Beschreibung Titel
Vorrichtung und Verfahren zum Bestimmen eines Zustands eines zu überwachenden Objekts
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bestimmen eines Zustands eines zu überwachenden Objekts.
Stand der Technik
Sensoren zur Zustandsüberwachung von Türen und Fenstern sind bekannt. Diese Sensoren sind in der Regel zweiteilig ausgeführt. Ein erster Teil des Sensors besteht dabei aus einem Permanentmagneten. Ein zweiter Teil des Sensors weist einen
Magnetsensor, beispielsweise einem Reed-Kontakt auf, der durch den
Permanentmagneten in dem ersten Teil des Sensors geöffnet bzw. geschlossen werden kann. Dabei muss ein Teil des Sensors am beweglichen Rahmen des zu überwachenden Fensters bzw. der zu überwachenden Tür angebracht werden und der andere Teil des Sensors muss au ßerhalb des beweglichen Rahmens, beispielsweise an der Wand, befestigt werden. Ist die Tür bzw. das Fenster geschlossen, so wird dann durch das Magnetfeld des Permanentmagneten der Reed-Kontakt ausgelöst. Wird die Tür bzw. das Fenster geöffnet, so ist der Reed-Kontakt dabei nicht ausgelöst.
Die deutsche Patentanmeldung DE 103 35 126 A1 offenbart eine Einrichtung zur Zustandsüberwachung eines Objekts, bei der ein Reed-Kontakt durch einen
Permanentmagneten ausgelöst werden kann. Die Einrichtung verfügt ferner über eine Sendeeinheit, durch welche der ermittelte Zustand des Objekts oder eine
Zustandsänderung übermittelt werden kann.
Es besteht daher ein Bedarf nach einer einteilig ausgeführten Vorrichtung zur
Zustandsüberwachung eines Objekts.
Offenbarung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung schafft gemäß einem ersten Aspekt eine Vorrichtung zum Ermitteln eines Zustands eines zu überwachenden Objekts, mit einem Magnetometer, der dazu ausgelegt ist, ein Magnetfeld zu erfassen und einen ersten Messwerte in
Abhängigkeit des erfassten Magnetfelds bereitzustellen; einem Beschleunigungssensor, der dazu ausgelegt ist, eine Beschleunigung zu erfassen und einen zweiten Messwerte in Abhängigkeit der erfassten Beschleunigung bereitzustellen; und einer
Verarbeitungseinrichtung, die dazu ausgelegt ist, einen Zustand des zu überwachenden Objekts unter Verwendung der von dem Magnetometer und/oder dem
Beschleunigungssensor bereitgestellten Messwerte aus einer Mehrzahl von
vorbestimmten Zuständen zu bestimmen.
Ferner schafft die vorliegende Erfindung gemäß einem weiteren Aspekt ein Verfahren zum Ermitteln eines Zustands eines Objekts, mit den Schritten des Erfassens eines Magnetfelds und des Bereitstellens eines zu dem Magnetfeld korrespondierenden ersten Messwerts; des Erfassens einer Beschleunigung des zu überwachenden Objekts und des Bereitstellens eines zu der erfassten Beschleunigung korrespondierenden zweiten Messwerts; und des Bestimmens eines Zustands des zu überwachenden Objekts aus einer Mehrzahl von vorbestimmten Zuständen unter Verwendung des zu dem erfassten Magnetfeld korrespondierenden ersten Messwerts und/oder des zu der erfassten
Beschleunigung korrespondierenden zweiten Messwerts.
Vorteile der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung liegt die Idee zu Grunde, eine Vorrichtung zur
Zustandsüberwachung von Objekten einteilig auszuführen. Hierzu werden alle
Komponenten, die für eine solche Zustandsüberwachung erforderlich sind, in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet. Zur Überwachung der Zustände wird dabei auf Messwerte von Sensoren zurückgegriffen, die ohne weitere Hilfsmittel, wie zum Beispiel zusätzliche Permanentmagnete o.ä., eine Bewegung und/oder eine Positionsänderung im Raum bestimmen können. Dabei werden die Messwerte mehrerer solcher Sensoren miteinander fusioniert.
