DEW0016496MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. April 1955 Bekanntgemacht am 2. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Klammer zur Bildung von Schalungs-Stützträgern, z. B. Ständern oder
Riegeln, aus zwei im Abstand parallel· zueinander verlaufenden Brettern.
Schalungsbretter oder Tafeln müssen bekanntlich durch Stützträger, wie Ständer und Riegel,
gegen Ausweichen und Durchbiegen beim Einbringen von Beton od. dgl. in bzw. auf die Schalung
abgestützt bzw. abgesteift werden. Bei zweiseitigen
ίο Schalungen zum Betonieren freistehender Wände
werden dabei diese Stützträger gewöhnlich mittels Rödeldraht oder in neuer Zeit auch vielfach durch
Drahtstäbe und an diesen angreifende Spannschlösser gegeneinander verspannt.
Wenn man bei dieser Art der Einschalung, wie es oft üblich ist, Kanthölzer verwendet, so ist der
Holzverbrauch verhältnismäßig groß, da die Spannschlösser und.die Gegenlager jeweils zweiseitig
aufgelagert werden müssen, und, wenn z. B. die Kanthölzer nicht durchbohrt werden sollen, somit
mindestens für die waagerechten Riegelhölzer jeweils doppelte Kanthölzer benötigt werden. Gegebenenfalls
könnte auch jeweils ein Kantholz und ein gleich hohes Brett verwendet werden.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, zwei Bretter mittels Zwischenstücke aus Holz durch
Nägel oder Schrauben so zu verbinden, daß in gewissen Abständen Zwischenräume für die Durchführung
des Spanndrahtes und trotzdem eine genügend breite Auflage für die Spannschlösser vorhanden
sind. Diese Ausführung, die zwar einfach ist, hat aber den Nachteil, daß das verwendete Holz
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an bestimmte Zwecke und Längen gebunden ist, wenn nicht die fest verbundenen Bretter dem Bedarf
für andere Zwecke entsprechend wieder getrennt werden, was aber unwirtschaftlich wäre.
Andererseits sind auf solche Weise hergestellte Versteifungshölzer lager- und transportmäßig ungünstig,
da sie wesentlich mehr Raum benötigen als lose Bretter. Überdies ist die Reinigung wegen
der schlechten Zugängigkeit zu den Zwischenräumen umständlich.
Diese Nachteile sollen gemäß der vorliegenden Erfindung durch Anwendung einer Klammer zur
Bildung derartiger Schalungs-Stützträger beseitigt werden. Gemäß der Erfindung besteht diese
Klammer aus einem äußeren, etwa U-förmigen Stahlfederbügel, dessen beide Schenkel einen der
Stärke des zu bildenden Stützträgers entsprechenden Abstand haben, sowie einem an dem
Steg des äußeren ' Bügels angebrachten, sich
ao zwischen dessen Schenkeln erstreckenden Abstandshalter für die beiden von der Klammer umfaßten Bretter.
Mit einer solchen Klammer können zwei Holzbretter gleicher Stärke und Breite auf sehr einfache
und schnelle Art, nämlich durch - bloßes Aufschieben der Klammer auf die beiden nebeneinander
gestellten Bretter, ohne Verwendung von Nägeln oder Schrauben so verbunden werden, daß ein
Zwischenraum für die Durchführung von Spanndraht nebst einer genügend großen Auflage für die
Spännschlösser vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß nach dem Anbringen dieser Versteifungsbretter
an der Schalung und nach dem anschließenden Verspannen mittels der eingangs erwähnten
Spannschlösser die Klammern entbehrlich sind. Sie können wieder abgezogen und an anderer
Stelle verwendet werden, so daß selbst für größere Einschalungen nur wenige Stücke solcher Verbindungsklammern
benötigt werden. Der wesentliche Vorteil liegt aber in einer großen Ersparnis an
Holz, besonders an Kantholz, für Schalzwecke, dem geringeren Bedarf an Transport- und Lagerraum
hierfür· und in der leichten Anbringung, Reinigung und Wiederverwendungsmöglichkeit der Bretter
auch für andere Zwecke.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung
an Hand .der Zeichnung und aus den Patentansprüchen.
