DE9318404U1 - Einrichtung zum Bestimmen von Temperaturen an und in ausgedehnten Objekten - Google Patents

Einrichtung zum Bestimmen von Temperaturen an und in ausgedehnten Objekten

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Description

Einrichtung zum Bestimmen von Temperaturen an und in ausgedehnten Objekten
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Bestimmen von Temperaturen an und in ausgedehnten Objekten, mit einer optisch-elektronischen Meßvorrichtung, die in mindestens einen Lichtwellenleiter an mindestens einem Ende einen Laserimpuls einspeist und die die vom Lichtwellenleiter zurückgestreute Strahlung zur Bestimmung des Ortes der Temperatur laufzeitabhängig und zur Temperaturmessung spektral auswertet, wobei Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters Temperaturwerte zugeordnet werden. Ferner betrifft die Erfindung eine Anordnung mit mindestens einem Lichtwellenleiter zur Verwendung in dieser Einrichtung.
Bei einer bekannten Einrichtung wird das rückgestreute Raman-Streulicht eines Lichtwellenleiters zur Temperaturmessung ausgewertet. Die Temperaturmessung beruht auf
MÜNCHEN
dem DTS-Meßverfahren (Distributed Optical Fibre Temperature Sensing), bei dem das Licht eines Impulslasers in einen Lichtwellenleiter eingekoppelt wird. Bei der Ausbreitung des Laserlichtimpulses wird das Licht an den Molekülen des Lichtwellenleiters gestreut, wobei im Idealfall einer homogenen Faser die Intensität des rückgestreuten Lichtes abhängig von der Laufzeit des Lichtes exponentiell abfällt. Mittels der bekannten Ausbreitungsgeschwindigkeit des emittierten Lichtes im Lichtwellenleiter kann aus dem zeitlichen Verlauf der Intensität des Rückstreulichtes der vom Licht zurückgelegte Weg ermittelt werden.
Aufgrund der Wechselwirkung des Laserlichtes mit optischen Phononen entsteht die Raman-Rückstreuung. Die Intensität des Raman-Streulichtes ist direkt von der Temperatur am Entstehungsort des Streulichts abhängig. Wird nun das Laserlicht als Lichtimpuls kurzer Dauer in den Lichtwellenleiter eingekoppelt und die Intensität des Raman-Streulichtes laufzeitabhängig ausgewertet, so kann der Laufzeit eine bestimmte Längenkoordinate des Lichtwellenleiters zugeordnet werden und die im Raman-Streulicht enthaltene Information über die Temperatur an dieser Längenkoordinate ausgewertet werden. Damit wird es möglich, Temperaturwerte längs des Lichtwellenleiters zu bestimmen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung und eine Anordnung eingangs genannter Art zu schaffen, mit der eine genaue Temperaturbestimmung mit hoher Ortsauflösung an und in ausgedehnten Objekten möglich ist.
Diese Aufgabe wird für die bekannte Einrichtung dadurch gelöst, daß der Lichtwellenleiter in einer vorgegebenen Form in einer Meßfläche angeordnet ist, daß den Längen-
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koordinaten des Lichtwellenleiters Raumkoordinaten der Meßfläche zugeordnet sind, und daß die Temperatur an Orten der Meßfläche durch Messen der Temperatur an zugehörigen Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters ermittelbar ist.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß bei einer Zuordnung von Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters zu Raumkoordinaten des Objektes, dessen Temperatur zu bestimmen ist, im technischen Sinne eine Abbildung entsteht, innerhalb der einzelne Temperaturwerte, aber auch Temperaturfeider des abgebildeten Objektes bestimmt werden können. Je nach Anordnung des Lichtwellenleiters ist eine Koordinatentransformation durchzuführen, bei der Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters in Raumkoordinaten einer Meßfläche des Objektes umgerechnet werden und umgekehrt. Als Meßfläche kann neben einer Ebene auch eine Kegelfläche, Zylinderfläche oder eine beliebig gekrümmte Fläche vorgesehen sein. Dadurch ist eine optimale Anpassung an die Form des Objektes, beispielsweise eine Deponie, möglich. Durch Anwenden von Mittelungsverfahren können auch Temperaturwerte zwischen Meßstellen des Lichtwellenleiters ermittelt werden, ohne daß diese Meßstelle direkt durch einen Lichtwellenleiter erfaßt werden muß.
