Die Erfindung betrifft eine Entlüftungsvorrichtung, die wenigstens
aufweist,
- eine Lüfterpfanneneinrichtung, in die eine Ausnehmung eingebracht
ist und
- die in einer Dacheinrichtung angeordnet ist, und
- eine Entlüftungseinheit mit wenigstens einem Entlüftungshohlkörper,
der in der Ausnehmung der Lüfterpfanneneinrichtung
wenigstens teilweise angeordnet ist.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist aus dem DE-Prospektblatt
"FLECK Wrasenlüfter" bekannt. Sie besteht aus
einer ebenen Grundplatte, die anstelle von einer oder mehreren
Dacheindeckungsplatten in einem Dach eingedeckt ist. In
die Grundplatte ist eine zentrale Öffnung eingebracht, in die
ein Entlüftungsrohr eingesetzt ist.
Nachteilig ist, daß das Entlüftungsrohr und die Grundplatte
für jede Dachneigung einzeln miteinander verbunden werden
müssen. Die Dachneigungen bestimmen darüber hinaus die Form
der jeweiligen zentralen Öffnung. Damit ist jede einzelne bekannte
Vorrichtung ein aufwendig hergestelltes Unikat. Ist
die tatsächliche Dachneigung anders als angegeben, steht entweder
das Lüftungsrohr schief auf dem Dach oder muß mit großem
Aufwand auf der Baustelle nachgerichtet werden.
Aus der DE-U-9 103 152 ist eine Dunstrohr- Entlüftungsvorrichtung
bekannt, bei der in eine Grundplatte eine elliptische
Öffnung eingebracht ist. In der Öffnung ist ein Rohr angeordnet.
Um Dachneigungen, die zwischen 2° und 5° von der 30°-Dachneigung
abweichen kompensieren zu können, wird das Rohr
zweigeteilt. Beide Rohrhälften sind, allerdings um den Preis
mangelnder Dichtigkeit, gegeneinander verschwenkbar.
Aus der DE 32 46 185 A1 ist ein Dachentlüfter bekannt, bei
dem eine Grundplatte und ein Entlüftungsrohr durch ein Kugelgelenk
miteinander verbunden sind.
Nachteilig ist, das zwischen die Kugelhalbschalen des Kugelgelenks
und damit auch in den Dachraum Flüssigkeit eindringen
kann.
Es stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Entlüftungsvorrichtung
der eingangs genannten Art so weiter zu entwickeln, daß
sie für unterschiedliche Dachneigungen einsetzbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs
1 oder 2 oder 3 gelöst.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere
darin, daß die Lüfter-Pfanneneinrichtung und die Entlüftungseinheit
komplett vorgefertigt und danach in einer
Dacheinrichtung mit beliebiger Dachneigung verlegt werden
können.
Die Lüftungseinheit bekommt hierbei soviel Bewegungsfreiheit,
daß sie sich der Dachneigung genauestens anpassen kann.
Wenigstens der durch die Ausnehmung der Lüfter- Pfanneneinrichtung
durchgeführte Entlüftungshohlkörper der Lüftungseinheit
kann mit einem Einstellgestänge gehalten werden. Das
Einstellgestänge sichert, daß der Entlüftungshohlkörper bei
unterschiedlichsten Dachneigungen immer senkrecht eingestellt
werden kann.
Für die Lüfter-Pfanneneinrichtung können wenigstens zwei sich
gegenüberliegende Dachlattenteilelemente so eingeordnet sein,
daß sie zwischen sich eine Dachlattenausnehmung frei lasen.
Die Dachlattenteilelemente können jeweils mit einem Dachhaltelement
an ersten und zweiten Dachbalken der Dacheinrichtung
gehalten werden. Je nach der geforderten Größe der Dachlattenausnehmung
können sich zwei, vier, sechs etc. Dachlattenteilelemente
gegenüber stehen. Durch das Freilassen der
Dachlattenausnehmung zwischen den Dachlattenteilelementen erhält
der Entlüftungshohlkörper der Entlüftungseinheit genügend
Bewegungsfreiheit, wenn er mit der Rohreinstelleinrichtung
einjustiert wird. Die Dachhalteelemente an den beiden
gegenüberliegenden Dachbalken der Dacheinrichtung sorgen dafür,
daß die Dachlattenteilelemente genau so belastet werden
können, wie eine durchgehende Dachlatte.
Die Lüfter-Pfanneneinrichtung kann einen Plattenkörper mit
wenigstens einem verstellbaren Plattenhalteelement aufweisen,
das auf wenigstens einer Dachlatte des Dachaufbaues aufzulegen
ist. Hierdurch wird gesichert, daß die Lüfter- Pfanneneinrichtung
paßgenau in den Dachaufbau mit eingedeckt wird.
An einer Unterseite des Plattenkörpers können zwei sich gegenüberliegenden
Plattenelemente angeordnet sein. Beide Plattenhaltekörper
sichern ein genaues Verlegen der Lüfter-Pfanneneinrichtung
in der Dacheinrichtung.
Beide Plattenhalteelemente können hierzu ein Winkelprofilelement
aufweisen, das an der Unterseite des Plattenkörpers wenigstens
teilweise angeordnet ist. In dem Winkelprofilelement
kann ein höhenverstellbares Element eingeordnet sein, mit dem
der Plattenkörper auf der Dachlatte so einstellbar ist, daß
die Plattenkörper lagegerecht mit unterschiedlichst ausgebildeten
Dachdeckungsplatten zu der Dacheinrichtung eingedeckt
werden können. Das bringt den großen Vorteil mit sich, daß
die gesamte Entlüftungseinrichtung unabhängig von der späteren
Dacheinrichtung konzipiert und produziert werden kann.
Hierdurch werden Voraussetzungen geschaffen, die eine sehr
preisgünstige Serienherstellungen ermöglichen. Die Dacheinrichtung
selbst kann hierbei in unterschiedlichsten Ausbildungsformen
realisiert werden, wie z. B. als Spitzdach, Pultdach,
Sheddach oder dergleichen. Die Dacheindeckungsplatten
können von unterschiedlichen Herstellern sein und unterschiedliche
Reliefs aufweisen. Unter Dacheindeckungsplatten
werden nicht nur Dachpfannen, sondern dabei auch ebene Schindeln
sowie Blech- bzw. Teerpappen-Bahnen verstanden.
