Transportfahrzeug, Verfahren zum Aufnehmen einer Last durch ein Transportfahrzeug und System mit einem Transportfahrzeug und einer
Last
Die Erfindung betrifft ein Transportfahrzeug mit einer Basis, mit Rädern die mit der Basis verbunden sind, und mit Lastaufnahmemitteln, wobei das Transport fahrzeug zum Transportieren einer eine Längsrichtung und eine Querrichtung aufweisenden Last zwischen den Rädern geeignet ist.
Ein derartiges Transportfahrzeug ist bereits ist aus der DE 2 220 991 A bekannt.
Nachteilig bei diesem Transportfahrzeug ist, dass es nicht wünschenswert kom- pakt und dabei flexibel nutzbar ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein diesbezüglich verbessertes Transportfahrzeug, sowie ein Verfahren zum Aufnehmen einer Last durch das Transportfahrzeug, sowie ein System mit einem Transportfahrzeug und einer Last zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 wiedergegebene Transportfahrzeug, das in Anspruch 9 wiedergegebene Verfahren sowie das in Anspruch 10 wieder gegebene System gelöst.
Das erfindungsgemäße Transportfahrzeug ist in einer Querfahrt und in eine Längsfahrt fahrbar.
Bevorzugt ist das Fahrzeug ein Mehrwegefahrzeug, das zusätzlich zu der Quer fahrt und der Längsfahrt bevorzugt in einer Kreisfahrt, auch Karussellfahrt ge nannt, fahrbar ist.
Alle Räder des Transportfahrzeugs sind bevorzugt um mindestens 90° lenkbar. Bevorzugt unterscheidet sich die Querfahrt von der Längsfahrt darin, dass, je weils bei Geradeausfahrt und relativ zu der Basis betrachtet, die Räder um 90° verdreht sind. Das Transportfahrzeug kann zusätzlich zu der Längsfahrt und der Querfahrt auch noch eine Diagonalfahrt erlauben.
Sowohl in der Querfahrt, als auch in der Längsfahrt weisen jeweils zumindest zwei Räder eine Spurbreite zueinander auf.
Sowohl die Spurbreite in Längsfahrt, als auch die Spurbreite in Querfahrt ist vari abel .
Hierdurch ist eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass das Transportfahrzeug sehr kompakt sein kann und im beladenen Zustand nur wenig größer sein muss, als die Last.
Bevorzugt ist sowohl die Spurbreite in Längsfahrt, als auch die Spurbreite in Querfahrt im Stillstand des Transportfahrzeugs und/oder bei fahrendem Trans portfahrzeug und/oder bei unbeladenem und/oder bei beladenem Transportfahr zeug variabel.
Bevorzugt ist mit dem Transportfahrzeug eine Fahrbewegung durchführbar, die das Transportfahrzeug so zu der Last positioniert, dass die Last zwischen den Rädern angeordnet ist. Diese Fahrbewegung wird im Rahmen dieser Druckschrift auch als„Anfahren" der Last bezeichnet. Die Last weist bevorzugt eine Längser streckung und eine Quererstreckung auf. Die Längserstreckung der Last ist be vorzugt größer, als die Quererstreckung. Bei der Last kann es sich um ein KFZ
handeln. Bei der Last kann es sich um einen Container oder Gestelle handeln. Mit dem Begriff „Längsrichtung der Last" wird im Rahmen dieser Druckschrift die in Richtung der Längserstreckung der Last verlaufende Richtung bezeichnet. Mit dem Begriff „Querrichtung der Last" wird im Rahmen dieser Druckschrift die in Richtung der Quererstreckung der Last verlaufende Richtung bezeichnet.
Bevorzugt weisen sowohl in der Querfahrt, als auch in der Längsfahrt jeweils zu mindest zwei Räder einen Radstand zueinander auf. Bevorzugt ist der Radstand variabel, besonders bevorzugt sowohl der Radstand in Querfahrt, als auch der Radstand in Längsfahrt. Bevorzugt ist der Radstand in Längsfahrt und/oder der Radstand in Querfahrt im Stillstand des Transportfahrzeugs und/oder bei fahren dem Transportfahrzeug und/oder bei unbeladenem und/oder bei beladenem Transportfahrzeug variabel.
Hierdurch ist eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass, wie bevorzugt, eine Last, deren Längserstreckung von der Quererstreckung abweicht, sowohl in ihrer Längsrichtung, als auch in ihrer Querrichtung von dem Transportfahrzeugt ange fahren werden kann und die Räder des mit der Last beladenen Transportfahr zeugs, wie bevorzugt, dennoch entweder in Längsrichtung der Last über die Last hinausragen und in Querrichtung nicht, oder in Querrichtung der Last über diese hinausragen und in Längserstreckung nicht.
Die Last weist bevorzugt eine die Längserstreckung definierende Längsseite auf. Bevorzugt kann das Transportfahrzeug eine Last anfahren, die sich in der Mitte von längs nebeneinander abgestellten Lasten befindet, deren Längsseiten also einander zugewandt sind. Bevorzugt kann der Abstand von längs nebeneinander abgestellten Lasten dabei kleiner sein, als die Hälfte des Unterschieds zwischen Längs- und Quererstreckung der Last.
Das Transportfahrzeug kann drei Räder aufweisen, bevorzugt weist es vier Räder auf. Die Räder können Einfachreifen oder Mehrfachreifen, etwa Zwillingsreifen, umfassen.
Das Transportfahrzeug ist bevorzugt zum Transportieren einer eine Längserstre ckung und eine Quererstreckung aufweisenden Last derart geeignet, dass die
Last zwischen allen Rädern angeordnet ist. Bevorzugt verteilt sich die Gewichts kraft der Last im beladenen Zustand des Transportfahrzeugs auf alle Räder, vor zugsweise gleichmäßig.
Bevorzugt sind Verstellmittel vorgesehen, mittels derer die Position von mindes tens zwei der Räder relativ zu der Basis veränderbar ist.
