DESC012637MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Mai 1953 Bekanntgemacht am 3. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 15d GRUPPE 3304 Sch 12637 XII/15 d
Kurt Berg, Würzburg
ist als Erfinder genannt worden
Schnellpressenfabrik Koenig & Bauer Aktiengesellschaft, Würzburg
Vorrichtung zum Festspannen von Stereotypplatten auf Formzylindern
von Rotationsdruckmaschinen
Die Erfindung betrifft die Befestigung von Stereotypplatten auf Formzylindern von Rotationsdruckmaschinen.
Es ist oft erwünscht, wahlweise Zeitungen verschiedenier
Breite auf ein und derselben Hochdruck-Rotationsmaschine zu drucken. Dies bedingt die
Möglichkeit, auch Stereotypplatten verschiedener Breite auf dem Formzylinder zu befestigen. Plattenschniellschlüsse
bekannter Ausführung erlauben im ίο allgemeinen nur das Festspannen von Stereotypplattem
gleicher oder fast gleicher Breite, von Faoette zu Facette gemessen, sollen die Stereotypplatten
sicher und fest gehalten sein und ein Abfliegen durch Zentrifugalkräfte vermieden werden.
Wenn wahlweise Stereotypplatten größerer Breitendifferenz auf dem gleichen Formzylinder befestigt
werden, verwendet man im allgemeinen Schraubfaoetten.
Diese besitzen aber den Nachteil, daß der Plattenwechsel unerwünscht lange Zeit benötigt.
Ähnliche Nachteile besitzen auch bekannte Festspannvorrichtungen, deren Ausgangsstellung in
Stufen an verschiedene Plattenlängen anpaßbar ist,
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die sich jedoch nicht zum raschen Umstellen auf unterschiedliche I'lattenbreiten eignen.
Bei einer Hinrichtung dieser Art zum Festspannen li;ill)/.yliii(lrisclier Stereotypplatten auf Formzylindern,
die in Achsrichtung vier Platten nebeneinander tragen, werden die Stereotypplatten durch schlittenfönnig
geführte. Facetten befestigt, die von Hand verschiebbar aiii dreiteiligen, in Längsrichtung einstellbaren
Tragstangen sitzen und dort in ihren
ίο eingestellten Lagen durch auf Rastnuten der Tragstangen
reitcrartig aufsteckbare Ilaitcbunde gehalten werden. Heim Auswechseln der Druckplatten
ist es aber erforderlich, sowohl das Abziehen und Einsetzen der reiterartigen llaltebundc als auch
das Verschieben dvr Facetten einzeln von Hand zu betätigen. Diese Hinrichtung ist nicht nur unhandlich
und umständlich zu bedienen, sondern auch verhältnismäßig teuer.
Der Vollständigkeit halber sei noch auf bekannte Vorrichtungen zum Festspannen rohrfüriniger'Druckplatten
hingewiesen, die mit wechselnder Länge axial über den Formzylinder geschoben werden.
Dabei besitzen aber die radial versenkbaren Facetten zum Plattenbefestigen eine recht ver-
S5 wickelte Bauart. Die Schwenkbewegung dieser
Facetten erfolgt durch axiales Verschieben von Slützscheibeii, die durch verdrehbare Exzenter bewegt
weiden und durch Schlitten und Gelenkführung mit den Facetten verbunden sind. Das Aufspannen
von Kohlplatten unterschiedlicher Achslänge ist sehr umständlich dadurch möglich, daß der Formzylinder
aus mehreren, mindestens aus drei zylindrischen Stücken besieht, von denen das eine beim
Plattenwechsel als Dislanzring bzw. Füllstück entlernt oder eingesetzt wird, wobei überdies noch Verbindungsbolzen
zwischen Stützscheibe und Facettcnsehliucn gegen längere oder kürzere ausgewechselt
werden müssen. Für halbzylindrische Stereotypplatten sind solche Einrichtungen ungeeignet.