Die Vorrichtung und das Verfahren zum Ermitteln eines Zustands eines Objekts verfolgen dabei ferner den Ansatz, dass sich das überwachende Objekt nur in einer Mehrzahl von zuvor festgelegten Zuständen befinden kann. Somit kann auf Basis der von den Sensoren bereitgestellten Messwerte jeweils einer dieser vorbestimmten Zustände als neuer
Zustand des Objekts ausgewählt werden. Dabei kann die Zuverlässigkeit für die
Ermittlung eines Zustands noch weiter gesteigert werden, indem bei der Bestimmung eines neuen Zustands jeweils der aktuell bestimmte Zustand des Objekts mit in die Bestimmung des neuen Zustands mit einbezogen wird.
Ferner kann für die Bestimmung eines neuen Zustands des Objekts auch die Möglichkeit der Zustandsübergänge von einem aktuellen Zustand zu einem neuen Zustand festgelegt und eingeschränkt werden. Somit können erlaubte bzw. nicht erlaubte
Zustandsübergänge definiert werden. Auf diese Weise kann die Zuverlässigkeit der Zustandsermittlung verbessert werden, da nicht erlaubte Zustandsübergänge von vornherein ausgeschlossen werden.
Somit kann eine effiziente und sehr sichere Zustandsüberwachung von Objekten mit einem einteilig ausgeführten Sensor erreicht werden.
In einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung ferner einen Speicher, der dazu ausgelegt ist, einen von der Verarbeitungseinrichtung bestimmten Zustand und zu dem bestimmten Zustand des Objekts korrespondierenden Messwerte von dem Magnetometer und/oder dem Beschleunigungssensor zu speichern. Diese gespeicherten Daten können nicht nur zu Protokollzwecken abgelegt werden, sondern dienen insbesondere auch als Daten für eine sukzessive Kalibrierung der Zustandsüberwachung. Die gespeicherten bestimmte Zustände und die dazu korrespondierenden Messwerte können beispielsweise auf eine vorbestimmte Anzahl von Datensätzen begrenzt werden. Dabei kann bei hinzukommen eines weiteren Datensatzes vorzugsweise der älteste zuvor gespeicherte Datensatz gelöscht werden.
In einer Ausführungsform bestimmt die Verarbeitungsvorrichtung den Zustand des zu überwachenden Objekts unter Verwendung der in dem Speicher abgespeicherten Zustände und der korrespondierenden Messwerte. Durch die Verwendung dieser in dem Speicher abgelegten Daten kann die Bestimmung der Zustände des zu überwachenden Objekts kontinuierlich verbessert werden. Insbesondere ist hierdurch auch eine permanente Anpassung und Neukallibirering der Zustandsüberwachung an sich ändernde äußere Einflüsse möglich. Somit kann sich die Zustandsüberwachung selbst dann korrekt arbeiten, wenn die Vorrichtung erneut an dem zu überwachenden Objekts platziert wird oder die Vorrichtung an einem anderen zu überwachenden Objekt angeordnet wird.
In einer Ausführungsform umfast die Vorrichtung ferner eine Kommunikationsschnittstelle, die dazu ausgelegt ist, den von der Verarbeitungseinrichtung bestimmten Zustand zu übertragen. Durch diese Kommunikationsschnittstelle können die bestimmten Zustände sowie Zustandsänderungen weitergegeben werden. Beispielsweise ist eine Übertragung der Daten eines bestimmten Zustands an eine zentrale Gebäudeüberwachung möglich.
In einer Ausführungsform überträgt die Kommunikationsschnittstelle den von der
Verarbeitungseinrichtung bestimmten Zustand drahtlos. Eine solche drahtlose
Datenübertragung ermöglicht insbesondere bei beweglichen Objekten eine sehr komfortable Weitergabe der ermittelten Zustandsdaten.
In einer Ausführungsform ist der Magnetometer und/oder der Beschleunigungssensor durch die Verarbeitungseinrichtung deaktivierbar. Somit kann beispielsweise eine
Zustandsänderung des Objekts zunächst durch nur einen Sensor überwacht werden. Sobald dieser eine Sensor eine mögliche Zustandsänderung detektiert, kann daraufhin durch die Verarbeitungseinrichtung auch der weitere Sensor aktiviert werden. Auf diese Weise ist einerseits eine besonders energiesparende Überwachung des Objekts möglich, wobei gleichzeitig durch die bedarfsorientierte Aktivierung weiterer Sensoren eine zuverlässige Bestimmung von Zustandsänderungen ausgeführt werden kann.