Das Einstellelement für das Einstellen des Plattenkörpers
kann eine Einstellschraube sein. Die Einstellschraube kann
mit einem Abstützteller versehen sein Der Abstützteller kann
drehbeweglich mit der Einstellschraube verbunden sein, so daß
sie sich beim Verstellen nicht in die Dachlatten einbohren
und damit die Lage des Plattenkörpers verändern kann.
Das Einstellgestänge kann wenigstens teilweise an der Unterseite
des Plattenkörpers angeordnet werden. Hierdurch ist eine
genaue Einstellung des Entlüftungshohlkörper gegenüber dem
Plattenkörper gegeben.
An der Unterseite des Plattenkörpers kann an wenigstens einer
Querkannte wenigstens teilweise ein Profilelement angeordnet
sein. Ist das Profilelement an der Unterseite der Querkannte
befestigt, die zur Regenrinne zeigt, kann damit sehr wirkungsvoll
der Eindeckungswinkel gegenüber den benachbarten
Dachpfannen ausgeglichen werden. Es ist aber auch eine
Rundumverlegung an sämtlichen Kanten mit Profilelementen möglich,
die ein genaues Einpassen in die Dacheinrichtung erleichtern.
Hierbei können die einzelnen Profilelemente für
die Herstellung einer entsprechenden Verlegeneigung der Lüfter-Pfanneneinrichtung
ausgebildet sein.
Spalten, die sich nach dem Verlegen zwischen dem Plattenkörpers
und dem benachbarten Dacheindeckungsplatten ergeben,
können mit einem Abdeckmaterial überdeckt werden.
Das Abdeckmaterial kann ein plastisch verformbares Material
sein, das ein Stretchfolienelement aufweist, dessen Innenseite
von einem festplastischen Einkomponenten-Kleb-Dichtstoff
auf Potyl-Kautschukbasis derart überdeckt ist, daß eine
selbstklebende Kontaktebene entsteht, die mit einer Schutzfolie
abgedeckt ist, die vor einer Verlegung abzuziehen ist.
Ein derartiges plastisch verformbares Abdeckmaterial ist aus
der DE 200 15 297 U1 bekannt. Dadurch, daß sich das Abdeckmaterial
sehr gut dem jeweiligen Relief der Dacheinrichtung anpassen
kann, die selbstklebende Kontaktebene nach dem Abziehen
der Schutzfolie sehr klebeintensiv und flüssigkeitsdicht
ist und sich durch das nach außen zugängliche StretchFolienelement
leicht und sauber verarbeiten läßt, ist eine
sichere Abdeckung und -dichtung vorhandener Spalten gewährleistet.
Von Vorteil ist hierbei, daß das StretchFolienelement
entweder selbst eingefärbt oder mit einer Farbe
bestrichen werden kann, die der Farbe der Dacheindeckungsplatten
angepaßt sein kann.
Der Plattenkörper kann an seiner Unterseite und auf der dieser
gegenüberliegenden Seite wenigstens teilweise mit dem
festplastischen Einkomponenten-Kleb/Dichtstoff auf ButylKautschukbasis
beschichtet sein. Hierdurch wird eine hohe
Flüssigkeitsdichtigkeit sowie eine hohe Standfestigkeit des
Plattenkörpers gewährleistet.
Wenigstens an der Unterseite kann wenigstens ein Plattenfestlegeelement
angeordnet sein. Das Plattenfestlegeelement kann
an dem den Einstellelementen der Winkelprofilelemente gegenüberliegende
Ende des Plattenkörpers angeordnet sein. Während
sich die Einstellelemente auf der einen Dachlatte, die über
der Dachlattenausnehmung liegt, abstützen, werden die Plattenfestlegeelemente
an einer weiteren Dachlatte, die sich unter
der Dachlattenausnehmung befindet, befestigt. Hierdurch
wird die gesamte Lüfter-Pfanneneinrichtung sich in der
Dacheinrichtung gehalten und kann so starken Windbelastungen
standhalten.
Eine erste Ausnehmung, die in einen ersten Plattenkörper eingebracht
werden kann, kann wenigstens teilweise von einem ersten
Kragenelement umgeben werden.
Mit dem ersten Kragenelement kann ein erster Haubenkragen eines
ersten Faltenbalkkörpers verbunden sein, dessen erster
Rohrkragen flüssigkeitsdicht an dem Entlüftungshohlkörper angeordnet
werden kann. Das Kragenelement, der Haubenkragen,
der Faltenhaubenkörper und der Rohrkragen sorgen dafür, daß
der Entlüftungshohlkörper der Entlüftungseinheit bei seiner
Verstellung mit Hilfe des Einstellgestänges so in der
Dacheinrichtung verstellt werden kann, daß diese durchgehend
ihre wasser- und füssigkeitsabweisenden Eigenschaften behält.
Der erste Faltenhaubenkörper kann wenigstens einen ersten
Faltenköper aufweisen, der zwischen dem ersten Haubenkragen
und dem ersten Rohrkragen angeordnet werden kann. Hierdurch
entsteht eine bewegliche, z. B. zylinderförmige oder pyramidenförmige
Konfiguration des Faltenhaubenkörpers, wie sie von
Schaltknüppeln in PKW's bekannt ist. Durch die Anzahl der
einzelnen Faltenkörper kann der Faltenhaubenkörper entsprechend
lang ausgebildet werden und so ohne Verlust seiner
flüssigkeitsdichten Eigenschaften sämtliche Einstellpositionen
des Entlüftungshohlkörper ausgleichen.
Das Einstellgestänge kann unterschiedlich ausgebildet werden.
werden.
Der Entlüftungshohlkörper kann ebenfalls unterschiedlich ausgebildet
sein.
In einer ersten Ausbildungsform kann der Entlüftungshohlkörper
ein Wrasenentlüftungsrohr sein.
In einer zweiten Ausführungsform kann der Entlüftungshohlkörper
wie folgt aufgebaut sein:
- Ein Gasrohr ist wenigstens teilweise von einem Frischluftrohr
umgeben.
- Das Frischluftrohr wiederum kann wenigstens teilweise von
einem Schutzrohr umgeben sein.
