Getriebe-Generator-Schachtkühlung
Die Erfindung betrifft ein Kühisystem für einen in einem mit Fließwasser umgebenen Schacht angeordneten Generator mit einer Turbine, wobei vorzugsweise zwischen Generator und Turbine ein Getriebe vorgesehen ist.
Bisher wurde die Kühlluft des Generatsrs, die auch unter Überdruck stehen kann, direkt als wärmeträger zur Abgabe der veriustwärme herangezogen. Die bisherigen Ausführungen sehen u. a. ein- oder mehrstufige Gebläse ver. Damit kann die Wärmeübergangszahl dergestalt vergrößert werden, daß sie für den Wärmeaustausch ausreicht.
Der Nachteil dieser Anordnung ist dadurch gegeben, daß die Eigeniüftung mit Lüftern am Generatormotor nicht mehr ausreicht, um den Widerstand in diesen Luftwegen zu überwinden. Es sind somit Zusatzlüfter, die bereits einen erheblichen Leistungsbedarf und hohen Geräuschpegel haben, erforderlich. In Fällen, wo dieser Lüfter im
Schacht eingebaut ist, wird beim Lüfterausfall eine
Betriebsunterbrechung eintreten.
Ein weiterer Nachteil ist dadurch gegeben, daß die
Anpassung der Kühlluftmenge an die jeweilige Verlustleistung des Generators bei Teillast und an die Umgebungstemperatur zwischen Sommer und Winter mit drehzahlumschaitbaren Lüftermotoren und Klappensystemen zur Luftführung nur sehr grobstufig und unvollkommen erreicht wird. Für die betriebsmäßige Wartung ist es auch nachteilig, daß in den Fällen, wo der Lüfter im Schacht angeordnet ist, das Personal in den Druckluftstrom treten muß.
Aus der FR-PS Nr. 1267170 ist ein Rohrturbinengenerator bekannt, dessen Gehäusekuppel als Wärmetauscher ausgebildet ist. Derartige Rohrturbinenaggregate sind jedoch erst ab einer gewissen Leistungsgröße, die etwa bei
10 MVA liegt, überiegenswert.
Es wurde auch eine Kühlung der Maschine mit dem Fließwasser direkt versucht. Dieser Vorgang ist aber durch die rigorose Verschmutzung des Wassers technisch nicht mehr möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kühlsystem der eingangs genannten Art zu schaffen, das einerseits die obigen Nachteile vermeidet und das anderseits in Anlagen mit seriell gefertigten Trommellaufern gemäß der Mittelmaschinenreihe eingesetzt werden kann.
Das erfindungsgemäße Kühisystem ist dadurch gekennzeichnet, daß das den Generator kühlende Medium eines primären Kühlkreislaufs in entsprechenden Wärmetauschern eines sekundären Kühlkreislaufs und das Medium des sekundären Kühlkreislaufs in Kühlradiatoren die mit der, vorzugsweise metallischen Schachtwand gebildet sind, rückkühlbar ist. Mit der Erfindung ist es erstmals möglich. Unterwasseraggregate herzustellen, die auch m kleineren Leistungsbereichen wirtschaftlich vertretbar sind. Dies ergibt sich vor allem daraus, daß Generatoren praktisch aus der Serienproduktion Verwendung finden. 3ei allen Einzelfertigungen ist der technische und damit finanzielle Aufwand derart hoch, daß die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist. Um nun derartige Serienprodukte für die oben beschriebenen Anlagen einsetzen zu können, dient das erfindungsgemäße Kühisystem. Der Verteil des
erfindungsgemäßen Kühisystems ist vor allem darin zu sehen, daß die Summe der Pumpenieistungen und die höhere Leistung der Eigenbelüftungen geringere Gesamtverluste ergibt, als bei den bisher verwendeten Hochdruckventilatoren.
Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung sind die Wärmetauscher einerseits Luft-Wasser-Kühier für die
Generatorkühlluft und anderseits Öl-Wasser-Kühier für die Lagerölkühlung bzw. Getriebeclkühiung.
