Beschreibung
Positionserfassungseinrichtung für eine Lichtsignalumlenkeinrichtung einer optischen Messvorrichtung zur Erfassung von Objekten, Lichtsignalumlenkeinrichtung, Messvorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Positionserfassungseinrichtung
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Positionserfassungseinrichtung für eine Lichtsignalumlenkein richtung einer optischen Messvorrichtung zur Erfassung von Objekten in einem Über wachungsbereich, welche dazu ausgelegt ist, wenigstens ein zu einer Auslenkung we nigstens eines Umlenkbereichs der Lichtsignalumlenkeinrichtung korrespondierendes Positionssignal bereitzustellen, wobei der wenigstens eine Umlenkbereich zum Umlen ken wenigstens eines Lichtsignals dient und bezüglich wenigstens einer Achse in we nigstens einer Drehrichtung wenigstens teilumfänglich drehbar ist.
Ferner betrifft die Erfindung eine Lichtsignalumlenkeinrichtung für eine optische Mess vorrichtung zur Erfassung von Objekten in einem Überwachungsbereich, wobei die Lichtsignalumlenkeinrichtung aufweist
- wenigstens einen Umlenkbereich, der zum Umlenken wenigstens eines Lichtsignals dient und der bezüglich einer Achse in wenigstens einer Drehrichtung wenigstens teil umfänglich drehbar ist, und
- wenigstens eine Positionserfassungseinrichtung, mit der wenigstens ein zu einer Aus lenkung wenigstens eines Umlenkbereichs korrespondierendes Positionssignal bereit gestellt werden kann.
Außerdem betrifft die Erfindung eine optische Messvorrichtung zur Erfassung von Ob jekten in einem Überwachungsbereich, mit
- wenigstens einer Sendeeinrichtung zur Sendung von Lichtsignalen in den Überwa chungsbereich,
- wenigstens einer Empfangseinrichtung, mit der an etwa im Überwachungsbereich vorhandenen Objekten reflektierte Lichtsignale empfangen werden können,
- wenigstens eine Lichtsignalumlenkeinrichtung mit wenigstens einem Umlenkbereich zur Umlenkung von Lichtsignalen,
- wenigstens einer Positionserfassungseinrichtung, welche dazu ausgelegt ist, wenigs tens ein zu einer Auslenkung wenigstens eines Umlenkbereichs der Lichtsignalumlenk-
einrichtung korrespondierendes Positionssignal bereitzustellen,
- mit wenigstens einer Steuer- und Auswerteeinrichtung, mit der die wenigstens eine Sendeeinrichtung, die wenigstens eine Empfangseinrichtung und die wenigstens eine Lichtsignalumlenkeinrichtung gesteuert werden können und mit der empfangene Licht signale und Positionssignale ausgewertet werden können.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Positionserfas sungseinrichtung für eine Lichtsignalumlenkeinrichtung einer optischen Messvorrichtung zur Erfassung von Objekten in einem Überwachungsbereich, bei dem wenigstens ein zu einer Auslenkung wenigstens eines Umlenkbereichs der Lichtsignalumlenkeinrichtung korrespondierendes Positionssignal bereitgestellt wird, wobei der wenigstens eine Um- lenkbereich bezüglich wenigstens einer Achse in wenigstens einer Drehrichtung we nigstens teilumfänglich gedreht wird und mit dem wenigstens einen Umlenkbereich we nigstens ein Lichtsignal umgelenkt wird.
Stand der Technik
Aus der DE 10 2015 219 447 A1 ist eine Mikrospiegelanordnung zum Ablenken eines Lichtstrahls von einer Laserquelle bekannt, mit einem auslenkbaren Mikrospiegel und einem Positionsdetektor, der dazu ausgelegt ist, ein zu einer Auslenkung des Mikro spiegels korrespondierendes Positionssignal bereitzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Positionserfassungseinrichtung, eine Lichtsignalumlenkeinrichtung, eine optische Messvorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu gestalten, bei denen eine Auslenkung wenigstens eines Umlenkbereichs der Lichtsignalumlenkeinrichtung einfacher und/oder genauer erfasst und/oder eingestellt werden kann.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der Positionserfassungseinrichtung dadurch gelöst, dass
- die Positionserfassungseinrichtung wenigstens einen Positionsbereich aufweist, wel cher mit dem wenigstens einen Umlenkbereich der Lichtsignalumlenkeinrichtung me chanisch derart gekoppelt ist, dass der wenigstens eine Positionsbereich Drehungen des wenigstens einen Umlenkbereichs mit vollziehen kann,
- der wenigstens eine Positionsbereich dazu ausgelegt ist, wenigstens ein zu einer Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs korrespondierendes Positionssignal bereitzustellen und
- der wenigstens eine Positionsbereich wenigstens eine diffraktive Struktur aufweist, welche so ausgestaltet ist, dass Lichtsignale abhängig von deren Einfall auf den we nigstens einen Positionsbereich zu Positions-Lichtsignalen geformt werden können.
Erfindungsgemäß wird wenigstens eine diffraktive Struktur verwendet, um die Lichtsig nale, welche auf den wenigstens einen Positionsbereich treffen, zu Positions- Lichtsignale zu formen. Aus den Positions-Lichtsignalen kann die Auslenkung des we nigstens einen Umlenkbereichs ermittelt werden. So kann die Auslenkung des wenigs tens einen Umlenkbereichs besser, insbesondere genauer und schneller, erfasst wer den. Mit der erfindungsgemäßen Positionserfassungseinrichtung kann die Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs mit hoher Präzision erfasst werden. Ferner kann die Auslenkung unabhängig von einer Schwingfrequenz oder Drehgeschwindigkeit des wenigstens einen Umlenkbereichs ermittelt werden. Eine Rückmeldung über die Aus lenkung kann in Echtzeit erfolgen. Entsprechend kann eine Regelung der optischen Messvorrichtung verbessert werden.
Diffraktive Strukturen können einfach realisiert und gehandhabt werden. Ein Justage aufwand kann im Vergleich zu dem aus dem Stand der Technik bekannten Positionsde tektor verringert werden. Die Anforderungen in Bezug auf die Qualität der Lichtsignale können außerdem gesenkt werden. Ferner können diffraktive Strukturen individuell an gepasst werden, um die gewünschte Formung der Lichtsignale zu erreichen.
