DEL0021684MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. April 1955 Bekanntgemacht am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei den bekannten Vorrichtungen und Maschinen bzw'. Trieuren ist ein umlaufender Zylinder auf
der Innenseite mit gefrästen oder gestanzten Zellen versehen, die Kurz- und Rundkörner aus dem
Samengemenge in die in einem Zylinder feststehend angeordnete Auffangmulde befördern.
Dabei haben Einbauten wie Kulissen, Schleuderwalzen, Leitbleche, Platten und Schienen den
Zweck, die sich bildende Getreideniere zu zerstören, um die Ausleseleistung zu erhöhen. Alle
diese Einbauten sind für schwer fließendes Saatgut nicht anwendbar und bringen leicht fließendes
Saatgut mit zu großer relativer Geschwindigkeit auf die gegen sinnig gedrehte Zylinderfläche. Man
ist deshalb gezwungen, den Zylinder mit relativ niedriger Umfangsgeschwindigkeit laufen zu lassen,
was einer Verkleinerung der optimalen Arbeitsfläche entspricht. Saatgut mit empfindlichem Keimling
wird darüber hinaus durch die Schleuderwalze in der Keimfähigkeit geschädigt.
Bei den. bekannten Konstruktionen soll die Ausleseleistung
nur dadurch gesteigert werden, daß
609 546/45
L21684 Uli45e
nach Möglichkeit die Gesamtheit aller auszutragenden Kurzkörner auf die freie Zylinderfläche
gebracht wird. Dabei ist aber nicht berücksichtigt, daß die Auisleseteistumg maßgebend durch die Einlagerungsmöglichkeit
des Rundkornes, in die freie Auslesetasche im Zylinderinnern bestimmt wird.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß im Bereich der Getreideniere ein oder
mehrere Leitbleche uad eine ihnen zugeordnete
ίο Auffangschiene angeordnet sind,: die von einer im
Zylinderinnern vorgesehenen Querachse getragen werden. Dabei werden erfindungsgemäß die Leitbleche
federnd an einer Querachse aufgehangen und durch einen Exzenter in axiale Schwingungen
versetzt. Diese so angeordneten Leitbleche schälen den Abwärtsstrom der.:- Niere an einer . oder,
mehreren Stellen ab und bringen das zu reinigende Gut im gleichmäßigen dünnen Schleier auf die
freie Zylinderfläche. Hierdurch wird ein schneller Umlauf und eine gute Durchmischung des zu
reinigenden Gutes bewirkt. Diese Wirkung wird unterstützt durch die Anordnung einer Auffangschiene
am Ende der Leitfläche, welche den Saatgutstrom abfängt und das Saatgut ohne relative
Geschwindigkeit zum rotierenden Zylinder auf die Zellenfläche bringt.
Unterstützt wird die Wirkung weiterhin erfindungsgemäß durch eine gleichsinnig zum Zylinder
sich drehende, mit Längsrillen versehene Förderwalze, welche unterhalb der Leitbleche angeordnet
ist. Dabei können die Leitbleche unabhängig von der jeweiligen Einstellung der. Mulde
für sich verschwenkt ,und der Art des zu reinigenden oder auszulesenden Saatgutes gemäß eingestellt
werden.
Eine andere Verwirklichung des Erfindungsgedankens wird dadurch erreicht, daß der bekannten
Schleuderwalze ein Leitblech mit Auffangschiene vorgelagert wird, wodurch ebenfalls
das gesamte Saatgut in einem dünnen Schleier, und zwar ohne relative Eigengeschwindigkeit zum
rotierenden Zylinder, auf die freie Zellenfläche gebracht wird. Die Bedingungen für die Rundkorneinlagerung
in die Auslesezellen werden dadurch günstiger, die optimale Zylinderumfangsgeschwindigkeit
wird eine höhere und parallel dazu steigt die Ausleseleistung. Diese Anordnung ist vor
allem für die Mahlgetreidereinigung geeignet, während die Lösung über die axialgeschüttelten
Leitbleche für die Saatgutbereitung große Vorteile bringt.
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung ist es möglich, unter schonender Behandlung des Getreides
und Saatgutes eine Erhöhung der Ausleseleistung zu bewirken und die Nierenbildung zu
verhindern.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Abb. .1 den. Samenausleser mit den eingebauten
schwingenden Leitflächen und der Förderwalze im Querschnitt,
Abb. 2 die schwingenden Leitbleche mit Förderstegen versehen in der Draufsicht,
Abb. 3 einen Ausleser mit eingebauter Schlägerwalze und vorgelagertem Leitblech sowie Auffang-
leiste im Querschnitt,
Abb. 4 ein Kräftediagramm für die Einlagerung des Rundkornes in die Auslesetasche.