Bisher war es notwendig, die Clkühiung und die Luftkühlung zu trennen. Es mußte also Versorge für die Rückkühlung des Öles und getrennt davor, für die Rückkühlung der Luft Sorge getragen werden. Mit der Erfindung ist es möglich die entsprechenden Wärmetauscher auf den gemeinsamen sekundären Kühlkreisiauf wirken zu lassen.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die außen direkt vom Fließwasser umspülte aus einem Blechmantel bestehende Schachtwand an der Generatorseite vertikale oder horizontale kanaiartige Kühltaschen auf. Dadurch wird die anfallende Verlustwärme sicher abgeführt. Ferner ist das Kühlmittel im geschlossenen Kreislauf durch
Pumpen mit geringem Leistungsbedarf umwälzbar.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die
Kühltaschen beidseitig über Sammelkanäle verbunden. Da derartige Konstruktionen überaus stabil und robust ausgeführt werden müssen, bietet diese herstellungsgemäße einfache Ausführung ihre Vorteile. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Kühltaschen aus auf die Schachtwand aufgeschweißten
Stegen die über eine Deckwand abgeschlossen sind, gebildet. Diese Konstruktion ermöglicht die Herstellung mit guten Schweißkräften, die jedoch kein hochqualifiziertes Fachpersonal sein müssen. Die Herstellungskosten halten sich somit in einem vertretbaren Rahmen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist zur Befestigung der Deckwand an den Stegen, die Deckwand Ausnehmungen, vorzugsweise Bohrungen auf, die mittels eines Schweißvorganges mit Schweißmaterial gefüllt sind. Dieser einfache Herstellungsvorgang ist, wie bereits
erwähnt, auch in Hinblick auf die Herstellungskosten zu sehen.
Die Erfindung wird an Hand eines m der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf den Schacht, Fig. 2 das Detail A der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt A-A der Fig. 1 und Fig. 4 das Kühlschema.
In einem vom Fließwasser umgebenen Schacht 1 wird ein Generator 2, dem ein Getriebe 3 vorgeschaltet ist, angeordnet. Das Getriebe 3 wird von einer nicht
dargestellten langsam laufenden Turbine angetrieben. Die Schachtwand 4 ist aus einem Biechmantel gebildet. Gegen die Fließwasserrichtung ist die Schachtwand 4 als
Kühlradiator 5 ausgebildet.
Gemäß der Fig. 2 weist die Schachtwand 4 auf der
Generatorseite aufgeschweißte Stege 6 auf, die mit einer Deckwand abgeschlossen sind. Dadurch werden kanalartige Kühltaschen 3 gebildet, durch die das Medium des
sekundären Kühlkreisiaufes fließt. Zur Befestigung der Deckwand 7 an den Stegen 6 weist die Deckwand an den Befestigungssteiien Bohrungen auf, so daß die Deckwand 7 mit den Stegen 6 verschweißt werden kann. Zur Zuführung bzw. Abführung des sekundären Kühlmediums sind die
Kühltaschen 8 über Sammeikanäie 9, die mit Ein- und Auslässen 10 versehen sind, verbunden.
Gemäß der Fig. 4 wird mit diesem Kühisystem einerseits die Generatorkühlluft und anderseits das Lager- bzw.
Getriebeöl rückgekühlt. Für die Lager- bzw.
Getriebeölkühlung sind die Öl-Wasser-Kühier 11, 12 und für die Generatorluftkühlung ist der Luft-Wasser- Kühler 13 vorgesehen. Der sekundäre Kühlkreislauf wird seinerseits im Doppelmantelkühler der Kühlradiatoren 14
gekühlt.
Vor und nach den Öl-Wasser-Kühiern 11, 12 sind
Dreiweghähne 20 angeordnet, denen jeweils eine Meßstelle 15 für die Temperatur nachgeschaltet wird. In die Leitung von den Öl-Wasser-Kühiern 11, 12 zu den
Kühlradiatcren 14 sind ferner ein Membranschieber 21, ein Temperaturregier 16 und ein Strömungswächter 17
eingebaut. Der Membranschieber 15 und der
Temperaturregler 16 können über eine By-Pass-Leitung 18 überbrückt werden. Ferner kann auch dieser Kühikreis von einem Regierkühikreis 19 überlagert werden.
Der Luft-Wasser-Kühier 13 ist mit seinem Sekundärkreis, in den ein Ventil angeordnet ist, einerseits direkt mit den Kühlradiatoren 14 verbunden. Anderseits wird dieser Sekundärkreis über eine Meßstrecke 22, der eine Meßstelie 23 für den Druck nachgeschaltet ist und dem
Kühlwasserpumpenkreis 24, der einen gleichen parallelen Kreis aufweisen kann, einer weiteren Druckmeßsteiie 23 mit Druckschalter, einem Druckschalter 25 und einem
Ventil geschlossen.
Der Kühiwasserpumpe 26 ist jeweils ein Kompensator 27 vor- bzw. nachgeschaitet. Darüberhinaus ist ein
Rückschlagventil 28 und ein Membranschieber 29
vorgesehen. Ferner ist auch ein Expansionsgefäß 30 mit einen automatischen Entiüfungsventil 31 sowie einem
Absperr- 32 und Rückschlagventil 33 vorgesehen, überwacht wird dieser Kreis von einem Kontaktmanometer 34 und einem Überdruckventil 35.
Kompletiert wird das Kühisystem über das Füllventil 36.