DEB0032571MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. September 1954 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzpumpe für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen
mit einer rotierenden Antriebswelle und einem Stirnnockenantrieb für ein axial hin- und hergehendes
und gleichzeitig rotierendes Pump- und Verteilerglied, dessen hin- und hergehende Bewegungen
auch die Pumpbewegungen einer Kraftstoffzubringerpumpe erzeugen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer derartigen Einspritzpumpe die zur Kraftstoffeinspritzausrüstung
gehörenden Einrichtungen, wie Zubringerpumpe, automatische Verstelleinrichtung für den Spritzzeitpunkt und Drehzahlregler, mit
der Einspritzpumpe zu einer Baueinheit zusammenzufassen, die geringen Raum einnimmt und gleichzeitig
möglichst billig herzustellen ist.
Ein wesentlicher Fortschritt auf dieses Ziel hin wird schon dadurch erreicht, wenn gemäß der
Erfindung die Antriebswelle den Zylinder der Zubringerpumpe enthält und als Pumpglied der
Zubringerpumpe ein mit dem hin- und hergehenden und gleichzeitig rotierenden Teil des Stirnnockenantriebes
gekuppelter Kolben dient.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
an Hand der Zeichnung und aus den Patentansprüchen.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt durch eine Kraftstoffeinspritzpumpe
mit Zubringerpumpe, automatischer Abstelleinrichtung für den Spritzzeitpunkt und
Fliehkraftdrehzahlregler,
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B 325711 al46 c2
Fig. 2 den Stirnnockenantrieb der Einspritzpumpe und die Zubringerpumpe in einer anderen
Betriebsstellung,
Fig. 3 den Kolben der automatischen Verstelleinrichtung
in Seitenansicht, gesehen in Richtung des Pfeiles III in Fig. i.
Das Pumpengehäuse ι einer für eine 4-Zylinder-Brennkraftmaschine
bestimmten Einspritzpumpe enthält eine Lagerbuchse 2 für eine Antriebswelle 3.
Die Antriebswelle hat eine axiale Zylinderbohrung 4, in die ein Kolben 5 einer Zubringerpumpe
eingepaßt ist. Durch die Wandung der hohlen Antriebswelle führt eine Steuerbohrung 6
in die Zylinderbohrung 4. Diese Steuerbohrung arbeitet mit Steueröffnungen 7 für den Ansaugvorgang
und Steuefbohrungen 8 für den' Druckvorgang
zusammen: Von diesen Steueröffnungen/ welche durch die Wandung der Lagerbuchse 2
führen, ist jeweils nur eine in der Zeichnung sichtbar. Die Saugöffnungen 7 gehen von einer Ringnut
9 in der Lagerbuchse 2 aus. Diese Ringnut steht in Verbindung mit einer Kraftstoffeinlaßbohrung
10 im Pumpengehäuse 1. Die Druckbohrungen 8 münden in den Innenraum 12 des Pumpengehäuses 1.
Auf dem im Durchmesser verstärkten Endstück 14 der Antriebswelle ist ein Verstellring 15 drehbar
angeordnet, in dem vier Rollen 16 je um 900 zueinander versetzt gelagert sind (Fig. 2). Auf diesen
Rollen laufen die ebenfalls je Um 900 zueinander
versetzten Nocken 17 einer Stirnnockenscheibe 18,. die zusammen mit den Rollen den Stirnnocken-
- - antrieb bildet. Die Nockenscheibe 18 greift mit
einem im Querschnitt rechteckigen Ansatz 19 in einen entsprechenden Schlitz des Endstückes 14 der
Antriebswelle ein und'wird durch diesen Ansatz 19
in dem Verstellring 15 zentriert. In eine T-förmige Ausnehmung des Ansatzes 19 ist das entsprechend
geformte Ende des Kolbens 5 der Zubringerpumpe eingehängt (Fig. 2).
Das Pumpengehause ι wird in axialer Richtung
durch einen Pumpenkörper 21 abgeschlossen, der gleichachsig zur Antriebswelle 3 eine Zylinderbohrung
für einen Pumpenkolben 22 hat. Das antriebsseitige Ende des Pumpenkolbens 22 ragt in
eine Ausnehmung der Nockenscheibe 18 und ist mit der Nockenscheibe gekuppelt durch einen Querstift
23, der in eine entsprechend geformte Ausnehmung eingreift und auf dem eine durch einen Sprengring
25 gesicherte Scheibe 24 aufliegt.