In einer Ausführungsform ist das überwachende Objekt eine Tür oder ein Fenster.
Vorzugsweise umfassen dabei die vorbestimmten Zustände die Zustände geöffnet, geschlossen und gekippt. Türen und Fenster sind Objekte, die aufgrund ihrer klar definierten Anzahl von möglichen Zuständen sich besonders gut für die
erfindungsgemäße Zustandsüberwachung eignen.
In einer Ausführungsform des Verfahrens zum Ermitteln eines Zustands eines Objekts berechnet der Schritt zum Bestimmen eines Zustands für jeden vorbestimmten Zustand eine Wahrscheinlichkeit und bestimmt daraufhin den Zustand mit der größten
Wahrscheinlichkeit. Diese Weise kann eine effiziente und zuverlässige Ermittlung von Zuständen und Zustandsübergängen durchgeführt werden.
Die vorliegende Erfindung umfasste ferner ein Gebäudemanagementsysteme mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ermitteln eines Zustands eines zu überwachenden Objekts.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Ausführungsformen Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten schematischen Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 : eine schematische Darstellung eines Blockschaltbilds einer Vorrichtung zum
Ermitteln eines Zustands eines zu überwachenden Objekts gemäß einer
Ausführungsform;
Fig. 2: eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Ermitteln eines Zustands gemäß einer weiteren Ausführungsform an einem geöffneten Fenster;
Fig. 3: eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Ermitteln eines Zustands gemäß einer weiteren Ausführungsform an einem gekippten Fenster; und
Fig. 4: ein schematische Darstellung eines Verfahrens zum Ermitteln eines Zustands, wie es einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zugrundeliegt.
Ausführungsformen der Erfindung
Fig. 1 zeigt schematische Darstellung eines Blockschaltbilds einer Vorrichtung 1 zum Ermitteln eines Zustands eines zu überwachenden Objekts gemäß einer
Ausführungsform. Die Vorrichtung 1 umfasst dabei einen Magnetometer 1 1 und einen Beschleunigungssensor 12, die mit einer Verarbeitungseinrichtung 13 verbunden sind. Diese Verarbeitungseinrichtung 13 ist ferner mit einem Speicher 14 und einer
Kommunikationsschnittstelle 15 verbunden. Bei dem Magnetometer 1 1 handelt es sich vorzugsweise um ein 3-Achsen-Magnetometer. Ein solches Magnetometer erfasst ein magnetisches Feld in allen drei Raumrichtungen. Insbesondere ist ein derartiges Magnetometer in der Lage, auch Veränderungen des Magnetfelds in einer oder mehrerer Raumrichtungen getrennt zu detektieren. Der
Magnetometer 1 1 gibt dabei seine Messergebnisse in Form von Messsignale an die Verarbeitungseinrichtung 13 weiter. Der Magnetometer 1 1 kann somit durch
kontinuierliche Überwachung eines statischen Magnetfelds, wie beispielsweise des
Erdmagnetfelds, eine Bewegung des Magnetometers 1 1 innerhalb dieses Magnetfelds erkennen.
Der Beschleunigungssensor 12 ist ebenfalls vorzugsweise ein 3-Achsen- Beschleunigungssensor, der sowohl positive, als auch negative Beschleunigungen in allen drei Raumrichtungen erfassen kann. Der Beschleunigungssensor 12 gibt dabei seine Messergebnisse ebenfalls in Form von Messsignalen an die
Verarbeitungeinrichtung 13 weiter. Um den Energieverbrauch der Vorrichtung 1 zum Ermitteln eines Zustands zu reduzieren, kann die Verarbeitungseinrichtung 13 dabei in einem Bereitschaftszustand zunächst einen der beiden Sensoren 1 1 oder 12 deaktivieren. Beispielsweise kann zunächst der
Magnetometer 1 1 deaktiviert werden und das zu überwachende Objekt wird
ausschließlich mittels Beschleunigungssensor 12 überwacht. Erkennt der
Beschleunigungssensor 12 eine Bewegung und gibt daraufhin ein entsprechendes Signal an die Verarbeitungseinheit 13 weiter, so wird daraufhin der Magnetometer 1 1 aktiviert und liefert ebenfalls Messwerte an die Verarbeitungseinheit 13.