Abb. ι ist ein Ausführungsbeispiel der Klammer nach der Erfindung dargestellt, bei der auch der
innere Abstandhalter als Stahlfederbügel ausgebildet ist; ■■
Abb. 2 zeigt die gleiche Klammer, jedoch mit um 900 gedrehtem Innenbügel;
Abb. 3 zeigt in schaubildlicher Darstellung eine Betonwandschalung unter Anwendung von Verbindungsklammern;
Abb. 4 stellt einen Schnitt durch die Verbindung der Bügel dar.
Die Verbindungsklammer 3 besteht aus zwei Teilen, nämlich dem äußeren Stahlbügel mit dem
Steg ι und den abgewinkelten Federschenkeln iB, I6
und dem inneren Stahlbügel mit dem Steg 2 und den abgewinkelten Federschenkeln 2a, 2b, die an
ihren Stegen drehbar miteinander verbunden sind. Der Abstand der Schenkel ia und ib des äußeren
Federbügels entspricht etwa der Stärke des zu bildenden Stützträgers. Der innere Bügel, der aus.
einem rechtwinklig . gebogenen Stahlblechstreifen mit stumpf zusammenstoßenden Enden besteht,
bildet einen zwischen den Schenkeln ia, ib liegenden
Abstandhalter, dessen Anlageflächen von den beiden abgewinkelten Schenkeln iaund ib einen bestimmten
Abstand α bzw. b haben. Dieser Abstand ist so gewählt, daß handelsübliche Holzstärken zuverlässig
von der Klammer 3 gehalten werden.
Der innere Bügel 2, 2a, 2b ist mit dem Steg 1 des
äußeren Bügels drehbar verbunden, so daß der innere Bügel aus der in Abb. 1 dargestellten
Stellung in die Stellung nach Abb. 2 oder umgekehrt um 900 gedreht werden kann. Da dieLänge
des Bügelsteges 2 größer ist als die Breite des Steges 2 und der anschließenden Schenkel 2a und
2b, ist der Abstand α (Abb. 1) kleiner als der Abstand
b (Abb. 2). Das Verhältnis der Länge des Steges 2 zu seiner Breite ist so gewählt, daß bei
einem Abstand α, der etwa der Stärke von 20 bis 25 mm Bohlen entspricht, der Abstand b etwa der
Stärke von 30 bis 35 mm Bohlen entspricht. Auf diese Weise können mit den Klammern jeweils zwei
Bohlenarten handelsüblicher Stärke miteinander verbunden werden.
Bedingung hierbei ist, daß beide Stahlbügel in der Mitte ihrer Schenkel i, 2 verbunden sind, was gs
zweckmäßig durch eine Niet-, Schraub- oder Steckverbindung 7 erfolgen kann. Die abgewinkelten
Schenkel ia und ib des äußeren Stahlbügels 1 sind
einmal leicht nach innen, gegen das Ende jedoch wieder nach außen gebogen, um eine gute Klemmwirkung
und ein leichtes Einschieben zu ermöglichen. Außerdem können diese Schenkel zweckmäßig
kürzer gehalten sein als der innere Bügel, wodurch erreicht wird, daß der Angriffspunkt des
Klemmdrucks innerhalb der geraden, parallel geführten
Anlageflächen auf den Schenkeln des inneren Bügels 2 liegt. Wenn außerdem die beiden inneren
Schenkel 2a und 2bt wie in Abb. 1 gestrichelt dargestellt,
bei Ii leicht nach innen (konkav) durchgebogen sind, wird eine Drei.punktlagerung und somit
günstigere Klemmung erreicht.