Vorzugsweise wird an Orten, an denen die Temperatur des Objektes mit hoher Ortsauflösung bestimmt werden muß, der Lichtwellenleiter mit einer hohen Flächendichte, beispielsweise mäanderförmig, kreisförmig oder schnekkenförmig, verlegt. Die hohe Flächendichte des Lichtwellenleiters gewährleistet dann aufgrund der Vielzahl der Meßorte eine verfeinerte Ortsauflösung des Temperaturfeldes im oder am Objekt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Lichtwellenleiter mit Überkreuzungen in der Meßfläche angeordnet. Jede Überkreuzungsstelle mit einer bestimmten Raumkoordinate hat unterschiedliche Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters, jedoch annähernd gleiche Temperatur in den betreffenden Abschnitten des Lichtwellenleiters. Dadurch ist es möglich, die Einrichtung sehr genau einzumessen, wodurch die Genauigkeit der Temperaturmessung und die Feinheit der Ortsauflösung weiter erhöht werden kann.,
Eine weitere Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei im wesentlichen parallel nebeneinander angeordnete Lichtwellenleiter vorgesehen sind, deren von der Meßvorrichtung entfernten Enden miteinander optisch verbunden sind. Dadurch ist es möglich, die Meßergebnisse in beiden Lichtwellenleitern an übereinstimmenden Längenkoordinaten miteinander zu vergleichen und das Vergleichsergebnis einer Plausibilxtätskontrolle zu unterziehen. Auf diese Weise können Meßstörungen festgestellt und gegebenenfalls behoben werden. Durch Mittelung der Meßergebnisse an Meßstellen mit derselben Längenkoordinate kann die Genauigkeit der Temperaturmessung erhöht werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
Figur la eine Darstellung des physikalischen Grundprinzips der Rückstreuung in Lichtwellenleitern,
Figur Ib die Abhängigkeit der Intensität der Anti-Stokes-Linie des rückgestreuten Lichtes von der Temperatur,
Figur 2 eine Darstellung der bei der Erfindung eingesetzten Meßvorrichtung in Blockform,
Figur 3 einen in einer Ebene mäanderförmig ausgelegten Lichtwellenleiter,
Figur 4 eine Lichtwellenleiteranordnung in drei senkrecht aufeinanderstellenden Ebenen,
Figur 5 eine Anordnung des Lichtwellenleiters in Form einer Schnecke, und
Figur 6 eine Anordnung des Lichtwellenleiters in annähernd konzentrischen Kreisen.
In Figur 1 ist in einer schematischen Darstellung das bei der Erfindung verwendete physikalische Prinzip der Rückstreuung in Lichtwellenleitern dargestellt. Zur Anwendung kommt das DTS-Meßverfahren (Distributed Optical Fibre Temperature Sensing), welches wiederum das OTDR-Prinzip ausnutzt (Optical Time-Domaine-Reflectometrie). Bei diesen Verfahren wird das Licht 2 eines Impulslasers (nicht dargestellt) in einen Lichtwellenleiter (LWL) eingekoppelt, der mit einer Ummantelung 4 versehen ist. Bei der Ausbreitung des Laserlichtimpulses wird das Licht an den Molekülen 6 des Lichtwellenleiters LWL gestreut. Die Intensität und die spektrale Zusammensetzung des Streulichtes ist durch die Art der Moleküle im Lichtwellenleiter LWL und deren Wechselwirkung mit dem Licht 2 bestimmt. Bei der Ausbreitung des Lichtes 2 im Lichtwellenleiter erfährt es eine Schwächung, wie mit dem Lichtimpuls 8 angedeutet ist.
