DEG0013316MA - - Google Patents

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DEG0013316MA
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sulfuric acid
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endomethylenetetrahydrobenzene
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 5* Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die. Umsetzung von Olefinen mit verdünnter Schwefelsäure bei erhöhter Temperatur zu den entsprechenden Alkoholen ist bekannt.
Auch die Anlagerung von Wasser an Endomethylentetrahydrobenzol mit verdünnter Schwefelsäure wurde bereits in Journ. Am. Chem. Soc, Bd. 67, 1945, S. 728, beschrieben. Jedoch wurden nach jenen Verfahren noch keine hohen Ausbeuten an Reaktionsprodukt erhalten.
Nach dem ernndungsgemäßen Verfahren ist nun jedoch eine wirtschaftliche Herstellung des Oxyendomethylenhexahydrobenzols in guten Ausbeuten möglich.
Es wurde nämlich gefunden, daß man die Wasseranlagerung an Endomethylentetrahydirobenzol mit wesentlich besseren Ausbeuten durch kurzfristiges Erwärmen des Ausgangsstoffes mit verdünnter Schwefelsäure in einem geschlossenen Druckgefäß unter Rühren bei Temperaturen durchführen kann, die oberhalb' des Siedepunktes des Ausgangsstoffes liegen. Nach beendeter Umsetzung läßt man das Reaktionsprodukt absitzen und zieht es dann ab oder trennt es durch Wasserdampfdestillation von der Säure.
Die erforderlichen Temperaturen zur Gewinnung der Oxyverbindung als Hauptprodukt liegen zweckriiäßigerweise bei 94 bis etwa I2O°. Die Reaktionszeiten sind kurz und betragen nur 30 bis 120 Minuten. Die Ausbeuten an Oxyendomethylenhexahydrobenzol betragen 70 bis 75 %; gleichzeitig entstehen etwa 10 bis 20°/o des Di-(endomethiylenhexahydrophenyl)-äthers neben geringen Mengen nicht
609 548/533
G 13316 IVb/12 ο
umgesetztem Endomethylentetrahydrobenzol, die durch Destillation abgetrennt werden können. Bei höheren Temperaturen als I2O° entsteht in der Hauptsache der Äther neben geringen Mengen der Oxyverbindung. Bei Temperaturen unter 940 verläuft die Umsetzung äußerst träge und weitgehend unvollständig. Die Versuche verlaufen bei 1050 am günstigsten.
Die Ätherverbindung und die Oxyverbindung können als ,Weichmacher verwendet bzw. zu Weichmachern für die Kunststoffindustrie mit geeigneten Säuren verestert werden.
Folgendes Beispiel soll die Arbeitsweise der Erfindung erläutern: In. einem innen mit Elei ausgekleideten verschlossenen. Druckgefäß werden 1500 ecm einer io°/oigen Schwefelsäure und 150 g Endomethylentetrahiydrobenzoi vom Siedepunkt 94" auf 1050 erhitzt und anschließend 60 Minuten kräftig gerührt. Dann läßt man. das Gemisch abkühlen und zieht das aufschwimmende Reaktionsprodukt ab. Durch Destillation bei Atmosphärendruck erhält man. etwa 19% unverändertes Endomethylentetrahydrobenzol, ferner eine Ausbeute von 72,5% an Oxyendomethylenhexahydrobenzol vom Siedepunkt 180 bis 1830 neben 2,4°/o der Ätherverbindung vom Siedepunkt 260 bis 270'0'.
Führt man, die Umsetzung unter sonst gleichen Bedingungen mit einer 25°/oigen Säure bei einer Temperatur von 125'01Jn 240 Minuten durch,, so erhält man nach der Umsetzung ein Gemisch mit nur ' 4,6% unverändertem Endomethylentetrahydrobenzol, die Oxyverbindung in. 50 und die Ätherverbindung in 45°/oiger Ausbeute.

Claims (1)

  1. Patentansprüche·
    ι. Verfahren zur Herstellung von Oxy endomethylenhexahydrobenzol und bzw. oder Di-(endomethylenhexahydrophenyl) -äther durch Anlagerung von Wasser an Endomethylentetrahydrobenzol in Gegenwart von verdünnter Schwefelsäure bei erhqhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagerung bei Temperaturen, oberhalb des Siedepunktes des Endoniethylentetrahydrobenzols, zweckmäßig bei 94 bis etwa 1200, in einem geschlossenen Druckgefäß durchgeführt wird. ν 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagerung von Wasser mit 15- bis 30°/oiger Schwefelsäure bei etwa ■IP5G unter innigem Durchmischen durchgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: /"* -
    USA.-Patentschriften Nr. 2 504 517, 2 414646; Journ*. Am. Chem. Soc, Bd. 67, 1945, S. 728. >

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