DE945841C - Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin

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DE945841C
DE945841C DEK15167A DEK0015167A DE945841C DE 945841 C DE945841 C DE 945841C DE K15167 A DEK15167 A DE K15167A DE K0015167 A DEK0015167 A DE K0015167A DE 945841 C DE945841 C DE 945841C
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Germany
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ergometrine
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DEK15167A
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Ernst Luedecke
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Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D457/00Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid
    • C07D457/04Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached in position 8
    • C07D457/06Lysergic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin Die Gewinnung von Ergometrin aus der Mutterkorndroge ist bereits aus einer ganzen Anzahl von Verfahren bekannt. Zum Teil wird bei diesen Verfahren nur geringe Rücksicht auf die Gewinnung der »Großalkaloide« genommen, oder aber es werden große Mengen Lösungsmittel gebraucht, vgl.. Schweizerische Patentschrift igo 268.
  • So haben z. B. Dudley und Moir (The Pharm. Journal, Bd. 134, 1935, S. log) ein Verfahren veröffentlicht, bei welchem die »Großalkaloide« durch die Behandlung mit Schwefelsäure zumindest stark geschädigt werden.
  • Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 703 343 wird zwar eine Schädigung der »Großalkaloide« vermieden, trotzdem aber ist das Verfahren wegen des erheblichen Verbrauchs an Lösungsmitteln bei der Gewinnung des Ergometrins immer noch reichlich kostspielig.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird nun die Abtrennung des Ergometrins aus den bei der Herstellung von wasserunlöslichen Alkaloiden aus Mutterkorn anfallenden wäßrigen Mutterlaugen im alkalischen Bereich bei einem pH-Wert von etwa 8 bis io mit an sich bekannten Ionenaustauschern in Gegenwart inerter Gase durchgeführt. Als Ionenaustauscher werden vorteilhaft Kunstharzaustauscher auf Phenol-Harnstoff- oder Phenol-Formaldehyd-Grundlage verwendet, z. B. die unter dem geschützten Namen »Permutit RS« im Handel befindlichen Erzeugnisse. Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens der Erfindung werden die wäßrigen Mutterlaugen über einer Schicht der vorgenannten Ionenaustauscher filtriert, wobei das Ergometrin zurückgehalten wird und der größte Teil der beigemengten Verunreinigungen durch das Filter läuft.
  • Das Verfahren wird zur Vermeidung irgendwelcher Oxydationen in Gegenwart inerter Gase, z. B. in Gegenwart von Stickstoff, und vorteilhaft unter Druck durchgeführt. Das festgehaltene Ergometrin wird dann mit organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln, wie Alkohol, herausgelöst. Die erhaltene' Lösung wird dann in an sich bekannter Weise auf Ergometrin aufgearbeitet. Der Ionenaustauscher muß- vor der Herauslösung des Ergometrins mit etwa 1o°/oiger Kochsalzlösung durchgespült werden, um gegebenenfalls aus dem Mutterlaugenauszug aufgenommene Calcium-Magnesiumionen zu entfernen, da diese bei .der weiteren Aufarbeitung stören.
  • Es ist ferner bereits bekannt gewesen, Alkaloide mit Hilfe von Ionenaustauschern zu bestimmen und gegebenenfalls zu extrahieren, vgl. »Arzneimittelforschung«, Bd. 1, 1954 S. 247 bis 7,57. Man hatte jedoch.bisher nicht erkannt, daß es auch gelingt, das sehr empfindliche Ergometrin nahezu quantitativ aus den Mutterlaugen der Gesamtalkaloide abzutrennen, was jedoch nur im alkalischen Bereich bei einem pH-Wert von etwa 8 bis 1o, in Gegenwart inerter Gase und mit den vorstehend. bereits genannten Kunstharzionenaustauschern möglich ist. Im sauren Bereich sind z. B. die Mutterlaugen der Gefahr einer Gärung viel weitgehender ausgesetzt als irn alkalischen.
  • Beispiel Zoo 1 wäßrige Mutterlauge mit etwa 0,005 % Gehalt an Ergometrin, die durch Extraktion von etwa Zoo kg Mutterkorndroge nach Abtrennung der Großalkaloide erhalten wurde, werden z. B. durch Sodazusatz auf einen pH-Wert von g eingestellt und durch ein Ionenaustauschfilter auf Grundlage des unter dem geschützten Namen »Permutit RS« bekannten Produktes (etwa 15 1 als Füllung) bei einer Geschwindigkeit von etwa 1 1 Flüssigkeit je Minute unter* einem Stickstoffdruck von 3 atü gedrückt, wobei das Ergometrin vom Ionenaustauscher festgehalten wird. Das Filter muß vor der Herausspülung des Ergometrins mit etwa 1o°/oiger Kochsalzlösung durchgespült werden, um gegebenenfalls aus dem wäßrigen Mutterlaugenauszug aufgenommene Calcium-Magnesiumionen zu entfernen, da diese bei der Aufarbeitung des Ergometrins stören würden.
  • Das an dem Austauscher haftende Ergometrin wird dann mit etwa 12o bis. z5o 1 Wasser und danach mit 12o bis 150 1 etwa 5°/oigem a.mmoniakalischem Wasser gewaschen. Dann wird das Ergometrin mit etwa 950%igem Alkohol herausgelöst, der Alkohol abgedampft und der Rückstand nach Aufnahme in Wasser mit Weinsäure auf einen pH-Wert von 4 angesäuert sowie etwa noch vorhandene Verunreinigungen im Chloroform aufgenommen. Aus der dann alkalisch gemachten Lösung wird die freie Base mit Chloroform extrahiert und anschließend durch Zugabe von Maleinsäure als Maleinat - gewonnen. Ausbeute q:,8 g, das sind etwa g60%. Schmelzpunkt 1g3°; optische Drehung [a] D° = -f- 55° (in Wasser).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin aus den bei der Herstellung von wasserunlöslichen Alkaloiden aus Mutterkorn anfallenden wäßrigen Mutterlaugen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Mutterlaugen mit einem p),-Wert von etwa 8 bis 1o, gegebenenfalls unter Druck bei etwa 3 bis 5 at, in Gegenwart inerter Gase über einen Ionenaustauscher von der Art eines Phenol-Harnstoff- oder Phenol-Formaldehydharzes, beispielsweise einen unter der geschützten Handelsbezeichnung »Permutit RS« bekannten, leitet, dann das von den Ionenaustauschern festgehaltene Ergometrin mit organischen; mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln herauslöst und die erhaltene Lösung in an sich bekannter Weise auf Ergometrin aufarbeitet. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizer Patentschrift Nr. 19o 268; »Arzneimittelforschung«, Bd. 3, 1953, S. 1 bis 1o, Bd.- 1, 1951, S. 247 bis 257.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH190268A (de) * 1935-04-11 1937-04-15 Chem Fab Vormals Sandoz Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Mutterkornalkaloids.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH190268A (de) * 1935-04-11 1937-04-15 Chem Fab Vormals Sandoz Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Mutterkornalkaloids.

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