DED0021167MA - - Google Patents

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DED0021167MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. August 1955 Bekanmtgiemacht am 30. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulisch betätigte Steuervorrichtung, die aus einem Zylinder mit einem beidseitig beaufschlagten Kolben besteht, welcher nach dem gesteuerten Ausweichen aus seiner Mittelstellung wieder in diese auf hydraulischem Wege zurückgeführt wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuervorrichtung der vorgenannten Art zu schaffen, die konstruktiv einfach, betriebssicher und billiger als die bisher bekannten hydraulisch betätigten Steuervorrichtungen ist.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist durch die Vereinigung folgender Merkmale gekennzeichnet:
a) Der Hauptzylinder, aus dem zu beiden Seiten die Kolbenstange des beidseitig hydraulisch beaufschlag'baren Kolbens — durch iS topf büchsen abgedichtet — herausragt, ist auf der einen Seite durch eine in der Zylinderbohrung und auf der Kolbenstange verschiebbare Stirnwand abgeschlossen, deren äußerste Stellungen einerseits durch den Kolben und andererseits durch einen am offenen Ende des Zylinders angeordneten Anschlagring begrenzt sind;
b) auf die durch die verschiebbare Stirnwand abgeschlossene Seite des Hauptzylinders ist ein mit einer größeren Bohrung, aber mit der Hälfte der effektiven Länge des Hauptzylinders ausgestatteter
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zusätzlicher Zylinder aufgeschraubt, dessen äußere Stirnseite durch einen in der Zylinderbohrung und auf der Kolbenstange verschiebbaren, gegen beide Teile durch Stopfbüchsen abgedichteten Kolben abgeschlossen ist;
c) in das den Zusatzzylinder durchragende Ende der Kolbenstange des beidseitig hydraulisch beaufschlagbaren Kolbens des Hauptzylinders ist eine mit ihrem Kopf an der Außenseite des Kolbens anliegende Kopfschraube eingeschraubt, so daß bei Bewegung der Kolbenstange auch der Kolben des Zusatzzylinders mitgenommen wird.
Der zwischen der Wandung des Hauptzylinders und einem Absatz der Wandung des Zusatzzylinders eingeklemmte; Anschlagring ist als Zuführungsorgan für die in den Zusatzzylinder einströmende Druckflüssigkeit ausgebildet. In eine der beiden durch den doppelt beaufschlagten Kolben gebildeten Kammern des Hauptzylinders wird die Druckflüssigkeit durch eine Bohrung der Kolbenstange geführt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches eine Vorrichtung zum Lenken eines Flugzeugbugrades veranschaulicht. Aus der nachfolgenden Beschreibung dieses Beispiels sind weitere Einzelheiten der Erfindung zu entnehmen. Der Hauptzylinder 1 ist an der einen Seite durch eine feste Stirnwand 2 abgeschlossen, die mit einer zentralen Öffnung versehen ist. In der letzteren ist eine Stopfbüchsenpackung 3 und ein Abstreifring 4 angeordnet. Ein Zusatzzylinder 5 ist auf der von der Stirnwand 2 abgewandten Seite des Hauptzylinders ι auf diesen aufgeschraubt. Ein An-. schlagring 6 ist zwischen dem Ende des Hauptzylinders 1 und einer Schulter 7 des Zusatzzylinders 5 eingeklemmt. Dieser Anschlagring 6 dient als Anschlag für eine verschiebbare Stirnwand 8 des Hauptzylinders i, welche innerhalb der Bohrung 12 des letztgenannten Zylinders verschiebbar und auf ihrem äußeren Umfang mit einer Stopfbüchsenpackung 9 zur Abdichtung gegenüber der Bohrung 12 des Zylinders 1 versehen ist. Ein Kolben 10 mit einer Stopfbüchsenpackung 11 an seinem äußeren Umfang ist gleitend innerhalb der Bohrung 12 des Hauptzylinder 1 angeordnet. Seine sich nach beiden Seiten erstreckende Kolbenstange 13 ragt einerseits durch die Stirnwand 2 des Zylinders ι und andererseits durch die verschiebbare Stirnwand 8 des gleichen Zylinders. Die letzt-.50 genannte Stirnwand ist mittels einer Stopfbüchsenpackung 14 gegenüber der Kolbenstange 13 abgedichtet.
