Bezeichnung : Sortierelement für eine Sortiervorrichtung Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Sortierelement für eine Sortiervorrichtung.
Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Sortiervorrichtungen zum Trennen von verschiedenartig dimensionierten Gütern bekannt. So ist aus der EP 1 570 919 A1 eine Sortiervorrichtung zum Sortieren von im Wesentlichen festen Gütern bekannt. Bei einer speziellen Ausführung dieser Sortiervorrichtung wird über ein Zuführband zu
trennendes Gut in einem bestimmten Winkel auf mehrere mit gleicher Drehrichtung angetriebene Spiralwalzen aufgegeben. Das Gut wird durch den Rollenbahneffekt in Längsrichtung und gleichzeitig durch die Spiralwendel seitwärts gefördert. Hierbei fallen alle Teile, die kleiner sind als die konstruktiv vorgegebenen Zwischenräume, zwischen den Spiralwendeln hindurch. Lange, dünne Teile werden in Drehrichtung und dicke, kubische Teile über die freiauslaufenden Wellenenden ausgetragen. Das sogenannte durch die Zwischenräume gefallene Feinkorn kann, wie auch die beiden
Grobmaterialien, direkt mit geeigneten Förderbändern unterhalb der Spiralwalzen abtransportiert werden.
Nachteilig an der zuvor genannten Sortiervorrichtung ist, dass diese ein schlechtes Transportverhalten bei leichten Gütern aufweist. DE 20 2012 005 012 U1 offenbart einen Siebstern, der eine Vielzahl von Fingern aufweist. Die Finger sind auf einem Träger des Siebsterns entlang einer Kreislinie angeordnet. DE 297 19 874 U1 offenbart ein Sternrad, der zwei Gruppen von Fingern aufweist. Dabei sind Finger einer ersten Gruppe in Umfangsrichtung versetzt zu Fingern einer zweiten Gruppe angeordnet. EP 2 223 587 A1 und GB 2 267 235A offenbaren jeweils eine Schraubenwalze.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Sortierelement bereitzustellen, das bei einem Einsatz in einer Sortiervorrichtung einen besseren Transport und/oder eine bessere Sortierung von leichten Gütern ermöglicht. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine
Schraubenwalze und eine entsprechende Sortiervorrichtung mit einem Sortierelement bereit zu stellen.
Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 , 15 und 20 gelöst.
Erfindungsgemäß weist das Sortierelement einen Träger auf, von dem eine Vielzahl von Finger abstehen. Die Finger können in radialer Richtung abstehen. Die Finger sind auf dem Träger entlang einer ersten Schraubenlinie angeordnet. Die erste Schraubenlinie kann um eine Trägerachse, insbesondere eine Mittelachse des Trägers verlaufen. Der Träger kann im Querschnitt kreisförmig ausgebildet sein. Insbesondere können das dem Träger zugewandte und/oder abgewandte Ende der Finger entlang der ersten Schraubenlinie angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich können die Schwerpunkte der Finger entlang der ersten Schraubenlinie angeordnet sein.
Der Vorteil des zuvor genannten Sortierelements besteht darin, dass bei einem Einsatz von diesem in einer Sortiervorrichtung der Transport und die Sortierung von leichten Gütern einfach möglich ist. Dies wird durch den Aufbau des Sortierelements,
insbesondere die Anordnung der Finger auf dem Träger entlang der ersten
Schraubenlinie, ermöglicht. Durch die Finger wird der Transport von langen Teilen in Drehrichtung der Schraubenwalze sichergestellt. Ferner wird aufgrund der Anordnung der Finger auch sichergestellt, dass dicke, kubische Teile über die freiauslaufenden Schraubenwalzenenden ausgetragen werden.
