DEB0034499MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 12. Februar 1955 Bekanntgemacht am 10. November 1955
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Bändern oder
Blättern mit einer druckempfindlichen Klebemasse der Art Kautschuk-Harz, Kunstkautschuk-Harz
bzw. Elastomer-Klebrigmacher, die, auf beliebigen Unterlagen zur Haftung gebracht, wieder entfernt
und erneut benutzt werden können.
Die bisher bekannten Klebebänder der genannten Art haben den Nachteil, daß sie eine zu hohe
Wasserdampfdurchlässigkeit besitzen. Werden derartige Klebebänder beispielsweise als Verschlußstreifen
zum Abdichten auf die Fugen zwischen Deckel und Behälter von Verpackungen geklebt, so
ist der Inhalt der Verpackung, der ja gerade geschützt werden soll, einem zu starken Einfluß der
Feuchtigkeit aus der die Packung umgebenden Atmosphäre und damit dem Verderb ausgesetzt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, daß man Selbstklebebänder
aus Polyäthylenfilm herstellt. Es ist bekannt, daß die Wasserdampfdurchlässigkeit von
Folien bzw. Filmen aus Polyäthylen sehr gering ist. Man hat daher versucht, derartige Filme aus
Polyäthylen mit selbstklebenden, druckempfindlichen Klebemassen zu versehen, um auf diese
Weise Klebebänder zu erhalten, die in erheblichem Maße wasserdampfundurchlässig sind. Die so hergestellten
Klebebänder haben jedoch den Nachteil, daß die Klebemasse nur mangelhaft auf der Polyäthylenfolie
verankert ist, so daß beim Versuch, die
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B 34499 IVaI22 i
Klebebänder von einer beklebten Unterlage abzuziehen,
Kk'beniassenrückstände auf dieser zurückbleiben.
Aus diesem Grunde ist es unzweckmäßig, Selbstklebebänder in der Art herzustellen, daß
fertig vorgebildete I 'olyäthyleiifilme mit einer
selbstklebenden Schicht versehen werden. Um ein besseres Haften der Klebstoffschicht zu erreichen,
hat man weiterhin versucht, den Polyäthylenfilm zunächst auf eine Zwischenschicht oder einen Träger
ίο aufzubringen und diesen dann mit der Klebstoffschicht
zu versehen. Aber auch dieses Vorgehen hat zu einem Erfolg nicht geführt, da eine sichere
Haftung auch der Zwischenschicht auf dem fertig vorgebildeten I'olyäthylenlilm in den meisten Fällen
nicht erzielt werden konnte.
Bei der Befilmung besonders poröser, saugfähiger Unterlagen mit Polyäthylen war man bisher darauf
angewiesen, den Film mit der Unterlage unter Benutzung von Wärme und Druck zu kaschieren,
z. B. unter Zuhilfenahme von Extrudern. Die Haftung der nach diesem Verfahren zusammenkaschierten
l'olyäthylenfolien und Unterlagen aneinander war jedoch mangelhaft, so daß der Versuch,
auf diese Weise ein brauchbares Klebeband zu erhallen, fehlgeschlagen ist.
Die !'".rrindung gibt nun einen Weg an, wie man
sich die Vorteile der hohen Wasserdampfundurchlässigkeit von l'olyäthylenfihnen bei ihrer Verwendung
zu Klebebändern zunutze machen kann, ohne daß die vorstehend beschriebenen Nachteile
auftreten.
ICs wird vorgeschlagen, einen Polyäthylenfilm durch Erschmelzen aus einer Polyäthylendispersion
auf einem Träger herzustellen und alsdann auf der dem l'olyäthylenfilm abgekehrten Seite der Trägerschicht
eine der üblichen Klebemassen aufzutragen. Man kann beispielsweise auf einen aus Polyisobutylen
gebildeten Träger zunächst eine Polyäthylendispersion auftragen. Das nach dem Verdunstendes
Lösungsmittels anfallende Polyäthylenl)ulvcr wird auf dem Träger verschmolzen. Nur
dadurch erreicht man eine innige Verbindung zwischen dem gebildeten erschmolzenen PoIyäthyleiinlm
und dem Träger selbst.
Verwendet man als Träger besonders poröse Unterlagen, z. B. stark saugfähiges Papier oder Gewebe,
so ist es erforderlich, zunächst eine Zwischenschicht auf dem Träger aufzubringen, die verhindert,
daß die Dispersion auf dem Träger filtriert und dabei zerstört wird. ICs würde sonst nämlich
kein l'olyäthvlenfilm auf der Trägerschicht entstehen, da das Polyäthylenpulver aus der zerstörten
Dispersion bei dem Aufbringen auf die Trägerschicht vor dem Streichmesser der Streichmaschine
liegenbleiben würde.
