DEB0033051MA - - Google Patents

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DEB0033051MA
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phosphonium salts
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hydrogen
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Oktober 1954 Bekanntgemacht am 8. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 12 ο GRUPPE 26 01 B 33051 IVb/12 ο
Dr. Georg Wittig, Tübingen, und Dr. Horst Pommer, Ludwigshafen/Rhein
sind als Erfinder genannt worden
Badische Anilin- & Soda-Fabrik A. G., Ludwigshafen/Rhein
Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors
Es ist bekannt, daß. man durch Umsetzen von metallorganischen Verbindungen, wie Phenyllithium, mit quartären Phosphoniumsalzen der all-
,R'
+
R —P —CH
1R"
LiC6H5
In diesen Formeln bedeuten die Zeichen. R gleiche oder verschiedene Aryl- oder Alkylgruppen, die auch indifferente Substituenten tragen und isolierte oder konjugierte Doppel- und bzw. oder Dreifachgemeinen Formel (I) sogenannte Ylide (II) erhält 15 (vgl. G. Witt ig und Mitarbeiter, Liebigs Ann. d. Chemie 580 [1953], S. 48), z.B.
R —P —C
+ LiX + C6H6
bindungen enthalten können, R' und R" Wasser- 25 stoff oder gleiche oder verschiedene Alkyl- oder Arylgruppen der bei R besprochenen Art und X ein Halogenatom.
509598/41
B 33051 IVb/12 ο
Man hat zur Darstellung von Yliden des Phosphors früher auch schon ein noch umständlicheres und gefährlicheres Verfahren benutzt, das in der Umsetzung von quartären Phosphoniumsalzen mit geschmolzenem Kalium besteht (vgl. die Dissertationen von J,üscher [Zürich 1922] und von lsi er [Zürich 192. | J sowie die Arbeit von Coffin a 11 und Marvel, J. Am. Chem. Soc. 51 [1929], S. 3-197). Kin neuerer Vorschlag geht dahin, als Halogenwasserstoff entfernende Mittel Alkalimetallaniide zu verwenden.
Ks wurde, nun gefunden, daß man Ylide des Phosphors bzw. ihre Lösungen in besonders vorteilhafter Weise ungefährlich erhält, wenn man die
»5 obengenannten Phosphoniumsaize mit Alkali- oder Krdalkalialkoholaten umsetzt. Zweckmäßig arbeitet man in Gegenwart von wasserfreien Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, wie Benzol, Äther, Tetrahydrofuran oder Alkoholen, und unter Ausschluß
so von I,uft, da die Ylide im allgemeinen sehr empfindlich gegen molekularen Sauerstoff und gegen Wasser sind. Die Ylide bilden sich im allgemeinen bereits bei gewöhnlicher Temperatur rasch; zuweilen ist Krwärmen förderlich.
Die Verwendung von Alkali- und Erdalkalinielallalkoholaten zur Herstellung der Ylide hat, insbesondere bei gleichzeitiger Verwendung von Alkoholen als Verdünnungsmittel, den überraschenden Vorteil, daß die erhaltenen Ylidlösungen in ihrer Reaktionsfähigkeit verlangsamt und differenziert sind; sie reagieren z. B. mit Aldehyden rasch, mit Ketonen erheblich langsamer und mit Ester-, Carbonamid- oder Nitri!gruppen erst nach Tagen in merklichem Ausmaß. Ks gelingt deshalb, nach dem vorliegenden Verfahren auch Ylide herzustellen, deren Gruppen R, R' oder R" außer Oxy- oder Athergruppen auch Keto-, Ester-, Carbonamid-, Carboxyl- oder Nitrilgruppen enthalten.
Die in den folgenden Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
hi eine 20 bis 300 warme Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 150 Teilen absol. Äthanol trägt man unter Rühren rasch eine Lösung von 200 Teilen Benzyltriphenylphosphoniumchlorid in 150 Teilen absol. Äthanol ein. Das Gemisch trübt sich sofort und wird orangerot; nach etwa 10 Minuten zeigt es den pipWert 7 bis 8, und es ist ein Teil des Ylids in Form roter Rhomben ausgefallen, die an der Luft rasch zu einem weißen Pulver verwittern.