Der Kolben 10 unterteilt den Zylinder 1 in zwei Kammern, nämlich in die Kammer A und die Kammer B. Der Kammer A wird die Druckflüssigkeit durch einen Kanal 15 zugeführt, dessen Öffnung in einer Gewindemuffe 16 mündet, welche in der Stirnwand 2 : des Hauptzylinders 1 untergebracht ist. In die Kammer B wird die Druck-So flüssigkeit durch eine zentrale Bohrung 17 der Kolbenstange 13 eingeführt. Die letztgenannte Bohrung setzt sieh bis zu einem Kopfstück 18 fort, das am äußeren linken Ende der Kolbenstange 13 eingeschraubt ist. Das Kopfstück 18 ist mit einer ringförmigen Eindrehung 19 und einer dazu senk- rechten Bohrung versehen. , Es ist als Drehlager eines Steuerkurbelhebels 20 ausgebildet. Der letztere ist in der Zeichnung nur abgebrochen dargestellt. Er weist eine zentrale Bohrung 21 auf, welche über radiale Bohrungen 22 mit der ringförmigen Ausnehmung 19 des Kopfstücks 18 in Verbindung steht. Stopfbüchsenpackungen 23 sind zwischen dem Kopfstück 18 und dem Steuerkurbelhebel 20 auf beiden Seiten der ringförmigen Eindrehung 19 angeordnet, so daß der Steuerhebel 20 innerhalb des Kopfstücks 18 gedreht werden kann, ohne daß ein Flüssigkeitsverlust eintritt.
Der Zusatzzylinder 5 hat eine Bohrung 24, dieeinen größeren Durchmesser als die Bohrung 12 des Hauptzylinders 1 aufweist. Die Bohrung 24 hat jedoch nur die halbe effektive Länge als.die Bohrung 12 und ist am rechten äußeren Ende des Zusatzzylinders 5. durch einen Flanschring 25 begrenzt. Ein ringförmiger Kolben 26 ist innerhalb der Bohrung 24 des Zusatzzylinders 5 in Achsrichtung verschiebbar angeordnet. Auf seinem äußeren Umfang ist der Ringkolben 26 mit einer Stopfbüchsenpackung 27 ausgerüstet. Gegenüber der Kolbenstange 13 ist der Ringkolben 26 durch eine Stopfbüchsenpackung 28 abgedichtet. In das äußere rechte Ende der Kolbenstange 13 ist eine Kopfschraube 29 eingeschraubt, welche einen Anschlag für den ringförmigen Kolben 26 bildet.
Die Druckflüssigkeit tritt in die Kammer C des Zylinders S durch einen Gewinderohrstutzen 30 ein. Dieser Stutzen steht mit einer ringförmigen. Ausnehmung 31 am äußeren Umfang des Anschlagringes 6 in Verbindung. Von dieser ringförmigen Ausnehmung aus führen radiale Bohrungen 32 im Anschlagring 6 in das Innere der Kammer C des Zylinders 5. Eine Stopfbüchsenpackung 33 am äußeren rechten Ende der Wandung des Hauptzylinders ι dichtet die Kammer C des Zylinders 5 nach außen ab.