Diffraktive Strukturen sind bekanntermaßen Strukturen, an denen Lichtstrahlen, insbe sondere Laserstrahlen, geformt werden können. Dies geschieht als Beugung an opti schen Gittern. Dabei können die diffraktiven Strukturen individuell ausgestaltet werden. Sie können so realisiert werden, dass ein einfallender Lichtstrahlen abhängig von dem Einfallswinkel und/oder einer Einfallstelle auf die diffraktive Struktur entsprechend ge formt wird. Diffraktive Strukturen können in Transmission und/oder Reflexion betrieben werden.
Mit der Erfindung kann eine Lichtsignalumlenkeinrichtung für eine optische Messvorrich-
tung mit einer langlebigen und wartungsfreien Positionserfassungseinrichtung realisiert werden. Ferner kann die Positionserfassungseinrichtung einfach und kompakt ausge staltet sein. So kann eine hohe Flexibilität erreicht werden, ohne ein komplexes opti sches Design erforderlich ist.
Vorteilhafterweise kann der wenigstens eine Umlenkbereich mit wenigstens einer An triebseinrichtung drehend oder schwingend angetrieben werden. Eine Schwingung des wenigstens einen Umlenkbereichs um die Achse im Sinne der Erfindung ist eine teilum fängliche Drehung, bei der die Drehrichtung bei erreichen entsprechender Umkehrpunk te umgekehrt wird. Der wenigstens eine Positionsbereich ist mit dem wenigstens einen Umlenkbereich mechanisch so gekoppelt, dass der wenigstens eine Positionsbereich Drehungen des wenigstens einen Umlenkbereichs mit vollziehen kann.
Mit Drehung des wenigstens einen Umlenkbereichs wird ein Einfall der für die Positi onserfassung verwendeten Lichtsignale auf den wenigstens einen Positionsbereich verändert. Der Einfall wird durch den Einfallswinkel und die Einfallstelle, in der das Lichtsignal auf den wenigstens einen Positionsbereich trifft, charakterisiert. Zur Verän derung des Einfalls kann entweder der Einfallswinkel oder die Einfallstelle oder beides verändert werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein auf den wenigstens einen Positionsbereich tref fendes Lichtsignal als Lichtpuls realisiert sein. Ein Anfang und ein Ende eines Lichtpul ses kann bestimmt, insbesondere gemessen, werden.
Vorteilhafterweise kann die Lichtsignalumlenkeinrichtung als Mikrospiegelanordnung ausgestaltet sein, welche wenigstens einen um eine Achse drehbaren oder schwenkba ren Mikrospiegel aufweist. Die Spiegelfläche des Mikrospiegels bildet dabei einen Um lenkbereich, der zum Umlenken wenigstens eines Lichtsignals dient. Alternativ kann die Lichtsignalumlenkeinrichtung wenigstens eine diffraktive Struktur als Umlenkbereich aufweisen. Die wenigstens eine diffraktive Struktur kann auf einem Substrat angeordnet sein, welches seinerseits um die Achse drehbaren oder schwenkbar ist. Auf diese Wei se ist die wenigstens eine diffraktive Struktur des Umlenkbereichs drehbar oder schwenkbar. Wenigstens ein Positionsbereich kann entsprechend auf dem wenigstens einen Mikrospiegel oder dem wenigstens einen Substrat angeordnet sein. Auf diese
Weise kann der wenigstens eine Positionsbereich gemeinsam mit dem jeweiligen Um lenkbereich, nämlich einer Spiegelfläche oder einer weiteren diffraktiven Struktur, ge dreht oder geschwenkt werden.
Vorteilhafterweise kann die optische Messvorrichtung nach einem Lichtlaufzeitverfah ren, insbesondere einem Lichtimpulslaufzeitverfahren, arbeiten. Nach dem Lichtimpuls laufzeitverfahren arbeitende optische Messvorrichtungen können als Time-of-Flight- (TOF), Light-Detection-and-Ranging-Systeme (LiDAR), Laser-Detection-and-Ranging- Systeme (LaDAR) oder dergleichen ausgestaltet und bezeichnet werden. Dabei wird eine Laufzeit vom Aussenden eines Lichtsignals mit der Sendeeinrichtung und dem Empfang des entsprechenden reflektierten Lichtsignals mit einer entsprechenden Emp fangseinrichtung der Messvorrichtung gemessen und daraus eine Entfernung zwischen der Messvorrichtung und dem erkannten Objekt ermittelt.
Vorteilhafterweise kann die optische Messvorrichtung als scannendes System ausge staltet sein. Dabei kann mit Lichtsignalen ein Überwachungsbereich abgetastet, also abgescannt, werden. Dazu können die Strahlrichtungen der entsprechenden Lichtsigna le über den Überwachungsbereich sozusagen geschwenkt werden. Hierbei kommt we nigstens eine Lichtsignalumlenkeinrichtung zum Einsatz.
Vorteilhafterweise kann die optische Messvorrichtung als laserbasiertes Entfernungs messsystem ausgestaltet sein. Das laserbasierte Entfernungsmesssystem kann als Senderlichtquelle wenigstens einen Laser, insbesondere einen Diodenlaser, aufweisen. Mit dem wenigstens einen Laser können insbesondere gepulste Lasersignale als Licht signale gesendet werden. Mit dem Laser können Lichtsignale in für das menschliche Auge sichtbaren oder nicht sichtbaren Frequenzbereichen emittiert werden. Entspre chend kann wenigstens eine Empfangseinrichtung einen für die Frequenz des ausge sendeten Lichtes ausgelegten Detektor, insbesondere eine (Lawinen)fotodiode, ein Di- oden-Array, ein CCD-Array oder dergleichen, aufweisen. Das laserbasierte Entfer nungsmesssystem kann vorteilhafterweise ein Laserscanner sein. Mit einem La serscanner kann ein Überwachungsbereich mit insbesondere gepulsten Lasersignalen abgetastet werden.
