Titel
Elektronisches Regaletiketten-System mit Energieversorgung zum Langzeitbetrieb von Verbrauchern eines Regaletiketts
Beschreibung
Technisches Feld
Die Erfindung betrifft ein elektronisches Regaletiketten-System mit Energieversorgung über eine Regalschiene zum Langzeitbetrieb von Verbrauchern eines Regaletiketts.
Hintergrund.
Ein elektronisches Regaletiketten-System zur Anzeige von Information mit Hilfe von elektronischen Regaletikettenanzeigen, nachfolgend kurz ESL-System genannt, wobei ESL für „Electronic Shelf Label" steht, mit Energieversorgung über eine Regalschiene ist beispielsweise aus der internationalen Patentanmeldung WO 2017/153481 Al bekannt. Bei diesem bekannten ESL-System ist eine Regalschiene, an der die ESLs angebracht werden, mit elektrischen Leiterbahnen ausgerüstet, die an ein Netzgerät zur elektrischen Versorgung der ESLs angeschlossen sind. Die ESLs weisen an ihrer Rückseite gefederte Kontakte auf, mit denen die Leiterbahnen kontaktiert werden, um die ESLs elektrisch mit dem Netzgerät zu verbinden.
Die bekannte Energieversorgung ist jedoch relativ teuer, weil eine Vielzahl, insbesondere vereinzelter, mechanischer Komponenten in jedem ESL und in jeder Regalschiene vorzusehen ist. Diese mechanischen Komponenten unterliegen einer natürlichen Abnutzung. Zudem können die mechanischen Komponenten bei unsachgemäßer Handhabung verunreinigt oder sogar beschädigt werden. Dies kann im Betrieb zu Störungen führen. Auch geht mit den mechanischen Komponenten ein erheblicher Mehraufwand in der Herstellung wie auch in der Wartung, die zur Vermeidung der genannten Probleme im Betrieb nötig ist, einher. Bei dem bekannten System existiert zudem die Einschränkung, dass die ESLs nicht wahlfrei entlang der Regalschiene positioniert oder verschoben werden können.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein verbessertes ESL- System bereitzustellen, bei dem die vorstehend genannten Probleme überwunden sind.
Zusammenfassung der Erfindung
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben eines elektronischen Regaletiketten-Systems gelöst, wobei das System Regaletiketten befestigt an Regalschienen aufweist, wobei die Regaletiketten auf kontaktlose Weise mit Energie versorgbar ausgebildet sind, und die Regalschiene eine Versorgung-Einrichtung zur kontaktlosen Energieversorgung der an ihr befestigten Regaletiketten aufweisen und die Regalschiene zumindest eine Leiterschleife aufweist, wobei die Leiterschleife ein Bestandteil der Versorgung- Einrichtung der Regalschiene ist und die Leiterschleife zur Abgabe eines durch die Versorgung-Einrichtung generierbaren Signals zwecks besagter Energieversorgung von korrespondierend zu der Leiterschleife an der Regalschiene positionierter Regaletiketten dient, wobei gemäß dem Verfahren mit Hilfe der Versorgung-Einrichtung besagtes Signal generiert und über die Leiterschleife abgegeben wird und das jeweilige korrespondierend zu der Leiterschleife positionierte Regaletikett elektrische Energie, die mit Hilfe des Signals von der Versorgung-Einrichtung an das Regaletikett übertragen wird, in einem wieder-aufladbaren Langzeit-Energiespeicher speichert und für seinen Betrieb außerhalb einer Zeitspanne des Vorliegens des Signals verwendet.
Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein elektronisches Regaletiketten-System, das Regalschienen und daran befestigte Regaletiketten aufweist, wobei die Regaletiketten auf kontaktlose Weise mit Energie versorgbar ausgebildet sind, und wobei jede Regalschiene eine Versorgung-Einrichtung zur kontaktlosen Energieversorgung der an ihr befestigten Regaletiketten aufweist und jede der Regalschienen zumindest eine Leiterschleife aufweist, wobei die Leiterschleife ein Bestandteil der Versorgung-Einrichtung der Regalschiene ist und die Leiterschleife zur Abgabe eines durch die Versorgung-Einrichtung generierbaren Signals zwecks besagter Energieversorgung von korrespondierend zu der Leiterschleife an der Regalschiene positionierter Regaletiketten dient, wobei die Regaletiketten einen wieder-aufladbaren Langzeit-Energiespeicher aufweisen und wobei die Regaletiketten zum Speichern der mit Hilfe des Signals von der Versorgung-Einrichtung an sie übertragenen Energie in dem Langzeit-
Energiespeicher sowie zum Verwenden der in dem Langzeit-Energiespeicher gespeicherten Energie für ihren Betrieb außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals ausgebildet sind.
Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen geht in Abkehr von bekannten Maßnahmen ein vollständiger Verzicht auf Kontakt bzw. leitungsgebundene Energieversorgung der Regaletiketten an einer Regalschiene einher. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Energieversorgung des Regaletiketts völlig frei von mechanischen Kontakten und den damit einhergehenden Problemen erfolgt. Somit lässt sich das System kostengünstiger hersteilen und wegen der vermiedenen, insbesondere wartungsanfälligen, mechanischen Komponenten de facto in Bezug auf diese mechanischen Komponenten wartungsfrei betreiben.
Weiterhin wird auch der Aspekt der Energieeffizienz in dem System mit der nötigen Aufmerksamkeit bedacht. Immer dann, wenn von der Versorgung-Einrichtung das Signal abgegeben wird, wird dieses Signal bei den entlang der betreffenden Leiterschleife positionierten Regaletiketten zum Aufladen des Langzeit-Energiespeichers genützt. Diese Maßnahme stellt sicher, dass die zum Generieren und Abgeben des Signals nötige Leistung, die mit Hilfe der Versorgung-Einrichtung, insbesondere ihrer Batterie, bereitgestellt werden muss, auch außerhalb der Versorgung-Einrichtung optimal genützt wird. Hierbei ist zu bedenken, dass ein solches elektronisches Regaletiketten-System eine Vielzahl von Regalschienen aufweisen kann. So können beispielsweise in größeren Supermärkten bis zu 100.000 solcher Regalschienen verbaut sein. Da jede dieser Regalschienen mit einer, insbesondere batteriebetriebenen, Versorgung-Einrichtung ausgestattet ist, bedeutet dies, dass auch 100.000 solche Versorgung-Einrichtungen primär mit elektrischer Leistung bzw. Energie versorgt werden müssen. Würde nun die mithilfe des Signals abgegebene Leistung nicht möglichst vollständig in eine Energiespeicherung auf der Seite des das Signal empfangenden Regaletiketts umgesetzt, würde der für das Abgeben des Signals von der Versorgung-Einrichtung benötigte Energieanteil bildlich gesprochen durch Abstrahlung des Signals „verpuffen", also vergeudet sein.
Die Bereitstellung der für das Abgeben des Signals nötigen Energie kann einerseits durch eine in der Versorgung-Einrichtung verbaute, insbesondere weideraufladbare, Batterie erfolgen. Ungenützte Abstrahlungsverluste bedingt durch das abgegebene Signal führen bei dieser Ausbildung zu einer verkürzten
Batterielebenszeit und zu erhöhten Wartungskosten oder im Fall von wieder aufladbaren Batterien zu häufigeren Ladezyklen, was wiederum die Lebensdauer der Batterien verkürzt.
Der Aspekt der Energieverschwendung ist jedoch auch bei einer Ausbildung zu beachten, bei der die Versorgung-Einrichtung mithilfe eines Netzgerätes, das seinerseits an ein konventionelles Stromnetz angeschlossen ist, versorgt wird. Auch in diesem Falle würde ohne eine systematische Zwischenspeicherung bzw. Pufferung der mit dem Signal übertragenen Energie auf der Seite der Regaletiketten umgerechnet auf die große Anzahl der Versorgung-Einrichtungen eine erhebliche Diskrepanz zwischen der in das System zugeführten Energie und der tatsächlich in dem System zur elektronischen Verarbeitung genutzter Energie vorliegen. Hierbei wäre wie erwähnt, ein erheblicher Anteil dieser Diskrepanz einer nutzlosen Abstrahlung der Signale zuzuordnen.
Gleiches gilt sinngemäß auch für die Versorgung der Versorgung- Einrichtung mittels „Power over WiFi".
Mit der Speicherung der mit Hilfe des Signals übertragenen Energie in dem wieder-aufladbaren Langzeit-Energiespeicher der Regaletiketten geht jedoch auch ein weiterer bedeutender Vorteil einher. Diese Maßnahme erlaubt es nämlich dem Regaletikett nicht nur innerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals aktiv zu sein, sondern völlig losgelöst von der momentan durch das Signal stattfindenden Energieversorgung, auch außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals in Betrieb zu sein. Dies wiederum bildet die Grundlage verschiedenster neuer Ausbildungsformen und Einsatzmöglichkeiten der Regaletiketten, die nicht mehr an das üblicherweise aus Gründen der Energieeinsparung möglichst selten auftretende Signal beschränkt bzw. gebunden sind, worauf nachfolgend noch im Detail eingegangen ist.
Der Langzeit-Energiespeicher kann gemäß der bevorzugten Ausbildungsform durch einen sogenannten „Superkondensator", kurz „Supercap", auch „Ultrakondensator" genannt, realisiert sein. Natürlich können auch weideraufladbare Batterien oder Akkumulatoren zum Einsatz kommen. Der Vorteil der erwähnten Superkondensatoren liegt jedoch in folgendem Sachverhalt. Ein Superkondensator, auch Ultrakondensator genannt, ist ein Hochleistungskondensator mit einem Kapazitätswert, der viel höher als bei anderen Kondensatoren ist, jedoch niedrigere Spannungsgrenzen aufweist und
die Lücke zwischen Elektrolytkondensatoren und wiederaufladbaren Batterien überbrückt. Er speichert typischerweise 10 bis 100 Mal mehr Energie pro Volumen- oder Masseneinheit als Elektrolytkondensatoren, kann Ladungen viel schneller als Batterien aufnehmen und abgeben und toleriert viel mehr Lade- und Entladezyklen als wiederaufladbare Batterien. Im vorliegenden Anwendung- Szenario kann das Signal aus den erwähnten Überlegungen der Energieeinsparung möglichst selten auftreten und dann auch während einer möglichst kurzen Zeitspanne vorliegen. Mit Hilfe der Superkondensatoren lässt sich jedoch auch dieses relativ kurze Auftreten des Signals optimal zur raschen und vor allem ausreichenden Energiespeicherung für den späteren Betrieb außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals nützen.
Unbeschadet der Tatsache, dass bei der Integration eines Superkondensators in ein Regaletikett kleine Bauformen zum Einsatz kommen, sei hier beispielhaft erwähnt, dass zum Zeitpunkt der Anmeldung Superkondensator und Ultrakondensatoren z.B. von einer Vielzahl von Unternehmen, wie z.B. AVX, Cellergy, Elna, Ioxus, Maxwell, Nichicon, Panasonic, PowerStor im Handel erhältlich sind.
Auch sei an dieser Stelle erwähnt, dass der „Batteriebetrieb" der Versorgung-Einrichtung ebenfalls mit Hilfe eines dort verbauten Superkondensators möglich ist.
Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung. Dabei können Merkmale der einen Anspruchs-Kategorie entsprechend den Merkmalen der anderen Anspruchs- Kategorie weiterentwickelt werden, sodass die im Zusammenhang mit der einen Anspruchs-Kategorie angeführten Wirkungen und Vorteile auch für die andere Anspruchs-Kategorien vorliegen.
Um das Signal optimal zu nützen, kann gemäß einem weiteren Aspekt die Versorgung-Einrichtung mit Hilfe des Signals zusätzlich zur Energieversorgung eines oder mehrerer an der Regalschiene befestigter Regaletiketten eine Kommunikation mit dem einen oder mehreren ausgewählten Regaletiketten aufgebaut werden und jedes Regaletikett prüft bei Vorliegen des Signals unter Auswertung des Signals, ob es für eine Kommunikation mit der Versorgung-Einrichtung ausgewählt ist. Dies ermöglicht neben einer ganzheitlichen Energieversorgung aller an der Regalschiene entlang der
Leiterschleife befestigten Regaletiketten ein selektives Ansprechen bzw. einen selektiven Kommunikationsaufbau mit einem einzelnen Regaletikett oder einer Gruppe von Regaletiketten, die entlang einer Leiterschleife angeordnet sind.
Dabei ist es von Vorteil, wenn jedes Regaletikett beim Auftreten des Signals zunächst seine elektrische Versorgung mit Hilfe des Signals etabliert und danach die Prüfung erfolgt, ob es für eine Kommunikation mit der Versorgung- Einrichtung ausgewählt ist. Damit ist sichergestellt, dass die in dem Langzeit- Energiespeicher gespeicherte Energie dezidiert nur bei einem Betrieb des Regeletiketts außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals verwendet wird. Zugleich wird die mit Hilfe des Signals bereitgestellte Energie zur unmittelbaren Versorgung des Regaletiketts für Kommunikationszwecke genutzt.
Um die Energieausbeute beim Speichern der mit Hilfe des Signals übertragbaren Energie zu optimieren, ist es von Vorteil, wenn jedes Regaletikett, das feststellt, dass es nicht für eine Kommunikation mit der Versorgung- Einrichtung ausgewählt ist, seine Aktivitäten darauf reduziert, das Signal während der gesamten verbleibenden Zeitspanne des Vorliegens des Signals zum Speichern von elektrischer Energie zu nützen, bis dass der Langzeit- Energiespeicher möglichst vollständig aufgeladen ist. Zu diesem Zweck kann die Elektronik des Regaletiketts so ausgebildet sein, dass Teile der Elektronik, insbesondere auch jene z.B. digitalen Bauteile, die für Kommunikationszwecke zum Einsatz kommen und die nicht unmittelbar zum Speichern von Energie während der gesamten verbleibenden Zeitspanne des Vorliegens des Signals nötig sind, abgeschaltet, stromfrei oder zumindest in einen Zustand mit extrem niedriger Energieaufnahme geschalten werden.
Die Elektronik der Regaletiketten kann auch so ausgelegt sein, dass der Vorgang der Energiespeicherung bei Vorliegen des Signals unabhängig davon ist, ob das jeweilige Regaletikett an einer Kommunikation mit der Versorgung- Einrichtung teilnehmen sollen oder nicht.
