Anlage zum Fördern von Tennisbällen
Die Erfindung bezieht sich' auf eine Anlage zum Fördern von Tennisbällen aus einer Sammelrinne in einen Schlauch und weiter in einen Sammelbe- hälter, wobei die Bälle einzeln durch eine mechanische Fördereinrichtung zu einer Öffnung des Schlauches und anschließend mittels eines Druck¬ luftgefälles in diesem zum Sammelbehälter bewegt werden.
Derartige Anlagen haben üblicherweise den Zweck, die von einem Spieler gegen die lotrechte Prall¬ wand oder eine dazu angeordnete Rampe geschlagenen Bälle zu sammeln, um sie wieder zurück zu einer Ballwurfmaschine zu führen.
Die Bewegung der Bälle in der Sammelrinne kann unter dem ausschließlichen Einfluß .der Schwerkraft er¬ folgen (vgl. DE-OS 23 34 849) oder aber unter Ver¬ wendung von Förderbändern (vgl. EU-OS 0 043 886). Der Transport der Tennisbälle vom Ende der Sammelrinne zum Sammelbehälter erfolgt üblicherweise durch einen flexiblen Schlauch unter dem Einfluß einer in der Ballwurfmaschine angeordneten Saugein¬ richtung.
Die Verwendung in der Ballwurfmaschine angeordneter Saugeinrichtungen zur Bewegung der Bälle durch den Schlauch scheint durchaus vorteilhaft, da üblicherweise die Bälle aus der Ballwurfmaschine durch Druckluft ausgestoßen werden und somit dieselbe Einrichtung dazu verwendet werden kann, die Bälle zur Ballwurfmaschine zu bewegen und sie mit der gewünschten Richtung und Geschwindigkeit auszuschleudern. Werden die Bälle aus der Sammel¬ rinne in den Schlauch gesaugt, so besteht zudem
keine Notwendigkeit, besonders aufwendige Vorkehrungen zu deren Einführung in den Schlauch zu treffen.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß die auf der An¬ saugung der Bälle durch den Schlauch beruhenden Ein- richtungen schlecht funktionieren. Das Fehlen einer geordneten Zuführung für die Bälle kann nämlich zur Folge haben, daß die Bälle in zu geringem Abstand in den Schlauch geraten und dort eine Stauung entsteht. Vor allem aber ist die Aufstellung der bekannten Anlagen im Freien so gut wie unmöglich, da Laub und Abfälle in gleicher Weise angesaugt werden wie die Bälle.
US-PS 2 503 461 zeigt bereits die Verwendung eines frei blasenden Gebläses zur Förderung von Bällen, wobei es sich allerdings um ganz leichte Tisch- tennisbälle handelt, welche auch dann nicht zu einer Verstopfung des Schlauches führen, wenn sie in ganz dichter Folge in diesen gelangen. Es ist übrigens unklar, ob die Bälle tatsächlich in den Schlauch eintreten würden, oder ob sie nicht durch den aus der Öffnung austretenden Luftstrom hochge¬ hoben und am Eintreten behindert würden. Mit normalen Tennisbällen durchgeführte Versuche lassen es jeden¬ falls höchst unglaubwürdig erscheinen, daß die Bälle ohne mechanische Zwangsführung überhaupt ins Innere des Schlauches gelangen könnten.
Eine mechanische Zangsführung zum Einbringen von Tennisbällen in den Schlauch einer pneumatischen Fördereinrichtung zeigt allerdings bereits US-PS 3989245. Die dort beschriebene Einrichtung hat aber nicht das Problem zu lösen, einzeln ankommende Bälle zu sammeln. Vielmehr dient das dort vorgesehene "Schaufelrad" dazu, aus einem Vorrat von Bällen
einzelne Bälle in definierten" Abständen in einen Kanal zu befördern, in welchem sie durch Druckluftstöße weiterbewegt werden. Es wäre keineswegs zweckmäßig, diese Anordnung auf eine Einrichtung gemäß dem Stand der Technik, etwa gemäß EU-OS 0 043 886, zu übertragen. Eine Einrichtung zur Erzeugung von Druckluft ist wesentlich teurer als ein frei¬ blasendes Gebläse. Periodische Druckluftstöße mit der „dre-ifachen Frequenz .des Schaufelrades würden zu einer nicht unerheblichen Lärmbelästigung führen. Andererseits wird die Synchronisation von Schaufel¬ rad und Drucklu terzeuger schwierig, wenn nur dann ein Druckstoß erfolgen soll, wenn tatsächlich ein Tennisball in den Schlauch eingebracht worden ist. Verwendet man andererseits ein Gebläse zur Er¬ zeugung des die Bälle bewegenden Druckgefälles, ist anders als im Fall von US-PS 3 989 245 dafür zu sorgen, daß der Luftstrom nicht durch die Ein¬ trittsö fnung für die Bälle entweicht.