Die Erfindung kann vorteilhafterweise bei einem Fahrzeug, insbesondere einem Kraft fahrzeug, verwendet werden. Vorteilhafterweise kann die Erfindung bei einem Land fahrzeug, insbesondere einem Personenkraftwagen, einem Lastkraftwagen, einem Bus, einem Motorrad oder dergleichen, einem Luftfahrzeug und/oder einem Wasserfahrzeug verwendet werden. Die Erfindung kann auch bei Fahrzeugen eingesetzt werden, die autonom oder wenigstens teilautonom betrieben werden können. Die Erfindung kann auch bei einer stationären Messvorrichtung eingesetzt werden.
Mit der Messvorrichtung können stehende oder bewegte Objekte, insbesondere Fahr zeuge, Personen, Tiere, Hindernisse, Fahrbahnunebenheiten, insbesondere Schlaglö cher oder Steine, Fahrbahnbegrenzungen, Freiräume, insbesondere Parklücken, oder dergleichen, erfasst werden.
Vorteilhafterweise kann die optische Messvorrichtung Teil eines Fahrerassistenzsys tems und/oder einer Fahrwerksteuerung eines Fahrzeugs sein oder mit diesen verbun den sein. Die mit der optischen Messvorrichtung ermittelten Informationen können zur Steuerung von Funktionskomponenten des Fahrzeugs herangezogen werden. Mit den Funktionskomponenten können insbesondere Fahrfunktionen, insbesondere eine Len kung, ein Bremssystem und/oder ein Motor, und/oder Signalisierungseinrichtungen des Fahrzeugs gesteuert werden. So kann bei Erkennung eines Objekts mit der optischen Messvorrichtung das Fahrzeug mit den entsprechenden Funktionskomponenten gelenkt und/oder in seiner Geschwindigkeit geändert, insbesondere gestoppt, werden und/oder wenigstens ein Signal ausgegeben werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens eine diffraktive Struktur als diffraktives optisches Element ausgestaltet sein. Diffraktive optische Elemente (DoE) können individuell gefertigt und an die entsprechenden Anforderungen angepasst wer den. Mit diffraktiven optischen Elementen kann eine gezielte und individuell vorgebbare Formung der Lichtsignale erreicht werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Positionsbereich für die Lichtsignale durchlässig wirken und/oder wenigstens ein Positionsbereich kann für die Lichtsignale reflektierend wirken.
Vorteilhafterweise kann die Positionserfassungseinrichtung entweder Positionsbereiche aufweisen, welche für die Lichtsignale durchlässig wirken oder Positionsbereiche auf weisen, welche für die Lichtsignale reflektierend wirken.
Alternativ kann die Positionserfassungseinrichtung sowohl wenigstens einen lichtdurch lässigen Positionsbereich als auch wenigstens einen reflektierenden Positionsbereich aufweisen.
Für Lichtsignale durchlässige Positionsbereich haben den Vorteil, dass eine Lichtquelle zur Erzeugung der auf den wenigstens einen Positionsbereich treffenden Lichtsignale auf der einem Positionsdetektor, welcher dem Empfang der Positions-Lichtsignale dient, gegenüberliegenden Seite des wenigstens einen Positionsbereichs angeordnet sein kann. Auf diese Weise gibt es keine Zonen, welche durch die Lichtquelle verdeckt wer den.
Reflektierende Positionsbereiche haben den Vorteil, dass sie in den rückwärtigen Raum, in dem sich die wenigstens eine Lichtquelle befinden kann, strahlen können.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Positionsbereich in, an und/oder auf wenigstens einem Substrat realisiert sein. Mit dem Substrat kann eine mechanische Stabilität erhöht werden. Ferner kann das Substrat als mechanische Halterung dienen. So kann das Substrat insbesondere auf wenigstens einer entspre chenden Achse montiert sein, um die es gedreht werden kann.
Vorteilhafterweise kann das Substrat für Lichtsignale durchlässig sein. Auf diese Weise kann der wenigstens eine Positionsbereich auch auf einer Lichtaustrittsseite des Sub strats angeordnet sein.
Vorteilhafterweise kann das Substrat aus Glas, Kunststoff oder dergleichen sein, auf das die jeweilige diffraktive Struktur durch Beschichtung oder Abtrag, insbesondere Ät zen oder dergleichen, realisiert werden kann.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Substrat als Dünnschicht realisiert sein.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Positionsbereich auf der Lichteintrittsseite eines Substrats angeordnet sein und/oder wenigstens ein Positionsbereich kann auf der Lichtaustrittsseite eines Substrats angeordnet sein.
Mit Positionsbereichen auf der Lichteintrittsseite kann die entsprechende Formung der Lichtsignale vor dem Eintritt in das Substrat erfolgen.
Mit Positionsbereichen auf der Lichtaustrittsseite können die Lichtsignale bei Verlassen des Substrats geformt werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Positionserfassungseinrich tung wenigstens eine Lichtquelle aufweisen oder nutzen, mit welcher Lichtsignale er zeugt werden können, die wenigstens teilweise auf wenigstens einen Positionsbereich gesendet werden können. Auf diese Weise können die Lichtsignale gezielt auf den we nigstens einen Positionsbereich gesendet werden.
Vorteilhafterweise kann die Positionserfassungseinrichtung als Lichtquelle eine Sender lichtquelle einer Sendeeinrichtung der optischen Messvorrichtung nutzen. Auf diese Weise kann eine ohnehin vorhandene Senderlichtquelle gewendet werden.
Vorteilhafterweise kann insbesondere mittels wenigstens eines optischen Systems ein Lichtstrahl der Senderlichtquelle aufgeteilt oder aufgefächert werden. Auf diese Weise kann ein Teil des Lichtstrahls in den Überwachungsbereich gesendet werden, während ein anderer Teil des Lichtstrahls auf wenigstens einen Positionsbereich gesendet wird. Die Aufteilung oder das Auffächern des Lichtstrahls des Lichtstrahls von der Sender lichtquelle kann mithilfe wenigstens eines optischen Systems, insbesondere wenigstens einer optischen Linse, erfolgen.
Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhafterweise die Positionserfassungseinrichtung eine eigene Lichtquelle aufweisen. Auf diese Weise kann die Positionserfassungsein richtung unabhängig von der Sendeeinrichtung betrieben werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Lichtquelle wenigstens einen Laser aufweisen. Mit einem Laser können gezielt Lichtpulse ausgesendet werden. Die wenigstens eine
Lichtquelle kann aus wenigstens einem Laser bestehen. Alternativ kann wenigstens ein Laser Teil der wenigstens einen Lichtquelle sein.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Lichtquelle wenigstens einen Oberflächenemitter (VCSEL), einen Kantenemitter, einen Faserlaser, einen Diodenlaser oder einen andersartigen Laser, insbesondere Halbleiterlaser, aufweisen. Derartige Lichtquellen können einfach und kompakt realisiert werden.
Vorteilhafterweise kann die Positionserfassungseinrichtung wenigstens ein optisches System aufweisen oder nutzen, welches zwischen wenigstens einer Lichtquelle und wenigstens einem Positionsbereich angeordnet ist. Mit dem optischen System können die Lichtsignale entsprechend geformt, insbesondere fokussiert und/oder aufgeweitet, werden.
Die Positionserfassungseinrichtung kann vorteilhafterweise wenigstens ein optisches System der Sendeeinrichtung und/oder einer Empfangseinrichtung der optischen Mess vorrichtung nutzen. So kann auf separate optische Systeme verzichtet werden.
Alternativ oder zusätzlich kann die Positionserfassungseinrichtung wenigstens ein eige nes optischen System verwenden. Auf diese Weise kann die Positionserfassungsein richtung unabhängig von der Sendeeinrichtung und/oder der Empfangseinrichtung be trieben werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein optisches System wenigstens eine optische Lin se aufweisen. Mit einer optischen Linse können Lichtsignale geformt werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Positionserfassungseinrich tung wenigstens einen Empfänger aufweisen oder nutzen, mit welchem Positions- Lichtsignale empfangen und in elektrische Signale umgewandelt werden können.
Vorteilhafterweise kann die Positionserfassungseinrichtung wenigstens ein Empfänger einer Empfangseinrichtung der optischen Messvorrichtung nutzen. Auf diese Weise kann ein ohnehin vorhandener Empfänger gewendet werden.
Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhafterweise die Positionserfassungseinrichtung einen eigenen Empfänger aufweisen. Auf diese Weise kann die Positionserfassungsein richtung unabhängig von der Empfangseinrichtung betrieben werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Empfänger, der von der Positionserfassungsein richtung verwendet wird, wenigstens einen Detektor, insbesondere eine (Lawi- nen)fotodiode, ein Dioden-Array, ein CCD-Array oder dergleichen, aufweisen. Mit einem Array können die Positions-Lichtsignale ortsaufgelöst empfangen und verarbeitet wer den.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Positionsbereich so ausgestaltet sein, dass mit diesem Lichtsignale mit einem Code versehen werden können, welcher mit dem Einfall der Lichtsignale korrespondiert. Auf diese Weise kön nen codierte Positions-Lichtsignale erzeugt werden, welche auf der Empfängerseite dekodiert werden können. Die codierten Positions-Lichtsignale kann dabei mit der Aus lenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs korrespondieren.
Vorteilhafterweise kann die Positionserfassungseinrichtung wenigstens eine Codetabel le zum Codieren der Lichtsignale und/oder zum decodieren der Positions-Lichtsignale aufweisen. Auf diese Weise kann die Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbe- reichs schneller und effizienter ermittelt werden.
Vorteilhafterweise können die Lichtsignale mit der wenigstens einen diffraktiven Struktur binär codiert werden. Binärcodes können einfach und zuverlässig erzeugt, übermittelt und decodiert werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens eine diffraktive Struktur wenigstens eines Positionsbereich so ausgestaltet sein, dass Lichtsignale ab hängig von deren Einfallswinkel auf die wenigstens eine diffraktive Struktur zu Positi- ons-Lichtsignale geformt werden können. Auf diese Weise kann die Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs direkt aus dem Einfallswinkel ermittelt werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Positionsbereich mehrere diffraktive Strukturen aufweisen, welche in unterschiedlichen Abständen zu der
wenigstens einen Achse nebeneinander angeordnet sind und unterschiedliche Lichtsig nal formende Eigenschaften aufweisen, und/oder wenigstens ein Positionsbereich kann wenigstens eine diffraktive Struktur aufweist, welche in unterschiedlichen Abständen zu der wenigstens einen Achse unterschiedliche Lichtsignale formende Eigenschaften aufweist. Auf diese Weise kann an unterschiedlichen Einfallstellen eine unterschiedliche Formung der Lichtsignale erfolgen. So kann die Auslenkung wenigstens eines Umlenk- bereichs aus der Veränderung der Einfallstelle der Lichtsignale auf den wenigstens ein Positionsbereich beim Drehen des Umlenkbereichs ermittelt werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Positionsbereich eine Mehrzahl von diffraktiven Strukturen aufweisen, welche nebeneinander angeordnet sein können. So können ent sprechend viele unterschiedliche individuelle Formungen der Lichtsignale entlang der Ausdehnung des wenigstens einen Positionsbereichs realisiert werden.
Vorteilhafterweise kann eine Lichtsignal formende Eigenschaft wenigstens eines Positi onsbereichs über dessen Ausdehnung in wenigstens einer Ausdehnungsrichtung variie ren. Auf diese Weise kann insbesondere kontinuierlich eine Variation der Formung der Lichtsignale abhängig von der Einfallstelle realisiert werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Lichtsignal auf wenigstens eine der Achsen gerichtet sein und/oder wenigstens ein Lichtsignal kann neben wenigstens eine der Achsen gerichtet sein.
Wenigstens ein Lichtsignal kann auf die wenigstens eine Achse gerichtet sein. Auf die se Weise kann die Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs direkt aus dem Einfallswinkel der Lichtsignale auf die entsprechende diffraktive Struktur des wenigstens einen Positionsbereich ermittelt werden. Außerdem kann die Größe der diffraktiven Struktur auf die Umgebung um die Achse begrenzt werden.
Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens ein Lichtsignale neben wenigstens eine Achse gerichtet sein. Auf diese Weise kann die Auslenkung des wenigstens einen Um lenkbereichs aus dem Einfallswinkel und/oder der Einfallstelle der Lichtsignale auf den wenigstens einen Positionsbereich ermittelt werden.
