DE9405749U1 - Trainingsgerät für die Rumpfmuskulatur - Google Patents

Trainingsgerät für die Rumpfmuskulatur

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Description

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G4201/93
30. März 1994
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Trainingsgerät für die Rumpfmuskulatur. Solche Geräte dienen der Prävention und der Behandlung von Rückenleiden.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Trainingsgerät zu konzipieren, mit welchem die gesamte Rumpfmuskulatur, also die Rücken-, Bauch- und Seitenmuskulatur in optimaler Weise aufgebaut werden kann.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst durch eine Konstruktion, die ein stabiles Bodengestell, einen am einen Ende des Bodengestells angeordneten Halterahmen, auf dem ein luftgefüllter, als Polster für den Oberkörper dienender Ball aufliegt, ferner eine am anderen Ende des Bodengestells angeordnete Fixiervorrichtung für die Beine sowie eine zwischen Halterahmen und Fixiervorrichtung angeordnete Auflage für den Unterkörper aufweist. Damit ist ein neuartiges Trainingsgerät geschaffen, welches für eine ganze Reihe verschiedener Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur prädestiniert ist. Der luftgefüllte Ball stützt das Gewicht des Oberkörpers in Rücken-, Bauch- oder Seitenlage ab, wobei er sich aufgrund seiner hohen Flexibilität in idealer Weise der Körperform anpaßt. Die am gegenüberliegenden Ende des Bodengestells angeordnete Fixiervorrichtung hält, je nach Art der Übung, die Füße, die Unterschenkel oder die Knie der trainierenden Person fest. Auf der in der Mitte angeordneten Auflage ruhen die Knie, die Oberschenkel oder das Becken.
Das vorgeschlagene Trainingsgerät muß an die unterschiedlichen Übungen und die individuelle Körpergröße anpaßbar sein. Zu diesem Zwecke sollte die Fixiervorrichtung für die Beine sowohl höhenverstellbar als auch in horizontaler Richtung gegenüber dem Bodengestell verschiebbar sein.
Bevorzugt besteht die Fixiervorrichtung aus einer senkrechten Stütze und zwei daran befestigten, quer übereinander angeordneten Polsterrollen. Der Benutzer kann seine Beine bequem zwischen die beiden Polsterrollen hindurchstecken und hat damit beim Auf- und Abbewegen seines Oberkörpers einen sicheren Halt. Beim Training in Seitenlage kann eine unbequeme und eventuell sogar gefährliche Verschränkung der Beine vermieden werden, indem das eine Bein unter die untere Polsterrolle und das andere Bein zwischen die Rollen geschoben wird. Von Vorteil ist es, wenn der Abstand zwischen den beiden Polsterrollen veränderbar ist.
Ist zudem auch die Auflage für den Unterkörper höhenverstellbar, so gewinnt man zusätzliche Einstellmöglichkeiten. Die Auflage selbst kann als ebenes Polsterkissen ausgebildet sein, das auf zwei senkrechten Stützen befestigt ist. Diese Ausgestaltung ist fertigungstechnisch besonders günstig.
Luftgefüllte Bälle geeigneter Größe sind preiswert im Handel erhältlich, beispielsweise als Gymnastikbälle. Sofern der Halterahmen für den Ball höhenverstellbar und horizontal verschiebbar ist, lassen sich sogar verschiedengroße Bälle verwenden, was insbesondere dann wichtig ist, wenn Kinder und Erwachsene dasselbe Trainingsgerät benutzen wollen.
Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung des Trainingsgeräts in verkleinertem Maßstab;
Figur 2a das Trainingsgerät aus Figur 1 in einer ersten Einstellung für eine
Übung zur Stärkung der Rückenmuskulatur;
Figur 2b eine zweite Einstellungsmöglichkeit des Trainingsgeräts für eine
Übung zum Aufbau der Bauchmuskulatur;
Figur 2c eine weitere Einstellung für eine Übung zur Stärkung der Seitenmuskulatur
Das in Figur 1 gezeigte Trainingsgerät besteht im wesentlichen aus einem Bodengestell 1, einem Halterahmen 2 mit einem darauf ruhenden, luftgefüllten Ball 3, einer Fixiervorrichtung 4 für die Beine und einer Auflage 5 für den Unterkörper.
Das aus miteinander verschweißten Stahlrohren gefertigte Bodengestell 1 setzt sich aus zwei Längsprofilen 6, drei Querprofilen 7, einer F.ührungsschiene 8, zwei Stützbügeln 9 und drei senkrechten Führungsrohren 10, 10', 10" zusammen. Die beiden im Querschnitt rechteckigen Längsprofile 6 sind parallel zueinander angeordnet, während die drei im Querschnitt runden Querprofile 7 als Verstrebungen dienen.
Die in der Mitte zwischen den beiden Längsprofilen 6 angeordnete, relativ kurze Führungsschiene 8 schließt bündig mit den Längsprofilen 6 ab. Gehalten wird die Führungsschiene 8 von zwei Querprofilen 7, die jeweils durch die Führungsschiene 8 hindurchgeführt sind.
Die Stützbügel 9 sind jeweils auf einer Gleithülse 11, 11' befestigt. Diese beiden Gleithülsen 11, II1 sind im Bereich des Kopfendes des Bodengestells 1 entlang der Längsprofile 6 verschiebbar angeordnet. Jeder Stützbügel 9 ist aus zwei senkrechten Säulenprofilen 12 und einem waagrechten Trägerprofil 13 zusammengesetzt. In die Oberseiten der beiden Trägerprofile 13 sind insgesamt vier Bohrungen 14 eingearbeitet.
