DE9421307U1 - Isolierung für von einer Dämmung umschlossene Rohre im Bereich der Rohrbefestigung (Fall 2) - Google Patents

Isolierung für von einer Dämmung umschlossene Rohre im Bereich der Rohrbefestigung (Fall 2)

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Description

Anmelderin: J. van Walraven Holding BV, NL-3640 aa Mijdrecht, NL
Titel: Isolierung für von einer Dämmung umschlossene Rohre im Bereich der Rohrbefestigung
Die Neuerung betrifft eine Isolierung für von einer Dämmung umschlossene Rohre im Bereich der Rohrbefestigung, die aus einer Rohrschelle und einem damit kuppelbaren Halteelement besteht, wobei die unmittelbar auf dem Rohr aufsitzende Rohrschelle in den Dämmstoff eingebettet ist.
Bei Rohren, die von einer Dämmung umschlossen sind, treten in denjenigen Bereichen, in denen die Rohrbefestigung angebracht ist, Probleme hinsichtlich der Durchisolierung auf, weil die das Rohr umgebende Rohrschelle mit ihrer weit vorstehenden Schließschraube und der mit der Rohrschelle gekuppelte, in der benachbarten Wand fixierte Befestigungsbolzen insoweit ein Hindernis darstellen.
Die primitivste Art, die im Bereich der Rohrbefestigung konstruktionsbedingt unterbrochene Dämmung zu überbrücken, besteht darin, die Rohrschelle mit einem Band aus Isolierstoff zu umwickeln. Dabei entstehen jedoch Luftpolster und -spalte, die nachteilige Wärmeverluste bzw. Korrosion zur Folge haben können.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird eine durchgängige Dämmung verwendet, die von der Rohrschelle umschlossen ist. Dabei ergeben sich jedoch Schwierigkeiten bezüglich der Fixierung der Rohre, weil diese in der Dämmung gleiten bzw. durchrutschen, was vor allem bei Steigleitungen der Fall ist. Darüber hinaus kommt es im Befestigungsbereich zu Verquetschungen der Dämmung, wodurch deren Isoliereigenschaften beeinträchtigt werden.
Der zuletzt genannte Nachteil wird durch einen Rohrträger gemäß dem Prospekt "steinonorm 390 S" vermieden, bei dem die Dämmung im Befestigungsbereich von einer Hartschaumschale umschlossen ist, auf der die Rohrschelle aufliegt. Auch dabei besteht jedoch - vor allem bei Steigleitungen - die Gefahr des Durchrutschens der Rohre. Außerdem bereitet die Auswahl der je-
• ♦ · ·
weils zur Anwendung kommenden Rohrschellen Schwierigkeiten, weil die standardisierten Schellendurchmesser auf die Abmessungen der Rohre und nicht auf die Abmessungen der Dämmung abgestimmt sind.
Die Neuerung kehrt zu der zuerst genannten primitivsten Art der Isolierung zurück, weil die Anbringung der Rohrschelle unmittelbar auf dem Rohr die Gewähr für dessen absolut sichere Fixierung bietet. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, die Isoliereigenschaften der Dämmung im Bereich der Rohrbefestigung zu verbessern.
Das wird neuerungsgemäß dadurch erreicht, daß die Rohrschelle von einem zweiteiligen, mit einem Durchgang für das Halteelement versehenen und abdichtend gegen das Rohr anliegenden Gehäuse umschlossen ist, dessen Innenraum mit einem Dämmstoff ausgefüllt ist. Diese Ausgestaltung schafft die Voraussetzung für eine absolut gleichmäßige bzw. homogene, nach außen dichte Einbettung der Rohrschelle in dem Dämmstoff.
Gemäß einem besonders vorteilhaften Merkmal der Neuerung besitzt das Gehäuse die Form eines flachen Zylinders, dessen Stirnseiten eine dem Rohrquerschnitt entsprechende zentrische Ausnehmung aufweisen, wobei im montierten Zustand die Mittellängsachsen des Gehäuses und des Rohrs zusammenfallen . Auf diese Weise läßt sich einerseits die Durchgängigkeit des Strangcharakters der von der Dämmung umschlossenen Rohrleitung erreichen, während andererseits bei entsprechend paßgenauer Dimensionierung der zentralen Ausnehmung eine vollständige Abdichtung des Gehäuseinnenraums gewährleistet ist.
