System zum Positionieren orthodontischer Bauteile
Die Erfindung betrifft ein System zum Positionieren orthodontischer Bauteile, insbesondere orthodontischer Brackets.
Hintergrund der Erfindung
Derartige Systeme dienen dazu, ein oder mehrere orthodontische Bauteile, die auch als Brackets, kieferorthopädische Vorrichtungen oder Zahnregulierungsvorrichtungen bezeichnet werden können, an einem jeweils zugeordneten Zahn zu positionieren, sodass das Bracket hieran in einer gewünschten Position befestigt werden kann. Orthodontische Brackets dienen in Verbindung mit kieferorthopädischen Therapien insbesondere zum Ausbilden von Zahnspangen, bei denen die auf den Zähnen befestigten Brackets dann mittels Draht verbunden werden. Brackets sind beispielsweise als Keramik-, Kunststoff- oder Metall- Brackets bekannt. Üblicherweise verfügen Sie auf der vom zugeordneten Zahn abgewandten Seite über eine Aufnahme, in welcher der mehrere Brackets verbindende Draht gelagert wird.
Bei der Herstellung der kieferorthopädischen Vorrichtung wird zunächst ein Modell der Zahnreihe des zukünftigen Trägers hergestellt. Auf den Zähnen des Modells werden dann die Brackets in der Art positioniert, wie sie später auf den Zähnen des Patienten angeordnet werden sollen. Es werden dann Systeme, die auch als Übertragungssysteme bezeichnet werden, genutzt, um die auf dem Modell der Zahnreihe angeordneten Brackets unter Beibehaltung der am Modell festgelegten Positionierung auf die Zähne des Patienten zu übertragen. Aus dem Dokument DE 10 2006 020 010 AI ist ein solches Übertragungssystem bekannt, bei dem eine Übertragungsfolie, an welcher die Brackets haften, als Übertragungshilfe genutzt wird.
Das Dokument US 5,055,039 offenbart eine so genannte Übertragungsmatrix, welche innenseitig mehrere einzelnen Zähnen zugeordnete Segmente aufnimmt, an denen jeweils ein kieferorthopädisches Bauteil befestigt ist. Die jeweils an einem zugeordneten Zahn zu befestigenden Bauteile werden an dem jeweiligen Segment lösbar gehalten, sodass nach dem Ankleben der Bauteile an den Zähnen die Übertragungsmatrix mit den hierin gebildeten Segmenten abgenommen und von den kieferorthopädischen Bauteilen, die an den Zähnen
verbleiben, getrennt werden kann. Die lösbare Befestigung der Übertragungsbauteile erfolgt an den in der Übertragungsmatrix aufgenommenen Segmenten im Bereich der dem zugeordneten Zahn zugewandten Oberfläche des jeweiligen Segmentes. Zur Befestigung der Bauteile an dem jeweiligen Segment ist ein Schnappverschluss gebildet.
Weiterhin ist aus dem Dokument US 5,551,096 ein Übertragungssystem für Brackets bekannt, bei dem in einer Übertragungsmatrix mehrere Aufnahmetaschen gebildet sind, in denen jeweils ein Brackethalter aufgenommen ist. Nach dem Anordnen der Brackethalter mit hieran gehaltenem Bracket auf den Zähnen des Patienten wird die Übertragungsmatrix hiervon gelöst, und die Brackethalter mit dem jeweiligen Bracket verbleiben auf den zugeordneten Zähnen.
Im Dokument US 3,738,005 wird eine Übertragungsvorrichtung zum Übertragen von Brackets von dem Modell einer Zahnreihe auf die Zähne des Patienten genutzt, bei der die Brackets an einer Transfermatrix haften, die nach dem Befestigen der Brackets auf den Zähnen des Patienten abgenommen wird.
Zusammenfassung der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes System zu Positionieren orthodontischer Bauteile, insbesondere orthodontischer Brackets, anzugeben, welches dem Nutzer einerseits eine exakte Positionierung der Bauteile auf den Zähnen des Patienten ermöglicht und andererseits eine möglichst große Flexibilität hinsichtlich unterschiedlicher Situationen der kieferorthopädischen Behandlung zur Verfügung stellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein System zum Positionieren orthodontischer Bauteile, insbesondere orthodontischer Brackets, nach dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen.