B e i s ρ i e 1 2
Zu einer Lösung von 260 Teilen Triphenylphosphin in 1300 Teilen Benzol gibt man 122 Teile Chlorcssigsäureäthylcster. Man kocht das Gemisch 5 Stunden unter Rückfluß, worauf man das ausgefallene Cn rbäthoxy met hy ltriphenylphosphoni um ehlorid absaugt, mit Benzo! wäscht und trocknet. Die Ausbeute beträgt 340 Teile, der Schmelzpunkt liegt bei 1420.
Kiiie Lösung von 194Teilen dieses Phosphoniumsalzes in 400 Teilen absol. Äthanol wird rasch in eine Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 150 Teilen absol. Äthanol bei 200 eingerührt. Man erhält in fast quantitativer Ausbeute eine Lösung von Carbäthoxymethylentriphenylphosphin der Formel H5C2OOC-CH = P(C0H5),
Beispiel 3 Beispiel 4
Rx
R —P —CH
,R'
Zu einer Lösung von 266 Teilen Triphenylphosphin in 900 Teilen Benzol gibt man 75 Teile Chloracetonitril. Man erhitzt das Gemisch 8 Stunden unter Rückfluß zum Sieden, worauf man das auskristallisierteCyanmethyltriphenylphosphoniumehlorid absaugt. Die Ausbeute beträgt 270 Teile, der Schmelzpunkt liegt bei 2440.
Eine Lösung von 175 Teilen dieses Phosphoniumsalzes in 600 Teilen absol. Äthanol wird rasch in eine Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 130 Teilen absol. Äthanol bei etwa 200 eingerührt. Nach etwa 30 Minuten Rühren ist die Bildung des Ylids praktisch vollständig; es scheidet sich aus der Lösung zum Teil als farbloses Kristallpulver aus, das vielleicht ein Äthanol-Additionsprodukt darstellt. Die Suspension zeigt die für das Cyanmethylen-triphenylphosphin der Formel NC — CH = P(C6Hj)3 zu erwartenden Umsetzungen.
Zu einer Lösung von 266 Teilen Triphenylphosphin in 900 Teilen Benzol gibt man 93 Teile Chloracetamid. Man erhitzt das Gemisch 8 Stunden unter Rückfluß zum Sieden und erhält 300 Teile Carbarnidomethyltriphenylphosphoniumchlorid vom Schmelzpunkt 1760.
Eine 40 bis 500 warme Lösung von 180 Teilen dieses Phosphoniumsalzes in 450 Teilen absol. Äthanol wird in eine Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 120 Teilen absol. Äthanol eingerührt. Das Gemisch, aus dem sich sofort ein farbloses Kristallpulver ausscheidet, reagiert nach 10 Minuten neutral. Es enthält in praktisch quantitativer Ausbeute das Carbamidomethylentriphenylphosphin der Formel E2N-CO-CH = P(C8H5), bzw. sein Alkoholadditionsprodukt, was durch die Umsetzung mit 40 Teilen Crotonaldehyd erwiesen wird, wobei man in rascher Reaktion neben Triphenylphosphinoxyd 33 Teile Sorbinsäureamid vom Schmelzpunkt 167 bis i68° erhält.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors durch Einwirkung von Halogenwasserstoff entfernenden Mitteln auf quartärc Phosphoniumsalze der allgemeinen Formel
    in der die Zeichen R gleiche oder verschiedene Alkyl- oder Arylgruppen bedeuten, die auch
    598/41
    B 33051 IVb/12 ο
    indifferente Substituenten oder Oxy-, Alkoxy-, Carboxyl-, Carbonester-, Carbonamid- oder Nitrilgruppen tragen und isolierte oder konjugierte Doppel- und bzw. oder Dreifachbindungen enthalten können, R' und R" Wasserstoff oder gleiche oder verschiedene Gruppen der bei R besprochenen Art sind und X ein Halogenatom bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man die Phosphoniumsalze mit Alkali- oder Erdalkalialkoholaten, zweckmäßig in Gegenwart. überschüssigen Alkohols und unter Ausschluß von Wasser und molekularem Sauerstoff, umsetzt.
    Angezogene Druckschriften:
    Liebigs Annalen der Chemie, 580 (1953), S. 48; Journal of the American Chemical Society, 51, 2 (1929), S. 3497.

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