DE97301C - - Google Patents

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DE97301C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/04Tenters or driers for fabrics without diagonal displacement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Einführung der Gewebe in Spannmaschinen mittelst derjenigen Vorrichtungen, welche selbstthätig die Waarenleisten auf die Spannketten leiten, kommt es öfters vor, dafs infolge stärkeren Verlaufens des Gewebes oder infolge unregelmäfsiger Form bezw. Verzerrung der Stoff kanten diese nicht mehr von den Rollen oder Greiftheüen der Einführungsapparate geführt werden oder aus den besagten Organen herausgleiten. In diesem Falle des Versagens der selbsttätigen Einführungsapparate werden natürlich die Stoffkanten nicht mehr auf die Spannketten gelangen, d. h. auf deren Nadeln aufgespiefst oder von deren Kluppen erfafst werden und so lange neben den Spannketten herlaufen, bis diese zum Stillstand gebracht worden sind.
Es ist nun zu beachten, dafs zur gesammten Bedienung von mit selbsttätigen Einführungsapparaten versehenen Spannmaschinen nur eine Person angestellt werden soll. Diese kann natürlich, weil mit Waarenvorlegen und -Abtragen und mit allen anderen nöthigen Operationen ziemlich voll beschäftigt, nur dann und wann das richtige Functioniren der Einführungsapparate beobachten. Es kann infolge dessen das gekennzeichnete Versagen der letzteren bezw. das Nebenherlaufen der Stoffkanten neben den Spannketten leicht längere Zeit unbemerkt bleiben, und dadurch können nicht nur bedeutende Beschädigungen der Waare veranlafst werden, sondern auch grofse ' Zeitverluste, indem die die Spannmaschine bedienende Person oft auf lange Strecken die neben den Spannketten hergelaufenen Stoffränder auf jene von Hand wieder aufbringen mufs, welche zeitraubende. Nachhülfe, wenn sie überhaupt noch möglich ist, natürlich den Werth und Nutzen der automatischen Einführungsapparate und somit die Leistung der Spannmaschine wesentlich herabsetzt.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, ist der nachstehend beschriebene Mechanismus vorgesehen, welcher selbstthätig die Bewegung der Spannketten unterbricht, wenn die Stoffkanten nicht mehr darauf geleitet werden.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 die Seitenansicht, Fig. 2 den Grundrifs des Einlafsfeldes einer Spannmaschine mit dem selbstthätigen Ausrückmechanismus und Fig. 3 den letzteren mit angrenzenden Theilen in gröfserem Mafsstabe dar.
In zwei zweckmäfsig gestalteten und beiderseits vorn, d. h. unmittelbar hinter der obersten Einführungsleitwalze a, auf den Kettenführungswänden befestigten Böckchen b (s. besonders Fig. 3) sind je ein Winkelhebel c und ein gerader Hebel c1 drehbar angeordnet, indem sie auf gemeinschaftliche Achsen d aufgekeilt sind, die in den Augen der Böckchen b sich drehen. In den nach unten winklig abgebogenen Enden der Winkelhebel c sind Röllchen e gelagert und die geraden Hebel c1 sind mit Schlitzen versehen, worin Zapfen f in verschiedener Höhe festgestellt werden können. Die Röllchen e laufen direct auf der Gewebeleiste, d. h. hart am Stoffrande, auf und werden also neben letzterem abwärts fallen, also etwa in die Lage el kommen, wenn die Einführungsapparate nicht mehr die Führung des Stoffes bewirken, also dessen Sahlleisten nicht mehr auf die Ketten geleitet werden, wobei dann gleichzeitig der Zapfen f die Lage/1 einnehmen wird. Durch letztere Lageveränderung wird nun sofort die eigentliche
Ausrückvorrichtung ausgelöst, deren normale Construction die folgende ist:
Auf die über die Kettenführungswä'nde überstehenden Enden der vorderen Kettenradachse g sind beiderseits Sperrzahnrä'der /; aufgekeilt, und in diese greifen Sperrklinken i kl mit ihren Spornen i ein, wenn deren andere Sporne k mit ihrer Ausklinkung auf die Zapfen f in ihrer Lage^1 aufzuliegen kommen, d. h. wenn die Rolle e von der Stoffkante abgelaufen, also diese aus den Einführungsapparaten herausgeschlüpft ist oder von diesen nicht mehr beeinflufst wird.