Die Erfindung vermeidet die Nachteile der Schraublacelten ebenso wie langwierige Umstellarbeiten
bei einer Vorrichtung zum Festspannen halbzylindrischer Stereotypplatten durch axiales
Verschieben der Facettenringe mittels eines bekannten Platteiisehnellschlusscs, der sich gegen
eine, auf der Formzylinderachse beim Festspannen vcrrückbarc ringförmige Stützscheibe abstützt, dadurch,
daß die relativ zur Spannvorrichtung unverrückbare Stülzscheibe unter Verwendung von
Sehraubspindeln, Gcwindemuitcrn od. dgl. bei veränderter
Breite der Stereotypplatten entsprechend der lireitendill'erenz axial verstellbar ist und sich
in stets gleicher Entfernung von den Stereotypplatten befindet.
Die Zeichnungen veranschaulichen verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar zeigt
Abb. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung unter
Verwendung von Schraubspindeln, Muttergewinden im Formzylinder,
6u Abb. 2 einen Schnitt Λ A der Abb. i,
Abb. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung unter Verwendung von Sehraubspindeln, Muttergewinden
in den llaltescheiben,
Abb. 4 einen Schnitt B-D der Abb. 3,
Abb. 5 eine Ansicht der Vorrichtung unter Vcr· wendung von Gewindemuttern.
Die Stereotypplatte 1 wird durch den axial verschiebbaren
Facettenring 2 auf dem Formzylinder 3 festgehalten. Der Facettenring 2 wird durch einen
Plattcnschnellschluß 4 bekannter Ausführung axial verschoben, dessen Exzenterscheibe oder Kniehebel
oder Schncllgang-Schraubcnspindel od. dgl. sich gegen die ringförmige Stützscheibe 5 abstützt. Diese
Stützscheibe 5 ist nach der Erfindung, nicht wie sonst üblich, unverrückbar auf der Formzylinderwelle
befestigt, sondern um den Betrag der Differenz zwischen größter und kleinster Stereotypplattenbreite
bei zweiplattenbrciten Maschinen, um den doppelten Betrag dieser Differenz bei vicrplattcnbrciten
Maschinen axial verschiebbar. Der Vcr-Schiebemechanismus ist in drei Ausführungen gezeigt,
wobei aus Abb. 2, 4, 5 die beiden Endstellungen für verschieden breite Stereotypplatten ersichtlich
sind.
Bei einer Vorrichtung nach Abb. 1 und 2 greift die Gewindespindel 6 in ein Muttergewinde 7 des
Formzylinders 3 ein. Die Gewindespindel 6 ist drehbar, aber relativ zur Stützscheibe 5 axial unverschiebbar
gelagert. Sie trägt eine Verzahnimg 8, die in ein lose drehbares Stirnrad 9 eingreift, das auf
einer Nabe der Stützscheibe 5 geführt ist. Über den Vielkant 10 kann die Gewindespindel 6 im das
Muttergewinde 7 des Formzylinders herein- oder herausgeschraubt werden, je 'nach Drehrichtung und
Steigungsrichtung des Gewindes. Dabei wird mit der Gewindespindel 6 auch die Stützscheibe 5 und
mit diesem über Plattenschnellschluß 4 der Faocttcinring 2 axial verschoben, was erreicht werden soll.
Verzahnung 8 mit Stirnrad 9 gestatten die Anordnung beliebig vieler Gcwindcspindcln 6 am Umfange
des Fonnzylinders 3 derart, daß beim Betätigen nur eines Vielkantes to bzw. Drehen einer
Gewindespindel 6 über Stirnrad 9 alle anderen Gcwindcspindcln 6 mit verdreht werden. Je nach
Zähnezahlen der Verzahnungen 8 und des Stirnrades 9 und der Gewindesteigung des Muttergewindes
7 werden alle Gcwindcspindcln 6 gleichzeitig um denselben Längenbetrag axial bewegt
und so die Stützscheibe 5 und mit diesem über Plattenschnellschluß 4 der Facettenring 2, ebenfalls
verkantungsfrei, auf der Formzylindcrwclle bewegt. Da meist nur Stereotypplatten von zwei verschiedenen
Breiten, ohne Zwischengrößen, festgehalten werden sollen, so sind durch Wcllenabstufungen 1 1
und 12 die Endstellungen der Stützscheibc 5 gegeben und durch festes Anziehen der Gewindespindel
6 ein Lösen derselben und eigenmächtiges Verschieben der Stützscheibe 5 sicher vermieden.