Dieser Aufbau ermöglicht eine schnelle und kostengünstige
Verlegung des Entlüftungs- und Anschlußsystem für ein Heizungssystem.
Bisher war es üblich, daß durch die Heizungsfirma
das Endstück dieser drei Rohre die bereits vollkommen fertiggestellte
Dacheinrichtung durchgeführt werden mußten.
Hierbei kam es zu Beschädigungen und dergleichen der äußeren
Dachhaut. Dadurch, daß jetzt die Endstücken der Dreier-Rohrkombination
bereits bei der Eindeckung der Dacheinrichtung
mit installiert werden, brauchen bei der späteren Verlegung
der Heizungsanlage die von dieser Anlage kommenden Rohre
nur mit den bereits in der Dacheinrichtung bereits verlegten
Endstücken entsprechen verbunden werden.
Damit der Entlüftungshohlkörper, egal in welcher Ausbildungsform
auch immer,gegenüber Regen geschützt ist, kann wenigstens
auf dem Schutzrohr ein Lüftungskopfkörper mit wenigstens
einem Entlüftungsluftspalt und einem abnehmbaren Kopfdeckel
angeordnet sein.
Der ersten Plattenkörper kann aus einer ersten PVC-(Polyvinylchlorid-)Platte
bestehen. Die erste PVC-Platte kann
glatt oder dem Relief der Dacheindeckungsplatten angepaßt
werden.
Der zweite Plattenkörper weist eine zweite PVC-Platte auf, an
der Hohlkegelstumpfkörper angeordnet werden kann.
Der Hohlkegelstumpfkörper kann aus Metall und/oder Kunststoff
bestehen. Es ist aber auch möglich, den zweiten Plattenkörper
und den Hohlkegelstumpfkörper einstückig aus PVC zu formen.
Hierdurch verringern sich die Herstellungskosten. Darüber
hinaus ist der zweite Plattenkörper und der mitgeformte Kegelstumpfkörper
flüssigkeitsdicht verbunden. Hierdurch wird
gesichert, daß der Dachhohlraum von Flüssigkeitszuflüssen
freigehalten wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen in schematischen, perspektivischer
Teildarstellung
- Figur 1
- eine Dacheinrichtung eines Gebäudes mit einer Universal-Rohrdurchführung,
- Figur 2
- eine in eine Dacheinrichtung eingebaute erste Ausführungsform
einer Universal-Rohrdurchführung als
vergrößerter Ausschnitt aus Figur 1,
- Figur 3
- eine in eine Dacheinrichtung eingebaute Universal-Rohrdurchführung
gemäß Figuren 1 und 2 vor der Fertigstellung,
- Figur 4
- einen in eine Dacheinrichtung eingesetzte Plattenkörper
mit eingestellter Entlüfungseinheit eine
Universal-Rohrdurchführung gemäß in Figuren 1 bis 3
von oben gesehen,
- Figur 5
- einen in eine Dacheinrichtung eingesetzten Plattenkörper
mit einer durch eine erste Ausführungsform
eines Einstellgestänges eingestellten Entlüfungseinheit
einer Universal-Rohrdurchführung gemäß Figuren
1 bis 3 von unten gesehen,
- Figur 6
- eine in eine Dacheinrichtung eingebaute zweite Ausführungsform
einer Universal-Rohrdurchführung als
vergrößerter Ausschnitt aus Figur 1,
- Figur 7
- eine in eine Dacheinrichtung eingebaute Universal-Rohrdurchführung
gemäß Figuren 1 und 6 vor der Fertigstellung,
- Figur 8
- einen Plattenkörper für eine Universal-Rohrdurchfüh
rung gemäß Figuren 1, 6 und 7 von unten gesehen,
- Figur 9
- einen in eine Dacheinrichtung eingesetzten Plattenkörper
gemäß Figur 8 mit einer durch eine zweite
Ausführungsform eines Einstellgestänges eingestellten
Entlüfungseinheit einer Universal-Rohrdurchführung
gemäß. Figuren 1, 6 und 7 von unten gesehen,
- Figur 10
- einen in eine Dachlattung eingesetzten Plattenkörper
gemäß Figur 8 mit einem Einstellgestänge gemäß
Figur 9 von unten gesehen,
- Figur 11
- einen Plattenkörper gemäß Figur 8 mit einem Einstellgestänge
gemäß Figuren 9 und 10 von unten gesehen
- Figur 12
- eine dritte Ausführungsform eines Einstellgestänges
für eine dritte Ausführungsform einer Universal-Rohrdurchführung
von unten gesehen, das in einen
Plattenkörper gemäß Figur 8 einzubauen ist
- Figur 13
- eine teilweise eingedeckte Dacheinrichtung gemäß
den Figuren 1 bis 7, 9 und 10 und.
- Figur 14
- ein Dachgerüst einer Dacheinrichtung gemäß den Figuren
1 bis 7, 9, 10 und 13
In Figur 1 ist ein Gebäude 8 gezeigt. Es weist Seitenwände 82
und Giebelwände 81 auf, die von einer Dacheinrichtung 7 nach
oben hin abgeschlossen sind. Die Dacheinrichtung 7 ist als
Spitzdach ausgebildet und weist Traufrinnen 83 auf.
In der Dacheinrichtung 7 ist eine Universal-Rohrdurchführung
10, 100 oder 200 angeordnet. Sie weist eine
- Lüfter-Pfanneneinrichtung 1, 101 oder 201,
- eine Entlüftungseinheit 3, 103 oder 203,
- eine Rohrstelleinrichtung 5, 105, 205 auf.
Die Rohrstelleinrichtung 5 ist in den Figuren 2, 3, 4 und 5
dargestellt.
Wie insbesondere die Figuren 4 und 5 zeigen, weist die Lüfter-Pfanneneinrichtung
1 einen Plattenkörper 11 auf. In den
Plattenkörper 11 ist eine ovale Ausnehmung 23 eingebracht,
die von einem Kragenelement 19 umschlossen ist. Das Kragenelement
19 ist zum inneren der Ausnehmung 23 hin leicht
geneigt.
Der Plattenkörper 11 besteht aus einer PVC-( Polyvinylchlorid-)
Platte, die auf der Seite, auf der sich das Kragenelement
19 befindet, mit einem Butyl-Kautschuk beschichtet ist.