Ein weiterer Vorteil des Sortierelements besteht darin, dass aufgrund der zuvor genannten Anordnung der Finger im Gegensatz zu Sternsieben oder Scheibensieben die Flanken der Finger nicht parallel zueinander stehen. Bei Sternsieben und
Scheibensieben kann das Problem auftreten, dass bei einem Sortieren von klebrigem Gut dieses an den Sternsieben oder Scheibensieben kleben bleibt und im Ergebnis Scheiben entstehen. Die Scheiben können aneinander reiben und die Sortiervorrichtung
schließlich zum Stillstand bringen. Durch das Anordnen der Finger auf dem Träger entlang der ersten Schraubenlinie kann dieses Problem nicht auftreten, da
Querbewegungen in einer Trägerachsrichtung auftreten, die eine selbstreinigende Wirkung besitzen.
In einer bevorzugten Ausführung können benachbarte Finger durch eine Aussparung voneinander getrennt sein. Die Finger können aus einem elastischen Material ausgebildet sein. Im Sinne der Erfindung wird als ein elastisches Material ein derart ausgebildetes Material verstanden, dass sicherstellt, dass der Finger beim
Beaufschlagen durch das zu sortierende Gut nachgibt oder verformt wird und nach dem Beaufschlagen in die ursprüngliche Position zurückkehrt. Der Träger und/oder die Finger können aus Gummi, Kunststoff, wie beispielsweise Polyurethan, Metall oder einem anderen elastischen Material gebildet sein. So können die Finger aus Federstahl gebildet sein.
Ferner können die Finger sichelförmig ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann eine Krümmungsrichtung der Finger entgegengesetzt zu einer Drehrichtung des Sortierelements gerichtet sein. Durch die zuvor beschriebene Ausbildung der Finger kann ein gutes Sortierergebnis sichergestellt werden. Ferner kann ein
Übergangsbereich zwischen den Fingern und dem Träger abgerundet sein. Das
Sortierelement kann so gestaltet sein, dass genau eine Umdrehung der Finger gegeben ist. Dies ist vorteilhaft zur Entformung bei Gieß- und Spritzteilen.
Das Sortierelement kann derart ausgebildet sein, dass dieses Finger aufweist, die entlang einer zweiten Schraubenlinie angeordnet sind. Die zweite Schraubenlinie kann um die Mittelachse des Trägers verlaufen und kann, insbesondere in Längsrichtung des Trägers, versetzt zu der ersten Schraubenlinie angeordnet sein.
Der Träger kann ein Loch zum Koppeln mit einer Welle einer Schraubenwalze aufweisen. Das Loch kann im Querschnitt als ein Mehrkant ausgebildet sein. Alternativ kann das Loch im Querschnitt polygonförmig ausgebildet sein. Damit lässt sich auf einfache Weise eine formschlüssige Verbindung des Sortierelements mit der Welle der
Schraubenwalze realisieren. Insbesondere lässt sich durch eine derartige Ausbildung des Lochs auf einfache Weise sicherstellen, dass keine Relativdrehung zwischen dem Sortierelement und der Welle möglich ist. In dem Loch des Trägers kann ein Einlegeteil angeordnet sein, das wenigstens einen Teil der Welle der Schraubenwalze aufnimmt. Das Einlegeteil kann aus einem steiferen Material bestehen als das Sortierelement, insbesondere der Träger. Das Einlegeteil bietet den Vorteil, dass dieses eine exakte Ausrichtung der Sortierelemente auf der Welle der Schraubenwalze ermöglicht, um beispielsweise ein Aneinanderschlagen von Fingern von Sortierelemente, die auf benachbarten Schraubenwalzen angeordnet sind, zu verhindern. Diese wäre ohne das Einlegeteil dann nicht möglich, wenn der Träger aus einem elastischen Material besteht.
Das Einlegeteil kann ein Stab sein, der in das Loch des Trägers eingebracht wird.
Alternativ kann das Einlegeteil wenigstens zwei Platten aufweisen, die miteinander verbunden sind. Die Platten können wenigstens im Wesentlichen senkrecht zueinander stehen. Die genaue Ausbildung der beiden Platten zueinander hängt von der Kontur des Lochs ab. So stehen die beiden Platten im Wesentlichen senkrecht zueinander, wenn die Aussparung ein Vierkant ist. Dies bedeutet, dass ein Winkel zwischen den beiden Platten von einem Innenwinkel abhängt, der durch zwei benachbarte Kanten des Lochs gebildet wird. Das Ausbilden des Einlegeteils durch zwei Platten bietet den Vorteil, dass dieses einfach und sicher in das Loch eingebracht werden kann.