Ein solches elektronisches Regaletikett kann unterschiedlichste Funktionalitäten bereitstellen bzw. mit Hilfe seiner Elektronik oder Baugruppen unterschiedlichste Funktionen erfüllen. Das Regaletikett kann z.B. zum Erfassen von Umgebungsparametern, wie z.B. zur Temperatur- oder auch Feuchtigkeitserfassung, oder als Eingabeelement zum Empfang einer Eingabeinteraktion eines Benutzers (z.B. Erfassen eines Fingerabdrucks oder einer Tastenbetätigung) oder auch als Anzeigemedium zur Präsentation einer
Information für den Benutzer, nämlich als Regaletikettenanzeige, konfiguriert bzw. dementsprechend ausgebildet sein. Auch können Sensoren vorhanden sein, mit deren Hilfe der Abstand zu Objekten auf dem Regalboden oder auch vor dem Regal bestimmbar ist, wie z.B. sogenannte „Flight-of-Time" Sensoren. Auch kann eine Kamera enthalten sein, mit deren Hilfe digitale Bilder von Produkten bzw. deren EAN-Code erzeugbar sind, die in weiterer Folge zur Registrierung von Produkten oder zur Herstellung einer logischen Verknüpfung zwischen einem Produkt und dem betreffenden Regaletikett verwendbar sind. Die Kamera kann jedoch auch zur Detektion von Personen bzw. der Erkennung der Bewegungsrichtung der Person oder auch der Bewegung ihrer Hände vor dem Regal benutzt werden. Auch lässt sich damit eine Identifikation von Personen, wie beispielsweise die Identitätsprüfung und daraus resultierende Freischaltung von Berechtigungen für ein Service-Personal realisieren. Darauf aufbauend kann das Realetikett z.B. Informationen anzeigt oder Interaktionsmöglichkeiten bereitstellt, die nur für das Service-Personal oder insbesondere für eine bestimmte Kategorie (Waren-Nachschlichter, Manager, usw.) des Service- Personals gedacht sind.
Demgemäß kann zumindest ein Regaletikett des Systems zumindest einen elektrischen Verbraucher (Sensor, Kamera , Eingabeelement, usw.) aufweisen, der außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals eine elektrische Leistungsaufnahme verursacht, wobei gemäß dem Verfahren jedes Regaletikett, das einen solchen Verbraucher aufweist, die Leistungsaufnahme des Verbrauchers außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals mit Hilfe der in dem Langzeit-Energiespeicher gespeicherten elektrischen Energie deckt.
Bei dem oder den Verbrauchern handelt es sich also um zusätzliche Komponenten, die zusätzlich zu jenen Komponenten des Regaletiketts vorgesehen sind, die zur kontaktlosen Energie- und Kommunikationsversorgung und ggf. zur Anzeige von Information bei einer Konfiguration des Regaletiketts als Regaletikettenanzeige nötig sind. Allerdings kann auch eine dafür nötige Anzeige-Einheit als Verbraucher konfiguriert sein und daher mithilfe des Langzeit-Energiespeichers versorgt werden.
Auch kann während des Vorliegens des Signals die elektrische Versorgung der Verbraucher mit Hilfe der in dem Langzeit-Energiespeicher gespeicherten Energie erfolgen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der jeweilige Verbraucher Daten während seiner die elektrische Leistungsaufnahme verursachenden Aktivität außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals verarbeitet, die zuvor während einer Kommunikation der Versorgung-Einrichtung mit dem den Verbraucher aufweisenden Regaletikett von der Versorgung-Einrichtung an das besagte Regaletikett übertragen und dort gespeichert wurden. Diese Situation liegt beispielsweise dann vor, wenn biometrische Daten, die z.B. zu einem Service-Personal korrespondieren, zuvor von der Versorgung-Einrichtung auf das Realetikett übertragen wurden und dann zu einem späteren Zeitpunkt, zu dem das Signal nicht mehr vorliegt, zum Identifizieren einer Person (z.B. des Service- Personals) mit Hilfe der Kamera verwendet werden. Auch können damit zu jedem beliebigen Zeitpunkt außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals die Bildinhalte einer Anzeige-Einheit der Regaletikette unter Ausnutzung der zuvor von der Versorgung-Einrichtung erhaltenen Bilddaten geändert werden.
Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass der jeweilige Verbraucher während seiner die elektrische Leistungsaufnahme verursachenden Aktivität außerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals Daten generiert und speichert und diese Daten danach, also innerhalb der Zeitspanne des Vorliegens des Signals, von dem Regaletikett während einer Kommunikation mit der Versorgung-Einrichtung an die Versorgung-Einrichtung übertragen werden. Dieses Szenario liegt beispielsweise dann vor, wenn außerhalb des Vorliegens des Signals mit Hilfe eines Verbrauchers, wie beispielsweise eines Temperatur- Sensoren Temperaturverläufe aufgezeichnet werden oder beispielsweise eines Flight-of-Time Sensors die Änderung bzw. Entfernung oder Ergänzung von Objekten auf dem Regalboden erkannt wird oder beispielsweise mit Hilfe eines Eingabeelements eine Benutzereingaben erfasst wird usw. In all diesen Fällen generiertet der betreffende Verbraucher Daten, die zu einem späteren Zeitpunkt bei Vorliegen des Signals zur weiteren Bearbeitung an die Versorgung- Einrichtung kommuniziert werden. Zu diesem Zweck verfügt der jeweilige Verbraucher über eine Speicher-Einheiten, auf die bei Vorliegen des Signals von der zur Kommunikation mit der Versorgung-Einrichtung vorgesehenen Elektronik des Regaletiketts aus über einen Daten-Bus zugegriffen werden kann. Auch wäre es möglich, eine zentrale Speicher-Einheit (z.B. EEPROM) vorzusehen, in der die Daten zentral durch die jeweiligen Verbraucher angelegt werden und von dort
aus auch zentral mit Hilfe der erwähnten zur Kommunikation vorgesehenen Elektronik abgerufen werden können.
Das Regaletikett ist weiterhin derart ausgebildet, dass es an der gegenständlichen Regalschiene anbringbar ist. Es weist also Befestigungselemente auf, die im Wesentlichen komplementär zu jenen der Regalschiene ausgebildet sind, um mit der Regalschiene eine kraftschlüssige Verbindung einzugehen. Bevorzugt ist die Realisierung schienenartig, so dass das Regaletikett wahlfrei entlang der Regalschiene positionierbar ist, ggf. auch wahlweise frei entlang der Regalschiene verschiebbar ist. Dort positioniert wird des Regaletikett mit Energie in der nachfolgend im Detail beschriebenen kontaktlosen Art und Weise versorgt.
Das Regaletikett kann eine proprietäre Schnittstelle zur Energieübertragung aufweise, die nur für diesen Zweck einsetzbar ist. Bevorzugt weist das Regaletikett jedoch eine standardisierte Energieübertragung- Schnittstelle auf, die beispielsweise gemäß dem RFID-Standard (RFID steht für Radio Frequency Identification und ein zutreffender Standard ist z.B. ISO/IEC 18000 usw.) ausgebildet sein kann. Besonders bevorzugt weist das Regaletikett jedoch eine erste NFC-Schnittstelle für seine kontaktlose Energieversorgung mit Hilfe eines (Funk-)Signals (NFC-Signals) auf. Damit geht der Vorteil einher, dass diese NFC-Schnittstelle nicht nur zur lokalen Energieübertragung am Regal bzw. an der Regalschiene, sondern auch direkt dort zur bidirektionalen kontaktlosen Kommunikation einsetzbar ist. Damit werden insbesondere Probleme im Funkverkehr verursacht durch andere Funksysteme in einem Geschäft bzw. Verkaufsraum vermieden, weil diese üblicherweise weit entfernt von den Regalen, wo das Regaletikett installiert ist, lokalisiert sind und daher kaum bis garkeinen Einfluss auf die lokale Energieübertragung wie auch Kommunikation zwischen den eng aneinander positionierten Kommunikationspartnern direkt an der Regalschiene haben. NFC steht hier für Near Field Communication und die zutreffenden Standards sind z.B. ISO/IEC 13157, -16353, -22536, -28361 usw.
Das Regaletikett, wenn konfiguriert als Regaletikettenanzeige, kann eine energiesparende Anzeigeeinheit, wie z.B. eine LCD-Anzeige aufweisen. Insbesondere basiert die zur Anwendung kommende Technologie jedoch auf Electronic-Ink- bzw. Electronic-Paper-Technologie. Ein solche Anzeigeeinheit weist also einen reflektiven Bildschirm im Fachjargon auch Electronic-Paper- Display, abgekürzt EPD, genannt und ist mit Hilfe von „elektronischem Papier",
kurz „E-Papier" auch englisch „e-paper" oder „e-ink" genannt, realisiert. Diese Begriffe stehen im Wesentlichen für das Prinzip einer elektrophoretischen Anzeige, bei der z.B. positiv geladene, weiße Partikel und negativ geladene, schwarze Partikel in einem transparenten zähflüssigen Polymer enthalten sind. Durch kurzzeitiges Anlegen einer Spannung an Elektroden, zwischen denen das Medium aus Partikeln und Polymer angeordnet ist, werden in Betrachtungsrichtung entweder die schwarzen vor den weißen Partikeln platziert oder umgekehrt. Diese Anordnung bleibt dann ohne weitere Energiezufuhr für relativ lange Zeit (z.B. einige Wochen) aufrecht. Segmentiert man die Anzeige entsprechend, so lassen sich z.B. Buchstaben, Zahlen oder Bilder mit relativ hoher Auflösung realisieren, um besagte Informationen anzuzeigen. Ein solcher reflektiver Bildschirm kann jedoch auch mit Hilfe anderer Technologien, die z.B. unter dem Begriff „electrowetting" oder „MEMS" bekannt sind, realisiert sein. Der Bildschirm kann z.B. wie erwähnt zur Schwarz-Weiß-Wiedergabe, zur Graustufen-Wiedergabe, zur Schwarz-Weiß-Rot- oder auch Schwarz-Weiß-Gelb- Wiedergabe ausgebildet sein. Auch sollen zukünftige Entwicklungen mitumfasst sein, die eine Voll-Farb- oder auch Multi-Color-Wiedergabe ermöglichen. Bei einem solchen Bildschirm handelt es sich ganz allgemein um einen reflektiven, also passiven, nicht selbst leuchtenden Bildschirm bei dem die - relativ statische - Informationswiedergabe darauf basiert, dass von einer externen (künstlichen oder natürlichen) Lichtquelle erzeugtes Licht (Umgebungslicht) auf den Bildschirm einstrahlt und von dort zum Betrachter reflektiert wird.
Die Anzeigeneinheit wird mit Hilfe der ersten NFC-Schnittstelle einerseits mit Energie und andererseits mit Daten, die Befehle zur Steuerung der Anzeigeeinheit oder auch Bildinhalte repräsentieren können, versorgt. Es lassen sich also während der Energieversorgung über die NFC-Schnittstelle auch besagte Daten über diese NFC-Schnittstelle übermitteln, die von der Anzeigeeinheit dahingehend verarbeitet werden, dass sich der Bildinhalt ihres Bildschirms verändert. Nach abgeschlossener Veränderung des Bildinhalts kann von der Anzeigeeinheit über die NFC-Schnittstelle auch eine entsprechende Status-Information abgegeben werden, welche die erfolgreiche Veränderung des Bildinhalts repräsentiert. Nach abgeschlossener Veränderung des Bildinhalts, gegebenenfalls auch nach Abgabe der Status-Information, kann die Energieversorgung durch das Signal über die erste NFC-Schnittstelle beendet
werden, wonach der Bildinhalt des Bildschirms bis zur nächsten gewollten Veränderung unverändert bleibt.
Die erste NFC-Schnittstelle weist auch die zuvor erwähnte Elektronik, im vorliegenden Fall konkret eine Mikrocontroller-Einheit auf, die über den Daten-Bus mit den Verbrauchern Daten austauschen kann.
Auch kann in dem Regaletikett zusätzlich zur NFC-Schnittstelle und ihrer digitalen Stufe z.B. eine zentrale Mikro-Controller-Einheit vorgesehen sein, welche die Abläufe und Funktionalitäten in dem Regaletikett koordiniert (steuert), insbesondere jedoch auch des Energiemanagement im Regaletikett steuert.
Der Einsatz der genannten Technologien erlaubt vor allem die Realisierung des Regaletiketts, insbesondere als Regaletikettenanzeige ausgebildet, ohne eine eigene Batterie oder einen Akkumulator, die beide relativ teuer sind und im Laufe der Zeit eine Wartung oder einen Austausch erfordern.
Gegebenenfalls kommt in dem Regaletikett ein erster Kondensator, nämlich ein sogenannter Glättungskondensator, der üblicherweise bei Spannungsversorgung-Einrichtungen (hier im konkreten Fall eine sogenannte kontaktlose Leistungsübertragung-Einheit) vorgesehen ist, zur kurzfristigen, temporären Glättung bzw. Stabilisierung der internen Versorgungsspannung zur Anwendung.
Auch kann des Regaletikett einen oder mehrere zweite Kondensatoren, nämlich sogenannte Stützkondensatoren aufweisen, die üblicherweise in der Elektronik verteilt vorgesehen sind, um lokal in ihrer Umgebung die Versorgungsspannung zu stützen.
Das Regaletikett ist also derart ausgebildet, dass seine Elektronik zur Kommunikation, ggf. auch zum Update des Bildschirminhalts, unter Ausnützung der ersten NFC-Schnittstelle immer nur dann aktiv ist, wenn es mit Hilfe der externen elektronischen Versorgung-Einrichtung durch das Signal versorgt wird.
Der Glättungskondensator und die Stützkondensatoren erlauben bei Wegfall des Signals nur einen extrem kurzen, zeitlich darüberhinausgehenden Betrieb der ersten NFC-Schnittstelle bis hin zum Zusammenbruch der durch die NFC-Schnittstelle selbst etablierten Versorgungsspannung. Ab diesem Zeitpunkt steht für die Verbraucher des Regaletiketts nur mehr die in dem Langzeit- Energiespeicher gespeicherte elektrische Energie zur Verfügung, mit der sich ein
Betreib über mehrere Stunden aufrecht halten lässt, bis dass der Langzeit- Energiespeicher wieder mit Hilfe des Signals (z.B. NFC-Signals) aufgeladen werden muss.
Das Gehäuse des Regaletiketts kann vollständig und dauerhaft gekapselt sein, weil kein Austausch einer Batterie oder eines Akkumulators mehr nötig ist, so dass es sich nur mehr für Recyclingzwecke (z.B. mit Spezialwerkzeug) öffnen lässt.
Die NFC-Funktionalität, wie z.B. standardisierte NFC-Kommunikation mit standardisierter Energieversorgung während der NFC-Kommunikation kann mit Hilfe eines kommerziell erhältlichen NFC-Moduls (z.B. zur Realisierung eines NFC-Tags) realisiert sein. Zusammen mit der erörterten Anzeigefähigkeit lässt sich somit ein auf wenige, absolut benötigte elektronische Komponenten reduziertes und daher auch hinsichtlich dieser beiden Funktionalitäten ein extrem günstiges Regaletikett realisieren.
Updates des Bildschirms der energiesparenden Anzeigeeinheit und Statusbericht dazu, werden nicht direkt von der Regaletikettenanzeige in einer Kommunikation mit einem Access-Point erledigt, so wie dies bei bekannten Systemen der Fall ist, sondern von der zwischengeschalteten Versorgung- Einrichtung abgewickelt, die als Relaisstation agiert und ihrerseits über eine geeignete (und im Wesentlichen frei wählbare) Kommunikationsmethode mit dem Access-Point in Kontakt steht, worauf nachfolgend noch im Detail eingegangen ist.