An einer Plattenunterseite 12' der PVC-Platte 12 sind sich
gegenüberliegend zwei Plattenhalteelemente 13, 14 angeordnet.
Jedes Plattenhalteelement besteht aus einem Winkelprofilelement
13.1, 14.1, das mit seinem langen Schenkel an der Plattenunterseite
12' befestigt ist. Im kürzeren Winkelschenkel
befindet sich eine Einstellschraube 13.2, 14.2, die auf der
einen Seite in einem Abstützteller 13.3, 14.3 und an der gegenüberliegenden
Seite in einem Schraubenverstellelement endet.
Die Entlüftungseinheit 3 weist einen Rohrkörper auf, der
durch die Ausnehmung 23 des Plattenkörpers 11 hindurch ragt.
Der Rohrkörper kann ein übliches Entlüftungsrohr, z. B. ein
Wrasenentlüftungsrohr sein.
Wie die Figuren 1 bis 5 zeigen, ragt durch die mit dem Kragenelement
19 versehene Ausnehmung 23 ein mit 31 bezeichnetes
Schutzrohr, das einen Entlüftungskopfkörper 34 aufweist. Der
Entlüftungskopfkörper ist mit Entlüftungsspalten 36 versehen
und schließt mit einem abnehmbarem Kopfdeckel 35 ab.
Das Schutzrohr 31 umschließt wenigstens teilweise ein Frischluftrohr
32 und das Frischluftrohr 32 umschließt wenigstens
teilweise ein Gasrohr 33. Dieses Dreierrohr endet, wie insbesondere
Figur 5 zeigt, im Dachinnenraum.
Von besonderem Vorteil ist, daß das Endstück dieses Dreier-Rohr-Systems
24 unterschiedlich ausgebildete Dreier-Rohr-Systeme
ersetzt.
Wie insbesondere die Figuren 4 und 5 zeigen, weist die Rohreinstelleinrichtung
5 ein Einstellgestänge 50 auf. Hierbei
umfaßt ein Rohrhalteelement 51 in Gestalt einer Rohrschelle
das Schutzrohr 31. Das Rohrhalteelement 51 ist an einer
Rohrstange 54 befestigt, die über ein Stangengelenk 56 mit
einer Pfannenstange 55 verbunden ist.
Die Rohrstange 54 ist an einem Drehachsenelement 52 angeordnet,
das beidseitig in einem Drehachsenelement an zwei sich
gegenüberliegenden Dachbalken 73, 79 der Dacheinrichtung gehalten
ist.
Damit sich das Dreifach-Rohr-System 31, 32, 33 frei und ungehindert
in der Dacheinrichtung 7 bewegen kann, ist eine der
üblicherweise durchgehenden Dachlatten gegenüber der Ausnehmung
23 des Plattenkörpers 11 derart unterbrochen, daß auf
diesen Bereich zwei sich gegenüberliegenden Dachlattenteilelemente
75.1, 75.2 zeigen, die zwischen sich eine Dachlattenausnehmung
78 freilassen. Damit die Stabilität der Dachlattenkonstruktion
in diesem Bereich gewahrt bleibt, ist das
Dachlattenelement 75.1 mit einem Dachlattenhalteelement 76
und das Dachlattenteilelement 75.2 mit einem Dachlattenhaltelement
77 abgestützt. Die Dachlattenelemente -bestehen aus
einem U-Profil, das jeweils das Dachlattenteilelement aufnimmt
und an einem Plattenprofilelement befestigt ist, das an
die gegenüberliegenden Dachbalken 73,75 angeschraubt oder -
genagelt ist. Die beiden Dachlattenteilelemente fügen sich in
die Plattenkonstruktion der Dacheinrichtung 7 ein, die üblicherweise
aus, in einem bestimmten Abstand untereinander auf
den Dachbalken 73, 79 befestigten Dachlatten 74 besteht.
Die vom Stangengelenk 56 weiterführende Pfannenstange 55 ist
in einer Gestängefeststelleinheit 57 eingeführt. Die Gestängefeststelleinheit
57 besteht aus einer Halteplatte 57.1, die
auf der Plattenunterseite 12' befestigt ist. Auf der Halteplatte
57.1 ist ein Stangenführelement 57.2 in Form eines
Rechteckshohlprofils befestigt. In dem Stangenführelement ist
ein Feststellelement 57.3 angeordnet. Das Feststellelement
ist eine Schraube mit einem entsprechenden Feststellknopf.
Durch das Stangenführelement 57.2 ist die Pfannenstange 55
unterhalb des Feststellelements 57.3 durchgeführt. Sowohl die
Rohr- als auch die Pfannenstange 54, 55 sind als Vierkantprofil
ausgebildet. Hierdurch ist eine sichere Führung, Verschiebbarkeit
und Feststellbarkeit gewährleistet.
Die Einbau- und die Funktionsweise der Universal-Rohrdurchführung
10, sei anhand der Figuren 1 bis 5 und 13 und 14 erläutert.
Damit die Universal-Rohrdurchführung 10 in die Dacheinrichtung
7 eingebaut werden kann, wird, wie Figur 14 zeigt, diese
so verändert werden, daß zwischen die Dachlatten 74 an den
Dachbalken 73, 79 die Dachlattenteilelemente 75.1, 75.2 befestigt
werden und die Dachlattenausnehmung 78 entsteht. Hierbei
wird bei einer üblichen Dachlattung die Dachlattenausnehmung
78 aus einer Dachlatte ausgesägt und die Enden durch die
Dachlattenhaltelemente 76, 77 abgestützt.
Danach wird, wie Figur 13 zeigt, das Dach mit Dacheindekkungsplatten
71 mit einem Plattenrelief 72 eingedeckt.
Der Plattenkörpers 11 wird mit dem Eindecken der Eindeckungsplatte
mit eingedeckt. Damit sich der Plattenkörpers 11 in
das Plattengefüge der Dacheindeckungsplatten 71 einfügt, wird
der Plattenkörpers 11 mit Hilfe der Plattenhalteelemente 13,
14 durch ein Verstellen der Einstellschrauben entsprechend
einjustiert. Die beiden Abstützteller 13.3, 14.3 sichern, daß
sich beim Einjustieren des Plattenkörpers 11 die Einstellschrauben
nicht in die Dachlatte 74 einbohren können und den
Justiervorgang beeinflussen. Der Einsatz der beiden Einstellschrauben
für das Einjustieren des Plattenkörpers 11 in den
gesamten Aufbau der Dacheinrichtung 7 stellt eine Feineinstellung
dar, die für das Dachdeckergewerk ungewöhnlich sind.