Die Erfindung soll es demgegenüber erlauben, ein freiblasendes Gebläse zur Erzeugung des Luft¬ stromes zu verwenden, ohne daß die Bälle in zu dichter Folge in den Schlauch eintreten. Erfindungs¬ gemäß ist dazu vorgesehen, daß zur Erzeugung des Druckluftgefälles im Schlauch am eingangsseitigen Ende des Schlauches ein Gebläse angeordnet ist, daß die mechanische Fördereinrichtung ein in den Schlauchquerschnitt eingreifendes Schaufelrad umfaßt, und daß das Schaufelrad mit parallel zum Schlauch verlaufenden Welle in einem Gehäuse angeordnet ist, wobei jeweils mindestens zwei Schaufeln den Aus¬ tritt des vom Gebläse erzeugten Luftstromes aus dem Gehäuse verhindern.
O P1
WIPO
Die Koordinierung der Zufuhr von Bällen durch die • Sammelrinne und ihre Einführung in den Luftstrom ist besonders einfach, wenn die Förderung der Bälle durch die Sammelrinne mittels einer Förderschnecke erfolgt, welche vom selben Motor angetrieben werden kann wie das Schaufelrad.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anschließend anhand der Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 stellt ein Ausführungsbeispiel für eine er- findungsgemäße Gesamtanlage von der Seite dar,
Fig. 2 ist die zugehörige Draufsicht. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 4 und Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 3, jeweils durch das vergrößert dargestellte Einlaßgehäuse für die Bälle.
Die erfindungsgemäße Anordnung besteht im wesent¬ lichen aus einer von Ständern 16 getragenen, wenigstens annähernd vertikalen Pr -Uwand 2. die ebenso wie die aus einem aufsteigenden Bereich und einem absteigenden Bereich 4 zusammengesetzte Rampe 5 mit einer Bespannung 1 versehen ist. Diese Bespannung verläuft zwischen Randleisten 6 und 61, die durch teleskopartig ineinandergeschobene Seiten¬ teile 8,8' auf Distanz gehalten v/erden.
Ein Gelenk 10 hält die Rampe 5 in der dargestellten
Lage, sodaß sich zwischen Rampe 5 und Prallwand 2 eine Sammelrinne 22 bildet. Durch diese Sammelrinne werden die Tennisbälle 17 im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch eine Förderschnecke 11 zu einem Einlaßgehäuse 23 gefördert, in welches sie von einem Schaufelrad 14 einzeln eingeführt werden. Dieses Schaufelrad 14 wird
mittels eines Übersetzungsgetriebes 25 vom selben Motor12 angetrieben wie die Förderschnecke 11. Aus dem Gehäuse 23 werden die Tennisbälle 17 durch die von einem Gebläse 13 kommende Luftströmung in den Schlauch 15 gedrückt, durch welchen sie zu dem nicht dargestellten Sammelbehälter, beispielsweise einer Ballwur maschine, gelangen.
Wie besonders aus Fig. 2 hervorgeht, sind Prallwand 2 und Rampe 5 aus Einzelteilen konstanter Breite zusammen- gesetzt, wodurch die ganze Anlage leicht transportfähig wird und außerdem in verschiedenen Breiten aus vorbe¬ reiteten Elementen zusammengesetzt werden kann. Zum Transport der Tennisbälle 19 genügt dabei eine einzige Fördereinrichtung. Die Förderschnecke 11 ist jedoch mit zusammensteckbaren Enden 31 zu versehen, die es erlauben, sie zu beliebiger Länge anzustückeln.
Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, fördert eine aus einer Stange 18 und einer um diese gelegten Wendel 19 bestehende FörderschneckB 11 Bälle 17 bis zum Ende dar Sammelrinne 22, wo sie durch ein Umlenkblech 32 einem Schaufelrad 14 zugeführt werden. Dieses Schaufelrad 14 bewegt sich in einem Einlaßgehäuse 23 für die Bälle 17, welches von einem Luftstrom 28 durchsetzt ist, welcher durch ein konventionelles Gebläse erzeugt werden kann. Das Schaufelrad 14 dreht sich in Richtung des Pfeiles 29 und bringt dabei in geordneter Abfolge die Bälle 17 in den Luftstrom 28, der sie mitreißt und durch den am Stutzen 30 angesetzten, in Fig. 4 nicht dargestellten Schlauch 15 zur Ballwurfmaschine bewegt.
Ein besonderer Vorteil der dargestellten Anordnung liegt darin, daß jeweils zwei Schaufeln des Schaufel¬ rades 14 den Eingang des Gehäuses verschließen und"
dadurch verhindern, daß Luft aus dem Gehäuse 23 aus-- tritt. Die Bälle 17 können somit in den Erfassungs¬ bereich des Schaufelrades gelangen, ohne den Wider¬ stand ausströmender Luft überwinden zu müssen.
Die Anordnung kann dadurch sehr kompakt gemacht werden, daß ein einziger Motor die Förderschnecke 11 und - über die-Welle 27 - das Schaufelrad 14 antreibt. Durch geeignete Wahl des Übersetzungsverhältnisses der Übersetzung 25 kann dabei sichergestellt werden, daß im Normalfall die Bälle das Einlaßgehäuse 23 in Zeitabständen erreichen, bei denen es zu keinen Stauungen am Eingang des Gehäuses kommt. Steht über¬ dies, wie in Fig. 2 dargestellt, der Motor 12 im Ein¬ laßbereich des Gebläses 13, so bewirkt die vom Gebläse 13 angesaugte Luft eine zusätzliche Motorkühlung.