Alternativ ist es ebenso möglich zunächst den Beschleunigungssensor 12 zu deaktivieren und nur Meßsignale von dem Magnetometer 1 1 auszuwerten. In diesem Fall kann der Beschleunigungssensor 12 aktiviert werden, nachdem durch den Magnetometer 1 1 eine Bewegung des zu überwachenden Objekts erkannt wurde, um auch die Messesignale der Beschleunigungssensors 12 gemeinsam mit den Messsignalen des magnetometers 1 1 auszuwerten.
Empfängt die Verarbeitungseinrichtung 13 von dem Magnetometer 1 1 und/oder dem Beschleunigungssensor 12 Messesignale, die auf eine Bewegung des zu überwachenden Objekts hinweisen, so werden diese Signale von der Verarbeitungseinrichtung 13 ausgewertet und daraufhin ein möglicher neuer Zustand des zu überwachenden Objekts bestimmt. Dabei werden die Messsignale des Magnetometers 1 1 und des
Beschleunigungssensors 12 gemeinsam ausgewertet.
Die Verarbeitungseinrichtung 13 analysiert dabei die von dem Magnetometer 1 1 und dem Beschleunigungssensor 12 bereitgestellten Messesignale und bestimmt daraufhin aus einer Mehrzahl von vorbestimmten möglichen Zuständen des zu überwachenden Objekts
unter Verwendung der bereitgestellten Messesignale einen möglichen neuen Zustand des zu überwachenden Objekts.
Handelt es sich beispielsweise bei dem zu überwachenden Objekt um ein Fenster, so kann dieses Objekt normalerweise drei mögliche Zustände aufweisen: geschlossen, geöffnet oder gekippt.
Figur 2 zeigt ein Fenster 2 in einem geöffneten Zustand. An dem Fenster 2 ist dabei eine Vorrichtung 1 zum Ermitteln eines Zustands angebracht. Zum Öffnen des Fensters 2 wird das Fenster dabei an den Scharnieren (nicht dargestellt) um die Z-Achse gedreht.
Figur 3 zeigt weiterhin ein Fenster 2 in einem gekippten Zustand. Dabei wird das Fenster 2 an weiteren Scharniere (ebenfalls nicht dargestellt) um die X-Achse geneigt. Das in den Figuren 2 und 3 dargestellte Fenster kann also die drei Zustände geöffnet, geschlossen oder gekippt einnehmen, wobei nicht von jedem Zustand unmittelbar in jeden anderen Zustand übergegangen werden kann. Befindet sich das Fenster 2 beispielsweise in einem geöffneten Zustand, so kann nicht unmittelbar in den gekippten Zustand übergegangen werden. Vielmehr ist es zwingend erforderlich, dass das Fenster 2 zuvor geschlossen wird. Ebenso ist auch umgekehrt der Übergang von dem gekippten Zustand nur in den geschlossenen Zustand möglich. Erst daraufhin kann das Fenster 2 geöffnet werden.
Die Verarbeitungseinrichtung 13 berücksichtigt diese weiteren Zwangsbedingungen, durch die erlaubte bzw. nicht erlaubte Zustandsübergänge definiert werden. Die
Verarbeitungseinrichtung 13 wird daher bei einem bekannten aktuellen Zustand des zu überwachenden Objekts 2 unter Verwendung der bereitgestellten Messsignale nur solche neuen Zustände bestimmen, die gemäß den vorbestimmten Zwangsbedingungen auch erlaubt sind. Nicht erlaubte Zustandsübergänge, die ausgehend von dem aktuell bestimmten Zustand einen oder mehrere der vorbestimmten Zustände auszuschließen, führen dabei dazu, dass die entsprechenden ausgeschlossenen vorbestimmten Zustände nicht als neue Zustände bestimmt werden können.