Sind über die reine Anzeigefähigkeit hinausgehende Funktionen nötig, wird das Regaletikett mit den dafür benötigten Verbrauchern ab Werk z.B. modular ausgerüstet. Die Versorgung-Einrichtung agiert dann nicht nur als Relaisstation für die Kommunikation mit diesen Verbrauchern währen des Vorliegens des Signals, sondern auch als Relaisstation für die Energieversorgung der korrespondierend zu ihrer Leiterschleife positionierten Regaletiketten, um den zeitversetzten Betrieb der Verbraucher der Regaletiketten, ggf. auch der Anzeige-Einheit beispielsweise zur Bildinhaltsveränderung, außerhalb des Zeitfensters des Auftretens des Signals (z.B. NFC-Signal) zu ermöglichen.
Wie erwähnt weist die Versorgung-Einrichtung zumindest eine an der Regalschiene ausgebildete Leiterschleife und eine mit der zumindest einen Leiterschleife gekoppelte, insbesondere mit deren beiden Leitungsenden, nachfolgend Schleifen-Anschlüsse genannt, elektrisch leitend verbundene,
elektronische Versorgung-Einheit auf. Die Versorgung-Einheit ist dazu ausgebildet, die Energie zur elektrischen Versorgung eines Regaletiketts, das an der Regalschiene korrespondierend zu der Leiterschleife montiert ist, mit Hilfe der Leiterschleife kontaktlos an das Regaletikett zu übertragen. „Kontaktlos" bedeute hier, dass dies durch Generierung und Abgabe des erwähnten Signals (z.B. NFC-Signal), also durch Aussenden des Signals oder mit Hilfe einer induktiven Kopplung zwischen zwei benachbart lokalisierten Leiterschleifen bzw. Spulen erfolgt.
Um das Signal zu empfangen, weist das Regaletikett auch eine Leiterschleife bestehend aus einer einzigen Schleife bzw. Windung oder einer Vielzahl von Windungen, also eine Spule, auf. Diese Spule ist ein Bestandteil der ersten NFC-Schnittstelle des Regal etiketts.
Weiterhin bedeutet „korrespondierend zu", dass das Regaletikett benachbart zu der durch die Leiterschleife der Regalschiene aufgespannten Fläche positioniert ist und dort im Wesentlichen innerhalb einer oder benachbart zu einer durch die Leiterschleife der Regalschiene begrenzten Zone lokalisiert ist. Die Leiterschleife der Regalschiene selbst kann in der Ebene der Regalschiene, z.B. sichtbar, ausgebildet sein oder von einem schützenden Materialstreifen bzw. einer Wand der Regalschiene bedeckt sein. Wird das Regaletikett in die Regalschiene eingesetzt, so befindet sich die in dem Regaletikett verbaute Leiterschleife bzw. Spule automatisch in der für die Übertragung des Signals zwischen den beiden nebeneinander positionierten Leiterschleifen bzw. Spulen nutzbaren Zone. Bevorzugt sind bei in die Regalschiene eingesetztem Regaletikett die durch die beiden Leiterschleifen bzw. Spulen (einerseits der Regalschiene angehörend und anderseits dem Regaletikett angehörend) aufgespannten Flächen parallel zueinander orientiert und im definierten Abstand von weniger als einem Millimeter bis hin zu einigen wenigen Millimetern lokalisiert. Um die Signalübertragung hin zum Regaletikett und die Kommunikation zwischen der Versorgung-Einrichtung und dem Regaletikett sicherzustellen, also nicht zu beeinträchtigen bzw. zu behindern, ist die Regalschiene selbst aus einem geeigneten Material, bevorzugt aus Kunststoff, z.B. durch Spritzguss, gefertigt. Sie kann auf ihrer Rückseite, also jener Seite, die dem Regal zugewandt ist und somit von den an ihr befestigten Regaletiketten abgewandt ist eine elektrisch leitende, bevorzugt metallisch, besonders bevorzugt flächenhaft ausgebildete, Abschirmung aufweisen, die es erlaubt einen
definierten Hintergrund zu erzeugen, was die Abstimmung eines für die Signalübertragung nötigen Antennen-Schwingkreises in der Versorgung- Einrichtung auf diesen definierten Hintergrund erlaubt. Ein Undefinierter Hintergrund kann nämlich dazu führen, dass der Antennen-Schwingkreis derart stark verstimmt wird, dass eine Kommunikation sogar unmöglich werden kann und/oder die Energieübertragung ineffizient ist. Der durch die Abschirmung erzeugte definierte Hintergrund trägt zur effizienten Energieübertragung wie auch zuverlässigen Kommunikation bei.
Weiterhin kann die mindestens eine Leiterschleife optional in die Regalschiene integriert oder an ihr befestigt sein. Die Integration in die Regalschiene ist dann vorteilhaft, wenn die Regalschiene beispielsweise wie erwähnt aus Kunststoff gefertigt ist und bereits beim z.B. Spritzgießen, also bei der Fertigung der Regalschiene, die Leiterschleife dort integriert wird. Die Leiterschleife kann jedoch auch auf der Oberfläche der Regalschiene, z.B. durch Aufkleben, befestigt werden. Insbesondere dann, wenn viele Leiterschleifen, die nebeneinander angeordnet sind, gefordert sind und dementsprechend auch viele Zuleitungen zu berücksichtigen sind, hat es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Leiterschleife(n) auf einer Leiterplatte ausgebildet ist (sind). Diese Leiterplatte kann dann als eigener Bauteil in die Regalschiene integriert oder an ihr befestigt werden. Auch kann die Regalschiene derart ausgebildet sein, dass die Leiterplatte austauschbar ist, sodass leicht auf unterschiedlichste Anforderungsprofile in der Regalplanung mit unterschiedlichsten Leiterschleifenkonfigurationen, die z.B. auf einer einzigen Leiterplatte oder auch auf verschiedenen Leiterplatten realisiert sein können, reagiert werden kann. Besonders bevorzugt weist jedoch die Regalschiene selbst eine Leiterschleifen- Aufnahme auf. Diese kann so ausgebildet sein, dass sie z.B. an der Vorderseite der Regalschiene lokalisierst ist, also dort wo die Rückseite des Regaletiketts im an der Regalschiene befestigten Zustand möglichst nahe an der Regalschiene positioniert ist. Die Leiterschleifen-Aufnahme kann jedoch auch korrespondierend zu jenem Bereich der Regalschiene, wo das Regaletikett angebracht werden kann, an der Rückseite der Regalschiene verlaufen, was eine bessere Zugänglichkeit der Leiterschleife für Wartungszwecke mit sich bringen kann oder auch einen unübertrefflichen Schutz gegen Beschädigung sicherstellt.
Letztendlich ist die Leiterschleife dort auch vor den Blicken der Kunden eines Supermarkts verborgen. Strukturell kann die Leiterschleifen-Aufnahme z.B.
durch eine spaltförmige Vertiefung im z.B. Kunststoffmaterial der Regalschiene realisiert sein, in welche Vertiefung die Leiterschleife eingesetzt ist. Damit kann auch die Form der Leiterschleife wie auch ihre exakte Position möglichst präzise ohne weitere Maßnahmen (wie z.B. die zuvor erwähnte Leiterplatte und ihre Positionierung) definiert werden. Auch kann die rückseitig positionierte Leiterschleife praktisch an jedem beliebigen Punkt mit einer Elektronik der Versorgung-Einrichtung elektrisch leitend verbunden werden, ohne dass auf die Position der vorderseitig an der Regalschiene positionierten Regaletiketten Rücksicht genommen werden muss. Die Vertiefung kann auch einen Schnapp- bzw. Fixierungsmechanismus aufweisen, der die Leiterschleife in ihrer Sollposition fixiert. Auch kann die Vertiefung derart ausgebildet sein, dass sie eine Mehrzahl an Windungen der Leiterschleife aufnehmen kann, wobei diese nebeneinander und/oder übereinander in der Vertiefung angeordnet sein können.
Auch ist man bei der Integration einer Leiterschleifen-Aufnahme direkt in die Regalschiene (also in ihr Material) bei Planung bzw. Herstellung der Leiterschleife nicht an die Grenzen des Herstellungsprozess für Leiterplatten gebunden und kann somit auch Leiterschleifen mit einer Länge realisieren, die jene für Leiterplatten von gegenwärtig ca. einem Meter bei weitem übertreffen.
Es lässt sich somit durchaus auch eine Leiterschleife realisieren, die sich entlang einer gesamten Regalschiene erstreckt, die mehrere Meter lang sein kann.
Der Umfang der Leiterschleife der Regalschiene kann sich beispielsweise entlang der gesamten Länge der Regalschiene und der gesamten Höhe der Regalschiene erstrecken. Bevorzugt wird die durch die Leiterschleife aufgespannte Fläche jedoch etwas kleiner sein als die durch die physikalischen Dimensionen der Regalschiene definierte Fläche ihrer Vorderseite. Bevorzugt ist die zumindest eine Leitschleife innerhalb des Kanals der Regalschiene lokalisiert, der an der Rückseite jener Wand der Regalschiene ausgebildet ist, an der das Regaletikett eingesetzt in die Regalschiene mit seiner Rückseite bzw. Rückwand anliegt. In dieser Wand ist besagter Kanal integriert. Zur Realisierung der Leiterschleife der Regalschiene kann eine einzige umlaufende Leiterbahn oder eine spulenartig mehrfach umlaufende Leiterbahn, also eine mehrere Windungen aufweisende Leiterbahn, vorgesehen sein. Diese Leiterschleife weist an ihren beiden Enden je einen Schleifen-Anschluss auf, an den die Versorgung- Einrichtung angeschlossen ist.
Die Regalschiene kann mit einer einzigen Leiterschleife ausgestattet sein, die sich z.B. im Wesentlichen entlang der gesamten Länge der Regalschiene erstreckt. Damit lassen sich mehrerer Regaletiketten gleichzeitig mit einem einzigen Signal versorgen. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, wenn entlang der Längserstreckung der Regalschiene eine Mehrzahl von Leiterschleifen ausgebildet ist, die jede für sich mit der Versorgungseinheit (wie erwähnt, nur in diesem Fall mit individuellen Schleifen-Anschlüssen) gekoppelt ist, und die Versorgungseinheit zur schleifen-selektiven Abgabe des Signals, also zur selektiven Energieübertragung mit Hilfe jeder der Leiterschleifen ausgebildet ist. Dies ermöglicht es, mit einer einzigen Versorgung-Einrichtung ein einziges Regaletikett oder eine Gruppe von Regaletiketten wahlweise mit Energie zu versorgen, wobei die Regaletiketten korrespondierend zu der jeweiligen Leiterschleife der Regalschiene angeordnet sind. Je nach Implementierung können entlang der Regalschiene beispielsweise 2 oder 3 oder bis zur 15 oder sogar wesentlich mehr Leiterschleifen realisiert sein. Diese Leiterschleifen sind entlang der Längserstreckung der Regalschiene nebeneinander positioniert und ihre jeweils beiden Schleifen-Anschlüsse entlang der Regalschiene zu der Versorgung-Einrichtung hingeführt und dort mit ihr elektrisch leitend verbunden. Die Längserstreckung der durch die jeweilige Leiterschleife abgedeckten Zone an der Regalschiene kann für alle Leiterschleifen identisch sein. So können entlang der Regalschiene viele eng beieinander liegende Zonen definiert sein, deren jeweilige Längserstreckung sich an der Längserstreckung des an der Regalschiene zur Anwendung kommenden Regaletiketts orientiert, wobei die Längserstreckung üblicherweise einige cm aufweist, wie z.B. 8-12 cm. Dies ermöglicht die individuelle (selektive) Energieversorgung für jedes Regaletikett ebenso wie die individuelle (selektive) Kommunikation mit jedem einzelnen Regaletikett an (beinahe) beliebigen Positionen entlang der Regalschiene. Dies ist dann von Vorteil, wenn die Positionierung des Regaletiketts möglichst flexibel erfolgen soll und trotzdem eine möglichst individuelle Energieversorgung bzw. Kommunikation mit jedem Regaletikett möglich sein soll. Es können jedoch auch größere Zonen vorgesehen sein, in denen sich dann mehrere Regaletiketten befinden können, die dann gemeinsam mit der betroffenen Leiterschleife mit Energie versorgt werden und entweder im Kollektiv mit Daten versorgt werden oder eine individuelle Kommunikation mit der betreffenden Versorgung- Einrichtung durchführen, solange das Signal präsent ist. Diese Konfiguration
kann dann zur Anwendung kommen, wenn die exakte Position des jeweiligen Regaletiketts keine Rolle spielt. Ein solcher Fall ist dann gegeben, wenn z.B. auf einem Regal über einen längeren Abschnitt oder die Gesamtlänge des Regals hinweg mehrerer identische Produkte platziert sind und durch mehrere in größeren Abständen zueinander entlang der Längserstreckung der Regalschiene platzierte Regaletikettenanzeigen immer die gleiche Information zu diesen Produkten präsentiert wird. Entlang einer Regalschiene können jedoch auch gemischte Konfigurationen aus relativ kurzen Zonen und im Verhältnis dazu auch relativ langen Zonen vorliegen.
Die Leiterschleifen der Regalschiene können alle gemeinsam, also gleichzeitig, zur Energieübertragung von der Versorgung-Einrichtung genutzt werden. Dies bedeutet jedoch für die Elektronik der Versorgung-Einrichtung ein entsprechendes Design bzw. eine entsprechende Ausbildung. Daher hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Versorgungseinheit zum Multiplexen der Energieübertragung über die Leiterschleifen ausgebildet ist. Es wird dabei immer nur eine einzige Leiterschleife, die elektronisch ausgewählt ist, zur Energieübertragung verwendet.
Wie auf analoge Weise bereits im Zusammenhang mit dem Regaletikett erörtert, kann die Versorgung-Einrichtung hinsichtlich ihrer zur Energieübertragung geeigneten Schnittstelle unterschiedlich ausgebildet sein. Bevorzugt ist die Versorgung-Einheit jedoch als eine zweite NFC-Schnittstelle zur kontaktlosen Energieversorgung des oder der Regaletiketten ausgebildet, wobei die mindestens eine Leiterschleife der Regalschiene ein zur kontaktlosen Energieübertragung (wie auch zur kontaktlosen Kommunikation) bestimmter Bestandteil der NFC-Schnittstelle ist. Die zweite NFC-Schnittstelle lässt sich mit einem kommerziell verfügbaren NFC-Schaltkreis (z.B. NFC-Reader-Schaltkreis) realisieren, der an die Leiterschleife angeschlossen wird.
Ganz allgemein ist hier festzustellen, dass die Leiterschleife somit eine Induktivität realisiert, die als Bestandteil einer Antenne oder auch zur induktiven Kopplung mit der korrespondierenden Induktivität bzw. Leiterschleife auf der Seite des Regaletiketts zum Einsatz kommt.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn pro Regalschiene genau eine einzige elektronische Versorgung-Einrichtung zum Einsatz kommt. Dies erlaubt eine fokussierte Energieversorgung nur für diese
eine Regalschiene, also die Gesamtheit der an ihr befestigten Regaletiketten zu realisieren.
