DEW0012548MA - - Google Patents

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DEW0012548MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. November 1953 Bekanntgemacht am 5. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es wurde bereits eine Abzugseinrichtung für Schußwaffen mit Druckpunktabzug vorgeschlagen, bei der die Kraft der Schlagfeder durch eine Fangklinke untersetzt wird, die beim Spannen des Schlagbolzens durch einen Abzugsstollen unterstellt wird, der die Fangklinke in der Sperrstellung hält und der beim Ziehen des Abzugs zunächst in die Druckpunktlage mitgenommen wird, wobei seine Rastfläche bis zum Rand der Fangklinke gleitet.
Hierdurch wird nach Erreichen der Druckpunktstellung nur noch ein kleiner Weg des Drückers und damit des Abzugsstollens erforderlich, um die Fangklinke zu entrasten und den Schuß auszulösen. Die Fangklinke steht unter der Wirkung einer Feder, durch welche sie in die Freigabestellung gedrängt wird, und der Abzugsstollen steht seinerseits unter der Wirkung einer Druckfeder, die ihn in die Raststellung drängt.
Um einen leichtgängigen Abzug, wie er bei Präzisionssportwaffen erwünscht ist, zu erhalten, muß also zunächst die Wirkung der Schlagfeder auf den Abzugsstollen durch die Fangklinke weitgehend reduziert werden, ferner ist aber auch die an der
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Abzugsstollenfeder auftretende Reibung zu vermeiden. Druckfedern sind insbesondere dann ungünstig, wenn das Abzugsgewieht, d. h. der Widerstand, den der Finger beim Ziehen des Drückers zu überwinden hat, gering ist, denn kurze Schraubenfedern sind im allgemeinen hart, und ihr Widerstand wächst bei ' zunehmender Spannung sehr schnell, während lange Schraubenfedern zur Vermeidung des seitlichen Ausbiegens geführt sein
jo müssen, so daß in der Führung eine empfindliche Reibung an dem Führungsteil und bei Spreizfedern u. dgl. an den Auflagestellen entsteht. Diese Reibung wird am Abzugsfinger fühlbar.
Durch die Erfindung wird bei mehrfacher Reduktion oder Untersetzung der Kraft der Schlag- oder Kolbenfeder die Reibung der Fangklinke am Abzugsstollen weitgehend beseitigt. Außerdem ist eine Einrichtung vorgesehen, durch welche die Kraft der Abzugsstollenfeder verändert werden kann.
Erfindungsgemäß steht der Abzugsstollen unter der Wirkung einer Zugfeder, die reibungslos arbeitet. Im besonderen ist die Zugfeder an einem einstellbaren Teil eingehängt, der es ermöglicht, die Spannung der Feder zu verändern. Dadurch kann das Abzugsgewicht in gewissen Grenzen nach Wunsch verändert werden, ohne die Feder oder
. sonstige Teile auswechseln zu müssen. Außerdem ist aber auch noch die Feder auswechselbar an dem Abzugsstollen und dem Widerlager eingehängt, so daß zusätzlich durch Auswechseln der Feder das Abzugsgewicht in größeren Grenzen verändert werden kann. Bei Verwendung eines Abzugsstollens in Form eines Winkelhebels, deren einer Arm die Rast für die Fangklinke und dessen anderer Arm die Anlage des Drückers bildet, wobei die Zugfeder an einem dieser Arme angreift, ist die Feder am Abzugsstollen so eingehängt, daß ihr auf den Abzugsstollen wirkendes Drehmoment bei Schwenkung des Abzugsstollens annähernd gleichbleibt. Diese Wirkung wird dadurch erreicht, daß. die Zugfeder mit der Verbindungslinie zwischen Einhängepunkt und Drehpunkt des Abzugsstollens einen Winkel bildet, der gleich oder kleiner als 900, vorzugsweise etwa 75 ° ist.
. Das Stellmittel, in das die Abzugsstollenfeder eingehängt ist, besteht aus einer doppelarmigen Klinke, die mit einem Stellglied, z. B. einer Schraube, in Wirkverbindung steht, die von der Außenseite der Waffe zugänglich ist. Um die Kraft der Schlagfeder zu reduzieren, sind Fangklinken für den Schlagbolzen bekannt, die aus zwei mehrarmigen Klinken mit ungleich langen Armen zusammengesetzt sind, von denen die eine Klinke mit einer Nase zum Fangen des Schlägbolzens versehen ist. Erfindungsgemäß greift die andere Klinke mit ihrem kurzen Arm gelenkig, in den langen Arm der zum Fangen des Schlagbolzens dienenden Klinke ein und liegt mit dem anderen Arm auf der Nase eines Armes des Abzugsstollens. Vorzugsweise steht diese -Klinke unter Wirkung einer leichten Feder, die sie zusammen mit der Klinke zum Fangen des Schlagbolzens in die Freigabestellung drängt. Eine solche Ausbildung und Anordnung der Klinke erfordert wenig Platz und untersetzt die Kraft der starken Feder des Schlag-Stückes in hohem Maße.