Die Verarbeitungseinrichtung 13 kann für die Bestimmung der neuen Zustände des überwachenden Objekts 2 dabei für alle vorbestimmten Zustände, vorzugsweise mindestens für alle erlaubten vorbestimmten neuen Zustände basierend auf den
bereitgestellten Messsignalen jeweils eine Wahrscheinlichkeit berechnen. Für die
Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für die vorbestimmten Zustände können dabei beispielsweise die Signalverläufe von Magnetometer 1 1 und/oder Beschleunigungssensor 12 während einer Zeitspanne analysiert werden. Dabei können die Signalverläufe für alle Raumrichtungen getrennt oder gegebenenfalls auch gemeinsam analysiert werden. Auch eine Auswertung der Beträge der Signalverläufe für alle Raumrichtungen gemeinsam oder getrennt ist möglich. Ferner kann die Verarbeitungseinrichtung 13 auch nur eine
Veränderung in den Messwerten von Magnetometer 1 1 und/oder Beschleunigungssensor 12 auswerten. Auch hier ist eine Auswertung der Messewerte für alle Raumrichtungen gemeinsam oder getrennt möglich. Ebenso ist es dabei möglich, nur die Beträge der Messwerte auszuwerten.
Beispielsweise würde bei einer Zustandsänderung von einem geschlossenen Fenstern 2 zu einem geöffneten Fenster 2 eine Beschleunigung in Y-Richtung und X-Richtung detektiert werden, während in Z-Richtung die Beschleunigung (nahezu) null ist. Durch den Magnetometer 1 1 kann dabei auch eine entsprechende Variation des überwachten Erdmagnetfeldes durch die Positionsänderung der Vorrichtung 1 detektiert werden.
Die Verarbeitungseinrichtung 13 kann die Messesignale von dem Magnetometer 1 1 und dem Beschleunigungssensor 12 unmittelbar auswerten und basierend auf vorbestimmten Regeln daraufhin einen in der vorbestimmten Zustände des zu überwachenden Objekts 2 ermitteln.
Ferner ist es auch möglich, für die Ermittlung der Zustände des zu überwachenden Objekts 2 bereits vorausgegangene Messwerte von Magnetometer 1 1 und
Beschleunigungssensor 12 zu verwenden. Hierzu können die vorherigen Messwerte von Magnetometer 1 1 und Beschleunigungssensor 12 in der Speichervorrichtung 14 abgelegt werden. Die Verarbeitungseinrichtung 13 kann diese abgespeicherten Messwerte und den dazu korrespondierenden Zustand des Objekts aus der Speichervorrichtung 14 auslesen und zur Ermittlung eines neuen Zustands des Objektes heranziehen.
Beispielsweise können die aktuell von Magnetometer 1 1 und Beschleunigungssensor 12 bereitgestellten Messwerte oder Signalverläufe mit zuvor abgespeicherten
Referenzwerten verglichen werden. Beispielsweise kann eine Korrelationsfunktion oder eine andere Analyse zum Vergleich der aktuellen Messwerte mit den Referenzwerten
berechnet werden. Hierzu kann auch der Mittelwert mehrerer Referenzwerte mit den aktuellen Messwerten verglichen werden.
Beispielsweise kann für jeden der vorbestimmten möglichen Zustände des zu
überwachenden Objekts 2 eine Matrix X mit Messwerten abgespeichert werden, wie dies in der folgenden Formel dargestellt ist:
wobei Axi, Ayi und Azi jeweils die Messwerte des Beschleunigungssensors 12 und Mxi, Myi und Mzi jeweils die Messwerte des Magnetometers 1 1 in die jeweiligen Raumrichtungen x, y und z sind. Der Zähler i bezeichnet dabei die einzelnen Messungen. Der Ausdruck „Zustand" steht dabei für die einzelnen vorbestimmten Zustände, die das zu
übewachende Objekt einnehmen kann. Ist die maximale Speicherfähigkeit des Speichers 14 erreicht und erfolgt eine weitere Messung bzw. Zustandsbestimmung, so wird vorzugsweise die Zeile mit der ältesten Messung gelöscht und alle weiteren Zeilen jeweils um eine Zeile nach unten verschoben, sodass die neueste Messung in der ersten Zeile eingefügt werden kann. Vorzugsweise wird für jeden vorbestimmten Zustand des zu überwachenden Objekt 2 eine separate Matrix X (Zustand) erstellt.
