DED0019747MA - - Google Patents
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Description
UNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Februar 1955 Bekaniitgemacht am 9. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Axialkolbenmaschine, bestehend aus einer mit
einem Triebflansch versehenen Hauptwelle und einem an den Triebflansch anschließenden Zylinderblock,
in dessen in seiner Mittelstellung konzentrisch zur Achsrichtung der Hauptwelle liegenden
Zylinderbohrungen je ein mit seiner Kolbenstange am Triebflansch angelenkter Kolben geführt ist, wobei
der Zylinderblock um seine Längsachse drehbar in einem an einem feststehenden Gehäuseteil um
eine in der Ebene des Triebflansches liegende Querachse schwenkbar gelagerten und mit. zwei äußeren
Anschlußstellen für die Betriebsflüssigkeit versehenen Gehäuse gelagert ist, in dem sich Steuerorgane
für einen bestimmten Anschluß der Zylinderräume an die Anschlußstellen befinden.
Bei den vorgenannten Axiälkolberiitnaschinen ist
insbesondere im Falle einer Änderung der Ausschwenkrichtung des Gehäuses bzw. Drehsinnänderung
des Zylinderblockes gegenüber dem Gehäuse ao nachteilig, daß während des Betriebes der Axialkolbeneinheit
an der Steuerstelle unerwünschte Druckspitzen auftreten. Es ist deshalb nach Maßgabe
der Druckhöhen oder des Überdruckes an der Stelle der Steuerorgane eine Phasenverschiebung
der Steuerung erwünscht, um eine Anpassung des in den einzelnen Zylindern auftretenden Enddruckes
an den Druck in der Hauptleitung zu erreichen. Würden zu dieser Anpassung die Steuerorgane des
Gehäuses von vornherein zur Erzielung einer bestimmten Phasenverschiebung unsymmetrisch zu
der auf der Schwenkachse des Gehäuses senkrecht stehenden Längsmittelebene des Gehäuses angeordnet
werden, so würde dadurch der Nachteil im Falle einer Änderung der Ausschwenikrichtung des Gehäuses
bzw. des Drehsinnes des Zylinderblockes
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nur verzögert werden. Es ist zwar bereits eine begrenzte Ausgleichsmöglichkeit durch das sogenannte
Verkanten des ausgeschwenkten Gehäuses bekanntgeworden, diese Verkantung ist jedoch nur
in einem sehr beschränkten Maße möglich und außerdem mit einer Veränderung der Fördercharakteristik
verbunden.
Die Erfindung bezweckt die Behebung der vorgenannten Mängel und besteht im wesentlichen darin,
daß zumindest'der die genannten Steuerorgane enthaltende, dem Zylinderblock benachbarte und
. mindestens einteilig ausgeführte Teil des Gehäuses unter Beibehaltung der von den Steuerorganen zu
den äußeren Anschlußstellen führenden Kanalver-, bindungen gegenüber dem übrigen Gehäuse um die
Längsachse desselben in einem bestimmten Winkelbereich verdrehbar angeordnet ist.
In einer Ausgestaltung der Erfindung können die Anschlußkanäle im Zylinderblock von den einzelnen
Zylinderbohrungen aus radial nach innen zu einer • inneren Steuerhülse führen, welche gegenüber diesen
Anschlußkanälen mit den beispielsweise zwei Steuerorganen versehen und gegenüber dem übrigen
Gehäuse um dessen Längsachse unter Beibehaltung der genannten Kanalverbindungen zu den beiden
äußeren Anschlußstellen des Gehäuses verdrehbar angeo'rdnet ist. Dabei sitzt die Steuerhülse zweckmäßig
auf der üblichen, das Gehäuse in axialer Richtung durchsetzenden und zur Lagerung des
Zylinderblockes dienenden Welle oder bildet einen Teil derselben, wobei die Verdrehung der Steuerhülse
gegenüber dem Gehäuse durch eine entsprechende Verdrehung der genannten Welle ermöglicht
ist.