Das erste Führungsrohr 10 steht am Fußende des Bodengestells 1 senkrecht auf einer weiteren Gleithülse 11". Diese Gleithülse 11" ist auf der Führungsschiene 8 verschiebbar. Das zweite Führungsrohr 10' und das dritte Führungsrohr 10" sind im Mittelbereich des Bodengestells 1 senkrecht auf jeweils einem der beiden Längsprofile 6 angeordnet, so daß sie einander gegenüberstehen.
Der aus Holz gefertigte Halterahmen 2 weist zwei übereinander angeordnete, runde Rahmenringe 15,15' auf. Der untere Rahmenring 15 hat an seiner Unterseite vier Füße 16, die jeweils um 90 Winkelgrade zueinander versetzt angeordnet sind. Der obere Rahmenring 15' ist gegenüber dem unteren Rahmenring 15 höhenverstellbar. Hierzu weist der obere Rahmenring 15' vier nach unten gerichtete Fortsätze 17 auf, die in korrespondierende Durchgangsöffnungen 18 im unteren Rahmenring 15 eingeführt sind. Mittels Riegelbohrungen 19 in den Fortsätzen 17
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und zapfenförmigen Riegeln 20, die durch den unteren Rahmenring 15 sowie die jeweils fluchtende Riegelbohrung 19 hindurchgreifen, ist der obere Rahmenring 15' in einstellbarem Abstand vom unteren Rahmenring 15 festgelegt. Zur lösbaren Befestigung des Halterahmens 2 auf dem Bodengestell 1 sind die vier Füße 16 des unteren Rahmenrings 15 in die Bohrungen 14 der beiden Trägerprofile 13 eingesteckt. Auf dem oberen Rahmenring 15' ruht der luftgefüllte Ball 3, bei dem es sich um einen handelsüblichen Gymnastikball aus elastischem Kunststoff handelt.
Die Fixiervorrichtung 4 für die Beine besteht aus zwei waagrecht übereinander angeordneten, zylindrischen Polsterrollen 21, 21' und einer senkrechten Stütze 22, die teleskopartig in das erste Führungsrohr 10 am Fußende des Bodengestells 1 eingeschoben ist.
Die Auflage 5 für den Oberkörper ist zwischen dem Halterahmen 2 und der Fixiervorrichtung 4 angeordnet. Die Auflage 5 besteht aus einem ebenen, horizontal angeordneten Polsterkissen 23, das auf zwei senkrechten Stützen 22', 22" befestigt ist. Die beiden Stützen 22', 22" sind in das zweite und dritte Führungsrohr 10', 10" im Mittelbereich des Bodengestells 1 eingesteckt.
Zur individuellen Anpassung des Trainingsgeräts an verschiedene Übungen sowie an Personen unterschiedlicher Größe sind eine Reihe von Verstellmöglichkeiten vorgesehen. So ist die Höhe der Fixiervorrichtung 4 sowie die Höhe der Auflage 5 einstellbar, indem die zugehörigen Stützen 22, 22', 22" teleskopartig in den korrespondierenden Führungsrohren 10,10', 10" verschiebbar sind. Der Abstand zwischen den beiden Polsterrollen 21, 21' der Fixiervorrichtung 4 kann auf ähnliche Weise variiert werden. Ferner ist auch der horizontale Abstand zwischen dem Halterahmen 2 und der Auflage 5 sowie der Fixiervorrichtung 4 und der Auflage 5 veränderbar. Hierzu werden die Gleithülsen 11,11' unterhalb des Halterahmens 2 gegenüber den Längsprofilen 6 oder die Gleithülse 11" unterhalb der Fixiervorrichtung 4 gegenüber der Führungsschiene 9 verschoben. Die Arretierung erfolgt durch Klemmschrauben mit Handrädern.
In Figur 2a ist das Trainingsgerät in einer ersten Einstellung für eine Übung zum Aufbau der Rückenmuskulatur dargestellt. Hierzu kniet die trainierende Person auf dem Polsterkissen 23, so daß die Fersen an der Unterseite der unteren Pol-
sterrolle 21 anliegen, und legt sich mit vorgebeugtem Oberkörper auf den Ball 3. Durch Heben und Senken des Oberkörpers wird die Rückenmuskulatur gestärkt.
Figur 2b zeigt eine zweite Einstellung des Trainingsgeräts für eine Übung zum Trainieren der Bauchmuskulatur. Dabei sitzt die Person auf dem Polsterkissen 23, hängt die Füße mit den Hacken hinter die obere Polsterrolle 21' und lehnt sich mit dem Rücken so weit zurück, bis dieser auf dem Ball 3 aufliegt. Durch Heben und Senken des Oberkörpers wird die Bauchmuskulatur trainiert.
Eine weitere Einstellung für eine Übung, die zur Stärkung der Seitenmuskulatur dient, ist in Figur 2c gezeigt. Hierbei nimmt die trainierende Person die Seitenlage ein, so daß die Hüfte auf dem Polsterkissen 23 aufliegt, legt das eine Knie an die Unterseite der unteren Polsterrolle 21 an und steckt das andere Knie zwischen die beiden Polsterrollen 21, 21'. Der Oberkörper ruht wiederum auf dem Ball 3. Durch Heben und Senken des Oberkörpers wird eine Stärkung der Seitenmuskulatur erzielt.
G4201/93 30. März 1994
Zusammenstellung der Bezugszeichen
1 Bodengestell
2 Halterahmen
3 Ball
4 Fixiervorrichtung
5 Auflage
6 Längsprofil
7 Querprofil
8 Führungsschiene
9 Stützbügel
10,10', 10" Führungsrohr
11,11', 11" Gleithülse
12 Säulenprofil
13 Trägerprofil
14 Bohrung (in 12)
15,15' Rahmenring (von 2)
16 Füße (von 2)
17 Fortsatz (an 15')
18 Durchgangsöffnung (in 15)
19 Riegelbohrung
20 Riegel
21, 21' Polsterrolle
22, 22', 22" Stütze
23 Polsterkissen

