DES0005643MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Oktober 1939 Bekanntgemacht am 2. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es gibt Schalteinrichtungen für Hochspannungsstromkreiise,
welche dazu dienen, durch kurzzeitige Unterbrechung der Energiezufuhr zu einer Störungsstelle, an welcher sich ein Luftlichtbogen
befindet, Störungen zu beseitigen, ohne eine Dauerausschaltstellung
zu besitzen. Solche Schalteinrichtungen,, vielfach »Kurzschlußlöscher« genannt,
schalten nach kurzzeitiger Ausschaltung sofort wieder ein. Zum Aus- und Wiedereinschalten
können getrennte Schaltstellen vorgesehen sein. Die Wiedereinschaltung kann aber bei anderen
Bauarten auch durch Schließen: der Unterbrechungsstelle
erfolgen. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, daß bei Schaltern mit Lichtbogenlöschung
durch Druckgas der Schaltstift nur bis in die günstigste Löschstellung gezogen wird, ohne
daß der für eine endgültige Ausschaltung erforderliche
gegenseitige Abstand der voneinander getrennten Schaltstücke überhaupt erreicht wird.
Ferner kann man bei Schaltern für »Kurzschlußlöschung«, die mit einer leitenden Schaltflüssigkeit
arbeiten, das sonst bei Flüisisiigkeitsiscbaltern im
allgemeinen vorgeschaltete Lufttrenn.mes.ser weglassen, da Schalteinrichtungen dieser Art in der
Regel nicht für das normale Ausschalten, d. h. für die Dauerunterbrechung des Stromkreises, geeignet
zu sein brauchen.
Es kommt jedoch vor, daß solche Schalteinrichtungen neben ihrer Aufgabe als Kurzschlußlöscher
auch gelegentlich als Kuppelschalter oder Transformatorschalter verwendet werden sollen. In,
diesen Fällen ist es erwünscht, sie auch zum Aus-
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schalten,· d. h. zur Dauerunterbrechung des Stromkreises
benutzen zu können.
Um dies mit geringem Aufwand, jedoch unter
■■;.. Wahrung einer zuverlässigen; Arbeitsweise zu ermöglichen,
wird erfindungsgemaß der normal vorhandene, !mit der. Kurzschlüßlöscherschalteinrichtung
in Reihe liegende Trennschalter mit Fernantrieb versehen, und dieser Fernantrieb1 wird zusammen
mit dem Antrieb des Kurzschlußlöschers
ίο so gesteuert, daß die Einschaltung bzw. Ausschaltung
des Trennschalters gerade während der Zeitspanne erfolgt, in der der Hochspannungsstromkreis
mittels des Kurzschlußlöschers vorübergehend unterbrochen ist.
Dieser Erfindungsgedanke, läßt sich insbesondere bei Vorhandensein -pdef durch zusätzliche Anbringung
einer 'elektromagnetisch gesteuerten Sperre am Kurzschlußlöscher mit verhältnismäßig
einfachen Mitteln durchführen. Diese elektromagnet
tische Sperre läßt sich zugleich auch für andere. Funktionen benutzen, beispielsweise zur'Steuerung'
des Einsetzens der Einschaltbewegung beim normalen Arbeiten des Kurzschluß löschers.
Im folgenden seien, die Merkmale der Erfindung
an Hand des in der Zeichnung dargestellten, Äusführungsbeispiels
beschrieben und erläutert.