Die an der Rast des Schlagbolzens angreifende Klinke ist vorzugsweise dreiarmig ausgebildet und zwischen zwei kurzen Armen gelagert, von denen der eine mit der Rastnase für den Schlagbolzen, der zweite mit einer Anschlagnase versehen ist, auf die ein Ansatz des Schlagbolzens beim Zurücklaufen derart einwirkt, daß die Fangklinke geschwenkt und in die Raststellung zurückgedrückt wird, wobei auch die zweite Klinke so weit geschwenkt wird, daß sie an der Rastnase des Abzugsstollens gefangen wird. Durch diese Einrichtung wird eine besondere Federklinke an der Rastnase der Fangklinke unnötig, und es tritt keine Reibung am Schlagbolzen nach dem Abziehen auf. Am Drücker greift eine schwache Feder an, die ihn in die Freigabestellung und dadurch gegen den Abzugsstollen drängt. Dadurch wird ein freies Pendeln des Drückers nach dem Abschuß verhindert, außerdem aber auch bei kleinem Abzugsgewicht und deutlich spürbarem Druckpunkt eine ausreichend starke Abzugsstollenfeder verwendbar, um den Abzugsstollen aus der Druckpunktstellung in die Ruhelage zurückzuziehen, wenn der Schuß nicht gelöst wird und die Reibung zwischen Fangklinke und Abzugsstollen überwunden werden muß.
, In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Abzugseinrichtung nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt bei gespanntem Schlagbolzen in Verbindung mit dem mittleren Teil der Waffe,
Fig. 2 einen gleichen Schnitt der Abzugsteile in der Druckpunktstellung,
Fig. 3 einen gleichen Schnitt wie Fig. 2 in der Stellung der Teile nach dem Abschuß.
Der in dem Gehäuse 1 geführte Schlagbolzen 2 steht unter der Wirkung der Feder 3. Am Schlagbolzen 2 befindet sich eine Rast 4, die sich an der Rastnase 5 einer Klinke 6, die den einen Teil einer zweiteiligen Fangklinke bildet, fängt. Diese Klinke6 ist auf einem ortsfesten Bolzen 7 schwenkbar gelagert. Sie ist mit einer Ausnehmung 8 versehen, in welche der kurze Arm 9 einer zweiten zweiarmigen Klinke 10 mit ungleichen Armen greift, deren anderer langer Arm 11 von der Nase am Arm 12 des winkelförmigen Abzugsstollens 13 unterstellt wird und die Kraft der Feder 3 nochmals reduziert. Die Klinke 10 steht unter Wirkung einer Doppelschenkelfeder 14, die die Klinke 6 in die Freigabestellung drängt. Der Abzugsstollen 13 ist auf einem Bolzen 15 gelagert und wird durch eine Zugfeder 16 in die Sperrstellung gezogen. Sein Arm 17 liegt an einem Bolzen 18 des Drückers
19 an, der unter Wirkung einer schwachen Feder
20 steht, die dem Zug der Abzugsstollenfeder 16 entgegenwirkt. Das durch diese Zugfeder 16 bestimmte Abzugsgewicht wird also um die Kraft der Feder 20 vermindert, so daü eine für die erforderlichen Bewegungen des Abzugsstollens 13 mit Sicherheit ausreichend starke Zugfeder 16 verwen-
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det werden kann, auch wenn das Abzugsgewicht klein ist. Außerdem verhindert diese Feder 20 ein freies Pendeln des Drückers 19 nach dem Abschuß. In den Drücker 19 ist ein verschraubbarer Druckpunktbolzen 21 eingesetzt. Der Drücker 19 selbst ist auf einem Bolzen 22 schwenkbar gelagert. Die Zugfeder 16· ist mit dem einen Ende an dem einen Arm 12 des Abzugsstollens 13 eingehängt, und zwar vorzugsweise so, daß die gedachte Achse der Feder 16 mit der Verbindungslinie zwischen dem hinteren Angriffspunkt der Feder und dem Lagerbolzen 15 einen Winkel bildet, der gleich oder kleiner als 900, vorzugsweise etwa 75° ist. Bei Schwenkung des Abzugsstollens 13 während des Zurückziehens des Drückers 19 bleibt dadurch das von der Zugfeder 16 ausgeübte Drehmoment annähernd konstant, trotzdem die Spannung der Zugfeder 16 zunimmt. Mit dem anderen Ende ist die Zugfeder 16 in eine doppelarmige Klinke 23 eingehängt, die auf einem Bolzen 24 schwenkbar gelagert ist. Der Arm 25 dieser Klinke liegt an einer Schraubenmutter 26 an, die auf einem ortsfesten Bolzen 27 verschraubbar ist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Fangklinke 6 dreiarmig ausgebildet, von denen die zwei oberen Arme mit je einer Nase versehen sind, von denen die Nase 5 als Rast für den Schlagbolzens und die Nase 29 als Anschlag für einen Ansatz 28 an dem Schlagbolzen 2 dient. Zwisehen beiden Nasen 5 und 29 ist die Klinke 6 auf dem Bolzen 7 gelagert, so daß der Abstand zwischen dem Lagerbolzen 7 und der Verbindungslinie der beiden Nasen 5 und 29 klein und infolgedessen die Hebelwirkung des Schlagbolzens 2 auf die Klinke gering ist.
