DE9301089U1 - Verkehrsleitstein - Google Patents

Verkehrsleitstein

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    • E01F15/02—Continuous barriers extending along roads or between traffic lanes
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Description

Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte ir Essen
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Verkehrsleitstein aus Beton oder Stahlbeton, mit einem hochstehenden Leitkörper und beidseitigen Aufstands flanken.
Derartige Verkehrsleitsteine dienen zur Kennzeichnung von Fahrbahnänderungen, Fahrbahnwechsel oder dergleichen. Regelmäßig wird eine Mehrzahl von Verkehrsleitsteinen miteinander verkettet, um eine leitplankenähnliche Fahrbahnführung zu erhalten. Da eine hinreichende Absicherung und Abtrennung von Fahrspuren erreicht werden soll, müssen sich Verkehrsleitsteine durch eine erhöhte Standsicherheit auszeichnen. Aus diesem Grunde weisen die bekannten Verkehrsleitsteine regelmäßig eine große Fußbreite von z. B. 60 cm auf. Insbesondere in Baustellenbereichen herrscht jedoch im allgemeinen Platzmangel, so daß Verkehrsleitsteine mit einer derartigen Fußbreite nicht mehr zum Einsatz kommen können. - Hier setzt die Erfindung ein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verkehrsleitstein der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, der sich durch reduzierte Fußbreite und dennoch hinreichende Standsicherheit auszeichnet.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verkehrsleitstein dadurch, daß die Aufstandsflanken als keilförmige Flanken mit spitzwinklig auslaufenden Auffahrflächen ausgebildet sind. - Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß eine hinreichende Standsicherheit auch dann erreicht wird, wenn unter
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Verzicht von Betonmasse bei Reduzierung der Fußbreite die Aufstandsflanken zugleich die Funktion von Auffahrflächen erfüllen. Denn dann kommt neben der verbliebenen Betonmasse auch eine Teilmasse des auffahrenden Fahrzeuges zum Tragen, wird also durch das auffahrende Fahrzeug die Standsicherheit des erfindungsgemäßen Verkehrsleitsteins in einem erheblichen Maße erhöht, und zwar deutlich über die fehlende Betonmasse hinaus. Überraschenderweise wirkt das auffahrende Fahrzeug einem Verschiebeeffekt entgegen. Aus diesem Grunde läßt sich nach Lehre der Erfindung ein Verkehrsleitstein herstellen, dessen Fußbreite lediglich 50 cm oder weniger beträgt und dennoch eine ausreichende Standsicherheit aufweist. Folglich läßt sich der erfindungsgemäße Verkehrsleitstein bevorzugt in Baustellenbereichen und anderen Fahrbahnbereichen mit Platzmangel einsetzen.
Die Erfindung geht von der weiteren Erkenntnis aus, daß sich spitzwinklig auslaufende Auffahrflächen aus Stahlbeton nicht ohne weiteres herstellen lassen, da im allgemeinen der Übergangsbereich Fahrbahn/Aufstandsflanke aus Stahlbeton aus fertigungstechnischen Gründen mindestens 6 cm und mehr betragen muß. Eine einwandfrei funktionierende Auffahrfläche läßt sich aber nur dann verwirklichen, wenn der Übergangsbereich Fahrbahn/Auffahrfläche nahezu kantenfrei ist und möglichst nur wenige mm beträgt. Aus diesem Grunde lehrt die Erfindung mit selbständiger Bedeutung, daß die Aufstandsflanken aus Polymerbeton, Kunststoff, Stahl oder Gummi bestehen und kraftschlüssig sowie formschlüssig mit dem Leitkörper verbunden sind. Nach einem Vorschlag der Erfindung mit
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selbständiger Bedeutung ist vorgesehen, daß die Aufstandsflanken aus einem gebundenen, z. B. Polyurethan-Harz gebundenen Kautschukgranulat, z. B. Recycling-Kautschukgranulat aus Altreifen bestehen. Derartige Aufstandsflanken aus Gummi sind einerseits insoweit von Vorteil, als sie zur Bildung hinreichend kantenfreier Auffahrflächen geeignet sind, andererseits von Vorteil, weil sie sich durch einen erhöhten Reibungswiderstand auf der Fahrbahn auszeichnen. Dadurch wird die Standsicherheit optimiert. Tatsächlich wird sogar ein besonderer Verkrallungseffekt in bezug auf die Fahrbahnfläche erreicht, wenn Polyurethan-Harz gebundenes Kautschukgranulat Verwendung findet. Das wiederum kann als Beitrag zum Umweltschutz aus Altreifen hergestellt werden.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. So lehrt die Erfindung mit selbständiger Bedeutung, daß in die beiden Aufstandsflanken aus Gummi bzw. Kautschukgranulat eine Stahlbewehrung, z. B. verzinkte Stahlbewehrung eingebettet ist, daß die beiden Aufstandsflanken auf Einbaumaß bzw. Gießmaß distanziert sind, und daß der freiliegende Mittelbereich der Stahlbewehrung mit seitlich an den Leitkörper angepaßten Aufstandflächen in den Leitkörper fußseitig einbetoniert ist. Dabei liegt die Betonüberdeckung der Stahlbewehrung erfindungsgemäß um ein vorgegebenes Maß unterhalb der Aufstandsflächen der Aufstandsflanken, um eben den vorerwähnten Verkrallungseffekt nicht zu stören, vielmehr stehen die Aufstandsflanken selbst mit ihren Aufstandsflächen unter Erhöhung des Reibungswiderstandes auf der Fahrbahnfläche auf. Die Stahlbewehrung sorgt für die kraftschlüssige Verbindung der materialfremden Aufstandsflanken mit dem Leitkörper, während die formschlüssige Verbindung nicht