Die Erfindung umfasst den Gedanken eines Systems zum Positionieren orthodontischer Bauteile, insbesondere orthodontischer Brackets, mit einer Basisstruktur aus elastischem
Material, mindestens einer Zahnaufsetzkappe, die mittels einer Kopplungseinrichtung lösbar an der Basisstruktur angeordnet ist und auf der Unterseite eine einem Zahn zugeordnete Aufnahme zum formschlüssigen Aufsetzen auf den Zahn aufweist, und mindestens einem Bauteilhalter, der an der mindestens einen Zahnaufsetzkappe gebildet und konfiguriert ist, beim Aufsetzen der mindestens einen Zahnaufsetzkappe ein Bauteil an dem zugeordneten Zahn zumindest teilweise außerhalb der Aufnahme zu positionieren.
Das System ermöglicht es dem Benutzer, zum Beispiel einem behandelnden Zahnarzt oder Kieferorthopäden, sowohl ein oder mehrere orthodontische Bauteile, insbesondere Brackets, an den zugeordneten Zähnen des Patienten, nämlich auf der Zahnoberfläche, exakt zu positionieren als auch die Basisstruktur aus elastischem Material situations- und behandlungsabhängig mit Zahnaufsetzkappen je nach Bedarf zu bestücken. Die Zahnaufsetzkappen sind an der Basisstruktur mit Hilfe der jeweiligen Kopplungseinrichtung lösbar befestigt. Auf diese Weise ist ein gezieltes Bestücken eines oder mehrerer Zähne des Patienten mit einem zugeordneten Bauteil ermöglicht. Das formschlüssige Aufsetzten einer oder mehrerer Zahnaufsetzkappen auf einen oder mehrere Zähne des Patienten gewährleistet eine exakte Positionierung eines oder mehrerer zugeordneter Bauteile, die an einem jeweiligen Bauteilhalter angeordnet sind. Das formschlüssige Aufsetzen ist erreicht, indem in der Aufnahme der Zahnaufsetzkappe ein Negativabdruck eines Abschnitts der Oberfläche des zugeordneten Zahnes gebildet ist. Die Ausbildung der zahnanatomisch geformten Aufnahme erfolgt in üblicher Weise, zum Beispiel anhand eines Zahnmodells des Patienten. Das formschlüssige Aufsetzten auf den zugeordneten Zahn wird bei dem geschaffenen System nicht durch fremde Elemente gestört, da der Bauteilhalter das Bauteil außerhalb der Aufnahme hält. Im Gegensatz dazu begrenzen im Stand der Technik Brackethalter und / oder Bracket selbst das formschlüssige Aufsetzen im Bereich der Aufnahme der Zahnaufsetzkappe. Derart störende Einflüsse sind bei dem hier vorgeschlagenen System zum Positionieren orthodontischer Brackets vermieden.
Das System kann für eine Nutzung am Unter- oder am Oberkiefer konfiguriert sein. Der Bauteilhalter ist konfiguriert, das Bauteil ganz oder teilweise außerhalb der Aufnahme zu positionieren.
Die eine oder die mehreren Zahnaufsetzkappen können jeweils einem oder mehreren Zähnen zugeordnet sein. So kann eine Zahnaufsetzkappe auch für mehrere Zähne gemeinsam gebildet sein. In diesem Zusammenhang kann in einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass an der für mehrere Zähne gemeinsam gebildeten Zahnaufsetzkappe ein jeweiliger Bauteilhalter für die Zähne angeordnet ist, der konfiguriert ist, das jeweilige Bauteil auf der Innen- und / oder der Außenseite der Zahnreihe anzuordnen.
Bevorzug ist die Basisstruktur aus einem elastischen Material, insbesondere einem Kunststoff- oder einem Silikonmaterial. Das elastische Material wird beispielsweise im Rahmen der Fertigung als Gießmasse zur Verfügung gestellt.