Auf diese Weise kann sich die Vorrichtung 1 zum Ermitteln des Zustands eines Objekts während des Betriebs selbstständig kalibrieren. Somit ist vorab keine spezifische
Anpassung dieser Vorrichtung 1 auf den jeweiligen Einsatzort erforderlich. Ändern bei sich während des Betriebs die Rahmenbedingungen, so kann sich die Vorrichtung 1 selbständig an die geänderten Rahmenbedingungen automatisch anpassen. So würde beispielsweise ein in der Nähe aufgestellter metallischer Körper, beispielsweise ein Schrank, Veränderungen in dem durch den Magnetometer 1 1 detektierten Erdmagnetfeld mit sich bringen. Durch die sukzessive automatische Kalibrierung kann diese Störung jedoch sehr rasch ausgeglichen werden. Auch gegebenenfalls eintretende
Abnutzungserscheinungen in den Gelenken, entlang derer sich das zu überwachende Fenster 2 bewegt, die zur Variationen in der Beschleunigung beim Öffnen, Schließen und Kippen eines Fensters 2 führen können, werden somit kompensiert.
Die von der Verarbeitungseinrichtung 13 ermittelten Zustände des zu überwachenden Objekts 2 können an eine Kommunikationsschnittstelle 15 weitergegeben werden. Die Kommunikationsschnittstelle 15 überträgt daraufhin die ermittelten Zustände bzw. eine ermittelte Zustandsänderung an einen geeigneten Empfänger. Grundsätzlich ist dabei eine kabelgebundene Datenübertragung möglich. In diesem Fall kann über die kabelgebundene Datenübertragung auch gleichzeitig die Energieversorgung der Vorrichtung 1 erfolgen. Vorzugsweise wird die Datenübertragung von der Kommunikationsschnittstelle 15 an die Gegenstelle jedoch über eine drahtlose Funkverbindung erfolgen. Beispielsweise kann die Datenübertragung mittels eines bekannten Protokolls wie DECT, Bluetooth, WLAN, etc. erfolgen. In diesem Fall wird die Vorrichtung 1 bevorzugt von einer Batterie gespeist.
Bei der Gegenstelle kann es sich beispielsweise um einen lokalen Funkempfänger oder vorzugsweise um den Empfängener eines zentralen Gebäudemanagements handeln. Vorzugsweise können durch den entsprechenden Empfänger die Funksignale mehrerer Vorrichtungen 1 zur Ermittlung von Zuständen von zu überwachenden Objekten empfangen und ausgewertet werden. Dabei ist insbesondere bei einer drahtlosen Übertragung auch eine automatische Vernetzung der einzelnen Vorrichtungen 1 untereinander und/oder mit der zentralen Empfangsstelle möglich.
Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung des Ablaufs eines Verfahrens 100 zum Ermitteln eines Zustands eines zu überwachenden Objekts. In Schritt 1 10 wird ein Magnetfeld, vorzugsweise das Erdmagnetfeld, erfasst und ein zu dem erfassten
Magnetfeld korrespondierender Messwert bereitgestellt. In Schritt 120 wird eine
Beschleunigung des zu überwachenden Objekts erfasst und ein zu der erfassten Beschleunigung korrespondierender zweiter Messwert bereitgestellt. Daraufhin wird in Schritt 130 ein Zustand des überwachenden Objekts aus einer Mehrzahl von
vorbestimmten Zuständen unter Verwendung des zu dem erfassten Magnetfeld korrespondierenden ersten Messwerts und/oder des zu der erfassten Beschleunigung korrespondierenden zweiten Messwerts bestimmt. Der Schritt 130 kann dabei vorzugsweise für jeden der vorbestimmten Zustände eine
Wahrscheinlichkeit berechnen. Vorzugsweise werden dabei nur Wahrscheinlichkeiten für
die möglichen Zustände berechnet, die ausgehend von dem aktuellen Zustand des Objekts, wie er zuvor bestimmt wurde, möglich sind. Anschließend wird in diesem Fall der Zustand als neue Zustand des zu überwachenden Objekts bestimmt, der die größte Wahrscheinlichkeit aufweist.
Zusammenfassend betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtungen ein Verfahren zum Bestimmen von Zuständen eines zu überwachenden Objekts, wie beispielsweise einem Fenster oder einer Tür. Dabei werden die Messwerte von mehreren Sensoren, insbesondere einem Magnetometer und einem Beschleunigungssensor, fusioniert und gemeinsam ausgewertet. Zur Bestimmung eines neuen Zustands aus einer Gruppe von vorbestimmten Zuständen werden dabei nur tatsächlich mögliche Zustandsübergänge berücksichtigt. Nicht mögliche bzw. nicht erlaubte Zustandsübergänge bleiben
unberücksichtigt.