Bei einer Axialkolbenmaschine, von der der Steuerteil des Gehäuses als getrennt von diesem
hergestellter Steuerspiegel'körper ausgebildet ist, dessen beide an der dem Zylinderblock benachbarten
Stirnseite befindlichen und als Ausfräsung ausgebildeten Steuerorgane mit den an dieser Stirnseite
des· Zylinderblockes aus den einzelnen Zylinderbohrungen konzentrisch zur Drehachse des
Zylinderblockes ausmündenden Ans.chlußkanälen in axialer Richtung zusammenwirken, ist der den
Steuerspiegel enthaltende Steuerteil des Steuerspiegelkörpers vorzugsweise als im wesentlichen
kreisrunde und dem Steuerspiegel entsprechende Durchbrechungen aufweisende Steuerscheibe ausgebildet,
die unter Beibehaltung der genannten Kanalverbindungen zu den äußeren Anschlußstellen
gegenüber dem übrigen Steuerspiegelkörper um die Längsachse des Gehäuses verdrehbar angeordnet ist
und z. B. durch weitere Mittel innerhalb eines bestimmten Winkelbereiches verdrehbar ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der um die Längsachse
des Gehäuses verdrehbare Steuerteil zweiteilig ausgeführt ist und beispielsweise aus je einer
in axialer Richtung dichtenden und z. B. das eine Steuerorgan enthaltenden Steuerscheibe und einer
in radialer Richtung dichtenden und z. B. das andere Steuerorgan enthaltenden Steuerhülse besteht,
die 'beide zu den einzelnen Zylinderbohrungen
führende Anschlußkanäle des Zylinderblockes steuern und unabhängig voneinander z. B. von der
Außenseite des Gehäuses aus über ein mit dem Teil verbundenes Zahnsegment und von der das Gehäuse
in Richtung seiner Längsachse durchsetzenden Welle aus verdrebbar sind. Diese Verdrehung erfolgt
schließlich zweckmäßig selbsttätig z. B. in Abhängigkeit von dem an dem jeweiligen Steuerorgan
vorhandenen Flüssigkeitsdruck.
Einzelheiten und weitere Ausgestaltungen des Erfindüngsgedankens sind der nachstehenden Beschreibung
zu entnehmen, in der der Gegenstand der Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen an
Hand von drei Figuren veranschaulicht ist. Es zeigt
Fig. ι eine dem ersten Ausführungsfoeispiel entsprechend
ausgebildete Axialkolbenmaschine in einem zugleich die Schwenkachse des Gehäuses in
sich aufnehmenden Längsschnitt,
Fig. 2 das den Zylinderblock enthaltende Gehäuse einer Axialkolbenmaschine gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel in einem quer zur Schwenkachse des Gehäuses verlaufenden Längsschnitt,
Fig. 3 einen Querschnitt durch das Gehäuse gemäß Fig. 2^aCh der Linie III-III der Fig. 2. '
Die dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechend ausgebildete Axialkolbenmaschine besteht aus einer
als An- bzw. Abtriebswelle dienenden Hauptwelle 1, die an ihrem einen Ende in einen Triebflansch 2
übergeht und unmittelbar vor dem Triebflansch in einem feststehenden Gehäuse 3 mittels eines Rollenlagers
4 verdrehbar gelagert ist. An den Triebflansch 2 schließt ein um eine in der Ebene desselben
liegende Querachse 5 schwenkbarer Zylinderblock 6 an, dessen Längsachse in seiner dargestellten
Mittelstellung koaxial zur Achse 7 der Hauptwelle ι liegt und der konzentrisch zu seiner Längsachse
mit nach dem Triebflansch 2 hin ausmündenden Zylinderbohrungen. 8 versehen ist, in denen je ein
mit seiner Kolbenstange 9 am Triebflansch 2 angelenkter Kolben 10 geführt ist.
Der Zylinderblock 6 ist von einem am feststehenden Gehäuse 3 um die genannte Querachse 5
vorzugsweise beiderseits der Hauptwellenachsrichtung ausschwenkbar gelagerten weiteren Gehäuse
11 umgeben, in welchem eine zugleich zur Lagerung des Zylinderblockes 6 dienende Welle 12 derart
gelagert ist, daß sich die Längsachse des Zylinderblockes 6 bei nicht ausgeschwenktem Gehäuse
11 koaxial zur Achse 7 der Hauptwelle 1 befindet.
Dabei ist der die Welle 12 haltende Teil des Gehäuses 11 als ein unabhängig vom übrigen Gehäuse
hergestellter Konuskörper 13 ausgebildet, der in das Gehäuse 11 von innen eingesetzt und an
seinem aus dem Gehäuse 11 herausragenden Teil mittels einer Mutter 14 und einer Zwischenscheibe
15 unverdrehbar Jestgespannt ist. Der Konuskörper 13 ist in seiner mit der Achsrichtung 11 des Gehäuses
zusammenfallenden Achsrichtung durchbohrt und nimmt in der dadurch gebildeten Öffnung die Welle 12 verdrehbar, jedoch axial
nicht verschiebbar, auf. An der dem Konuskörper 13 zugewandten Stirnseite des Zylinderblockes 6
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weist die Welle noch eine mit ihr fest verbundene äußere Steuerhülse i6 auf, die während des Betriebes
entlang ihrem äußeren Umfang gegenüber der dortigen zylindrischen Wand 17 einer entsprechenden
Ausbohrung des um die Welle 12 rotierenden Zylinderblockes 6 sorgfältig abgedichtet ist.