Für die Ausstattung des Gehäuseinnenraums mit Dämmstoff sind neuerungsgemäß zwei Möglichkeiten vorgesehen. Bei der ersten Möglichkeit besteht der Dämmstoff aus einem durch eine verschließbare Einspritzöffnung in das geschlossene Gehäuse eingespritzten Kunststoffschaum, während bei der zweiten Möglichkeit der Dämmstoff aus einem verformbaren Material besteht, das vor dem Schließen der Gehäuses in dessen beide Teile unverlierbar eingebracht ist.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Neuerung ist die mit einer Durchmesserebene zusammenfallende Teilungsebene des montierten Gehäuses nach dem Halteelement ausgerichtet. Dieses Merkmal bedeutet eine Einbauhilfe, weil die an den Teilungsflächen der Gehäusehälften vorgesehenen Aussparungen für das Halteelement die Zuordnung dieser Hälften in bezug aufeinander und die Anordnung des Gehäuses in bezug auf die Rohrbefestigung eindeutig erkennen lassen bzw. festlegen.
Bei einer ersten Ausführungsform der Neuerung sind die Gehäusehälften an der dem Halteelement gegenüberliegenden Seite durch einen Materialsteg klappbar miteinander verbunden, während bei einer zweiten Ausführungsform der Neuerung die Gehäusehälften zwei getrennte Bauteile darstellen, die im montierten Zustand durch ein dem dem Halteelement gegenüberliegenden Bereich zugeordnetes Kupplungsteil miteinander verbunden sind, wobei das Kupplungsteil als Klebeband, Überbrückung, Klipsgelenk od. dgl. ausgebildet sein kann. Die erste Ausführungsform bietet den Vorzug der Einteiligkeit, während die zweite Ausführungsform bsp. dann günstig ist, wenn die Montage der Isolierung unter beengten Verhältnissen durchgeführt werden muß.
Gemäß einem besonders vorteilhaften Merkmal der Neuerung ist für das Schließen der Gehäusehälften in dem dem Halteelement benachbarten Bereich eine form- oder kraftschlüssige Verbindung vorgesehen. Insoweit kommt vor allem eine Flansch-Schrauben-Verbindung in Betracht.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Stirnseiten des Gehäuses mit den Stirnseiten der das Rohr umgebenden Dämmung verklebt sind. Dadurch wird eine Beeinträchtigung der Isoliereigenschaften der Dämmung durch die Spalte vermieden.
In weiterer Ausgestaltung des Neuerungsgedankens ist der eine der beiden Teile des Gehäuses in zwei Bereiche gegliedert, von denen der eine über einen Materialsteg mit dem einen Längsseitenrand und der andere über einen Materialsteg mit dem anderen Längsseitenrand des anderen Teils des Gehäuses klappbar verbunden ist. Diese weitere Ausführungsform der Neuerung erleichtert wieder die Montage unter beengten Verhältnissen. Dabei braucht
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lediglich das geöffnete Gehäuse mit seiner ungeteilten Hälfte von unten auf die Rohrschelle geschoben zu werden, worauf die beiden daran seitlich ansitzenden Bereiche in Richtung auf das Halteelement umgeklappt und geschlossen werden.
Zweckmäßigerweise ist die Teilungsebene der Bereiche zur Teilungsebene des montierten Gehäuses rechtwinklig angeordnet, wobei die mit einer Radialebene zusammenfallende Teilungsebene der Bereiche des montierten Gehäuses nach dem Halteelement ausgerichtet ist. Es handelt sich also bei den beiden seitlich an der ungeteilten Gehäusehälfte ansitzenden Teilen um Gehäuseviertel.
Auch in diesem Fall ist gemäß einem besonders vorteilhaften Merkmal der Neuerung für das Schließen der Bereiche des Gehäuses in dem dem Halteelement benachbarten Bereich eine form- und kraftschlüssige Verbindung vorgesehen.
