Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten
von Holz oder Holzwerkstoffen, insbesondere Parkettdielen,
wobei eine Versiegelungsschicht auf die Oberfläche
des Holzes oder des Holzwerkstoffes aufgebracht
wird.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum Beschichten
von Holz oder Holzwerkstoffen gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 8.
Ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße
Vorrichtung ist aus der DE 102 13 330 A1 bekannt.
Aus der DE 198 06 136 C2 sind Dielen für Parkettböden
bekannt, die wenigstens eine Holzschicht aufweisen,
die auf ihrer Oberfläche mit einer Versiegelungsschicht
versehen ist. Die Versiegelungsschicht ist als
eine wasser- und lösungsmittelfreie, mit der Luftfeuchtigkeit
aushärtende Reaktiv-Schmelzmasseschicht
auf Polyurethanbasis ausgebildet.
Aus der DE 198 06 136 C2 ist auch ein Verfahren zum
Herstellen einer derartigen Diele für Parkettböden bekannt.
Eine derart hergestellte Diele für Parkettböden
weist gegenüber den vorbekannten Parkettböden, die mit
einem UV-Acryllack versiegelt sind, wobei der UV-Acryllack
mit Walzen aufgetragen wird, erhebliche Vorteile
auf. Dielen für Parkettböden mit einer Versiegelung
mittels eines UV-Acryllacks erfordern einen hohen
maschinellen Aufwand, wobei die dabei verwendeten Maschinen
einen großen Raumbedarf haben.
Versiegelungsschichten aus UV-Acryllack weisen des
weiteren den Nachteil auf, dass etwa zwei bis vier
Aufträge erforderlich sind, um eine ausreichende Versiegelung
des Holzes zu erreichen. Des weiteren sind
die zur Aushärtung des UV-Acryllacks benötigten UV-Lampen
relativ teuer und besitzen meist nur eine begrenzte
Lebensdauer. Diese Faktoren führen zu einem
relativ hohen Herstellungspreis für eine entsprechende
Diele. Durch das notwendige Verfahren werden außerdem
- durch die lösungsmittelhaltigen Lacke - Schadstoffe
frei. Diese gelangen somit an die Umwelt und können
beim menschlichen Organismus Gesundheitsbeeinträchtigungen
herbeiführen.
Die aus der DE 198 06 136 C2 bekannte Diele bzw. das
darin angegebene prinzipielle Verfahren zur Herstellung
einer Diele mit einer Schmelzmasseschicht stellt
hierfür eine erhebliche Verbesserung dar.
Problematisch bei dem Verfahren zum Herstellen einer
Diele für Parkettböden mit einer Schmelzmasseschicht
ist jedoch, dass die auf die Diele aufgebrachte
Schmelzmasseschicht an der Glättwalze haftet bzw. die
Glättwalze verklebt.
Von Nachteil bei den bisher bekannten Dielen ist außerdem,
dass diese aufgrund der üblichen Herstellung
mittels einer Schleifmaschine keine 100%ig glatte
Oberfläche aufweisen. D.h. dass die Glättwalze exakter
geschliffen ist wie die zu bearbeitende Diele. Eine
optimale Glättung der Oberfläche ist aufgrund der Unebenheiten
bzw. der Tatsache, dass sich die harte
Oberfläche der Walze, die zum Glätten notwendig ist,
und die ebenfalls harte Oberfläche der Diele nicht optimal
aneinander anpassen.
Hinsichtlich der geschilderten Problem zeigt die gattungsgemäße
Schrift, die DE 102 13 330 A1, eine mögliche
Lösung auf.
Gemäß der gattungsgemäßen Schrift ist vorgesehen, dass
auf die Oberfläche der Glättwalze ein Trennmittel aufgetragen
wird, und das Trennmittel von der Oberfläche
der Glättwalze auf die Schmelzmasseschicht der Dielen
derart übertragen wird, dass durch das Trennmittel eine
die Oberfläche der Dielen bildende Trennschicht
entsteht. Ein Anhaften der Schmelzmasseschicht an der
Glättwalze und ein Verkleben der Glättwalze wird somit
verhindert. In einer bevorzugten Ausführungsform kann
des weiteren vorgesehen sein, dass die Glättwalze einen
weichen Kern und eine harte, glatte Oberfläche
aufweist. Dadurch ist es möglich Unebenheiten zwischen
der Oberfläche der Glättwalze und den durchlaufenden
Dielen auszugleichen.
