DE9206604U1 - Sicherheits-Kindersitz - Google Patents
Sicherheits-KindersitzInfo
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Description
Dr. Rolf Farmont, Hortensienstraße 17, 4000 Düsseldorf 30
Die Erfindung betrifft einen Sicherheits-Kindersitz zur nachträglichen Befestigung auf dem Sitz eines Fahrzeuges
oder dergleichen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Kindersitze sollen leicht in das Fahrzeug ein- und ausbaubar, dort sicher zu befestigen, bequem zu benutzen
und für die Sicherheit des Kindes optimal gestaltet sein .
Gattungsgemäße Sicherheits-Kindersitze sind z. B. aus der DE 36 34 501 Al und der DE 35 17 232 Al bekannt. In beiden
Fällen reicht das U-bügelförmige, an den Schenkelenden
um eine horizontale Achse schwenkbare Rückhalteelement nicht aus, um das Kind beim scharfen Bremsen des Fahrzeuges, bei
Auffahrunfällen oder dergleichen sicher im Sitz zurückzuhalten.
Deshalb sind bei diesen bekannten Kindersitzen zusätzlich Hosenträger-Sicherheitsgurte vorgesehen. Erst diese
Haltegurte gestatten eine Anpassung an die Körpergröße des Kindes, während bei den Rückhalteelementen eine derartige
Anpassungsmöglichkeit fehlt. Bei beiden bekannten Kindersitzen wird das Rückhalteelement nach Einsteigen des Kindes
in die Rückhalteposition hineinverschwenkt und in dieser gegen ein Zurückschwenken verriegelt.
Aus der DE 36 43 587 Al ist ein - nicht gattungsgemäßger
- Kindersitz bekannt, bestehend aus einem an einem Sitz des Fahrzeugs abnehmbar befestigten rückenlehnenlosen
Sitzteil und einem U-förmig gestalteten Fangkörper als Rück-
D-4000 DÜSSELDORF 1 MULvANYSTHASCE 2 TCLEI7CN -19 / 2 11/63 27 27 ■ TELEFAX 49/211/63 7915
halteelement, welches vor einem auf dem Sitzteil sitzenden
Kind angeordnet ist und von einem unter Aufwickelspannung stehenden Gurt an dem Sitzteil gehalten wird. Dadurch soll
sich das Kind, an dessen mittlerer Körperpartie der Fangkörper wie ein Automatik-Sicherheitsgurt eng anliegt, samt dem
Fangkörper bewegen können. Dieser bekannte Sicherheitskindersitz bietet weder die erforderliche Sicherheit, noch gestattet
er ein schnelles und bequemes, gleichzeitig aber auch sicheres Befestigen des Fangkörpers am Sitzteil, nachdem
das Kind eingestiegen ist. Der Fangkörper muß nämlich präzise bezüglich des Sitzteils positioniert werden, damit
ein gewisser seitlicher Halt bezüglich des Sitzteiles erst einmal erreicht wird.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem nachträglich in einem Fahrzeug auf einer
Sitzfläche oder dergleichen wahl-weise befestigbaren und wieder
entfernbaren Sicherheitskinaersitz der eingangs genannten
Art den Nutzungskomfort zu erhöhen. Damit soll die Akzeptanz
des Sicherheits-Kindersitzes als solchem, insbesondere
aber die Akzeptanz der eigentlichen Sicherheitseinrichtung, nämlich des Rückhalteelementes erhöht werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Sicherheits-Kindersitz
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Ein erfindungsgemäßer Kindersitz hat unter anderem den
Vorteil, daß das Kind bequem darin einsteigen und das Rückhalteelement bequem, schnell und sicher in der für das Kind
richtigen Position befestigt werden kann, wobei die Gefahr, Kleidungsstücke des Kindes oder gar das Kind selbst dabei
einzuklemmen, weitestgehend ausgeschaltet ist. Ein erfindungsgemäßer Sicherheits-Kindersitz ist darüber hinaus auf
einfachste Weise mit einem einzigen Bauteil, nämlich dem Rückhalteelement auf die Körpergröße des Kindes einstellbar.
Auf einen zusätzlichen Sicherheitsgurt kann daher vollständig verzichtet werden.