Die Verstellmittel können so ausgestaltet sein, dass diese mindestens zwei Räder jeweils eine translatorische Bewegung relativ zu der Basis durchführen können. Die Verstellmittel können also lineare Verstellmöglichkeiten bereitstellen. Die Verstellmittel können so ausgestaltet sein, dass diese mindestens zwei Räder jeweils zwei verschiedene translatorische Bewegungen relativ zu der Basis durch führen können. Die Richtungen der beiden verschiedenen translatorischen Bewe gungen können senkrecht zueinander stehen. Die Verstellmittel können also senkrecht zueinander stehende lineare Verstellmöglichkeiten bereitstellen.
Die Verstellmittel können so ausgestaltet sein, dass diese mindestens zwei Räder jeweils eine Schwenkbewegung relativ zu der Basis durchführen können. Die Schwenkbewegung kann entlang einer Kreisbahn verlaufen.
Die Verstellmittel können so ausgestaltet sein, dass die mindestens zwei Räder entweder jeweils eine translatorische Bewegung relativ zu der Basis und eine Schwenkbewegung relativ zu der Basis oder jeweils zwei verschiedene translato rische Bewegungen relativ zu der Basis durchführen können. Verglichen mit einer Anordnung, bei der die mindestens zwei Räder lediglich eine Schwenkbewegung relativ zu der Basis durchführen können, ist hierdurch die Anpassbarkeit des Transportfahrzeugs an verschieden dimensionierte Lasten gesteigert.
Die mindestens zwei Räder, deren Position relativ zu der Basis veränderbar ist, sind bevorzugt benachbart angeordnet. Bevorzugt ist mittels der Verstellmittel die Position aller Räder des Transportfahrzeugs relativ zu der Basis veränderbar. Bevorzugt sind die Verstellmittel so ausgestaltet, dass alle Räder entweder je weils eine translatorische Bewegung relativ zu der Basis und eine entlang einer Kreisbahn verlaufende Bewegung relativ zu der Basis durchführen können, oder
dass alle Räder jeweils zwei verschiedene translatorische Bewegungen relativ zu der Basis durchführen können.
Bevorzugt ist das Transportfahrzeug auch zum Anheben der Last zwischen den Rädern geeignet. Bevorzugt ist mit den Lastaufnahmemitteln eine ebenerdig ab gestellte Last anhebbar.
Die Lastaufnahmemittel können eine Traggabel oder eine Ladeplattform umfas sen, ähnlich wie dies für sich genommen von Gabelstaplern und ähnlichen Flur förderzeugen bereits bekannt ist. Grundsätzlich ist dann denkbar, dass das Transportfahrzeug die Last mit den Lastaufnahmemitteln, etwa einer Ladeplatt form oder einer Traggabel, bei dem Anfahren unterfahren kann, so dass die Lastaufnahmemittel zumindest teilweise unter der Last angeordnet sind. Das An fahren kann dann die Anordnung der Last nicht ebenerdig, sondern etwa auf ei nem Regal oder einer Palette, voraussetzen.
Bevorzugt kann das Transportfahrzeug die Last, ähnlich wie ein Portalhubwagen, bei dem Anfahren überfahren, so dass es teilweise über der Last angeordnet ist. Bevorzugt kann das Transportfahrzeug eine ebenerdig abgestellte Last anfahren.
Bevorzugt umfassen die Lastaufnahmemittel Aufhängungen. Bevorzugt sind die Lastaufnahmemittel an der Basis angeordnet. Bevorzugt ist die Basis im belade nen Zustand des Transportfahrzeugs über der Last angeordnet. Bevorzugt über tragen die Lastaufnahmemittel die Gewichtskraft der Last im beladenen Zustand des Transportfahrzeugs auf die Basis.
Bevorzugt erlaubt das Transportfahrzeug ein Anfahren der aufzunehmenden Last sowohl in deren Längsrichtung, als auch in deren Querrichtung. Bevorzugt ist das Transportfahrzeug zum Anfahren einer Last in deren Längsrichtung in einen ers ten Zustand bringbar und zum Anfahren einer Last in deren Querrichtung in ei nen zweiten Zustand bringbar. Bevorzugt ist die Spurbreite in dem ersten Zu stand geringer, als die Spurbreite in dem zweiten Zustand. Bevorzugt ist der Radstand in dem ersten Zustand größer, als in dem zweiten Zustand.
In der Ausführungsform, in der das Transportfahrzeug vier Räder aufweist, ist es - bevorzugt mittels der Verstellmittel - vorzugsweise von einem ersten Zustand, in dem die Räder bevorzugt von oben betrachtet die Eckpunkte eines ersten ge dachten Rechtecks mit einer ersten Seite und einer hierzu benachbarten zweiten Seite bilden, in einen zweiter Zustand bringbar, in dem die Räder bevorzugt von oben betrachtet die Eckpunkte eines zweiten gedachten Rechtecks mit einer ers ten Seite und einer hierzu benachbarten zweiten Seite bilden. Das Transportfahr zeug ist bevorzugt durch Änderung der Position der Räder relativ zu der Basis von dem ersten Zustand in den zweiten Zustand bringbar. Bevorzugt ist das Transportfahrzeug ohne Änderung seiner Rotationslage von dem ersten Zustand in den zweiten Zustand bringbar. Bevorzugt weicht die Länge der ersten Seite des ersten Rechtecks von der Länge der ersten Seite des zweiten Rechtecks ab. Bevorzugt weicht die Länge der zweiten Seite des ersten Rechtecks von der Län ge der zweiten Seite des zweiten Rechtecks ab. Bevorzugt ist die erste Seite des zweiten Rechtecks länger, als die erste Seite des ersten Rechtecks. Bevorzugt ist die zweite Seite des zweiten Rechtecks kürzer, als die zweite Seite des ersten Rechtecks. Die Länge der ersten Seite des ersten Rechtecks und der ersten Seite des zweiten Rechtecks wird dabei bevorzugt durch den Abstand derselben Räder des Transportfahrzeugs definiert. Die Länge der zweiten Seite des ersten Recht ecks und der zweiten Breite des zweiten Rechtecks wird dabei bevorzugt durch den Abstand derselben Räder des Transportfahrzeugs definiert. Der Längenun terschied zwischen erster Seite des ersten Rechtecks und zweiter Seite des ers ten Rechtecks ist bevorzugt kleiner, als der Längenunterschied zwischen erster Seite des zweiten Rechtecks und zweiter Seite des zweiten Rechtecks. Das erste Rechteck ähnelt daher einem Quadrat bevorzugt mehr, als das zweite Rechteck. Bevorzugt ist die erste Seite des zweiten Rechtecks größer, als die zweite Seite des zweiten Rechtecks. Die erste Seite des ersten Rechtecks kann größer sein, als die zweite Seite des ersten Rechtecks. Die Seiten können gleich groß sein, das erste Rechteck kann also ein Quadrat sein. Bevorzugt ist die erste Seite des ersten Rechtecks kleiner, als die zweite Seite des ersten Rechtecks.