Das aus der DE 102 13 330 A1 bekannte Verfahren sowie
die ebenfalls beschriebene Vorrichtung stellt eine erhebliche
Verbesserung der vorbekannten Lösungen dar.
Problematisch ist es jedoch, das Trennmittel, welches
beispielsweise silikonhaltig, ölhaltig oder wachshaltig
sein kann, wieder von der Oberfläche der Dielen zu
entfernen. Darüber hinaus muss verhindert werden, dass
die Oberfläche der Dielen durch das Trennmittel optisch
beeinträchtigt wird.
Zum weiteren Stand der Technik wird ferner auf die DE
102 13 190 A1 verwiesen, bei der erfindungsgemäße vorgesehen
ist, dass zwischen der Glättwalze und den zu
behandelnden Dielen eine silikonhaltig beschichtete
Materialbahn angeordnet ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beschichten
von Holz oder Holzwerkstoffen, insbesondere
Parkettdielen zu schaffen, durch das die vorgenannten
Nachteile des Standes der Technik gelöst werden, insbesondere
in einfacher und kostengünstiger Weise eine
versiegelte Oberfläche geschaffen wird, die höchsten
Qualitätsansprüchen entspricht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
dass die Versiegelungsschicht erwärmt und ein Metallband
auf die Versiegelungsschicht gedrückt wird, wonach
die Versiegelungsschicht abgekühlt wird, wobei
die Metallbahn die Oberfläche der Versiegelungsschicht
so lange kontaktiert, bis diese erstarrt ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe auch durch den
kennzeichnenden Teil von Anspruch 8 gelöst.
In überraschender Weise hat der Erfinder herausgefunden,
dass durch die erfindungsgemäße Lösung der Einsatz
eines Trennmittels überflüssig ist. Dadurch, dass
die Versiegelungsschicht erwärmt wird und ein Metallband
auf die Versiegelungsschicht gedrückt wird, welches
erst wieder von der Versiegelungsschicht abgehoben
wird, wenn diese nach Durchlaufen einer Kühlstrecke
an der Oberfläche erstarrt ist, haftet die Versiegelungsschicht
nicht an der Metallbahn an. Der Einsatz
eines Trennmittels, um eine Anhaften zu vermeiden, ist
somit nicht notwendig.
Der Erfinder hat festgestellt, dass die Oberfläche des
versiegelten Holzes oder Holzwerkstoffes, insbesondere
einer versiegelten Parkettdiele eine Qualität erreicht,
die im Hinblick auf die vorbekannten Verfahren
nicht realisierbar erschien.
Da auf einen Einsatz eines Trennmittels verzichtet
werden kann und folglich auch keine aus dem Trennmittel
resultierenden weitere Arbeitsschritte erforderlich
sind, lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren
in besonders einfacher und kostengünstiger Weise realisieren.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist außerdem
besonders umweltfreundlich, da keine Lösungsmittel zugeführt
und keine schädlichen Gase freigesetzt werden.
Von Vorteil ist es, wenn die Versiegelungsschicht vor
oder während dem Aufbringen des Metallbandes derart
erwärmt wird, dass die Versiegelungsschicht weich ist
bzw. aufgeweicht ist, wenn das Metallband mit dieser
in Kontakt gebracht wird. Prinzipiell ist es dabei
auch möglich, dass die Versiegelungsschicht erst durch
das Aufdrücken des Metallbandes bzw. während (gegebenenfalls
auch nach) dem Aufdrücken des Metallbandes
erwärmt bzw. wenigstens teilweise aufgeweicht und/oder
verflüssigt wird. In einfacher Weise ist dies dadurch
möglich, dass das Metallband entsprechend erhitzt ist
und folglich die Wärme auf die Versiegelungsschicht
überträgt.