Es ist nun auf verschiedene Weise möglich, den Erfindungsgedanken praktisch zu realisieren:
Die Entriegelung der Haltearme von den Seitenwänden der Sitzschale wird bei einer bevorzugten Ausführungsform
(nach Anspruch 2) durch Verdrehen einer entlang ihrer Längserstreckungsrichtung Verrastelemente aufweisenden Stange,
die gleichzeitig als Haltearm dienen kann oder an dem Haltearm vorgesehen ist, oder durch Hineinschieben eines Entriegelungsbolzens
in den eine Sperrklinke aufweisenden Haltearm ermöglicht. Im ersteren Fall ist eine gegen Federdruck abgestützte
Sperrklinke, vorzugsweise, in der Führung für den Haltearm in der Seitenwand der Sitzschale vorgesehen. Im
zweiteren Fall befindet sich ein entsprechendes Rastelement, vorzugsweise, im Haltearm, während an der Führung in der
Seitenwand der Sitzschale korrespondierende Rastnasen vorgesehen sind. In beiden Fällen können Rastelemente und
Rastnasen aber auch gegeneinander ausgetauscht werden.
Die Sitzschale ist bevorzugt (nach Anspruch 3) als starres, innenseitig gepolstertes Bauteil oder zweiteilig
ausgeführt mit einem starren Tragteil und einem weichen Sitzteil, wobei die Befestigungselemente zur fahrzeugseitigen
Befestigung des Kindersitzes und die Führungen für die Haltearme des Rückhalteelementes an dem Tragteil vorgesehen
sind .
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform (nach
Anspruch 4) sind die Führungen an den seitlichen Stützelementen der Sitzschale in bezug auf die Sitzfläche um etwa 30
bis 60°, vorzugsweise um etwa 40°, in Richtung auf den Verbindungsbereich
von Sitzfläche und Rückenlehne hin fallend
geneigt. Die von den beiden Führungen aufgespannte Ebene schneidet die Sitzschale vorzugsweise im Bereich der Sitzfläche.
Hierdurch ist eine Anpassung an die verschiedenen Körpergrößen unterschiedlich alter bzw. unterschiedlich
großer Kinder allein durch weiteres oder weniger weites Hineinschieben der Haltearme des Rückhalteelementes in die
Führungen der Sitzschale gewährleistet.
Die vorgenannten sowie die beanspruchten bzw. in den Ausführungsbeispielen beschriebenen, erfindungsgemäß zu verwendenden
Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen
Ausnahmebedingungen, so daß die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt
Anwendung finden können.
Weitere Einzelheiten, MerKnale und Vorteile des Gegenstandes
der Erfindung ergeben sicn aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der - beispielhaft - zwei bevorzugte Ausführungsfor-ien eines erfindungsgemäßen
Nachrüst-Sicherheits-Kindersit &zgr; es dargestellt sind. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Sicherheits-Kindersitzes
in Seitenansicht in stark schematisierter Darstellung - zum Teil aufgebrochen;
Fig. 2a von dem Sicherheits- Kindersitz nach Anspruch 1
bis 2c den Ver-/Entriegelungsmechanismus als Prinzipdarstellung in vergrößerter Seitenansicht in drei
Arbeitspositionen;
Fig. 3a eine alternative Ausführungsform eines Sicherheits-Kindersitzes
in zweiteiliger Ausführung der Sitzschale in Explosionsdarstellung;
Fig. 3b denselben Kindersitz im zusammengebauten Zustand;
Fig. 4 für einen Kindersitz nach Fig.3a bis 3b eine alternative
Ausführungsform eines starren Tragteiles;
Fig. 5 für einen Kindersitz nach Fig. 3 oder 4 einen
Ver-/Entriegelungsmechanismus für das Rückhalteelement
in vergrößerter Detaildarstellung, zum Teil aufgebrochen und in zwei Lösungsvarianten in
perspektivischer Darstellung;
Fig. 6 eine weitere alternative Ausführungsform eines
Sicherheits-Kindersitzes in zweiteiliger Ausführung der Sitzschale in rechter Seitenansicht sowie
fig. 7 für einen erfindungsgemäßen Kindersitz eine alternative
Ausführungsform eines zweiteilig gebildeten
Rückhalteelementes in perspektivischer Explosionsdarstellung.