Damit sich der Plattenkörpers 11 hinsichtlich seiner Flächenneigung
gegenüber den benachbarten Dacheindeckungsplatten 71
gut einfügt, ist er an einer Querseite mit einem Profilelement
15 versehen (vgl. insbesondere Figur 3), das an der
Plattenunterseite 12' befestigt ist. Das Profilelement 15 besteht
aus einem PVC (Polyvinylchlorid)-Schaum, das nicht nur
für ein gutes Abstützen sondern auch bereits für eine erste
Abdichtung gegenüber anderen Dacheindeckungsplatten sorgt.
Nachdem der Plattenkörper 11 lagegerecht verlegt ist, wird
mit der Montage des Einstellgestänges 50 begonnen. Hierbei
wird durch das Stangenführelement 57.2 die Pfannenstange 55
gesteckt und danach das Drehachsenelement 52 mit dem Drehachsenlagertellern
53 an den beiden Dachbalken 73, 79 angeschraubt.
Anschließend wird das Dreifach-Rohr, bestehend aus dem
Schutzrohr 31, dem Frischluftrohr 32 und dem Gasrohr 33 durch
die Ausnehmung 23 geführt. Bei dem Durchführen durch die Ausnehmung
23 wird das Dreierrohr 31, 32, 33 durch das Rohrhalteelement
51 geführt, das an der Rohrstange 54 befestigt ist.
Durch das Verspannen des als Rohrschelle ausgebildeten Rohrhalteelements
51 wird das äußere Schutzrohr 31 mit dem Einstellgestänge
50 verbunden. Durch ein Anziehen des Feststellelements
57.3 wird das Dreier-Rohr-System mit dem Schutz-,
Frischluft- und Gasrohr 31, 32, 33 voreingestellt.
Das Schutzrohr 31 des Dreier-Rohr-Systems wird, wie Figur 2
zeigt, durch einen Rohrkragen 22 eines Faltenhaubenkörpers 20
gesteckt, der sich an das Schutzrohr 31 anschmiegt. Der gesamte
Faltenhaubenkörper kann ebenso wie das äußere Schutzrohr
aus PVC hergestellt sein, so daß durch ein Verkleben
oder Verschweißen eine innige Verbindung zwischen dem Kragenelement
19 und dem Schutzrohr 31 entsteht.
Dem Rohrkragen 22 liegt am Faltenhaubenkörper ein Haubenkragen
21 gegenüber, der hinsichtlich Formgebung zum Kragenelement
19 kompatibel ist. Allein das Aufsetzten dieser beiden
abgeschrägten Teile stellt bereits eine erste flüssigkeitsdichte
Verbindung her, die durch ein Verkleben oder Verschweißen
erhöht werden kann. Zwischen dem Haubenkragen 21
und dem Rohrkragen 22 befinden sich Faltenkörper 24.1, ..,
24.n. Damit ähnelt der Faltenhaubenkörper 20 einem blasebalgähnlichen
Körper, der den Betätigungsraum zwischen Tunnel und
Schaltknüppel überbrückt und ein Betätigen des Schaltknüppels
nach allen Seiten hin ohne Freigabe der darunterliegenden
Öffnung ermöglicht.
Wie Figur 2 zeigt, entstehen beim Eindecken des Plattenkörpers
11 und der Dacheindeckungsplatten 71 Spalten 17. Über
diese Spalten und wenigstens teilweise über die obere Butyl-Kautschuk-Schicht
der PVC-Platte 12 wird ein streifenförmiges
Abdeckmaterial 12 verlegt.
Das Abdeckmaterial ist ein plastisch verformbares Abdeckmaterial,
das aus einer Stretch-Folie besteht, bei der auf einer
Seite ein Einkomponenten-Kleb/Dichtstoff auf ButylKautschukbasis
aufgebracht ist. Dieser Kleb/Dichtstoff ist
unter der Handelsmarke "Terostat-81" bekannt geworden und hat
folgende technische Daten:
Farbe: schwarz Konsistenz: zäh-plastisch, klebend, weich Dichte bei 20°C: ca. 1,26 g/cm3. Festkörpergehalt: 100% Penetration: ca. 65 1/10 mm,
(bei einem Konus 150g; 6s; 20°C) Klebkraft: sehr stark Lackverfärbung: keine Gebrauchstemperatur: -40°C bis +80°C Temperaturstabilität: 200°C
(kurzfristig bis 1 Stunde)
Die der Stretchfolie gegenüberliegende kontaktgebende Schicht
ist mit einer Abdeckfolie abgedeckt, die entweder perforiert
ist oder die aus einer einzigen oder mehreren überlappt gelegten
Bahnen bestehen kann.
Für das Verlegen kann das Abdeckmaterial 16 entsprechend auf
Länge bzw. Breite zugeschnitten werden. Mit diesem zugeschnittenen
Streifen Abdeckmaterial kann sich der Dachdecker,
ohne an der Kontaktfläche kleben zu bleiben, auf dem Dach bewegen.
Beim Verlegen ist die Schutzfolie abzuziehen und die
Kontaktebene auf den Plattenkörper 11 und die daneben liegenden
Dacheindeckungsplatten 71 aufzukleben. Die Stretch-Folie
gestattet ein leichtes und einwandfreies Andrücken. Durch ihre
Materialeigenschaften erzeugt die Stretch-Folie keine
Rückstellkräfte, so daß das Abdeckmaterial so haften bleibt,
wie es aufgedrückt wurde.
Ist die Lüfter-Pfanneneinrichtung 1 endgültig verlegt, kann
die äußere Stretch-Folie mit einer Farbe bestrichen werden,
die der der benachbarten Dacheindeckungsplatten angepaßt ist,
so daß farblich zwischen dem Plattenkörpern 11 und den
Dacheindeckungsplatten 71 kein Unterschied mehr besteht. Verlangt
der Auftraggeber, daß die Lüfter-Pfanneneinrichtung 1
dem Plattenrelief 72 der Dacheindeckungsplatten 71 angepaßt
werden soll, ist das durch eine einfache Formgebung der PVC-Platte
12 des Plattenkörpers möglich.
