DE9206604U1 - Sicherheits-Kindersitz - Google Patents

Sicherheits-Kindersitz

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Description

Dr. Rolf Farmont, Hortensienstraße 17, 4000 Düsseldorf 30
Sicherheits-Kindersitz
Die Erfindung betrifft einen Sicherheits-Kindersitz zur nachträglichen Befestigung auf dem Sitz eines Fahrzeuges oder dergleichen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Kindersitze sollen leicht in das Fahrzeug ein- und ausbaubar, dort sicher zu befestigen, bequem zu benutzen und für die Sicherheit des Kindes optimal gestaltet sein .
Gattungsgemäße Sicherheits-Kindersitze sind z. B. aus der DE 36 34 501 Al und der DE 35 17 232 Al bekannt. In beiden Fällen reicht das U-bügelförmige, an den Schenkelenden um eine horizontale Achse schwenkbare Rückhalteelement nicht aus, um das Kind beim scharfen Bremsen des Fahrzeuges, bei Auffahrunfällen oder dergleichen sicher im Sitz zurückzuhalten. Deshalb sind bei diesen bekannten Kindersitzen zusätzlich Hosenträger-Sicherheitsgurte vorgesehen. Erst diese Haltegurte gestatten eine Anpassung an die Körpergröße des Kindes, während bei den Rückhalteelementen eine derartige Anpassungsmöglichkeit fehlt. Bei beiden bekannten Kindersitzen wird das Rückhalteelement nach Einsteigen des Kindes in die Rückhalteposition hineinverschwenkt und in dieser gegen ein Zurückschwenken verriegelt.
Aus der DE 36 43 587 Al ist ein - nicht gattungsgemäßger - Kindersitz bekannt, bestehend aus einem an einem Sitz des Fahrzeugs abnehmbar befestigten rückenlehnenlosen Sitzteil und einem U-förmig gestalteten Fangkörper als Rück-
D-4000 DÜSSELDORF 1 MULvANYSTHASCE 2 TCLEI7CN -19 / 2 11/63 27 27 ■ TELEFAX 49/211/63 7915
halteelement, welches vor einem auf dem Sitzteil sitzenden Kind angeordnet ist und von einem unter Aufwickelspannung stehenden Gurt an dem Sitzteil gehalten wird. Dadurch soll sich das Kind, an dessen mittlerer Körperpartie der Fangkörper wie ein Automatik-Sicherheitsgurt eng anliegt, samt dem Fangkörper bewegen können. Dieser bekannte Sicherheitskindersitz bietet weder die erforderliche Sicherheit, noch gestattet er ein schnelles und bequemes, gleichzeitig aber auch sicheres Befestigen des Fangkörpers am Sitzteil, nachdem das Kind eingestiegen ist. Der Fangkörper muß nämlich präzise bezüglich des Sitzteils positioniert werden, damit ein gewisser seitlicher Halt bezüglich des Sitzteiles erst einmal erreicht wird.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem nachträglich in einem Fahrzeug auf einer Sitzfläche oder dergleichen wahl-weise befestigbaren und wieder entfernbaren Sicherheitskinaersitz der eingangs genannten Art den Nutzungskomfort zu erhöhen. Damit soll die Akzeptanz des Sicherheits-Kindersitzes als solchem, insbesondere aber die Akzeptanz der eigentlichen Sicherheitseinrichtung, nämlich des Rückhalteelementes erhöht werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Sicherheits-Kindersitz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Ein erfindungsgemäßer Kindersitz hat unter anderem den Vorteil, daß das Kind bequem darin einsteigen und das Rückhalteelement bequem, schnell und sicher in der für das Kind richtigen Position befestigt werden kann, wobei die Gefahr, Kleidungsstücke des Kindes oder gar das Kind selbst dabei einzuklemmen, weitestgehend ausgeschaltet ist. Ein erfindungsgemäßer Sicherheits-Kindersitz ist darüber hinaus auf einfachste Weise mit einem einzigen Bauteil, nämlich dem Rückhalteelement auf die Körpergröße des Kindes einstellbar.