Durch die Erwärmung und das aufgedrückte Metallband
erhält die Versiegelungsschicht eine besonders glatte
Oberflächenstruktur. Das Metallband presst die Oberfläche
somit glatt. Durch das anschließende Abkühlen
der Versiegelungsschicht, während die Metallbahn auf
dieser aufgedrückt bleibt, erstarrt die Oberfläche und
weist folglich eine absolut glatte und gleichmäßige
Oberfläche auf.
In einer nicht naheliegenden Weiterbildung der Erfindung
hat der Erfinder festgestellt, dass es möglich
ist der Oberfläche der Versiegelungsschicht und somit
der Oberfläche des Holzes oder Holzwerkstoffes eine
annähernd beliebige Oberflächenstruktur zu verleihen.
Dabei wird die auf die Versiegelungsschicht aufgedrückte
Oberfläche des Metallbandes als Negativdruck
verwendet, d.h. abhängig von der Ausgestaltung der
Oberfläche des Metallbandes kann die Oberfläche der
Versiegelungsschicht beispielsweise matt, glänzend,
strukturiert oder geprägt ausgebildet sein. Somit ist
es möglich der Oberfläche der Versiegelungsschicht in
einfacher und kostengünstiger Weise ein bestimmtes
Aussehen zu verleihen.
Die Oberfläche des Holzes oder des Holzwerkstoffes
bzw. die Oberfläche der Versiegelungsschicht kann
durch die erfindungsgemäße Lösung verändert werden,
ohne dass das Produkt chemisch verändert wird.
Von Vorteil ist es, wenn das Holz oder der Holzwerkstoff
zur Abkühlung einen Abkühlbereich durchläuft,
dessen Kühlung vorzugsweise kontinuierlich verstärkt
wird.
Somit wird eine besonders schonende Kühlung des Holzes
oder Holzwerkstoffes und somit auch eine schonende und
gleichmäßige Erstarrung der Oberfläche der Versiegelungsschicht
bzw. der gesamten Versiegelungsschicht
erreicht. Die Länge der Kühlstrecke bzw. der Abkühlbereich
kann von verschiedenen Faktoren abhängen. Einerseits
hängt die Länge davon ab, wie schnell bzw. stark
die Versiegelungsschicht gekühlt wird, andererseits
davon mit welcher Geschwindigkeit das Holz oder die
Holzwerkstoffe den Abkühlbereich durchlaufen. Um den
Abkühlprozess möglichst störungsfrei in den gesamten
Produktionsprozess, beispielsweise einer Parkettdiele,
zu integrieren, hat sich eine Länge von 3 bis 15 m,
vorzugsweise 5 bis 10 m, als geeignet herausgestellt.
Von Vorteil ist es, wenn das Metallband beim Durchlaufen
des Abkühlbereiches gekühlt wird.
Wie sich in Versuchen herausgestellt hat, lässt sich
eine Erstarrung der Oberfläche der Versiegelungsschicht
in einfacher Weise dadurch erreichen, dass die
notwendige Kälte über die aufliegende Metallbahn zugeführt
wird. Die Metallbahn kann dabei beispielsweise
direkt über eine Kühleinrichtung oder über einen
Druckschuh gekühlt werden. Der Druckschuh dient dabei
dazu, das Metallband mit dem vorgesehenen Druck auf
die Oberfläche der Versiegelungsschicht zu drücken.
Vorzugsweise ist der Druckschuh derart ausgebildet,
dass sich dieser wenigstens annähernd über die gleiche
Strecke erstreckt wie das Metallband, sodass dieses in
jedem Bereich zuverlässig auf die Oberfläche der Versiegelungsschicht
gedrückt wird.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorschubgeschwindigkeit
der Metallbahn an die Durchlaufgeschwindigkeit
des Holzes oder Holzwerkstoffes durch den Abkühlbereich
angepasst wird.
Dies garantiert einen möglichst reibungslosen Ablauf.