Bevorzugt umfasst das Transportfahrzeug ein fahrbares Traggestell, mit mindes tens zwei Beinen, die jeweils einen oberen Bereich und einen unteren Bereich aufweisen und in deren unterem Bereich jeweils eines der mindestens zwei Rä der, deren Position relativ zu der Basis veränderbar ist, angeordnet ist. Das fahr-
bare Traggestell umfasst bevorzugt zudem eine Tragstruktur, die die Beine in ihrem oberen Bereich miteinander verbindet. Bevorzugt sind die Lastaufnah memittel an der Tragstruktur angeordnet und erstrecken sich weiter bevorzugt von der Tragstruktur nach unten. Die Basis ist bevorzugt ein Teil der Tragstruk tur.
Die Beine können längenverstellbar sein. Auf diese Weise kann die Höhe, in der sich die Tragstruktur befindet, veränderbar sein.
Die Lastaufnahmemittel können relativ zur Basis verschiebbar sein. Die Lastauf nahmemittel können ausklappbar sein. Sie können zur Seite oder hochklappbar sein, um das Anfahren der Last nicht zu behindern und sie können nach Beendi gung dieser Fahrbewegung, wenn die Last also zwischen den Rädern angeordnet ist, in die Mitte zurück oder herunter klappbar sein, um die Last aufzunehmen. Die Lastaufnahmemittel können ein Greifelement aufweisen, welches in Eingriff mit der Last bringbar ist. Bevorzugt ist die Last mit den Greifelement untergreif bar. Das Greifelement kann - etwa mittels einer Spindelhubvorrichtung - hoch und runter verlagerbar sein. Anstelle der Spindelhubvorrichtung ist auch ein an deres Hubelement, wie z. B. ein Zylinder, etwa ein Hydraulikzylinder, denkbar. Das Greifelement kann - etwa mittels einer Spindelhubvorrichtung - horizontal verschiebbare Bereiche aufweisen. Anstelle der Spindelhubvorrichtung kann er neut etwa ein Zylinder, z. B. ein Hydraulikzylinder, vorgesehen sein.
Bevorzugt weisen die Beine einen sich im Wesentlichen vertikal erstreckenden Abschnitt auf. Dieser Abschnitt ist bevorzugt länger, als 1 m. Bevorzugt weisen die Beine auch einen horizontalen Abschnitt auf. Der horizontale und der vertika le Abschnitt der Beine können einstückig sein.
Die Tragstruktur kann ein zentrales Verbindungsstück und für jedes der mindes tens zwei Beine einen horizontal verlaufenden Schwenkträger umfassen. Die Ba sis des Transportfahrzeugs kann das zentrale Verbindungsstück umfassen oder hierdurch gebildet sein. Bevorzugt sind vier Schwenkträger vorgesehen. Die Ver stellmittel können jeweils ein Schwenklager zwischen den Schwenkträgern und dem zentralen Verbindungsstück umfassen. Bevorzugt sind dann mit dem Schwenklager die Schwenkträger paarweise oder einzeln schwenkbar an dem
zentralen Verbindungsstück gelagert. Die Verstellmittel können zudem ein Line arlager jeweils zwischen den Schwenkträgern und den horizontalen Abschnitten der Beine umfassen, vorzugsweise derart, dass das Bein jeweils in einer horizon talen Richtung relativ zu dem Schwenkträger verschiebbar ist. Die Linearlager sind bevorzugt so ausgeführt, dass das zu dem zugehörigen Bein zugehörige Rad eine translatorische Bewegung relativ zu der Basis durchführen kann. Die Linear lager können teleskopisch aufgebaut sein und eine Spindelhubvorrichtung auf weisen. Anstelle der Spindelhubvorrichtung kann etwa ein Zylinder, z. B. ein Hydraulikzylinder, vorgesehen sein. Das zentrale Verbindungsstück kann durch das oder die die Schwenklager gebildet sein. Das Schwenklager ist bevorzugt so ausgeführt, dass das zu dem zugehörigen Bein zugehörige Rad eine Schwenkbe wegung relativ zu der Basis durchführen kann. Die Schwenkträger sind bevorzugt horizontal schwenkbar an dem zentralen Verbindungstück gelagert. In einer Aus führungsform sind zwei dem zentralen Verbindungsstück gegenüberliegende Schwenkträger paarweise schwenkbar an dem zentralen Verbindungsstück gela gert. Diese Schwenkträger verlaufen bevorzugt stets in einer geraden Linie, sie können einstückig ausgebildet sein, und sind weiter bevorzugt lediglich gleichzei tig gegenüber dem zentralen Verbindungsstück verschwenkbar.
In einer anderen Ausführungsform ist jeder Schwenkträger einzeln schwenkbar an dem zentralen Verbindungsstück gelagert und kann unabhängig von weiteren Schwenkträgern gegenüber dem zentralen Verbindungsstück verschwenkt wer den.