Die einzelnen Zylinderbohrungen 8 weisen an ihren dem Triebflansch 2 gegenüberliegenden Enden
je einen radial nach innen führenden Anschlußkanal 18 auf, der während des Betriebes der Axialkolbenmaschine
mit zwei in dem' äußeren Umfang der Steuerhülse 16 befindlichen Ausfräsungen 19,
19' zusammenwirkt, die ihrerseits je mittels weiterer Kanäle 20, 20', 21, 21', 22, 22', 23, 23' in je
eine beiderseits des Gehäuses 11 in Richtung der Schwenkachse 5 am feststehenden Gehäuse 3 befindliche
Lagerbüchse 24 bzw. 24' münden, deren Bohrungen 25 bzw. 25' nach außen hin je zu einer
nicht besonders dargestellten Anschlußstelle führen.
Die beiden je ein Steuerorgan bildenden Ausfräsungen 19, 19' liegen bei in Mittelstellung befindlicher
Steuerhülse 16 gegenüber der auf der Schwenkachse 5 des Gehäuses 11 senkrecht stehenden
Längsmittelebene desselben zueinander symmetrisch und bilden je einen auf einem gemeinsamen
Kreis liegenden Ringabschnitt.
Auf dem äußeren Ende der Welle 12, die ihrerseits durchbohrt ist und in ihrem Innenraum 26
weitere Führungsteile zur Mitnahme des Zylinderblockes 6 von dem Triebflansch 2 aus enthält, ist
ein Betätigungshebel 27 befestigt, der mit seinem äußeren freien Ende in einem Längsschlitz 28 eines
weiteren Betätigungshebels 29 geführt ist, der seinerseits um die Schwenkachse 5 in einem bestimmten
Winkelbereich verdrehbar auf dem einen zur Lagerung auf der feststehendenLagerbüchse 24
dienenden Lagerflansch 30 des Gehäuses 11 gelagert
. ist. Der letztgenannte Betätigungshebel 29 besitzt dabei an seiner Außenseite eine Stirnverzahnung
31, über welche seine willkürliche Verdrehung zur Regelung der Steuerhülse 16 in irgendeiner bekannten
Weise, z. B. in Abhängigkeit des Druckes der durch die Axialkolbenmaschine durchgesetzten
Flüssigkeit, geregelt werden kann.
Wird z. B. die Hauptwelle 1 als Antriebswelle benutzt und von einem nicht dargestellten, beispielsweise
als Brennkraftmaschine ausgebildeten Triebwerk in Umdrehung versetzt und sind' die
beiden an die Bohrungen 25 und 25' anschließenden Anschlußstellen an einen Ölkreislauf angeschlossen,
in dem sich eine weitere, in diesem Falle als Ölmotor wirkende Axialkolbenmaschine
befindet, so bildet die gesamte Anordnung ein hydrostatisches Getriebe. Dabei wird das in diesem
Kreislauf befindliche öl durch die Kolben 10 der dargestellten Axialkolbenmaschine dann unter
einem gleichzeitigen Antrieb des Ölmotors in Umlauf versetzt, wenn das Gehäuse 11 um die
Schwenkachse 5 aus der dargestellten, zur Achse 7 der Hauptwelle 1 koaxialen Mittelstellung nach
der einen oder nach der anderen Seite ausgeschwenkt wird. Dabei hängt die Richtung des
Ölumlaufes zwangläufig von der Drehrichtung der Hauptwelle 1 und der Richtung der Ausschwenkung
des Gehäuses 11 ab, sie kann also bei gleichbleibender Drehrichtung der Hauptwelle 1 lediglich durch Umkehrung der Ausschwenkrichtung
des Gehäuses 11 umgekehrt werden, womit auch die Drehrichtung der nunmehr die Abtriebswelle
bildenden Hauptwelle des Ölmotors in ihrer Drehrichtung ebenfalls umgekehrt wird. Die erfindungsgemäß
vorgesehene Phasenverschiebung der Steuerung durch Verdrehen der Steuerhülse 16 von dem
Betätigungshebel 29 aus kann dabei zur optimalen Steuerung der Steuerorgane bzw. Ausfräsungen 19,
19' gegenüber den Anschlußkanälen 18 des rotierenden
Zylinderblockes 6 ausgenutzt werden.