ι ist die Unterbrechungsstelle, 2 die Einschaltstelle
eines Kurzschlußlöschers. Die Ausschaltung bzw. Einschaltung wird durch>
Federkraftspeicher F1, F2 bewirkt. Die Wiederbereitmachung der
beiden Schaltstellen und ihrer Federkraftspeicher erfolgt durch einen Druckluftantrieb D1, D2, dessen
Steuerventil V durch einen Einschaltelektromagneten E betätigt wird. T ist der in. Reihe zum
Kurzschlußlöscher -im Hochspannungsstromkreis angeordnete Trennschalter. Er wird durch einen
Druckluftantrieb DT betätigt, welcher durch elektromagnetisch
betätigte Ventile 0, Q gesteuert wird. ;- ■■;- -"'■■-Λ;'- - ·■■'"■· ■-'-
Durch einen Betätigungsschalter B mit zwei. Schaltstellungen und einer Ausschaltstellung können
nun drei Kommandos gleichzeitig gegeben oder vorbereitet werden: a) Freigabe der Ausschaltbewegung
der Aus schaltstelle 1 des Kurzschhißlöschers,
b) Erregung der elektromagnetischen Sperre Sp, durch welche die Einsehaltetelle 2 des
Kurzsehlußlösehers zunächst ini der Ausschaltsitelluttig
.festgehalten -wird, c) Vorbereitung, des Aus- bzw.: Eini-Kgmmandos für ■ .den...xTrennschalter-JV
. . ■ :.ΓΓί- ,-.,.■; . ■->['-' -. ' .ϊ.,..,,...,.;
Wird beispielsweise der- Betätigungsschaiter
nach links- in-die Schaltstellung »Aus'« gelegt, so
erhält durch den linken Kontakt der Sperrmagnet Sp Spannung. Durch den mittleren Kontakt erhält
der Arbeitsstromauslöser A .Spannung, der. die Bewegung
des Schaltgliedes ,der ■ Unterbrechungsstelle ι freigibt. Durch den rechten Kontakt erhält
das Steuerventil O Spannung, jedoch erst, nachdem
durch das Vollenden der Ausschaltbewegung der Schaltstelle ι der Kontakt kt , umgelegt worden ist.
. Der Druckluftantrieb" D7- schältet dann. den. Trennschalter
X, aus. Bei der'Ausschaltbewegung des
Trennschalterkontaktjes bewirkt.der p,i.t 'diesem gekuppelte
Steuerkontakt kt, daß die Sperre61/» zu- sätzlich
Spannung erhält, solange der Trennschalter sich in einer Zwischenstellung befindet. Dadurch
wird erreicht, daß auch bei frühzeitigem Loslassen des Betätigungsschalters der Kurzschlußlöscher
durch den Sperrmagneten in seiner Ausschaltstellung festgehalten wird. Sicherheit dafür, daß
der Trennschalter auch bei zu kurzem Kommando nicht in einer Zwischenstellung stehenbleibt, läßt
sich dadurch erreichen, daß entweder die Betätigungsventile O, Q verzögert arbeiten oder ein
zusätzlicher Windkessel W hinter dem Betätigungsventil vorgesehen wird, so daß Expansion der im
Windkessel gespeicherten Druckluft den Trennschalter mit Sicherheit in seine Endstellung führt.
Hat der Trennschalter seine Endstellung erreicht, so kann der Betätigungsschalter losgelassen werden.
Die Sperre fällt dann ab, so daß die Einschaltstelle 2 in die Einschaltstellung gelangt. Durch den
Kotakt K wird die Spule des Wiederbereitmachungselektromagneten
E an Spannung gelegt, wodurch die Unterbrethungssteitej 1 in die Ein-schaltstellung
und die Einschaltsteile 2 in die Ausschaltstellung gebracht wird. Wird nun der Betätigungsschalter
nach rechts, d. h. in die Schaltstellung »Ein« gelegt, so wird zunächst wieder---^--,
durch den linken Kontakt die Spule des Sperrmagneten Sp an Spannung gelegt, so· daß die Einschaltstelle
2 in ihrer Ausschaltstellung festgehalten wird. Durch den mittleren Kontakt wird
die Spule des Arbeitsstromauslösers A an Spannung gelegt, der die Bewegung. des Sohaltgliedes der 95 ■
Unterbrechungsstelle 1 freigibt. Durch den rechten Kontakt erhält, das Steuerventil Q Spannung,
'jedoch erst dann, wenn der' Kontakt Ji1 umgelegt,
d. h. die Ausschaltbewegung der Unterbrechungsstelle I beendet ist. Der Druckluftantrieb Dt schaltet
nunmehr den Trennschalter T ein. Durch den Steuerkontakt kt wird genau wie beim Ausschalten
>ides Trennschalters auch bei dem Einschalten die Spule des SperrmagnetenSp zusätzlich, d.h. unter
Umgehung des linken Kontaktes, des Betätigungsschalters B an Spannung gelegt, so daß auch bei zu
frühzeitigem Loslassen des Betätigungsschalters B der Kurzschlußlöscher durch den Sperrmagneten
in seiner Ausschaltstellung festgehalten wird. Nachdem der Trennschalter T eingeschaltet ist, erfolgt
die.Einschaltung.der;:Einschaltsteile 2, sobald
der Betatigungsschalter in die Mittellage zurückgeführt
wird. R ist..der. Kontakt eines Relais, das
zur Einleitung der normalen Arbeitsvorgänge des Kurzschlußlöschers (unabhängig vom Betätigungsschalter
B. und; ohne Betätigung des Trennschalters T). dient: ■: -. '. ·
Um auf ; jeden Fall zu-verhindern, daß der
Trennschalter etwa unter Last geöffnet wird, ist es
vorteilhaft, die-Kommandoleitungen für die Steuerungdes Trennschalterantriebes, insbesondere soweit sie zur Herbeiführung der Ausschaltbewegung
des Trennschalters dienen, über Hilfskontakte an der Leistungsschalteinrichtung zu führen, welche
bewirken, daß das Kommando für die Trenn-Schalterbewegung nur, dann am Trennschalter-
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antrieb wirksam wird, wenn die LeistungsschalteAnrichtung gerade .ausgeschaltet ist. Bei Verwendung
einer Leistungsschalteinrichtung mit getrennter
Aus- und Eitiischaltsitellle wird hierzu
zweckmäßig an beiden Schaltstellen ein Hilfskonitakt
vorgesehen, und über diese beiden" Hilfskontakte
werden die Kommandoleiitungen für den Trennischakerantrieb geführt.