In diesem Zusammenhang hat es sich weiterhin als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die elektronische Versorgung-Einrichtung in die Regalschiene integriert oder an ihr befestigt ist. Somit lässt sich eine Regalschiene mit individueller elektronischer Energieversorgung realisieren. Es kann die Versorgung-Einrichtung z.B. auch direkt an der Leiterplatte ausgebildet sein. Weiterhin kann die Versorgung-Einrichtung als Modul mit ihr verbunden sein oder als Modul mit der Regalschiene mechanisch gekoppelt sein, z.B. seitlich in einen dafür vorgesehenen Aufnahmeraum oder -bereich eingesetzt sein und dort positioniert mit der Leiterschleife der Regalschiene elektrisch leitend verbunden sein. Dadurch kann die Regalschiene als Ganzes inklusive ihrer Versorgung-Einrichtung vertragen und an einem anderen Ort problemlos wieder in Betrieb genommen werden.
Die Energieversorgung der Versorgung-Einrichtung kann auf unterschiedliche Weise realisiert sein. So kann die Versorgung-Einrichtung beispielsweise über ein Ethernet-Kabel erfolgen, das die Versorgung-Einrichtung mit anderen Kommunikationseinrichtungen (z.B. einem Router) verbindet, wobei über dieses Ethernet-Kabel auch die Versorgungsspannung für die Versorgung- Einrichtung bereitgestellt wird.
Es kann jedoch auch eine separate Versorgungsstation (z.B. ein Netzgerät) zur Energieversorgung der elektronischen Versorgung-Einrichtungen vorgesehen sein. Bevorzugt versorgt diese Versorgungsstation eine Gruppe von elektronischen Versorgung-Einrichtungen, besonders bevorzugt für ein ganzes Regal, insbesondere für eine Gruppe von Regalen. Dies erlaubt den modularen Aufbau einer Versorgungsinfrastruktur für ein einziges Regal oder für geographisch oder thematisch sortierte Gruppen von Regalen oder auch nur die Reduktion der Anzahl der Versorgungsstationen auf ein nötiges Mindestmaß.
Besonders bevorzugt ist die elektronische Versorgung-Einrichtung jedoch auf funkbasierte Weise mit Energie versorgbar ausgebildet, und die Versorgungsstation ist ihrerseits als Funk-Energiequelle zur, insbesondere gerichteten, funkbasierten Energieversorgung der elektronischen Versorgung- Einrichtung ausgebildet. Mit Hilfe der Funk-Energiequelle erfolgt also eine kontaktlose zielgerichtete Energieübertragung hin zur Versorgung-Einrichtung. Zum Empfang des energieübertragenden Funksignals weist die Versorgung-
Einrichtung einen Versorgungsempfänger auf. Dies ermöglicht eine völlig kabelfreie Versorgungsinfrastruktur von einerseits der an der Regalschiene befestigten Regaletiketten und andererseits auch der für die Versorgung der Regaletiketten vorgesehenen Versorgung-Einrichtung. De facto erspart sich der Errichter des Systems die Verkabelung zwischen der tatsächlichen Energiequelle und dem jeweiligen Regal. Dieser Umstand ermöglicht eine im Wesentlichen wahlfreie Positionierung der Regale im Geschäft wie auch die wahlfreie und einfache Positionierung der Regalschienen an verschiedensten Regalen wie auch deren Austausch zwischen den Regalen. Diese Art der Energieübertragung wie auch die zugrundeliegende Technologie ist unter dem Begriff „Power over Wi Fi" bekannt. Mit dieser Technologie ausgerüstete Funk-Energiequellen lassen sich beispielsweise an der Decke eines Geschäftslokals installieren und versorgen in einem Umkreis von bis zu maximal 10 Meter selektiv die dort den jeweiligen Regalschienen zugeordneten und in diesem Umkreis lokalisierten Versorgung- Einrichtungen mit Hilfe von zu ihnen hingerichteten leistungsstarken, also fokussierten Funksignalen.
Bevorzugt ist, wie bereits angesprochen, die elektronische Versorgung-Einrichtung auch zum kontaktlosen Kommunizieren mit einem oder mehreren Regaletiketten unter Ausnutzung jener Technologie, die auch zur Energieübertragung an das Regaletikett zum Einsatz kommt, ausgebildet. Bevorzugt kommt hierbei wieder die bereits erwähnte NFC-Technologie zum Einsatz. Dies erlaubt eine möglichst optimale Ausnutzung der verfügbaren elektronischen Komponenten für sowohl die kontaktlose Energieübertragung als auch die kontaktlose Kommunikation über relativ kurze Distanzen, so wie dies bei an der Regalschiene befestigten Regaletiketten der Fall ist.
Die Versorgung-Einrichtung kann nun derart ausgebildet sein, dass sie bei Vorliegen der Energieversorgung durch die Funk-Energiequelle auch das Signal generiert und abgibt, um genau innerhalb der Zeitspanne der Energieversorgung durch die Funk-Energiequelle auch die korrespondierend zu ihrer Leiterschleife der Regalschiene positionierten Regaletiketten auf kontaktlose Weise mit Energie zu versorgen. Um jedoch auch außerhalb der Zeitspanne, innerhalb der die Energieversorgung durch die Funk-Energiequelle vorliegt, eine Energieversorgung der Regaletiketten zu ermöglichen, ist es von Vorteil, wenn die Versorgung-Einrichtung einen Versorgung-Energiespeicher aufweist. Diese kann eine wieder aufladbare Batterie oder ein Akkumulator oder auch ein
erwähnter Superkondensator sein. Dieser Versorgung-Energiespeicher ist mit einer Ladeelektronik der Versorgung-Einrichtung gekoppelt, wobei die Ladeelektronik ein Bestandteil des Versorgungsempfängers sein kann oder separat davon mit dem Versorgungsempfänger verbunden ausgebildet sein kann. Die Ladeelektronik, die z.B. als kommerziell erhältliches Modul realisiert sein kann, ist derart ausgebildet, dass mit ihr bei einem Empfang des Funksignals von der Funk-Energiequelle das Aufladen des Versorgung-Energiespeichers erfolgt, ggf. auch die dann zur Verfügung stehende Versorgungsspannung abgegeben wird.
Mit Hilfe des Versorgung-Energiespeichers der Versorgung- Einrichtung lässt sich nun losgelöst (also zeitversetzt) vom zeitlichen Auftreten der Funkaktivität der Funk-Energiequelle einerseits der Betrieb der Elektronik des Versorgung-Einrichtung selbst und andererseits auch die Energieversorgung der Regaletiketten an der Regalschiene, an der die Versorgung-Einrichtung verbaut ist, bewerkstelligen. Damit lässt sich z.B. ein Betriebsszenario realisieren, bei dem beispielsweise während der Nachtstunden mit Hilfe der Funk-Energiequelle die Versorgung-Energiespeicher der verschiedenen Versorgung-Einrichtungen aufgeladen werden, um während des Tages immer dann, wenn benötigt, die Regaletiketten mit Hilfe des Signals mit Energie zu versorgen. Auch können bei entsprechendem Bedarf während des Tages gezielt Versorgung-Einrichtungen mit Energie versorgt werden, um einerseits ihren eigenen Versorgung- Energiespeicher wieder aufzuladen und/oder auch von der jeweiligen Versorgung-Einrichtung aus Regaletiketten mit Hilfe des Signals mit Energie zu versorgen. Dies kann dann von Interesse sein, wenn bedingt durch erhöhte Aktivität in einem oder mehreren Regaletiketten die autonome Energieversorgung der Versorgung-Einrichtung während des Tages bis hin zur nächsten nächtlichen Aufladung nicht sichergestellt ist.
Zusätzlich zu der zweiten NFC-Schnittstelle, die für die Energieversorgung der Regaletiketten und Kommunikation mit den Regaletiketten vorgesehen ist, weist die Versorgung-Einrichtung eine weitere Schnittstelle auf, die zur Kommunikation mit einem Access-Point bestimmt ist. Diese weitere Schnittstelle kann zur Funkkommunikation ausgebildet sein. Für die Funk-Kommunikation mit dem Access-Point kann bevorzugt ein Zeitschlitz- Kommunikationsverfahren, insbesondere ein proprietäres Zeitschlitz- Kommunikationsverfahren zur Anwendung kommen.
Gemäß diesem proprietären Zeitschlitz-Kommunikationsverfahren kommuniziert eine Kommunikationsstation (hier der Access-Point) mit einer Anzahl von Versorgung-Einrichtungen mit Hilfe eines Zeitschlitz- Kommunikationsverfahrens, bei dem in sich stetig wiederholender Folge eine Anzahl von Zeitschlitzen pro Zeitschlitzzyklus zur Kommunikation bereitstehen und jeder Zeitschlitz durch ein eindeutiges Zeitschlitzsymbol auf eindeutige Weise gekennzeichnet ist und somit alleine durch das Zeitschlitzsymbol von anderen Zeitschlitzen unterscheidbar ist. Gemäß dem Verfahren sendet der Access-Point für den momentan vorliegenden Zeitschlitz ein Synchronisations- Datensignal aufweisend das Zeitschlitzsymbol am Beginn des jeweiligen Zeitschlitzes aus. Die Versorgung-Einrichtungen sind dazu ausgebildet, zu einem Aufwachzeitpunkt von einem Schlaf-Zustand in einen Aktiv-Zustand zu wechseln und zum Empfangen des Synchronisations-Datensignals im Aktiv-Zustand, und, wenn das empfangene Zeitschlitzsymbol einen für die jeweilige Versorgung- Einrichtung bestimmten Zeitschlitz anzeigt, zum Definieren eines zu dem nächsten Auftreten des für diese Versorgung-Einrichtung bestimmten Zeitschlitz korrespondierenden neuen Aufwachzeitpunkts in einem auf den momentan vorliegenden Zeitschlitzzyklus folgenden Zeitschlitzzyklus.
Damit geht der Vorteil einher, dass ein Synchronismus zwischen dem Access-Point und einer Versorgung-Einrichtung auf möglichst einfache und trotzdem äußerst robuste Weise erkannt, beibehalten und während des Betriebs des Systems gewährleistet ist. Dies verbessert auch die Energieeffizienz der Gesamtheit der Versorgung-Einrichtungen, die logisch einem einzigen Access- Point zugeordnet sind, weil bereits unmittelbar zu Beginn des Zeitschlitzes die Prüfung auf Synchronismus stattfindet.
Es reicht dabei nun völlig aus, dass jede Versorgung-Einrichtung, die sich an der Kommunikation mit dem betreffenden Access-Point beteiligt, über das Zeitschlitzsymbol Bescheid weiß, welches den für sie bestimmten Zeitschlitz anzeigt. Jede der Versorgung-Einrichtungen orientiert sich also individuell an dem Auftreten eines für sie relevanten Zeitschlitzsymbols, identifiziert das für sie relevante Zeitschlitzsymbol und definiert ihren nächsten Aufwachzeitpunkt, um mit dem durch die Kommunikationsstation vorgegebenen Timing des Zeitschlitz- Kommunikationsverfahrens synchron zu bleiben, wobei dieses Timing bei den Versorgung-Einrichtungen bekannt ist. Dabei reicht es völlig aus, dass das Zeitschlitzsymbol den jeweiligen Zeitschlitz eindeutig identifiziert, z.B. mit einer
für jeden Zeitschlitz individuellen Zeitschlitzkennung. Weitere Informationen kodiert in das Synchronisations-Datensignal, so wie dies oft bei anderen Verfahren vorkommt, sind hier unnötig, um eine Versorgung-Einrichtung synchron mit dem Access-Point zu betreiben, dem sie funktechnisch zugeordnet ist. Die betreffende Versorgung-Einrichtung stellt ihren Synchronismus mit dem Access-Point also alleine durch den Umstand des Erkennens des Zeitschlitzsymbols fest, das zu dem von ihr erwarteten Zeitpunkt bzw. in einem Erwartungszeitfenster auftritt und den für sie bestimmten Zeitschlitz anzeigt.
Nachdem die Versorgung-Einrichtung ihren Synchronismus wie zuvor erörtert festgestellt hat, reicht es grundsätzlich aus, wenn sie wieder in den Schlaf-Zustand wechselt, weil der nächste Aufwachzeitpunkt automatisch durch den ihr bekannten Zeitraster des Zeitschlitzkommunikationsverfahrens bekannt ist. Das Definieren des neuen Aufwachzeitpunktes kann sich somit darauf beschränken, dass eine z.B. Zeitsteuerstufe (z.B. ein Timer) der Versorgung-Einrichtung mit den bereits zuvor zum Wechseln vom Schlaf-Zustand in den Aktiv-Zustand benutzen Timing-Parameter neu gestartet wird. Danach kann die Versorgung-Einrichtung wieder in den Schlaf-Zustand wechseln und dort verharren, bis dass ausgelöst durch die Zeitsteuerung wieder ein Aufwachen und Wechseln von dem Schlaf-Zustand in den Aktiv-Zustand zu dem neuen Aufwachzeitpunkt in dem nächsten Zeitschlitzzyklus durchgeführt wird. Die Versorgung-Einrichtung muss jedoch nicht zwingend für den Rest des für sie bestimmten Zeitschlitzes im Schlaf-Zustand verharren, sondern kann auch während des Zeitschlitzes oder auch des Zeitschlitzzyklus weitere Aufgaben in einem Aktiv-Zustand bearbeiten. Die zuvor erörterte Zeitsteuerung arbeitet dann im Hintergrund unabhängig von den anderen, weiteren Aktivitäten der Versorgung-Einrichtung. Das Definieren des neuen Aufwachzeitpunktes kann durch die Bestimmung einer absoluten oder relativen Zeitangabe erfolgen, wie z.B. relativ zum Zeitpunkt des Auftretens des Synchronisations-Datensignals oder relativ zum Zeitpunkt, zu dem nach dem Aktiv-Zustand wieder der Schlaf- Zustand eingenommen wird, oder auch relativ zum Zeitpunkt zu dem das Ende des Synchronisations-Datensignals eintritt. Das Definieren des neuen Aufwachzeitpunktes kann jedoch auch so verstanden werden, dass die Dauer des nach dem Aktiv-Zustand, in dem das Zeitschlitzsymbol empfangen wurde, anschließenden Schlaf-Zustands oder auch die Summe der Dauer aus Schlaf-
Zustand und Aktiv-Zustand oder auch die Summe der Dauer mehrerer solcher Zustandsfolgen den neuen Aufwachzeitpunkt bestimmt.
Da jede Versorgung-Einrichtung ihre eigene Zeitsteuerstufe betreibt und exemplarische Streuungen des Verhaltes der jeweiligen elektronischen Komponenten nicht auszuschließen sind, kann das Definieren des neuen Aufwachzeitpunktes auch eine Kompensation einer für jede Versorgung- Einrichtung individuell vorliegende Drift ihrer Zeitbasis beinhalten. Zu diesem Zweck kann beispielsweise in der Versorgung-Einrichtung eine Zeitdifferenz zwischen dem erwarteten Auftreten des Synchronisations-Datensignal mit dem Zeitschlitzsymbol, das den für die jeweilige Versorgung-Einrichtung bestimmten Zeitschlitz anzeigt, und dem tatsächlichen Auftreten gemessen werden und bei der Zeitsteuerstufe zur Korrektur ihres Timings berücksichtigt werden. Die Kompensation kommt jedoch nur bei Festgestelltem Synchronismus zum Einsatz.