Es können beliebige Ausführungen von Bauteilen, insbesondere Brackets, zum Einsatz kommen. Zum Beispiel kann das Bauteil aus einem Keramik-, einem Kunststoff- oder einem Metallmaterial bestehen. Auch kann das Bauteil je nach Ausführungsform beliebige Bauformen aufweisen. Orthdontische Bauteile umfassen insbesondere auch Bauformen, bei denen sogenannte Röhrchen- oder Knopf-Attachments an dem Baiteiladapter aufgenommen sind und auf der Zahnoberfläche aufliegen, sei es außen oder innen an der Zahnreihe, wobei es sich um einen Zahn im Ober- oder Unterkiefer handeln kann. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Kopplungseinrichtung mit einem Kopplungsbauteil an der mindestens einen Zahnaufsetzkappe und einem zugeordneten Kopplungsbauteil an der Basisstruktur gebildet ist, wobei das Kopplungsbauteil und das zugeordnete Kopplungsbauteil lösbar koppeln. Das Kopplungsbauteil an der mindestens einen Zahnaufsetzkappe und / oder das zugeordnete Kopplungsbauteil an der Basisstruktur können als zylindrisches Bauteil ausgeführt sein. In dieser oder anderen Ausführungen verfügt das Kopplungsbauteil zum Beispiel über einen Sockelabschnitt und einen hierauf gebildeten Kopplungsabschnitt, in welchem die Kopplung mit dem zugeordneten Kopplungsbauteil an der Basisstruktur hergestellt wird. Es kann vorgesehen sein, dass das zugeordnete Kopplungsbauteil in die Basisstruktur eingesetzt ist, beispielsweise lösbar. Aber auch eine einteilige Ausführung des zugeordneten Kopplungsbauteils mit der Basisstruktur kann vorgesehen sein. In einer mit wenig Aufwand realisierbaren Ausführungsform ist an der Basisstruktur eine Vertiefung gebildet, in welche das Kopplungsbauteil der mindestens einen
Zahnaufsetzkappe zum Ausbilden der Kopplung eingreift. Hierdurch kann in einer Fortbildung eine Art Schnappkupplung gebildet sein. Zum Beispiel schnappt ein Abschnitt des zugeordneten Kopplungsbauteils an der mindestens einen Zahnaufsetzkappe, zum Beispiel ein Kugelkopf, in eine Vertiefung in dem elastischen Material der Basisstruktur ein.
Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Bauteilhalter an dem Kopplungsbauteil angeordnet ist. Der Bauteilhalter kann einteilig mit dem Kopplungsbauteil gebildet sein. In einer anderen Ausfuhrungsform ist der Bauteilhalter in einer Halteraufnahme an dem Kopplungsbauteil angeordnet. Beispielsweise ist ein flacher Abschnitt des Bauteilhalters in eine schlitzförmige Aufnahme an dem Kopplungsbauteil eingeführt. Die Befestigung des Bauteilhalters an dem Kopplungsbauteil kann in lösbarer Form ausgeführt sein. Bei der Ausführungsform des Kopplungsbauteils mit einem Sockelabschnitt kann vorgesehen sein, dass die Halteraufnahme für den Bauteilhalter sich im Sockelabschnitt befindet.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Kopplungsbauteil in die mindestens eine Zahnaufsetzkappe und / oder das zugeordnete Kopplungsbauteil in die Basisstruktur wenigstens teilweise eingelassen sind. Zum Beispiel ist das Kopplungsbauteil mit dem Sockelabschnitt in die zugeordnete Zahnaufsetzkappe eingelassen, bevorzugt in der Weise, dass eine Oberseite des Sockelabschnitts im Wesentlichen fluchtend mit einer äußeren Oberfläche der Zahnaufsetzkappe gebildet ist.
Bevorzugt sieht eine Fortbildung der Erfindung vor, dass das Kopplungsbauteil eine Kopplungsstruktur aufweist, die weiterhin konfiguriert ist, in einer gelösten Stellung, in welcher die mindestens eine Zahnaufsetzkappe von der Basisstruktur gelöst ist, an ein Positionierhilfsmittels zu koppeln. Die Kopplungsstruktur an dem Kopplungsbauteil, welches seinerseits an der Zahnaufsetzkappe gebildet ist, dient bei dieser Ausführungsform einerseits zum Ausbilden der Kopplungseinrichtung, indem die Kopplungsstruktur mit dem zugeordneten Kopplungsbauteil an der Basisstruktur zusammenwirkt. Andererseits ist die Kopplungsstruktur konfiguriert, in der gelösten Stellung, in welcher also die mindestens eine Zahnaufsetzkappe von der Basisstruktur gelöst ist, an ein Positionierhilfsmittel zu koppeln, beispielsweise einen Handpositionierstift, der es dem Benutzer ermöglicht, die
Zahnaufsetzkappe auf dem Zahn zu positionieren. Beispielsweise greift hierbei eine Spitze des Handpositioniermittels in die Kopplungsstruktur ein, bevorzugt formschlüssig. Die Spitze des Handpositioniermittels kann zum Beispiel mit einem Kugelkopf gebildet sein, welcher in eine als Kugelaufnahme gebildete Kopplungsstruktur an dem Kopplungsbauteil eingreift. In diesem Zusammenhang oder bei anderen Ausführungen, bei denen zum Beispiel der Kugelkopf an dem Kopplungsbauteil und eine zugeordnete Aufnahme an dem Handpositioniermittel gebildet sind, kann eine Schnappverbindung vorgesehen sein, bei der der Kugelkopf lösbar in die Kopplungsstruktur einschnappt, wenn das Handpositioniermittel von dem Benutzer zum Verschieben der Zahnaufsetzkappe auf dem zugeordneten Zahn benutzt wird.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kopplungseinrichtung in einer gekoppelten Stellung, in welcher die mindestens eine Zahnaufsetzkappe an die Basisstruktur gekoppelt ist, im Wesentlichen vollständig von der Basisstruktur und der mindestens einen Zahnaufsetzkappe umschlossen ist. Dieses bedeutet in einer Ausgestaltung, dass die Kopplungseinrichtung von Außen im Wesentlichen nicht sichtbar ist.