Der Pumpenkolben 22 ist längs durchbohrt und an seinem antriebsseitigen Ende durch einen abgesetzten
Bolzen 27 verschlossen. Eine Schulter dieses Bolzens dient als Widerlager für eine Ventilfeder
28, die bestrebt ist, ein bewegliches Druckventilglied
29 auf seinen Sitz 30 zu pressen, der durch eine Abstufung der Längsbohrung des Pumpenkolbens gebildet ist. In der gezeichneten
Schließstellung trennt dieses Ventilglied den Pumpenarbeitsraum 31 von einem Raum 32 innerhalb
des Pumpenkolbens. Der Pumpenarbeitsraum ist nach außen durch einen Verschlußstopfen 33
begrenzt, der in die an ihrem Ende mit Gewinde versehene Zylinderbohrung im Pumpenkörper 21
eingeschraubt ist. Durch die Wand des hohlen Pumpenkolbens 22 führen im Abschnitt oberhalb
des Sitzes für das Druckventilglied vier um 900
zueinander versetzte Querbohrungen 34 und im Abschnitt unterhalb dieses Sitzes eine Querbohrung
35. Die als Saugöffnungen dienenden Querbohrungen 34 arbeiten mit einem Einlaßkanal 36
zusammen, der von einer Einlaßöffnung 37 ausgeht und von einem Drosselschieber 38 durchquert ist.
Der Drosselschieber ist mit einer entsprechend geformten Ringnut 39 versehen.
Die als Drucköffnung dienende Querbohrung 35 arbeitet mit vier Auslaßkanälen 40 zusammen, von
denen in der Zeichnung nur einer dargestellt ist. Diese vier Auslaßkanäle zweigen in der gleichen
Ebene, jedoch um'900 gegeneinander versetzt, von der Zylinderbohrung für den Kolben 22 ab und
führen zu den Auslassen 41 der Einspritzpumpe.
Die Stirnnockenscheibe 18 wird durch eine mit ihr umlaufende Feder 43 gegen die im Ring 15 gelagerten
Rollen 16 gedrückt. Diese Feder stützt sich dabei am' Ring 44 eines Kugellagers 44,, ab. In
einem Querloch des Ringes 15 steckt ein Bolzen 45, dessen Kopf als Gleitstein 46 ausgebildet ist. Dieser
greift in einen Schlitz 47 ein, der in einem Kolben 48 schräg zu dessen Achse angeordnet ist. Der den
Schlitz enthaltende Abschnitt 49 des Kolbens 48 ist auf beiden Seiten abgeflacht. Der Kolben selbst ist
passend in einer Bohrung 50 im Pumpengehäuse 1 geführt, die parallel zur Antriebswelle 3 liegt und
in den Innenraum 12 des Pumpengehäuses 1 mündet. Auf den Kolben 48 wirkt der von der g5
Zubringerpumpe im Raum 12 erzeugte Kraftstoffdruck. Diesem Druck auf den Kolben 48 hält
eine Feder 51 das Gleichgewicht. Diese Feder stützt sich dabei an einem Verschlußstopfen 52 ab, der
die Bohrung 50 abschließt. Der an dem Kolben 48 entlang leckende Kraftstoff gelangt über eine
Bohrung 54 auf die Saugseite der Zubringerpumpe.
Die Antriebswelle 3 trägt ein Zahnrad 55, das in ein Zahnrad 56 eingreift. Dieses sitzt auf einer
Büchse 57, die auf einer Reglerachse 58 gelagert ist. Die Reglerachse ist parallel zur Antriebswelle 3
in einem am Pumpengehäuse 1 befestigten Reglergehäuse 59 so angeordnet, daß die Achsen der
Antriebswelle, des Kolbens 48 und der Reglerachse 58 in einer Ebene liegen.