Die Verwendung von Polyäthylendispersionen und die Erschmelzung der daraus gewonnenen
Inline auf den genannten Trägern führt eine innige Verbindung des l'olyäthylenfilms mit dem Trägermaterial
herbei, ohne daß besondere und kostspielige Maschinen erforderlich wären. Die Polyäthylen-Iiline
können bis zu den geringsten Auftragsstärken mit den bekannten Rakel-Strcichmaschinen auf den
Trägern aufgebracht werden. Die erschmolzenen Filme können daher bedeutend dünner gehalten
werden als die nach dem Extruder-Verfahren hergestellten, denn die Dicke des gerakelten Polyäthylenfilms
hängt nur von der Korngröße der Polyäthylendispersion ab und kann so gering gehalten
werden wie die Korngröße dieser Dispersion. Der erschmolzene Film braucht auch nicht besonders
zugfest zu sein, da er auf dem Träger aufliegt und die Festigkeit dieses Trägers für die Festigkeit
des befilmten Materials entscheidend ist.
Die Herstellung von Selbstklebebändern aus dem erfindungsgemäß mit einer erschmolzenen Polyäthylenschicht
befilmten Trägermaterial erfolgt in der Weise, daß die Selbstklebemassen in der bekannten
Weise auf die der Polyäthylenschicht abgewandten Seite des Trägermaterials aufgebracht
werden.
Die erfindungsgemäß hergestellten Klebebänder haben den Vorteil, daß die Klebemasse fest auf dem
Träger haftet, so daß sie, ohne Rückstände zu hinterlassen, von der jeweiligen Unterlage abgezogen
werden können. Bei Verwendung von mit Polyäthylen befilmten Trägern wird durch den
Träger eine erhöhte Reißfestigkeit gegenüber den trägerlosen Folien erzielt. Selbstverständlich ist es
auch möglich, die Trägerschicht durch Tränken, go Imprägnieren oder Ausrüsten mit verankerungsverbessernden
Zwischenschichten zwischen Träger und Klebemasse zu versehen und auf diese Weise
die Haftung zwischen Klebemasse und Trägerschicht noch weiter zu verbessern.
In den Beispielen wird als Träger für die Polyäthylendispersion und dem daraus zu erschmelzenden
Film eine Schicht aus Polyisobutylen angegeben. Selbstverständlich können auch andere
Stoffe als Träger Anwendung finden, sofern sie eine hinreichende Affinität zu Polyäthylen haben. Es
können dem Träger und/oder der Polyäthylendispersion modifizierende Zusätze wie Farbstoffe,
Pigmente, Füllmittel, Polymerisate, Harze, Stabilisatoren usw. beigegeben werden.
Eine Lösung von etwa 10 bis 20 Teilen Polyisobutylen
in Benzin wird auf eine glatte Unterlage, z. B. eine Folie aus Hydratcellulosc, gegossen, das no
Benzin verdampft und die gebildete Polyisobutylenschicht mit einer etwa 10-bis 5o%igen Polyäthylendispersion
bestrichen. Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels wird bei etwa 115 bis i6o° verschmolzen,
und nach dem Abkühlen wird der mit dem Polyäthylen ausgerüstete Polyisobutylenfilm
von der Unterlage abgezogen und auf der dem Polyäthylen abgewandten Seite mit einer selbstkiebenden,
druckempfindlichen Klebemasse versehen.
η ■ ■ ι
Ein etwa 120 g/m2 schweres Gewebe wird mit
einer Lösung von etwa 20 Teilen Polyisobutylen in Benzin bestrichen. Nach dem Verdampfen des
Lösungsmittels wird auf die Polyisobutylcu-Zwiselenschicht
eine etwa 30- bis 40°/oigc Polyäthylen-
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B 34499 IVa/22ί
dispersion aufgetragen und anschließend bei 115
bis i6o° verschmolzen. Die dem Polyäthylen abgekehrte Seite wird mit einer Selbstklebemasse ausgerüstet.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung selbstklebender Bänder oder Blätter, deren Trägermaterial insbesondere Polyäthylen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer Dispersion ein Polyäthylenfilm durch Verschmelzen mit dem Träger aus Material beliebiger Art fest verbunden und daß anschließend auf der dem Polyäthylenfilm abgewandten Seite des Trägers die druckempfindliche Klebeschicht aufgebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger vor der Beschichtung mit der Polyäthylendispersion mit einer Zwischenschicht versehen wird.
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