Eine Weiterbildung der Erfindung kann vorsehen, dass die Kopplungseinrichtung mit einer Schnappkupplung gebildet ist.
Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der mindestens eine Bauteilhalter einen an der mindestens einen Zahnaufsetzkappe gelagerten Haltearm und ein hieran gebildeten Bauteiladapter aufweist, an dem das Bauteil lösbar gehalten wird. Alternativ kann eine nicht lösbare Befestigung vorgesehen sein. Der Haltearm ist beispielsweise als eine Art Bügel ausgeführt, insbesondere ein Draht- oder ein Blechbügel, an dessen distalem Ende der Bauteiladapter angeordnet ist.
Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Bauteilhalter lösbar an der mindestens einen Zahnaufsetzkappe angeordnet ist. Beispielsweise erfolgt die lösbare Befestigung des Bauteilhalters an der zugeordneten Zahnaufsetzkappe mit Hilfe einer Steckverbindung. Hierbei kann vorgesehen sein, dass ein
oberer Abschnitt des Bauteilhalters in eine zugeordnete Aufnahmetasche an der Zahnaufsetzkappe eingesteckt oder durch einen Durchbruch hindurch gesteckt wird. Die Aufnahmetasche / der Durchbruch ist zum Beispiel im Sockelabschnitt des Kopplungsbauteils hergestellt. In einer anderen Ausführungsform ist der Bauteilhalter lösbar an einem seitlich abstehenden Montagebauteil angeordnet, zum Beispiel mittels Aufstecken auf das seitlich abstehende Montagebauteil. Letzteres kann in einer Ausführungsform an dem Kopplungsbauteil gebildet sein, beispielsweise mittels einstückiger Ausführung mit dem Kopplungsbauteil. Das seitlich abstehende Montagebauteil kann hierbei in einer Ausgestaltung am Sockelabschnitt des Kopplungsbauteils gebildet sein. Auch kann in einer Ausführungsform das seitlich abstehende Montagebauteil getrennt von der Kopplungseinrichtung an der Zahnaufsetzkappe gebildet sein.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Basisstruktur in Basisteilstrukturen teilbar ist, an die jeweils ein oder mehrere Zahnaufsetzkappen mit Bauteilhalter lösbar koppeln. Das Teilen der Basisstruktur ist beispielsweise mittels Zerschneiden des elastischen Materials der Basisstruktur möglich. Auf diese Weise entstehen getrennte Teilsysteme, die über einen Abschnitt der Basisstruktur aus elastischem Material, ein oder mehrere hieran lösbar befestigte Zahnaufsetzkappen und ein oder mehrere zugeordnete Brackethalter verfügen. Insbesondere ist ein Teilsystem mit genau einer Zahnaufsetzkappe ausbildbar, sodass das Positionieren eines zugeordneten Bauteils für genau einen Zahn ermöglicht ist.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Kopplungsbauteil mit dem Bauteilhalter einstückig ausgeführt ist. Hierbei kann vorgesehen sein, auch die Zahnaufsetzkappe in das einstückige System einzubeziehen. Eine Herstellung erfolgt in diesem Fall beispielsweise mittels Ausfräsen des einstückigen Systems, sei es unter Einbeziehung des Kopplungsbauteils oder ohne dieses, aus einem Materialblock.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung
Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf Figuren einer Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Systems mit einer im Wesentlichen hufeisenförmigen Basisstruktur aus elastischem Material und hieran gebildeten Zahnaufsetzkappen und Bauteilhaltern von unten,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Zahnes mit aufgesetzter Zahnaufsetzkappe und hieran gebildetem Bauteilhalter im Querschnitt,
Fig. 3 ein Kopplungsbauteil für eine Zahnaufsetzkappe von vorn,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Kopplungsbauteils aus Fig. 3,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Positionierhilfsmittels,