Wurde jedoch an Stelle des erwarteten Zeitschlitzsymbols ein anderes Zeitschlitzsymbol empfangen, liegt kein Synchronismus vor und die Versorgung-Einrichtung muss eine Neu-Synchronisierung durchführen. Zu diesem Zweck wechselt eine solche asynchrone Versorgung-Einrichtung nicht periodisch, so wie dies im synchronen Zustand der Fall wäre, sondern z.B. zu einem beliebigen Zeitpunkt ein einziges Mal von ihrem Schlaf-Zustand in ihren Aktiv-Zustand und verharrt in diesem Aktiv-Zustand in der Empfangsbereitschaft. Wenn in einer bestimmten Zeitspanne wie z.B. einer Zeitschlitzdauer nichts empfangen wurde, wechselt sie wieder in den Schlaf- Zustand und wiederholt zu einem anderen Zeitpunkt den Empfangsversuch. Sobald ein Synchronisations-Datensignal empfangen wird, wird das Zeitschlitzsymbol ausgewertet, also geprüft. Das dabei empfangene Zeitschlitzsymbol zeigt mit höchster Wahrscheinlichkeit einen für die betreffende Versorgung-Einrichtung nicht bestimmten Zeitschlitz an, was von der Versorgung-Einrichtung autonom festgestellt wird. Die Versorgung-Einrichtung kennt die Systematik des Auftretens der Zeitschlitzsymbole und kann nach Auswertung des empfangenen Zeitschlitzsymbols selbstständig entscheiden, ob sie noch in dem vorliegenden Zeitschlitzzyklus (erster Fall) oder erst im darauffolgenden Zeitschlitzzyklus (zweiter Fall) mit dem für sie bestimmten Zeitschlitz rechnen kann. Für den ersten Fall ist die Versorgung-Einrichtung zum Definieren eines zu dem nächsten Auftreten des für sie bestimmten Zeitschlitz korrespondierenden neuen Aufwachzeitpunkts in dem momentan vorliegenden
Zeitschlitzzyklus ausgebildet. Die Versorgung-Einrichtung stellt durch Auswertung des empfangenen Zeitschlitzsymbols und unter Kenntnis der Systematik des Auftretens der Zeitschlitzsymbole fest, dass der für sie bestimmte Zeitschlitz noch in dem momentan vorliegenden Zeitschlitzzyklus auftreten wird. Für den zweiten Fall ist die Versorgung-Einrichtung zum Definieren eines zu dem nächsten Auftreten des für sie bestimmten Zeitschlitz korrespondierenden neuen Aufwachzeitpunkts in jenem dem momentan vorliegenden Zeitschlitzzyklus folgenden Zeitschlitzzyklus ausgebildet. Die Versorgung-Einrichtung stellt durch Auswertung des empfangenen Zeitschlitzsymbols und unter Kenntnis der Systematik des Auftretens der Zeitschlitzsymbole fest, dass der für sie bestimmte Zeitschlitz in dem momentan vorliegenden Zeitschlitzzyklus nicht mehr auftreten wird, weil er in diesem Zeitschlitzzyklus bereits in der Vergangenheit auftrat. Wie einleitend zum synchronen Zustand erörtert, kommt auch für diese Art der Definition des neue Aufwachzeitpunkts besagte Zeitsteuerung zum Einsatz, wobei die Zeitsteuerung nun mit jenem Timing-Parameter betrieben wird, mit dem der erwünschte Eintritt in den synchronen Zustand erreicht wird. Der zu wählende Timing-Parameter ergibt sich für die Versorgung-Einrichtung aus der inhärenten Kenntnis des zur Anwendung kommenden Zeitschlitz-Kommunikationsverfahrens. Der Timing- Parameter wird also von der Elektronik der Versorgung-Einrichtung, welche über die Parameter des Zeitschlitz-Kommunikationsverfahrens Kenntnis hat, bestimmt.
Diese Parameter können von der Versorgung-Einrichtung bei ihrer Registrierung bei dem jeweiligen Access-Point von dem Access-Point abgefragt bzw. an sie übertragen werden oder bereits vorab in der Versorgung-Einrichtung einprogrammiert sein. In beiden Fällen ist es zweckmäßig, wenn die Versorgung- Einrichtung eine Speicherstufe zum Speichern der Parameter des Zeitschlitz- Kommunikationsverfahren aufweist und die Versorgung-Einrichtung zum Zugreifen auf und Berücksichtigen diese Parameter zwecks Definition des neuen Aufwachzeitpunkts ausgebildet ist. Die Parameter können alle Details des Timings des Zeitschlitz-Kommunikationsverfahren repräsentieren, wie etwa Parameter betreffend zeitliche Abläufe zum Kommunizieren zwischen dem Access-Point und der Versorgung-Einrichtung, Parameter betreffend vordefinierte Zeitpunkte oder Zeitabschnitte, aber auch Parameter betreffend die Grundstruktur des Zeitschlitz-Kommunikationsverfahrens, wie z.B. Anzahl der
Zeitschlitze, die Dauer eines Zeitschlitzes, die Dauer des Zeitschlitzzyklus, oder auch als Parameter die explizit angegebenen Zeitschlitzsymbole zur Identifizierung der einzelnen Zeitschlitze oder auch Algorithmen zur Berechnung der Zeitschlitzsymbole. Unter Zuhilfenahme dieser Parameter kann eine asynchrone Versorgung-Einrichtung autonom, also automatisch für sich selbst ohne externes Zutun abklären, ob auf Grundlage des soeben empfangenen Zeitschlitzsymbols der für sie bestimmte Zeitschlitz noch innerhalb des momentan vorliegenden Zeitschlitzzyklus zu erwarten ist oder ob der für sie bestimmte Zeitschlitz im vorliegenden Zeitschlitzzyklus bereits der Vergangenheit angehört und folglich der nächste für sie bestimmte Zeitschlitz erst im nächsten Zeitschlitzzyklus auftreten wird. Die betroffene Versorgung- Einrichtung berechnet im Aktiv-Zustand den neuen Aufwachzeitpunkt, wechselt in den Schlaf-Zustand und wechselt zu dem berechneten Aufwachzeitpunkt in den Aktiv-Zustand, empfängt das Zeitschlitzsymbol des für sie bestimmten Zeitschlitzes und befindet sich danach wieder im synchronen Zustand. Soweit im vorliegenden Zeitschlitz keine weiteren Aktivitäten von ihr erwartet werden, wechselt sie unverzüglich in den Schlaf-Zustand und wechselt danach erst wieder im nächsten Zeitschlitzzyklus in den Aktiv-Zustand, um das Synchronisations- Datensignal in dem für sie bestimmten Zeitschlitz zu empfangen.
Eine solche Versorgung-Einrichtung weist zur Kommunikation mit dem Access-Point im Wesentlichen eine Funk-Kommunikationsstufe, auch Transceiver genannt, und eine damit zusammenwirkende Logikstufe auf, die logische Funktion der Versorgung-Einrichtung bereitstellt. Der Transceiver ist eine Elektronik, die sowohl zum Empfange wie auch Senden ausgebildet ist und bei der die erforderliche Funktionalität zum Modulieren eines Trägersignals wie auch Demodulieren von Empfangssignalen ausgebildet ist. Der Transceiver kann durch aktive und passive elektronische Komponenten oder Baugruppen realisiert sein, mit deren Hilfe analoge Signale in digitale Signale und umgekehrt konvertierbar sind.
Die Logikstufe kann z.B. vollständig durch Hardware realisiert sein oder einen Mikroprozessor und Speicherbausteine oder einen Mikrokontroller mit integrierten Speicherbausteinen aufweisen, sodass in den Speicherbausteinen gespeicherte Software abarbeitbar ist. Die Versorgung-Einrichtung kann mit Hilfe ihres Transceivers ein Funk-Signal von dem Access-Point empfangen, in dem Funk-Signal enthaltene Empfangsdaten mit Hilfe der Logikstufe verarbeiten und
gegebenenfalls mit Hilfe der Logikstufe Antwortdaten generieren und diese über den Transceiver wieder als ein Funk-Signal an den Access-Point abgeben.
Wie bereits erörtert weist eine solche Versorgung-Einrichtung den Versorgung-Energiespeicher zu ihrer eigenen Energieversorgung wie auch zur Energieversorgung der Regaletiketten auf. Um möglichst energieeffizient zu arbeiten, weist die Versorgung-Einrichtung verschiedene Betriebs-Zustände auf. Dazu zählt besagter Aktiv-Zustand mit einem relativ hohen Energieverbrauch.
Der Aktiv-Zustand liegt z.B. beim Senden oder Empfangen von Daten bei einer Kommunikation mit dem Access-Point oder beim Energieversorgen der Regaletiketten mit Hilfe des Signals und in weiterer Folge auch beim Senden und/oder Empfangen von Daten bei einer Kommunikation mit den Regaletiketten oder auch beim Batteriespannungsmessen der mit Hilfe des Versorgung- Energiespeichers erzeugbaren Spannung vor. In dem Schlaf-Zustand liegt dagegen ein relativ niedriger Energieverbrauch vor. Bevorzugt werden so viele elektronische Komponenten wie möglich von der Stromversorgung durch den Versorgung-Energiespeicher getrennt bzw. abgeschattet oder zumindest in einem Modus mit möglichst geringem Energiebedarf betrieben (z.B. möglichst langsam getackte). Der Aktiv-Zustand liegt vorwiegend zum Detektieren des Synchronismus mit dem Access-Point und in dem für die Versorgung-Einrichtung bestimmten Zeitschlitz zur Kommunikation mit dem Access-Point vor. In dem Aktiv-Zustand weist die Versorgung-Einrichtung z.B. eine Empfangsbereitschaft auf, um Befehle und gegebenenfalls auch Empfangs-Daten von dem Access-Point zu empfangen und mit Hilfe ihrer Logikstufe zu verarbeiten. Im Aktiv-Zustand können auch mit Hilfe der Logikstufe Sende-Daten generiert und an die Kommunikationsstation kommuniziert werden. Außerhalb des für die Versorgung-Einrichtung bestimmten Zeitschlitzes wird die Versorgung- Einrichtung vorwiegend in dem energiesparenden Schlaf-Zustand betrieben. In dem Schlaf-Zustand führt die Logikstufe bzw. die Zeitsteuerstufe nur jene Aktivitäten durch, die für das Timing zum rechtzeitigen Aufwachen nötig sind, damit die Versorgung-Einrichtung zum nächsten für sie bestimmten Zeitschlitz zum Empfang des Synchronisations-Datensignals und / oder zur Kommunikation mit dem Access-Point bereit ist.
Beispielhaft sei hier noch erwähnt, dass bei dem proprietären Zeitschlitz-Kommunikationsverfahren z.B. innerhalb von n Sekunden, z.B. 15 Sekunden, m Zeitschlitze, z.B. 255 Zeitschlitze, zum Einsatz kommen. Die n
Sekunden bilden einen Zeitschlitzzyklus. In diesem Zeitschlitz- Kommunikationsverfahren stehen also m Zeitschlitze innerhalb eines Zeitschlitzzyklus für eine Kommunikation mit den Versorgung-Einrichtungen zur Verfügung. Jede der Versorgung-Einrichtungen ist einem der Zeitschlitze zugeordnet, wobei einem bestimmten Zeitschlitz auch mehrere Versorgung- Einrichtungen zugeordnet sein können.
Um nun so energieeffizient wie möglich zu arbeiten, also den Energie-Eigenverbrauch jeder Versorgung-Einrichtung zu minimieren, besteht daher die grundlegende Betriebsstrategie für jede Versorgung-Einrichtung darin, die synchrone Versorgung-Einrichtung so lange wie möglich im Schlaf-Zustand zu halten und nur dann, wenn unbedingt nötig, wie z.B. einerseits zwecks Datenübertragung mit dem Access-Point und andererseits zwecks Abgabe des Signals an die Regaletiketten, um dorthin Energie zu übertragen und ggf. auch mit ihnen zu kommunizieren, für eine möglichst kurze Zeitspanne im Aktiv- Zustand zu betreiben. Dies zusammen mit der zuvor erörterten möglichst vollständigen Energiespeicherung bei den Regaletiketten, also sobald das Signal vorliegt, sodass möglichst wenig Energie durch ungenützte Abstrahlung des Signals verloren geht, führt zu einer allumfassenden Energieeffizienz des Systems, insbesondere seiner kontaktlosen Komponenten (Versorgung- Einrichtungen und Regaletiketten).
Grundsätzlich kann für die Funkkommunikation mit dem Access- Point aber auch ein Kommunikationsprotokoll basierend auf den Standards bzw. Spezifikationen ZigBee, Bluetooth oder WiFi usw. zur Anwendung kommen, was jedoch zu einem weniger energieeffizienten Betrieb des Systems führt.
Die Versorgung-Einrichtungen realisiert somit einen kotaktlosen „Gateway" bzw. eine Relaisstation für die Gesamtheit der an der betreffenden Regalschiene montierten Regaletiketten sowohl zur Energieübertragung wie auch zur Kommunikationsübertragung zwischen den Regaletiketten und dem jeweiligen Access-Point, dem die Versorgung-Einrichtung funktechnisch zugeordnet ist.
Der Access-Point dient als übergeordnete Schnittstelle zwischen den Regaletiketten einer die Regaletiketten steuernden IT-Infrastruktur, wie beispielsweise Server mit entsprechender Software-Applikation, einer Cloud- Lösung und dergleichen. In einem solchen funkbasierten System ist eine Gruppe von Regaletiketten durch die jeweilige Versorgung-Einrichtung einem solchen
Access-Point funktechnisch (logisch) zugeordnet, sodass die Kommunikation mit dieser Gruppe von Regaletiketten nur über diesen Access-Point erfolgt. In einem Geschäftslokal eines zum Beispiel Supermarkts können mehrere solche Access- Points installiert sein, wobei jeder Access-Point für die Kommunikation mit ihm logisch (funktechnisch) zugeordneten Versorgung-Einrichtungen dient. Der Access-Point kann über die Versorgung-Einrichtungen, die in einem geographischen (funktechnisch erreichbaren) Bereich um ihn herum lokalisiert sind, hinweg mit den an der Regalschiene der jeweiligen Versorgung-Einrichtung gruppierten Regaletiketten kommunizieren.
Der Access-Point kann zusätzlich zu dieser Funktionalität auch die Versorgungsstation aufweisen, die zur gerichteten, funkbasierten Energieversorgung der elektronischen Versorgung-Einrichtung ausgebildet ist.
Summarisch betrachtet realisiert die Versorgung-Einrichtung bei der betreffenden Regalschiene eine kombinierte Energieversorgung- und Kommunikationsversorgung-Einrichtung für die an der betreffenden Regalschiene befestigten Regaletiketten. Die Versorgung-Einrichtung ist somit für eine lokale kontaktlose Energieübertragung wie auch lokale kontaktlose Kommunikation mit an der Regalschiene befestigten Regaletiketten konfiguriert bzw. ausgebildet.
Eine solche Versorgung-Einrichtung kann auch als Regalschienen steuereinrichtung oder auch Regalschienen-Controller bezeichnet werden, weil sie alle Aktivitäten der an der betreffenden Regalschiene montierten Regaletiketten steuert, was je nach Konfiguration der Regaletiketten sowohl das Anzeigeverhalten, das Kommunikationsverhalten, als auch die jeweilige Energieversorgung und den Betrieb der weiteren Verbraucher der Regaletiketten umfasst.
