DEE0000797MA - Temperaturüberwachungseinrichtung für elektrische Heizgeräte - Google Patents
Temperaturüberwachungseinrichtung für elektrische HeizgeräteInfo
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Description
Zur Überwachung der temperatur elektrisch beheizter Geräte sind Regler bekannt, die bei Erreichen einer bestimmten Temperatur den Heizstromkreis abschalten und diesen wieder einschalten, wenn die Temperatur um ein gewisses Maß gesunken ist. Auch wurde bereits vorgeschlagen, die elektrisch beheizten Geräte mit einer Zusatzeinrichtung für beschleunigtes Anheizen zu versehen. Diese Zusatzeinrichtung wird von einem besonderen Temperaturbegrenzer überwacht, der, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, die Zusatzheizung abschaltet. Die Wiederinbetriebnahme dieser Zusatzheizeinrichtung kann nur durch eine besondere Betätigung von Hand erfolgen.
Die Erfindung zeigt gleichfalls eine Temperaturüberwachungseinrichtung für elektrische Heizgeräte mit einer Heizeinrichtung für normalen Betrieb und einer zweiten Heizeinrichtung für beschleunigtes Anheizen, wobei die erste von einem Temperaturregler, die zweite von einem Temperaturbegrenzer überwacht wird. Sie unterscheidet sich von den bekannten Anordnungen durch ihre einfache Bauweise, die nur einen kleinen Raum beansprucht und leicht in elektrische Geräte eingebaut werden kann. Erfindungsgemäß steuert ein temperaturabhängiges Organ, z.B. Ausdehnungsstab, eine abgefederte Wippe, an der zwei Quecksilberschaltröhren angebaut sind. Die eine Röhre ist starr an der Wippe befestigt und führt die Temperaturregelung bei normalem Betrieb durch. Die zweite, als Temperaturbegrenzer dienende Quecksilberschaltröhre, ist unter Zwischenfügung eines über die Totpunktlage gebrachten Kipphebels so drehbar an der Wippe gehalten, dass diese bei Erreichen einer bestimmten Temperatur den Kipphebel von einer Endlage in die andere kippt. Hierbei wird durch Änderung der Schaltröhrenstellung die dauernde Ausschaltung der
zweite Heizeinrichtung bewirkt. Die Verharrung im Ausschaltzustand wird durch das in der Röhre befindliche Quecksilber unterstützt. Zwecks Einschalten der Heizeinrichtung für beschleunigtes Anheizen wird der Kipphebel von Hand über seine Totpunktlage zurückgeschoben. Hierbei wird das Quecksilber in der Röhre nach der entgegengesetzten Seite verlagert, wodurch der Stromkreis für beschleunigtes Anheizen geschlossen wird.
Durch die Steuerung des Temperaturreglers und des Temperaturbegrenzers durch die gleiche Wippe ist es möglich, die Ansprechtemperatur beider Regelorgane durch ein gemeinsames Einstellorgan festzulegen, das die lage der Wippe gegenüber dem temperaturabhängigen Organ, z.B. Temperaturfühler, verändert. Auch kann durch eine an der Wippe angebrachte Stellschraube, die den Weg des Kipphebels bis zu seiner Totpunktlage festlegt, die Ansprechtemperatur des Reglers gegenüber der des Temperaturbegrenzers verändert werden.
Die Abbildungen dienen zur Erläuterung der Erfindung und zeigen eine der möglichen Ausführungsformen in vier verschiedenen Abbildungen, und zwar von drei Seiten und von oben gesehen. 1 ist der Temperaturfühler mit rohrförmigem Teil 2, der gegenüber dem Stab 3 einen höheren Ausdehnungskoeffizienten besitzt. Der Stab 3 wirkt über die Einstellschraube 4 über das Schneidenlager 5 unmittelbar auf die Wippe 6 ein, die auf Stiften 7 als Wippachse ruht und in ihrer Lage durch die Feder 8 gehalten wird. 9 ist eine federnde Zunge zum Feststellen der Einstellschraube 4. Auf der einen Seite der Wippe 6 ist die Quecksilberröhre 10 (Abb. 2) starr befestigt. Sie dient als Temperaturregler und ihre Lage wird bei Bewegung der Wippe 6 mehr oder weniger verändert, sodass entweder ein Kontakt geöffnet oder geschlossen und damit der normale Heizstromkreis aus- oder eingeschaltet wird. Auf der anderen Seite der Wippe 6 befindet sich die als Temperaturbegrenzer arbeitende Quecksilberschaltröhre 11 (Abb. 3). Sie ist unter Zwischenfügung eines über seine Totpunktlage gebrachten Kipphebels 12 drehbar um die Achse 13 an der Wippe 6 gehalten. Die Lage des Kipphebels 12 in Bezug auf die Wippe 6 kann durch die Stellschraube 14 verändert werden, und zwar wird hierdurch der Kipphebel 12 mehr oder weniger in die Nähe seiner Totpunkt-
lage gebracht, sodass bei der bewegung der Wippe 6, die über die Stellschraube 14 auf den Kipphebel 12 einwirkt, der Zeitpunkt des Kippens der Schaltröhre 10 zu dem des Kippens der Schaltröhre 11 verändert wird, was gleichbedeutend ist mit der Änderung des Ansprechens des Temperaturreglers und des Temperaturbegrenzers. Ist der Kipphebel 12 nach Erreichen der höchstzulässigen Temperatur durch die Wippe 6 über seine Totpunktlage gebracht, so verbleibt durch die Verlagerung des Quecksilbers die Röhre 11 in der Ausschaltlage und kann erst durch Eindrücken des Knopfes 15 über den Mitnehmer (16) (Abb. 2) in die Einschaltlage geschoben werden, wodurch die Zusatzheizung eingeschaltet wird. Während durch die Stellschraube 14 (Abb. 3) das Verhältnis der Ansprechtemperatur des Reglers gegenüber der des Temperaturbegrenzers eingestellt wird, wird durch Veränderung der Einstellschraube 4 (Abb. 4) die Lage der Wippe 6 gegenüber dem Temperaturfehlers 1 und so die Ansprechtemperatur des Reglers (Röhre 10) und des Begrenzers (Röhre 11) gleichzeitig eingestellt.