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Das rückgestreute Licht wird aus dem Lichtwellenleiter LWL ausgekoppelt und analysiert. Im Idealfall einer homogenen Faser des Lichtwellenleiters LWL fällt die Intensität des Rückstreulichtes abhängig vom zurückgelegten Weg des Lichtes ab, d.h. abhängig von der Laufzeit. Da die Ausbreitungsgeschwindigkeit des bei der Rückstreuung emittierten Lichtes bekannt ist, kann aus dem zeitlichen Verlauf der Intensität des detektierten Rückstreulichtes der vom Licht zurückgelegte Weg berechnet werden. Auf diese Weise kann das Rückstreuverhalten des Lichtwellenleiters LWL an vorgegebenen Orten seiner Länge festgestellt werden.
Im unteren Bildteil der Figur la ist die relative Intensität des rückgestreuten Lichtes über der relativierten Wellenzahl des Lichtes dargestellt. Das rückgestreute Licht setzt sich aus verschiedenen spektralen Anteilen zusammen, die durch unterschiedliche Mechanismen der Wechselwirkung zwischen dem Laserlicht und dem Lichtwellenleiter LWL hervorgerufen werden. Die Rayleigh-Rückstreuung, welche die gleiche Wellenlänge wie das Licht des Laserimpulses hat und deren relative Wellenzahl daher mit Null angegeben wird, liefert die höchste Intensität im Streulichtspektrum. Sie bestimmt daher wesentlich den exponentiellen Abfall der Intensität des Rückstreulichtes über die Laufzeit des Lichtes. Da Inhomogenitäten im Lichtwellenleiter LWL, Risse, Spleißverbindungen u.a. eine Intensitätserhöhung im Rayleigh-Rückstreuanteil bewirken, kann diese Rückstreukomponente zur Überwachung und Qualitätskontrolle des Lichtwellenleiters LWL bzw. zu einer Fehlerortung ausgewertet werden. Die Rayleigh-Rückstreuung ist aufgrund ihres Entstehungsmechanismus nahezu unabhängig von der Temperatur und mechanischen Einflüssen.
Das Leistungsspektrum des rückgestreuten Lichtes hat in einem vorgegebenen Wellenlängenabstand von der Rayleigh-Streuung Raman-Bänder, die von der Wechselwirkung des Laserlichtes mit optischen Phononen herrühren. Die bei dieser Wechselwirkung entstehende Intensität des Raman-Streulichtes ist temperaturabhängig. Das Raman-Streulicht setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, der sogenannten Stokes-Linie Is und der Anti-Stokes-Linie Ia. Die beiden Spektrallinien Is, Ia liegen, um eine bestimmte Wellenzahl verschoben, symmetrisch zum Spitzenwert der Rayleigh-Streuung. Die Stokes-Linie Is ist nur schwach temperaturabhängig; dagegen ist die Intensität der Anti-Stokes-Linie Ia mit kürzerer Wellenlänge stark temperaturabhängig.
In Figur Ib ist die Abhängigkeit der Intensität Ia der Anti-Stokes-Linie von der Temperatur in Grad Kelvin dargestellt. Zu erkennen ist, daß zwischen der Intensität Ia und der Temperatur ein nahezu linearer Zusammenhang besteht.
In Figur 2 sind in einer Blockdarstellung Baugruppen gezeigt, mit denen die Einrichtung nach der Erfindung arbeitet. Ein Impulsgenerator 10 steuert eine Laserlichtquelle 12 an, beispielsweise eine Laserdiode. Diese Laserlichtquelle 12 sendet einen Lichtimpuls in den Lichtwellenleiter LWL. Das vom Lichtwellenleiter LWL zurückgestreute Licht wird an der Stelle 14 ausgekoppelt und einem ersten optischen Filter 16 sowie einem zweiten optischen Filter 18 zugeführt. Das erste optische Filter 16 läßt Licht der Stokes-Linie Is durch, während das zweite optische Filter 18 Licht der Anti-Stokes-Linie Ia
durchläßt. Ein Detektor 20 erzeugt aus den ihm zugeführten Intensitäten Is, Ia der Stokes-Linie und der Anti-Stokes-Linie Signale Us bzw. Ua, welche in einen Divisionsbaustein 22 eingegeben werden. Durch die Verhältnisbildung der Signale Us und Ua werden sämtliche Einflüsse, die auf eine Veränderung der Lichtquelle 12 oder andere äußere Einflüsse auf den Lichtwellenleiter LWL zurückzuführen sind, mit Ausnahme der Temperatur, eleminiert.