Ferner können in dem Einlegeteil Aussparungen vorgesehen sein, durch die das elastische Material des Trägers dringen kann, wenn das Einlegeteil in die Aussparung des Trägers eingesetzt ist. Dadurch lässt sich auf einfache Weise eine Fixierung des Einlegeteils innerhalb des Lochs erreichen. Ferner können die Platten derart
miteinander verbunden sein, dass diese in axialer Richtung versetzt zueinander angeordnet sind. Zudem können die beiden Platten an dem von der Verbindung entfernten Ende eine Umbiegung besitzen. Die Umbiegung dringt beim eingebauten Zustand des Einlegeteils in das Loch in den Träger ein, wodurch eine zusätzliche Fixierung des Einlegeteils in dem Träger erreicht wird.
In einer bevorzugten Ausführung kann von einer ersten Stirnseite des Trägers ein sich in Trägerachsrichtung erstreckender erster Vorsprung vorstehen. Alternativ oder zusätzlich kann von einer zweiten Stirnseite des, insbesondere gleichen, Trägers ein sich in Trägerachsrichtung erstreckender zweiter Vorsprung vorstehen. Durch das Vorsehen des ersten und/oder zweiten Vorsprungs wird ein einfacher Zusammenbau der Sortierelemente auf der Welle der Schraubenwalze ermöglicht. Der erste und zweite Vorsprung können bezogen auf eine Mittelebene des Trägers an unterschiedlichen Seiten des Trägers angeordnet sein. Als Mittelebene wird im Sinne der Erfindung eine Ebene verstanden, die die Trägerachse enthält. Der erste und/oder zweite Vorsprung kann derart ausgebildet und/oder positioniert sein, dass Wickler wenig Möglichkeit haben, in die Trennstelle gezogen zu werden.
Ferner kann der erste und/oder zweite Vorsprung wenigstens eine, insbesondere zwei, Anlagefläche aufweisen. Dabei kann beim Zusammenbau von zwei Sortierelementen einer von dem ersten und zweiten Vorsprung des ersten Sortierelements über eine erste Anlagefläche mit einer ersten Anlagefläche von dem anderen von dem ersten und zweiten Vorsprung eines benachbarten zweiten Sortierelements in Kontakt gebracht werden. Der erste und/oder zweite Vorsprung des ersten Sortierelements kann eine zweite Anlagefläche aufweisen. Diese kann mit dem Grundkörper eines benachbarten Sortierelements in Kontakt gebracht werden. Die zweite Anlagefläche kann wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der ersten Anlagefläche angeordnet sein.
Der Vorsprung kann beliebig geformt sein solange sichergestellt ist, dass die
Vorsprungausbildung eine drehfeste Verbindung zwischen in
Schraubenwalzachsrichtung benachbarten Sortierelementen ermöglicht.
Bei dem Träger, bei dem nur ein einziger Vorsprung vorgesehen ist, kann es sich um ein Anfangs- oder Endstück der auf der Schraubenwalze angeordneten Sortierelemente handeln. Das Anfangsstück ist einer, beispielsweise in einem Gehäuse angeordneten, Antriebsvorrichtung der Sortiervorrichtung am nähesten und das Endstück am weitesten angeordnet.
In einer bevorzugten Ausführung kann das Sortierelement wenigstens einen Finger aufweisen, der ein verschleißfestes Ende besitzt. Ein derartiger Finger weist den Vorteil auf, dass dieser zur Reinigung einer benachbarten Schraubenwalze dienen kann.
Ferner kann das Sortierelement einen Finger aufweisen, der länger ausgebildet ist als wenigstens ein anderer, insbesondere alle anderen Finger. Auch dadurch kann auf einfache Weise eine Reinigung der Schraubenwalze sichergestellt werden.
Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung kann eine Schraubenwalze für eine Sortiervorrichtung vorgesehen sein, die wenigstens ein Sortierelement aufweist.