In einer noch anderen Ausführungsform umfasst die Tragstruktur ein zentrales Lagerstück und mindestens einen Schubträger. Die Basis des Transportfahrzeugs kann das zentrale Lagerstück umfassen oder hierdurch gebildet sein. Bevorzugt sind zwei Schubträger vorgesehen. Die Verstellmittel umfassen dann bevorzugt ein Linearlager zwischen dem mindestens einen Schubträger und dem zentralen Lagerstück, mit dem der Schubträger verschiebbar an dem zentralen Lagerstück gelagert ist. Der Schubträger weist bevorzugt einen Kopf auf. Die Verstellmittel umfassen dann bevorzugt zudem ein weiteres Linearlager jeweils zwischen dem Kopf und den horizontalen Abschnitten. Bevorzugt sind die Linearlager zwischen dem Schubträger und dem zentralen Lagerstück sowie zwischen dem horizonta len Abschnitt und dem Kopf so ausgeführt, dass jedes Rad zwei verschiedene
translatorische Bewegungen relativ zu der Basis durchführen kann, deren Rich tungen bevorzugt senkrecht zueinander stehen. Bevorzugt ist zwischen jedem Kopf und jedem horizontalen Abschnitt ein Linearlager angeordnet. Die Linearla ger können auch in dieser Ausführungsform teleskopisch aufgebaut sein und eine Spindelhubvorrichtung oder einen Zylinder, etwa einen Hydraulikzylinder, auf weisen. Die Schubträger sind bevorzugt mittels der Linearlager horizontal ver schiebbar gelagert. Bevorzugt sind zwei Schubträger vorgesehen. Bevorzugt sind die beiden Schubträger gegenüberliegend an dem zentralen Lagerstück gelagert. Bevorzugt ist jeweils ein Linearlager zwischen dem Kopf eines Schubträgers und einem Bein vorgesehen, vorzugsweise derart, dass das Bein in einer horizontalen Richtung relativ zu dem Schubträger verschiebbar ist. Bevorzugt ist der Kopf je weils an dem dem zentralen Lagerstück abgewandten Ende des Schubträgers angeordnet. Bevorzugt ist der Kopf senkrecht zu dem restlichen Schubträger an geordnet.
Genau ein, zwei oder mehr oder alle Räder des Transportfahrzeugs können ange trieben sein. Es kann für jedes angetriebene Rad ein eigener Antriebsmotor vor gesehen sein.
Vorzugweise weist das Transportfahrzeug keine Fahrerkabine auf, sondern ist selbstfahrend, wählt seine Fahrtrichtung und/oder Fahrtgeschwindigkeit also selbst. Das Transportfahrzeug kann auch ferngesteuert sein.
Die Ausrichtung des Transportfahrzeugs und/oder der Transportprozess kann au tomatisiert oder teilautomatisiert sein, etwa dergestalt, dass eine Aufnahmeposi tion einer Last durch das Transportfahrzeug selbsttätig gefunden wird.
Bevorzugt ist die erforderliche Mindestbreite eines Ganges, um von dem Trans portfahrzeug durchfahren werden zu können, in den zweiten Zustand des Trans portfahrzeugs kleiner, als in dem ersten Zustand. Das Transportfahrzeug ist be vorzugt auch im beladenen Zustand von dem ersten Zustand in den zweiten Zu stand bringbar, vorzugweise auch umgekehrt.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Aufnehmen einer Last durch das Transportfahrzeug.
Das Transportfahrzeug führt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Fahr bewegung durch, die das Transportfahrzeug so zu der Last positioniert, dass die Last zwischen den Rädern angeordnet ist. Diese Fahrbewegung wird entweder in Querrichtung der aufzunehmenden Last oder in Längsrichtung der aufzunehmen den Last durchgeführt. Bevorzugt wird diese Fahrbewegung zum Aufnehmen ver schiedener Lasten nacheinander sowohl in Querrichtung der Last, als auch in Längsrichtung der Last durchgeführt. Das Transportfahrzeug wird, wenn diese Fahrbewegung in Querrichtung der aufzunehmenden Last durchgeführt wird, so ausgerichtet, dass zwei andere Räder in Fahrtrichtung vorne angeordnet sind, als wenn diese Fahrbewegung in Längsrichtung der aufzunehmenden Last durchge führt wird.
Bevorzugt wird das Transportfahrzeug, bevor diese Fahrbewegung in Längsrich tung der aufzunehmenden Last durchgeführt wird, in seinen ersten Zustand ge bracht. Bevorzugt wird dabei die Spurbreite des Transportfahrzeugs mittels der Verstellmittel kleiner eingestellt, als die Last lang ist.
Bevorzugt wird das Transportfahrzeug, bevor diese Fahrbewegung in Querrich tung der aufzunehmenden Last durchgeführt wird, in seinen zweiter Zustand ge bracht. Bevorzugt wird dabei der Radstand des Transportfahrzeugs mittels der Verstellmittel kürzer eingestellt, als die Last lang ist.
Bevorzugt wird das Transportfahrzeug, wenn diese Fahrbewegung in Längsrich tung der aufzunehmenden Last durchgeführt wird, so ausgerichtet, dass die erste Seite des ersten Rechtecks parallel zur Längsstreckung der Last ausgerichtet ist. Bevorzugt wird das Transportfahrzeug, wenn diese Fahrbewegung in Querrich tung der aufzunehmenden Last durchgeführt wird, so ausgerichtet, dass die zweite Seite des zweiten Rechtecks parallel zur Quererstreckung der Last ausge richtet ist.
Bevorzugt wird, wenn die Spurbreite des Transportfahrzeugs verändert wird, unmittelbar davor, gleichzeitig oder unmittelbar danach auch der Radstand des Transportfahrzeugs verändert. Dies gilt bevorzugt sowohl für die Längsfahrt, als auch für die Querfahrt.
