DEP0011153DA - - Google Patents

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DEP0011153DA
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wool
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glass wool
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153
PAT ENTANWÄLTE Prof. Dipl.-lng. C. WEIHE M. M. WIRTH Dr. W. SCHALK
© FRANKFURT A. M.
Seh/S«, Kaisers tr ,22
Walter Roth und
Frau Johanna Roth geb. Caspari ,
Frankfurt a.BüU-Niederraa,
Bruchfeldplatz 8,
Leichtbauplatte.
Es sind bereits Leichtbauplatten bekannt, und zwar bestehen diese aus zu einer Platte verpresster Holzwolle, die unter Verwendung eines Bindemittels, wie Kalk, Zement, oder im besonderen Magnesit, in sich verfestigt wird.
Derartige Leichtbauplatten finden auf vielen Gebieten der Technik, des Bauwesens sowie in der Möbelindustrie usw. sehr zahlreiche Verwendung. Ihr Nachteil besteht darin, dass sie zu ihrer Herstellung Rohstoffe, nämlich Holz und insbesondere Magnesit, benötigt, die z.Zt. Mangelware sind«
Gemäss vorliegender Erfindung wird ein Verfahren in Vorschlag gebracht, nach welchem Leichtbauplatten mit etwa den gleichen Eigenschaften der bisher bekannten Leichtbauplatten hergestellt werden können, aber die Verwendung von Holz und Magnesit in Fortfall kommt»
Es wurde nämlich gefunden, dass für die Herstellung derartiger Leichtbauplatten die Holzfaser sehr gut durch Glaswolle ersetzt werden kann, wenn zu deren Verfestigung zur Platte eine Wasserglaslösung als Bindemittel benutzt wird. Zweckmässig wird hierbei der Wasserglaslösung auch noch eine gewisse Menge einer mit der Wasserglaslösung emulgierbaren Kunstharzemulsion zugesetzt, Auch können dem Bindemittel noch andere Stoffe, wie Kalk u.dgl., beigemischt werden.
Die Herstellung der neuen Leichtbauplatte erfolgt daher erfindungsgemäss beispielsweise wie folgt:
Eine bestimmte Menge Glaswolle wird in ein Bad aus einer mit einer Kunstharzlösung versetzten Wasserglaslösung eingetaucht, bis die Glaswolle durchgängig und gleiehiaässig benetzt worden ist. Darauf wird die Glaswolle aus dem Bade herausgenommen, ausgedrückt und getrocknet. In der so behandelten Glaswolle ist nun jeder Glasfaden mit einem dünnen Film aus den Feststoffen des Bades überzogen» Die Glaswolle wird dann mit der Badflüssigkeit oder nur mit einer Wasserglaslösung wieäer leicht eingespritzt, in eine Form gebracht und in dieser zu einer Platte der gewünschten Dicke verpresst .
Dip so hergestellte Platte wird dann in der Form unter €te» Gananηten Druck getrocknet, worauf sie entformt werden kann.
Die so gewonnene Platte ist äusserst standfest, nagel- und sägbar sowie wärme- und sehalldämmend, und sie kann zu denselben Zwecken benutzt werden, wie die bekannten Leichtbauplatten auf Holzfaser- oder Korkspanbasis.
Als Glaswolle kann sowohl die bekannte unverzwirnte, möglichst langfaserige übliche Glaswolle oder auch Schlackenwolle benutzt werden. Die besten Hesultate wurden bisher jedoch unter Verwendung von zu Fäden verzwirnter Glaswolle erhalten.
Eine geeignete Mischung für das Bindemittel besteht z.B. aus 525 g Kunstharzemulsion (einschl. Weichmacher), 165 g lasserglas (zu etwa 36° Be) und
500 g Wasser.
In diesem Gemisch wurden 563 g Glaswolle eingetaucht, nach dem gleichmässigen Benetzen aus dem Bade herausgenommen, ausgedrückt und getrocknet. Darauf wurde die Glaswolle wieder leieht mit einer Wasserglaslösung (Kali- oder Natronwasserglas) bespritzt,
** 3 —
in eine Form von 30 χ 30 om verbracht und in dieser auf eine Schichthöhe von 1,6 cm zusammengepresst, wobei die Platte in der Form bis zur Trocknung auf eine Temperatur von etwa 18O0C erhitzt wiirde. Nach dem Entfernen wurde eine Platte erhalten, die äusserst standfest war und in der die Hohlragume sehr gleichmässig verteilt waren und deren Grosse nahezu gleichmässig auch innerhalb der gewünschten Grössenordnung lag.
Die so hergestellten Platten lassen sich infolge ihrer gleichmassigen Hohlraumverteilung in der Oberfläche auch sehr gut mit plastischen, erhärtbaren Überzügen^·
s versehen, so dass z.B. Platten erhalten werden, die an
Stelle der üblichen Kacheln oder als Türfüllung, Tischplatten usw. verwendet werden können.
Anstatt die Platte von Hand aus diskontinuierlich herzustellen
und von Hand aus mit dem plastischen Überzug zu versehen, kann das
Herstellungsverfahren natürlich auch kontinuierlich und maschinell durchgeführt werden.

Claims (1)

  1. Pat entansprüohe :
    1» Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten, gekennzeichnet durch die Verwendung von verzwirnter oder unverzwirnter Glaswolle oder Schlackenwolle als' Grundstoff und von Wasserglaslösung, gegebenenfalls unter Mitverwendung von Lösungen oder Emulsionen von Kunstharzen und anderen Zusatzstoffen als Bindemittel.
    2, Verfahren naeh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glaswolle in einem Bade aus einer Wasserglaslösung unter jeweils gewünschter Mitverwendung von Kunstharzlösungen oder -emulsionen und sonstigen Zusatzstoffen benetzt, darauf ausgedrückt und getrocknet, anschliessend mit einer Wasserglaslösung besprüht, unter Druck verformt und in der Form bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck getrocknet wird,
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurpJa-^gekennzeichnet, dass das Herstellungsverfahren dieifontinuierlich oder kontinuierlich durchgeführt
    den, , ,^i »der J.
    S X, Verfahren nacTy"AnspruclY 1 ,»-3·, dadurch gekennzeichnet, dass die hergestellten Platten einseitig oder beiderseitig mit einem Überzug aus einer plastischen, durch Wärme trocknenden Masse versehen werden.
    Der Patentanwalt :

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