In einfacher Weise wird hierzu das Holz oder der Holzwerkstoff
mit seiner Unterseite auf ein Transportband
aufgebracht, das den Abkühlbereich durchläuft. Das Metallband
kann dabei vorzugsweise als endlos umlaufendes
Metallband ausgebildet sein, das über je eine am
Anfang und am Ende der Abkühlstrecke angeordnete Walze
umläuft. Vorzugsweise wird dabei das Transportband
ebenfalls über zwei Walzen umgelenkt. Eine Angleichung
der Geschwindigkeit des Metallbandes an die Geschwindigkeit
des Transportbandes lässt sich in einfacher
Weise durch eine gleiche Dimensionierung der Walzen
und deren Synchronisierung erreichen.
Die Zuführung der Wärme auf die Versiegelungsschicht
lässt sich in einfacher Weise dadurch realisieren,
dass die am Anfang der Kühlstrecke angeordnete Walze,
um die das Metallband umläuft, beheizt ist bzw. durch
ein Heizelement (z.B. Infrarotgerät) erhitzt wird. Das
um diese Walze umlaufende Metallband wird somit ebenfalls
erhitzt, beispielsweise auf eine Temperatur von
50 bis 150 °C, vorzugsweise 90 bis 110 °C, sodass das
Metallband die Oberfläche der Versiegelungsschicht erwärmt
bzw. aufweicht sobald sie diese kontaktiert.
Durch die abgestrahlte Wärme wird die Oberfläche der
Versiegelungsschicht auch bereits vor der Kontaktierung
erwärmt. Anschließend wird das Metallband, welches
sich zwangsläufig von der beheizten Walze entfernt,
vorzugsweise über den Druckschuh, kontinuierlich
gekühlt. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Metallband
am Ende der Kühlstrecke, d.h. wenn das Metallband
von der Oberfläche der Versiegelungsschicht
abgehoben wird, auf eine Temperatur von 20 bis 40 °C,
vorzugsweise 30 °C, gekühlt ist.
Um eine möglichst gleichmäßige Erwärmung zu erzielen,
hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die
"beheizte Walze" durch ein flüssiges Medium, vorzugsweise
Öl, aufgeheizt wird.
Die Beheizung der Walze durch ein flüssiges Medium hat
sich darüber hinaus zum Einhalten eines relativ exakten
Temperaturbereiches von vorzugsweise 100 °C +/- 5
°C als geeignet herausgestellt.
Von Vorteil ist es, wenn zwischen dem Druckschuh und
dem Metallband eine elastische Schicht angeordnet ist,
damit kleine Unebenheiten in dem Holz oder Holzwerkstoff
ausgeglichen werden können. Die elastische
Schicht kann dabei vorzugsweise derart gewählt werden,
dass der Temperaturaustausch zwischen dem gekühlten
Druckstück und dem Metallband bzw. der Versiegelungsschicht
nicht beeinträchtigt wird.
Das Metallband kann als Blechband, beispielsweise als
geschliffenes, glattes Blechband, aus jedem beliebigen
Material ausgebildet sein. Als besonders geeignet hat
sich dabei die Ausbildung des Metallbandes als gehärtetes
Stahlband, vorzugsweise verchromt, herausgestellt.
Alternativ dazu ist prinzipiell auch die Ausbildung
eines Kunststoffbandes möglich. Dies hat sich jedoch
hinsichtlich der Übertragung der Kühlung sowie der
auftretenden Kräfte, insbesondere der Belastung durch
die Temperaturschwankungen sowie der Stöße, wenn das
Band auf das Holz oder den Holzwerkstoff trifft, als
nur bedingt geeignet herausgestellt. Prinzipiell kann
jedoch die Ausbildung eines Kunststoffbandes hinsichtlich
des beanspruchten Metallbandes als äquivalent angesehen
werden.
Alternativ zu der Ausgestaltung des Metallbandes als
umlaufendes Band und dazu, dass das Holz oder der
Holzwerkstoff einen Abkühlbereich durchläuft, kann
vorgesehen sein, dass das Metallband beispielsweise
mittels einer Anordnung an einem Stempel auf die Oberfläche
der Versiegelungsschicht gedrückt wird. Vorher
kann die Versiegelungsschicht durch Heizgeräte, beispielsweise
Infrarotgeräte, erhitzt werden. Die Zuführung
der Wärme kann jedoch auch dadurch erfolgen, dass
das Metallband entsprechend erhitzt auf die Oberfläche
der Versiegelungsschicht aufgedrückt wird. Nach dem
Aufdrücken kann die gesamte Vorrichtung - im stationären
Zustand - gekühlt werden, bis die Oberfläche der
Versiegelungsschicht erstarrt ist und folglich das Metallband
wieder von der Oberfläche der Versiegelungsschicht
entfernt werden kann. Anschließend kann das
fertig versiegelte Holz bzw. der fertig versiegelte
Holzwerkstoff entfernt und einer neuen Lage zugeführt
werden.