Die Büchse 57 ist mit Mitnehmern 60 für Kugeln 61 versehen, die als Fliehgewichte dienen und auf
eine entsprechend geformte Reglermuffe 62 wirken. Eine Feder 63 hält die Reglermuffe mit den Fliehgewichten
in kraftschlüssiger Verbindung. Diese Feder stützt sich an einem auf der Reglerachse 58
verschiebbaren Federteller 64 ab, der sich dabei gegen einen Hebel 65 legt. Dieser ist auf einer im
Reglergehäuse gelagerten Welle 66 befestigt. Auf dem aus dem Reglergehäuse herausragenden Ende
dieser Welle sitzt ein Verstellhebel 67, der zwischen einstellbaren Anschlägen 68 und 69 bewegbar ist
und zum Einstellen der Spannung der Reglerfeder 63 und damit der vom Regler einzuhaltenden Drehzahl
der Brennkraftmaschine, dient. In eine Nut 70 der Reglermuffe greift das entsprechend geformte
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Ende des Drosselschiebers 38 ein. Der Weg der Reglermuffe 62 wird durch eine Anschlagscheibe 71
begrenzt, die in eine Nut der Reglerachse 58 eingesprengt ist.
Der Innenraum 12 des Pumpengehäuses steht in Verbindung mit dem Innenraum 72 des Reglergehäuses.
Durch die Wand des Reglergehäuses führt eine Kraftstoffauslaßöffnung 73, durch die
der Kraftstoff über eine schematisch angedeutete Leitung 74, in die ein Kraftstoffilter 75 eingebaut
ist, zu der Kraftstoffeinlaßöffnung 37 der Einspritzpumpe gelangt. An das Filter ist ein Überströmventil
76 angeschlossen für den Abfluß des von der Zubringerpumpe im Überschuß geförderten Kraft-
15· stoffes.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Beim Drehen der Antriebswelle
3 dreht sich auch die Nockenscheibe 18 und bewegt sich gleichzeitig — entsprechend der Form
ihrer auf den Rollen 16 ablaufenden Nocken 17 —
axial hin und her. An dieser Bewegung nimmt auch der Kolben 5 der Zubringerpumpe teil. Dabei saugt
er während jedes Auswärtshubes Kraftstoff über die Steuerbohrung 6 und eine der Ansaugöffnungen 7
aus dem Einlaß 10 an. Bei jedem seiner Einwärtshübe drückt dann der Kolben den zuvor angesaugten
Kraftstoff durch die Steuerbohrung 6 und eine der Drucköffnungen 8 in den Gehäuseraum
12. Dabei stellt sich, entsprechend dem Druck in diesem Raum, der Kolben 48 der automatischen
Verstelleinrichtung in eine bestimmte Lage ein und bestimmt damit die Stellung des die Rollen 16
tragenden Ringes 15. Der Kraftstoff strömt von dem Raum 12 in den Innenraum 72 des Reglergehäuses
und von hier aus durch die Leitung 74 und das Filter 75 zur Einlaßöffnung 37 der Einspritzpumpe.
Die zuviel geförderte Kraftstoffmenge entweicht durch das Überströmventil 76 und wird
zum nicht dargestellten Kraftstoffbehälter zurückgeleitet.
Von der Einlaßöffnung 37 strömt der Kraftstoff beim Saughub des Pumpenkolbens 22 durch den
Einlaßkanal 36 und eine der Ansaugöffnungen 34 in den Pumpenarbeitsraum 31. Der vom Pumpenkolben
22 angesaugte Kraftstoff wird dann beim Druckhub, bei dem die Ansaugöffnungen infolge
der Drehbewegung des Pumpenkolbens geschlossen sind, nach Anheben des Druckventilgliedes 29 von
seinem Sitz 30 in den unterhalb dieses Sitzes liegenden Innenraum 32 des Pumpenkolbens gefördert.
Von hier aus strömt der Kraftstoff durch die Drucköffnung 35 und den ihr gerade gegenüberliegenden
Auslaßkanal 40 über den entsprechenden Pumpenauslaß 41 zur Brennkraftmaschine.
Steigt die Drehzahl der Brennkraftmaschine und dadurch auch die der Antriebswelle 3, so wird die
von der Förderpumpe in der Zeiteinheit geförderte Kraftstoffmenge entsprechend größer. Da das
Überströmventil 76 eine Drosselstelle darstellt, erhöht sich dabei auch der auf den Kolben 48 der
automatischen Verstelleinrichtung wirkende Kraftstoffdruck im Raum 12. Der Kolben 48 wird daher
entgegen der Kraft der Feder 51 bewegt und verdreht über die schräge Gleitführung 46, 47 den
Ring 15 derart, daß der Förderbeginn der Einspritzpumpe und damit der .Spritzzeitpunkt, bezogen
auf die Stellung der Brennkraftmaschinenkolben, früher gelegt wird.