Wenigstens zwei Sortierelemente können entlang einer Schraubenwalzachse
hintereinander auf der Welle der Schraubenwalze angeordnet werden. Dieser segmentartige Aufbau der Schraubenwalze bietet den Vorteil, dass diese günstig hergestellt werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Betriebskosten gering sind, da nur die tatsächlich verschlissenen Sortierelemente und somit nicht, wie im Stand der Technik üblich, die gesamte Schraubenwalze ausgetauscht werden muss.
Insbesondere kann bei der Anordnung von wenigstens zwei Sortierelementen auf der Welle der erste Vorsprung des ersten Sortierelements über beispielsweise die erste Anlagefläche in Kontakt mit der ersten Anlagefläche des zweiten Vorsprungs des in Schraubenwalzachsrichtung benachbarten zweiten Sortierelements gelangen. Dadurch wird auf einfache Weise eine Kopplung der Sortierelemente sichergestellt. Ferner können die auf der Schraubenwalze angeordneten Sortierelemente relativ zueinander drehfest gekoppelt sein. Die drehfeste Kopplung kann beispielsweise durch das zuvor genannte in Kontakt bringen des ersten Vorsprungs des ersten Sortierelements mit dem zweiten Vorsprung des zweiten Sortierelements sichergestellt werden.
Die Welle der Schraubenwalze kann mit dem Sortierelement einstückig verbunden sein. Zur Herstellung der einstückigen Verbindung kann die Welle mit dem Träger
verschweißt, vernietet, verklebt, etc. werden. Alternativ kann die Welle der
Schraubenwalze dem Träger des Sortierelements entsprechen. In diesem Fall sind die Finger unmittelbar an der Welle angebracht. Die Finger können mit dem Träger oder
der Welle verschraubt, verschweißt, vernietet, etc. werden. Alternativ können die Finger durch ein Herstellverfahren, wie beispielsweise Fräsen, hergestellt sein.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Sortiervorrichtung vorgesehen, die wenigstens ein oben beschriebenes Sortierelement aufweist und/oder wenigstens eine oben beschriebene Schraubenwalze. Insbesondere kann die Sortiervorrichtung wenigstens zwei Schraubenwalzen aufweisen, die jeweils um eine eigene
Rotationsachse rotieren und denselben Rotationssinn besitzen. Die Schraubenwalze kann ausschließlich einseitig gelagert werden, was den Vorteil bietet, dass ein einfacher Zugang zu der Sortiervorrichtung gegeben ist. Dadurch wird die Sortiervorrichtung auch unempfindlich gegen Wickler und Störstoffe, da diese leicht entfernt werden können.
In der Sortiervorrichtung können wenigstens zwei Schraubenwalzen eine Sortierfläche bilden. Auf der Sortierfläche kann eine Auflegezone für das zu sortierende Gut sein, wobei die Auflegezone quer zu einer Schraubenwalzachse ausgebildet ist und/oder quer zu dieser verläuft. Dies bedeutet, dass das zu sortierende Gut quer zu der
Schraubenwalzachse zugeführt wird. Der Abstand zwischen den Schraubenwalzachsen kann eingestellt werden. Ferner können zwei Schraubenwalzen relativ zueinander verdreht werden.
Die Sortiervorrichtung kann derart ausgebildet sein, dass die Sortierelemente von zwei benachbarten Schraubenwalzen ineinander greifen. Die Finger der Sortierelemente können derart ausgebildet sein und/oder der Abstand zwischen den Schraubenwalzen kann derart gewählt werden, dass ein Finger des Sortierelements einer ersten
Schraubenwalze bis zu einem Träger des Sortierelements einer zweiten
Schraubenwalze reicht.