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nur durch die Stahlbewehrung, sondern auch durch die Anpassung der Aufstandsflanken an den Leitkörper erreicht wird. Diese Anpassung stellt sich im Zuge der Herstellung des erfindungsgemäßen Verkehrsleitsteines von selbst ein, weil die beiden Aufstandsflanken mit der Stahlbewehrung in jene Schalung eingesetzt werden, in welche Beton zur Herstellung des Leitkörpers eingegossen wird. Insoweit läßt sich auch unschwer die erforderliche Betonüberdeckung für die Stahlbewehrung und das Untermaß gegenüber den Aufstandsflächen der Aufstandsflanken erzielen. Zweckmäßigerweise ist die Stahlbewehrung als leiterartige Bewehrung mit in die Aufstandsflanken eingebetteten Längsstäben und die Längsstäbe in vorgegebenen Abständen verbindenden Querstäben ausgeführt, so daß nach Fertigstellung des erfindungsgemäßen Verkehrsleitsteins die Querstäbe bzw. ihre freiliegenden Bereiche in Beton eingebettet sind. Der Leitkörper und die Aufstandsflanken greifen vorzugsweise über korrespondierende Stufenflächen ineinander ein, um Formschluß in vertikaler und horizontaler Richtung zu erreichen. Auf die Aufstandsflächen können Reflektionsstreifen aufgebracht sein.
Ferner besteht nach einem Vorschlag der Erfindung mit selbständiger Bedeutung die Möglichkeit, daß der Leitkörper endseitig auf seiner Unterseite Sacklöcher aufweist und in die Sacklöcher gelenkbildende Bolzen auf Verbindungslaschen für benachbarte Verkehrsleitsteine eingreifen. Dabei können die Leitkörper auf ihrer Unterseite im Bereich der Verbindungslaschen die Verbindungslaschen versenkende Ausnehmungen mit
hinreichendem Bewegungsspiel aufweisen. Auf diese Weise kragen auch die Verbindungslaschen nicht über die Aufstandsflächen der
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Aufstandsflanken aus Gummi vor, wird dennoch eine bewegliche Verbindung erfindungsgemäßer Verkehrsleitsteine mittels der Verbindungslaschen erreicht. Tatsächlich entsteht ein Ketteneffekt, der im Rahmen des vorgegebenen Bewegungsspiels und des Ab-Standes der Verkehrsleitsteine deren Aufstellung mit entsprechenden Radien zuläßt. Die Höhe bzw. Länge der Bolzen ist so gewählt, daß die Verkehrsleitsteine nicht aus dieser Verankerung kippen können. - Bei dem erfindungsgemäßen Verkehrsleitstein läßt sich nicht nur eine schmale Fußbreite von z. B. 50 cm verwirklichen, sondern selbstverständlich auch jede andere Fußbreite und insbesondere größere Fußbreiten. Die Erfindung ist folglich nicht auf eine schmale Fußbreite beschränkt, wenngleich die durch die Erfindung erreichten Vorteile im wesentlichen darin zu sehen sind, daß trotz Betonmassenreduzierung eine erhöhte Standsicherheit erzielt wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
20
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Verkehrsleitstein in Seitenansicht,
Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in Draufsicht,
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Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1,
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Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch die Aufstandsflanken mit eingebetteter Stahlbewehrung als Einbauteil für den Gegenstand nach Fig. 1,
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 4,
Fig. 6 einen teilweisen Vertikalschnitt durch die Endbereiche zwei benachbarter Verkehrsleitsteine mit einer gemeinsamen Verbindungslasche.
In den Figuren ist ein Verkehrsleitstein 1 aus Stahlbeton dargestellt, und zwar mit einem hochstehenden Leitkörper 2 und beidseitigen Aufstandsflanken 3. Die Aufstandsflanken sind als im Querschnitt keilförmige Flanken mit spitzwinklig auslaufenden Auffahrflächen 4 ausgebildet. Die Aufstandsflanken 3 bestehen nach dem Ausführungsbeispiel aus Gummi und sind kraftschlüssig sowie formschlüssig mit dem Leitkörper 2 verbunden. Bei dem Gummi kann es sich um Polyurethan-Harz gebundenes Kautschukgranulat aus Altreifen handeln. In die beiden Aufstandsflanken 3 aus Gummi ist eine verzinkte Stahlbewehrung 5 eingebettet. Die beiden Aufstandsflanken 3 sind auf Einbaumaß bzw. Gießmaß - jedenfalls Endmaß distanziert. Der freiliegende Mittelbereich der Stahlbewehrung 5 ist mit seitlich an den Leitkörper 2 angepaßten Aufstandsflächen 6 in den Leitkörper 2 fußseitig einbetoniert. Die Betonüberdeckung 7 der Stahlbewehrung 5 liegt um ein vorgegebenes Maß unterhalb der Aufstandsflächen 6 der Aufstandsflanken 3. Die Stahlbewehrung 5 ist als leiterartige Bewehrung mit in die Aufstandsflanken 3 eigebetteten Längsstäben 8 und die Längsstäbe in vorgegebenen Abständen verbindenden Querstäben 9 ausgebildet.
Andrejewski, Honke & Partr.er, Patentanwälte in Essen
Der Leitkörper 2 und die Aufstandsflanken 3 greifen über korrespondierende Stufenflächen 10 ineinander. Auf die Aufstandsflanken 3 ist ein Reflektionsstreifen 11 aufgebracht.
Der Leitkörper 2 weist endseitig auf seiner Unterseite kreisrunde Sacklöcher 12 auf. In diese Sacklöcher 12 greifen gelenkbildende Bolzen 13 auf Verbindungslaschen 14 für benachbarte Verkehrsleitsteine 1 ein. Die Leitkörper 2 weisen auf ihrer Unterseite im Bereich der Verbindungslaschen 14 die Verbindungslaschen versenkende Ausnehmungen 15 mit vorgegebenem Bewegungsspiel für die Verbindungslaschen auf. Dadurch wird einerseits verhindert, daß die Verbindungslaschen 14 über die Aufstandsflächen 6 der Aufstandsflanken 3 vorkragen, läßt sich andererseits eine Radienverlegung bei verketteten Verkehrsleitsteinen 1 erreichen.