Beim Ziehen des Drückers 19 wird zunächst der Abzugsstollen 13 bis zur Anlage des Druckpunktbolzens 21 so weit gesclnvenkt, daß die Nase des Armes 12 des Abzugsstollens bis an den Rand des Armes 11 der Klinke 10 gelangt. Nach Überschreiten des Druckpunktes gleitet der Arm 11 von der Nase des Armes 12 ab, und die Klinke 10 schwenkt unter der Wirkung der Feder 14 und auch der Schlagbolzenfeder 3 nach unten, wobei sie die Klinke 6 mitnimmt und der Schlagbolzen 2 frei wird. Wird der Drücker nach Erreichen der Druckpunktlage, jedoch ohne den Schuß zu lösen, wieder freigegeben, so nimmt auch der Abzugsstollen 13 seine ursprüngliche Lage unter Wirkung der Zugfeder 16 wieder ein, weil die stark reduzierte Kraft der Schlagbolzenfeder 3 nur noch eine geringe Reibung des Armes 11 der Fangklinke an der Nase des Armes
12 des Abzugsstollens erzeugt. Die Fangklinke 6,10 befindet sich dann mit Bezug auf den Abzugsstollen 12 in einer solchen Lage, die ein unbeabsichtigtes Abgleiten des Armes 11 von der Nase des Armes 12 des Abzugsstollens ausschließt.
Um die Kraft der Zugfeder 16 des Abzugsstollens
13 zu verändern, wird die Schraubenmutter 26 verschraubt, wobei die Klinke 23 sich entsprechend verschwenkt und der Zug der Feder 16 je nach Schwenkrichtung der Klinke 23 größer oder kleiner wird.
Beim Zurückdrücken des Schlagbolzens 2 in Richtung des Pfeiles α nach dem Abschuß in die in Fig. ι dargestellte Lage, wobei die Klinke 6 noch in der geschwenkten Stellung (Fig. 3) steht, stößt die Nase 28 des Schlagbolzens 2 gegen die Anschlagnase 29 der Fangklinke 6, die dadurch geschwenkt wird. Sie nimmt bei dieser Bewegung die Klinke 10 mit, durch deren Schwenkung der Arm 11 wieder an der Nase des Armes 12 des Abzugsstollens 13 gefangen wird, der nach Loslassen des Drückers in seine Ausgangsstellung (Fig. 1) zurückgekehrt ist.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Abzugseinrichtung für Schußwaffen mit Druckpunktabzug und unmittelbarer Schlag-" bolzenauslösung, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugfeder (16) den Abzugsstollen (13) in die Sperrlage zieht, der die Fangklinke (6, 11) für den Schlagbolzen (2) sperrt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfeder (16) mit einem Stellmittel (23) verbunden ist, durch das ihre Spannung veränderlich ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellmittel aus einer doppelarmigen Klinke (23) besteht, die durch ein von der Außenseite der Waffe zugängliches Stellglied (26) geschwenkt wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, wobei die Fangklinke für den Schlagbolzen aus zwei mehrarmigen Klinken mit ungleich langen Armen besteht, von denen die eine Klinke mit einer Nase versehen ist, die den Schlagbolzen fängt, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Klinke (10) mit einem kurzen Arm (9) gelenkig in den anderen Arm der Fangklinke (6) eingreift und mit dem anderen langen Arm (11) auf der Nase des Armes (12) des Abzugsstollens (13) aufliegt.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Schlagbolzen (2) angreifende Klinke (6) der zweiteiligen Fangklinke (6, 10) drei Arme hat, von denen zwei mit im Bereich der Rast (4) und eines Ansatzes (28) des · Schlagbolzens (2) liegenden Nasen (5,29) und der dritte mit einem Führungsschlitz (8) für den Eingriff des kurzen Armes (9) der anderen Fangklinke (10) versehen sind und die Drehachse (7) zwischen den Nasen (5, 29) gelagert ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der zweiten Klinke (10) der Fangklinke eine Feder (14) angreift, die sie in die Freigabestellung drängt.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drücker (19) unter Wirkung einer schwachen Feder (20) steht, die sich beim Ziehen des Drückers zunehmend entspannt.
8. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines zwei-
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armigen Abzugsstollens (13) mit winklig zueinander stehenden Armen (12, 17) die Zugfeder (16) an einem Arm so angreift, daß das von dieser Zugfeder auf den Abzugsstollen wirkende Drehmoment bei Schwenkung des Abzugsstollens im wesentlichen konstant bleibt, indem der von der Feder (16) und der Verbindungslinie vom Angriffspunkt zum Lagerbolzen (15) gebildete Winkel 900 oder weniger beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 361 020; schweizerische Patentschrift Nr. 245 713.
Hierzu ι Blaltt Zeichnungen
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