Die Erfindung betrifft auch ein System mit einem Transportfahrzeug und mit ei ner eine Längsrichtung und eine Querrichtung aufweisenden Last.
Bei diesem System ist das Transportfahrzeug so ausgebildet, dass es eine die Last zwischen den Rädern anordnende Fahrbewegung des Transportfahrzeugs erlaubt, wobei diese Fahrbewegung sowohl in Längsrichtung der aufzunehmen den Last, als auch in Querrichtung der aufzunehmenden Last durchführbar ist.
Bevorzugt kann ein sehr kompaktes beladenes Transportfahrzeug, verglichen mit der Größe der Last erreicht werden. Das Transportfahrzeug ist vorzugsweise in einen ersten Zustand bringbar, in dem, wenn es beladen ist, seine Erstreckung in Längsrichtung der Last nicht größer ist, als die Längserstreckung der Last. Be vorzugt ist das Transportfahrzeug in einen zweiten Zustand bringbar, in dem, wenn es beladen ist, seine Erstreckung in Querrichtung der Last nicht größer ist, als die Quererstreckung der Last.
Etwa in der Ausführungsform mit vierrädrigem Transportfahrzeug ist bevorzugt die erste Seite des ersten gedachten Rechtecks kürzer, als die Längserstreckung der Last. Bevorzugt ist die zweite Seite des zweiten gedachten Rechtecks kürzer, als die Quererstreckung der Last.
Bevorzugt ist bei dem beladenen Transportfahrzeug entweder der Radstand oder die Spurbreite kürzer, als die Längserstreckung der Last. Dies gilt bevorzugt un abhängig davon, ob die Last in ihrer Längsrichtung oder in ihrer Querrichtung angefahren wurde. Das Transportfahrzeug ist auf diese Weise kompakter, als ein etwaiges Transportfahrzeug, dessen Radstand und Spurbreite mindestens so groß ist, wie die Last lang ist.
Die Last weist bevorzugt eine Höhe auf.
Bevorzugt weist das Transportfahrzeug Lastaufnahmemittel mit einem Hub auf, der mindestens so groß ist, wie die Höhe der Last. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass mit dem Transportfahrzeug eine Last in einer zweiten Ebene über einer ersten Last eingelagert werden kann.
Zudem kann auf diese Weise erreicht werden, dass eine Last aus einem dicht gelagerten Karree (zum Beispiel im Hafen vor der Verladung) beliebig ausgewählt und aufgenommen werden kann und alle anderen Lasten damit überfahren wer den können.
Ein auch bezüglich seiner Höhe in einen kompakten Zustand bringbares Trans portfahrzeug kann erreicht werden, wenn ein derartiger Hub zumindest auch dadurch erzielt ist, dass das Transportfahrzeug Beine aufweist, die längenver stellbar sind.
Die Erfindung soll nun anhand von in den Zeichnungen gezeigten Ausführungs beispielen weiter erläutert werden. Es zeigen schematisch :
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Transportfahrzeugs in seinem ersten Zustand in einer Ansicht von oben;
Fig. 2 das Transportfahrzeug in einer Darstellung wie in Fig. 1, je doch in seinem zweiten Zustand;
Fig. 3 eine Seitendarstellung eines Rades des in Fig. 1 gezeigten
Transportfahrzeugs;
Fig. 4 bis 13 eine Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Be- laden des Transportfahrzeugs aus Fig. 1 in einer Ansicht auf das Transportfahrzeug und auf die Lasten von oben;
Fig. 14 eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungs beispiels des Transportfahrzeugs in beladenem Zustand;
Fig. 15 eine perspektivische Darstellung eines Details aus Fig. 14;
Fig. 16 eine Ansicht von oben auf ein drittes Ausführungsbeispiel in seinem ersten Zustand;
Fig. 17 das in Fig. 16 gezeigte Transportfahrzeug in seinem zweiten Zustand mit Blick von oben;
Fig. 18 einen Ausschnitt einer perspektivischen Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Trans portfahrzeugs;
Fig. 19 das vierte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Transportfahrzeugs in einer Seitendarstellung.
Das in den Fig. 1 bis 13 dargestellte und mit 100 bezeichnete erste Ausführungs beispiel des erfindungsgemäßen Transportfahrzeugs (nachfolgend Transportfahr zeug 100) weist eine Basis A, und vier Räder 1, 1 ', 1 ' ', 1 ' ' ' auf, die mit der Basis verbunden sind. Die Basis A ist in den Figuren 1 und 2 der einfacheren Darstellbarkeit halber lediglich durch ein Rechteck symbolisiert und in den Fig. 4 bis 13 weggelassen. Das Transportfahrzeug 100 weist keine Fahrerkabine auf, sondern ist selbstfahrend.
Das Transportfahrzeug 100 weist Lastaufnahmemitteln 2 auf und ist, wie etwa die Figuren 1 und 2 zeigen, zum Transportieren einer eine Längserstreckung 4 und eine Quererstreckung 5 aufweisenden Last 3 zwischen allen Rädern 1, 1 ', 1 ' ', 1 ' ' ' geeignet. Das Transportfahrzeug 100 ist ein Zweiwegefahrzeug, wel ches in einer Querfahrt G und in eine Längsfahrt H fahrbar ist (siehe Fig. 1 und 2). Alle vier Räder 1, 1 ', 1 ' ' , 1 ' ' ' des Transportfahrzeugs 100 sind um min destens 90° lenkbar. Sowohl in der Längsfahrt H, als auch in der Querfahrt G weisen jeweils zumindest zwei Räder 1, 1 ',1 ' ' ,1 ' ' ' eine Spurbreite Ul, U2 zu einander auf (siehe auch Fig. 4 und 10). Sowohl die Spurbreite Ul in Längsfahrt H, als auch die Spurbreite U2 in Querfahrt G ist variabel (vgl. Fig. 1 und 2).