Claims (10)

Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen Schutzansprüche
1. Verkehrsleitstein aus Beton oder Stahlbeton, mit einem hochstehenden Leitkörper und beidseitigen Aufstandsflanken, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstandsflanken (3) als keilförmige Flanken mit spitzwinklig auslaufenden Auffahrflächen (4) ausgebildet sind.
2. Verkehrsleitstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstandsflanken (3) aus Polymerbeton, Kunststoff, Stahl oder Gummi bestehen und kraftschlüssig sowie formschlüssig mit dem Leitkörper (2) verbunden sind.
3. Verkehrsleitstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstandsflanken (3) aus einem gebundenen, z. B. Polyurethan-Harz gebundenen Kautschukgranulat, z. B.
Recycling-Kautschukgranulat aus Altreifen bestehen.
4. Verkehrsleitstein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die beiden Aufstandsflanken (3) aus Gummi bzw. Kautschukgranulat eine Stahlbewehrung (5), &zgr;. &Bgr;. verzinkte Stahlbewehrung eingebettet ist, daß die beiden Aufstandsflanken (3) auf Einbaumaß distanziert sind, und daß der freiliegende Mittelbereich der Stahlbewehrung (5) mit seitlich an den Leitkörper (2) angepaßten Aufstandsflächen (6) in den Leitkörper (2) einbetoniert ist.
5. Verkehrsleitstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonüberdeckung (7) der Stahlbewehrung
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(5) um ein vorgegebenes Maß unterhalb der Aufstandsfläche (6) der Aufstandsflanken (3) liegt.
6. Verkehrsleitstein nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlbewehrung (5) als leiterartige Bewehrung mit in die Aufstandsflanken (3) eingebetteten Längsstäben (8) und die Längsstäbe in vorgegebenen Abständen verbindenden Querstäben (9) ausgebildet ist.
7. Verkehrsleitstein nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkörper (2) und die Aufstandsflanken (3) über korrespondierende Stufenflächen (10) ineinandergreifen.
8. Verkehrsleitstein nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Aufstandsflanken (3) Reflektionsstreifen (11) aufgebracht, z. B. aufgeklebt sind.
9. Verkehrsleitstein nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkörper (2) endseitig auf seiner
Unterseite Sacklöcher (12), z. B. kreisrunde Sacklöcher aufweist und in die Sacklöcher (12) gelenkbildende Bolzen (13) auf Verbindungslaschen (14) für benachbarte Verkehrsleitsteine (1) eingreifen.
10. Verkehrsleitstein nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitkörper (2) auf ihrer Unterseite im Bereich der Verbindungslaschen (14) die Verbindungslaschen versenkende Ausnehmungen (15) mit vorgegebenem Bewegungsspiel für die Verbindungslaschen aufweisen.
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