Werden auch Zwischcnstellungen der Stützsicheibe 5 und damit das Festhalten von mehr als zwei verschiedenen
Stereotypplattenbreiten verlangt, so läßt sich ein unerwünschtes Drehen der Gewindespindel 6
durch einen Schnappstift 13 od. dgl. verhindern.
Da es praktisch unmöglich ist, auf allen Schraubspindeln 6, die mit dem gleichen Stirnrad 9 durch
Verzahnung im Eingriff stehen, Gcwindcanfang und
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Zahnmitte der Verzahnung 8 in die genau gleiche Relativlage zueinander zu bringen, davon aber eine
genau achsenparallele Lage der Stützscheiben 5 zum Formzylinder 3 abhängt, können die Schraubspindein
6, die mit dem gleichen Stirnrad 9 im Eingriff stehen, durch Lösen und axiales Verschieben der
segmentförmigen Brücke ζ" gegenüber Stützscheibe 5
aufeinander abgestimmt werden.
In Abb. 3 und 4 ist eine ähnliche Ausführung gezeigt. Bei dieser ist die Gewindespindel 14 zwischen
einer Stirnscheibe 15 und der Stirnseite 16 des
Formzylinders 3 axial unverschiebbar gehalten. Das Muttergewinde 17 ist in der Stützscheibe 18. Durch
Drehen der Gewindespindel 14 ist die Stützscheibe 18 ,axial zu verschieben. Derselbe Zweck, der bei
Ausführung nach Abb. 1 und 2 durch Verschieben der Brücke 5« gegenüber Stützscheibe 5 erreicht
wird, wird bei vorliegender Ausführung durch Längenabpassen der Schraubspindel 14 an den
Enden 14" und 146 erreicht.
Bei einer Anordnung nach Abb. 5 wird die Stützscheibe 19, die auf dem mit Passung hergestellten
Außendurchmesser 22 von Flach- oder Trapezgewinde sitzt, durch Drehen und Festziehen zweier
Gewinderinge 20 und 21 auf der Formzylinderachse axial verschoben und in der gewünschten Stellung,
die durch die gegebene Stereotypplattenbreite bestimmt wird, festgehalten.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung zum Festspannen halbzylindrischer Stereotypplatten auf Formzylindern von Rotationsdruckmaschinen durch axiales Verschiebein der Faoettenringe mittels Plattenschnellverschruß, dessen Exzenterscheibe, Kniehebel ©der Schnellgangschraubenspindel od. dgl. sich gegen eine auf der Formzylinderachse beim Festspannen unverrückbare ringförmige Stützscheibe abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß die relativ zur Spannvorrichtung unverrückbare Stützscheibe (5) bei veränderter Breite der Stereotypplatten entsprechend der Breitendifferenz axial verstellbar ist und sich so in stets gleicher Entfernung von den Stereotypplatten befindet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Einstellung der Stützschieibe (5) durch verdrehbare, in der 'Stützscheibe achsparallel geführte Gewindespindieln (6 bzw. 14) betätigt wird, deren Antriebsverzahnung (8) mit einem gemeinsamen lose drehbaren Stirnrad (9) im Eingriff stehen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindeln (6) durch einen in der Stützscheibe (5) geführten 'Springstift (13) gegen unerwünschtes Verdrehen gesichert sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Gewindespindeln (6), die in der Stützscheibe (5) axial verschiebbar gelagert sind, eine auf der Stützscheibe befestigte segmentförmige Brücke (5") nach Lösen ihrer Verbindung gemeinsam mit der •unverrückbar in ihr gelagerten Gewindespindel (6) zwecks axialer Feineinstellung der Arbeitslage verschiebbar ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Gewindespindeln (14), die in Muttergewinden (17) der Stützseheibe (18) verdrehbar geführt sind, eine axiale Feineinstellung ihrer gegenseitigen 'Arbeitslage durch Längenabpassen der Gewindespindeln (14) an ihren Enden (14°, I46) erreicht wird.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützscheibe (19, Abb. 5) durch zwei auf der Formzylinderachse verdrehbare Gewinderinge (20, 21) axial verschoben und festgehalten wird.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 654398;
USA.-Patentschrift Nr. 2446704.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 578/56 10. 55
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