DEG0014588MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. Juni 1954 Bekanntgemacht am 29. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 63e GRUPPE 28
G14588II163e
Der Erfinder hat beantragt, nicht genannt zu werden
The Goodyear Tire & Rubber Company, Akron. Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Meissner, Berlin-Grunewald, und Dipl.-Ing. H. Tischer, München 2,
Patentanwälte
Wulstspreizer für Luftbereifungen
Die Priorität der Anmeldung in den V. St. v. Amerika vom 31. Dezember 1Θ63
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Band, das dazu dient, Reifenwülste in einem Abstand voneinander zu
halten, der vorzugsweise größer ist als derjenige, in dem sie sich beim Aufsitzen auf der Felge befinden.
Die Erfindung eignet sich besonders für schlauchlose Reifen, bei denen es wichtig ist, daß
die Wülste bei der Lagerung oder beim Transport nicht enger aneinanderrücken als ihrer normalen
Lage auf der Felge entspricht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine billige Vorrichtung gelöst.
Das Spreizband nach der Erfindung läßt sich schnell in die Reifenkarkasse einsetzen und behält
seine Lage in ihr, ohne daß eine besondere Geschicklichkeit zum Einsetzen des Bandes erforderlieh
oder eine Wahrscheinlichkeit vorhanden wäre, daß das einmal eingesetzte Band sich verschiebt.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι eine Draufsicht auf ein Band, bevor es kreisförmig gebogen ist;
Fig. 2 ist ein Endaufriß des kreisförmig gebogenen Bandes;
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Fig. 3, 4 und 5 sind Querschnitte durch die einander
überlappenden Enden des Bandes, die die Art der Verbindung der Enden miteinander zeigen;
Fig. 6 ist ein Querschnitt durch einen Reifen mit
dem eingesetzten Band;
Fig. 7 ist ein Teilaufriß der Seite eines Reifens, teilweise im Schnitt, und zeigt das eingesetzte
Band und die übliche Umhüllung;
Fig. 8 ist ein Teilquerschnitt durch die Mittelebene des Reifens mit einer anderen Ausführungsform des Bandes;
Fig. 9 ist ein vergrößerter Querschnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 8;
Fig. 10 ist eine Draufsicht auf das in Fig. 8 dargestellte
Band in, der .Richtung 10-10 der Fig. 8 in
verkleinertem Maßstab; ;. , ■ . ■,
Fig. 11 ist eine 'ähnliche Ansicht wie Fig. 10
einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 12 zeigt das in Fig. 11 dargestellte Band in
zusammengeklapptem Zustand;
Fig. 13 und 14 zeigen wahlweise anwendbare
Verbindungsarten der Bandenden nach Herstellung des Bandes aus einem flachen Streifen.
Bekanntlich muß man dafür Sorge tragen, daß die Wülste schlauchloser Reifen während des
i. Transports oder bei der Lagerung in genügend
weitem Abstand voneinander gehalten werden, so daß sie normalerweise die Neigung haben, sich
nach außen gegen ..die Wulstauflageflächen der.
Felge hin zu bewegen, wenn der Reifen montiert ist. Gestattet man ihnen, sich erheblich einander
anzunähern, so wird es schwierig, den Reifen nach dem Montieren auf der Felge aufzupumpen, weil
die durch die Felge in den Reifen eingepumpte Luft dann uni die "Wulstkanten herum entweicht;
statt in dem Reifen eingeschlossen zu werden, ihn anschwellen zu lassen und die Wülste nach außen
gegen die Wulstauflägeflächen und die Felgenflansche zu drücken.
Die Erfindung betrifft nun ein endloses Band entweder in Form'eines Zylinders oder eines Viel·
ecks. Das Band besteht aus einem verhältnismäßig steifen, jedoch billigen Werkstoff, der/, in axialer
Richtung fest genug ist, um während der normalen Verwendung nicht "zusammenzufallen, jedoch für
die Lagerung und den Versand zusammenklappbar ist. Für diesen Zweck in Betracht kommende Werkstoffe
sind dicke Pappe, Fiber oder Wellpappe, wie sie üblicherweise für Pappschachteln benutzt
werden.