Aus Fig. 1 ist ein insgesamt mit 100 bezeichneter Kindersitz
dargestellt, der aus einer Sitzschale 10 mit einer Rückenlehne 11 und einer Sitzfläche 12 sowie beiderseits der
Sitzfläche und der Rückenlehne vorgesehenen Stützelementen in Form von Stützwänden 13 besteht. Die Sitzschale ist als
starres, auf der Innenseite der Rückenlehne, der Sitzfläche
und der Stützwände gepolstertes Bauteil ausgebildet. Ein Rückhalteelement 14 (auch als Fangkörper bezeichnet) erstreckt
sich mit Abstand oberhalb der Sitzschale und quer zu derselben zwischen den beiden Stützwänden 13, von welchen in
der Figur nur die Rechte zu erkennen ist. Das Rückhalteelement 14 weist einen vorzugsweise starren Kern auf, der
außenseitig gepolstert ist. An den beiden Stirnenden des Rückhalteelementes sind Haltearme 15 befestigt, die zueinander
parallel orientiert sind und in bezug auf die Längserstreckungsrichtung des Rückhalteelementes (in der Fig. 1
senkrecht zur Bildebene verlaufend) etwa rechtwinklig von dem Rückhalteelement abstehen.
Die beiden Seitenwände (Stützwände 13) der Sitzschale
10 sind mit Führungen 16 in Form einer länglichen, gerade gestreckten Ausnehmung in jeder Stützwand versehen, die derart
geformt ist, daß die Haltearme 15 schräg von oben her in die Führungen 16 eingeführt (eingesteckt) und darin verschoben
werden können, bis das Rückhalteelement 14 die gewünschte Position vor dem Unterleib und den Oberschenkeln des bereits
in dem Sitz sitzenden Kindes erreicht hat. Wenn die Haltearme 15 ausreichend lang sind, braucht das Rückhalteelement
zum Einsteigen des Kindes in den Kindersitz nicht entfernt zu werden, sondern die freien Endbereiche der Haltearme
15 können dann noch im Mündungsbereich der Führungen
16 stecken.
Um das Kind mit der notwendigen Sicherheit bei einem
Aufprall, scharfen Bremsen &ugr;&eegr;&sgr; dergleichen im Kindersitz zurück
zu halten, sind die Haltearme 15 innerhalb der Führungen 16 lösbar verriegelbar. Zu diesem Zweck greift ein an
der Sitzschale befestigtes und an ihr federnd gelagertes
Rastelement 17 in jede Führung 16 ein und die Haltearme 15 weisen entlang ihrer Erstreckungsnchtung mehrere hintereinander
angeordnete korrespondierende Rastnasen 18 auf. Beim Einschieben der Haltearme 15 in die Führungen 16 weicht das
Rastelement 17 gegen den Druck einer Feder 19 den Rastnasen aus. Mit einem derartigen Sperrklinkenmechanismus kann die
Einstecktiefe der Haltearme in die Führung 16 entsprechend
der Größe des Kindes gewählt werden. In jeder der Rastposi-
tionen kann das Rückhalteelement dann nicht mehr zurückgezogen
werden.
Zum Entriegeln des Rastmechanismusses müssen die Haltearme 15 um ihre Achse 15A um etwa 90° gedreht werden. Zu
diesem Zweck sind die Haltearme in den Stirnendenbereichen des Rückhalteelementes 14 drehbar gelagert, wobei ein endseitig
an jedem Haltearm 15 vorgesehenes Griffelement 20 von außen frei zugänglich ist und die erwähnte 90°-Verdrehung
ermöglicht. Zur Vermeidung von Verletzungen und unbeabsichtigter Betätigung ist das Griffelement 20 in einer Aussparung
14A des Rückhalteelementes 14 vertieft untergebracht und gegen unbeabsichtigtes Verdrehen gesichert.
Die Führungen 16 in den Stützwänden 13 sowie die Drehdurchführung der Haltearme 15 in dem Rückhalteelement 14
sind unter etwa 45° in bezug auf die Sitzfläche in Richtung auf den Verbindungsbereich zwischen Sitzfläche und Rückenlehne
fallend geneigt, wobei die von den Haltearmen 15 parallel zum Rückhalteelement 14 aufgespannte Ebene die Sitzfläche
kurz vor deren Übergang in die Rückenlehne schneidet.
Gemäß Fig. 1 ist der Kindersitz 100 auf den Rücksitzen
(Rückenlehne 21 und Sitzpolster 22) eines Personenwagens angeordnet, wobei die Befestigung des Kindersitzes auf den
Fahrzeugsitzen z. B. wie gemäß Fig. 4 oder 6, erfolgen kann. Es ist eine Befestigung mit zusätzlichen Gurten, die an den
Haltepunkten für die Sicherheitsgurte der Fahrzeugsitze mitbefestigt
sind (siehe Fig. 4 und 6) ebenso möglich wie eine Befestigung mittels der Sicherheitsgurte selbst - was ebenfalls
an sich bekannt ist.