Der Kolben 10 wird innerhalb der Bohrung des Hauptzylinders 1 dadurch verschoben, daß entweder in die Kammer A oder in die Kammer B Druckflüssigkeit eingelassen wird. Wenn eine der beiden Kammern unter Druck steht, ist in der anderen Kammer kein Flüssigkeitsdruck vor- n0 handen. Steht eine der beiden Kammern A oder B unter Druck, dann kommt die bewegliche Stirnwand 8 auf dem Anschlagring 6 zur Anlage. Soll der Kolben 11 wieder in seine in der Zeichnung dargestellte Mittelstellung zurückgeführt werden, darf kein Flüssigkeitsdruck in den Kammern A und B wirksam sein. Die Kammer C des Zusatzzylinders 5 wird dann unter Flüssigkeitsdruck gesetzt. Der letztere bewirkt, daß die verschiebbare Stirnwand 8 gegen die rechte Seite des Kolbens 10 und der ringförmige Kolben 26 des Zylinders 5 gegen den Ringflansch 25 gedrückt werden. .
Die Kammer C wird ihr Volumen so lange vergrößern, bis der Kopf der Gewindeschraube 29 an dem Ringkolben 26 zur Anlage kömmt. Da die wirksame Fläche des Ringkolbens 26 größer als die
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wirksame Fläche der verschiebbaren Stirnwand 8 ist, hält der Ringkolben 26 den Kolben 10 in seiner in der Zeichnung dargestellten Mittelstellung fest. Der Kolben 10 kann wegen des Flüssigkeitsdruckes in der Kammer C des Zusatzzylinders 5 auch nicht nach rechts ausweichen. So ist auf jeden Fall Gewähr dafür gegeben, daß sich der Kolben 10 automatisch in seine Mittelstellung innerhalb des Hauptzylinders 1 einstellt, wenn man die Kammer C des Zusatzzylinders 5 unter Flüssigkeitsdruck setzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Hydraulisch betätigte Steuervorrichtung, die aus einem Zylinder mit einem beidseitig beaufschlagten Kolben besteht, welcher nach dem gesteuerten Ausweichen aus seiner Mittelstellung wieder in diese auf hydraulischem Wege zurückgeführt wird, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Merkmale:
    a) Der Hauptzylinder (1), aus dem zu beiden Seiten die Kolbenstange (13) des beidseitig hydraulisch beaufschlagbaren Kolbens (10) — durch Stopfbüchsen (3, 14) abgedichtet — herausragt, ist auf der einen Seite durch eine in der Zylinderbohrung (12) und auf der Kolbenstange (13) verschiebbare Stirnwand (8) abgeschlossen, deren äußerste Stellungen einerseits durch den Kolben (10) und andererseits durch einen am offenen Ende des Zylinders (1) angeordneten Anschlagring (6) begrenzt sind;
    b) auf die durch die verschiebbare Stirnwand (8) abgeschlossene Seite des Hauptzylinders (1) ist ein mit einer größeren Bohrung (24), aber mit der Hälfte der effektiven Länge des Hauptzylinders (1) ausgestatteter zusätzlicher Zylinder (5) aufgeschraubt, dessen äußere Stirnseite durch einen in der Zylinderbohrung (24) und auf der Kolbenstange (13) verschiebbaren, gegen beide Teile durch Stopfbüchsen (27, 28) abgedichteten Kolben (26) abgeschlossen ist;
    c) in das den Zusatzzylinder (5) durchragende Ende der Kolbenstange (13) des beidseitig hydraulisch beaufschlagbaren Kolbens (10) des Hauptzylinders (1) ist eine mit ihrem Kopf an der Außenseite des Kolbens (26) des Zusatzzylinders (5) anliegende Kopfschraube (29) eingeschraubt, so daß bei Bewegung der Kolbenstange (13) auch der Kolben (26) des Zusatzzylinders (5) mitgenommen wird.
  2. 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen der Wandung des Hauptzylinders (1) und einem Absatz (7) der Wandung des Zusatzzylinders
    (5) eingeklemmte Anschlagring (6) als Zuführungsorgan für die in den Zusatzzylinder (5) einströmende Druckflüssigkeit ausgebildet ist.
  3. 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in eine der beiden durch den doppelt beaufschlagten Kolben (10) gebildeten Kammern (A bzw. B) des Hauptzylinders (1) die Druckflüssigkeit durch eine Bohrung (17) der Kolbenstange (13) geführt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 616/80 8.56

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