Als besonders vorteilhaft hat es sich zudem erwiesen, wenn die elektronische Versorgung-Einrichtung zum Empfangen und Weiterleiten einer eindeutigen Kennung des an der Kommunikation beteiligten Regaletiketts zwecks Bestimmung der Position des betreffenden Regaletiketts ausgebildet ist.
Sind innerhalb einer Leiterschleife der Regalschiene mehrere Regaletiketten angeordnet bzw. werden mehrere Regaletiketten gleichzeitig mit Energie über eine einzige Leiterschleife versorgt, müssen Vorkehrungen getroffen werden, um den Empfang der jeweiligen Kennung sicherzustellen. Zu diesem Zweck können die Regaletiketten beispielsweise so programmiert sein, dass sie ihre Kennung zu zufällig ausgewählten Zeitpunkten innerhalb eines Zeitfensters
(einfach oder mehrfach) abgeben, um den individuellen Empfang bei der Versorgung-Einrichtung sicherzustellen. Ebenso kann bei dieser kontaktlosen Übertragung ein z.B. aus der RFID-Technologie bekanntes Anti-Kollision- Verfahren zur Anwendung kommen, um den individuellen Empfang bei der Versorgung- Einrichtung sicherzustellen.
Die Weiterleitung der eindeutigen Kennung erfolgt dabei bevorzugt an eine Datenverarbeitungseinrichtung, wie beispielsweise den Server des Geschäftslokals, der die Kommunikation mit den einzelnen elektronischen Regaletiketten durchführt bzw. koordiniert.
Der Server kann auch die logische Verknüpfung zwischen Produkten, die auf dem jeweiligen Regal ausgestellt sind, und den dort positionierten Regaletikettenanzeigen speichern und somit sicherstellen, dass die jeweilige Regaletikettenanzeige jene Informationen präsentiert, die zu dem betreffenden Produkt gehören.
Der Server ist auch über die Position oder Erstreckung der jeweiligen Leiterschleife an der Regalschiene informiert und wird von der Versorgung-Eirichtung zusammen mit der Kennung auch darüber informiert, welche Leiterschleife zum Bezug der Kennung von dem Regaletikett benutzt wurde. Damit lassen sich auch dreidimensionale digitale Landkarten der Positionen der Gesamtheit der Regaletiketten in einem Geschäftslokal erstellen. Dies betrifft sowohl die zum Anzeigen von Information konfigurierten Regaletiketten wie auch auf analoge Weise die anderen erwähnten durch die verschiedenen Verbraucher möglichen Funktionalitäten des Regaletiketts.
Die Elektronik der verschiedenen Vorrichtungen des Systems wie auch deren Interface usw. kann mit Hilfe unterschiedlichster passiver wie auch aktiver elektronischer Bauteile auf diskrete wie auch integrierte Weise realisiert sein. Bevorzugt kommt dabei auch ein Mikroprozessor mit entsprechenden Peripheriebausteinen oder ein Mikrokontroller zum Einsatz, worauf eine Software zur Bereitstellung der verschiedenen Funktionalitäten abgearbeitet wird. Auch können sogenannte ASICs (Application-Specific Integrated Circuits) zur Anwendung kommen. Im Detail können die verschiedenen Bau- bzw. Funktionsgruppen, insbesondere die Verbraucher im Regaletikett neben passiven Bauteilen die erwähnten, individuellen integrierten Schaltkreise (Mikrokontroller, Mikroprozessor, ASIC, usw.) aufweisen.
Diese und weitere Aspekte der Erfindung ergeben sich durch die nachfolgend erörterten Figuren.
Figurenkurzbeschreibung
Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert, auf welche die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten mit identischen Bezugszeichen versehen. Es zeigen auf schematische Weise:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes elektronisches Regaletiketten-System;
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Regalschiene mit einer Versorgung-
Einrichtung;
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer Regaletikettenanzeige;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Regalschiene mit einer Versorgung-
Einrichtung;
Fig. 5 einen Querschnitt der Ansicht gemäß der Figur 4 entlang der
Schnittfläche A-A;
Fig. 6 einen Querschnitt der Ansicht gemäß der Figur 4 entlang der
Schnittfläche B-B;
Fig. 7 eine Ansicht der Regalschiene mit nur teilweise eingesetzter
Versorgung- Einrichtung;
Fig. 8 eine zu der Figur 7 ähnliche Ansicht mit Kontaktierungselementen der Versorgung-Einrichtung;
Fig. 9 Details einer Langzeit-Energie-Speicher-Einheit des Regaletiketts.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In der Figur 1 ist ein Regaletiketten-System 1 dargestellt, das eine Anzahl von elektronischen Regaletiketten 201-211 umfasst, die an drei - „intelligenten" - Regalschienen 3 befestigt sind. Jede Regalschiene 3 weist eine elektronische Versorgung-Einrichtung 401-403 auf, die seitlich in sie eingesetzt ist. Ebenfalls dargestellt ist eine Datenverarbeitungseinrichtung, die mit Hilfe eines Server 5 realisiert ist, der kabelgebunden mit einem Access-Point 6, der beispielhaft zwei Antennen 7 aufweist, verbunden ist.
Die dargestellten Versorgung-Einrichtungen 401-403 stehen mit dem Access-Point 6 über erste Funksignale Fl im Funkkontakt. Damit lassen sich
von dem Server 5 aus z.B. Bildinhalte von als Regaletikettenanzeigen ausgebildeten Regal eti ketten 201-211 verändern, gegebenenfalls auch zugehörige Statusinformationen von den Regaletiketten 201-211 abfragen und an den Server 5 übertragen oder auch Aktivitäten von zusätzlichen Verbrauchern (die nachfolgend noch anhand der Figur 3 erörtert sind) der Regaletiketten 201- 211 steuern oder nützen. Für diese Kommunikation kommt das in der allgemeinen Beschreibung erörterte, extrem energiesparende proprietäre Zeitschlitz-Kommunikationsverfahren zum Einsatz.
Jede der Regalschienen 3 ist an einem individuellen Regalboden 8 an dessen Vorderkante montiert. Die drei dargestellten Regalböden 8 gehören alle zu einem nur sehr schematisch angedeuteten Regal 9. Auf dem Regalboden 8 können verschiedene Produkte abgelegt werden, die jedoch im vorliegenden Fall aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind.
Die Versorgung-Einrichtungen 401-403 sind jeweils am rechten Rand der Regalschienen 3 schematisch dargestellt, was jedoch nicht zwingend so sein muss. Sie können sich also auch an anderen Positionen entlang der Regalschiene 3 oder auch an deren linken Rand befinden. Die Versorgung- Einrichtungen 401-403 sind im vorliegenden Fall in die Regalschienen 3 integriert, also zum Beispiel in einem Schacht (hier nicht dargestellt, siehe jedoch Fig. 5) verbaut bzw. eingesetzt.
Weiterhin zeigt die Figur 1 jeweils eine einzige in die Regalschiene 3 integrierte Leiterschleife L, die mit ihren beiden Schleifen-Anschlüssen C mit der dort verbauten Versorgung-Einrichtung 401-403 verbunden ist. Die Regalschienen 3 tragen die Regaletiketten 201-211.
Die Regalschiene 3 ist ebenso wie die Regaletiketten 201-211 derart ausgebildet, dass die Regaletiketten 201-211 von vorne in die Regalschiene 3 eingesetzt werden können und dabei über einen Schnappmechanismus derart mit ihr verriegeln, sodass sie nur mit erheblichem Kraftaufwand wieder von der Regalschiene 3 entfernt werden können. Zugleich erlaubt der erwähnte Mechanismus, dass die Regaletiketten 201-211 entlang der Regalschiene 3 mit im Verhältnis dazu nur geringem Kraftaufwand verschoben und folglich leicht an beliebiger Position platziert werden können. Ein Schnappmechanismus der beschriebenen Art ist beispielsweise aus der WO2017/153481A1, Figur 2, bekannt. Der Mechanismus kann jedoch auch anders ausgebildet sein, worauf nachfolgend noch im Detail eingegangen wird.
Im Folgenden ist ein Blockschaltbild der Regaletiketten 201-211 anhand der Figur 2 erörtert. Da im vorliegenden Fall davon ausgegangen wird, dass alle Regaletiketten 201 -211 identisch ausgebildet sind, wird nachfolgend nur auf ein einziges Regaletikett 201 Bezug genommen.
Das Blockschaltbild zeigt eine erste NFC-Schnittstelle 11 mit ihrer Spule 12A, die an eine Schnittstellenschaltung 11A angeschlossen ist. Die Spule 12A bildet zusammen mit einem Schnittstellenkondensator 12B einen Antennenschwingkreis 12C, mit dessen Hilfe ein Signal eines NFC-fähigen Geräts empfangbar ist. Im vorliegenden Fall handelt es sich dabei um die Versorgung- Einrichtungen 401-403, die NFC-fähig ausgebildet sind. Ist die Spule 12A entsprechend nahe (einige zehntel Millimeter bis ca. 4 Millimeter) an die Leiterschleife L herangebracht, was bei dem an der Regalschiene 3 angebrachten Regaletiketten 201 der Fall ist, kann mit Hilfe des Antennenschwingkreises 12C das mit Hilfe der Leitschleife L ausgesandte Signal empfangen und in dem Regaletikett 201 zur Energieversorgung wie auch zur bidirektionalen Kommunikation mit der betreffenden Versorgung-Einrichtung 401-403 genutzt werden.
Zu diesem Zweck weist das Regaletikett 201 eine an den Antennenschwingkreis 12C angeschlossene sogenannte kontaktlose Leistungsübertragung-Einheit 11B auf, die eingangsseitig eine Gleichrichter- Einheit 11C und ausgangseitig eine Spannungsregler-Einheit HD aufweist. Damit wird bei Vorliegen des Signals gegenüber einem ersten Bezugspotenzial GND1 eine erste Versorgungsspannung VCCI generiert, die z.B. einen Wert von ca. 2,2 Volt aufweist und zum Betrieb der NFC-Funktionalität des Regaletiketts 201 bereitgestellt wird.
Die erste NFC-Schnittstelle 11 weist weiterhin eine Kommunikation- Einheit 11E auf, mit deren Hilfe die Kommunikation gemäß NFC-Spezifikation bzw. -Protokoll durchführbar ist. Sie weist eine an den Antennenschwingkreis 12C angeschlossenen Lastmodulation-Einheit 11F zur Lastmodulation des empfangenen Signals in Abhängigkeit von Sendedatensignalen TX auf. Ein weiterer Bestandteil ist eine ebenfalls an den Antennenschwingkreis 12C angeschlossene Schutz-Einheit 11G, die vor einer unerwünscht hohen Eingangsleistung schützt und als Signalbegrenzer ausgebildet ist. Weiterhin ist eine an den Antennenschwingkreis 12C angeschlossene Taktgenerator-Einheit HH vorgesehen, die auf Grundlage des empfangenen Signals einen Systemtakt
CLK generiert, der innerhalb der Kommunikation-Einheit 11E verwendet wird.
Eine weitere Komponente bildet eine ASK-Demodulation-Einheit 111 (ASK steht hier für „amplitude-shift keying"), die aus kleinen Schwankungen der Amplitude des mit Hilfe der Gleichrichter-Einheit 11C gleichgerichteten Signals Empfangsdatensignale RX generiert. Weiterhin ist eine digitale Kontrolleinheit 11 J vorgesehen, die mit dem Systemtakt CLK getaktet wird und eingehende Empfangsdatensignale RX verarbeitet und in Daten D umsetzt und ausgehende Sendedatensignale TX aus Daten D generiert.
Das Blockschaltbild zeigt auch eine Anzeige-Einheit 13A, die sich in einen Electronic-Paper-Display-Controller 14 und einen damit steuerbaren Electronic-Paper-Display-Bildschirm 15 gliedert. Mithilfe des Controllers 14 werden die empfangenen Daten interpretiert, gegebenenfalls die Bildinhalte des Bildschirms 15 entsprechend verändert oder auch Statusinformationen in Form von Daten D über die erste NFC-Schnittstelle 11 an die jeweilige Versorgung- Einrichtung 401-403 abgegeben.
Das Regaletikett 201 weist im vorliegenden Fall zusätzlich zu der Anzeige-Einheit 13A weitere Verbraucher auf, nämlich eine Eingabe-Einheit 13B, einen Flight-of-Time-Sensor-Einheit 13C, eine Temperatur-Sensor-Einheit 13D und eine Kamera-Einheit 13E. Jede dieser Einheiten kann in Analogie zu der Anzeige-Einheit 13A ihren eigenen integrierten Controller-Schaltkreis (IC) aufweisen.
Einen weiteren Verbraucher bildet eine zentrale Mikro-Controller- Einheit 13, welche den Datenverkehr der Daten D und die Funktionalitäten des Regaletiketts 201 zentral steuert. Die Datenverarbeitung bzw. Steuerung erfolgt dabei gemäß einem Programmcode, der in der Micro-Controller-Einheit 13 gespeichert ist und mit ihrer Central Processing Unit (CPU) abgearbeitet wird.
Alle diese Verbraucher 13, 13A-13E sind dazu bestimmt oder können dazu bestimmt sein, zeitlich losgelöst von der Existenz des Signals, mit dessen Hilfe wie erörtert die erste Versorgungsspannung VCCI erzeugt wird, betrieben zu werden.
Zu diesem Zweck weist das Regaletiketten 201 eine Langzeit- Energie-Speicher-Einheit 13F auf, die sich in einen Langzeit-Energiespeicher in Form eines Superkondensators 13H und eine Lade-Stufe 13G, die zum Laden des Superkondensators 13H ausgebildet ist, gliedert, wobei bei Vorliegen des Signals mit Hilfe der Lade-Stufe 13G elektrische Energie für den Betrieb der Verbraucher
13, 13A-13E außerhalb einer Zeitspanne des Vorliegens des Signals in dem Superkondensator 13H gespeichert wird. Die Lade-Stufe 13G ist eingangsseitig an die erste Versorgungsspannung VCCI gegenüber den ersten Bezugspotenzial GND1 angeschlossen, also mit dem Ausgang der kontaktlosen Leistungsübertragung-Einheit 11B verbunden. Ausgangsseitig stellt sie eine zweite Versorgungsspannung VCC2 gegenüber einem zweiten Bezugspotential GND2 bereit, wobei das erste und das zweite Bezugspotential GND1 und GND2 identisch sind, also entsprechende Schaltungspunkte miteinander verbunden sind.
Die beiden Versorgungsspannungen VCCI und VCC2 können sich hinsichtlich ihres Werts unterscheiden oder gleich sein, was letztendlich von den Spezifikationen der zu versorgenden Verbraucher 13, 13A-13E abhängt.
Sobald die zweite Versorgungsspannung VCC2 ausreichend hoch ist, beginnen die Verbraucher 13, 13A-13E zu arbeiten und stehen funktionell zur Verfügung.