In einer besonderen Ausführung der Sortiervorrichtung können wenigstens zwei Schraubenwalzen vorgesehen sein, die im Querschnitt ellipsenförmig ausgebildet sind. Eine Hauptachse einer ersten ellipsenförmigen Schraubenwalze kann um einen vorgegebenen Winkel verdreht zu einer Hauptachse einer zur ersten Schraubenwalze benachbarten zweiten ellipsenförmigen Schraubenwalze vorgesehen sein. Der Winkel
kann wenigstens im Wesentlichen 90° betragen und kann durch einen Benutzer der Sortiervorrichtung vorgegeben werden. Es ist klar, dass bei einer ellipsenförmigen Ausbildung der Schraubenwalzen alle benachbarten Schraubenwalzen, insbesondere deren Hauptachsen verdreht zueinander angeordnet sind. Eine elliptische Ausbildung der Schraubenwalze bietet den Vorteil, dass eine Hubbewegung des zu sortierenden Guts erfolgt, wodurch dieses besser transportiert und aufgelockert wird.
Eine ellipsenförmige Schraubenwalze kann dadurch realisiert werden, dass der Träger und/oder die Welle im Querschnitt ellipsenförmig ausgebildet sind. Die Finger können bezogen auf den Träger die gleiche Länge aufweisen, so dass ein Wirkdurchmesser der Finger kreisförmig ausgebildet ist. Aufgrund des ellipsenförmig ausgebildeten Trägers und/oder Welle ist ein Außendurchmesser der Schraubenwalze ellipsenförmig ausgebildet. Alternativ kann eine ellipsenförmige Schraubenwalze dadurch realisiert werden, dass der Träger und/oder die Welle im Querschnitt kreisförmig ausgebildet sind. In diesem Fall weisen die Finger unterschiedliche Längen auf, derart, dass deren
Außendurchmesser elliptisch ausgebildet ist. Dadurch ist sichergestellt, dass der Außendurchmesser der Schraubenwalze ellipsenförmig ausgebildet ist.
Der Außendurchmesser der Schraubenwalze wird durch das von dem Träger entfernte Ende der Finger definiert. Als Hauptachse wird im Sinne der Erfindung die Achse der Schraubenwalze verstanden, die die Hauptscheitel des elliptischen
Außendurchmessers der Schraubenwalze miteinander verbindet.
Die Schraubenwalzen der Sortiervorrichtung können mit der gleichen Drehzahl angetrieben werden.
Weitere Ziele, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.
Es zeigen:
Fig. 1 : eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Sortiervorrichtung, Fig. 2: eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Sortiervorrichtung,
Fig. 3: eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schraubenwalze gemäß einer ersten Ausführung, Fig. 4: eine Schnittansicht der Schraubenwalze gemäß der ersten Ausführung
entlang der in Figur 3 gezeigten Linie D-D,
Fig. 5: eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Einlegeteils gemäß einer ersten Ausführung,
Fig. 6: eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Einlegeteils
gemäß einer zweiten Ausführung,
Fig. 7: eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Sortierelements,
Fig. 8: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Sortierelements,
Fig. 9: eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Sortierelements, das am Anfang der Schraubenwalze angeordnet ist,
Fig. 10: eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Sortierelements, das am
Anfang der Schraubenwalze angeordnet ist,
Fig. 1 1 : eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Sortierelements, das am Ende der Schraubenwalze angeordnet ist,
Fig. 12: eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Sortierelements, das am Ende
der Schraubenwalze angeordnet ist,
Fig. 13: eine Seitenansicht von drei Schraubenwalzen gemäß einer zweiten
Ausführung.
Die in Figur 1 gezeigte Sortiervorrichtung 1 weist ein Gehäuse 10 und eine Vielzahl von Schraubenwalzen 2, 2' gemäß einer ersten Ausführung auf. Die Schraubenwalzen 2, 2' sind parallel zueinander angeordnet und ausschließlich an einem Ende in dem
Gehäuse 10 gelagert. Innerhalb des Gehäuses 10 ist eine nicht dargestellte
Antriebsvorrichtung angeordnet, die dafür sorgt, dass die Schraubenwalzen 2, 2' um ihre jeweilige Rotationsachse rotieren, wobei alle Schraubenwalzen 2, 2' den gleichen Rotationssinn besitzen.