Das Ausgangssignal des Divisionsbausteines 22 wird einem Rechner 24 zugeführt, welcher abhängig von der Laufzeit des Lichtes und damit abhängig von der Längenkoordinate des Lichtwellenleiters LWL Temperaturwerte ermittelt. Auf diese Weise können Orten des Lichtwellenleiters LWL, z.B. 11, 12, Temperaturwerte genau zugeordnet werden. Das Verhältnis der Intensitäten der Stokes-Linie Is und der Anti-Stokes-Linie Ia bestimmt dabei den Temperaturwert, während die Längenkoordinate 11, 12 des Lichtwellenleiters LWL aus der Laufzeit des rückgestreuten Lichtimpulses ermittelt wird.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird als Lichtquelle ein optischer Faserlaser verwendet, der eine Dotierung mit Neodym hat. Seine Wellenlänge beträgt 1064 nm. Die Impulsdauer ist wählbar und beträgt typischerweise 10 ns. Der Temperaturmeßbereich reicht von 100 bis 7500K. Er ist abhängig vom Mantelaufbau des Lichtwellenleiters LWL bzw. des Kabelaufbaus. Bei einer Länge des Lichtwellenleiters LWL von 8 km wird eine Ortsauflösung von 1 m erreicht. Beträgt die Länge des Lichtwellenleiters LWL 20 km, so ist eine Ortsauf lösung von 2 m noch möglich. Das räumliche Auflösungsvermögen ist abhängig von der Impulsdauer. Bei einer Impulsdauer von 5 ns erhält man eine
Auflösung von 1 m. Für die Temperatur erhält man ein typisches Auflösungsvermögen von 0,1 0K.
Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung ist die Anordnung des Lichtwellenleiters LWL als flächiges Gebilde- Figur 3 zeigt eine Anordnung, bei der eine Mäanderform 30 mit einer Struktur 32 kombiniert wird, die längs eines Randes des flächigen Gebildes verläuft. Die Struktur 32 gestattet eine genaue Überwachung am Rande der Meßfläche, während die Mäanderform 30 eine Überwachung der Fläche innerhalb der Randstruktur 32 ermöglicht. Die Lichtwellenanordnung nach Figur 3 kann in einer ebenen Meßfläche angeordnet sein, dem ein karthesisches x,y-Koordinatensystem zugeordnet ist. Den Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters LWL können dann x- bzw. y-Koordinaten der Meßfläche zugeordnet werden, wodurch das Temperaturfeld innerhalb des x,y-Koordinatensystems ermittelt werden kann. Der Lichtwellenleiter LWL ist an seinen zwei Enden A, B zugänglich. Diese Enden A, B können wahlweise an die in Figur 2 gezeigte Einrichtung angeschlossen werden. Selbst wenn der Lichtwellenleiter LWL eine Unterbrechung hat, kann durch Messen vom Ende A und vom Ende B her Temperaturwerte auf der gesamten Länge des Lichtwellenleiters LWL bestimmt werden.