Steigt die Drehzahl der Brennkraftmaschine beispielsweise infolge Entlastung der Maschine bei
gleichbleibender Stellung des Einstellhebels 67 an, so verschieben die nach außen gehenden Fliehgewichte
61 die Reglermuffe 62 entgegen der Kraft der Reglerfeder 63 und stellen dabei den Drosselschieber
38 auf einen kleineren Durchgangsquerschnitt des Ansaugkanals 36 ein. Dadurch wird die
Brennkraftzufuhr zur Einspritzpumpe stärker gedrosselt, so daß die Pumpe nur eine kleinere Kraftstoffmenge
anzusaugen und zu fördern vermag. Durch diese verringerte Kraftstoffzufuhr zur
Brennkraftmaschine sinkt deren Drehzahl auf den vom Regler einzuhaltenden Wert.
Der vorstehend beschriebene Zusammenbau der Einspritzpumpe mit der Zubringerpumpe, der automatischen
Verstelleinrichtung für den Spritzzeitpunkt und dem Drehzahlregler zeichnet sich durch
geringen Raumbedarf aus und ist auch infolge der einfachen Form seiner Einzelteile billig herzustellen,
go
Der Drehzahlregler bildet zusammen mit seinem Gehäuse 59 eine Einheit, die für sich hergestellt
und dann an das Einspritzpumpengehäuse 1 angebaut werden kann. Dies ist auch bei Instandsetzungsarbeiten
wertvoll, denn es kann ein Regler leicht gegen einen anderen ausgetauscht werden.
Auch der Pumpenkörper 21 wird zusammen mit dem Pumpenkolben 22, der Nockenscheibe 18 und
Feder 43 sowie dem Drosselschieber 38 als geschlossene Einheit an das Pumpengehäuse 1 an- ioo
gebaut und kann, wenn nötig, leicht gegen eine andere Pumpenkörpereinheit ausgewechselt werden.
Claims (5)
1. Kraftstoffeinspritzpumpe für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen mit einer rotierenden
Antriebswelle und einem Stirnnockenantrieb für ein axial hin- und hergehendes und
gleichzeitig rotierendes Pump- und Verteilerglied, dessen hin- und hergehende Bewegungen
auch die Pumpbewegungen einer Kraftstoffzubringerpumpe erzeugen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebswelle (3) den Zylinder
(4) der Zubringerpumpe enthält und als Pumpglied der Zubringerpumpe ein mit dem hin- und
hergehenden und gleichzeitig rotierenden Teil (18) des Stirnnockenantriebes gekuppelter
Kolben (5) dient.
2. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegungen
der Antriebswelle (3) gegenüber ihrer Lagerstelle (2) zur Steuerung der Einlaß- und
Auslaßkanäle (7,8) der Zubringerpumpe dienen.
3. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1 oder 2 mit einem vom Förderdruck der Zu-
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bringerpumpe beaufschlagten federbelasteten Verstellglied für einen im Gehäuse der Einspritzpumpe
angeordneten Verstellring, in welchem Rollen gelagert sind, auf denen die Nockenscheibe des Stirnnockenantriebes läuft,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellglied in an sich bekannter Weise aus einem parallel
zur Antriebswelle angeordneten Kolben (48,49) besteht, der bei seinen Hubbewegungen über
eine schräge Gleitführung (47) ein Verdrehen des Verstellringes (15) herbeiführt.
4. Kraftstoffeinspritzpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Fliehkraftdrehzahlregler,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regler in an sich bekannter Weise in
ein an das Pumpengehäuse der Einspritzpumpe angebautes Gehäuse (59) eingebaut und darin
mit zur Antriebswelle (3) der Einspritzpumpe paralleler Achse (58) gelagert ist.
5. Kraftstoff einspritzpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen des
Fliehkraftdrehzahlreglers (58), des Verstellgliedes (48, 49) und der Antriebswelle (3)
einer Ebene liegen.
einer Ebene liegen.
in
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung K 10975 I a/46b2; USA.-Patentschriften Nr. 2455571, 2582535, 641 238.
Deutsche Patentanmeldung K 10975 I a/46b2; USA.-Patentschriften Nr. 2455571, 2582535, 641 238.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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