Die einzelnen Schraubenwalzen 2, 2' weisen, wie aus Figur 2 ersichtlich ist, jeweils eine Vielzahl von Sortierelementen 3, 3' auf, die entlang einer Schraubenwalzenachse hintereinander angeordnet und miteinander gekoppelt sind. Die Sortierelemente 3, 3' weisen jeweils eine Vielzahl von Fingern 30, 30' auf. Die Finger 30, 30' erstrecken sich, insbesondere in radialer Richtung, von einem Träger 31 , 31 ' des Sortierelements 3, 3'. Die einzelnen Sortierelemente 3, 3' sind derart ausgebildet, dass die Finger 30, 30' entlang einer Schraubenlinie um die Schraubenwalzachse verlaufen. Die Finger 30, 30' sind derart angeordnet, dass sich eine rechtsgängige Windung einstellt.
Die Sortierelemente 3, 3' von zwei benachbarten Schraubenwalzen 2, 2' greifen ineinander. Die Finger 30 eines Sortierelements 3 auf einer ersten Schraubenwalze 2 sind derart ausgebildet, dass diese bis zu einem Träger 31 ' eines Sortierelements 3', das auf einer zur ersten Schraubenwalze 2 benachbarten, zweiten Schraubenwalze 2' angeordnet ist, reichen. Die Schraubenwalzen 2, 2' lassen sich derart relativ zueinander bewegen, dass ein Abstand zwischen den Fingern 3 der ersten Schraubenwalze 2 und den diesbezüglich gegenüberliegenden Fingern 3' der zweiten Schraubenwalze 2' variiert werden kann. Insbesondere können die Schraubenwalzen 2, 2' relativ
zueinander verdreht und/oder axial in Richtung entlang der Schraubenwalzachse bewegt werden, um den zuvor genannten Abstand zu variieren.
Die Schraubenwalze 2 besteht, wie aus Figur 3 ersichtlich ist, aus einer Welle 20, die mit den Sortierelementen 3 koppelbar ist. Die Welle 20 wird einseitig in dem in Figur 1 gezeigten Gehäuse 10 gelagert. Die Welle 20 ist im Querschnitt ein Mehrkant, insbesondere ein Vierkant. Natürlich ist die Ausbildung der Welle nicht auf einen
Vierkant beschränkt. So kann die Welle 20 alternativ ein Sechskant, Achtkant,
Zahnwelle oder sonstige Polygonwelle sein.
Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, ist in dem Träger 31 ein Loch 32 vorgesehen. Das Loch 32 ist zur Welle 20 gegengeformt, so dass bei einem Einführen der Welle 20 in dieses eine formschlüssige Verbindung zwischen der Welle 20 und dem Sortierelement 3 besteht. Innerhalb des Lochs 32 ist ein Einlegeteil 4 angeordnet, wobei das Einlegeteil 4 nur an einem Teil einer Lochwand anliegt. Ferner ist aus Figur 4 erkennbar, dass die in Umfangsrichtung benachbarten Finger 30 durch eine Aussparung 34 voneinander getrennt sind.
In Figur 5 wird ein Einlegeteil 4 gemäß einer ersten Ausführung gezeigt. Das Einlegeteil 4 weist zwei, insbesondere rechteckförmige, Platten 40, 41 auf, die jeweils an einer Seite in einem Verbindungsbereich 42 miteinander verbunden sind. Die beiden Platten 40, 41 sind in Richtung der Schraubenwalzachse versetzt zueinander angeordnet sind. Dies bedeutet, dass sowohl die erste als auch die zweite Platte 40, 41 einen Abschnitt aufweist, der in Richtung der Schraubenwalzachse benachbart zu dem
Verbindungsbereich 42 und nicht mit der anderen Platte verbunden ist. In Figur 6 wird ein Einlegeteil 4 gemäß einer zweiten Ausführung gezeigt. Dabei werden Bauteile des in Figur 6 dargestellten Einlegeteils, die Bauteilen des in Figur 5
dargestellten Einlegeteils entsprechen, mit gleichen Bezugszeichen versehen. In der ersten und zweiten Platte 40, 41 sind jeweils mehrere Ausnehmungen 43 vorgesehen. Durch diese Ausnehmungen 43 kann bei einem Einbau des Einlegeteils 4 in das Loch 32 des Trägers 31 Trägermaterial eindringen und somit die Position des Einlegeteils 4 innerhalb des Trägers 31 fixieren. An dem von dem Verbindungsbereich 42 entfernten Ende der ersten und zweiten Platte 40, 41 ist jeweils eine Umbiegung 44 vorgesehen.