Auf einen zusätzlichen Sicherheitsgurt kann daher vollständig verzichtet werden.
Es ist nun auf verschiedene Weise möglich, den Erfindungsgedanken praktisch zu realisieren:
Die Entriegelung der Haltearme von den Seitenwänden der Sitzschale wird bei einer bevorzugten Ausführungsform (nach Anspruch 2) durch Verdrehen einer entlang ihrer Längserstreckungsrichtung Verrastelemente aufweisenden Stange, die gleichzeitig als Haltearm dienen kann oder an dem Haltearm vorgesehen ist, oder durch Hineinschieben eines Entriegelungsbolzens in den eine Sperrklinke aufweisenden Haltearm ermöglicht. Im ersteren Fall ist eine gegen Federdruck abgestützte Sperrklinke, vorzugsweise, in der Führung für den Haltearm in der Seitenwand der Sitzschale vorgesehen. Im zweiteren Fall befindet sich ein entsprechendes Rastelement, vorzugsweise, im Haltearm, während an der Führung in der Seitenwand der Sitzschale korrespondierende Rastnasen vorgesehen sind. In beiden Fällen können Rastelemente und Rastnasen aber auch gegeneinander ausgetauscht werden.
Die Sitzschale ist bevorzugt (nach Anspruch 3) als starres, innenseitig gepolstertes Bauteil oder zweiteilig ausgeführt mit einem starren Tragteil und einem weichen Sitzteil, wobei die Befestigungselemente zur fahrzeugseitigen Befestigung des Kindersitzes und die Führungen für die Haltearme des Rückhalteelementes an dem Tragteil vorgesehen sind .
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform (nach Anspruch 4) sind die Führungen an den seitlichen Stützelementen der Sitzschale in bezug auf die Sitzfläche um etwa 30 bis 60°, vorzugsweise um etwa 40°, in Richtung auf den Verbindungsbereich von Sitzfläche und Rückenlehne hin fallend
geneigt. Die von den beiden Führungen aufgespannte Ebene schneidet die Sitzschale vorzugsweise im Bereich der Sitzfläche. Hierdurch ist eine Anpassung an die verschiedenen Körpergrößen unterschiedlich alter bzw. unterschiedlich großer Kinder allein durch weiteres oder weniger weites Hineinschieben der Haltearme des Rückhalteelementes in die Führungen der Sitzschale gewährleistet.
Die vorgenannten sowie die beanspruchten bzw. in den Ausführungsbeispielen beschriebenen, erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so daß die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
Weitere Einzelheiten, MerKnale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sicn aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der - beispielhaft - zwei bevorzugte Ausführungsfor-ien eines erfindungsgemäßen Nachrüst-Sicherheits-Kindersit &zgr; es dargestellt sind. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Sicherheits-Kindersitzes in Seitenansicht in stark schematisierter Darstellung - zum Teil aufgebrochen;
Fig. 2a von dem Sicherheits- Kindersitz nach Anspruch 1 bis 2c den Ver-/Entriegelungsmechanismus als Prinzipdarstellung in vergrößerter Seitenansicht in drei Arbeitspositionen;
Fig. 3a eine alternative Ausführungsform eines Sicherheits-Kindersitzes in zweiteiliger Ausführung der Sitzschale in Explosionsdarstellung;
Fig. 3b denselben Kindersitz im zusammengebauten Zustand;
Fig. 4 für einen Kindersitz nach Fig.3a bis 3b eine alternative Ausführungsform eines starren Tragteiles;
Fig. 5 für einen Kindersitz nach Fig. 3 oder 4 einen Ver-/Entriegelungsmechanismus für das Rückhalteelement in vergrößerter Detaildarstellung, zum Teil aufgebrochen und in zwei Lösungsvarianten in perspektivischer Darstellung;
Fig. 6 eine weitere alternative Ausführungsform eines Sicherheits-Kindersitzes in zweiteiliger Ausführung der Sitzschale in rechter Seitenansicht sowie
fig. 7 für einen erfindungsgemäßen Kindersitz eine alternative Ausführungsform eines zweiteilig gebildeten Rückhalteelementes in perspektivischer Explosionsdarstellung.
