DEM0002325MA - Relais mit Starkstromkontakt - Google Patents

Relais mit Starkstromkontakt

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Publication number
DEM0002325MA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
armature
switching spring
spring
contact
Prior art date
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Dipl.-Ing. Solingen-Ohligs Günther
Willy Solingen Wäller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mix und Genest AG
Original Assignee
Mix und Genest AG
Publication date

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Description

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit Hilfe eines Schwachstromrelais üblicher Bauart einen Starkstromkontakt zu betätigen. Man hat diese Aufgabe bereits mit Hilfe eines Quecksilberkontaktes gelöst, der aus einem Quecksilber enthaltenen Glasröhrchen besteht, welches durch die Ankerbewegung in eine solche Lage gebracht wird, dass sich das Quecksilber am Boden verteilen und dadurch die Kontakte überbrücken kann.
Sollen an Stelle der verhältnismässig komplizierten Quecksilberkontakte, welche in induktiven Stromkreisen nachteilig sind, für die vorliegende Aufgabe Kontaktfedern verwendet werden, dann muss, um den Vorschriften zu entsprechen, die Kontaktbetätigung in Momentschaltung erfolgen. Diese läßt sich nicht dadurch erreichen, dass man den Starkstromkontakt in der gleichen Weise betätigt wie die Schwachstromkreise steuernden Kontaktfedern, weil die Schaltleistung durch den Ankerhub und den zwischen den Kontakten vorhandenen Luftspalt festgelegt und die Schaltgeschwindigkeit von der Ankergeschwindigkeit abhängig ist.
Die Erfindung sieht eine Anordnung vor, die es unter Verwendung von Kontaktfedern ermöglicht, einen Starkstromkontakt durch den Anker eines Relais in Momentschaltung zu betätigen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Schaltfeder eines auf einem Relais angeordneten Federsatzes in der Ruhelage des Relais durch den an ihrem Ende angreifenden Anker durchgebogen ist und bei Betätigung des Ankers sprungartig eine entgegengesetzte Durchbiegung einnimmt.
Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass mittels einfach herzustellender Einzelteile der Starkstromkontakt auf jede vorhandene Rundrelaisspule aufgebracht werden kann. Außerdem wird durch die Durchbiegung der vorgespannten Feder ein grösserer Luftabstand der Kontakte und eine höhere Schaltgeschwindigkeit erreicht.
An Hand der beigefügten Fig. 1 bis 2a soll an zwei Ausführungsbeispielen die Erfindung näher beschrieben werden. In dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel ist das mit dem Kern der Rundrelaisspule 1 verbundene Joch 2 mit seinem vorderen Teil ungefähr rechtwinklig nach oben gebogen. Die Länge des abgewinkelten Schenkels wird dadurch begrenzt, dass die Schneide, an der der Anker 3 gelagert ist, etwa unterhalb der Kontaktfeder 6 liegt. Die Schaltfeder 5 des als Umschaltkontakt ausgebildeten Federsatzes stützt sich mit ihrem Ende in einer keilförmig nach aussen erweiterten Nut im Teil 4 ab und biegt sich nach unten durch, wodurch eine Vorspannung und Kontaktschluss mit der Kontaktfeder 7 zustande kommt. Es wird damit der bei üblichen Kontaktfedersätzen mittels Justierung zustandekommende Kontaktdruck vergrössert. Zieht der Anker 3 an, so wird die Schaltfeder 5 sprungartig nach oben durchgedrückt und ihr Kontakt mit dem der Feder solange unter Druck verbunden, bis der Anker nach Stromloswerden der Relaisspule wieder abfällt. Infolge der Durchbiegung der Schaltfeder wird eine Vergrösserung der Federabstände erreicht.
Eine andere vorteilhaftere Lösung, bei der der Anker des Relais nicht geändert werden muß, zeigt das in Fig. 2 wiedergegebene Beispiel. Die Schaltfeder 5a ist hier nur einseitig eingespannt und ist mit ihrem Ende 13 (Fig. 2a) im Federsatz gehalten. In Fig. 2 ist die Feder in perspektivischer Darstellung herausgezeichnet und zwar derart, wie sie bei nichtangezogenem Relaisanker, also im Ruhestand, im Federsatz sitzen würde. Der längsgeschlitzte Mittelteil, auf dem die Kontakte 9 und 10 sitzen, ist nach oben durchgebogen. Diese Durchbiegung kommt einmal durch die am Federende befindliche Abstützung 4a, die am Anker 3 aufliegt, und zum Anderen durch die zu beiden Seiten der Durchbiegung liegenden Druckfedern 8 zustande. Wird der vom Joch 2a getragene Relaisanker 3a betätigt, so wird die Schaltfeder nach oben gedrückt. Der geschlitzte Mittelteil mit dem Kontakt 9 findet dabei an dem feststehenden Kontakt 11 grösseren Widerstand und biegt sich sprungartig nach unten durch. Damit wird mittels Kontakt 10 der Schaltfeder 5a und dem feststehenden Kontakt 12 die Verbindung hergestellt. Im Ruhezustand ist der geschlitzte Mittelteil der Schaltfeder, wie eingangs beschrieben, wieder nach oben durchgebogen.

Claims (5)

1) Relais mit Starkstromkontakt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltfeder (5) eines auf einem Relais angeordneten Federsatzes in der Ruhelage des Relais durch den an ihrem Ende angreifenden Anker durchgebogen ist und bei Betätigung des Ankers sprungartig eine entgegengesetzte Durchbiegung einnimmt.
2) Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltfeder (5) in eine zweckmäßig keilförmig nach außen sich erweiternde Nut des Ankers eingreift.
3) Relais nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt des Ankers oberhalb der Schaltfeder (5) liegt.
4) Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Jochbreite etwa entsprechende breite Schaltfeder (5a) mit ihrem Ende sich auf den Anker (3a) abstützt und ein durch zwei parallele Längsschlitze begrenztes Mittelteil der Schaltfeder, das in der Ruhelage des Relais nach oben durchgebogen ist, beim Betätigen des Relaisankers mit Hilfe von zwei zu beiden Seiten des Mittelteiles angeordneten Druckfedern (8) sprungartig nach unten durchgebogen wird.
5) Relais nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines in der Fernsprechtechnik gebräuchlichen Rundrelais mit Schneidanker.

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