In der Zeichnung sind drei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Neuerung dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht und
Fig. 2 eine Unteransicht des einen Ausführungsbeispiels des Gehäuses in der Offenstellung,
Fig. 3 eine Seitenansicht in Richtung der Mittellängsachse,
Fig. 4 eine Seitenansicht rechtwinklig zur Mittellängsachse und
Fig. 5 eine Draufsicht des Gehäuses der Fig. 1 und 2 in der Schließstellung,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des Gehäuses in der Offenstellung und
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Fig. 7 eine Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des Gehäuses in der Offenstellung.
Die Fig. 1-5 lassen ein Gehäuse 1 erkennen, das aus halbkreisringförmigen Gehäusehälften la und Ib besteht, die mittels eines Materialstegs 2 klappbar miteinander verbunden sind. Jede Gehäusehälfte la bzw. Ib weist eine halbkreisförmige Ausnehmung 3a bzw. 3b auf, deren Mittelpunkt auf der Mittellängsachse des geschlossenen Gehäuses 1 liegt und deren Radius etwa dem halben Außendurchmesser des (nicht dargestellten) Rohrs entspricht. Die Teilungsebene ist mit 4 (s. Fig. 3) bezeichnet.
An dem dem Materialsteg 2 gegenüberliegenden Ende der Gehäusehälften la und Ib sind rechtwinklig nach außen weisende Flansche 5a und 5b vorgesehen, von denen der Flansch 5b mit Durchgängen 6 für am Flansch 5a angebrachte Klipselemente 7 versehen ist. Beide Flansche 5a und 5b weisen in ihrem mittleren Bereich eine Aussparung 8a bzw. 8b für den Durchgang eines Halteelements 9 auf.
Das Gehäuse 1 des Ausführungsbeispiels der Fig. 1-5 eignet sich besonders dafür, loses verformbares Dämmaterial bsp. in Form von Fasern aufzunehmen. Dieses - nicht dargestellte - Dämmaterial kann entweder sofort bei der Herstellung des Gehäuses 1 in die Gehäusehälften la und Ib eingebracht und dort dauerhaft, z.B. durch Kleben, befestigt oder aber erst unmittelbar vor der Montage in die Gehäusehälften la und Ib gegeben werden.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten zweiten Ausführungbeispiel des Gehäuses 1 sind zwei selbständige, nicht miteinander verbundene Gehäusehälften la und Ib vorgesehen, von denen die Gehäusehälfte la mit einer Einspritzöffnung 10 versehen ist, die mittels eines Stopfens 11 verschließbar ist. Die Fixierung der Gehäusehälften la und Ib erfolgt mittels einer Steckverbindung, die aus Klemmleisten 12a und 12b besteht.
Das Gehäuse 1 des Ausführungsbeispiels der Fig. 6 ist für ein nach seiner Montage erfolgendes Einbringen des Dämmaterials in Form eines Kunststoffschaums bestimmt. Nach dem Zusammenstecken der Gehäusehälften la und Ib um
• i · ·
das Rohr wird der Stopfen 11 entfernt und Kunststoffschaum durch die Einspritzöffnung 10 in den Gehäuseinnenraum eingespritzt, bis dieser damit vollständig gefüllt ist. Danach wird die Einpritzöffnung 10 mittels des Stopfens 11 verschlossen.
Das Gehäuse 1 des Ausführungsbeispiels der Fig. 7 läßt eine weitere Unterteilung der Gehäusehälfte la in zwei Bereiche la. und la? in Gestalt von Gehäusevierteln erkennen, die mittels Materialstegen 2a,, und 2a? mit den Längsseitenrändern der Gehäusehälfte Ib klappbar verbunden sind. Die in den Flanschen 5a und 5b mit Durchgängen 6 und Klipselementen 7 auslaufenden Teilungsflächen der Bereiche la. und Ia2 schließen das Halteelement 9 zwischen sich ein.
Bezugszeichenliste
1 Gehäuse
„. { Gehäusehälften Ib)
. 1' Bereiche in Form von Gehäusevierteln
2 Materialsteg
o 1: Materialstege
3 zentrische Ausnehmung
„. &iacgr; halbkreisförmige Ausnehmungen
4 Teilungsebene Flansche
6 Durchgänge
7 Klipselemente
8a) .
q,( Aussparungen 9 Halteelement Einspritzöffnung
Stopfen Klemmleisten