Die Dreispornklinken i kl (wovon übrigens die Klinke / nur zur Ausbalancirung dient) sind um Zapfen in drehbar, die in den oberen Enden zweiarmiger, um Zapfen ο an den Kettenführungswäriden schwingender Hebel η befestigt sind, und die unteren gegabelten Enden dieser Hebel greifen über eine Stange p, die mit ihren Enden in, auf eine durchgehende und zweckmäfsig in den Einlafsgestellböcken gelagerte Querwelle q festgekeilte, Hebel r eingesteckt ist. Mittelst der ein Doppelgelenk bildenden Zwischenglieder 5 und t, welche einerseits an die geschweifte Kurbel ν und andererseits an den Zapfen u des auf der Ausrückseite zweiarmigen Hebels r angelenkt sind, wird der letztere mit der stehend in den Armen w und χ gelagerten Welle y verbunden. Letztere ist an ihrem unteren überstehenden Ende mit einer Kurbel ^ versehen, die mit der die Riemenausrückgabeln tragenden Zugstange A durch die Schleife B in Verbindung gebracht ist, und auf das den Arm w überragende Ende der Welle y ist ein Handhebel / aufgesteckt, welcher zum Wiederingangsetzen nach der selbsttätigen Ausrückung wie auch zum normalen Ingang- und Stillsetzen der Maschine dient.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen selbsttätigen Ausrückvorrichtung ist nun die, dafs die im Falle des Versagens des Einführungsapparates und mithin des Abwärtsfallens der Rolle e einerseits oder auf beiden Seiten zugleich zum Eingriff in das Sperrrad h kommende Dreispornklinke i kl mitsammt dem Hebel η in die auf Fig. 3 der Zeichnung angedeutete punktirte Lage dadurch übergeführt wird, dafs die Sperrräder h natürlich noch so lange sich drehen wie die Kettenräder, mit denen sie ja durch die gemeinschaftliche Achse g starr verbunden sind. Indem nun bei der Bewegung des Hebels η in die punktirte Lage der Hebel r eine entsprechende Lageveränderung erfährt, wie diese ebenfalls durch Punktirung auf der Zeichnung markirt ist, wird durch die umstehend beschriebenen Zwischenglieder s, t, u und ν die stehende Welle y in partielle Umdrehung versetzt, wodurch wiederum die Ausrückstange A, durch die Kurbel £-und die Schleife B an die Wellej^ angeschlossen, eine Längsbewegung ausführt, d. h. den Antriebsriemen der Spannmaschine auf die Losscheibe führt.
Die vorbeschriebene selbstthätige AusrUckung vollzieht sich natürlich in gleicher Weise bei jedem Abstand der Kettenführungswä'nde von einander, indem an diesen selbst die oberen Ausrückorgane sämmtlich angebracht sind, also bei der Breiteneinstellung mitwandern können, und indem die Gabeln an den unteren Enden der Hebel η auf der über die ganze Breite der Maschine gehenden Stange ρ gleiten können, welche mit den Hebeln r und mit der unabhängig (nämlich in den Einlafsgestellböcken selbst) gelagerten Welle q ein festes Ganzes bildet.
Es ist selbstverständlich, dafs neben der beschriebenen und auf der Zeichnung dargestellten normalen Ausiührungsform der das Anhalten der Maschine bewirkenden Zwischenorgane noch viele andere combinirt werden können. Diese Combinationen stellen aber natürlich rein constructive Ausführungsformen dar, indem das Wesentliche stets die von der Stoffkante abfallende Rolle e bleibt und dieses Abfallen irgendwie zur Unterbrechung der Spannkettenfortbewegung benutzt werden mufs, was ja z. B. · auch durch Bethätigung einer Vorrichtung geschehen könnte, welche auf das fast immer an Spannmaschinen angeordnete Frictionsvorgelege in der bekannten Weise (nämlich durch Abrückung eines der Frictionsorgane vom anderen behufs Aufhebung der Friction) oder bei mittelst speciellen Elektro- oder Dampfmotoren betriebenen Spannmaschinen bezw. durch Unterbrechung des Stromkreises oder durch Drosselung eines Ventils in der Dampfzuleitung geschehen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.·
    Eine Ausrückvorrichtung für Gewebespannmaschinen, welche im Falle des Versagens an dieser angebrachter automatischer Gewebeeinführungsapparate bezw. beim Abweichen der Sahlleisten von den Spannketten die Fortbewegung der letzteren dadurch selbsttätig unterbricht, dafs auf den Kettenführungswänden in schwingenden Hebeln (c) gelagerte und auf dem Stoffrande laufende Rollen (e) von jenem abfallen, wenn er nicht mehr auf die Spannketten aufläuft, und dafs durch dieses Abfallen bezw. das dadurch bedingte Ausschlagen der Rollenhebel (c) mittelst geeignet construirter Zwischenelemente die Stillsetzung der Spannmaschine herbeigeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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