Ferner wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei der Lichtsignalumlenkeinrichtung dadurch gelöst, dass
- die Positionserfassungseinrichtung wenigstens einen Positionsbereich aufweist, wel cher mit dem wenigstens einen Umlenkbereich der Lichtsignalumlenkeinrichtung me chanisch derart gekoppelt ist, dass der wenigstens eine Positionsbereich Drehungen des wenigstens einen Umlenkbereichs mit vollziehen kann,
- der wenigstens eine Positionsbereich dazu ausgelegt ist, wenigstens ein zu einer Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs korrespondierendes Positionssignal bereitzustellen und
- der wenigstens eine Positionsbereich wenigstens eine diffraktive Struktur aufweist, welche so ausgestaltet ist, dass Lichtsignale abhängig von deren Einfall auf den we nigstens einen Positionsbereich zu Positions-Lichtsignalen geformt werden können.
Erfindungsgemäß werden die Lichtsignale mit der wenigstens einen diffraktiven Struktur zu Positions-Lichtsignale geformt. So kann eine Auslenkung des wenigstens einen Um lenkbereichs einfacher und genauer erfasst werden.
Außerdem wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei der optischen Messvorrichtung dadurch gelöst, dass
- die Positionserfassungseinrichtung wenigstens einen Positionsbereich aufweist, wel cher mit dem wenigstens einen Umlenkbereich der Lichtsignalumlenkeinrichtung me chanisch derart gekoppelt ist, dass der wenigstens eine Positionsbereich Drehungen des wenigstens einen Umlenkbereichs mit vollziehen kann,
- der wenigstens eine Positionsbereich dazu ausgelegt ist, wenigstens ein zu einer Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs korrespondierendes Positionssignal bereitzustellen und
- der wenigstens eine Positionsbereich wenigstens eine diffraktive Struktur aufweist, welche so ausgestaltet ist, dass Lichtsignale abhängig von deren Einfall auf den we nigstens einen Positionsbereich zu Positions-Lichtsignalen geformt werden können.
Vorteilhafterweise kann die wenigstens eine Positionserfassungseinrichtung als erfin dungsgemäße Positionserfassungseinrichtung ausgestaltet sein.
Des Weiteren wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei dem Verfahren dadurch gelöst,
dass
- die Positionserfassungseinrichtung wenigstens einen Positionsbereich aufweist, wel cher mit dem wenigstens einen Umlenkbereich der Lichtsignalumlenkeinrichtung me chanisch gekoppelt ist und mit dem wenigstens einen Umlenkbereich mitgedreht wird,
- mit dem wenigstens einen Positionsbereich ein zu einer Auslenkung des wenigstens einen Umlenkbereichs korrespondierendes Positionssignal bereitgestellt wird und
- Lichtsignale abhängig von deren Einfall auf den wenigstens einen Positionsbereich mit wenigstens einer diffraktiven Struktur des wenigstens einen Positionsbereichs zu Positions-Lichtsignalen geformt werden.
Erfindungsgemäß wird wenigstens eine diffraktive Struktur verwendet, um die auf den wenigstens einen Positionsbereich treffenden Lichtsignale zu Positions-Lichtsignale umzuformen.
Im Übrigen gelten die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Positionserfas sungseinrichtung, der erfindungsgemäßen Lichtsignalumlenkeinrichtung, der erfin dungsgemäßen Messvorrichtung und dem erfindungsgemäßen Verfahren und deren jeweiligen vorteilhaften Ausgestaltungen aufgezeigten Merkmale und Vorteile unterei nander entsprechend und umgekehrt. Die einzelnen Merkmale und Vorteile können selbstverständlich untereinander kombiniert werden, wobei sich weitere vorteilhafte Wirkungen einstellen können, die über die Summe der Einzelwirkungen hinausgehen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nach folgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeich nung näher erläutert werden. Der Fachmann wird die in der Zeichnung, der Beschrei bung und den Ansprüchen in Kombination offenbarten Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen schematisch
Figur 1 eine Vorderansicht eines Fahrzeugs mit einer optischen Messvorrichtung, welche mit einem Fahrerassistenzsystem verbunden ist;
Figur 2 eine optische Messvorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel mit einem Fahrerassistenzsystem, welche in dem Fahrzeug aus der Figur 1
verwendet werden können;
Figur 3 eine Lichtsignalumlenkeinrichtung einer Sendeeinrichtung der Messvorrich tung aus der Figur 2 in einer Ansicht in Richtung einer Achse, mit der die Lichtsignalumlenkeinrichtung gedreht werden kann;
Figur 4 eine Positionserfassungseinrichtung der optischen Messvorrichtung aus den Figuren 1 bis 3;
Figur 5 eine Codiertabelle der Positionserfassungseinrichtung aus der Figur 4;
Figur 6 eine Positionserfassungseinrichtung einer optischen Messvorrichtung ge mäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Ausführungsform(en) der Erfindung
In der Figur 1 ist ein Fahrzeug 10, beispielsweise ein Personenkraftwagen, in der Vor deransicht gezeigt. Das Fahrzeug 10 verfügt über eine optische Messvorrichtung 12, beispielsweise einen Laserscanner. Die optische Messvorrichtung 12 ist beispielsweise in einer vorderen Stoßstange des Fahrzeugs 10 angeordnet. Ferner verfügt das Fahr zeug 10 über ein Fahrerassistenzsystem 14, mit dem das Fahrzeug 10 autonom oder teilautonom betrieben werden kann. Die optische Messvorrichtung 12 ist funktional mit dem Fahrerassistenzsystem 14 verbunden, so dass Informationen, welche mit der Messvorrichtung 12 erlangt werden können, an das Fahrerassistenzsystem 14 übermit telt werden können. Mit der Messvorrichtung 12 kann ein Überwachungsbereich 16, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel, in Fahrtrichtung vor dem Kraftfahrzeug 10, auf Ob jekte 18 überwacht werden.