Sowohl in der Querfahrt G, als auch in der Längsfahrt H weisen zumindest zwei Räder 1, l ' ,l ' ' ,l ' ' ' einen Radstand VI, V2 zueinander auf (Fig. 1 und 2). Auch diese Radstände sind variabel, sowohl der Radstand in Querfahrt G, als auch der Radstand in Längsfahrt H. In dem in Fig. 1 gezeigten ersten Zustand B ragt das Transportfahrzeug 100 in Querrichtung Q der Last 3 über diese hinaus
und in Längsrichtung L der Last 3 nicht. In dem in Fig. 2 gezeigten zweiten Zu stand S ragt das Transportfahrzeug 100 in Längsrichtung L der Last 3 über diese hinaus und in Querrichtung Q der Last 3 nicht.
Zwei der vier Räder sind als Zwillingsreifen ausgeführt und die zwei restlichen als Einfachreifen. Es können alle Räder als Einfachreifen oder alle Räder als Zwil lingsreifen ausgeführt sein.
Es sind Verstell mittel 6 vorgesehen, mittels derer die Position aller Räder 1, 1 ' , 1 ", 1 ' ' ' relativ zu der Basis A veränderbar ist. Diese sind in dem ersten Aus führungsbeispiel so ausgestaltet, dass alle Räder 1, 1 ', 1 ' ' , 1 ' ' ' jeweils eine Schwenkbewegung relativ zu der Basis A durchführen können. Die zugehörige Schwenkachse ist in den Figuren 1 bis 13 nicht gezeigt.
Das Transportfahrzeug 100 ist auch zum Anheben der Last 3 zwischen den Rä dern 1, 1 ', 1 ' ', 1 ' ' ' geeignet. Mit den Lastaufnahmemitteln 2 ist auch eine ebenerdig abgestellte Last anhebbar.
Das Transportfahrzeug 100 kann die Last, ähnlich wie ein Portalhubwagen, bei dem Anfahren überfahren, so dass es teilweise über der Last angeordnet ist. Die Lastaufnahmemittel 2 sind an der Basis A angeordnet und umfassen Aufhängun gen. Die Basis A ist im beladenen Zustand des Transportfahrzeugs 100 über der Last 3 angeordnet und die Lastaufnahmemittel 2 übertragen die Gewichtskraft der Last auf die Basis A.
Wie etwa ein Vergleich der Figuren 4 und 10 zeigt, erlaubt das Transportfahrzeug 100 ein Anfahren der aufzunehmenden Last 3 sowohl in deren Längsrichtung L, als auch in deren Querrichtung Q. Um dies bei insgesamt kompakten Abmessun gen zu ermöglichen, ist das Transportfahrzeug 100 zum Anfahren der Last 3 in deren Längsrichtung L in einen ersten Zustand B bringbar und zum Anfahren ei ner Last in deren Querrichtung Q in einen zweiten Zustand S bringbar. Die Spur breite Ul in dem ersten Zustand ist geringer, als die Spurbreite U2 in dem zwei ten Zustand S. Der Radstand VI in dem ersten Zustand B größer, als der Rad stand V2 in dem zweiten Zustand S.
Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, ist das Transportfahrzeug 100 mittels der Ver stellmittel 6 von dem ersten Zustand B, in dem die Räder 1, 1 ', 1 ' ', 1 ' ' ' von oben betrachtet die Eckpunkte eines ersten gedachten Rechtecks RI mit einer ersten Seite 7 und einer hierzu benachbarten zweiten Seite 8 bilden, in einen zweiter Zustand S bringbar, in dem die Räder 1, 1 ', 1 ' ', 1 von oben be trachtet die Eckpunkte eines zweiten gedachten Rechtecks R2 mit einer ersten Seite 9 und einer hierzu benachbarten zweiten Seite 10 bilden. Dabei ist die ers te Seite 9 des zweiten Rechtecks R2 länger, als die erste Seite 7 des ersten Rechtecks RI und die zweite Seite 10 des zweiten Rechtecks R2 kürzer, als die zweite Seite 8 des ersten Rechtecks RI. Die Länge der ersten Seite 7 des ersten Rechtecks RI und der ersten Seite 9 des zweiten Rechtecks R2 wird dabei durch den Abstand derselben Räder 1 ', 1 ' ' des Transportfahrzeugs 100 definiert. Das erste Rechteck RI ähnelt einem Quadrat mehr, als das zweite Rechteck R2.
Die Lastaufnahmemittel 2 weisen ein Greifelement 25 auf, welches in Eingriff mit der Last 3 bringbar ist. Das Greifelement 25 ist mittels einer Spindelhubvorrich tung hoch und runter verlagerbar. Neben Spindelhubvorrichtungen sind auch an dere Hubelemente, wie z. B. Zylinder, etwa Hydraulikzylinder, denkbar.
Wie etwa Fig. 10 zeigt, ist der Radstand V2 des Transportfahrzeugs 100 bei ei nem Anfahren der Last 3 in deren Querrichtung Q kürzer, als die Längserstre ckung 4 der Last 3.
Für zwei der vier Räder und zwar für die diagonal zueinander angeordneten und als Einfachreifen ausgeführten Räder 1, 1 ' ' ist jeweils ein eigener Antriebsmotor 26 vorgesehen (Fig. 3). Jedes Rad 1, 1 ', 1 ' ',1 ' ' ' weist einen eigenen Lenkmo tor 27 auf.
Die Figuren 4 bis 6 und die Fig. 10 und 11 zeigen jeweils ein Anfahren der Last 3.
In den Figuren 4 bis 6 ist dieses Anfahren in Längsrichtung L der aufzunehmen den Last 3 gezeigt und in den Fig. 10 und 11 in Querrichtung Q der aufzuneh menden Last 3.
Ein Vergleich der Fig. 4 mit der Fig. 10 zeigt, dass, wenn diese Fahrbewegung FQ in Querrichtung Q der aufzunehmenden Last 3 durchgeführt wird, das Transport fahrzeug 100 so ausgerichtet wird, dass zwei andere Räder 1, 1 in Fahrtrich tung vorne angeordnet sind, als die in Fahrtrichtung vorne angeordneten Räder 1, 1 ', wenn diese Fahrbewegung FL in Längsrichtung L der aufzunehmenden Last durchgeführt wird.