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines weiteren Kopplungsbauteil für eine Zahnaufsetzkappe,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung eines weiteren Positionierhilfsmittels für das weitere Kopplungsbauteil aus Fig. 6,
Fig. 8 Darstellungen eines zugeordneten Kopplungsbauteils für das weitere
Kopplungsbauteil aus Fig. 6,
Fig. 9 eine Anordnung mit dem weiteren Kopplungsbauteil aus Fig. 6 sowie dem zugeordneten Kopplungsbauteil aus Fig. 8,
Fig. 10 eine andere Ausführungsform eines zugeordneten Kopplungsbauteils,
Fig. 11 eine Anordnung mit dem weiteren Kopplungsbauteil aus Fig. 6 sowie der anderen
Ausführungsform des zugeordneten Kopplungsbauteils aus Fig. 10,
Fig. 12 Darstellungen eines als Bracketadapter ausgeführten Bauteilhalters,
Fig. 13 Darstellungen eines weiteren als Bracketadapter ausgeführten Bauteilhalters, Fig. 14 Darstellungen eines anderen als Bracketadapter ausgeführten Bauteilhalters und Fig. 15 Darstellungen einer weiteren Ausführungsform für einen als Bracketadapter ausgeführten Bauteilhalter.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Systems zum Positionieren orthodontischer Brackets mit einer im Wesentlichen hufeisenförmig ausgeführten Basisstruktur 1 aus elastischem Material, an welcher mehrere Zahnaufsetzkappen 2 lösbar angeordnet sind. An den Zahnaufsetzkappen 2 ist ein jeweiliger, in der dargestellten Ausführungsform als Brackethalter ausgeführter Bauteilhalter 3 befestigt, bei dem an einem Haltebügel 4, nämlich an dessen distalem Ende, ein als in der gezeigten Ausführungsform Bracketadapter ausgeführter Bauteiladapter 5 angeordnet ist, welches dazu dient, ein Bauteil in Form eines
Brackets (nicht dargestellt) zu halten, welches am zugeordneten Zahn des Patienten auf der Zahnoberfläche anliegt. Das System zum Positionieren orthodontischer Brackets in Fig. 1 ermöglicht es, einzelne Teilsysteme herzustellen, indem die Basisstruktur 1 aus elastischem Material durchgetrennt wird, zum Beispiel entlang der in Fig. 1 mittels gestrichelter Linien dargestellten Trennlinien 6.
Das System zum Positionieren orthodontischer Bauteile, insbesondere Brackets, wird beispielsweise hergestellt, indem die Zahnaufsetzkappen 2 mit einem Negativabdruck eines zugeordneten Zahnes des Patienten an einem Modell hergestellt werden, beispielsweise aus einem festen Kunststoffmaterial. Auf das Zahnreihenmodell des Patienten wird dann die Basisstruktur 1 mit den hieran lösbar befestigten Zahnaufsetzkappen 2 aufgesetzt. Die Brackethalter 3, die beispielsweise aus einem starren Material wie einem Metall- oder einem Drahtmaterial sind, ermöglichen es, das jeweils aufgenommene Bracket an dem zugeordneten Zahn des Modells auf der Zahnoberfläche in gewünschter Art und Weise zu positionieren, indem der Brackethalter 3 entsprechend gebogen wird. Das so hergestellte System kann dann von dem Zahnreihenmodell abgenommen und in üblicher Art und Weise auf die Zähne des Patienten aufgesetzt werden. Das Bestehen der Basisstruktur 1 aus elastischem Material erleichtert hierbei sowohl das Lösen des Systems vom Modell als auch das sachgerechte Aufsetzten auf die Zähne des Patienten. Die lösbare Befestigung der Zahnaufsetzkappen auf der Unterseite der Basisstruktur 1 erlaubt es dem Benutzer, das System individuell für unterschiedliche Therapie- und Behandlungssituationen anzupassen, indem alle oder nur bestimmte Plätze der Zahnreihe mit einer zugeordneten Zahnaufsetzkappe 2 und hieran gebildetem Brackethalter 3 bestückt