Die Klammer 3 ist gemäß der Erfindung ferner so ausgebildet, daß ein Ausgleich des Klemmdrucks
auf die beiden Bretter 8 erreicht werden kann. Dies kann bei geringfügigen Stärkeunterschieden der zu
klammernden Bretter oder kleinen Maßungenauigkeiten im Abstand zwischen dem Außen- und
Innenbügel von Vorteil sein. Ein solcher Druckausgleich kann in einfacher Weise dadurch erzielt
\verden, daß entweder der Innen- oder Außenbügel oder beide im Steg eine größere Bohrung erhalten,
als dies dem Durchmesser des dazugehörenden Verbindungselementes 7 (Niet- oder Schraube) entspricht.
Diese Bohrungen werden hierbei durch zwei Unterlegscheiben 5 und 6 überdeckt (Abb. 4).
Durch diese Anordnung kann sich der Innen- zum
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Außenbügel geringfügig verschieben und dadurch Differenzen in den Holzstärken oder in der
Klammer selbst ausgleichen.
Die Anwendung der Klammern gemäß der Erfindung ergibt sich aus Abb. 3. Bei der dargestellten
Betonschalung bestehen die.Ständer und Riegel aus je zwei Brettern 8, die durch die
Klammern 3 miteinander verbunden sind. Dabei ist nur ein Teil der Versteifung geklammert dargestellt,
während an den restlichen Versteifungen die. Klammern nach dem Verspannen durch die
Spannschlösser 10 bereits abgezogen wurden.
An Stelle des inneren Stahlbügels kann auch ein Klötzchen aus Holz oder anderem Werkstoff
(Kunststoff) verwendet werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i.. Klammer zur Bildung von Schalungs-' Stützträgern, z. B. Ständern oder Riegeln, aus zwei mit Abstand parallel zueinander verlaufenden Brettern, gekennzeichnet durch einen äußeren, etwa ■ U-förmigen Stahlfederbügel (x> 1H; 1^' dessen beide Schenkel (ia und ib) einen der Stärke des zu bildenden Stützträgers entsprechenden Abstand haben, sowie einen an dem Steg (1) des äußeren Bügels angebrachten, sich zwischen dessen Schenkeln (ie und ib) erstreckenden Abstandhalter (2, 2a, 2b) für die beiden von der Klammer (3) umfaßten Bretter (8).
- 2. Klammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Abstandhalter (2, 2a, 26) in Form eines prismatischen Körpers mit rechteckigen, aber verschieden hohen Grund- und Seitenflächen ausgebildet und an dem Steg (1) des äußeren Bügels um seine Längsachse drehbar angebracht ist, so daß beim Verdrehen des Abstandhalters um 900 sich der Abstand (a bzw. b) der jeweiligen Anlageflächen des Abstandhalters von den Schenkeln (la, I6) ändert.
- 3. Klammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmschenkel (i.a, ib) des äußeren Federbügels gegenüber dem Steg (1) weniger als 900 abgewinkelt und kürzer sind als die Länge des inneren Abstandhalters' (2, 2a, 2b).
- 4. Klammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Abstandhalter (2, 2a, 2b) durch ein Klötzchen aus Holz, Kunststoff oder einem sonstigen Werkstoff gebildet ist.
- 5. Klammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Abstandhalter aus einem rechteckig gebogenen Stahlfederbügel mit dem Steg (2), den Seitenschenkeln (2„ und 2b) und stumpf gegeneinander stoßenden Enden besteht.
- 6. Klammer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenschenkel (2ß, 2b) des inneren Stahlfederbügels gegeneinander nach innen leicht durchgebogen sind.
- 7. Klammer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Stegen (1 und 2) des äußeren und inneren Stahlfederbügels angeordneten Bohrungen für die Durchführung des die beiden Bügel verbindenden Gliedes (7),z. B. eines Nietes oder einer Schraube, größer sind als der Durchmesser des Schaftes des Verbindungsgliedes (7) und durch Unterlagscheiben (5, 6) abgedeckt sind, deren Bohrungen dem Durchmesser des Schaftes des Verbindungsgliedes (7) genau entsprechen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 656/194 1. 56
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