DER0003223MA - Offsetmaschine für Mehrfarbendruck in Reihenbauart - Google Patents

Offsetmaschine für Mehrfarbendruck in Reihenbauart

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DER0003223MA
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Germany
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English (en)
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Max Dr. Zürich Ras
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Offset-Maschine, die in ihrer Konstruktion von der für diese Maschinengattung üblichen Bauweise abweicht. Es ist eine sogenannte Reihenmaschine, wie sie im Hochdruckverfahren dann ihrer guten Zugänglichkeit, leichten Bedienbarkeit und Uebersicht allgemein Eingang gefunden hat. Auch beim Mehrfarben-Offsetdruck kennt man Maschinen, die nach dem Prinzip der Einzelständer, die hintereinander gestellt sind, arbeiten. Bei Maschinen dieser Gattung liegt das Farbwerk einmal über dem Plattenzylinder und das Feuchtwerk unterhalb, auf der anderen Hälfte der Druckeinheit ist ihrer Lage umgekehrt, d.h. das Farbwerk liegt unter dem Plattenzylinder und das Feuchtwerk darüber. Diese
Anordnung entstand aus dem Bestreben, einmal für die Farb- und Feuchtwerke eine möglichst gute Zugänglichkeit zu erhalten, das Ein- und Ausspannen der Platten, sowie ihre Einstellung zu erleichtern, ebenso das Gummieren und Waschen derselben. Sie hat aber den Nachteil, dass die Bedienung des Gummizylinders erschwert wird. Arbeiten wie das Auswechseln der Gummitücher, ihre Zurichtung, sowie das oft vorkommende Waschen derselben, können nur von der Seite der Oeffnungen im Maschinengestell vorgenommen werden. Diese Unzugänglichkeit fällt besonders ins Gewicht bei Maschinen mit sehr grosser Papierbreite, da sie von der Bedienungsseite allein nicht mehr vorgenommen werden können. Infolge der ziemlich grossen Distanz zwischen Feucht- und Farbwerk besteht die Gefahr, dass bei Platten, die nur ganz wenig Feuchtung benötigen, die an sich schon geringe Feuchtigkeitsmenge verdunstet. Sie muss daher grösser gehalten werden als für den eigentlichen Druckprozess nötig wäre; das Wasser haftet nicht mehr an der Platte. Bedeutend komplizierter wird auch die Führung des Papierstranges durch die Maschine. Da er über die Farb- und Feuchtwerke hinweggeführt werden muss, wird er unnötigerweise verlängert; seine Ueberwachung sowie das Einziehen wird schwieriger. Es müssen Abdeckungen vorgesehen werden, die verhindern, dass bei einem eventuellen Reissen des Papierstranges derselbe sowie auch der daran haftende Papierstaub nicht in die Farbwerke fällt. Im weiteren kommt hinzu, dass eine Ma- schine der vorstehend beschriebenen Bauart rein mechanisch und antriebstechnisch gesehen ein Mehrfaches an beweglichen Maschinenteilen wie Zahnräder, Wellen etc. , benötigt. Eine weitere Bauart, wie sie vielfach in Amerika angewendet wird, beruht ebenfalls auf dem Prinzip der Einzelständer, nur mit dem Unterschied, dass hier die Papierbahn unter den Druck- und Farbwerken durchgeführt wird. Das Einziehen und Ueberwachen der Papierbahn ist noch schwieriger, die Abdeckung der Papierbahn muss noch solider und vollkommener sein, da sie beim Bedienen der Maschine als Laufsteg benützt wird.
Der Vollständigkeit halber sei noch eine Ausführungsform erwähnt, bei der alle für einen Vierfarbendruck notwendigen Druckeinheiten um einen grossen Gegendruckzylinder gruppiert sind. Um die einzelnen Druckeinheiten einigermassen gut bedienen zu können, muss der Gegendruckzylinder verhältnismässig sehr gross gewählt werden; dies bedingt wiederum eine sehr grosse Bauhöhe der Gesamteinheit. Das Arbeiten an der Maschine wird dadurch komplizierter, da zwei Mann sich mit dem Vierfarbendruck zu befassen haben, wovon einer auf der Galerie für die oben liegenden Druckeinheiten. Die Einrichtzeiten für die Maschine werden länger, dad die Zugänglichkeit zu den Farb- und Feuchtwerken, sowie zu Druck- und Plattenzylindern erschwert ist, bedingt durch die Gruppierung der einzelnen Druckeinheiten um den grossen Druckzylinder.
Ferner ist das Arbeiten auf der Galerie mühsamer als auf Fussbodenhöhe.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die oben geschilderten Nachteile zu beheben. Bei der Offsetmaschine gemäss vorliegender Erfindung liegen alle Farb- und Feuchtwerke unterhalb der Plattenzylindermitte.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, in welcher
Fig. 1 eine Offsetmaschine in Reihenausführung im Aufriss, und
Fig. 2 im senkrechten Schnitt und in grösserem Masstab eines der Druckaggregate der Reihe zeigt.
Fig. 3 ist ein Seitenriss von Fig.2 im Schnitt.
Wie aus Fig.1 ersichtlich, läuft der von der Rolle 1 kommende Papierstrang 2 der Reihe nach durch drei Druckaggregate 3, 4 und 5 zum Falzapparat 6. Jedes Druckaggregat weist zwei Formzylinder 7, zwei Gummizylinder 8 und einen Druckzylinder 9 auf. Unterhalb der Formzylinder 7 sind die Farbwerke 10 angebracht und die Feuchtwerke 11, welche schematisch durch Düsen angedeutet sind und durch welche Wasser in Nebelform über Walzen 11' auf die Formzylinder 7 aufgeblasen wird.
Von einem nicht gezeigten zentralen Antriebskasten werden über Kegelräder 12, Wellen 13 und Kegelräder 14, Zylinder- und Farbwerke angetrieben; sämtliche Antriebsorgane für die Farbwerke liegen in der für diesen Zweck ausgesparten Druckwerkwand und laufen im Oelbad.
Form- und Gummizylinder liegen in bequemer Höhe vom Fussboden und sind in ihrer ganzen Länge für die Bedienung frei. Sämtliche Arbeiten wie Auswechseln der Platten und Gummitücher, Zurichten, genaues Einstellen der Platten, Waschen, Gummieren, können vom Stand aus gemacht werden, ohne in die Maschine zu kriechen. Ein weiterer, in die Augen springender Vorteil dieser Gruppierung liegt in der grossen Uebersichtlichkeit der Maschine, die ebenfalls in den verschiedenen Antriebsorganen zum Ausdruck kommt.
Die über den Druckwerken liegende Papierführung wird einfach und sinngemäss, mit einem Minimum an Leitwalzen, die ja alle bekanntlich von der Papierbahn angetrieben werden müssen.

Claims (3)

1. Offsetmaschine für Mehrfarbendruck in Reihenbauart, dadurch gekennzeichnet, dass alle Farb- und Feuchtwerke unterhalb der Plattenzylindermitte liegen.
2. Offsetmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von einem zentralen Antriebskasten aus Zylinder und Farbwerke angetrieben werden.
3. Offsetmschine ch Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Druckwerkwände ausgespart sind zur Aufnahme der Antriebsorgane für die Farbwerke.

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