Zur Integration in den Produktionsablauf hat es sich
zwar als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Holz
bzw. der Holzwerkstoff eine Abkühlstrecke durchläuft
und das Metallband als umlaufendes Metallband ausgebildet
ist, jedoch sind zur Durchführung des beschriebenen
Verfahrens, nämlich des Erwärmens bzw. Aufbügelns
der Versiegelungsschicht, damit diese durch ein
aufgedrücktes Metallband geglättet werden kann, wobei
das Metallband auf der Versiegelungsschicht verharrt,
bis diese durch einen Abkühlprozess wieder erstarrt
ist, verschiedene Möglichkeiten zur technischen Realisierung
denkbar.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung prinzipmäßig dargestellt.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine schematische
Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Das Ausführungsbeispiel zeigt eine Vorrichtung bzw.
ein Verfahren zum Herstellen von Parkettdielen 1, ist
hierauf jedoch nicht beschränkt. Erfindungsgemäß kann
ein beliebiges Holz 1 oder ein Holzwerkstoff beschichtet
werden. Die Parkettdielen 1 können eine Holz oder
auch eine Korkschicht aufweisen, die entsprechend beschichtet
wird.
Vorteilhafte Dielen für Parkettböden, die prinzipiell
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. dem erfindungsgemäßen
Verfahren herstellbar sind, sind bezüglich
ihres grundsätzlichen Aufbaus in der DE 198 06
136 C2 beschrieben. Nachfolgend wird deshalb lediglich
auf die erfindungswesentlichen Merkmale der Vorrichtung
bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens näher eingegangen.
Vorteile, die die danach hergestellten Dielen
haben, ergeben sich - soweit nicht separat aufgeführt
- aus der vorgenannten Schrift.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, weist die dargestellte
Vorrichtung zum Beschichten von Parkettdielen
1 eine Auftragseinrichtung 2, ein Heizeinrichtung
3, eine Kühleinrichtung 4, eine Anpresseinrichtung 5
sowie ein Metallband 6 auf.
Die Auftragseinrichtung 2 dient zum Auftragen einer
Versiegelungsschicht 7 auf die Oberfläche 1a der Parkettdielen
1. Derartige Auftragseinrichtungen 2 sind
aus dem allgemeinen Stand der Technik hinlänglich bekannt.
Vorteilhafte Auftragseinrichtungen 2 ergeben
sich aus der DE 102 13 330 A1 sowie der DE 102 13 190
A1, auf die diesbezüglich Bezug genommen werden soll.
Die Versiegelungsschicht ist im Ausführungsbeispiel
als Schmelzmasseschicht 7, vorzugsweise als Reaktiv-Schmelzmasseschicht
auf Polyurethanbasis, ausgebildet.
Die Schmelzmasseschicht 7 wird dabei mit einer Temperatur
von vorzugsweise 130 °C auf die Oberfläche 1a
der Parkettdielen 1 aufgebracht. Nach dem Durchlaufen
der Auftragseinrichtung 2, die vorzugsweise eine Auftragswalze
8 aufweist, werden die Parkettdielen 1 mit
der aufgebrachten Schmelzmasseschicht 7 mittels einem
Transportband 9 der Heizeinrichtung 3 zugeführt.
Im Ausführungsbeispiel bildet die Heizeinrichtung 3
mit der Kühleinrichtung 4 sowie der Anpresseinrichtung
5 und dem Metallband 6 eine Einheit. Hierzu ist das
Metallband 6 als endlos umlaufendes Metallband ausgebildet.