Die Umbiegung 44 dringt beim Einbau in den Träger 31 , wie aus Figur 4 ersichtlich ist, in den Träger 31 ein und dient zusätzlich zum Fixieren des Einlegeteils 4 in dem Träger 31 . In den Figuren 7 und 8 wird ein Sortierelement 3 gezeigt, das an seinen beiden
Stirnseiten mit jeweils einem anderen, in Schraubenwalzachsrichtung benachbarten Sortierelement gekoppelt wird. Die Finger 30 des Sortierelements 3 stehen von dem Träger 31 in radialer Richtung vor und sind an diesem entlang einer Schraubenlinie angeordnet. Die Schraubenlinie verläuft um eine Trägerachse, die koaxial zu der Schraubenwalzenachse ist, wenn das Sortierelement 3 mit der Welle 20 der
Schraubenwalze 2 verbunden ist. Ferner sind die Finger 30 sichelförmig ausbildet, wobei die Krümmungsrichtung der Finger 30 entgegengesetzt zu einer Drehrichtung der Schraubenwalze ist. Ein Übergangsbereich, in dem die Finger 30 mit dem Träger 31 verbunden sind, ist abgerundet.
Der Träger 31 weist an einer Stirnseite einen ersten Vorsprung 31 1 und an einer anderen Stirnseite einen zweiten Vorsprung 312 auf, die sich jeweils von einem
Grundkörper 310 des Trägers 31 in Richtung der Trägerachse erstrecken. Dabei erstrecken sich der erste Vorsprung 31 1 und der zweite Vorsprung 312 in
entgegengesetzte Richtungen von dem Grundkörper 310. Ferner sind der erste und zweite Vorsprung 31 1 , 312 bezogen auf eine Mittelebene, die die Trägerachse enthält, auf unterschiedlichen Seiten des Trägers 31 angeordnet. Auf dem ersten Vorsprung 31 1 , dem Grundkörper 310 und dem zweiten Vorsprung 312 sind jeweils Finger 30 vorgesehen, die sich von diesen in radialer Richtung erstrecken. Der erste Vorsprung 31 1 weist zwei Anlageflächen 31 1 a, 31 1 b auf. Bei einem Koppeln zweier benachbarter Sortierelemente 3 wird der erste Vorsprung 31 1 eines Sortierelements über eine erste Anlagefläche 31 1 a auf eine Anlagefläche eines zweiten Vorsprungs des benachbarten Sortierelements gelegt. Ferner gelangt das Sortierelement über eine zweite
Anlagefläche 31 1 b in Kontakt mit dem Grundkörper 310 des anderen Sortierelements 3.
In den Figuren 9 und 10 wird ein Sortierelement 3a gezeigt, das an einer einzigen Stirnseite mit einem anderen, benachbarten Sortierelement 3 gekoppelt wird, wobei es
sich bei dem anderen Sortierelement 3 um das in den Figuren 7 und 8 gezeigte handelt. Bei dem Sortierelement 3a handelt es sich um ein Anfangsstück der Schraubenwalze 2, das von allen Sortierelementen 3 dem Gehäuse 10 der Sortiervorrichtung am nähesten angeordnet ist. Diese Ausführung unterscheidet sich von der in den Figuren 7 und 8 dargestellten Ausführung, dass von dem Grundkörper 310 nur ein erster Vorsprung 31 1 in Richtung der Trägerachse vorsteht. Insbesondere steht der erste Vorsprung 31 1 von dem Grundkörper 310 in eine Richtung weg von dem Gehäuse 10 vor. Das dem
Gehäuse 10 zugewandte Ende des Sortierelements 3a ist eben ausgebildet. In den Figuren 1 1 und 12 wird ein Sortierelements 3e gezeigt, das analog zu dem in den Figuren 9 und 10 dargestellten Sortierelement 3a an einer einzigen Stirnseite mit einem anderen, benachbarten Sortierelement 3a gekoppelt wird, wobei es sich bei dem anderen Sortierelement 3 um das in den Figuren 7 und 8 gezeigte handelt. Der
Unterschied zu dem in den Figuren 9 und 10 dargestellten Sortierelement 3a besteht darin, dass es sich bei dem Sortierelement 3e um ein Endstück der Schraubenwalze 2 handelt, das an dem von dem Gehäuse 10 abgewandten Ende der Schraubenwalze 2 angebracht ist. In dem Sortierelement 3e erstreckt sich nur ein einziger erster
Vorsprung 31 1 von dem Grundkörper 310 des Trägers 310. Der erste Vorsprung 31 1 erstreckt sich jedoch von dem Grundkörper 310 in Richtung zu dem Gehäuse 10.