Fig. 2a bis 2c zeigen eine Sequenz von drei typischen
Arbeitspositionen der Haltearme und des Ver-/ und Entriege-
lungsmechanismusses in vergrößerter Darstellung. Aus Fig. 2a ist ersichtlich, wie durch das erfindungsgemäße Einstecken
und weiteres Hineinschieben (Richtungspfeil a) der Haltearme
15 in die Führungen 16 das Rastelement 17 unter Kompression der Feder 19 von den Rastnasen 18 der Haltearme 15 zurückgedrängt
wird, bis jeweils eine neue Verrastungsposition erreicht ist, wie sie in Fig. 2b beispielhaft dargestellt ist.
Fig. 2c zeigt, wie nach einer 90°-Drehung des Haltearmes 15
um seine Achse 15A die Rastnasen 18 am im Querschnitt kreisförmigen Haltearm 15 außer Eingriff von dem Rastelement 17
gelangen, so daß der Haltearm 15 in seiner Längserstreckungsrichtung
hoch- und herausziehbar ist.
Bei der alternativen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Sicherheits-Kindersitzes nach Fig. 3a und 3b ist die Sitzschale 10 zweiteilig ausgeführt und besteht aus einem
starren Tragteil 10A sowie einem weicheren Sitzteil 1OB. Beide können miteinander durch korrespondierende Führungselemente
23, 24 zu einer Baueinheit zusammengesteckt werden. Die Führungen 16 sind an der Außenseite des Tragteiles 1OA
als kastenförmiges Element mit dem Tragteil 1OA einstückig
gebildet und wirken ebenso versteifend wie die Führungselemente 24 .
Bei der alternativen Ausführungsform des Tragteils 1OA
nach Fig. 4 sind die Führungen 16 ebenfalls kastenförmig ausgeführt, ragen aber zum Teil in die Innenfläche des Tragteils
1OA hinein und können insoweit gleichzeitig auch als Führungselement 24 zur Aufnahme eines korrespondierende Führungselemente
aufweisenden Sitzteils 1OB (in der Zeichnung nicht eigens dargestellt) dienen. Außerdem ist in Fig. 4 ersichtlich,
wie mittels an den entsprechenden Befestigungspunkten eines Fahrzeuges angebrachter zusätzlicher Haltegurte
25 mittels eines Gurtschlosses 26 eine problemlose und
sichere Befestigung des Sicherheits-Kindersitzes auf Fahrzeugsitzen
ermöglicht. Schließlich ist aus Fig. 4 ersichtlich, daß die die Führungen 16 bildenden, selbst als rohrförmige
Stützarme 13A ausgebildeten Stützelemente an beiden Seiten der Sitzschale 1OA angeordnet und im dargestellten
und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel mit der Sitzschale
einstückig ausgebildet sind. Diese Stützarme haben also - wie auch die zuvor beschriebenen Stützwände 13-eine
seitliche Stützfunktion für den Sicherheits-Kindersitz.
Aus Fig. 5 ergibt sich beispielhaft, wie die Führungen
16 und Haltearme 15 für Fahrzeugkindersitze nach Fig. 3a bis 4 realisiert werden können. Die rechts in Fig. 5 dargestellte
Führung 16 ist kastenförmig etwa wie in Fig. 3a/b oder 4 ausgebildet, weist ein offenes Stirnende 16A sowie parallele
Seitenwände 16B auf, die im Bereich von zwei halbkreisförmigen
Verbindungswänden 16C einstückig mit den Stützelementen (13 oder 13A) des Tragteiles 1OA gebildet sind. Eine Führungsleiste
16D ermöglicht in Verbindung mit aus Querwänden gebildeten Rastnasen 18 ein Einschieben und Verriegeln der
Haltearme 15 in verschiedenen Rastpositionen. - In der Mitte und links von Fig. 5 sind zwei alternative Ausführungsformen
des in Einsteckrichtung vordersten Endbereiches der Haltearme 15 dargestellt. Ein um eine Querachse 17A gegen die Rückstellkraft
einer Feder 19 verschwenkbares Rastelement 17 kann mittels eines druckknopfbetätigten Entriegelungsbolzens
27 von der Verriegelungs- in die Entriegelungsposition gebracht
werden. Hierzu muß der Entriegelungsbolzen 27 mittels eines Betätigungsknopfes 28 innerhalb des innen hohlen Haltearmes
15 in Richtung des Pfeiles c vorgeschoben werden. Hierzu dient der am oberen Haltearmende vorgesehene Betätigungsknopf
.