Aus Fig. 1 ist ein insgesamt mit 100 bezeichneter Kindersitz dargestellt, der aus einer Sitzschale 10 mit einer Rückenlehne 11 und einer Sitzfläche 12 sowie beiderseits der Sitzfläche und der Rückenlehne vorgesehenen Stützelementen in Form von Stützwänden 13 besteht. Die Sitzschale ist als starres, auf der Innenseite der Rückenlehne, der Sitzfläche und der Stützwände gepolstertes Bauteil ausgebildet. Ein Rückhalteelement 14 (auch als Fangkörper bezeichnet) erstreckt sich mit Abstand oberhalb der Sitzschale und quer zu derselben zwischen den beiden Stützwänden 13, von welchen in der Figur nur die Rechte zu erkennen ist. Das Rückhalteelement 14 weist einen vorzugsweise starren Kern auf, der
außenseitig gepolstert ist. An den beiden Stirnenden des Rückhalteelementes sind Haltearme 15 befestigt, die zueinander parallel orientiert sind und in bezug auf die Längserstreckungsrichtung des Rückhalteelementes (in der Fig. 1 senkrecht zur Bildebene verlaufend) etwa rechtwinklig von dem Rückhalteelement abstehen.
Die beiden Seitenwände (Stützwände 13) der Sitzschale 10 sind mit Führungen 16 in Form einer länglichen, gerade gestreckten Ausnehmung in jeder Stützwand versehen, die derart geformt ist, daß die Haltearme 15 schräg von oben her in die Führungen 16 eingeführt (eingesteckt) und darin verschoben werden können, bis das Rückhalteelement 14 die gewünschte Position vor dem Unterleib und den Oberschenkeln des bereits in dem Sitz sitzenden Kindes erreicht hat. Wenn die Haltearme 15 ausreichend lang sind, braucht das Rückhalteelement zum Einsteigen des Kindes in den Kindersitz nicht entfernt zu werden, sondern die freien Endbereiche der Haltearme 15 können dann noch im Mündungsbereich der Führungen 16 stecken.
Um das Kind mit der notwendigen Sicherheit bei einem Aufprall, scharfen Bremsen &ugr;&eegr;&sgr; dergleichen im Kindersitz zurück zu halten, sind die Haltearme 15 innerhalb der Führungen 16 lösbar verriegelbar. Zu diesem Zweck greift ein an der Sitzschale befestigtes und an ihr federnd gelagertes Rastelement 17 in jede Führung 16 ein und die Haltearme 15 weisen entlang ihrer Erstreckungsnchtung mehrere hintereinander angeordnete korrespondierende Rastnasen 18 auf. Beim Einschieben der Haltearme 15 in die Führungen 16 weicht das Rastelement 17 gegen den Druck einer Feder 19 den Rastnasen aus. Mit einem derartigen Sperrklinkenmechanismus kann die Einstecktiefe der Haltearme in die Führung 16 entsprechend der Größe des Kindes gewählt werden. In jeder der Rastposi-
tionen kann das Rückhalteelement dann nicht mehr zurückgezogen werden.
Zum Entriegeln des Rastmechanismusses müssen die Haltearme 15 um ihre Achse 15A um etwa 90° gedreht werden. Zu diesem Zweck sind die Haltearme in den Stirnendenbereichen des Rückhalteelementes 14 drehbar gelagert, wobei ein endseitig an jedem Haltearm 15 vorgesehenes Griffelement 20 von außen frei zugänglich ist und die erwähnte 90°-Verdrehung ermöglicht. Zur Vermeidung von Verletzungen und unbeabsichtigter Betätigung ist das Griffelement 20 in einer Aussparung 14A des Rückhalteelementes 14 vertieft untergebracht und gegen unbeabsichtigtes Verdrehen gesichert.