In Figur 1 3 wird eine Seitenansicht von drei Schraubenwalzen 200a, 200b gemäß einer zweiten Ausführung dargestellt. Eine erste und zweite Schraubenwalze 200a, 200b sind auf einer nicht dargestellten Sortiervorrichtung benachbart zueinander angeordnet und drehen sich in der Drehrichtung D. Dabei greifen die Sortierelemente 300a, 300b der beiden benachbarten Schraubenwalzen 200a, 200b ineinander.
Ferner sind die Schraubenwalzen 200a, 200b im Querschnitt ellipsenförmig
ausgebildet. Dabei ist ein erstes und zweites Sortierelement 300a, 300b, insbesondere ein erster und zweiter Träger 31 a, 31 b des jeweiligen Sortierelements 300a, 300b, mit der jeweils zugeordneten ersten und zweiten Welle 20a, 20b, insbesondere
formschlüssig, verbunden. Die Welle 20a, 20b ist kreisförmig ausgebildet, während der Träger 31 a, 31 b ellipsenförmig ausgebildet ist. Die mit dem jeweiligen Träger 31 a,
31 b verbundenen ersten und zweiten Finger 30a, 30b sind bezogen auf den Träger 31 a, 31 b gleich lang ausgebildet.
Eine erste Hauptachse H1 der ersten Schraubenwalze 200a ist um 90° versetzt zu einer zweiten Hauptachse H2 der zweiten Schraubenwalze 200b angeordnet.
Bezugszeichenliste
1 Sortiervor chtung
2 erste Schraubenwalze
2' zweite Schraubenwalze
3 Sortierelement, das auf der ersten Schraubenwalze angebracht ist
3' Sortierelement, das auf der zweiten Schraubenwalze angebracht ist 3a Anfangsstück der Sortierelemente
3e Endstück der Sortierelemente
4 Einlegeteil
10 Gehäuse
20 Welle
30 Finger des auf der ersten Schraubenwalze angebrachten Sortierelements 30' Finger des auf der zweiten Schraubenwalze angebrachten Sortierelements
31 Träger des auf der ersten Schraubenwalze angebrachten Sortierelements 31 ' Träger des auf der zweiten Schraubenwalze angebrachten Sortierelements
32 Loch
33 Übergangsbereich
34 Aussparung
40 erste Platte
41 zweite Platte
42 Verbindungsbereich
43 Ausnehmung
44 Umbiegung
310 Grundkörper
31 1 erster Vorsprung
31 1 a erste Anlagefläche
31 1 b zweite Anlagefläche
312 zweiter Vorsprung
200a erste Schraubenwalze gemäß der zweiten Ausführung
200b zweite Schraubenwalze gemäß der zweiten Ausführung
300a erstes Sortierelement
300b zweites Sortierelement
20a Welle der ersten Schraubenwalze
20b Welle der zweiten Schraubenwalze 31 a erster Träger
31 b zweiter Träger
30a Finger des ersten Trägers
30b Finger des zweiten Trägers
D Drehrichtung
H1 Hauptachse der ersten Schraubenwalze
H2 Hauptachse der zweiten Schraubenwalze