Wie für den Kunststoffachmann ohne weiteres nachvollziehbar,
ist es möglich, sowohl das Tragteil 1OA als auch die Haltearme 15 vollständig aus Kunststoff herzustellen.
Insbesondere ist es auch möglich, Kunststoffe verschiedener Eigenschaften zu verwenden, wie dies bereits bei den zweiteiligen
Sitzschalen nach Fig. 3 und 4 sowie im übrigen in Fig. 6 dargestellt ist. Auch das Rückhalteelement 14 kann
entsprechend aufgebaut sein. Dies ist in Fig. 7 dargestellt, gemäß der das Rückhalteelement 14 zweiteilig aus einem Bauteil
14A und einem Bauteil 14B besteht, wobei das Bauteil 14A die erforderliche Festigkeit und das Bauteil 14B Polsterungseigenschaften
aufweist, wobei die Haltearme 15 mit dem Bauteil 14A einteilig ausgeführt sein können.
Die Ausführungsform des Rückhalteelementes nach Fig. 7
eignet sich insbesondere für eine in Fig. 6 gestrichelt dargestellte alternative Ausführungsform des Rückhalteelementes,
welches anstelle einer tischförmigen Formgebung, wie
sie in ausgezogenen Linien dargestellt ist, auch in Verbindung mit einem Aufprallkörper 29 ausgeführt sein kann. Dieser
kann unter bestimmten Voraussetzungen für relativ kleine Kinder bei scharfem Bremsen oder Auffahrunfällen eine zusätzliche
Sicherheit bieten und - gewünschtenfalls - gegen ein tischförmiges Rückhalteelement als Ganzes austauschbar
oder in ein solches rückbaubar sein.
Wie sich aus Fig. 6 ferner ergibt, kann das Tragteil 10 zwecks Vorgabe bestmöglicher mechanischer Eigenschaften
bei geringstem Gewicht großflächige Durchbrechungen 30 aufweisen. Im übrigen ist aus Fig. 6 ersichtlich, daß die Haltegurte
25 vorteilhafterweise an einem Punkt an der Sitzschale
10 angreifen, der etwa in der Mitte zwischen der
Sitzfläche 12 und der Rückenlehne 11 liegt, von der Verbindungslinie
dieser beiden Teile, etwa im Bereich der Winkel-
halbierenden aber möglichst weit entfernt liegt, so daß auch
peitschenartig am Fahrzeug angelenkte Gurtschlösser verwendet werden können. Zur einfachen und sicheren Krafteinleitung
der Haltekräfte in die Sitzschale, kann ein Teilbereich 25A des Haltegurtes 25 die Rückenlehne 11 oder die Sitzfläche
12 teilweise umschlingen.
| 10 | Sitzschale | a | Richtungspfeil |
| 1OA | Tragteil | b | Richtungspfeil |
| 1OB | Sitzteil | C | Richtungspfeil |
| 11 | Rückenlehne | e | Ebene |
| 12 | Sitzfläche | ||
| 13 | Stützwände | ||
| 13A | Stützarme | ||
| 14 | Rückhalteelement | ||
| 14A | Aussparung | ||
| 15 | Haltearm | ||
| 15A | Achse | ||
| 16 | Führungen | ||
| 16A | Stirnenden | ||
| 16B | Seitenwände | ||
| 16C | Verbindungswände | ||
| 16D | Führungsleisten | ||
| 17 | Rastelemente | ||
| 17A | Querachsen | ||
| 18 | Rastnasen | ||
| 19 | Feder | ||
| 20 | Griffelement | ||
| 21 | Rückenlehne | ||
| 22 | Sitzpolster | ||
| 23 | Führungselemente | ||
| 24 | Führungselemente | ||
| 25 | Haltegurte | ||
| 25A | Teilbereich | ||
| 26 | Gurtschloß | ||
| 27 | Entriegelungsbolzen | ||
| 28 | Betätigungsknopf | ||
| 29 | Aufprallkörper | ||
| 30 | Durchbrechungen | ||
| 100 | Sicherheits-Kindersitz |
Claims (4)
1. Sicherheits-Kindersitz zur nachträglichen Befestigung
in einer Gebrauchsposition auf einer vorhandenen Auflagefläche, insbesondere auf einem Sitz eines Fahrzeuges,
mit einer Sitzschale (10), bestehend aus einer Sitzfläche (12), einer Rückenlehne (11) sowie beidseits der
Sitzfläche und der Rückenlehne, zumindest im Verbindungsbereich von diesen vorgesehenen, seitlichen Stützelementen,
mit einem quer über die Sitzfläche und mit Abstand
oberhalb derselben sich erstreckenden Rückhalteelement (14),
mit etwa an den beiden Enden des Rückhalteelementes angeordneten und von diesen etwa rechtwinklig abstehenden,