Die Ausführungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung beschränken sich nicht auf
Schalteranordnungen, wie sie hier als Beispiel gezeigt sind und auch nicht auf bestimmte Gattungen
von Stromunterbrechern oder auf Schalteinrichtungen mit zwei parallel geschalteten Schaltstellen.
Die Erfindungsvorschläge sind vielmehr auch bei Schalteinrichtungen mit nur einer Schaltstelle, wie
sie eingangs erwähnt sind, mit Vorteil sinngemäß anwendbar.
Claims (6)
1. Schalteranordnung unter Verwendung einer Leistungsschalteinrichtung zur kurzzeitigen
Öffnung von Hochspannungsstromkreisen (Kurzschluß löschern), dadurch gekennzeichnet,
daß mit der Leistungsschalteinrichtung ein mit Fernantrieb, insbesondere Druckluftantrieb,
versehener Trennschalter in Reihe angeordnet ist und daß der Fernantrieb des Trennschalters zusammen mit dem Antrieb der
Hochspannungsleistungsschalteinrichtung so gesteuert ist, daß die Einschaltung bzw. Ausschaltung
des Trennschalters gerade während der Zeitspanne erfolgt, in der der Hoch-■
Spannungsstromkreis mittels der Leistungsschalteinrichtung vorübergehend unterbrochen
., ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltbewegung
des die Wiedereinschaltung des Hoch-Spannungsstromkreises bewirkenden Leistungsschaltgliedes
durch einen Sperrelektromagneten (Sp) zunächst verhindert ist, der durch Hilfskontakte
am Trennschalter (T) so gesteuert wird, daß er nur in den beiden Endstellungen
(»Ein« und »Aus«) des Trennschalters außer Wirkung gesetzt werden kann, so daß er die
Einschaltbewegung des Schaltgliedes freigibt.
3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zu ihrer willkürlichen Betätigung ein zweckmäßig als Tastschalter ausgebildeter Betätigungsschalter
(B) vorgesehen ist, durch den gleichzeitig folgende drei Kommandos gegeben
bzw. vorbereitet werden können: a) Freigabe der Ausschaltbewegung der Hochspannungsleistungsschalteinrichtung,
b) Erregung der elektromagnetischen Sperre, durch welche die Wiedereinschaltbewegung der Hochspannungsleistungsschalteinrichtung
zunächst verhindert ist, c) Vorbereitung des Aus- bzw. Ein-Kommandos für den Trennschalter. -
4. Schaltungseinrichtung nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerventile (O, Q) des als Fernantrieb des Trennschalters dienenden Druckluftanitriebes-
(DT) mit Verzögerung arbeiten,
5. Schaltungseinrichtung nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sich in den Verbindungsleitungen zwischen dem als Fernantrieb des Trennschalters vorgesehenen
Druckluftantrieb (DT) und den zugehörigen
Steuerventilen windkesselartige Erweiterungen befinden.
6. Schaltungseinrichtung nach den An-Sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kommandoleitungen für die Steuerung des Trennschalterantriebes, zumindest für die
Herbeiführung der Ausschaltbewegung des Trennschalters, über Hilfskontakte an der
Leistungsschalteinrichtung geführt sind, die so gesteuert sind, daß das Kommando sich auf den
Antrieb des Trennschalters nur dann auswirken kann, wenn der Hochspannungsstromkreis an
der Leistungsschaltstelle unterbrochen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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