Die Messvorrichtung 12 arbeitet nach einem Lichtlaufzeitverfahren. Hierzu werden Lichtsignale 20, beispielsweise in Form von Laserpulsen, in den Überwachungsbereich 16 gesendet. An einem etwaigen Objekt 18 reflektierte Lichtsignale 22 werden von der Messvorrichtung 12 empfangen. Aus einer Laufzeit zwischen dem Aussenden der Lichtsignale 20 und dem Empfang der reflektierten Lichtsignale 22 wird eine Entfernung des Objekts 18 zu der Messvorrichtung 12 ermittelt. Die Strahlrichtung der Lichtsignale 20 wird während der Messungen über den Überwachungsbereich 16 geschwenkt. Auf diese Weise wird der Überwachungsbereich 16 abgetastet. Aus der Strahlrichtung der Lichtsignale 20, welche an dem Objekt 18 reflektiert werden, wird eine Richtung des
Objekts 18 relativ zu der Messvorrichtung 12 ermittelt.
Die Messvorrichtung 12 umfasst eine Sendeeinrichtung 24, eine Empfangseinrichtung 26 und eine elektronische Steuer- und Auswerteeinrichtung 28.
Die Sendeeinrichtung 24, welche beispielhaft in der Figur 2 gezeigt ist, umfasst eine Sendelichtquelle 30, ein optisches System in Form einer Sendelinse 32 und eine Sen- der-Lichtsignalumlenkeinrichtung 34.
Die Empfangseinrichtung 26 umfasst einen optischen Empfänger 36, eine Empfänger linse 38 und eine Empfänger-Lichtsignalumlenkeinrichtung 40.
Die Senderlichtquelle 30 weist beispielsweise einen Laser auf. Mit der Sendlichtquelle 30 können gepulste Lasersignale als Lichtsignale 20 erzeugt werden.
Mit der Senderlinse 32 können die Lichtsignale 20 in einer Richtung quer zu ihrer Strahlrichtung aufgeweitet werden. Dies in der Figur 2 durch ein gestricheltes Trapez angedeutet. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Lichtsignale 20 mit der Senderlinse 32 in Richtung einer Achse 46, beispielhaft in vertikaler Richtung, aufge weitet.
Die Sender-Lichtsignalumlenkeinrichtung 34 befindet sich im Strahlengang der Sender lichtquelle 30 hinter der Senderlinse 32. Mithilfe der Sender- Lichtsignalumlenkeinrichtung 34 kann die Strahlrichtung der Lichtsignale 20 in einer Ebene geschwenkt werden. Beispielsweise verläuft die Schwenkebene senkrecht zu der Richtung, in der die Lichtsignale 20 mit der Senderlinse 32 aufgeweitet werden, bei spielhaft also horizontal. Auf diese Weise kann der Überwachungsbereich 16 mit nach einander folgenden Lichtsignalen 20 in horizontaler Richtung abgetastet werden.
Mit der Empfänger-Lichtsignalumlenkeinrichtung 14 werden aus dem Überwachungsbe reich 16 reflektierte Lichtsignale 22 auf die Empfängerlinse 38 umgelenkt. Mit der Emp fängerlinse 38 werden die reflektierten Lichtsignale 22 auf den Empfänger 36 abgebil det.
Der Empfänger 36 ist beispielsweise als CCD-Chip, Array, Fotodiode oder andersartiger Detektor zum Empfang der reflektierten Lichtsignale 22 in Form von Laserpulsen aus gestaltet. Mit dem Empfänger 36 werden die empfangenen Lichtsignale 22 in elektroni sche Signale umgewandelt. Die elektronischen Signale werden der Steuer- und Aus werteeinrichtung 28 übermittelt.
Mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 28 werden die Sendeeinrichtung 24 und die Empfangseinrichtung 26 gesteuert. Ferner werden mit der Steuer- und Auswerteeinrich tungen 28 die aus den empfangenen Lichtsignale 22 gewonnenen elektronischen Sig nale ausgewertet. Mit der Steuer- und Auswerteeinrichtungen 28 wird die Lichtlaufzeit und daraus die Entfernung des Objekts 18, an dem die Lichtsignale 22 reflektiert wur den, ermittelt. Außerdem wird mit der Steuer- und Auswerteeinrichtungen 28 die Rich tung des Objekts 18 ermittelt.
Die Sender-Lichtumlenkeinrichtung 24 umfasst beispielhaft einen Sender- Umlenkbereich 42a in Form einer diffraktiven Struktur. Die diffraktive Struktur ist bei spielsweise als sogenanntes diffraktives optisches Element realisiert. Der Sender- Umlenkbereich 42a ist beispielhaft auf einem rechteckigen, flachen Substrat 44 reali siert. Das Substrat 44 ist beispielsweise eine Glasplatte oder Kunststoffplatte, auch als Dünnfilm, welche für die Lichtsignale 20 durchlässig ist. Der Sender-Umlenkbereich 42a ist auf der Seite des Substrats 44 angeordnet, die der Sendelinse 32 abgewandt ist. Der Sender-Umlenkbereich 42a erstreckt sich als Streifen nahezu über die gesamte Breite des Substrats 44 quer zur Achse 46.
Das Substrat 44 ist auf der Achse 46 befestigt. Die Achse 46 ihrerseits wird mit einem Motor 50 angetrieben, sodass das Substrat 44 und mit diesem der Umlenkbereich 42a um die Achse 46 hin und her geschwenkt wird. Die Schwenkrichtung des Substrats 44 und damit des Umlenkbereichs 42a ist in der Figur 2 durch einen Doppelpfeil 48 ange deutet.
Der Motor 50 ist beispielsweise ein Schwingspulenmotor. Der Motor 50 ist steuerbar mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 28 verbunden. Statt eines Schwingspulenmotors kann auch eine andersartiger Antriebseinrichtung als Motor 50 vorgesehen sein.
Der Sender-Umlenkbereich 42a befindet sich, wie auch in der Figur 3 gezeigt ist, im Strahlengang der Lichtsignale 20 der Sendeeinrichtung 24. Die Figur 3 zeigt die Sen derlinse 32 und die Sender-Lichtsignalumlenkeinrichtung 34 von oben in Richtung der Achse 46 betrachtet. Die Lichtsignale 20 werden abhängig von ihrem Einfall auf den Umlenkbereich 42a gebeugt. Der Einfall ist definiert durch einen Einfallswinkel 52 und eine Einfallstelle 53. Der Einfallswinkel 52 ist der Winkel zwischen einer Einfallstrahl richtung 54 der Lichtsignale 20 und der Eintrittsfläche des Sender-Umlenkbereichs 42a.