werden. Fig. 2 zeigt für einen Zahn 20 im Querschnitt den Zustand mit aufgesetzter Zahnaufsetzkappe 2. Auf der Unterseite weist die Zahnaufsetzkappe 2 eine Aufnahme 21 auf, die formschlüssig auf einen oberen Bereicht 22 des Zahnes 20 aufsetzt. Die Aufsetzkappe 2 ist über eine Kopplungseinrichtung 23 an die Basisstruktur 1 gekoppelt, welche über ein Kopplungsbauteil 24 an der Zahnaufsetzkappe 2 sowie ein zugeordnetes Kopplungsbauteil 25 an der Basisstruktur 1 verfügt. Ein Kugelkopf 26 an dem zugeordneten Kopplungsbauteil 25 lagert in einer Kugelaufnahme 27 an dem Kopplungsbauteil 24. In der dargestellten Ausführungsform ist der Kugelkopf 26 aus elastischem Material, sodass er formschlüssig in
die Kugelaufnahme 27 einschnappt, die bevorzugt ebenfalls aus einem elastischen Material ist, insbesondere einem zähelastischen Material. Es ist hierdurch eine lösbare Verbindung hergestellt. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist das Kopplungsbauteil 24 an der Zahnaufsetzkappe 2 mit einem Sockelabschnitt 28 sowie einem hierauf gebildeten Kopplungsabschnitt 29 ausgeführt, in welchem die Kugelaufnahme 27 angeordnet ist. An dem Sockelabschnitt 28 ist der Brackethalter 3 befestigt, welcher in der dargestellten Ausführungsform den Haltearm 4 aufweist, an dessen distalem Ende das Bracketadapter 5 gebildet ist, welches ein Bracket 30 seitlich des Zahnes 20 auf der Zahnoberfläche und außerhalb der Aufnahme 21 hält, wobei das Bracket 30 bei der dargestellten Ausführungsform vollständig außerhalb der Aufnahme 21 angeordnet ist. In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Bracket 30 und / oder der Haltearm 4 und / oder der Bracketadapter 5 zumindest teilweise in das Material der Aufsetzkappe 2 eingelassen sind.
Aus Fig. 2 ergibst sich weiterhin, dass ein Randüberstand 31 am zugeordneten Kopplungsbauteil 25 auf einer oberen Randfläche 32 des Kopplungsabschnittes 29 aufliegt. Bei der dargestellten Ausführungsform liegen zugeordnete Flächen aufeinander. Hierdurch ist die mechanische Stabilität der relativen Lage von Kopplungsbauteil 24 und zugeordnetem Kopplungsbauteil 25 zueinander stabilisiert. Insbesondere ist ein Verkippen verhindert.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Kopplungsbauteils 40, vergleichbar dem Kopplungsbauteil 24 in Fig. 2, bei dem an einem Sockelabschnitt 41 ein Halteabschnitt 42 mit einem Durchbruch 43 (vgl. Fig. 4) gebildet ist. Der Halteabschnitt 42 ermöglicht es dem Benutzer zum Beispiel, die zugehörige Zahnaufsetzkappe 2 mit dem hieran angeordneten Kopplungsbauteil vom Zahn zu entfernen. Beispielweise kann der Benutzer hierbei mit einer Zange an dem Halteabschnitt 42 ansetzen. Fig. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung des Haltebauteils 40. Auf dem Sockelabschnitt 41 ist ein Kopplungsabschnitt 44 gebildet, welcher beim Ausbilden der Kopplungseinrichtung zur Aufnahme eines zugeordneten Kopplungselementes (nicht dargestellt) dient.
Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Positioniermittels 50, welches am vorderen Ende einen Kugelkopf 51 aufweist. Weiterhin ist eine geschlitzte Aufnahme 52 gebildet, so dass das Positionierhilfsmittel 50 auf einen Träger aufgesteckt werden kann. Das Positioniermittel 50 kann genutzt werden, um Zahnaufsatzkappen 3 am Zahn zu positionieren, wenn die Basisstruktur 1 entfernt ist. Der Kugelkopf 51 des Positioniermittels 50 greift dann in die Kugelaufnahme am Kopplungsbauteil lösbar ein und ermöglicht es dem Benutzer, die Zahnaufsetzkappe und somit das Bracket relative zum Zahn 20 zu verlagern.