Durch das Über einander legen von zwei um 90° gegeneinander verdrehten Mäanderformen 30 (in Figur 3 nicht dargestellt) entsteht in der Meßfläche ein Kreuzungen des Lichtwellenleiters LWL enthaltendes Gitternetz, innerhalb dessen Temperaturwerte noch feiner ortsaufgelöst werden können. Durch das Vorhandensein der Kreuzungsstellen im Gitternetz, an denen annähernd gleiche Temperaturen auftreten, kann die gesamte Meßeinrichtung kalibriert werden. Um sicherzustellen, daß an diesen Kreuzungsstellen
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die sich kreuzenden Lichtwellenleiterabschnitte nicht auseinanderdriften, kann eine mechanische Verbindung vorgesehen sein, welche die Lage der kreuzenden Abschnitte fixieren.
Die Anordnung nach Figur 3 kann auch so ergänzt werden, daß mehrere Meßflächen in Richtung der karthesischen z-Komponente übereinander angeordnet sind und der Lichtwellenleiter LWL mehrere dieser Meßflächen durchläuft. B.ei einer solchen Anordnung kann das Temperaturfeld in den drei Raumkoordinaten x, y, &zgr; analysiert werden.
Weiterhin kann das in Figur 3 gezeigte flächige Gebilde von einem Träger umgeben sein, der den Lichtwellenleiter LWL hält. Der Träger kann beispielsweise als Matte oder Teppich ausgebildet sein. Dadurch erhält man eine Anordnung, die als fertig montierte Baueinheit in vielen Anwendungsfällen leicht einsetzbar ist.
In Figur 4 sind drei Lichtwellenleiter LWLl, LWL2, LWL3 in drei aufeinander senkrecht stehenden Meßebenen nach Art eines Würfels angeordnet. Die Enden Al, Bl und A2, B2 sowie A3, B3 der Lichtwellenleiter LWLl7 LWL2 bzw. LWL3 werden unter Verwendung eines Multiplexverfahrens an die Einrichtung nach Figur 2 angeschlossen und die Meßwerte der verschiedenen Meßebenen nacheinander ermittelt. Es ist auch möglich, die Lichtwellenleiter LWLl, LWL2, LWL3 in Reihe zu schalten und auf das Multiplexverfahren zu verzichten, wodurch allerdings die Ortsauflösung bei der Meßwertermittlung aufgrund der erhöhten Gesamtlänge des zusammengesetzten Lichtwellenleiters verringert ist.
Figur 5 zeigt eine Anordnung des Lichtwellenleiters LWL in Schneckenform. Diese Schneckenform kann so gestaltet sein, daß Hin- und Rückweg des Lichtwellenleiters LWL die gleichen Meßorte durchlaufen. Dieser Aufbau ist insbesondere für rotationssymmetrische Körper gut geeignet.
Figur 6 zeigt eine Anordnung des Lichtwellenleiters LWL nach Art konzentrischer Kreise. Diese Anordnung kann besonders günstig für die Kontrolle von Versorgungsleitungen mit gleichzeitiger Überwachung von Randgebieten eingesetzt werden, beispielsweise bei Wasserabsenktrichtern.
Die beschriebene Einrichtung und die verschiedenen Anordnungen der Lichtwellenleiter LWL kann besonders zur Überwachung der Temperaturentwicklung in Deponien verwendet werden. Der Lichtwellenleiter wird vorzugsweise im Deponiekörper während der Aufschüttung der Deponie verlegt. Durch Messen der Temperaturwerte an mehreren Koordinaten der Meßfläche kann die Temperatur von Zonen innerhalb der Meßfläche ermittelt werden. Der Lichtwellenleiter LWL kann in zwei Meßebenen innerhalb der Deponie verlegt werden, beispielsweise jeweils in einer unterhalb und oberhalb der abdichtenden Basistonschicht angeordneten Meßebene. Aus den gemessenen Temperaturwerten kann der geothermische Gradient und die thermische Diffusität im Bereich der abdichtenden Basistonschicht bestimmt werden. Weiterhin kann aus den ermittelten Werten der thermischen Diffusität das räumliche und zeitliche Verhalten der Dichtheit der abdichtenden Basistonschicht bestimmt werden.