Bei der in Fig. 1 bis 7 dargestellten■ Ausführungen
form besteht das- Band 1 aus Gründen der leichten Lagerungsmöglichkeit aus einem flachen Streifen
(Fig. 1) mit zwei in. den Werkstoff eingeschnittenen Klappen 2 und 3, die/, in der Ebene des flachen
Bandes liegen. Diese Klappen können längs der Linien 4 und 5 eingekerbt sein, um ihr Herausbiegen
aus der Bandebene zu ermöglichen. Um das Band in Form zu bringen, läßt man die beiden
Enden einander überlappen, so daß die Klappe 2 über die Klappe 3 zu liegen kommt, wie in Fig. 3
dargestellt, mit den,,Gelenklinien 4 und .5 ungefähr
übereinander. Dann "(Fig. 4) wird mit dem Finger 6 auf die Klappe 2 gedrückt, wodurch die Klappen 2
und 3 nach innen geklappt werden. Sobald die Klappen nach innen aufgeklappt sind, werden die
Bandenden in der in Fig. 5 dargestellten Richtung bewegt, wodurch sich das Innenende des Bandes '
zwischen die Klappe 2 und das Außenende des Bandes einschiebt, wie aus Fig. 5 ■ ersichtlich. Dies
ist ein einfaches Verfahren zur Herstellung des endlosen Bandes, die Erfindung ist jedoch nicht auf
diese Ausführungsform beschränkt.
Zur Erreichung des gleichen Zwecks können auch andere Mittel verwendet werden, wie z. B. ein Stück
gummiertes ' Band zum überlaschen der Enden (Fig. 13), oder die Enden können zusammengeklammert
oder anderweitig aneinander befestigt wjerden. Obwohl es normalerweise nicht wirtschaftlich
ist, das Band von vornherein als fortlaufendes, endloses Band herzustellen, so liegt doch auch diese
Ausführungsform im Rahmen der Erfindung, wie aus Fig. 11 hervorgeht.
Der Innendurchmesser des in Kreisform gelegten Bandes 1 ist größer als der Innendurchmesser der
Reifenwülste, im Zusammenhang mit denen es verwendet werden soll. In Fig. 6 ist das Band in einen
Reifen 7 der üblichen Form eingesetzt dargestellt, bei dem der Innendurchmesser der Wülste bei 8
geringer ist als der Innendurchmesser des Bandes, so daß das Band, wenn es sich im Reifen befindet,
gegen dessen Innenwände oberhalb des Innendurchmessers des Wulstteiles zur Anlage kommt. Vorzugsweise
besitzt das Band eine solche Breite, daß es die Wülste aus ihrer normalen entspannten,
durch die gestrichelten Linien in Fig. 6 gekennzeichneten Lage in die durch die ausgezogenen
Linien dargestellte Lage auseinanderspreizt, so daß das Band die ihm zugedachte Stellung einnehmen
kann. Das natürliche Bestreben der Wülste, sich nach innen zu bewegen, hält das Band während des
Transports und der Lagerung in seiner Lage fest; um es zu verschieben, müssen die Wülste auseinandergebogen
werden.
Wenn Reifen übereinandergelagert werden, \yie
es üblicherweise der Fall ist, so daß ihre Seitenwandungen sich gegenseitig berühren, so halten die
Bänder die Wülste in einem genügend großen Abstand voneinander, so daß die Wülste, wenn der
Reifen auf eine Felge montiert wird, normaler- no weise mit den Aufsitzflächen der Felge in Berührung
kommen und, sobald Luft eingepumpt wird, die meiste Luft in dem Reifen zurückgehalten wird
und sich der zum Andrücken des Reifens an die Auflageflächen der Felge erforderliche Druck ausbilden
kann.