Der Samenausleser (Trieur) ist mit 1 bezeichnet. Er ist um die Achse 2 drehbar gelagert. Die Leitbleche
sind mit 3 und 4 bezeichnet. Sie werden, in beliebiger Zahl angeordnet und als verstellbare Einbauten
durch einen Exzenter in axiale Schwingungen gebracht. Die Leitbleche nehmen den Abstrom
5 des zu reinigenden Gutes auf und bringen ihn dann in einem dünnen Schleier zurück auf die
Zylinderfläche 6. Um dies zu ermöglichen, sind die Leitbleche 3 und 4 mit den Aufhängefedern 7 und 8
fest verbunden und an der Querachse 9 federnd aufgehangen. Die Distanzbolzen 10 und 11 be- So
dingen eine stufenförmige Anordnung der Leitbleche, während eine Förderwalze 12 insbesondere
das schwer fließende Reinigungsgut nach oben fördert. Durch die mit den Leitblechen 4 und 3
fest verbundenen Stege 13 und 14 (Abb. 2) wird das zu reinigende Gut während seiner Abwärtsbewegung
in der Richtung zum Aus- und Einlauf gefördert. Mit 15 ist eine verstellbare Auffangmulde
bezeichnet. Diese Mulde nimmt die Kurzbzw. Rundkörner auf. Eine Auffangschiene ist mit
16 bezeichnet. Sie ist mit der Querachse 9 fest verbunden und nimmt dem Abstrom 5 die Geschwindigkeit.
Dieses wird an Hand der Abb. 4 theoretisch nachgewiesen. Hierbei bedeutet ν die
Kraft der relativen Fortbewegung des Rundkornes auf der Zylinderfläche und g die Schwerkraft.
Aus ν und g ergibt sich R, das den Auftreffpunkt 17 des Rundkornes 18 an der heraneilenden
Zellwand 19 der Auslesetasche 23 bestimmt. Beim Rundkorn 18, welches sich rollend auf der Zylinderfläche
fortbewegt, ist in der Kraft ν noch eine Rotationskraft k enthalten, die bewirkt, daß
dasselbe bei einer Zyiinderumfangsgeschwiindigkeit über die freie Auslesezelle hinwegrollt, bei der ein
gleitendes Kurzkorn gleicher Länge eingelagert wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. 3 ist die gegensinnig zum Zylinder 1 angetriebene Schleuderwalze
mit 20 bezeichnet. Diese wirft den Abwärtsstrom 5 des Saatgutes auf das vorgelagerte
Leitblech 21, von wo es, abgestoppt durch die Auffangleiste 16, auf die freie Zylinderfläche 6
gleitet. Schleuderwalze 20, Leitblech 21 und Auffangleiste 16 sind fest miteinander verbunden und
werden über eine Hängevorrichtung 22 von einer Querachse 9 gehalten, die verstellbar an der
Hauptachse 2 angeordnet ist.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Anordnung in einem umlaufenden, an der Innenwandung mit Auslesezellen versehenen Zylinder (Trieur) zum Verteilen der sich bildenden und sich umwälzenden Getreideniere, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der546/49L 21684 HI I'45eGetreideniere ein oder mehrere Leitbleche (3, 4, 21) und eine ihnen zugeordnete Auffangschiene (16) angeordnet sind, die von einer im Zylinderinnern vorgesehenen Querachse (9) getragen werden.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitbleche (3, 4) mit Aufhängefedern (7, 8) an der Querachse (9) federnd aufgehangen und durch einen Exzenter in Axialschwingungen versetzt werden.
- 3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Leitbleche (3, 4) eine gleichsinnig zum Zylinder (1) sich drehende, mit Längsrillen versehene Förderwalze (12) angeordnet ist.
- 4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitbleche (3, 4) unabhängig von der Einstellung der Mulde (15) verschwenkbar sind.
- 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer gegensinnig zum Zylinder betriebenen Schleuderwalze (20) das Leitblech (21) mit Auffangschiene (16) vorgelagert wird.
- 6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schleuderwalze (20), das Leitblech (21) und Auffangschiene (16) fest miteinander verbunden, zusammen verschwenkbar an der Querachse (9) aufgehangen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 546/49 6. 56
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