschriftungsfeld bildende Seitenlasche 13 ist beim Ausflihrungsbeispiel schmäler als die andere Seitenlasche 14. Hiermit ist die parallel zur Faltlinie 9, über die der Deckel 8 angesetzt ist, verlaufende Richtung gemeint
Den Faltlinien 9,15,16 entlang sind, damit gleichzeitig Solltrennlinien entstehen, Schnitte oder Schlitze 17 in das Kartonmaterial eingebracht. Es könnte sich auch um eine Reihe kleiner Perforationslöcher od.dgl. handeln.

Claims (5)

17. Fe6Vuar 199-2 -·■*- G 13 848 - dls Kurt Steigerwald, 7022 Leinfelden-Echterdinqen In einen Sort imentskasten od.dgl, einsetzbarer Behälter zur Aufnahme von Kleineisenwaren wie Schrauben od.dgl. Ansprüche
1. Zu mehreren in einen Sortimentskasten od.dgl. einsetzbarer Behälter mit im wesentlichen quaderförmiger Gestalt zur Aufnahme von Kleineisenwaren wie Schrauben od.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß er von einer aus einem Faltzuschnitt hergestellten Faltschachtel (3) aus Kartonmaterial gebildet wird, die einen an der Schach te 1-Oberseite angeordneten Deckel (8) aufweist, der über eine ein Gelenk bildende Faltlinie (9) einstückig mit der zugewandten Schachtelwand (6) verbunden und zwischen einer die Schachte 1-Oberseite verschließenden Schließstellung und einer den Zugang zum Schachtel-Inneren freigebenden Offenstellung verschwenkbar ist, wobei die Faltlinie (9) als Sol 1trennli&eegr; ie ausgebildet ist, entlang der der Deckel (8) wegreißbar ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Oberseite der beiden dem Deckel (8) benachbarten, einander entgegengesetzten Schachtel-Seitenwände (5,7) jeweils eine sich ein Stück weit über die Schachtel-Oberseite erstreckende Seitenlasche (13,14) über eine seitliche FaIt-
-2-
linie (15,16) einstückig angesetzt ist, wobei mindestens eine der seitlichen Faltlinien (15,16) als Sol 1trennli&eegr; ie ausgebildet ist, entlang der die jeweilige Seitenlasbhe (13,14) wegreißbar ist.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Seitenlaschen (13,14) ein Beschriftungsfeld bildet.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle nur einer ein Beschriftungsfeld bildenden Seitenlasche (13) diese Seitenlasche schmäler als die andere Se i tenlasche (14) ist.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sol 1trennli&eegr; ie (&eegr;) durch linienhaft verteilt Perforationen, Schnitte, Schlitze (17) od.dgl. gebildet wird.
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