In Fig. 7 ist das Band in der richtigen Lage dargestellt, und außerdem ist der Reifen mit einer gewünschtenfalls
anwendbaren spiralförmigen Umhüllung 9 versehen, wie sie üblicherweise zum Schutz der Reifenaußenflächen während des Transports
verwendet wird.
Fig. 8 bis 11 zeigen eine andere Ausführungsform der in Fig. 1 bis 7 dargestellten Erfindung.
Hier hat das Band die Gestalt eines Sechsecks 10. ■Die Seitenkanten des Bandes bilden an den Stellen,
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wo die ebenen Flächen des Bandes sich schneiden, Vorsprünge, die über die dazwischenliegenden
Kantenteile V-förmig herausragen, wie bei ii, wobei der V-förmige Kantenteil gewünschtenfalls
etwas abgerundet sein kann.
Das Band ist, wie in Fig. 8 dargestellt, in
gleicher Weise wie in Fig. 6 in den Reifen ein-, gesetzt. Zum besseren Verständnis sind auf der
Innenfläche des Reifens die imaginären Linien 12
ίο und 13 gezeichnet. Diese Linien stellen Kreise auf
der Innenfläche des Reifens mit verschiedener radialer Entfernung vom Mittelpunkt dar. Wie aus
Fig. 8 ersichtlich, sind die Kreise 12 in bezug auf die Reifenachse infolge der Auswärtswölbung der
Reifenwände oberhalb der Wülste weiter voneinander entfernt als die Kreise 13. Nun berühren die
Punkte 11 des Bandes den Reifen im wesentlichen
längs der Kreise 12, während die zwischen den Punkten 11 liegenden Kantenteile den Reifen vor-
ao zugsweise im wesentlichen längs der Kreise 13 berühren.
Das Band ist aber auch dann wirksam, wenn die Seitenkanten sich in bezug auf die Achse
teilweise nur bis innerhalb der Wülste erstrecken. Da die Reifenwandungen sich einigermaßen gleichmäßig
nach außen wölben und dabei keinen übermäßig großen Winkel bilden, so können auch
andere Teile der Seitenkanten die Reifenwan-• düngen berühren; soll aber ein wirklich ioo°/oiges
Anliegen der Seitenkanten des Bandes an den Seitenwandungen erreicht werden, so müssen die
ausgebuchteten Kanten eine Linie bilden, die der Schnittlinie des Sechsecks mit den Innenwänden
des Reifens entspricht, wie es bei dem Band 15 in Fig. 11 dargestellt ist. Die Kanten dieses Bandes
sind ausgebuchtet, und die vorspringenden Punkte 16 der Kanten sind durch bogenförmige Kantenteile
14 von geringerer Breite miteinander verbunden. Übrigens ist dieses Band als endloses Band
in einem Stück gefertigt, es kann jedoch auch in flacher Form hergestellt und, wie in den anderen
Abbildungen, durch nachträgliches Zusammenfügen der Enden zu einem endlosen Band geformt
werden.
In Fig. 12 ist das Band der Fig. 11 zur Lagerung
zusammengeklappt dargestellt. Auch das in Fig. 10 abgebildete Band kann in gleicher Weise
zusammengeklappt werden, da beide Bänder längs der Linien 17 eingekerbt sind.
Normalerweise wird man die in Fig. 10 und 11
dargestellten Bänder 10 und 15 aus einem flachen Streifen des Werkstoffes schneiden und längs der
die ebenen Mächen des Vielecks miteinander verbindenden
Linien 17 einkerben. Die Enden werden dann in der in Fig. 8 und 10 dargestellten Weise
oder durch ein gummiertes Klebband 18 (Fig. 13)
miteinander verbunden. Die Bandenden können aber auch mit Klappen 19 und 20 (Fig. 14) ausgebildet
sein, die den Klappen 2 und 3 der Fig. 1 entsprechen. In diesem Falle läßt man die Endkanten
einander überlappen und führt die Verbindung in gleicher Weise wie nach Fig. 1 bis S aus.