Das Metallband ist dabei als verchromtes und
gehärtetes Stahlband 6 ausgebildet. Das Stahlband 6
umläuft zwei Walzen 10, 11 und wird von diesen
angetrieben. Dabei ist die Walze 10, die zuerst in
Kontakt mit den zugeführten Parkettdielen 1 kommt, als
Teil der Heizeinrichtung 3 ausgebildet. Hierzu wird
der Walze 10 ein entsprechend heißes flüssiges Medium,
im Ausführungsbeispiel Öl, zugeführt. Die Walze 10
wird dadurch gleichmäßig auf eine relativ konstante
Temperatur, vorzugsweise 100 °C +/- 5 °C, erhitzt. Die
ratur, vorzugsweise 100 °C +/- 5 °C, erhitzt. Die Walze
10 überträgt diese Temperatur auf das umlaufende
Stahlband 6, welches auf die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 gedrückt wird. Dadurch wird die
Schmelzmasseschicht 7 aufgeweicht bzw. annähernd verflüssigt,
sodass das Stahlband 6 die Oberfläche der
Schmelzmasseschicht 7 glättet.
Die Oberfläche des Stahlbandes 6, die in Kontakt mit
der Oberfläche der Schmelzmasseschicht 7 kommt, dient
als Negativdruck für die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7. Das heißt eine Struktur in dem Stahlband 6
oder entsprechende Einprägungen können an die Oberfläche
der Schmelzmasseschicht 7 weitergegeben werden.
Des weiteren kann durch die Oberfläche des Stahlbandes
6 bestimmt werden, ob die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 matt oder glänzend ist. Das Erscheinungsbild
der fertigen Parkettdielen 1 kann somit maßgeblich beeinflusst
werden, ohne dass das Produkt chemisch verändert
werden muss.
Zum Durchlaufen der Kühleinrichtung 4 liegen die Parkettdielen
1 auf einem Transportband 12 auf. Das
Transportband 12 sowie das Stahlband 6 sind hinsichtlich
ihrer Geschwindigkeit, mit der diese die Kühleinrichtung
4 durchlaufen, aufeinander abgestimmt. In
einfacher Weise kann dies dadurch erfolgen, dass das
Stahlband 6 durch zwei Walzen 13 angetrieben wird,
welche den gleichen Durchmesser aufweisen wie die Walzen
10, 11, die das Stahlband 6 antreiben und die Walzen
10, 11 und die Walzen 13 synchron laufen.
Die Anpresseinrichtung ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
als Druckschuh 5 ausgebildet. Alternativ
könnte die Anpresseinrichtung 5 auch aus einer Vielzahl
von eng aneinander liegenden Walzenelementen, die
das Stahlband 6 auf die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 drücken, ausgebildet sein.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, erstreckt sich
der Druckschuh 5 annähernd über den gesamten Zwischenraum
zwischen den Walzen 10 und 11, wodurch das Stahlband
6 während des gesamten Kühlprozesses gleichmäßig
und flächig auf die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 gedrückt wird. Dadurch wird vermieden, dass sich das
Stahlband an irgendeiner Stelle von der Oberfläche der
Schmelzmasseschicht 7 abhebt, wodurch es zum Anhaften
von Teilen der Schmelzmasseschicht 7 an dem Stahlband
6 kommen könnte.
Druckschuhe 5 zum Anpressen sind aus dem allgemeinen
Stand der Technik hinlänglich bekannt, weshalb hierauf
nicht näher eingegangen wird.
Wie sich aus der Zeichnung des weiteren ergibt, ist
zwischen dem Stahlband 6 und dem Druckschuh 5 eine
elastische Schicht 14 angeordnet, wodurch kleine Unebenheiten
in den Parkettdielen 1 ausgeglichen werden
können.
Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Druckschuh
5 durch die Kühleinrichtung 4 gekühlt wird. Zur
Kühlung ist im Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass
ein flüssiges oder gasförmiges Medium, beispielsweise
Luft, Wasser oder Öl, eingesetzt wird. Die Kühleinrichtung
4 kühlt den Druckschuh 5 dabei derart ab,
dass die Kühlung in Durchlaufrichtung der Parkettdielen
1 kontinuierlich zunimmt. Somit wird eine besonders
schonende Kühlung bzw. gleichmäßige Erstarrung
der Oberfläche der Schmelzmasseschicht 7 erreicht.