Die diffraktive Struktur des Sender-Umlenkbereichs 42a ist beispielsweise so ausgestal tet, dass ein Beugungswinkel 56 auf der Austrittsseite relativ zur Austrittsfläche des Um lenkbereichs 42a unabhängig von dem Einfallswinkel 52 konstant ist. Ein Ablenkungs winkel 58 zwischen der Einfallstrahlrichtung 54 und der Austrittsstrahlrichtung 57 der umgelenkten Lichtsignale 20 setzt sich zusammen aus dem Einfallswinkel 52 und dem konstanten Beugungswinkel 56. Um den Ablenkungswinkel 58 zu verändern, wird der Sender-Umlenkbereich 42 um die Achse 46 geschwenkt, was lediglich zur Veränderung des Einfallswinkel 52 führt. Durch das Schwenken des Sender-Umlenkbereichs 42a wird so die Austrittsstrahlrichtung 57 der Lichtsignale 20 im Überwachungsbereich 16 geschwenkt. Mithilfe des schwenkbaren Sender-Umlenkbereichs 42a kann ein Sichtbe reich 64, welcher den Überwachungsbereich 16 definiert, abgetastet werden. Die Sicht bereichsgrenzen 49 des Sichtbereichs 64 sind in der Figur 3 mit gestrichenen Linien angedeutet.
Die Empfänger-Lichtsignalumlenkeinrichtung 40 umfasst, wie in der Figur 2 gezeigt, einen Empfänger-Umlenkbereich 42b. Der Empfänger-Umlenkbereich 42b ist eine dif fraktive Struktur, beispielsweise ein diffraktives optisches Element.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Empfänger-Umlenkbereich 42b auf demselben Substrat 44 realisiert, auf dem auch der Sender-Umlenkbereich 42a reali siert ist. Der Empfänger-Umlenkbereich 42b ist auf der Seite des Substrats 44 angeord net, welche der Empfängerlinse 38 zugewandt ist. Der Empfänger-Umlenkbereich 42b erstreckt sich nahezu über die gesamte Breite des Substrats 44 quer zur Achse 46. Die Ausdehnung des Empfänger-Umlenkbereichs 42b in Richtung der Achse 46 ist größer als die entsprechende Ausdehnung des Sender-Umlenkbereichs 42a.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Sende-Lichtumlenkeinrichtung 34 und die Empfänger-Lichtsignalumlenkeinrichtung 40 mithilfe des gemeinsamen Substrats 44 mechanisch gekoppelt. So können der Sender-Umlenkbereich 42a und der Empfänger- Umlenkbereich 42b gemeinsam mit der Achse 46 geschwenkt werden. Hierfür ist nur ein einziger Motor 50 erforderlich.
Der Empfänger-Umlenkbereich 42b ist so ausgestaltet, dass mit diesem reflektierte Lichtsignale 22, welche aus dem Überwachungsbereich 16 kommen, in jeder Schwenk position des Empfänger-Umlenkbereichs 42b, respektive des Substrats 44, auf die Empfängerlinse 38 gelenkt werden. Mit der Empfängerlinse 38 werden die umgelenkten reflektierten Lichtsignale 22 auf dem Empfänger 36 fokussiert.
Die Messvorrichtung 12 weist darüber hinaus eine Positionserfassungseinrichtung 60 auf. Mit der Positionserfassungseinrichtung 60 kann eine Auslenkung des Substrats 44 und damit der Sender-Lichtumlenkeinrichtung 34, respektive des Sender- Umlenkbereichs 42a, und der Empfänger-Lichtsignalumlenkeinrichtungen 40, respekti ve des Empfänger-Umlenkbereichs 42b, ermittelt werden.
Die Positionserfassungseinrichtung 60 umfasst einen Positionsbereich 62 in Form einer diffraktiven Struktur 63, beispielsweise einem diffraktiven optischen Element, und einen optischen Positionsdetektor 66.
Der Positionsbereich 62 ist auf der Seite des Substrats 44 angeordnet, welche der Sen derlichtquelle 30 zugewandt ist. Der Positionsbereich 62 befindet sich in Richtung der Achse 46 betrachtet beispielhaft zwischen dem Sender-Umlenkbereich 42a und dem Empfänger-Umlenkbereich 42b. Der Positionsbereich 62 erstreckt sich, wie auch in der Figur 4 gezeigt ist, als Streifen beispielhaft senkrecht zur Achse 46 nahezu über die gesamte Breite des Substrats 44. Der Positionsbereich 62 ist nah genug an dem Sen der-Umlenkbereich 42 angeordnet, dass ein Teil des mit der Senderlinse 32 aufgefä cherten Lichtsignals 20, wie in der Figur 2 gezeigt, auf dem Positionsbereich 62 fällt.
Die diffraktive Struktur 63 des Positionsbereich 62 ist so ausgestaltet, dass Lichtsignale 20, welche auf dem Positionsbereich 62 treffen, abhängig von dem Einfallswinkel 52 der Lichtsignale 20 auf dem Positionsbereich 62 codiert werden. Die Codierung charakteri-
siert dabei den jeweiligen Einfallswinkel 52. bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht der Einfallswinkel 52 einem Schwenkwinkel 72 des Substrats 44 und damit der Sender-Umlenkbereiche 42a und der Empfänger-Umlenkbereich 42b, welcher de ren Auslenkung charakterisiert.
Die Codierung erfolgt beispielsweise entsprechend einer in der Figur 5 gezeigten Co diertabelle 74 in einem Binärcode 76. Dabei entspricht beispielhaft ein Schwenkwinkel 72 von 0,05° dem Binärcode 76„10001 10“. Ein Schwenkwinkel 72 von 0,1 ° entspricht dem Binärcode 76„0100101“. Ein Schwenkwinkel 72 von 0,15° entspricht dem Binär code 76 „001001 1“. Ein Schwenkwinkel 72 von 0,2° entspricht dem Binärcode 76 „0001 1 1 1“.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Lichtsignale 20 codiert und als Po- sitions-Lichtsignale 68 reflektiert und zu dem Positionsdetektor 66 gesendet.