Aus Fig. 4 zu erkennen ist, dass das Transportfahrzeug 100, bevor diese Fahrbe wegung FL in Längsrichtung L der aufzunehmenden Last 3 durchgeführt wird, in seinen ersten Zustand B gebracht wird. Dabei wird die Spurbreite des Transport fahrzeugs 100 mittels der Verstell mittel kleiner eingestellt, als die Last lang ist.
Fig. 10 zeigt, dass das Transportfahrzeug 100, bevor diese Fahrbewegung FQ in Querrichtung Q der aufzunehmenden Last durchgeführt wird, in seinen zweiten Zustand S gebracht wird und dabei der Radstand V2 des Transportfahrzeugs 100 mittels der Verstellmittel kürzer eingestellt wird, als die Last 3 lang ist.
Die Figuren 7 und 8 zeigen die Fahrt eines beladenen Transportfahrzeugs 100 in seinem ersten Zustand B. Die Figuren 12 und 13 zeigen die Fahrt eines belade nen Transportfahrzeugs 100 in seinem zweiten Zustand S.
Aus einer Zusammenschau der Figuren 4 bis 13 geht hervor, dass das Transport fahrzeug 100 in der Lage ist, sowohl längs nebeneinander abgestellte Lasten (Fi guren 4 bis 8), als auch quer nebeneinander abgestellte Lasten (Fig. 10 bis 13) anzufahren und aufzunehmen. Fig. 9 zeigt dies für schräg abgestellte Lasten 3. Der Abstand der längs nebeneinander abgestellten Lasten (Figuren 4 bis 8) kann dabei kleiner sein, als die Hälfte des Unterschieds zwischen Längs- und Querer streckung der Last.
Wie ein Vergleich der Figuren 7 und 12 zeigt, ist die erforderliche Mindestbreite eines Ganges, um von dem Transportfahrzeug 100 durchfahren werden zu kön nen, in dem zweiten Zustand S des Transportfahrzeugs 100 kleiner, als in dem ersten Zustand B. Das Transportfahrzeug 100 ist auch im beladenen Zustand von dem ersten Zustand B in den zweiten Zustand S bringbar, etwa wenn ausgehend
von der in Fig.7 gezeigten Situation ein enger Gang zu durchfahren ist. Die Last 3 ist bei dem ersten Ausführungsbeispiel ein Container.
In den Figuren 14 bis 19 sind weitere Ausführungsbeispiele gezeigt. Gleiche Be zugszeichen bezeichnen dabei gleiche Komponenten. Insofern wird auf die obige Beschreibung verwiesen. Im Folgenden werden lediglich die Unterschiede zu dem in den Figuren 1 bis 13 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel dargestellt:
Das in den Figuren 14 und 15 gezeigte zweite und mit 200 bezeichnete Ausfüh rungsbeispiel des erfindungsgemäßen Transportfahrzeugs (Transportfahrzeug 200) umfasst ein fahrbares Traggestell 11, mit vier Beinen 12, 12', 12' ', 12 ' ' ', in deren unterem Bereich jeweils eines der vier Räder 1, 1 ', 1 ' ', 1 ' ' ' angeordnet ist. Das fahrbare Traggestell 11 umfasst zudem eine Tragstruktur 13, die die Beine 12, 12', 12' ', 12' ' ' in ihrem oberen Bereich miteinander verbin det. Die Lastaufnahmemittel 2 sind an der Tragstruktur 13 angeordnet und er strecken sich von der Tragstruktur 13 nach unten. Die Beine 12, 12', 12' ', 12' ' ' weisen jeweils einen sich im Wesentlichen vertikal erstreckenden Ab schnitt 28, 28', 28' ', 28' ' ' und einen hierzu einstückigen horizontalen Ab schnitt 17, 17 ', 17 ' ', 17 ' ' ' auf. Die Tragstruktur 13 umfasst ein zentrales Ver bindungsstück 14 und für jedes der vier Beine 12, 12 ', 12 ' ', 12 ' ' ' einen hori zontal verlaufenden Schwenkträger 15, 15', 15' ', 15' ' '. Die Basis A des Transportfahrzeugs 200 ist in diesem Ausführungsbeispiel durch dieses zentrale Verbindungsstück 14 gebildet (siehe etwa Fig.15). Die Verstellmittel 6 umfassen jeweils ein Schwenklager 23, 23', 23' ', 23' ' ' zwischen den Schwenkträgern 15, 15', 15' ', 15' ' ' und dem zentralen Verbindungsstück 14. Mit dem Schwenklager 23, 23', 23' ', 23' ' ' sind die Schwenkträger 15, 15', 15' ', 15' einzeln horizontal schwenkbar an dem zentralen Verbindungsstück 14 ge lagert (siehe Pfeile P und P' in Fig.15).
Die Verstellmittel 6 umfassen zudem ein teleskopisches Linearlager 18, 18', 18' ', 18' ' ' jeweils zwischen den Schwenkträgern 15, 15', 15' ', 15' ' ' und den horizontalen Abschnitten 17, 17', 17' ', 17' ' ' der Beine derart, dass das Bein jeweils in einer horizontalen Richtung relativ zu dem Schwenkträger ver schiebbar ist (siehe Pfeil P ' ' in Fig.15).
Das Greifelement 25 weist in diesem Ausführungsbeispiel mittels einer Spindel hubvorrichtung oder einem Zylinder, etwa Hydraulikzylinder, horizontal ver schiebbare Bereiche 31, 31 ' auf, siehe Fig. 14.