Ist die Dacheinrichtung 7 fertig gestellt, kann mit Hilfe des
Einstellgestänges 50 die Entlüftungseinheit 3 so einjustiert
werden, daß nach außen hin das Schutzrohr 31 senkrecht steht.
Anschließend wird wenigstens auf das Schutzrohr 31 der Entlüftungskopfkörper
34 aufgesetzt.
Machen es die Montageverhältnisse erforderlich, kann zuerst
das äußere Schutzrohr wie beschrieben verlegt und einjustiert
werden. Anschließend können dann in das Schutzrohr das
Frischluftrohr 32 mit dem Gasrohr 33 nach verlegt werden.
Hierzu wird der Kopfdeckel abgenommen, um ein Einschieben der
beiden Rohre 32 und 33 nicht zu behindern.
Die Rohrstelleinrichtung 50 ist in den Figuren 6 bis 11 dargestellt.
Wie Figuren 6 bis 8 zeigen, weist die Lüfterpfanneneinrichtung
101 einen Plattenkörper 111 auf, der wenigstens teilweise
in einen Hohlkegelstumpfkörper 109 übergeht. Wie insbesondere
die Figuren 7 und 8 zeigen, der Hohlkegelstumpfkörper
109 als ein Schrägkegelkörper ausgebildet, dessen Kegelachse
A109 um einen Achsenwinkel α geneigt ist, der im wesentlichen
durch einen Dachneigungswinkel β bestimmt.
Der Plattenkörper 111 besteht aus einer PVC-(Polyvinylchlorid-)Platte
112, die in dem ebenfalls aus PVC bestehenden
Hohlkegelstumpfkörper 109 übergeht. Die Basisfläche des Hohlkegelstumpfkörpers
liegt hierbei in der Ebene der PVC-Platte
112. Der Hohlkegelstumpfkörper 109 schließt, wie insbesondere
Figur 7 zeigt, mit einem Kragenelement 119 ab. Das Kragenelement
119 liegt im wesentlichen in einer gegenüber der Waagerechten
leicht geneigten Ebene und hat einen im wesentlichen
ellipsenförmigen Querschnitt.
Ebenso wie beim Plattenkörper 11 kann der Plattenkörper 111
auf der Seite, auf der sich der Hohlkegelstumpfkörper 109 befindet,
mit einem Butyl-Kautschuk beschichtet werden.
An einer Plattenunterseite 112' der PVC-Platte 112 sind, wie
insbesondere die Figuren 9 und 10 zeigen, zwei sich gegenüberliegende
Plattenhalteelemente 113, 114 angeordnet.
Jedes Plattenhalteelement 113, 114 besteht aus einem Winkelprofilelement
113.1, 114.1, das im Querschnitt einem" "ähnelt.
Der lange Schenkel des Winkelprofilelements entspricht
im wesentlichen der Länge der PVC-Platte 112 und ist an der
Plattenunterseite 112` befestigt. An den langen Winkel
schließt sich im rechten Winkel ein kürzerer Schenkel an. In
dem kürzeren Schenkel befindet sich eine Einstellschraube
113.2, 114.2. Die Einstellschraube weist ein Schraubenverstellelement
in Form eines Schraubensechskants auf. An der
gegenüberliegenden Seite kann, falls erforderlich, ebenfalls
ein Abstützteller angeordnet sein. An den kürzeren Winkelschenkel
schließt sich ein weiterer Schenkel an, der im rechten
Winkel zum kürzeren Schenkel abgewinkelt ist und damit
parallel zum langen Schenkel liegt. In diesen Schenkel ist
eine Fixierschraube 113.4, 114.4 verstellbar angeordnet. Die
Fixierschraube ist in drei übereinander eingebrachte Ausnehmungen
des Schenkels einschraubbar. Hierdurch ist im Zusammenwirken
mit den Einstellschrauben ein Festlegen an der
Dachlatte 74 gegeben.
Wie insbesondere Figuren 6 und 7 zeigen, weist die Entlüftungseinheit
103 einen Rohrkörper auf, der durch die PVC-Platte
112 und die Ausnehmung 123 des Hohlkegelstumpfkörpers
109 hindurchragt.
Von dem Dreier-Rohrsystem ist nur das äußere Schutzrohr 131
gezeigt, das mit einem Entlüftungskopfkörper 134 abschließt,
in den Entlüftungsspalte 136 eingebracht sind und der mit einem
Kopfdeckel 135 verschlossen ist.
Wie die Figuren 9 bis 11 zeigen, weist die Rohrstelleinrichtung
105 ein Einstellgestänge 150 auf. Es besteht aus
- Gleitstangenelementen 152, 153,
- Justierstangenelementen 154, 155.
Das Gleitstangenelement 152 ist mit Stangenhalteelementen
158, 159 an dem langen Schenkel des Plattenhalteelements befestigt.
In gleicher Weise ist das Gleitstangenelement 153
mit Stangenhalteelementen 159, 161 an dem langen Schenkel des
Plattenhalteelement 114 befestigt. Die Stangenhalteelemente
sorgend dafür, daß die beiden Gleitstangenelemente beabstandet
und parallel zu den beiden Plattenhalteelementen 113, 114
verlaufen.
Die Justierstangenelemente 154, 155 sind an ihren gegenüberliegenden
Enden mit Justierelementen 154.1 und 154.2, 155.1
und 155.2 versehen. Die Rohrstangenelemente sind als Vierkantstäbe
und die Justierelemente als Rohrhülsenabschnitte
ausgebildet.
In jedem Justierelement 154.1, 154.2, 155.1, 155.2 ist eine
Justierschraube 154.3, 154.4, 155.3, 155.4 verstellbar angeordnet.
Die Gleitstangenelemente 152, 153 sind als Rundstangen
ausgebildet, so daß sich die Justierstangenelemente mit
Hilfe der rohrförmigen Justierelemente parallel zueinander
auf den Gleitstangenelementen 152, 153 verschieben lassen.