Als besonders vorteilhaft hat es sich in diesem Zusammenhang jedoch erwiesen, dass die Langzeit-Energiespeicher-Einheit 13F mit Hilfe der zentralen Micro-Controller-Einheit 13 steuerbar ausgebildet ist. So kann z.B. das Energie-Niveau der gespeicherten Energie (z.B. kategorisiert in drei Wertebereiche, wie z.B. gut, mittel, gering) mit Hilfe eines Energiestatus(- Signals) ES an die Mikro-Controller-Einheit 13 übergeben werde und in Abhängigkeit davon die die Spannungsversorgung für unterschiedliche Verbraucher 13A-13E selektiv mit Hilfe eines von der Mikro-Controller-Einheit 13 an die Langzeit-Energiespeicher-Einheit 13F abgegebenen Ausgangs-Freigabe- Steuersignals OE gesteuert werden, worauf im Detail im Zusammenhang mit der Figur 9 eingegangen ist.
Auch wenn in der vorliegenden Erörterung davon ausgegangen ist, dass die Regaletiketten 201-211 alle dieselbe Ausbildung haben, also alle die in der Figur 2 gezeigten Verbraucher 13, 13A-13E aufweisen, sei an dieser Stelle klargestellt, dass dies nicht so sein muss. So können beispielsweise pro Regalschiene nur einige Regaletikett z.B. 201, 203, 204, 206, 207, 209 und 211 ausschließlich als Regaletikettenanzeige realisiert sein. Andere Regaletiketten z.B. 202, 205, 208 und 210 könnten überhaupt keine Anzeige-Einheit 13A aufweisen, dafür jedoch eine Kamera-Einheit 13E und je eine Flight-of-Time- Sensor-Einheit 13C aufweisen und letztendlich könnte das letzte verliebende
Regaletikette 209 nur eine Temperatur-Sensor-Einheit 13D aufweisen. Grundsätzlich kann hier jedoch jede Kombination der Verbraucher 13A-13E pro Regaletikett 201-211 vorgesehen sein. Dies kann durch eine selektive hardwaremäßige Ausbildung der jeweiligen Verbraucher 13A-13E im jeweiligen Regaletikett realisiert sein. Dies kann auch so realisiert sein, dass einige oder alle Arten von Verbrauchern 13A-13E implementiert sind und mit Hilfe von Steuerbefehlen freigeschaltet werden können, also softwaremäßig (z.B. durch die zentrale Micro-Controller-Einheit 13) aktivierbar sind und/oder durch spezielle Ausbildungen des Gehäuses der jeweiligen Regaletiketten verfügbar oder eben nicht verfügbar sind.
Im Folgenden ist anhand der Figur 3 ein Blockschaltbild einer der Regalschienen 3 gemäß der Figur 1 erörtert. Stellvertretend ist hier das Regaletikett 403 visualisiert, da alle Versorgung-Einrichtungen 401-403 identisch ausgebildet sind.
Die Regalschiene 3 trägt die direkt an ihr befestigte Leiterschleifen L, die in sie integriert wurde. Korrespondierend zu der Position der Leiterschleife L sind auch - im vorliegenden Fall - die dort positionierten Regaletikettenanzeigen 207-211 angedeutet dargestellt. Im Unterschied zur Figur 1 ist auch die elektrische Verbindung der Schleifen-Anschlüsse C mit einer elektronischen Schaltung 18A einer zweiten NFC-Schnittstelle 18 der Versorgung-Einrichtung 403 dargestellt Auch diese zweite NFC-Schnittstelle 18 weist ähnliche Komponenten die die erste NFC-Schnittstelle 11A auf, wobei hier der grundsätzliche Unterschied darin besteht, dass sie zum Generieren und Abgeben des Signals ausgebildet ist, also eine Sendeeinheit (nicht im Detail dargestellt) aufweist. Auch die zweite NFC-Schnittstelle 18 weist ihren eigenen NFC-Controller (nicht dargestellt) auf. Die zweite NFC-Schnittstelle 18 ist mit Hilfe des von ihr abgegebenen Signals zur kontaktlosen Übertragung von elektrischer Energie an die Regaletikettenanzeigen 207-211 sowie zur bidirektionalen Kommunikation von Daten mit den durch besagte Energieübertragung aktivierten Regaletikettenanzeigen 207-211 ausgebildet.
Die Versorgung-Einrichtung 403 weist weiterhin ein Accesspoint- Kommunikationsinterface 19 auf, das zum funkbasierten Kommunizieren mit dem in der Figur 1 dargestellten Access-Point 6 über die ersten Funk-Signale Fl ausgebildet ist. Das Accesspoint-Kommunikationsinterface 19 weist zu diesem Zweck eine dafür ausgebildete Elektronik (nicht im Detail dargestellt) und eine
Antennenkonfiguration 19A, die auch mehrere Antennen umfassen kann, auf.
Zur Steuerung der internen Abläufe wie auch der Energieversorgung der Regaletiketten 207-211 und der Kommunikation mit den Regaletiketten 207-211, sowie der Kommunikation mit dem Access-Point 6 weist die Versorgung- Einrichtung 403 eine Steuereinheit 20 auf. Die Steuereinheit 20 ist mit Hilfe eines Mikro-Controllers realisiert, der über einen bidirektionalen Datenbus mit der zweiten NFC-Schnittstelle 18 und dem Accesspoint-Kommunikationsinterface 19 verbunden ist.
Wie in der Zusammenschau mit der Figur 1 ersichtlich ist, erfolgt die Versorgung der einzelnen Versorgung-Einrichtungen 401-403 mit elektrischer Energie unter Zuhilfenahme eines Versorgungssenders 21 (auch als Funk- Energiequelle bezeichnet), der dazu ausgebildet ist, mit Hilfe eines fokussierten bzw. gerichteten (zweiten) Funksignals F2 mit einer bestimmten Sendeleistung, wie zum Beispiel 5 W, elektrische Energie an einen Empfänger (also eine der Versorgung-Einrichtungen 401-403) zu übertragen. Ein solcher Versorgungssender 21 weist auch eine Vielzahl von Antennen 22 (hier sind sechs Stück dargestellt) auf, mit deren Hilfe die Richtung der Energieübertragung (letztendlich die Ausbreitung des zweiten Funksignals F2) relativ genau einstellbar ist, so dass das energieübertragende zweite Funksignal F2 präzise bei der jeweiligen Versorgung-Einrichtung 401-403 ankommt. Diese Energieübertragung ist unter dem Begriff „Power over WiFi" bekannt. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass der Versorgungssender 21 auch in dem Access- Point 6 verbaut sein kann.
Um diese Art der Energieübertragung nutzen zu können, weist die in der Figur 3 dargestellte Versorgung-Einrichtung 403 einen zum Empfangen der zweiten Funksignale F2 geeigneten Versorgungsempfänger 23 auf, der mit seiner Antennenkonfiguration 24 (die mehrere Antennen aufweisen kann) und einer Elektronik (nicht im Detail dargestellt) ausgerüstet ist. Der Versorgungsempfänger 23 ist dazu ausgebildet, das zweite Funksignal F2 zu empfangen und die damit übertragene Energie in einem internen, wieder aufladbaren, elektrischen Versorgung-Energiespeicher 25 (z.B. aufladbaren Batterie, Akkumulator oder auch „Superkondensator") zu speichern und damit eine dritte Versorgungsspannung VCC3 gegenüber einem dritten Bezugspotential GND3 zu generieren. Mit dieser intern bereitgestellten dritten
Versorgungsspannung VCC3 wird jede der Versorgung-Einrichtungen 401-403 betrieben.
Im Betrieb kann die Versorgung-Einreichung 403 beispielsweise mit Hilfe ihrer Steuereinheit 20 den Ladezustand des internen Versorgung- Energiespeichers 25 abfragen bzw. überwachen. Sobald der Ladezustand unter ein bestimmtes Niveau sinkt, kann die Steuereinheit 20 mit Hilfe des ersten Funksignals Fl eine (Neu-) Aufladung anfordern. Im erwähnten proprietären Zeitschlitz-kommunikationsverfahren kann dies z.B. im Rahmen einer Statusabfrage durch den Access-Point 6 geschehen. Das Ergebnis dieser Statusabfrage wird vom Access-Point 6 empfangen und kann je nach Implementierung direkt an den Versorgungsender 21 weitergeleitet werden oder unter Einbeziehung des Servers 5 an den Versorgungssender 21 weitergeleitet werden. Da im System 1 (z.B. dem Server 5) die genaue geographische Position (die dreidimensionalen Koordinaten) jeder der Versorgung-Einrichtungen 401- 403 sowie ihre eindeutige Kennung bekannt ist, kann der Versorgungsender 21 das zweite Funksignal F2 präzise gerichtet hin zur Position der jeweiligen das Aufladen anfordernden Versorgung-Einrichtung 401-403 aussenden. Dort wird das zweite Funksignal F2 empfangen und die mit seiner Hilfe übertragene Energie zur Aufladung des dortigen internen Versorgung-Energiespeichers 25 verwendet. Dies kann insbesondere auch dann geschehen, wenn sich der Rest der Elektronik der Versorgung-Einrichtung 403 im Schlaf-Zustand befindet.
Die hier beschriebenen „intelligenten" Regalschienen 3 sind also mit Hilfe der in ihnen verbauten Versorgung-Einrichtungen 401-403 zur kontaktlosen Kommunikation mit den an ihnen installierte Regaletikettenanzeigen 201-211 und einem ihnen funktechnisch zugeordneten Access-Point 6 ausgebildet. Weiterhin sind die Regalschienen 3 zur kontaktlosen Energiebereitstellung im Sinne von Energiespeicherung in den in ihnen verbauten Versorgung- Einrichtungen 401-403 für ihren eigenen Betrieb wie auch für die Energieversorgung der jeweiligen Regaletikettenanzeige 201-211 ausgebildet, und zwar während die jeweilige erste NFC-Schnittstelle 11 mit Hilfe des Signals aktiv ist. Weiterhin sind die Regaletiketten 201-211 zur autonomen Energieversorgung ihrer individuellen Verbraucher 13, 13A, 13B-13E auch während einer Zeitspanne ausgebildet, währen der das Signal der jeweiligen Versorgung-Einrichtung 401-403 nicht vorliegt bzw. existiert.
Im Betrieb des Systems kann der Access-Point 6 z.B. Bild-Update- Daten mit Hilfe des proprietären Zeitschlitz-Kommunikationsverfahrens an die Regaletikettenanzeige 201 kommunizieren. Die betreffende Versorgung- Einrichtung 401 wechselt zu ihrem Aufwachzeitpunkt vom Schlaf-Zustand in den Aktiv-Zustand, erkennt ihren Synchronismus mit dem Access-Point 6 und in Folge, dass sie vom Access-Point 6 zum Empfang von Bild-Update-Daten adressiert ist. In weiterer Folge werden im für die Versorgung-Einrichtung 401 vorgesehenen Zeitschlitz (oder einer Serie solcher Zeitschlitze) diese Bild- Update-Daten an die Versorgung-Einrichtung 401 übertragen und zumindest temporär zwischengespeichert. Danach werden die für die Kommunikation mit dem Access-Point 6 benötigten elektronischen Komponenten der Versorgung- Einrichtung 401 wieder in den Schlaf-Zustand versetzt.
Die Versorgung-Einrichtung 401 kann in Echtzeit (also synchron zu der Kommunikation mit dem Access-Point 6) oder zeitversetzt zum Empfang die Bild-Update-Daten (also asynchron zu der Kommunikation mit dem Access-Point 6) diese Bild-Update-Daten an die betreffende Regaletikettenanzeige 201 weiterleiten. Dazu aktiviert sie ihre zweite NFC-Schnittstelle 18, generiert und gibt das Signal über ihre Leiterschleife L ab, was die an der obersten Regalschiene 3 installierten Regaletiketten 201-203 aktiviert, stellt eine Kommunikationsverbindung zu der Regaletikettenanzeige 201 her und überträgt die Bild-Update-Daten an die Regaletikettenanzeige 201, wo die empfangenen Bild-Update-Daten an die Anzeige-Einheit 13A übergeben und dort zur Veränderung des Bildinhalts verarbeitete werden. Während dieses gesamten Vorgangs nützen alle an der obersten Regalschiene installierten Regaletiketten 201-203 das Signal, um ihre Langzeit-Energiespeicher 13H aufzuladen. Sobald von der Regaletikettenanzeige 201 eine Erledigungsmeldung bei der Versorgung- Einrichtung 401 eingeht, stellt diese die Abgabe des Signals ein und alle an der obersten Regalschiene 3 installierten Regaletiketten 201-203 deaktivieren mit Wegfall der Energieübertragung zumindest ihre erste NFC-Schnittstelle 11. Weitere Aktivitäten der Verbraucher 13, 13A-13E der jeweiligen Regaletiketten 201-203 sind von dieser Deaktivierung nicht betroffen und werden durch Energiebereitstellung mit Hilfe des Langzeit-Energiespeichers 13H weitergeführt.
In weiterer Folge ist auf die mechanische Struktur der Regalschiene 3 eingegangen, die ebenfalls zum energieeffizienten Betrieb des Systems beiträgt.
Die Figur 4 zeigt eine Regalschiene 3 mit einem der Regaletiketten 201-211, das als Regaletikettenanzeige 2 ausgebildet ist und das an ihr befestigt ist. Die Figur 4 zeigt weiterhin eine seitlich in die Regalschiene 3 eingesetzte Versorgung-Einrichtung 401-403, hier abgekürzt mit dem Bezugszeichen 4 gekennzeichnet. Die Regalschiene 3 weist bespielhaft eine Länge von ca. 3 Meter, eine Höhe von ca. 4,5 cm und eine Dicke von 1,2 cm auf.
Die Figur 5 zeigt einen Schnitt durch die Regalschiene 3. Gemäß der in der Figur 4 eingezeichneten Schnittfläche A-A verläuft dieser Schnitt quer (normal auf die Vorderseite der Regalschiene 3) durch die Regalschiene 3. Weiterhin ist im Unterschied zu der Figur 4 auch ein vorderer Teil eines Regalbodens 8 sichtbar, an dem die Regalschiene 3 mit Hilfe einer aus Metall gefertigten Hutschiene 26 befestigt ist. Die Hutschiene 26 bildet eine Leitfähigkeitsstruktur zur Erzeugung von definierten Dämpfungsverhältnissen für die kontaktlose Energieübertragung von der Versorgung-Einrichtung 4 an die Regaletikettenanzeige 2 wie auch für die kontaktlose Kommunikation zwischen der Versorgung-Einrichtung 4 und der Regaletikettenanzeige 2. Mit Hilfe der definierten Dämpfungsverhältnisse lässt sich einerseits die Energieübertragung optimieren und andererseits auch die Kommunikation auf zuverlässige Weise durchführen, weil der Antennenschwingkreis der Versorgung-Einrichtung 4 auf diese definierten Dämpfungsverhältnisse abgestimmt ist. Die Hutschiene 26 kann durch Verkleben, Vernieten, Klemmen, Stecken oder Verschrauben usw. mit dem Regalboden 8 verbunden sein, worauf jedoch in den Figuren nicht näher eingegangen ist.