Claims (14)

Schutzansprüche
1. Isolierung für von einer Dämmung umschlossene Rohre im Bereich der Rohrbefestigung, die aus einer Rohrschelle und einem damit kuppelbaren Halteelement besteht, wobei die unmittelbar auf dem Rohr aufsitzende Rohrschelle in den Dämmstoff eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrschelle von einem zweiteiligen, mit einem Durchgang für das Halteelement (9) versehenen und abdichtend gegen das Rohr anliegenden Gehäuse (1) umschlossen ist, dessen Innenraum mit einem Dämmstoff ausgefüllt ist.
2. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) die Form eines flachen Zylinders besitzt, dessen Stirnseiten eine dem Rohrquerschnitt entsprechende zentrische Ausnehmung (3) aufweisen, wobei im montierten Zustand die Mittellängsachsen des Gehäuses (1) und des Rohrs zusammenfallen.
3. Isolierung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dämmstoff aus einem durch eine verschließbare Einspritzöffnung (10) in das geschlossene Gehäuse (1) eingespritzten Kunststoffschaum besteht.
4. Isolierung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dämmstoff aus einem verformbaren Material besteht, das vor dem Schließen des Gehäuses (1) in dessen beide Teile (la, Ib) unverlierbar eingebracht ist.
5. Isolierung nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Durchmesserebene zusammenfallende Teilungsebene (4) des montierten Gehäuses (1) nach dem Halteelement (9) ausgerichtet ist.
6. Isolierung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusehälften (la, Ib) an der dem Halteelement (9) gegenüberlxegenden Seite durch einen Materialsteg (2) klappbar miteinander verbunden sind.
7. Isolierung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusehälften (la, Ib) zwei getrennte Bauteile darstellen, die im montierten Zustand durch ein dem dem Halteelement (9) gegenüberliegenden Bereich zugeordnetes Kupplungsteil miteinander verbunden sind.
8. Isolierung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsteil als Klebeband, Überbrückung, Klipsgelenk od. dgl. ausgebildet ist.
9. Isolierung nach den Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß für das Schließen der Gehäusehälften (la, Ib) in dem dem Halteelement (9) benachbarten Bereich eine form- oder kraftschlüssige Verbindung vorgesehen ist.
10. Isolierung nach den Ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnseiten des Gehäuses (1) mit den Stirnseiten der das Rohr umgebenden Dämmung verklebt sind.
11. Isolierung, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine (bsp. la) der beiden Teile (la, Ib) des Gehäuses (1) in zwei Bereiche (Ia1, Ia2) gegliedert ist, von denen der eine (la.) über einen Materialsteg (2a.) mit dem einen Längsseitenrand und der andere (Ia2) über einen Materialsteg (2a„) mit dem anderen Längsseitenrand des anderen Teils (Ib) des Gehäuses (1) klappbar verbunden ist.
12. Isolierung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilungsebene der Bereiche (la., lap) zur Teilungsebene (4) des montierten Gehäuses (1) rechtwinklig angeordnet ist.
13. Isolierung nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Radialebene zusammenfallende Teilungsebene der Bereiche (Ia1, la?) des montierten Gehäuses (1) nach dem Halteelement (9) ausgerichtet ist.
14. Isolierung nach den Ansprüchen 11 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß für das Schließen der Bereiche (la., Ia2) des Gehäuses (1) in dem dem Halteelement (9) benachbarten Bereich eine form- und kraftschlüssige Verbindung vorgesehen ist.
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Cited By (4)

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DE29601204U1 (de) * 1995-06-28 1996-05-09 RKM - Rose Kabel-Montage GmbH & Co KG, 65555 Limburg Wärmeschutzbauteil zur Verwendung bei wärmeschrumpfenden Mauerdurchführungen zur gas- und wasserdichten Hauseinführung
EP2476942A1 (de) 2011-01-18 2012-07-18 Armacell Enterprise GmbH Montagesystem für isolierte Installationen
EP2881644A1 (de) 2013-12-09 2015-06-10 Georg Josef Kaimann Vorrichtung zur Montage und Befestigung von Installationen
DE102010025554B4 (de) * 2010-06-29 2020-08-13 Dbw Advanced Fiber Technologies Gmbh Formteil zur thermischen, akustischen und mechanischen Abschirmung eines Bauteils

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