In dem in Fig. 16 und 17 gezeigten dritten und mit 300 bezeichneten Ausfüh rungsbeispiel des erfindungsgemäßen Transportfahrzeugs (Transportfahrzeug 300) sind zwei dem zentralen Verbindungsstück gegenüberliegende Schwenkträ ger 15, 15 ' ' und 15 ', 15 ' ' ' jeweils paarweise schwenkbar an dem zentralen Verbindungsstück gelagert. Diese einstückig ausgebildeten Schwenkträger ver laufen stets in einer geraden Linie. Die Lastaufnahmemittel 2 sind relativ zur Ba sis A verschiebbar und hochklappbar, siehe Pfeile E, E ' in Fig. 17.
Die Verstellmittel 6 sind bei dem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel 200, 300 so ausgestaltet, dass alle Räder 1, 1 ' , 1 ' ', 1 ' ' ' jeweils eine translatorische Bewegung relativ zu der Basis A und eine entlang einer Kreisbahn verlaufende Bewegung relativ zu der Basis A durchführen können.
In dem in den Figuren 18 und 19 gezeigten vierten und mit 400 bezeichneten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Transportfahrzeugs (Transport fahrzeug 400) umfasst die Tragstruktur 13 ein zentrales Lagerstück 19 und zwei Schubträger 20, 20 ' . Die Basis A des Transportfahrzeugs 400 ist in diesem Aus führungsbeispiel durch das zentrale Lagerstück 19 gebildet. Die Lastaufnah memittel 2 und das Greifelement 25 sind in Fig. 18 lediglich durch gestrichelte Linien dargestellt.
Die Verstell mittel 6 umfassen ein teleskopisches Linearlager 24, 24 ', jeweils zwi schen einem Schubträger 20, 20 ' und dem zentralen Lagerstück 19. Die beiden Schubträger 20, 20 ' sind mit den teleskopisches Linearlagern 24, 24 ' gegen überliegend an dem zentralen Lagerstück 19 gelagert.
Jeder Schubträger 20, 20 ' weist einen Kopf 21, 21 ' auf und die Verstellmittel 6 umfassen zudem ein weiteres teleskopisches Linearlager 22, 22 ', 22 ' ', 22 ' ' ', jeweils zwischen dem Kopf 21, 21 ' und den horizontalen Abschnitten 17, 17 ', 17 ' ', 17 ' ' ' der Beine 12, 12 ', 12 ' ', 12 ' ' ' . Das Zusammenwirken der Last-
aufnahmemittel 2 mit der Last 3 ist bei dem vierten Ausführungsbeispiel 400 in Fig. 19 gezeigt.
Die Verstellmittel 6 sind bei dem Transportfahrzeug 400 so ausgestaltet, dass alle Räder 1, 1 ', 1 ' ', 1 jeweils zwei verschiedene translatorische Bewegun gen relativ zu der Basis A durchführen können.
Etwa die Fig. 1, 2, 4 und 10 zeigen auch ein Ausführungsbeispiel eines erfin dungsgemäßen Systems 500 mit einem Transportfahrzeug 100 und mit einer ei ne Längserstreckung 4 und eine Quererstreckung 5 aufweisenden Last 3. Das Transportfahrzeug 100 ist so ausgebildet, dass es eine die Last 3 zwischen den Rädern 1, 1 ', l ' ' ,l ' ' ' anordnende Fahrbewegung FL, FQ des Transportfahr zeugs 100 erlaubt, wobei diese Fahrbewegung FL, FQ sowohl in Richtung L der Längserstreckung 4 der aufzunehmenden Last 3, als auch in Richtung Q der Quererstreckung 5 der aufzunehmenden Last 3 durchführbar ist. Die erste Seite 7 des ersten gedachten Rechtecks RI ist kürzer, als die Längserstreckung 4 der Last 3. Und die zweite Seite 10 des zweiten gedachten Rechtecks R2 ist kürzer, als die Quererstreckung 5 der Last 3. Das Transportfahrzeug 100 ist in einen ers ten Zustand B bringbar, in dem, wenn es beladen ist, seine Erstreckung in Längs richtung L der Last nicht größer ist, als die Längserstreckung L der Last (siehe Fig. 1) und es ist in einen zweiten Zustand S bringbar, in dem, wenn es beladen ist, seine Erstreckung in Querrichtung Q der Last nicht größer ist, als die Querer streckung der Last (Fig. 2). Die Last 3 ist bei dem zweiten bis vierten Ausfüh rungsbeispiel ein Kfz.
Bezuaszeichenliste:
100, 200, 300, 400 Transportfahrzeug
500 System
1, I ', 1 ", 1 ' " Räder
2 Lastaufnahmemittel
3 Last
4 Längserstreckung der Last
5 Quererstreckung der Last
6 Verstellmittel
7 erste Seite des ersten Rechtecks
8 zweite Seite des ersten Rechtecks
9 erste Seite des zweiten Rechtecks
10 zweite Seite des zweiten Rechtecks 11 fahrbares Traggestell
12, 12 ' , 12 " , 12 " Beine
13 Tragstruktur
14 zentrales Verbindungsstück
15, 15', 15", 15" Schwenkträger der Tragstruktur 16
17, 17 , 17 , 17 horizontaler Abschnitt des Beins
18, 18', 18", 18" Linearlager
19 zentrales Lagerstück
20, 20 Schubträger
21, 21 Kopf
22, 22 ' , 22 " , 22 " Linearlager
23, 23', 23", 23" Schwenklager
24, 24 Linearlager
25 Greifelement
26 Antriebsmotor
27 Lenkmotor
28, 28', 28", 28" vertikaler Abschnitt
29 oberer Bereich
30 unterer Bereich
A Basis
B erster Zustand
E, E ' Pfeile
FL Fahrbewegung in Längsrichtung der Last
FQ Fahrbewegung in Querrichtung der Last
G Querfahrt
H Längsfahrt
L Längsrichtung der Last
P, P ' , P " Pfeile
Q Querrichtung der Last
S zweiter Zustand
Ul, U2 Spurbreite
VI, V2 Radstand
RI erstes gedachtes Rechteck R2 zweites gedachtes Rechteck P, P ' Pfeile