Durch die Justierschrauben sind die Justierstangenelemente in
der entsprechenden Justierstellung festlegbar.
Ein in der Mitte des Justierstangenelements 154 angeordnetes
Rohrfixierelement 151 sorgt dafür, daß das Dreifach-Rohrsystem
131, ... lagegerecht festgelegt werden kann.
Am langen Schenkel des Winkelprofilelements 113.1, 114.1 ist
ein Plattenfestlegeelement 157.1, 157.2 angeordnet. Das Plattenfestlegeelement
ist als Leder- oder Kunststoffband ausgebildet
(vgl. Figur 11).
Die Einbau- und die Funktionsweise der Universal-Rohrdurchführung
100, sei anhand der Figuren 6 bis 10 und 13 und 14
erläutert:
Für den Einbau der Universal-Rohrdurchführung 100 in die
Dacheinrichtung 7 wird diese ebenso wie beim Einbau der Universal-Rohrdurchführung
10, wie in den Figuren 13 und 14 dargestellt,
entsprechend vorbereitet.
In das mit den Dacheindeckungsplatten gemäß Figur 13 eingedeckte
Dach, wird wie Figur 6 zeigt, der Plattenkörper 111
mit eingedeckt. Durch ein Verstellen der Einstellschrauben
113.2 und 114.2 wird der Plattenkörper 114 einjustiert. Hierbei
stützen sich die Einstellschrauben auf der Dachlatte 74
ab, wie Figur 10 zeigt.
An der Plattenunterseite 112' kann ebenfalls ein Profilelement
115 befestigt werden, das aus PVC-Schaum besteht, um die
Platte 112 in die gleiche Schräglage wie die Dacheindeckungsplatten
bringen zu können.
Damit die Universal-Rohrdurchführung 100 insbesondere bei
großen Rohrdurchmessern starken Windbelastungen standhalten
können, werden die Plattenfestlegeelemente 157.1, 157.2 (vgl.
Figur 10) an der Dachlatte 74 befestigt.
Von besonderem Vorteil ist, daß an der Plattenunterseite 112'
der Platte 112 bereits das Einstellgestänge 150 montiert ist,
so daß das Dreifach-Rohr nur durch den Hohlkegelstumpf 109
und die Ausnehmung 123 geschoben zu werden braucht. Durch
entsprechendes Verschieben der beiden Gleitstangenelemente
152, 153 wird das Dreifach-Rohr 131,... in die senkrechte
Stellung voreingestellt (vgl. Figur 9).
Auf das Kragenelement 119 des Hohlkegelstumpfkörpers 109 wird
ein Haubenkragen 121 eines Faltenhaubenkörpers 120 aufgesetzt.
Das Aufsetzen des Faltenhaubenkörpers 120 kann entweder
nach dem Einsetzen des Dreier-Rohr-Systems oder gleich
auf den Hohlkegelstumpfkörper 109 aufgesetzt und mit diesem
verbunden werden. In beiden Fällen ragt das Schutzrohr 131
des Dreier-Rohr-Systems, wie Figur 6 zeigt, durch einen Rohrkragen
122 des Faltenkörpers 120. Der gesamte Faltenhaubenkörper
ist ebenso wie das äußere Schutzrohr und der Hohlkegelstumpf
109 aus PVC hergestellt, so daß ein Verkleben oder
Verschweißen eine sehr innige Verbindung zwischen den einzelnen
Teilen bewirkt. Zwischen dem Haubenkragen 121 und dem
Rohrkragen 123 befinden sich Faltenkörper 121.1, ..., 124.n.
Die Faltenkörper sichern, daß die unterschiedlichen Stellungen
des Dreier-Rohr-Systems innerhalb des Hohlkegelstumpfs
109 flüssigkeitsdicht ausgeführt werden können.
Die beim Einsetzen des Plattenkörpers 111 in die Dacheindekkungsplatten
71 entstehenden Spalten werden wie beim Plattenkörper
11 in gleicher Weise geschlossen und überdeckt.
Sind alle Teile der Lüfter-Pfanneneinrichtung 101 installiert
und in die richtige Lage gebracht worden, wird das Schutzrohr
130 mit dem Dreier-Rohr-System nachjustiert und fest eingestellt.
Das Fixierelement 151 sorgt dafür, daß die endgültige
Stellung beibehalten wird.
Die weitere Komplettierung des Dachkörpers 7 im Bereich der
Lüfter-Pfanneneinrichtung 111 erfolgt in analoger Weise wie
bei der Lüfter-Pfanneneinrichtung 1.
Die Rohrstelleinrichtung 205 ähnelt der Rohrstelleinrichtung
105. Wie insbesondere Figur 11 zeigt, weist die Lüfter-Pfanneneinrichtung
201 einen Plattenkörper 211 auf, der im
Aufbau dem Plattenkörper 111 gleicht. Hierbei ist eine PVC-Platte
212 mit einem Hohlkegelstumpfkörper (nicht dargestellt)
versehen. Die PVC-Platte und der Hohlkegelstumpfkörper
sind einstückig aus gleichem Material hergestellt.
An einer Plattenunterseite 212' der Platte 212 sind zwei sich
gegenüberliegende Plattenhalteelemente 213, 214 befestigt.
Jedes Plattenhaltelement besteht aus einem Flachstahlband,
das etwa 30 mm breit und etwa 4 bis 5 mm dick ist. Durch sie
werden Winkelprofilelemente 213.1, 214.1 ausgebildet, die mit
ihrem langen Schenkel an der Plattenunterseite 212 befestigt
sind. An dem langen Schenkel ist ein kürzerer Winkelschenkel
im rechten Winkel angeordnet, in dem sich eine Einstellschraube
213.2, 214.3 befindet, die wenigstens ein Schraubenverstellelement,
zum Beispiel einen Schraubensechskant, aufweist.
Wie die Figuren 11 und 12 zeigen, weist die Rohrstelleinrichtung
205 ein Einstellgestänge 250 auf. Das Einstellgestänge
250 bezieht den langen Schenkel der Winkelprofilelemente
213.1 und 214.1 mit ein, indem auf sie zur Wahrung eines Abstandes
ein Gleitstangenelement 252, 253 aufgesetzt wird.