Die Regalschiene 3 weist eine erste Befestigungsstruktur zur Befestigung der Regaletikettenanzeige 2 auf. Die erste Befestigungsstruktur weist eine zwischen einem Kopfbereich 27 und einem Fußbereich 28 der Regalschiene 3 verlaufende Wand 29 auf. Analog zu dem Kopf- und Fußbereich 27, 28 verläuft auch die Wand 29 entlang der gesamten Regalschiene 3 und bildet an ihrer zur Regaletikettenanzeige 2 hin orientierten Wand-Vorderseite eine Regaletiketten-Ebene, an der die Regaletikettenanzeige 2 im Wesentlichen bündig mit ihrer Rückwand anliegt. Die erste Befestigungsstruktur weist zusätzlich zu der Wand eine an dem Kopfbereich 27 ausgebildete und sich entlang des Kopfbereichs 27 erstreckende erste Befestigungsrille 30 und eine am Fußbereich 28 ausgebildete und sich entlang des Fußbereichs 28 erstreckende zweite Befestigungsrille 31 auf. Die Befestigungsrillen 30 und 31 sind derart
ausgebildet, dass das Regaletikett 2 mit seinen Befestigungselementen 32 und 33 in sie verriegelnd einsetzbar ist, sodass die Rückwand des Regaletiketts 2 an der Regaletiketten-Ebene anliegend positioniert ist. Entsprechend sind die Befestigungselemente 32 und 33 positioniert und ausgebildet und das Gehäuse des Regaletiketts 2 dimensioniert bzw. geformt.
Die Regalschiene 3 weist weiterhin eine zweite Befestigungsstruktur zur Befestigung der Leiterschleife L auf. Auch die zweite Befestigungsstruktur weist die Wand 29 auf, wobei an der Wand-Rückseite zwei Röhren 34 ausgebildet sind. Die zwei Röhren 34 sind parallel zueinander ausgerichtet und verlaufen in einer definierten Entfernung von ca. 1 cm voneinander lokalisiert etwa entlang der gesamten Länge der Regalschiene 3. Ihre zwei Zentralachsen definieren eine Leiterschleifen-Ebene, die in einem definierten ersten Abstand von ca. 2,5 Millimeter parallel zur Regaletiketten-Ebene verläuft. Die Wand 29 weist hier eine Dicke von ca. 2 Millimeter auf und die Röhren 34 sind zumindest teilweise in die Wand 29 hineinversetzt, was einen geringen Abstand zwischen der Leiterschleifen-Ebene und der Regaletiketten-Ebene erlaubt, ohne dass die Belastbarkeit der Wand 29 unnötig leiden würde.
Die Regalschiene 3 weist weiterhin eine dritte Befestigungsstruktur zur Befestigung der Hutschiene 26 auf. Die dritte Befestigungsstruktur weist zwei Teilstrukturen auf, welche einerseits kopfseitig in einer Hängevorrichtung 35 zum Einhängen der Regalschiene 3 und andererseits fußseitig in einer Schnapplippe 36 zum Einschnappen gebildet sind.
Die dritte Befestigungsstruktur weist weiterhin ein beim Kopfbereich 27 positioniertes erstes Distanzelement 37 und ein beim Fußbereiche 28 positioniertes zweites Distanzelement 38 auf. Die beiden Distanzelemente 37 und 38 dienen zur Fixierung und Einhaltung eines definierten zweiten Abstands der Hutschiene 26 von der Leiterschleifen-Ebene, wobei auch hier eine im Wesentlichen parallele Orientierung der flächigen Struktur der Hutschiene 26 zu der Leiterschleifen-Ebene realisiert ist. Die beiden Distanzelemente 37 und 38 sind im Wesentlichen im Winkel von 90° weg von der Wand-Rückseite orientiert und erstrecken sich von der Wand 29 hin zu der Hutschiene 26, wo sie die Hutschiene 26 berühren und die Sollposition sicherstellen. Im vorliegenden Fall ist die Hutschiene 26 in dem zweiten Abstand von ca. 7 Millimeter von der Leiterschleifen-Ebene entfernt positioniert. Die Hutschiene 26 selbst weist eine Dicke von ca. 1 Millimeter auf. Ihre Höhe beträgt etwa 2,5 cm, woran sich
kopfseitig und fußseitig anschließend noch jeweils ca. 5 Millimeter lange hutkrempen-artig um ca. 3 mm abgesetzte Ränder erstrecken, mit denen das Zusammenwirken mit dem Kunststoffkörper der Regalschiene 3 erfolgt. Die Länge der Hutschiene 26 entspricht in etwa der Länge der Regalschiene 3.
Weiterhin ist in der Figur 5 die äußere Ausdehnung der an der Rückwand der Regaletikettenanzeige 2 ausgebildeten Spule 12A durch die Bemaßung 39 eingetragen. Hier ist deutlich sichtbar, dass die Spule 12A plan an der Regaletiketten-Ebene anliegt und dort korrespondierend zu und sogar überlappend mit der räumlichen Ausdehnung der Leiterschleife L gemessen in Richtung der Höhe der Regalschiene 2 angeordnet ist.
Die Regalschiene 3 weist weiterhin eine vierte Befestigungsstruktur auf, die zur Befestigung der Versorgung-Einrichtung 4 dient, um die Versorgung- Einrichtung 4 an einem Endbereich (linkes oder rechtes Ende) der Regalschiene 3 zwischen die Wand 29 der Regalschien 3 und die mit Hilfe der dritten Befestigungsstruktur befestigte Hutschiene 26 einzuschieben und zu fixieren, so dass die dort verfügbare Leiterschleifen-Anschlüsse C der Leiterschleife L mit der Versorgung-Einrichtung 4 kontaktiert sind. Die vierte Befestigungsstruktur weist zu diesem Zweck einen an der Wand-Rückseite unterhalb des ersten Distanzelements 37 ausgebildeten und hin zum Fußbereich 28 offenen ersten Einschubkanal 40 und einen an der Wand-Rückseite oberhalb der Schnapplippe 36 ausgebildeten und hin zu dem Kopfbereich 27 offenen zweiten Einschubkanal 41 auf. In die beiden Einschubkanäle 40 und 41 lässt sich die Versorgung- Einrichtung 4 mit ihren Befestigungsschienen 42 einschieben, die in der Figur 6 sichtbar sind. Zudem weist die vierte Befestigungsstruktur eine am kopfseitigen Ende der Wand 29 und eine am fußseitigen Ende der Wand 29 lokalisierte Rund- Öffnungen 43 auf, in die von der Seite der Regalschiene 3 her Befestigungsschrauben 44 (siehe z.B. Figur 6 aber auch 9 und 10) zum Verschrauben der Versorgung-Einrichtung 4 mit der Regalschiene 3 eindrehbar sind.
Die Figur 6 zeigt einen Schnitt durch die Regalschiene 3 gemäß der in der Figur 4 eingezeichneten Schnittfläche B-B, die quer (normal auf die Vorderseite der Regalschiene 3 ausgerichtet) durch die Regalschiene 3 orientiert ist und rechts von der Schnittfläche A-A an jener Stelle der Regalschiene 3 verläuft, an der Kontaktelemente 45 der Versorgung-Einrichtung 4 ausgebildet sind. Zwecks verbesserter Übersichtlichkeit wurde die Vielzahl der
Bezugszeichen, die nicht unmittelbar die Befestigung der Versorgung-Einrichtung 4 betreffen, in der Figur 6 ausgeblendet.
Weiterhin sind im vorliegenden Fall zwei Kontaktflächen 46 vorgesehen, wobei jede der Kontaktflächen 46 mit einem der Schleifen- Anschlüsse C verlötet ist. Die Kotaktflächen 46 werden bei vollständig in die Regalschiene 3 eingeschobener Versorgung-Einrichtung 4, also wenn diese in der Sollposition positioniert ist, mit den als Federkontakte ausgebildeten Kontaktelementen 45 kontaktiert, so dass eine Verbindung mit des Leiterschleife L hergestellt ist und diese als Bestandteil der zweiten NFC-Schnittstelle 18 nutzbar ist. Im Unterschied zu dieser Ausbildung kann jedoch bei einer näher beieinander liegenden Positionierung der Kontaktelemente 45 auf die Kontaktflächen 46 verzichtet werden und der die Leiterschleife L bildende Draht an den als Leiterschleifen-Anschlüssen C vorgesehenen Endbereichen des Drahtes direkt kontaktiert werden.
Zu erwähnen ist noch, dass am anderen Ende der Regalschiene 3, genauer gesagt am anderen Ende der Röhren 34 der Draht der Leiterschleife L einteilig von der einen Röhre 34 zur anderen Röhre 34 verläuft.
Abschließend sei noch auf die Figuren 7 und 8 eingegangen, wobei die Figur 7 die nur geringfügig aus der Regalschiene 3 herausgezogene Versorgung-Einrichtung 4 zeigt und die Figur 8 in einer leicht geänderten Darstellung auch die Kontaktierungselemente 45 zeigt. Auch hier wurde auf die überwiegende Anzahl der Bezugszeichen verzichtet, um die Darstellungen nicht zu überladen.
In der Figur 9 ist die Langzeit-Energiespeicher-Einheit 13F, nachfolgend kurz Einheit 13F genannt, in einer weiterentwickelten Ausbildungsform detailliert näher erörtert. Wie bereits aus der Figur 2 ersichtlich ist, wird die Einheit 13F durch die Leistungsübertragung-Einheit 11B gespeist, die bei Vorliegen des (NFC-)Signal an der Spule 12A ausgangseitig die erste Versorgungsspannung VCCI generiert. In Abhängigkeit von der Qualität des NFC-Signals kann die erste Versorgungsspannung VCCI schwanken.
Eingangsseitig weist die Einheit 13F eine erste Spannungsregulator- Stufe (voltage regulator) 100 auf, die eine geregelte Gleichspannung mit einem definierten Wert für die nachfolgenden Lade- und Strom-Begrenzer-Stufe (charger and current limiter) 101 bereitstellt. Die Stufe 101 bewirkt eine Lastbegrenzung und sorgt dafür, dass der Ladestrom begrenzt wird, damit das
NFC-Signal nicht zu stark belastet wird und nicht zusammenbricht. Dies kann wichtig sein, damit auch andere Regaletiketten, die an derselben Regalschiene 3 verbaut sind, ebenfalls versorgt werden können und auch die Kommunikation mit ihnen durchführbar ist. Sie sorgt weiterhin dafür, dass der Superkondensator 13H korrekt (entsprechend seiner Spezifikation) geladen wird.
Die Einheit 13F weist weiterhin eine Kaltstart-Stufe (cold Start) 102 auf, die zum Ansteuern einer ersten elektronischen Schaltstufe 103 ausgebildet ist. Die Kaltstart-Stufe 102 sorgt dafür, dass die der ersten Schaltstufe 103 nachgeschaltete Elektronik erst dann aus dem Superkondensator 13H versorgt wird, wenn dessen Ladung ein minimales Niveau erreicht hat, sodass ein kontinuierlicher Betrieb der nachgeschalteten Elektronik möglich ist, und zwar ohne, dass durch Belastung mit der nachgeschalteten Elektronik die Spannung am Superkondensator 13H so stark absinken würde, dass die nachgeschaltete Elektronik ihren Betreibe wieder einstellen würde. Ist das minimale nötige Ladungs-Niveau erreicht, schaltet die Kaltstart-Stufe 102 mit Hilfe der erste Schaltstufe 103 einen zweite Spannungsregulator-Stufe 104 an den Superkondensator 13H, an dem z.B. eine Spannung von maximal 2,2 Volt abgreifbar ist. Mit Hilfe der zweiten Spannungsregulator-Stufe 104 wird eine höhere (vervielfachte) Versorgungsspannung VCC2_1 von ca. 3 Volt erzeugt, welche für den Betrieb der zentrale Mikro-Controller-Einheit 13 nötig ist, und an die zentrale Mikro-Controller-Einheit 13 abgeben, worauf diese ihren Betrieb aufnimmt. In diesem Zustand kann die Mikro-Controller-Einheit 13 bereits Daten D mit der digitale Kontrolleinheit 11 J austauschen und somit auch Befehle, welche über die ersten NFC-Schnittstelle 11 empfangen werden, decodieren und ggf. auch ausführen oder Daten D empfangen bzw. übermitteln.
Weiterhin weist die Einheit 13F eine Energie-Schwellwert- Detektionsstufe 105 auf, die dazu ausgebildet ist, die im Superkondensator 13H gespeicherte Energie z.B. in drei Kategorien zu Unterteilen und diese Information z.B. als Energiestatus ES (z.B. in Form von „gut", „mittel" oder „schlecht") an die Mikro-Controller-Einheit 13 zu kommunizieren.
In Abhängigkeit vom vorliegenden Energiestatus ES entscheidet die Mikro-Controller-Einheit 13 dann, welche der Verbraucher 13A-13E mit ihrer jeweiligen Versorgungsspannung VCC2_1 oder VCC2_2 versorgt werden dürfen, wobei auch berücksichtigt wird, ob die jeweiligen Verbraucher 13A-13E überhaupt (sinnvollerweise) zu versorgen sind, was sich z.B. aus den
empfangenden Daten D oder Befehlen ergeben kann. Die Mikro-Controller- Einheit 13 entscheidet also welche Verbraucher 13A-13E Strom aus dem Superkondensator 13H ziehen dürfen. So wird z.B. die Versorgungsspannung VCC2_1 für die Anzeige-Einheit 13A nur dann freigeschaltet, wenn der Energiestatus „gut" vorliegt. Erst dann kann eine Änderung des Bildinhalts des Bildschirms 15 erfolgen und danach wird die elektrische Versorgung der Anzeige- Einheit 13A eingestellt, um den Energieverbrauch aus dem Superkondensator 13H so gering wie möglich zu halten.
Zur Realisierung der An- und Abschaltung der individuellen Versorgungsspannung VCC2_1 oder VCC2_2 an die individuellen Verbraucher 13A-13E weist die Einheit 13F eine Ausgangs-Kontrollstufe (output-control) 106 auf, die mit Hilfe eines Ausgangs-Freigabe-Steuersignals OE der Mikro- Controller-Einheit 13 gesteuert wird. Sie setzt das Ausgangs-Freigabe- Steuersignal OE in ein Schaltsignal für zwei weitere Schaltstufen 107 und 108 um.
Mit Hilfe der zweiten Schaltstufe 107 lässt sich so z.B. jene für die Mikro-Controller-Einheit 13 vorgesehene Versorgungsspannung VCC2_1 auch den Verbrauchern 13A - 13B zuführen, wohingegen für die Verbraucher 13C-13E die Versorgungsspannung VCC2_2 mit einem von der Versorgungsspannung VCC2_1 abweichenden Wert (von z.B. 5 Volt), der mit Hilfe einer dritten Spannungsregulator-Stufe 109 generiert wird, mit Hilfe der dritten Schaltstufe 109 aufschalten lässt.
Dieses Vorgehen ist natürlich auch in Bezug auf jeden Verbraucher 13A-13E individuell anwendbar, wenn entsprechend der Anzahl der Verbraucher eine entsprechende Anzahl der Schaltstufen und ggf. auch eine entsprechende Anzahl an Spannungsregulatoren vorgesehen sind.
Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorangehend detailliert beschriebenen Figuren nur um Ausführungsbeispiele handelt, welche vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen, dass die Verwendung der unbestimmten Artikel „ein" bzw. „eine" nicht ausschließt, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.