An den Abbildungen ist sowohl die normale Heizeinrichtung durch die Schaltröhre 10 als auch die Zusatzheizeinrichtung durch die Röhre 11 eingeschaltet. Bei Erreichung der Ansprechtemperatur des Temperaturbegrenzers ist die Wippe 6 durch die Ausdehnung des Rohres 2 so im Uhrzeigersinne (Abb. 1) gedreht, dass der Kipphebel 12 (Abb. 3) über seine Totpunktlage kommt. Durch Änderung der Stellung des Rohres 11 fließt das Quecksilber nach der entgegengesetzten Seite, hebt die Stromverbindung auf und bringt das Rohr 11 vollständig in die Endlage. Hierbei legt sich der Kipphebel 12 gegen den Mitnehmer 16. Je nach Einstellung kann auch gleichzeitig durch die Wippe 6 die Röhre 10 soweit gedreht sein, dass auch deren Kontakte durch Abfluss des Quecksilbers unterbrochen sind, wodurch auch die normale Heizung ausgeschaltet ist. Sinkt die Temperatur der Heizeinrichtung unter ein bestimmtes maß, so wird die Wippe 6 wieder zurückbewegt. Hierbei wird die mit der Wippe starr verbundene Röhre 10 zurückbewegt und schaltet die normale Heizeinrichtung wieder ein. Die Röhre 11 aber bleibt, da sie nicht starr mit der Wippe 6 verbunden ist,
in der Ausschaltlage. Soll die zusätzliche Heizeinrichtung eingeschaltet werden, so muss von Hand durch Drücken auf den Knopf 15 über den Mitnehmer 16 der Kipphebel 12 mit der Röhre 11 über die Totpunktlage geschoben werden, wodurch die Kontakte der Röhre 11 vom Quecksilber überbrückt werden. Ein Zurückfallen des Kipphebels 12 ist nicht möglich, da er über seine Totpunktlage gebracht wurde.
Claims (4)
1. Überwachungseinrichtung für elektrische Heizgeräte mit einer Heizeinrichtung für Normalbetrieb und einer zweiten Heizeinrichtung für beschleunigtes Anheizen, wobei die erste von einem Temperaturregler, die zweite von einem Temperaturbegrenzer überwacht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein temperaturabhängiges Organ, z.B. Ausdehnungsstab, eine abgefederte Wippe (6) steuert, an der zwei Quecksilberschaltröhren (10, 11) angebaut sind, von denen die eine (10) an der Wippe starr befestigt ist und die Temperaturregelung bei Normalbetrieb durchführt, während die zweite als Temperaturbegrenzer dienende Quecksilberschaltröhre (11) unter Zwischenfügung eines über die Totpunktlage gebrachten Kipphebels (12) so drehbar an der Wippe gehalten wird, dass diese bei Erreichen einer bestimmten Temperatur den Kipphebel von einer Endlage in die andere kippt und dadurch die dauernde Ausschaltung der zweiten Heizeinrichtung bewirkt.
2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Einschalten der Heizeinrichtung für beschleunigtes Anheizen der Kipphebel (12) von Hand über seine Totpunktlage zurückgeschoben wird.
3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung der Ansprechtemperatur des Reglers und der Auslösetemperatur des Begrenzers ein gemeinsames Einstellorgan (4) dient, durch das die Lage der Wippe (6) gegenüber dem temperaturabhängigen Organ (Temperaturfühler) einstellbar ist.
4. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine an der Wippe (6) angebrachte Stellschraube (14) der Weg des Kipphebels (12) bis zu seiner Totpunktlage einstellbar ist und so die Ansprechtemperatur des Reglers gegenüber der das Temperaturbegrenzers verändert wird.
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