Stangenhalteelemente 258, 259, 260, 261 sorgen für die Befestigung
und für die lagegerechte Halterung der beiden Gleitstangenelemente
252, 253. Die beiden Gleitstangenelemente bestehen
ebenfalls aus einem Flachbandstahl mit einer Breite
von etwa 300 mm und einer Dicke von etwa 5 mm.
Abstandsprofile 262, 263, die im Bereich der Stangenhalteelemente
angeordnet sind, sorgen dafür, daß die beiden Winkelprofilelemente
213.1, 214.1 beabstandet und parallel zueinander
angeordnet sind.
In den Spalten, die zwischen den langen Schenkeln der Winkelprofilelemente
und den Gleitstangenelementen 252, 253 bestehen,
sind sich gegenüberliegend und verschieblich zwei Justierstangenelemente
254, 255 angeordnet. Die Justierstangenelemente
bestehen ebenfalls aus einem Flachbandstahl mit
den Abmessungen 5 x 300 mm. An den gegenüberliegenden Enden
der Justierstangenelemente sind Justierelemente 254.1, 254.2
bzw. 255.1, 255.2 angeordnet. Die Justierelemente sind auf
die Justierstangenelemente aufgesetzte Abschnitte des Bandstahls
5 x 300 mm. Die Justierstangenelemente und die Justierelemente
umgreifen die Gleitstangenelemente 252, 253, so
daß sie geführt auf den Gleitstangenelementen 252, 253 verschoben
werden können.
In die Justierelemente 254.1, 254.2 bzw. 255.1, 255.2 sind
Justierschrauben 254.3, 254.4 bzw. 255.3, 255.4 eingesetzt.
Dadurch, daß die langen Schenkel der Winkelprofilelemente integrierter
Bestandteil des Einstellgestänges 250 sind, ist
das Gestänge robust und einfach aufgebaut. Die einzelnen Teile
aus Flachbandstahl sichern, daß Justierteile des Einstellgestänges
250 dem rauhen Dachdeckerbedingungen standhält.
Zwar sind die Justierstangenelemente genaustens einjustierbar.
Ihre Halterung und Ausbildung sorgen aber dafür, daß
Fehlbedienungen sowie äußere mechanische Einwirkungen, wie
Stöße oder dergleichen, die Gängigkeit des Einstellgestänges
nicht beeinträchtigen. Durch die Verwendung eines Materials,
nämlich Bandstahl 5 x 300 mm, für das Gestänge 250, reduzieren
sich dessen Fertigungskosten beträchtlich.
Die Einbau- und Funktionsweise der Universal-Rohrdurchführung
200, sei anhand der Figuren 8, 11, 12, 13 und 14 erläutert.
Das Einbauen der Universal-Rohrdurchführung 200 in die
Dacheinrichtung 7 erfolgt in gleicher Art und Weise wie der
Einbau der Universal-Rohrdurchführung 100.
Ist der Plattenkörper 211 lagegerecht verlegt, wird das
Schutzrohr 231 des Dreier-Rohr-Systems durch den Hohlkegelstumpf,
die Ausnehmung 123 und den Rohrkragen des Faltenhaubenkörpers
geschoben. Durch ein Verschieben der beiden Justierstangenelemente
254, 255 über den Gleitstangenelementen
252, 253 wird das Schutzrohr 231 des Dreier-Rohr-Systems in
die endgültige senkrechte Lage einjustiert und mit den beiden
Gleitstangenelementen festgeklemmt. Auch hier kann ein Rohrfixierelement
(nicht dargestellt) für eine endgültige Fixierung
sorgen. Da die Teile des Einstellgestänges 250 sehr genau
gängig sind und aufgrund ihrer Robustheit sich in der
einmal eingestellten Lage nicht verrücken lassen, erübrigt
sich in der Regel ein Nachjustierungsvorgang.
Das endgültige Fertigstellen der Lüfter-Pfanneneinrichtung
201 erfolgt in gleicher Art und Weise wie bei der Lüfter-Pfanneneinrichtung
1.
Durch den Einsatz und den Einbau der Universal-Rohrdurchführung
10, 100 oder 200 werden mit folgenden Veränderungen folgende
Vorteile erzielt:
Die Veränderung der Dacheinrichtung 7 durch das Einbringen
einer Dachlattenausnehmung in den Dachlattenaufbau der
Dacheinrichtung, das Einbringen einer langlochförmigen Ausnehmung
in die Lüfter-Pfanneneinrichtung und das Schließen
der Öffnung zwischen der Ausnehmung und dem äußeren Schutzrohr
der Lüftereinheit mit Hilfe des Faltenhaubenkörpers ermöglicht
eine Verschwenkung des Schutzrohrs der Entlüftungseinheit
so, daß ein Einbau in eine Dacheinrichtung mit beliebigen
Dachneigungswinkeln möglich ist.
Durch den Einsatz der gleichen Lüfter-Pfanneneinrichtung und
der gleichen Lüftungseinheit in Dächer unterschiedlichster
Ausbildung und unterschiedlichsten Dachneigungswinkel lassen
sich diese Teile serienmäßig und damit kostengünstig herstellen.
Der Einsatz der Rohreinstelleinrichtung mit dem Einstellgestänge
läßt sich ebenfalls in unterschiedlichste Dächer mit
unterschiedlichen Neigungswinkeln einbauen und sichert darüberhinaus,
daß das äußere sichtbare Rohr des Dreier-Rohr-Systems
so einjustiert werden kann, daß es genau senkrecht
steht. Hierbei sind stufenlose Vor- bzw. Nachjustierungen
möglich.
Die Vorinstallation der Endstücken des Schutzrohrs, des
Frischluftrohrs und des Gasrohres bereits beim Eindecken der
Dacheinrichtung sichern, daß das Dreier-Rohr-System fachgerecht
vom Dachdecker mit der Fertigstellung der Dacheinrichtung
vorverlegt wird. Kommen später die Heizungsinstallateure
zum Endausbau des Gebäudes, sind nur noch die Verbindungen
zwischen dem vom Heizungsinstallateur verlegten und dem Dachdecker
vorverlegten Rohre herzustellen. Der Einsatz einer
einzigen Endeinheit des Dreier-Rohr-Systems gibt die Möglichkeit,
auf die Vielzahl (24 Teile) der bekannten Systeme zu
verzichten.