Die Führungen 16 in den Stützwänden 13 sowie die Drehdurchführung der Haltearme 15 in dem Rückhalteelement 14 sind unter etwa 45° in bezug auf die Sitzfläche in Richtung auf den Verbindungsbereich zwischen Sitzfläche und Rückenlehne fallend geneigt, wobei die von den Haltearmen 15 parallel zum Rückhalteelement 14 aufgespannte Ebene die Sitzfläche kurz vor deren Übergang in die Rückenlehne schneidet.
Gemäß Fig. 1 ist der Kindersitz 100 auf den Rücksitzen (Rückenlehne 21 und Sitzpolster 22) eines Personenwagens angeordnet, wobei die Befestigung des Kindersitzes auf den Fahrzeugsitzen z. B. wie gemäß Fig. 4 oder 6, erfolgen kann. Es ist eine Befestigung mit zusätzlichen Gurten, die an den Haltepunkten für die Sicherheitsgurte der Fahrzeugsitze mitbefestigt sind (siehe Fig. 4 und 6) ebenso möglich wie eine Befestigung mittels der Sicherheitsgurte selbst - was ebenfalls an sich bekannt ist.
Fig. 2a bis 2c zeigen eine Sequenz von drei typischen Arbeitspositionen der Haltearme und des Ver-/ und Entriege-
lungsmechanismusses in vergrößerter Darstellung. Aus Fig. 2a ist ersichtlich, wie durch das erfindungsgemäße Einstecken und weiteres Hineinschieben (Richtungspfeil a) der Haltearme 15 in die Führungen 16 das Rastelement 17 unter Kompression der Feder 19 von den Rastnasen 18 der Haltearme 15 zurückgedrängt wird, bis jeweils eine neue Verrastungsposition erreicht ist, wie sie in Fig. 2b beispielhaft dargestellt ist. Fig. 2c zeigt, wie nach einer 90°-Drehung des Haltearmes 15 um seine Achse 15A die Rastnasen 18 am im Querschnitt kreisförmigen Haltearm 15 außer Eingriff von dem Rastelement 17 gelangen, so daß der Haltearm 15 in seiner Längserstreckungsrichtung hoch- und herausziehbar ist.
Bei der alternativen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sicherheits-Kindersitzes nach Fig. 3a und 3b ist die Sitzschale 10 zweiteilig ausgeführt und besteht aus einem starren Tragteil 10A sowie einem weicheren Sitzteil 1OB. Beide können miteinander durch korrespondierende Führungselemente 23, 24 zu einer Baueinheit zusammengesteckt werden. Die Führungen 16 sind an der Außenseite des Tragteiles 1OA als kastenförmiges Element mit dem Tragteil 1OA einstückig gebildet und wirken ebenso versteifend wie die Führungselemente 24 .
Bei der alternativen Ausführungsform des Tragteils 1OA nach Fig. 4 sind die Führungen 16 ebenfalls kastenförmig ausgeführt, ragen aber zum Teil in die Innenfläche des Tragteils 1OA hinein und können insoweit gleichzeitig auch als Führungselement 24 zur Aufnahme eines korrespondierende Führungselemente aufweisenden Sitzteils 1OB (in der Zeichnung nicht eigens dargestellt) dienen. Außerdem ist in Fig. 4 ersichtlich, wie mittels an den entsprechenden Befestigungspunkten eines Fahrzeuges angebrachter zusätzlicher Haltegurte 25 mittels eines Gurtschlosses 26 eine problemlose und
sichere Befestigung des Sicherheits-Kindersitzes auf Fahrzeugsitzen ermöglicht. Schließlich ist aus Fig. 4 ersichtlich, daß die die Führungen 16 bildenden, selbst als rohrförmige Stützarme 13A ausgebildeten Stützelemente an beiden Seiten der Sitzschale 1OA angeordnet und im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel mit der Sitzschale einstückig ausgebildet sind. Diese Stützarme haben also - wie auch die zuvor beschriebenen Stützwände 13-eine seitliche Stützfunktion für den Sicherheits-Kindersitz.