Die Länge der Kühleinrichtung 4 bzw. die Länge des Abkühlbereiches
4a beträgt vorzugsweise 3 bis 15 m. Dies
hat sich als geeignet herausgestellt, um die erfindungsgemäße
Vorrichtung vorteilhaft in den Gesamtproduktionsablauf
der Herstellung von Parkettdielen 1 zu
integrieren.
Nach dem Durchlaufen des Abkühlbereiches 4a hat sich
die Temperatur des Stahlbandes 6 auf vorzugsweise 30°
+/- 10 °C reduziert. Die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 ist damit vollständig erstarrt, sodass das
Stahlband 6 problemlos von der Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 abgehoben werden kann, ohne dass Reste
an dem Stahlband 6 anhaften. Auf den Einsatz eines
Trennmittels, das ohnehin der Temperatur der beheizten
Walze 10 nicht standhalten würde, kann somit verzichtet
werden. Die erfindungsgemäße Lösung kann somit
trennmittelfrei arbeiten.
Die der beheizten Walze 10 von der Auftragseinrichtung
2 zugeführten Parkettdielen 1 weisen in der Regel vor
Erreichen der beheizten Walze 10 eine Oberflächentemperatur
von 50° bis 70 °C auf. Der Abstand zwischen
der Auftragseinrichtung 2 und der beheizten Walze 10
beträgt dabei in der Regel nur 30 cm, vorzugsweise 50
cm, jedoch kühlt die Schmelzmasseschicht 7 relativ
schnell ab. In einer besonderen Ausführungsform, die
sich jedoch in der Praxis als weniger geeignet herausgestellt
hat, kann die Auftragseinrichtung 2 auch als
Heizeinrichtung 3 ausgebildet sein. Hierzu müsste das
Stahlband 6 möglichst nahe an der Auftragseinrichtung
2 angeordnet sein, damit dieses die Oberfläche der
Schmelzmasseschicht 7 noch in einem erwärmten Zustand
bzw. in einem aufgeweichten Zustand kontaktieren kann.
Dies hat sich jedoch in der Praxis als nicht geeignet
herausgestellt. Alternativ dazu könnte die Heizeinrichtung
3 als Infrarotstrahler oder dergleichen ausgebildet
sein, die die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 auf dem Weg zwischen der Auftragseinrichtung
2 und dem Stahlband 6 erhitzen. Auch dies hat sich im
Vergleich zu der Ausbildung der Heizeinrichtung 3 als
beheizte Walze 10 als weniger geeignet herausgestellt.
Derartige Ausgestaltungen der Heizeinrichtung 3 sind
jedoch prinzipiell möglich.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann außerdem
vorgesehen sein, dass die Unterseite des Druckschuhs
5 mit einer Vielzahl von eng nebeneinander angeordneten
Walzenrollen versehen ist. Alternativ dazu
kann der Druckschuh 5 auch eine Gleitschicht - beispielsweise
aus Messing - an der dem Stahlband 6 bzw.
der elastischen Schicht 14 zugewandten Seite aufweisen.
Hierzu sind ebenfalls aus dem Stand der Technik
vielfältige Möglichkeiten nahegelegt, um eine Reibung
zwischen dem Druckschuh 5 und dem durchgeführten
Stahlband 6 möglichst gering zu halten.
Ein Anpressdruck von 1 bis 8 bar, vorzugsweise 3 bis 5
bar, hat sich als besonders geeignet herausgestellt,
um ein problemloses Durchlaufen des Stahlbandes 6 zu
gewährleisten und trotzdem einen ausreichenden Druck
zur Verfügung zu stellen, der das Stahlband 6 auf die
Oberfläche der Schmelzmasseschicht 7 drückt.
Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Walze
10 die zum Aufweichen der Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 notwendige Heizleistung relativ direkt über
das Stahlband 6 auf die Oberfläche der Schmelzmasseschicht
7 überträgt. Die Schmelzmasseschicht 7 wird
somit praktisch aufgebügelt.