Die entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 2 und 3 ausgebildete Axialkolbenmaschine
weist die gleichen Kolben und mit den Kolben verbundenen Triebteile wie die vorbeschriebene
Axialkolbenmaschine auf, so daß darauf verzichtet ist, diese Teile beim zweiten Ausführungsbeispiel
nochmals darzustellen und zu beschreiben. In den Fig. 2 und 3 sind dagegen die gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel etwas
abgewandelten weiteren Teile dargestellt, von denen in Fig. 2 vor allem der Zylinderblock 32, das
den Zylinderblock 32 einschließende und um die Querachse 5 schwenkbare Gehäuse 33 sowie die zur
Lagerung des Zylinderblockes 32 dienende, in Richtung der Längsachse 34 des Gehäuses 33 an diesem
gehaltene Welle 35 zu sehen sind. Dabei ist die Welle 35 ähnlich dem ersten ' Ausführungsbeispiel
nicht direkt am Gehäuse 33, sondern an einem bei bekannten Ausführungen als Steuerspiegelkörper
bezeichneten Einsatzkörper 36 gehalten, der seinerseits die Stirnwand 37 des Gehäuses 33 nach außen
durchsetzt und an dieser mittels einer Mutter 38 und Unterlegscheibe 39 festgespannt ist. Im Gegensatz
zu den bisher bekannten Ausführungen enthält der Einsatzkörper 36 die zur Steuerung
dienenden Steuerorgane jedoch nicht unmittelbar an seiner dem Zylinderblock 32 zugewandten Stirnfläche
40, sondern der den Steuerspiegel enthaltende Teil ist von dem Einsatzkörper 36 getrennt und als
im wesentlichen kreisrunde und dem Steuerspiegel entsprechende Durchbrechungen 41,41' aufweisende
Scheibe 42 ausgebildet, die zugleich in axialer Richtung dichtend zwischen die genannte Stirnfläche
40 des Einsatzkörpers und die benachbarte Stirnfläche 43 des Zylinderblockes 32 zwischengelegt
und axial auf der Welle 35 ihrerseits verdrehbar geführt ist. Dabei sorgen beiderseits der
Scheibe vorgesehene und mit Drucköl versorgte Ringnuten 44 für eine ausreichende Schmierung an
den aufeinander gleitenden Flächen.
Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel wirken die ähnlich dem ersten Ausführungsbeispiel als
(in Fig. 3 zur Zeichenebene) symmetrisch angeordnete Ringabschnitte ausgebildeten Durchbrechungen
41, 41' je Zylinderbohrung 45 des Zylinderblockes 32 mit einem Anschlußkanal 46 zusammen,
der aus der zugehörigen Zylinderbohrung 45 konzentrisch zur Drehachse 34 des Zylinderblockes 32
nach der Steuerscheibe 42 hin ausmündet. Dabei
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sind die Durchbrechungen 41,41' ähnlich dem
ersten Ausführungsbeispiel und in in Fig. 2 nicht sichtbarer Weise mittels weiterer Kanalverbindungen
je mit einer äußeren Anschlußstelle verbunden, wobei sich diese Anschlußstellen genau wie bei
dem ersten Ausführungsbeispiel in Richtung der Querachse 5 beiderseits des Gehäuses befinden.
. Die Steuerscheibe 42 ist ihrerseits in einem Ring 47 von etwa gleicher Stärke wie die Steuerscheibe
42 unverdrehbar gehalten, und der Ring 47 weist, wie insbesondere aus Fig. 3 hervorgeht, entlang
einem Kreisbogen mit dem Bogenwinkel 48 eine Stirnverzahnung 49 auf, die mit einem am Gehäuse
33 verdrehbar gelagerten Ritzel 50 zusammenwirkt, welches seinerseits über seine Achse
51 willkürlich, z. B. von einem Regler aus, verdrehbar ist. Dabei ist der Bogenwinkel 48 etwas
größer als der Bogenwinkel 52 des· zwischen der Längsachse 34 des Gehäuses und zwei in bezug auf
die quer zur Schwenkachse 5 verlaufende Längsebene 53 (in Fig. 2 zugleich die Zeichenebene)
symmetrisch gegenüberliegenden Enden der beiden Durchbrechungen 41, 41' gebildeten Kreissektors.