Aus Fig. 5 ergibt sich beispielhaft, wie die Führungen 16 und Haltearme 15 für Fahrzeugkindersitze nach Fig. 3a bis 4 realisiert werden können. Die rechts in Fig. 5 dargestellte Führung 16 ist kastenförmig etwa wie in Fig. 3a/b oder 4 ausgebildet, weist ein offenes Stirnende 16A sowie parallele Seitenwände 16B auf, die im Bereich von zwei halbkreisförmigen Verbindungswänden 16C einstückig mit den Stützelementen (13 oder 13A) des Tragteiles 1OA gebildet sind. Eine Führungsleiste 16D ermöglicht in Verbindung mit aus Querwänden gebildeten Rastnasen 18 ein Einschieben und Verriegeln der Haltearme 15 in verschiedenen Rastpositionen. - In der Mitte und links von Fig. 5 sind zwei alternative Ausführungsformen des in Einsteckrichtung vordersten Endbereiches der Haltearme 15 dargestellt. Ein um eine Querachse 17A gegen die Rückstellkraft einer Feder 19 verschwenkbares Rastelement 17 kann mittels eines druckknopfbetätigten Entriegelungsbolzens 27 von der Verriegelungs- in die Entriegelungsposition gebracht werden. Hierzu muß der Entriegelungsbolzen 27 mittels eines Betätigungsknopfes 28 innerhalb des innen hohlen Haltearmes 15 in Richtung des Pfeiles c vorgeschoben werden. Hierzu dient der am oberen Haltearmende vorgesehene Betätigungsknopf .
Wie für den Kunststoffachmann ohne weiteres nachvollziehbar, ist es möglich, sowohl das Tragteil 1OA als auch die Haltearme 15 vollständig aus Kunststoff herzustellen. Insbesondere ist es auch möglich, Kunststoffe verschiedener Eigenschaften zu verwenden, wie dies bereits bei den zweiteiligen Sitzschalen nach Fig. 3 und 4 sowie im übrigen in Fig. 6 dargestellt ist. Auch das Rückhalteelement 14 kann entsprechend aufgebaut sein. Dies ist in Fig. 7 dargestellt, gemäß der das Rückhalteelement 14 zweiteilig aus einem Bauteil 14A und einem Bauteil 14B besteht, wobei das Bauteil 14A die erforderliche Festigkeit und das Bauteil 14B Polsterungseigenschaften aufweist, wobei die Haltearme 15 mit dem Bauteil 14A einteilig ausgeführt sein können.
Die Ausführungsform des Rückhalteelementes nach Fig. 7 eignet sich insbesondere für eine in Fig. 6 gestrichelt dargestellte alternative Ausführungsform des Rückhalteelementes, welches anstelle einer tischförmigen Formgebung, wie sie in ausgezogenen Linien dargestellt ist, auch in Verbindung mit einem Aufprallkörper 29 ausgeführt sein kann. Dieser kann unter bestimmten Voraussetzungen für relativ kleine Kinder bei scharfem Bremsen oder Auffahrunfällen eine zusätzliche Sicherheit bieten und - gewünschtenfalls - gegen ein tischförmiges Rückhalteelement als Ganzes austauschbar oder in ein solches rückbaubar sein.
Wie sich aus Fig. 6 ferner ergibt, kann das Tragteil 10 zwecks Vorgabe bestmöglicher mechanischer Eigenschaften bei geringstem Gewicht großflächige Durchbrechungen 30 aufweisen. Im übrigen ist aus Fig. 6 ersichtlich, daß die Haltegurte 25 vorteilhafterweise an einem Punkt an der Sitzschale 10 angreifen, der etwa in der Mitte zwischen der Sitzfläche 12 und der Rückenlehne 11 liegt, von der Verbindungslinie dieser beiden Teile, etwa im Bereich der Winkel-
halbierenden aber möglichst weit entfernt liegt, so daß auch peitschenartig am Fahrzeug angelenkte Gurtschlösser verwendet werden können. Zur einfachen und sicheren Krafteinleitung der Haltekräfte in die Sitzschale, kann ein Teilbereich 25A des Haltegurtes 25 die Rückenlehne 11 oder die Sitzfläche 12 teilweise umschlingen.