Alle Ausführungsformen der Erfindung haben die folgenden Merkmale gemeinsam:
1. In allen Fällen handelt es sich um ein endloses Band, das im wesentlichen nicht dehnbar ist,
ausgenommen durch Verformung des Werkstoffes.
2. Das Band besitzt genügend große Außenabmessungen, um die Innenwandungen des Reifens
oberhalb des Innendurchmessers der Wülste zu berühren. .
3. Das Band besitzt ausreichende Breite, um die Wülste vorzugsweise weiter auseinanderzuspreizen,
als ihrer Normalstellung beim Sitz auf der Felge entspricht, mindestens aber soll der durch das Band
erzwungene Wulstabstand dem normalen Wulstabstand beim montierten Reifen gleich sein.
Claims (9)
1. Wulstspreizer für den Transport und die Lagerung von insbesondere schlauchlosen Luftreifendecken
des üblichen, im allgemeinen hufeisenförmigen Querschnittes, bei denen die Wülste einen engeren Abstand voneinander
haben als der weiteste Teil des Reifens, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem fortlaufenden,
nicht dehnbaren Band aus steifem Fiber oder steifer Pappe besteht, dessen äußere
radiale Abmessung größer ist als die innere radiale Abmessung der Wülste, und das derart
ausgebildet ist, daß seine Seitenkanten die inneren Seitenwandungen des Reifens vollständig
oberhalb der Innenkanten der Wülste berühren.
2. Wulstspreizer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band als Vieleck ausgebildet
ist.
3. Wulstspreizer nach Anspruch 1 und 2, da- - durch gekennzeichnet, daß das Band aus einem
normalerweise flachen Streifen besteht, dessen Enden mit Klappen (2, 3;. 19, 20) versehen sind,
die nach dem Biegen des Bandes zur endlosen Form die Enden desselben durch ihr Ineinandergreifen
verriegeln.
4. Wulstspreizer nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten des
vieleckigen Bandes (10) in der Nähe der Schnittstellen (11) der Flächen des Vielecks in bezug
auf die Achse einen größeren Abstand voneinander besitzen als an den dazwischenliegenden
Kantenteilen.
5. Wulstspreizer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten des
Bandes (10, 15) so geformt sind, daß sie sich
der Schnittlinie zwischen dem Band und der Innenwandung des Reifens annähern, in den
das Band eingesetzt werden soll.
6. Wulstspreizer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten (14) des
Bandes (15) derart ausgebuchtet sind, daß die in der Nähe der Schnittlinien der Flächen befindlichen
Stellen (16) in bezug auf die Achse einen größeren Abstand voneinander besitzen '
als die dazwischenliegenden Kantenteile.
7. Wulstspreizer nach Anspruch6, dadurch gekennzeichnet,
daß die vorspringenden Teile (16)
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der ausgebuchteten Kanten (14) V-förmig ausgebildet sind.
8. Wulstspreizer nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (2, 3;
19, 20) in der Ebene des Bandes liegen und in entgegengesetzten Richtungen derart angeordnet
sind, daß sie nach dem Biegen des Bandes zur endlosen Form durch ihr Ineinandergreifen
eine Verriegelung der einander überlappenden Enden des Bandes bewirken.
9. Wulstspreizer nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Spreizer und der
Reifen von einer Umhüllung umgeben sind, die die Seitenwandungen des Reifens gegen die
Seitenkanten des Spreizers drückt.
Angezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 9076 193;
USA.-Patentschriften Nr. 1482 901, 1 771 401.
Britische Patentschrift Nr. 9076 193;
USA.-Patentschriften Nr. 1482 901, 1 771 401.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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