In einer anderen Ausführungsform (nicht dargestellt) kann die Ankopplung des Kugelkopfes des Positioniermittels 50 an einer Ausgestaltung des Kopplungsbauteils dadurch erfolgen, dass an dem Kopplungsbauteil an einer Außenfläche mehrere Kugelkopplungselemente angeordnet sind, die derart beabstandet sind, dass der Kugelkopf 51 in einen Zwischenraum einschnappt und so lösbar mit dem Kopplungsbauteil verbunden wird. Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung eines weiteren Kopplungsbauteils 60, bei dem an einem Sockelabschnitt 61 ein Halteabschnitt 62 mit einem Durchbruch 63 gebildet ist. Der Halteabschnitt 62 ermöglicht es dem Benutzer zum Beispiel, die zugehörige Zahnaufsetzkappe 2 mit dem hieran angeordneten Kopplungsbauteil vom Zahn zu nehmen. Beispielsweise kann der Benutzer hierbei mit einer Zange oder Sonde an dem Halteabschnitt 62 ansetzen. Auf dem Sockelabschnitt 61 ist ein Kopplungsabschnitt 64 als Kugelkopf gebildet, welcher beim Ausbilden der Kopplungseinrichtung zur Aufnahme eines zugeordneten Kopplungselementes (vgl. Fig. 8 bis 11 unten) dient.
Fig. 7 zeigt Darstellungen eines weiteren Positionierhilfsmittels 70, welches am vorderen Ende eine Aufnahme 71 aufweist. Das weitere Positionierhilfsmittel 70 kann genutzt werden, um Zahnaufsatzkappen am Zahn zu positionieren, wenn die Basisstruktur entfernt ist. Die Aufnahme 71 greift dann über den Kopplungsabschnitt 64 am weiteren Kopplungsbauteil 60. Das Positionierhilfmittel 50 wie auch das weitere Positionierhilfsmittel 70 können mit einem Gelenk (nicht dargestellt) versehen sein, welches die Verschwenkbarkeit von vorderem und hinterem Teil der Positionierhilfe ermöglicht.
Fig. 8 zeigt Darstellungen eines zugeordneten Kopplungsbauteils 80, welches eine elastische Kugelkopfaufnahme 81 aufweist, die von mehreren Säulenabschnitten 82 umgeben ist. Fig. 9 zeigt Darstellungen einer Anordnung, bei der das zugeordnete Kopplungsbauteil 80 aus Fig. 8 auf dem weiteren Kopplungsbauteil 60 aus Fig. 6 lösbar angeordnet ist.
Fig. 10 zeigt Darstellungen eines weiteren zugeordneten Kopplungsbauteils 90, bei dem im Unterschied zu der Ausführungsform nach Fig. 8 die eine Kugelkopfaufnahme 91 umgebenden Säulenabschnitte 92 eine gleiche Länge aufweisen. Fig. 11 zeigt eine Anordnung, bei der das weitere zugeordnete Kopplungsbauteil 90 aus Fig. 10 auf dem weiteren Kopplungsbauteil 60 aus Fig. 6 angeordnet ist.
Die Fig. 12 und 13 zeigen jeweils Darstellungen für ein Bracketadapter 100, 110. Die Bracketadapter 100, 110 verfügen jeweils über eine Aufnahmetasche 101, 111, in welcher beim Befestigen des jeweiligen Bracketadapters 100, 110 an dem Haltearm 4 (vgl. Fig. 2) dieser eingesteckt wird, wodurch eine Reibpassung hergestellt ist. Auch andere Ausgestaltungen für die Kopplung zwischen Haltearm 4 und Bracketadapter können vorgesehen sein.
Die Fig. 14 und 15 zeigen Darstellungen für weitere Bracketadapter 120, 130. Die Bracketadapter 120, 130 verfügen jeweils über eine Aufnahmetasche 121, 131, in welcher beim Befestigen des jeweiligen Bracketadapters 120, 130 an dem Haltearm 4 (vgl. Fig. 2) dieser eingesteckt wird, wodurch eine Reibpassung hergestellt ist. Des Weiteren verfügen die Bracketadapter 120, 130 jeweils über eine Bracketaufnahme 122, 132. Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungen von Bedeutung sein.