Bezugszeichenliste:
10 Sitzschale a Richtungspfeil
1OA Tragteil b Richtungspfeil
1OB Sitzteil C Richtungspfeil
11 Rückenlehne e Ebene
12 Sitzfläche
13 Stützwände
13A Stützarme
14 Rückhalteelement
14A Aussparung
15 Haltearm
15A Achse
16 Führungen
16A Stirnenden
16B Seitenwände
16C Verbindungswände
16D Führungsleisten
17 Rastelemente
17A Querachsen
18 Rastnasen
19 Feder
20 Griffelement
21 Rückenlehne
22 Sitzpolster
23 Führungselemente
24 Führungselemente
25 Haltegurte
25A Teilbereich
26 Gurtschloß
27 Entriegelungsbolzen
28 Betätigungsknopf
29 Aufprallkörper
30 Durchbrechungen
100 Sicherheits-Kindersitz

Claims (4)

Ansprüche:
1. Sicherheits-Kindersitz zur nachträglichen Befestigung in einer Gebrauchsposition auf einer vorhandenen Auflagefläche, insbesondere auf einem Sitz eines Fahrzeuges,
mit einer Sitzschale (10), bestehend aus einer Sitzfläche (12), einer Rückenlehne (11) sowie beidseits der Sitzfläche und der Rückenlehne, zumindest im Verbindungsbereich von diesen vorgesehenen, seitlichen Stützelementen,
mit einem quer über die Sitzfläche und mit Abstand oberhalb derselben sich erstreckenden Rückhalteelement (14),
mit etwa an den beiden Enden des Rückhalteelementes angeordneten und von diesen etwa rechtwinklig abstehenden, zueinander etwa parallel orientierten Haltearmen (15)
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden seitlichen Stützelemente (13; 13A) der Sitzschale (10) mit Führungen (16) zur Aufnahme je eines der Haltearme (15) durch Einstecken und Verschieben entlang der Führungen (16) versehen sind,
daß die Haltearme (15) und die Führungen (16) miteinander zusammenwirkende Organe (17, 18) zum gegenseitigen Verriegeln der Haltearme mit den Stützelementen in unterschiedlichen Einschubpositionen und zur Aufnahme der Rückhaltekräfte für den Benutzer bei einer Bremsbeschleunigung, wie einem Verkehrsunfall, aufweisen und
daß eine Entriegelungsvorrichtung (20; 27, 28) zum Entriegeln der Haltearme (15) aus der verriegelten Position der Verriegelungsorgane (17, 18) bzw. zum völligen Herausziehen der Haltearme aus den Führungen vorgesehen ist.
2. Sicherheits-Kindersitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelung der Haltearme (15)
durch Verdrehen einer entlang ihrer Längserstreckungsrichtung Rastnasen (18) aufweisenden Stange um ihre Längsachse (15A) oder
durch Hineinschieben eines Entriegelungsbolzens (27) in den eine Sperrklinke (Rastelement 17) aufweisenden Haltearm (15; oder die eine Sperrklinke aufweisende Führung erfolgt .
3. Sicherheits-Kindersitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzschale (10)
als starres, innenseitig gepolstertes Bauteil oder
zweiteilig ausgeführt ist, mit einem starren Tragteil (10A) und einem weicheren Sitzteil (10B), wobei Befestigungselemente (25, 26} zur fahrzeugseitigen Befestigung des Kindersitzes und die Führungen (16) für die Haltearme (15) des Rückhalteelementes (14) an dem Tragteil (10A) angreifen bzw. vorgesehen sind.
4. Sicherheits-Kindersitz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (16) an den Stützwänden (13) der Sitzschale (10) in bezug auf die Sitzfläche (12) um etwa 30° bis 60°, vorzugsweise um etwa 40°, in Richtung auf den Verbindungsnereich zwischen der Sitzfläche (12) und der Rückenlehne (10; hin fallend geneigt angeordnet sind, wobei, vorzugsweise, die von den Führungen (16) aufgespannte Ebene (e) die Sitzschale (10) im Bereich der Sitzfläche (12) schneidet.
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