Bei einer dem zweiten Ausführungsbeispiel entsprechend mit einer Steuerscheibe 42 ausgebildeten
Axialkolbenmaschine kann die Steuerscheibe 42 statt von ihrer Außenseite her auch von der inneren
Welle 35 her verdreht werden. Bei einer derartigen Ausführung ist die Steuerscheibe 42 unter Wegfall
eines äußeren Zahnsegmentes und eines äußeren Antriebsritzels lediglich mit der Welle 35 fest verbunden,
die ihrerseits z. B. gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel verdrehbar gelagert ist. Bei einer
derartigen Ausführung kann die Steuerscheibe vorteilhaft mit einem kleineren Außendurchmesser
versehen sein, als der Einsatzkörper 36 an seiner benachbarten Stirnseite aufweist.
Die Erfindung ist nicht an die. gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden. Es
kann z. B. zur weiteren Vervollkommnung der Steuerung zweckmäßig sein, daß der um die Längsachse
des Gehäuses verdrehbare Steuerteil zweiteilig ausgeführt und beispielsweise aus je einer
in axialer Richtung dichtenden und z. B. das eine Steuerorgan enthaltenden Steuerscheibe und einer
in radialer Richtung dichtenden und z. B. das andere Steuerorgan enthaltenden Steuerhülse besteht,
die beide zu den einzelnen Zylinderbohrungen führende Anschlußkanäle des Zylinderblockes
steuern und unabhängig voneinander, z.B..von der Außenseite des Gehäuses aus, über ein mit dem
Teil verbundenes Zahnsegment und von der das Gehäuse in Richtung seiner Längsachse durchsetzenden
Welle aus verdrehbar sind. Der Steuerteil kann auch aus zwei mit gleichen Durchbrechungen
versehenen und im wesentlichen gleich ausgebildeten übereinanderliegenden Steüerscheiben
bestehen, die unabhängig voneinander verdrehbar sind. Mit einem derartigen zweiteiligen Steuerteil
kann außer der Phasenverschiebung auch die Steuercharakteristik selbst, z. B.. die Größe des
Drehwinkels, bei welchem die Druckflüssigkeit aus den einzelnen Zylindern austreten kann, beliebig
verändert werden. Es kann dabei z. B. die Verdrehung des einen, die Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine
steuernden verdrehbaren Teiles in Abhängigkeit von dem Druck der durch die Axialkolbenmaschine
durchgesetzten Flüssigkeit an der Hochdruckseite und die Verdrehung des anderen,
die Niederdruckseite der Axialkolbenmaschine steuernden verdrehbaren Teiles in Abhängigkeit
von dem Druck der. durch die Axialkolbenmaschine durchgesetzten . Flüssigkeit an der. Niederdruckseite
der Axialkolbenmaschine geregelt werden.
Claims (1)
- 75 Patentansprüche:1. Hydraulische Axialkolbenmaschine, bestehend aus einer mit einem Triebflansch versehenen Hauptwelle und einem an den Triebflansch anschließenden Zylinderblock, in dessen in seiner Mittelstellung konzentrisch zur Achsrichtung der Hauptwelle liegenden Zylinderbohrungen je ein mit seiner Kolbenstange am Triebflansch angelenkter Kolben geführt ist, wobei der Zylinderblock um seine Längsachse drehbar in einem an einem feststehenden Gehäuseteil um eine in der Ebene des Triebflansches liegende Querachse schwenkbar gelagerten und mit zwei äußeren Anschlußstellen für go die Betriebsflüssigkeit versehenen Gehäuse gelagert ist, in dem sich Steuerorgane für einen bestimmten Anschluß der Zylinderräume an die Anschlußstellen befinden, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der die genannten Steuerorgane (19, 19' bzw. 41, 41') enthaltende, dem Zylinderblock (6, 32) benachbarte und mindestens einteilig ausgeführte Steuerteil (16 bzw. 42) des Gehäuses (11, 33) unter Beibehaltung der von den Steuerorganen zu den äußeren Anschlußstellen führenden Kanalverbindungen gegenüber dem übrigen Gehäuse um die Längsachse desselben in einem bestimmten Winkelbereich verdrehbar angeordnet ist.2. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit den Steuerorganen (19, 19') versehene Steuerteil als innere Steuerhülse (16) ausgebildet ist, zu welcher im Zylinderblock (6) von den Zylinderbohrungen (8) aus Anschlußkanäle (18) radial n0 nach innen führen.3. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 2, bei der der Zylinderblock von einer zugleich das Gehäuse in axialer Richtung durchsetzenden Welle durchsetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerhülse (16) auf der genannten Welle (12) fest angeordnet ist oder einen Teil derselben bildet und daß die Verdrehung der Steuerhülse (16) gegenüber dem Gehäuse (11) durch eine entsprechende Verdrehung der genannten Welle (12) ermöglicht ist.4. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1, von der der Steuerteil des Gehäuses als getrennt von diesem hergestellter Steuerspiegelkörper ausgebildet ist, dessen an der dem Zylinderblock benachbarten Stirnfläche befindliche und514/180D 19747 Ial59aals Ausfräsungen ausgebildete Steuerorgane mit an dieser Stirnseite des Zylinderblockes aus den einzelnen Zylinderbohrungen konzentrisch zur Drehachse des Zylinderblockes ausmündenden Anschlußkanälen in axialer Richtung zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß der den Steuerspiegel enthaltende Steuerteil (42) des Steuerspiegelkörpers unter Beibehaltung der genannten Kanalverbindungen zu den äußeren Anschlußstellen gegenüber dem übrigen Steuerspiegelkörper um die Längsachse des Gehäuses (33) verdrehbar angeordnet ist.'5. Axialkolbenmaschine nach, Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerteil des Steuerspiegelkörpers als im wesentlichen kreisrunde und dem Steuerspiegel entsprechende Durchbrechungen (41, 41') aufweisende Steuerscheibe (42) ausgebildet ist, die durch weitere Mittel innerhalb eines bestimmten Winkelbereiches verdrehbar ist.6. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Steuerscheibe (42) höchstens gleich dem Außendurchmesser des Steuerspiegelkörpers ist, wobei die Verdrehung vorzugsweise von der das Gehäuse (33) in axialer Richtung durchsetzenden Welle (35) aus ermöglicht ist.7. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (42) an ihrem Umfang auf einem dem gewünschten . Verdrehwinkel entsprechenden Kreisbogen eine Stirnverzahnung (49) aufweist und mit einem am Gehäuse (33) verdrehbar gelagerten und willkürlich verdrehbaren Ritzel(50) zusammenwirkt.8. Axialkolbenmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der um die Längsachse des Gehäuses verdrehbare Steuerteil (16 bzw. 42) zweiteilig ausgeführt ist und beispielsweise aus je einer in axialer Richtung dichtenden und z. B. das eine Steuerorgan (19 oder 19') enthaltenden Steuerscheibe (16) und einer in radialer Richtung dichtenden und z. B. das andere Steuerorgan (41 oder 41') enthaltenden Steuerhülse (42) besteht, die beide zu den einzelnen Zylinderbohrungen führende Anschl'ußkanäle des Zylinderblockes steuern und unabhängig voneinander z.B. von der Außenseite des Gehäuses (11, 33) aus über ein mit dem Steuerteil (16,42) verbundenes Zahnsegment und von der das Gehäuse in Richtung seiner Längsachse durchsetzenden Welle aus verdrehbar sind.9. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiteilige Steuerteil aus zwei mit gleichen Durchbrechungen versehenen und im wesentlichen gleich ausgebildeten übereinanderliegenden Steuerscheiben (42) besteht, die unabhängig voneinander verdrehbar sind.10. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehung des einen, die Hochdruckseitie der Axialkolbenmaschine steuernden verdrehbaren Steuerteiles (16 bzw. 42) in Abhängigkeit von dem Druck der durch die Axialkolbenmaschine durchgesetzten Flüssigkeit an der Hochdruckseite und die Verdrehung des anderen, die Niederdruckseite der Axialkolbenmaschine steuernden verdrehbaren Steuerteiles (42 bzw. 16) in Abhängigkeit von dem Druck der durch dieAxialkolbenmaschine durchgesetzten Flüssigkeit an der Niederdruckseite der Axialkolbenmaschine regelbar ist.11. Axialkolbenmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, vorzugsweise als Bestandteil eines hydrostatischen Getriebes in Verbindung mit einer zweiten Axialkolbenmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerteil in Abhängigkeit von einem z. B. vom Druck der die Axialkolbenmaschine durchsetzenden Flüssigkeit oder von der Drehzahl einer der beiden zusammenwirkenden Axialkolbenmaschinen aus gesteuerten Regler verdrehbar ist.Angezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 684 555;
französische Patentschriften Nr. 950 539, 956 823.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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