Der Lichtwellenleiter kann auch in bereits bestehende Deponien nachträglich verlegt werden. Hierzu können Erdkanäle in die Deponie oder unterhalb derselben gebohrt
werden, beispielsweise mittels selbstbohrender Erdraketen, welche einen Erdkanal mit einem einstellbaren bogenförmigen Verlauf erzeugen und bei ihrer Vorwärtsbewegung ein Kabel mitziehen.

Claims (22)

Schutzansprüche
1. Einrichtung zum Bestimmen von Temperaturen an und in ausgedehnten Objekten, mit einer optisch-elektronischen Meßvorrichtung, die in mindestens einen Lichtwellenleiter (LWL) an mindestens einem Ende (A, B) einen Laserimpuls einspeist und die die vom Lichtwellenleiter (LWL) zurückgestreute Strahlung zur Bestimmung des Ortes (11, 12) der Temperatur laufzeitabhängig und zur Temperaturmessung spektral auswertet, wobei Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters (LWL) Temperaturwerte zugeordnet werden, dadurch ge kennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (LWL) in einer vorgegebenen Form in einer Meßfläche angeordnet ist, daß den Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters (LWL) Raumkoordinaten der Meßfläche zugeordnet sind, und daß die Temperatur an Orten der Meßfläche durch Messen der Temperatur an zugehörigen Längenkoordinaten des Lichtwellenleiters (LWL) ermittelbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (LWL) mäanderförmig (3 0) in der Meßfläche angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspurch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (LWL) schneckenförmig (Fig. 5) in der Meßfläche angeordnet ist.
• ·
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4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (LWL) mit Überkreuzungen in der Meßfläche angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Überkreuzungen die sich kreuzenden Abschnitte des Lichtwellenleiters (LWL) untereinander, vorzugsweise mechanisch, verbunden sind.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (LWL) in der Meßfläche gitterförmig angeordnet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter mindestens zwei Mäander bildet, die gegeneinander um 90° versetzt übereinanderliegend angeordnet sind.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei im wesentlichen parallel nebeneinander angeordnete Lichtwellenleiter vorgesehen sind, deren von der Meßvorrichtung entfernten Enden miteinander optisch verbunden sind.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßfläche eine Ebene bildet.
10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Meßflächen übereinander angeordnet sind und der Lichtwellenleiter mehrere dieser Meßflächen durchläuft.
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11. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Lichtwellenleiter von einem Schutzrohr umgeben sind.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzrohr aus Metall, vorzugsweise Edelstahl, oder Kunststoff besteht.
13. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturwerte an mehreren Koordinaten der Meßfläche gemessen und daraus die Temperatur von Zonen der Meßfläche ermittelt werden.
14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter im Deponiekörper einer Deponie während der Aufschüttung der Deponie verlegt wird.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter jeweils in einer unterhalb und oberhalb der abdichtenden Basistonschicht angeordneten Meßebene installiert wird.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß aus den gemessenen Temperaturwerten der geothermische Gradient und die thermische Diffusität im Bereich der abdichtenden Basistonschicht bestimmt werden.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß aus den Werten der thermischen Diffusität das
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• ·
räumliche und zeitliche Verhalten der Dichtheit der abdichtenden Basistonschicht bestimmt wird.
18. Einrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßfläche einen Ring um den Deponiekörper bildet.
19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden (A, B) des Lichtwellenleiters (LWL) zugänglich sind und eine Temperaturmessung von dem einen Ende (A) und von dem anderen Ende (B) her erfolgt.
20. Anordnung mit mindestens einem Lichtwellenleiter zur Verwendung in einer Einrichtung und einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (LWL) als flächiges Gebilde angeordnet ist, das eine separate Baueinheit bildet, und daß ein Ende des Lichtwellenleiters (A, B) zum Anschluß einer Temperaturmeßeinheit von außerhalb des Gebildes zugänglich ist.
21. Anordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebilde von einem Träger umgeben ist, der den Lichtwellenleiter hält.
22. Anordnung nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger als Matte oder Teppich ausgebildet ist.
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