Der Positionsdetektor 66 ist beispielhaft neben der Senderlichtquelle 30 auf gleicher Höhe angeordnet. Der Positionsdetektor 66 kann beispielsweise als Einzeldetektor, Zei lendetektor oder Flächendetektor ausgestaltet sein. Hierfür kann beispielsweise ein CCD-Chip, eine Fotodiode oder dergleichen verwendet werden.
Die codierten Lichtsignale 68 werden mit dem Positionsdetektor 66 in elektrische Positi onssignale umgewandelt und an die Steuer- und Auswerteeinrichtungen 28 übermittelt. Mit der Steuer- und Auswerteeinrichtungen 28 werden die elektrischen Positionssignale anhand der Codiertabelle 74 decodiert. Aus den decodierten elektrischen Positionssig nale wird der Schwenkwinkel 72 des Positionsbereichs 62 und damit des Substrats 44, des Sender-Umlenkbereichs 42a und des Empfänger-Umlenkbereichs 42b ermittelt. So wird mithilfe der Positionserfassungseinrichtung 60 eine momentane Auslenkung der Sender-Lichtumlenkeinrichtung 34 und der Empfänger-Lichtsignalumlenkeinrichtung 40 ermittelt.
Bei einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel kann der Positionsbereich 62 statt zur Reflexion der Lichtsignale zur Transmission ausgestaltet sein. In diesem Fall befindet sich der Positionsdetektor 66 auf der der Senderlichtquelle 30 gegenüberliegenden Sei te des Positionsbereich 62.
Beim Betrieb der Messvorrichtung 12 werden mit der Sendelichtquelle 30 gepulste Lichtsignale 20 durch die Sendelinse 32 auf den Sendeumlenkbereich 42a und den Po sitionsbereich 62 gesendet. Dabei sind die Lichtsignale 20 auf die Achse 46 gerichtet.
Mit dem Sender-Umlenkbereich 42a werden die Lichtsignale 20 abhängig vom Einfalls winkel 52, also abhängig von der Auslenkung des Substrats 44, in den Überwachungs bereich 16 gesendet.
In der Figur 3 ist der Sender-Umlenkbereich 42 in zwei Auslenkungen gezeigt. Die an dem Objekt 18 reflektierten Lichtsignale 22 werden mit dem Empfänger-Umlenkbereich 42 auf die Empfängerlinse 38 gelenkt. Mit der Empfängerlinse 38 werden die reflektier ten Lichtsignale 22 auf den Empfänger 36 fokussiert. Mit dem Empfänger 36 werden die reflektierten Lichtsignale 22 in elektrische Signale umgewandelt und an die Steuer- und Auswerteeinrichtung 28 übermittelt. Mit der Steuer- und Auswerteeinrichtungen 28 wird die Laufzeit der Lichtsignale 20 und der entsprechenden reflektierten Lichtsignale 22 ermittelt und daraus eine Entfernung des erfassten Objekts 18 zu der Messvorrichtung 12 bestimmt.
Ferner wird mit dem Positionsbereich 62 der auf diesen treffende Anteil der Lichtsignale 20 codiert und als Positions-Lichtsignale 68 zu dem Positionsdetektor 66 gesendet. In der Figur 4 ist der Positionsbereich 62 in den zwei Auslenkungen gezeigt, welche der Figur 3 entsprechen. Aus den Positions-Lichtsignalen 68 wird der Schwenkwinkel 72 bestimmt. Aus dem Schwenkwinkel 72, also der Auslenkung der Sender- Lichtsignalumlenkeinrichtung 34 und der Empfänger-Lichtsignalumlenkeinrichtung 40, wird die Richtung des erfassten Objekts 18 relativ zum Messvorrichtung 12 ermittelt.
Während der Messung wird mit dem Motor 50 die Achse 46 gedreht und damit das Substrat 44 hin und her geschwenkt. Auf diese Weise erfahren nacheinander ausge sendete gepulste Lichtsignale 20 unterschiedliche Ablenkungen in den Überwachungs bereich 16. So wird der Überwachungsbereich 16 mit den gepulsten Lichtsignale 20 abgescannt.
In der Figur 6 ist eine Positionserfassungseinrichtung 60 gemäß einem zweiten Ausfüh-
rungsbeispiel gezeigt. Diejenigen Elemente, die zu denen der Positionserfassungsein richtung 60 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel aus den Figuren 1 bis 5 ähnlich sind, sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Im Unterschied zum ersten Ausfüh rungsbeispiel weist der Positionsbereich 62 der Positionserfassungseinrichtung 60 ge mäß den zweiten Ausführungsbeispiel eine Mehrzahl von diffraktiven Strukturen 53 in Form von diffraktiven optischen Elementen auf. Die diffraktiven Strukturen 53 sind ne beneinander in unterschiedlichen Abständen zur Achse 46 angeordnet. Die diffraktiven Strukturen 53 haben unterschiedliche Lichtsignal formgebende Eigenschaften. Auf die se Weise wird beim Auftreffen eines Lichtsignals 20 auf eine der diffraktiven Strukturen 53 dieses entsprechend individuell codiert.
Ferner sind beim zweiten Ausführungsbeispiel die Lichtsignale 20 neben die Achse 46 gerichtet. Beim Drehen des Substrats 44 um die Achse 46 treffen die Lichtsignale 20 in unterschiedlichen Einfallstellen 53 auf den Positionsbereich 62 und somit auf unter schiedliche diffraktive Strukturen 53. In der in der Figur 6 gezeigten Auslenkung mit ei nem Schwenkwinkel 72 von 0°, in der das Substrat 44 gestrichelt dargestellt ist, treffen die Lichtsignale 20 beispielsweise auf die vierte diffraktive Struktur 53 von links. In der Auslenkung mit einem größeren Schwenkwinkel 72 treffen die Lichtsignale 20 bei spielsweise auf die dritte diffraktive Struktur 53 von links. Die Lichtsignale 20 werden abhängig von der Einfallstelle 53 auf dem Positionsbereich 62 mit den entsprechenden diffraktiven Strukturen 53 codiert und zu dem Empfänger 66 gesendet.