Claims (9)

&bull; t *<·· ·· « it t EUROPEAN "PATENT ATTORNEYS * FELIX-MOTTL-STRASSE 1A D-76185 KARLSRUHE TELEFON (0721) 85 33 55 G4201/93 30. März 1994 Germania Gerätebau- und Vertriebs-GmbH Trainingsgerät für die Rumpfmuskulatur Schutz ansprüche
1. Trainingsgerät für die Rumpfmuskulatur, gekennzeichnet durch
- ein stabiles Bodengestell (1);
- einen am einen Ende des Bodengestells (1) angeordneten Halterahmen (2), auf dem ein luftgefüllter Ball (3) aufliegt, der als Polster für den Oberkörper dient;
- eine am anderen Ende des Bodengestells (1) angeordnete Fixiervorrichtung (4) für die Beine; und
- eine zwischen Halterahmen (2) und Fixiervorrichtung (4) angeordnete Auflage (5) für den Unterkörper.
2. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiervorrichtung (4) höhenverstellbar ist.
3. Trainingsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiervorrichtung (4) horizontal verschiebbar ist.
4. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiervorrichtung (4) aus einer senkrechten Stütze (22) und zwei daran befestigten, horizontal übereinander angeordneten Polsterrollen (21,21') besteht.
5. Trainingsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den beiden Polsterrollen (21, 21') einstellbar ist.
6. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (5) höhenverstellbar ist.
7. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (5) als ebenes Polsterkissen (23) ausgebildet ist, das auf zwei senkrechten Stützen (22', 22") befestigt ist.
8. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterahmen (2) für den Ball (3) höhenverstellbar ist.
9. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterahmen (2) für den Ball (3) horizontal verschiebbar ist.
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