zueinander etwa parallel orientierten Haltearmen (15)
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden seitlichen Stützelemente (13; 13A) der
Sitzschale (10) mit Führungen (16) zur Aufnahme je eines der
Haltearme (15) durch Einstecken und Verschieben entlang der
Führungen (16) versehen sind,
daß die Haltearme (15) und die Führungen (16) miteinander zusammenwirkende Organe (17, 18) zum gegenseitigen
Verriegeln der Haltearme mit den Stützelementen in unterschiedlichen
Einschubpositionen und zur Aufnahme der Rückhaltekräfte
für den Benutzer bei einer Bremsbeschleunigung, wie einem Verkehrsunfall, aufweisen und
daß eine Entriegelungsvorrichtung (20; 27, 28) zum Entriegeln der Haltearme (15) aus der verriegelten Position
der Verriegelungsorgane (17, 18) bzw. zum völligen Herausziehen
der Haltearme aus den Führungen vorgesehen ist.
2. Sicherheits-Kindersitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entriegelung der Haltearme (15)
durch Verdrehen einer entlang ihrer Längserstreckungsrichtung
Rastnasen (18) aufweisenden Stange um ihre Längsachse (15A) oder
durch Hineinschieben eines Entriegelungsbolzens (27)
in den eine Sperrklinke (Rastelement 17) aufweisenden Haltearm
(15; oder die eine Sperrklinke aufweisende Führung erfolgt
.
3. Sicherheits-Kindersitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sitzschale (10)
als starres, innenseitig gepolstertes Bauteil oder
zweiteilig ausgeführt ist, mit einem starren Tragteil (10A) und einem weicheren Sitzteil (10B), wobei Befestigungselemente (25, 26} zur fahrzeugseitigen Befestigung des Kindersitzes und die Führungen (16) für die Haltearme (15) des Rückhalteelementes (14) an dem Tragteil (10A) angreifen bzw. vorgesehen sind.
zweiteilig ausgeführt ist, mit einem starren Tragteil (10A) und einem weicheren Sitzteil (10B), wobei Befestigungselemente (25, 26} zur fahrzeugseitigen Befestigung des Kindersitzes und die Führungen (16) für die Haltearme (15) des Rückhalteelementes (14) an dem Tragteil (10A) angreifen bzw. vorgesehen sind.
4. Sicherheits-Kindersitz nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (16) an den
Stützwänden (13) der Sitzschale (10) in bezug auf die Sitzfläche
(12) um etwa 30° bis 60°, vorzugsweise um etwa 40°,
in Richtung auf den Verbindungsnereich zwischen der Sitzfläche
(12) und der Rückenlehne (10; hin fallend geneigt angeordnet
sind, wobei, vorzugsweise, die von den Führungen (16) aufgespannte Ebene (e) die Sitzschale (10) im Bereich
der Sitzfläche (12) schneidet.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9206604U DE9206604U1 (de) | 1992-05-15 | 1992-05-15 | Sicherheits-Kindersitz |
| DE19934315132 DE4315132A1 (de) | 1992-05-15 | 1993-05-07 | Sicherheits-Kindersitz |
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| GB9309955A GB2266839B (en) | 1992-05-15 | 1993-05-14 | Safety seat for children |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE9206604U DE9206604U1 (de) | 1992-05-15 | 1992-05-15 | Sicherheits-Kindersitz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9206604U1 true DE9206604U1 (de) | 1993-09-16 |
Family
ID=6879543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9206604U Expired - Lifetime DE9206604U1 (de) | 1992-05-15 | 1992-05-15 | Sicherheits-Kindersitz |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9206604U1 (de) |
| FR (1) | FR2691115A1 (de) |
| GB (1) | GB2266839B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19527351A1 (de) * | 1995-07-26 | 1997-01-30 | Bayerische Motoren Werke Ag | Kindersitz |
| DE202010000372U1 (de) | 2010-03-12 | 2010-07-22 | Curt Würstl Vermögensverwaltungs-Gmbh & Co. Kg | Kindersicherheitssitz |
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